gwup | die skeptiker

… denken kritisch seit 1987.

6. Oktober 2026
von Felix Pfannstiel
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Operation Highjump und der Mythos Neuschwabenland – Teil 2 der Skeptitalk-Reihe

Die Neuschwabenland-Reihe beim Skeptitalk geht in die zweite Runde. Host Onkel Michael schaut sich in der neuen Folge Folgendes an:

Im Januar 1939 erreichen die Männer der Schwabenland die antarktische Küste. Flugzeuge steigen auf, tausende Fotografien entstehen, Flaggen und Markierungspfeile werden abgeworfen – und Jahrzehnte später werden genau diese Vorgänge zu Bausteinen einer gewaltigen Legende. Acht Jahre danach erscheint mit der amerikanischen „Operation Highjump“ ein weiteres Ereignis auf der Bühne, das Verschwörungserzähler bis heute beschäftigt. War die gewaltige US-Expedition wirklich nur ein militärisches Trainings- und Forschungsunternehmen – oder, wie später behauptet wurde, ein Angriff auf eine geheime Nazi-Basis? Wir trennen Dokumentation und Legende. Die Expedition selbst erbrachte umfangreiche wissenschaftliche Ergebnisse; das Manuskript beschreibt unter anderem photogrammetrische Vermessungen, meteorologische, ozeanographische und biologische Arbeiten.

Inhalt:

  • 0:00 min Einleitung
  • 1:30 min Die Reise Richtung Antarktis
  • 3:50 min Expeditionen
  • 8:20 min Heimreise und Auswertung der Daten
  • 12:00 min Planungen für eine weitere Reise
  • 15:20 min Operation Highjump der U.S. Navy
  • 25:30 min Zusammenfassung

Onkel Michael wünscht:

Fragen, Anmerkungen, Themenvorschläge oder Beschimpfungen gerne an skeptitalk@gwup.org

Neben Transistor.fm ist der Podcast auch auf weiteren Plattformen verfügbar: Apple Podcast, Spotify, Overcast, Pocket Casts, Amazon Music, YouTube, Castro, Goodpods, Metacast, Castbox, Podcast Addict, Player FM, Deezer.

Zum Thema:

  • Artikel: Skeptitalk: Neuschwabenland – wegen der „Fettlücke“ ins ewige Eis, GWUP-Blog am 22.09.2026
  • Artikel: Neuschwabenlandbuch – Noch lange kein Ende!, Onkel Michaels kleine Welt am 02.04.2024
  • Artikel: Mythos Neuschwabenland – Teil 1: Wie alles begann, Onkel Michaels kleine Welt am 01.02.2022
  • Buch: Michael Scholz: Von Eis-Nazis, Flugscheiben und geheimen U-Booten – Die Wahrheit über Neuschwabenland, Alibri 2023, 115 Seiten, 10,00 €

Hinweis:

Falls ihr Ideen, Anregungen oder Empfehlungen habt bzw. selbst ein Gastkapitel für den GWUP-Blog schreiben möchtet, kontaktiert uns unter: blog@gwup.org.

5. Oktober 2026
von Felix Pfannstiel
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Termin: Alexander Wolber beim Symposium „Demokratie im Schopf2“ mit einem Vortrag über die Entwicklungspsychologie pseudowissenschaftlichen Denkens

GWUP-Vorstandsmitglied Alexander Wolber hält bei einem Symposium in Freiburg einen Vortrag.

Das Symposium Demokratie im Schopf2 steht unter folgendem Leitthema:

Rechtspopulismus und Esoterik – eine Bestandsaufnahme

Demokratiefeindliche Tendenzen im Umfeld esoterischer Weltsichten, rechtspopulistischer Verschwörungserzählungen und Social Media

Die Veranstaltungsreihe findet vom 16. Oktober bis zum 1. November statt. Alexander Wolbers Vortrag beginnt am 23. Oktober um 18 Uhr.

In der Programmbeschreibung heißt es zu seinem Vortrag:

Die Entwicklungspsychologie des Basiswissens – Warum pseudowissenschaftliches Denken bereits im Kindergarten beginnt

Verschwörungstheorien, Alternativmedizin und paranormale Phänomene – Beschäftigen wir uns heute kritisch mit Pseudowissenschaften, so wundern wir uns nicht selten darüber, wieso manche Menschen an Dinge glauben, für die es keinerlei Beweise gibt. Es existieren zahlreiche Variablen, die die Entstehung pseudowissenschaftlicher Überzeugungen begünstigen können. Ein geringer sozioökonomischer Status, ein niedriger Bildungsstand, ideologische Strukturen, Beziehungsprobleme und Erkrankungen sind nur einige wenige Faktoren.

Die Forschung interessiert sich zunehmend dafür, ob sich Menschen bereits im Kindesalter hinsichtlich ihrer späteren Neigung zum pseudowissenschaftlichen Denken unterscheiden könnten. Untersucht wird in diesem Zusammenhang das entwicklungspsychologische Konzept des „Basiswissens“. Unter Basiswissen werden fundamentale Vorstellungen von der Beschaffenheit der Welt verstanden, auf deren Grundlage sich Wissen im Laufe des Lebens überhaupt erst bilden kann. Ein weniger akkurat ausgebildetes Basiswissen geht dabei mit einer größeren Neigung zu pseudowissenschaftlichem Denken einher. Das Basiswissen kann allerdings bereits im frühen Kindesalter modifiziert werden, weshalb insbesondere der Pädagogik eine tragende Rolle zukommt.

Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es auf der Website des Symposiums.

Zum Thema:

Hinweis:

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2. Oktober 2026
von Felix Pfannstiel
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Es geht weiter mit den SkepKon-Videos! Jonas Hessenauer untersucht Rudolf Steiners Verhältnis zum Antisemitismus

Nach einer Uploadpause geht es weiter mit den Vortragsvideos der SkepKon 2025. Den Anfang macht Jonas Hessenauer mit seinem Vortrag über Antisemitismus im Werk Rudolf Steiners und in der Anthroposophie.

Weitere Videos der SkepKon 2025 folgen in den nächsten Wochen, bevor wir mit den Vorträgen von 2026 beginnen.

Aus der Videobeschreibung:

Was haben Esoterik und Antisemitismus miteinander zu tun? Jonas Hessenauer geht dieser Frage am Beispiel der Anthroposophie nach. In seinem Vortrag auf der SkepKon 2025 zeigt er anhand von Rudolf Steiners Schriften und Aussagen späterer Anthroposophen, wie sich antijüdische Vorstellungen mit Verschwörungsmythen, der Ablehnung des „Materialismus“ und der anthroposophischen Karma-Lehre verbinden.

Der Vortrag führt von den Anfängen der Anthroposophie über ihren widersprüchlichen Umgang mit dem Nationalsozialismus bis zu heutigen Beispielen antisemitischer Verschwörungserzählungen. Hessenauer fragt auch, wie die anthroposophische Bewegung mit diesem Erbe umgeht.

Anthroposophie und Antisemitismus: Was steckt in Rudolf Steiners Lehre? | Jonas Hessenauer

Inhalt:

  • 0:00 min Einleitung, historische Verwandtschaft von Esoterik und Antisemitismus
  • 3:45 min Antisemitische Anzeichen bei Steiner vom Früh- bis zum Spätwerk
  • 10:30 min Seine Nachfolger sind nicht besser.
  • 12:30 min Verhältnis zum Nationalsozialismus
  • 17:50 min Aktuelle Aussagen
  • 22:30 min Zusammenfassung

Zum Thema:

  • Video: Israelbilder in Medien & Social Media: TikTok, Hamas-Strategie, Leitmedien | Herbstakademie 2025, Tikvah-Institut am 11.02.2026

Hinweis:

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30. September 2026
von Felix Pfannstiel
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Termin: „Don’t trust the Data!“ bei den Skeptics in the Pub Hamburg

Mit etwas Vorlaufzeit der Hinweis auf ein Event bei den Skeptics in the Pub Hamburg, damit man sich den Termin auch gut einrichten kann:

“Trust the Data” ist der Schlachtruf derjenigen, die Wissenschaft und Aufklärung gegen Irrationalitäten undVerschwörungserzählungen verteidigen. Schließlich kann man doch messen und Zahlen lügen nicht.

Um diese Gedanken geht es im Vortrag „Don’t trust the Data!“ von Dr. Kai Fischer, den er beim SitP-Event der Hamburger GWUP-Regionalgruppe halten wird.

Mittwoch, 21. Oktober, in der Mathilde Bar Ottensen (Kleine Rainstrasse 11, 22765 Hamburg-Ottensen)

Ablauf:

19:00 Ankommen
19:30 Vortrag und Dialog
20:30 Austausch bei Essen und Getränken

Vielleicht lügen Zahlen nicht, aber haben sie auch eine Bedeutung? Oder schreiben wir ihnen diese Bedeutung zu? Sind Daten damit nichts anderes als Narrative und Erzählungen? Diesen Fragen wollen wir an diesem Abend nachgehen und schauen, was Daten aussagen und wo Interpretationen und Zuschreibungen beginnen.

Dr. Kai Fischer argumentiert, dass Zahlen selbst keine Bedeutung haben und ihnen diese erst zugeschrieben wird. Dies geschieht in den Wissenschaften in einem doppelten Prozess: Messtheorien sichern die Bedeutung, inhaltliche Theorien den Aussagegehalt. Allerdings stehen diese Theorien selbst in historischen und sozialen Kontexten, sind selbst also durchaus Erzählungen und von axiomatischen Voraussetzungen abhängig.

Zum Thema:

  • Homepage: Skeptics in the Pub Hamburg
  • MeetUp: Skeptics in the Pub Hamburg
  • Website: Dr. Kai Fischer
  • Website: Skeptics in the Pub Deutschland

Hinweis:

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28. September 2026
von Felix Pfannstiel
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Nach dem Miosga-Auftritt: Christian Stecker erläutert seine Positionen in einem ausführlichen Gespräch mit Nikil Mukerji

Vor zwei Wochen haben wir über den Auftritt des Politikwissenschaftlers Christian Stecker bei Caren Miosga und die anschließende Debatte um seine Positionen berichtet.

Auf Nikils Kanal gibt es jetzt ein rund 100-minütiges Interview mit dem Politologen. Stecker stellt seine Position klar und spricht über weitere politikwissenschaftliche Themen sowie den Umgang mit der AfD:

Im Gespräch erklärt der Politikwissenschaftler Christian Stecker, warum er das deutsche System fester Koalitionen für zunehmend problematisch hält und stattdessen für wechselnde Mehrheiten im Parlament plädiert. Wir diskutieren die demokratietheoretischen Grundlagen seines Modells, politische Gleichheit, Medianwähler, Brandmauer und die Frage, wie mit der AfD parlamentarisch umzugehen ist. Außerdem spricht Christian über die heftige Kritik nach seinem Miosga-Auftritt, seinen Gebrauch des Begriffs „Ethnopluralismus“ und die persönlichen Erfahrungen mit medialer und wissenschaftlicher Kritik. Zum Schluss geht es darum, wie kontroverse Positionen hart in der Sache diskutiert werden können, ohne Personen moralisch aus dem Diskurs zu drängen.

Politologe fordert: Umgang mit AfD radikal überdenken!

Inhalt:

  • 0:00 Intro
  • 0:49 Christians intellektuelle Biografie
  • 3:43 Koalition & Fragmentierung
  • 4:05 Der blaue Elefant
  • 4:45 Prozess & Strategie
  • 6:17 Gesinnung & Verantwortung
  • 9:58 Christians Erkenntnisprozess
  • 14:32 Politische Gleichheit
  • 17:03 Tiefe Wertdifferenzen
  • 19:18 Erziehen oder Bekämpfen?
  • 22:36 Veto der Entrechteten
  • 25:00 Politische Psychologie
  • 30:38 Neuseeland
  • 32:32 Späte EInsicht?
  • 35:48 Überzeichnete Bedrohungen
  • 37:28 Der Median-Wähler
  • 48:29 Deals & Kuhhandel
  • 51:10 Minderheitenschutz
  • 52:36 Irrationale Abstimmungsergebnisse
  • 55:20 Schwedens Haushalt
  • 57:21 Christians Diffamierung
  • 1:05:55 Methode Brockschmidt
  • 1:09:00 Wehrhafte Rationalität
  • 1:10:00 GWUP
  • 1:10:56 Die Diffamierungspipeline
  • 1:13:00 Wenn Wahrheit egal ist
  • 1:14:06 Konstrast-Hypothese
  • 1:15:10 Moralischer Status-Wettbewerb
  • 1:16:59 Sprachpolizei
  • 1:19:44 Weasle Worte
  • 1:20:55 Brockschmidt’sche Methoden
  • 1:22:55 Wehrhafte Rationalität cont.
  • 1:24:31 Argumentative Bösartigkeit
  • 1:27:38 AfD ohne Brandmauer
  • 1:28:32 GWUP cont.
  • 1:32:35 Was tun?
  • 1:35:06 Verantwortung der Wissenschaft
  • 1:38:28 Famous last words…
  • 1:39:00 Join GWUP! ❤️🧠

Zum Thema:

  • Artikel: Politologe Christian Stecker unter Beschuss: Worum wird hier eigentlich gestritten?, GWUP-Blog am 17.09.2026
  • Video: Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt, Caren Miosga am 06.09.2026

Hinweis:

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26. September 2026
von Felix Pfannstiel
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Das Rätsel vom Tollensetal: Leif Inselmann bei „Alle Zeit der Welt“

Mit Leif Inselmann dürfen wir mal wieder weit in die Geschichte eintauchen, denn er war erneut zu Gast im Podcast Alle Zeit der Welt:

1996 zieht ein Mann einen Knochen aus dem Ufer eines kleinen Flusses in Mecklenburg-Vorpommern. Es ist kein Tierknochen. Was danach ausgegraben wird, schreibt die europäische Vorgeschichte um: über 12.500 menschliche Knochen von mindestens 150 Menschen, dazu Pfeilspitzen, zerschlagene Schädel und zwei hölzerne Keulen. Alles datiert um 1300 vor Christus. Das Tollensetal gilt heute als das älteste bekannte Schlachtfeld Europas. Aber so eindeutig, wie es in Dokus oft klingt, ist der Fall nicht.

Zu Gast ist Leif Inselmann. Er ist Archäologe, hat dreimal selbst im Tollensetal gegraben und seine Masterarbeit über die Pfeilspitzen aus dem Tal geschrieben – 4743 Stück hat er dafür aus ganz Mitteleuropa zusammengetragen und kartiert. Seine Ergebnisse sind 2024 in „Antiquity“ erschienen. Wir reden über die Entdeckung, über das, was die Knochen verraten, über Gold, Bronzedepots und eine 3600 Jahre alte Straße quer durchs Tal und über die Frage, die die Forschung bis heute spaltet: War das wirklich eine Schlacht?

Tollensetal: Europas ältestes Schlachtfeld?

Inhalt:

  • 00:00 „Nein, ein Menschenknochen“ – die Entdeckung
  • 01:13 Warum Leif der richtige Gast ist
  • 02:30 1996: Die ersten Funde im Fluss
  • 10:41 Die Bronzezeit in Mitteleuropa
  • 29:20 Das Tal: Landschaft, Bagger und Forschungsgeschichte
  • 36:26 12.500 Knochen: was die Skelette verraten
  • 57:24 Gold, Bronzedepots und eine Straße durchs Tal
  • 1:14:44 Die Pfeilspitzen und die Herkunft der Kämpfer
  • 1:25:49 Schlacht oder Deponierung? Die Interpretation
  • 2:06:12 Outro

Zum Thema:

  • Artikel: „Alle Zeit der Welt“ über Erich von Däniken – „Wunderkammer der Kulturgeschichte“ zur Herkunft der Ley-Linien, GWUP-Blog am 17.03.2026
  • Artikel: KI-bedingte Irrtümer in der Populärwissenschaft und ein zweistündiger Crashkurs in die Kulturgeschichte der Riesen – Leif Inselmann mit Blogbeitrag und Podcastauftritt, GWUP-Blog am 04.12.2025

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22. September 2026
von Felix Pfannstiel
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Skeptitalk: Neuschwabenland – wegen der „Fettlücke“ ins ewige Eis

Im Skeptitalk geht es mit dem ersten Teil einer Serie zu einem Thema weiter, mit dem sich Host Onkel Michael besonders gut auskennt; schließlich hat er schon ein Buch darüber geschrieben.

Die Shownotes verraten mehr:

Nazis, Antarktis und geheime Missionen – das klingt bereits nach dem perfekten Ausgangspunkt für eine Verschwörungserzählung. Doch die wirkliche Geschichte der deutschen Antarktisexpedition von 1938/39 beginnt erstaunlich profan: mit Margarine, Waltran und der sogenannten „Fettlücke“ des Deutschen Reiches. Wir erzählen, warum die Schwabenland in Richtung Südpol aufbrach, wer Expeditionsleiter Alfred Ritscher war und welche wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und politischen Ziele tatsächlich hinter der Unternehmung standen. Eine Geschichte, die auch ganz ohne Flugscheiben bemerkenswert genug ist. 

Inhalt:

  • Einleitung [ab 0:00 min]
  • Die Fettlücke [ab 2:30 min]
  • Hintergründe der Antarktis-Mission [ab 7:00 min]
  • Das Schiff Schwabenland [ab 11:30 min]
  • Start der Expedition [ab 15:30 min]
  • Die Quellen widersprechen den Verschwörungstheorien [ab 17:00 min]
  • Zusammenfassung [ab 25:50 min]

Onkel Michael wünscht:

Fragen, Anmerkungen, Themenvorschläge oder Beschimpfungen gerne an skeptitalk@gwup.org

Neben Transistor.fm ist der Podcast auch auf weiteren Plattformen verfügbar: Apple Podcast, Spotify, Overcast, Pocket Casts, Amazon Music, YouTube, Castro, Goodpods, Metacast, Castbox, Podcast Addict, Player FM, Deezer.

Zum Thema:

  • Artikel: Neuschwabenlandbuch – Noch lange kein Ende!, Onkel Michaels kleine Welt am 02.04.2024
  • Artikel: Mythos Neuschwabenland – Teil 1: Wie alles begann, Onkel Michaels kleine Welt am 01.02.2022
  • Buch: Michael Scholz: Von Eis-Nazis, Flugscheiben und geheimen U-Booten – Die Wahrheit über Neuschwabenland, Alibri 2023, 115 Seiten, 10,00 €

Hinweis:

Falls ihr Ideen, Anregungen oder Empfehlungen habt bzw. selbst ein Gastkapitel für den GWUP-Blog schreiben möchtet, kontaktiert uns unter: blog@gwup.org.

21. September 2026
von Felix Pfannstiel
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Robert F. Kennedy Jr. empfiehlt plötzlich die Masernimpfung

In einem Fernsehauftritt sprach sich US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. kürzlich überraschend fürs Impfen aus:

Parents should get their children vaccinated for measles. A measles vaccine is effective. It stops measles in about 97 % of the cases. People should get vaccinated.

Diese Aussage nimmt Janos zum Ausgangspunkt seines neuen Videos. Denn wenn man auf RFKs Vergangenheit blickt, kommt sie doch etwas überraschend.

Genau diese früheren Aussagen setzt Janos dazu in Bezug. Dabei stellt er fest, dass RFK am aktuellen Masernausbruch in den USA durchaus nicht unschuldig ist.

Zum vermeintlichen Sinneswandel meint Janos:

Wer hätte gedacht, dass Robert Kennedy Jr. eines Tages im Fernsehinterview sagen wird, dass die Masernimpfung nicht nur effektiv ist, sondern Eltern ihre Kinder impfen sollten. Das hat ihm sichtbar wehgetan und kam nicht aus dem Herzen. […] Ich glaube es dennoch nicht. Ich bin doch nicht naiv, dass Kennedy das ernst meint. Die aktuelle Masernsituation in Amerkika muss aber so schlimm sein, dass diesen Druck sogar er nicht mehr ertragen konnte.

Janos’ Skepsis passt jedenfalls zu RFKs aktuellen Aktivitäten: Gemeinsam mit Andrew Wakefield wurde RFK als Headliner einer großen Anti-Impf-Konferenz (Children’s Health Defense) angekündigt, wie Edzard Ernst auf seinem Blog schreibt.

Kennedy empfiehlt die Masernimpfung – und seine Fans sind sauer

Aus der Videobeschreibung:

Robert F. Kennedy Jr. sagt öffentlich, Eltern sollten ihre Kinder gegen Masern impfen. Ja, wirklich.

Ausgerechnet Kennedy, der seit Jahren zu den prominentesten Kritikern von Impfungen gehört und immer wieder Zweifel an ihrer Sicherheit und ihrem Nutzen verbreitet hat.
Wie passt das zusammen? Warum empfiehlt er plötzlich die Masernimpfung – und warum sorgte genau das bei Teilen seiner eigenen Anhänger für heftige Reaktionen?
In diesem Video schauen wir uns an, was Kennedy über Masern und Impfungen über die Jahre gesagt hat, mit welchen Argumenten Impfgegner arbeiten und was passiert, wenn man irgendwann selbst gegen Behauptungen argumentieren muss, die man jahrelang mit verbreitet hat.
Und nebenbei klären wir auch, warum Vitamin A und Hühnersuppe leider doch keine besonders überzeugende Maserntherapie sind.

Zum Thema:

  • Artikel: RFKJr has now decided to investigate the alleged dangers of wireless technologies, Edzard Ernst am 21.09.2026
  • Artikel: Amid measles outbreaks, RFK Jr. teams up with Andrew Wakefield and headlines a major anti-vaccine conference, Edzard Ernst am 19.09.2026
  • Artikel: Neue Executive Order: Trump greift in die US-Impfpolitik ein, GWUP-Blog am 21.08.2026
  • Artikel: „Bullying Science Journals“: Edzard Ernst kommentiert Robert F. Kennedys neuen Vorstoß, GWUP-Blog am 25.06.2026
  • Artikel: Video: Martin Moder beantwortet die Frage „Was ist die unwissenschaftlichste Studie, die ihr je gelesen habt?“, GWUP-Blog am 20.07.2025
  • Artikel: 5-teilige Videoserie zu Robert F. Kennedy Jr., GWUP-Blog am 05.04.2025

Hinweis:

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18. September 2026
von Felix Pfannstiel
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Termin: Verschwörungsmythen zu Klimawandel und Klimaforschung (Vortrag beim hbbk)

Prof. Dr. Frank Best war auf der vergangenen SkepKon Referent eines Panels, das sich mit Wissenschaftsablehnung beschäftigte. Nächste Woche kommt er mit einem ähnlichen Vortrag nach Konstanz.

  • Thema: „Als Al Gore den Klimawandel erfand“ – Verschwörungsmythen zu Klimawandel und Klimaforschung
  • Referentin: Prof. Dr. Frank Best (HTWG)
  • Zeit: Dienstag, 22. September, 19:00 Uhr
  • Ort: hbbk, Zähringerplatz 32, 78464 Konstanz
  • Eintritt: 8 € (5 € für Mitglieder, Schüler & Studenten, frei für Premium-Mitglieder)

Aus der Vortragsbeschreibung:

Wer „erfand“ denn nun den Klimawandel? Al Gore, Klaus Schwab – oder doch die CIA? Einig sind sich Klimawandelskeptiker im Wesentlichen darin, dass die globale Forschung grundlegend, großflächig und seit vielen Jahrzehnten manipuliert sei. Wir wollen uns einige der gängigen Verschwörungsmythen genauer ansehen und sie auf Logik, Widerspruchsfreiheit, Falsifizierbarkeit und Evidenz prüfen. Weiterhin geht es darum, wie solche Erzählungen funktionieren: Wer wird warum zum Täter erklärt, welche Motive werden unterstellt, und mit welchen Methoden soll die angebliche Manipulation von Daten, Institutionen oder Menschen erreicht worden sein?

Der Vortrag zeigt, warum manche Mythen trotz schwacher Evidenz erstaunlich langlebig sind, mit welchen Begründungen offensichtliche Argumentationslücken geschlossen werden und wie eine Immunisierung gegen Kritik entsteht. Wir werden zudem versuchen, die Charakteristika verschiedener Mythen miteinander zu vergleichen, um ihre jeweilige Popularität besser begründen und verstehen zu können.

Zum Referenten:

Prof. Dr. Frank Best ist Professor für Internationales Management mit Forschungsschwerpunkt auf Klimaökonomie an der HTWG in Konstanz. Er arbeitet mit dem Potsdam Institut für Klimafolgenforschung an Forschungsprojekten zur Treibhausgasbepreisung und Dekarbonisierung der Industrie und war als Expert Reviewer am 6. Sachstandsbericht des Weltklimarats IPCC beteiligt. Im Rahmen seiner öffentlichen Tätigkeiten sieht er sich regelmäßig mit Falschinformationen und Verschwörungsmythen zur Klimaforschung konfrontiert.

Zum Eventeintrag auf der Seite des hbbk.

Zum Thema:

Hinweis:

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17. September 2026
von Felix Pfannstiel
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Politologe Christian Stecker unter Beschuss: Worum wird hier eigentlich gestritten?

Ein neues Video von Nikil. Er beginnt mit den Worten:

Carl Schmitt. Das war einer der maßgeblichen juristischen Apologeten des NS-Regimes. Und sein Name wird nun verknüpft mit einem in Deutschland lehrenden Professor. Und zwar nicht irgendwo, sondern auf einer renommierten Plattform für Rechtswissenschaft und Gesellschaft.

Worum es genauer geht, zeigt die Videobeschreibung:

Nach seinem Auftritt bei Caren Miosga gerät der Politikwissenschaftler Christian Stecker (TU Darmstadt) scharf in die Kritik. Auslöser ist seine Aussage, dass neben einem multikulturellen auch ein „ethnopluralistischer“ Gesellschaftsentwurf Teil des demokratischen Pluralismus sein könne.

Später präzisiert Stecker, dass er damit nur Positionen zum demokratischen Pluralismus zählt, die staatsbürgerliche Realitäten anerkennen und ihrerseits andere Gesellschaftsentwürfe als legitime Positionen akzeptieren. Dennoch wird er danach scharf angegriffen. Der Freiburger Professor für Öffentliches Recht Fabian Michl kritisiert ihn im Verfassungsblog, die Autorin Annika Brockschmidt im Freitag.

In diesem Video schauen wir uns Christian Steckers Position an, die Kritik an ihm – und die Methoden, mit denen seine Kritiker weit über legitime Sachkritik hinausgehen.

Warum ein Politologe plötzlich in der Nazi-Ecke steht

Inhalt:

  • 0:00 Intro
  • 0:38 Christian Stecker
  • 1:18 Miosga Ep. 2
  • 2:05 „Ethnopluralismus“
  • 2:33 Die Neuen Rechten
  • 3:24 Steckers Begriff
  • 4:16 Demokratischer Streit
  • 4:44 Legitimer Ethnopluralismus
  • 5:32 Verfassungsblog
  • 5:54 Michls „Kritik“
  • 9:00 NPD-Urteil
  • 10:27 Diskursverschiebung
  • 11:41 Wissenschaft vs. Aktivismus
  • 12:51 Brockschmidts „Kritik“
  • 15:36 Kontaktschuld
  • 16:33 Pseudo-Dissens
  • 17:13 Antipluralismus
  • 19:05 Diskurskultur
  • 20:15 System „Cancel Culture“
  • 21:25 Meine Lösung

Ebenfalls hat Holger Marcks die Kontroverse in einem ausführlichen Artikel aufgearbeitet:

Zum Thema:

  • Artikel: Faktencheck zu Caren Miosga vom 06.09.2026, NDR am 10.09.2026
  • Video: Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt, Caren Miosga am 06.09.2026
  • Kommentar: Christian Stecker auf LinkedIn

Hinweis:

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