Financial Times: Ufos aus Reispapier

Die Financial Times Deutschland geht in ihrer Online-Ausgabe dem aktuellen Anstieg von Ufo-Sichtungen auf den Grund. Dafür sprach das Blatt mit dem Ufo-Aufklärer und Hobby-Astronom Werner Walter vom Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP). Dessen Ufo-Hotline (0621-701370) könnte auch am Pfingstwochenende wieder glühen. Warum, erklärt Werner Walter im Artikel Out of Office: Mehr Licht!. Hier ein kurzer Ausriss:

“In der Ufo-Meldezentrale in Mannheim steht das Telefon nicht mehr still: Noch nie wurden in Deutschland so viele unbekannte Flugobjekte gesichtet. Dabei ist die Erklärung für die geheimnisvollen Lichter ganz irdisch. Voller Sorge beobachtet Hobbyastronom Werner Walter den Himmel. Die Sicht ist klar, die Nächte werden milder. ‘Das ist das Grausen, meine Nerven sind jetzt schon runter!’, sagt er. ‘Ich werde bis Montag das Telefon aushängen, fertig.’ Walters Telefon ist die Ufo-Hotline des Centralen Erforschungsnetzes außergewöhnlicher Himmelsphänomene (Cenap), das er seit 30 Jahren in Mannheim betreibt. Keine amtliche Stelle, aber Sternwarten und die Deutsche Flugsicherung verweisen gerne an sie, wenn mal wieder aufgeregte Anrufer unbekannte Flugobjekte melden. […]”

Den ganzen Artikel lesen Sie auf den Seiten der FTD.

Ursache für diesen Anstieg von Ufo-Sichtungen sind laut Werner Walter asiatische Himmelslaternen (auch Sky Lanterns genannt), die es seit einiger Zeit immer häufiger und günstiger zu kaufen gibt. Start, Abflug und Ufo-Effekt demonstriert dieses Video vom Ufo-Forum Cröffelbach im Oktober 2007:



(Link zum Video)

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Medienspiegel zur GWUP-Konferenz, Part V

Zwei neue Fundstücke für den Medienspiegel zur GWUP-Konferenz 2008:

  • Mit Magie gegen Kreationismus? fragt Dr. Gabriele Hooffacker in Telepolis.de und schreibt weiter: “Mit Geisterbeschwörung hat die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) normalerweise wenig am Hut. Skeptiker kämpfen mit den Mitteln des Verstandes gegen Kreationismus und Intelligent Design (ID); ihnen eilt eher ein Ruf als Ghostbuster voraus. Doch in der Walpurgisnacht lud die GWUP zum Auftakt ihrer Jahrestagung ins Darmstädter Schloss. Dort befassten sich die Skeptiker mit einer Darmstädter Sammlung von Zauberbüchern, sogenannten ‘Grimoires’, und gingen der Hexenverfolgung in Darmstadt und Umgebung auf den Grund. […]” - Dr. Hooffacker ist Leiterin der Journalistenakademie in München und verweist auch in ihrem Weblog auf diesen Artikel.
  • Der Humanistische Pressedienst (hpd) beendet die Serie seiner GWUP-Konferenz-Berichte mit einem Artikel zu den letzten beiden Veranstaltungstagen. Unter Kreationismus und Evolution schreibt hpd-Korrespondent und Alibri-Verlagsleiter Gunnar Schedel: “Mit einem Workshop zu Wikipedia ging am Samstag die 18. GWUP-Konferenz zuende. Seit einiger Zeit ist in der Online-Enzyklopädie die Tendenz zu beobachten, dass Quellenverweise auf die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften von einschlägig interessierten Nutzern gelöscht werden. Als Begründung wird immer häufiger angeführt, die GWUP sei keine wissenschaftlich orientierte Organisation, sondern ‘politisch’ ausgerichtet. Gemeint ist damit das aufklärerische Engagement der GWUP. Dass bei der GWUP wissenschaftlich fundierte Forschungsergebnisse ein Forum haben, davon konnten sich die Besucherinnen und Besucher der 18. Konferenz an den vorhergehenden Tagen überzeugen. […]”
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Blutwunder von Neapel: Bald ins Labor?

Wird das Blutwunder von Neapel jetzt endlich wissenschaftlich untersucht? Ein Sprecher des neapolitanischen Kardinals Crescenzio Sepe bestätigte u.a. gegenüber der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA), der Kardinal denke derzeit zumindest über eine solche Untersuchung nach: Er erwäge, nächstes Jahr eine internationale Expertenkommission aufzustellen, die den Inhalt der mysteriösen Blutreliquie analysieren und das Phänomen ihrer regelmäßigen Verflüssigung klären soll. Sogar Josef Ratzinger alias Papst Benedikt XVI. soll bereits informiert sein, schreibt Welt Online.

Prinzipiell ein erfreulicher Schritt - war es Wissenschaftlern doch bisher nicht gestattet, eine Materialprobe aus der Phiole zu entnehmen. Die feste Substanz darin verflüssigt sich üblicherweise an drei Terminen im Jahr: am Samstag vor dem ersten Maisonntag (also zuletzt vor zwei Tagen), am 19. September und am 16. Dezember. Der christlichen Legende zufolge handelt es sich dabei um Blut des heiligen Januarius, der laut der Überlieferung im Jahr 305 als Bischof den Märtyrertod starb.

Skeptiker wie der Chemiker Dr. Silvano Fuso, Mitglied der italienischen Aufklärer vom “Comitato Italiano per il Controllo delle Affermazioni sul Paranormale” (CICAP), begrüßen die Idee des Kardinals, dem Mythos nach vielen Jahrhunderten endlich auf den Grund zu gehen.

Auch Dr. Mark Benecke, Kriminalbiologe und Mitglied im Wissenschaftsrat der GWUP, hat das Blutwunder im Dom von Neapel 2004 beobachtet und darüber u.a. in der GWUP-Zeitschrift Skeptiker berichtet. Benecke stellte fest: Es ist sehr einfach, so ein “Wunder” mit thixotropen Stoffen im Labor zu reproduzieren, wie sie schon im Mittelalter bekannt gewesen sind. Solche Stoffe sind im Ruhezustand geleeartig, verflüssigen sich aber, wenn sie geschüttelt bzw. bewegt werden. Daher könnte das “Blut” eine einfache chemische Reaktion sein - und eben kein übernatürliches Phänomen.

Nun bleibt abzuwarten, welche Experten von Kardinal und Kirche zur Analyse zugelassen werden.

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Schöpfungsmythen sind als Erklärung wertlos

Zum Abschluss ihrer diesjährigen Konferenz hat die GWUP heute eine Erklärung veröffentlicht, in der sie ihre Kritik an Kreationismus und Intelligent Design erneut unterstreicht. In den GWUP-News schreiben die Skeptiker:

Mit Sorge beobachtet die GWUP die zunehmenden Angriffe auf die Evolutionstheorie. Dazu gehören auch Versuche, den Erkenntniswert der Evolution in Schule und Bildung durch eine gleichwertige Gegenüberstellung von Schöpfungsmythen zu relativieren. “Die Schöpfungsmythen der Religionen haben keinerlei Erkenntniswert”, so der GWUP-Vorsitzende Amardeo Sarma. “Sie als Erklärungsmuster der Wissenschaft gleichstellen zu wollen, ist vollkommen abwegig und ein Angriff auf Wissenschaft, Vernunft und kritisches Denken.”

Anlässlich ihrer 18. Jahrestagung fordert die GWUP, weder Kreationismus noch Intelligent Design Vorschub zu leisten. Das bedeutet im Einzelnen:

  • Die Schöpfungsmythen der Religionen sollten in Schule und Bildung nicht als Erklärungsmuster für die Entstehung der Arten oder der Menschen gelehrt werden. Schöpfungsmythen und andere Pseudo-Erklärungen haben in wissenschaftlichen Fächern nichts zu suchen.
  • Es ist an der Zeit, kritisches Denken und wissenschaftliche Methodik spätestens in der Sekundarstufe I begleitend zum Physik-, Chemie- oder Biologie-Unterricht einzuführen. Wissenschaftlicher Unterricht sollte sich nicht auf das Vermitteln von Faktenwissen beschränken, sondern von Anfang an zeigen, wie verlässliche Erkenntnisse zustande kommen. Im fehlenden methodischen Wissen sieht die GWUP einen Grund für die Anfälligkeit für pseudowissenschaftliche Heilslehren in Deutschland.

Prof. Dr. Dittmar Graf, Inhaber des Lehrstuhls für Biologie und ihre Didaktik an der TU Dortmund und neu gewähltes Mitglied im Wissenschaftsrat der GWUP, unterstreicht die Forderung der Skeptiker: “Jeder kann glauben, was er will. Kritisiert werden muss aber, wenn mythische Schöpfungsgeschichten als Wissenschaft verkauft werden, wenn man sie in naturwissenschaftlichen Fächern einbringen und die Schöpfungslehre als gleichberechtigte Alternative zur Evolution im Unterricht etablieren will. Bedrohlich für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes wird die Angelegenheit, weil damit die sowieso schon vorhandene Wissenschaftsfeindlichkeit, die in keinem anderen EU-Land so hoch ist wie in Deutschland, weiter befördert wird.”

Die GWUP ist ein als gemeinnützig anerkannter Verein, der sich für Wissenschaft und kritisches Denken einsetzt. Sie wurde 1987 gegründet und zählt derzeit rund 850 Mitglieder, Tendenz steigend. Mehr über die Ziele, Struktur und Mitglieder der GWUP erfahren Sie hier.

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Medienspiegel zur GWUP-Konferenz, Part IV

Wie gerade entdeckt, haben auch Stern.de und Focus Online die dpa-Meldung zur GWUP-Konferenz 2008 aufgegriffen:

  • Skeptiker-Tagung in Darmstadt: Kampf gegen Quacksalber und Kreationisten überschreibt stern.de den Artikel. Weiter heißt es: “Sie entlarven angebliche UFOs als Luftballons, kämpfen gegen Hellseher und Quacksalber. Die Skeptiker der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften diskutieren am 3. Mai in Darmstadt über esoterische Heilslehren und pseudowissenschaftliche Behauptungen. Im Zentrum der Tagung steht der Kreationismus, der feste Glauben an die biblische Schöpfungsgeschichte, nach dem die Entwicklung des Lebens das Werk einer höheren Intelligenz ist. Den Anstoß zu diesem Konferenzthema gab die inzwischen zurückgetretene hessische Kultusministerin Karin Wolff (CDU), berichtet GWUP-Gründungsmitglied Martin Mahner, der in Roßdorf das Zentrum für Wissenschaft und kritisches Denken leitet. […]”
  • Focus Online titelt Skeptiker. UFOs und Kreationisten im Visier. In der Meldung greift Focus Online auch die Kreationismus-Kritik von Prof. Dittmar Graf auf, Mitglied im GWUP-Wissenschaftsrat: “Dittmar Graf, GWUP-Mitglied und Professor für Biologie und ihre Didaktik an der Technischen Universität Dortmund, sagt: […] ‘Kritisiert werden muss, wenn mythische Schöpfungsgeschichten als Wissenschaft verkauft werden, wenn man sie in den naturwissenschaftlichen Unterricht einbringen und Schöpfungslehre als gleichberechtigte Alternative zur Evolution als Unterrichtsgegenstand etablieren will.’ Dies werde letztendlich sogar bedrohlich für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes, weil dies die ohnehin schon vorhandene Wissenschaftsfeindlichkeit weiter befeuere. […]” Focus Online hat bereits über die GWUP-Konferenz 2007 berichtet (siehe Psychotechniken: Lob schafft willige Jünger sowie Skeptiker-Konferenz 2007: Zauberhafte Wissenschaft) und bietet im Artikel eine Linkliste zu verwandten Themen. Das ganze Interview mit Prof. Graf im Weblog lesen Sie hier: Kreationismus: Land der Denker in Gefahr?
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Medienspiegel zur GWUP-Konferenz, Part III

Der Humanistische Pressedienst (hpd) schreibt über die ersten beiden Tage der GWUP-Konferenz 2008:

“Ganz im Zeichen der Walpurgisnacht stand der Auftakt der diesjährigen GWUP-Konferenz - selbst das gereichte Bier war ein Hexengebräu. Doch abgesehen von den berauschenden Getränken ging es am Abend des 30. April im Darmstädter Schloss solide sachlich, ja fast ein bisschen akademisch zu.

Anhand erfolgloser Geisterbeschwörer und kulturhistorisch wertvoller Zauberbücher zeigten die von der Gesellschaft zur Untersuchung von Parawissenschaften eingeladenen Referenten, dass der Okkultglaube gerade im Schatten der Aufklärung prächtig gedieh. Sämtliche Beispiele waren der Geschichte Hessen-Darmstadt entnommen und auch der Veranstaltungsort war mit Bedacht gewählt: Wissen doch alle Einheimischen, dass unter dem Schloss ein Erdgeist seine Kellerwohnung hat. Und als die Geisterstunde nahte, entführte Zauberer Yandaal die noch verbliebenen Gäste ins Reich der Magie. […]”

Den ganzen Artikel Veranstaltungsbericht: Hexennacht und Sagan-Preis lesen Sie auf den Seiten des hpd.

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Medienspiegel zur GWUP-Konferenz, Part II

Am gestrigen Freitag berichtete der Hessische Rundfunk in seiner Nachrichten-Sendung “Hessen Aktuell” über die GWUP-Konferenz 2008 in Darmstadt. Derzeit lässt sich der TV-Beitrag noch online ansehen - ob er allerdings dauerhaft abrufbar ist, wissen wir nicht. [Update vom 12.05.2008: Leider ist der Beitrag nicht mehr online!] Deshalb schnell hier klicken und den Beitrag Jahrestreffen der Skeptiker im hr-Fernsehen anschauen: Wolfgang Hund, Lehrer und Mitglied im Wissenschaftsrat der GWUP, spricht über tödlichen Okkultismus und Amardeo Sarma, GWUP-Vorsitzender, über die Gefahren des Kreationismus - so ausführlich, wie das in gerade mal anderthalb Minuten eben möglich ist …

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Fotos: Talk-Runde mit Dr. Bublath & Dr. Benecke

Vampire und Ufos, Paris Hilton und die Illuminaten, Löffelbieger und Mystifier: Beim Publikumstag der GWUP-Konferenz 2008 am 1. Mai in Darmstadt sprachen die Skeptiker über allerlei Frag- und Merkwürdiges in der Medienlandschaft. Bernd Harder, Pressesprecher der GWUP, moderierte eine Talk-Runde zum Thema “Wissenschaftler in den Medien” mit dem Kriminalbiologen Dr. Mark Benecke und dem Wissenschaftsjournalisten Dr. Joachim Bublath. Im Anschluss an die Diskussion überreichte Amardeo Sarma, Vorsitzender der GWUP, den Carl-Sagan-Preis 2008 an Dr. Bublath für sein Lebenswerk.

Ausführliche Artikel zu allen Vorträgen auf der GWUP-Konferenz 2008 folgen in den nächsten Tagen.

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