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16. Dezember 2018
von Bernd Harder
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„Satanic Panic“ 2018: Vortrag von Lydia Benecke am 29. Dezember in München

Zum Ver- oder Selberschenken:

Der letzte Vortrag von Lydia Benecke in diesem Jahr findet am 29. Dezember in München statt.

Es geht um die zirka dreistündige Langfassung zum Thema „Satanic Panic“:

Was steckt hinter Satanistenmorden und anderen düsteren Verbrechen?

Aus der Ankündigung:

Bekannt gewordene Kriminalfälle wie die Mordfälle von Witten oder Sondershausen aber auch Medienberichte aus jüngster Zeit wie die „Harry Potter Satanisten“ suggerieren: Potenzielle Killer im Auftrag Satans sind mitten unter uns … und sie scheinen der „Schwarzen-Subkultur“ zu entstammen – eine These, die unter anderem von der deutschen Politikerin Ursula Caberta vertreten wird.

Sind Gruftis also mordlüsterne „Schläfer im Auftrag des Teufels“? Oder haben Massenmedien, Autoren und übereifrige Sektenbeauftragte auf der Jagd nach Aufmerksamkeit und Einschaltquoten einen Gruselmythos erschaffen, der mit der Realität bestenfalls vage Berührungspunkte hat?

Diesen Fragen geht die Kriminalpsychologin und Straftätertherapeutin Lydia Benecke nach.

Sie geht auf eine Zeitreise zu den Ursprüngen moderner Vorstellungen von „Satans-Verbrechen“. Einige der bekanntesten und tragischsten Fälle dieser Art werden aus psychologischer Sicht neu aufgerollt. Die verhängnisvollen Auswirkungen abergläubischer Überzeugungen von Ermittlern und Juristen werden anhand eines US-Justizskandals dargestellt.

Lydia Benecke zeigt: Hexenjagden gibt es auch heute noch. Ihre Ursachen sind dieselben wie vor Jahrhunderten: Angst vor dem Fremden, dem Düsteren und Unbekannten gemischt mit dem Wunsch, möglichst einfache Erklärungen zu finden und dabei die Welt in „Gut“ und „Böse“ aufzuspalten. Einfache Erklärungen, die es in einer psychologisch, kulturell und gesellschaftlich komplexen Welt so nicht gibt.

Der Analyse von als „Satansverbrechen“ bekannt gewordenen Fällen wird ein psychologischer Einblick in die „Schwarzen Subkulturen“ gegenüber gestellt. Ihre Grundwerte sowie typische Persönlichkeitseigenschaften und Motive der Menschen, die sich ihnen zugehörig fühlen, werden vermittelt. Auch psychologische Profile benachbarter Subkulturen wie der BDSM-Szene und der Real-Life-Vampyr-Szene werden thematisiert.

Die Veranstaltung im „Schlachthof“ beginnt um 20 Uhr.

Der Eintritt kostet 26 Euro.

Zum Weiterlesen:

  • Die „Satanic Panic“, ihre Opfer und die Aufklärung, GWUP-Blog am 3. September 2018
  • Skepkon-Video: Der Mythos vom satanisch-rituellen Missbrauch, GWUP-Blog am 13. Juni 2018
  • Pädo-Satanisten: eine Verschwörungstheorie aus Übersee, mimikama am 4. Juni 2018
  • „So etwas gibt es nicht“: Interview mit dem Mordermittler Dirk Bosse zur „Satanic Panic“, Skeptiker 2/2018
  • Skepkon-Video: Lydia Benecke über „Satanistenmorde“ und rituellen Missbrauch, GWUP-Blog am 1. November 2015
  • Hoaxilla #159 – „Satanistenmorde“ mit Lydia Benecke vom 4. Mai 2014
  • Video: Lydia Benecke in der NDR Talk Show vom 30. November 2018
  • Video: Lydia Benecke bei Aktenzeichen XY … gelöst vom 28. November 2018
  • Kriminalpsychologin Lydia Benecke erklärt in „Aktenzeichen XY“: So ticken Straftäter, Stern-Online am 28. November 2018
  • Video: Lydia Benecke in Erbarmungslos: Guy Georges – Die dunklen Gassen von Paris vom 28. November 2018
  • Video: Lydia Benecke in Erbarmungslos: Jack Unterweger – Der Gefängnis-Poet vom 28. November 2018
  • Kriminalpsychologin Lydia Benecke im Visier einer rechten Hetzkampagne, GWUP-Blog am 7. August 2018
  • Video: „Die Psychologie des Bösen“ bei Skeptics in the Pub Wien mit Lydia Benecke, GWUP-Blog am 13. November 2017

16. Dezember 2018
von Bernd Harder
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Auch in der Schweiz spart Homöopathie keine Kosten. Und eine Akademie-Tagung in Tutzing mit Globuli-Claqueuren

Auch im angeblichen Homöopathie-Wunderland Schweiz spricht sich herum, dass das Zuckerzeug zu nichts taugt – auch nicht zur Kostenreduktion:

Den ausführlichen Artikel gibt’s (kostenpflichtig) im Tagesanzeiger, eine kurze Zusammenfassung zum Beispiel bei watson.

Im Science-Blog Gesundheits-Check berichtet Dr. Joseph Kuhn von der Tagung „Wer heilt, hat Recht?“ der Evangelischen Akademie Tutzing, bei der auch Dr. Christian Lübbers über Homöopathie referierte – begleitet von den mitleiderregenden Versuchen einiger Globuli-Claquere im Publikum, irgendwie ihren breiigen Senf dazuzugeben:

Kuhn:

Bei der Tagung war ein Diskussionspunkt übrigens auch die Homöopathie, die von sich ja auch gerne sagt, sie würde keine Symptome behandeln, sondern den ganzen Menschen und deswegen würden sie so lange mit ihm sprechen und ihn alles Mögliche aus seinem Leben fragen.

Leider hatten die Homöopathen in dem Fall keine Fragen. Sie wollten nur den Weilheimer HNO-Arzt Christian Lübbers provozieren, der als Referent eingeladen war.

Frau Kruse und Herr Hümmer, beide fest verhaftet im homöopathischen Glauben, sind extra zu Lübbers‘ Vortrag angereist, haben ihre Sprüchlein abgesetzt und sind dann wieder gegangen.

Nicht sehr wertschätzend gegenüber den Teilnehmern (und -innen) der Tagung. Schade. Das Menschenbild der Homöopathie hätte man ja einmal diskutieren können, ohne sich über die Wirksamkeit der Methode zu streiten. Und ob die homöopathische Anamnese den „ganzen Menschen“ erfasst oder ob sie eher Selektions- und Bindungseffekte auslöst, wäre auch ein sehr interessantes Thema gewesen.

Tja.

Fazit von Dr. Lübbers:

Mein Vortrag war um elf. Im Gegensatz zu den Homöopathen bin ich aber bis 21 Uhr geblieben. Die anderen Teilnehmer haben sich sehr über das Verhalten der Homöopathen „gewundert“. Liebe Homöopathen, macht nur weiter so. Ihr zerstört Euch selbst.

Zum Weiterlesen:

  • Homöopathen sind teurer als Schulmediziner – sagen die Krankenkassen, watson am 16. Dezember 2018
  • Die EU, Spanien und der DZVhÄ, Keine Ahnung von Garnix am 15. Dezember 2018
  • Homöopathische Präparate wirken auch nicht durch Nanopartikel, Informationsnetzwerk Homöopathie am 14. Dezember 2018
  • Warum ich Kritik an der Homöopathie wichtig finde – Heute: Dr. Nikil Mukerji, Onkel Michaels kleine Welt am 14. Dezember 2018
  • Zur neuen Homöopathie-Kostenstudie: Nichts ist immer zu teuer, Informationsnetzwerk Homöopathie am 22. September 2017
  • Über die Entscheidung zur Homöopathie in der Schweiz, Informationsnetzwerk Homöopathie am 23. Mai 2016
  • Studien-Update: Homöopathie spart immer noch keine Kosten, GWUP-Blog am 17. September 2017
  • Homeopathy for polycystic ovary syndrome: more homeopathic pseudoscience, edzardernst am 12. Dezember 2018
  • Homöopathie-Streitgespräch- Vademekum für die Weihnachtsfeiertage, GWUP-Blog am 14. Dezember 2018
  • Das Menschenbild in der Medizin, Gesundheits-Check am 16. Dezember 2018

15. Dezember 2018
von Bernd Harder
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Mai Thi-Video: „Das Problem mit wissenschaftlichen Studien“

Neu bei MaiLab:

Der Verkauf von heilbringende Mittelchen im Netz – Wirksamkeit belegt durch „wissenschaftlicher Studien“.

Die Impflüge – unterstützt durch „wissenschaftliche Studien“.

Den Klimawandel gibt es nicht – sagen „wissenschaftliche Studien“.

Überall werden Studien verlinkt, die alles möglich beweisen sollen. Wie zum Teufel sollen Laien da durchblicken? Hier gibt’s die Antwort, aber Spoiler: Sie wird euch nicht gefallen.

Zum Weiterlesen:

  • Wissenschaftskommunikation in digitalen Zeiten versus Skepsis und Misstrauen – Brillante Abschiedsvorlesung durch Carsten Koenneker, Natur des Glaubens am 9. Dezember 2018
  • Wie erkennt man echte Klimaexperten? Klimalounge am 6. September 2018
  • Nachgefragt 018: „Woran erkennt man seriöse Studien?“ vom 5. November 2018
  • Medizin: „Wo ist der Beweis?“ jetzt in 15 Sprachen erhältlich – und weiterhin kostenlos zum Download, GWUP-Blog am 31. August 2018

15. Dezember 2018
von Bernd Harder
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Neuerscheinung: „Fake News – Moderne Lügen entlarven und entspannt reagieren“

Klingt nach einer interessanten Neuerscheinung:

Allgegenwärtig und nicht erst seit Trump ein Thema: Fake News.

Ob beim Familienabend Onkel Erwin sein Lieblingsthema „Ausländer“ anbringt, Manfred im Fußballclub über Chemtrails doziert oder Monika aus der Buchhaltung erklärt, dass die Mondlandung der Amerikaner gar nicht stattgefunden hat.

Szenen, die so oder so ähnlich jeder schon mal erlebt hat. Nur, was tun?

Der Kommunikationsexperte und Politikwissenschaftler Thorben Prenzel kennt diese Debatten und auch die Hilflosigkeit, die in solchen Gesprächen herrscht. Um modernen Lügen etwas entgegenzusetzen hat er die Triple-A-Methode entwickelt, eine einfach anzuwendende Handlungsanleitung für den Alltag. Grundlagen dieser Methode sind einfache Dreierregeln, die man sich nicht nur gut merken, sondern auch einfach in der Praxis anwenden kann.

Abgerundet wird das Buch durch ausführliche Hintergrundinformationen zum Thema. Leicht verständlich erklärt der Autor, wie unser Gehirn funktioniert und warum letztlich jeder auf Fake News hereinfallen kann.

Zum Weiterlesen:

  • Thorben Prenzel: Fake News – Moderne Lügen entlarven und entspannt reagieren. Wochenschau-Verlag 2018, 176 Seiten, 12,90 €
  • Sake-News – Über das Nutzfaktische, Wild Dueck Blog am 10. Dezember 2018
  • Videos: Fake News, gefühlte Wahrheiten und alternative Fakten bei extra 3 und Sat.1, GWUP-Blog am 18. September 2018
  • SkepKon-Video: „Was tun gegen Fake-News?“ mit Nikil Mukerji, GWUP-Blog am 1. August 2018
  • SkepKon-Video: „Gefühlte Wahrheit. Von wegen Fakten …“ mit Sebastian Herrmann, GWUP-Blog am 6. Juli 2018
  • Was tun gegen Fake News? Ein Interview mit Dr. Nikil Mukerji, GWUP-Blog am 16. Mai 2018
  • „How bad are you?“ Neues Online-Spiel lehrt das Handwerk von Fake News-Machern, GWUP-Blog am 23. Februar 2018
  • Meinungen, Fake News und die Bedrohung der eigenen Identität, GWUP-Blog am 23. September 2017

14. Dezember 2018
von Bernd Harder
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Homöopathie-Streitgespräch- Vademekum für die Weihnachtsfeiertage

Interessanter neuer Beitrag beim INH:

Spoiler: Doch, kann.

Was gibt’s sonst noch Neues in Sachen Globuli?

Morgen (Samstag, 15. Dezember) spricht Dr. Christian Lübbers bei der Evangelischen Akademie Tutzing zum Thema

Danach ist nicht deswegen – Warum die Homöopathie keine ehrliche Medizin ist

Die Homöopathen sind nicht amüsiert:

Tja, ist eben schwierig, der Überzeugungskraft und Kreativität von Kollege Lübbers etwas entgegenzusetzen:

Einen originellen Vorschlag bringt auch „St. Johann“ in die Debatte ein:

Und Axel Gutmann kontert einen weiteren der zahllosen Irrtümer von Globuli-Fans:

 

Der österreichische Pharmakologe und Universitätsprofessor Bernd Mayer wiederum findet es prima, dass die MedUni Wien das Wahlfach Homöopathie gekippt hat:

Und was machen die kommerzgetriebenen Homöopathie-Profiteure?

Schrecken vor nichts mehr zurück:

Da empfehlen wir doch lieber das Homöopathie-Streitgespräch-Vademekum von Natalie Grams für die weihnachtlichen Familienzusammenkünfte:

Zum Weiterlesen:

14. Dezember 2018
von Bernd Harder
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Ist die Erde rund? Impfdebatte bei ARD-alpha mit Dr. Florian Aigner und Bert Ehgartner

Beim „Bildungskanal“ ARD-alpha (und beim produzierenden ORF) ist die Problematik der „falschen Ausgewogenheit“ offenbar noch nicht angekommen:

Ausgerechnet „am Beispiel der Impfdebatte“ wurde gestern über „Fakten oder Fake Science?“ diskutiert.

Das Einzige, was dabei deutlich wurde, war die altbekannte Erkenntnis, dass ein populistischer Dampfplauderer in wenigen Minuten mehr plakativen Unsinn produziert, als auch der beste Experte in derselben Zeit richtigstellen kann.

Gut, dass Dr. Florian Aigner in der zerfahrenen Auseinandersetzung mit Bert Ehgartner auch darauf hinwies (ab Minute 24:40):

Man muss sehen, wie in den Medien Wissenschaft und Pseudowissenschaft präsentiert wird. Wir haben es jetzt ja auch hier. Ich stehe da als Vertreter der Wissenschaft, der Herr Ehgartner steht da als Gegenvertreter. Und wir sind jetzt beide gleichberechtigt. Das verzerrt aber das Bild. Wenn es viele Tausend Wissenschaftler gibt, die sich das sehr genau angeschaut haben, und sagen, Impfungen sind etwas Sinnvolles, und dann gibt es halt ein paar Leute mit Außenseitermeinungen, dann ist es seltsam, wenn man die im Fernsehen gleich groß präsentiert.

Damit ist eigentlich alles über diese vorgebliche „science.talk spezial“-Sendung gesagt.

Hier geht’s zur Mediathek (zirka 46 Minuten).

Zum Weiterlesen:

  • Video: „Streit ums Impfen – Ein gefährlicher Glaubenskrieg“, GWUP-Blog am 15. November 2018
  • Faktencheck: Sind Grippeimpfungen voller toxischer Inhaltsstoffe? Mimikama am 13. November 2018
  • Hirtes „Impfratgeber“: Die Sache mit dem Aluminium, GWUP-Blog am 16. Oktober 2018
  • Angst essen Verstand auf oder „Die Akte Aluminium“, GWUP-Blog am 5. August 2013
  • Zur Neutralisierung fundierter Kritik durch falsche journalistische Ausgewogenheit – Beispiel: Homöopathie, Psiram am 1. Dezember 2018
  • Impfungen: Man muss nicht jedes Thema im Fernsehen „Pro und Contra“ diskutieren, GWUP-Blog am 1. Januar 2018
  • MDR Sachsen-Anhalt korrigiert die falsche Ausgewogenheit in einem Bericht übers Impfen, GWUP-Blog am 18. Juli 2018

13. Dezember 2018
von Bernd Harder
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Prognosen-Check: Keine rosa Kuh, kein Riesenkaninchen – und kein Weltuntergang

Eigentlich kaum zu glauben, dass nach den großen Luftnummern von 1999 und 2012 immer noch irgendwelche Orakelheinis mit Nostradamus ankommen und Panik vor dem Weltuntergang schieben.

Für 2019 soll der Großmeister der Fernseher angeblich den Polsprung vorausgesagt haben – dazu habe ich gerade ein langes Interview gegeben, das in der Silvestersendung der SWR2-Matinee ausgestrahlt wird.

Dabei lagen die Nostradamus-Auguren auch im zu Ende gehenden Jahr wieder grandios daneben, wie Michael Kunkel im Wahrsagerchecks-Blog auflistet.

Selbiges gilt für die Pezaros, Allgeiers und Teissiers dieser Welt, die von Riesenkaninchen und rosafarbenen Kühen fantasierten (dabei weiß doch jeder, dass in ernstzunehmenden Prophezeiungen die Kuh rot ist):

Wir können mit einiger Sicherheit vorhersagen, dass die SkepKon 2019 in Augsburg stattfindet.

Beim Vorprogramm „Skeptical“ am 30. Mai wird es auch um Nostradamus und den Polsprung gehen. Aber so, wie es wirklich ist.

Zum Weiterlesen:

  • Prognosencheck 2018, GWUP-News am 13. Dezember 2018
  • Informationen und Hintergründe zum Wahrsagercheck 2018 (PDF)
  • Die Prognosen im Überblick
  • Video: Der Polsprung 2019 – wir werden alle sterben. Oder auch nicht, GWUP-Blog am 25. November 2018
  • Nostradamus debunked: keine „extrem präzise Prophezeiung zu Mega-EM-Terror“, GWUP-Blog am 10. Juni 2016
  • Mühlhiasl, Irlmaier und Co: Die Angstmacher sind wieder da, GWUP-Blog am 11. Juni 2016
  • Nostradamus entschlüsselt: Ein Berg ist kein Heißluftballon und ein Mausoleum kein Papst, GWUP-Blog am 15. Juni 2016
  • Nostradamus: Das „Wesen, halb Schwein, halb Mensch“ – ein Soldat mit Gasmaske im Krieg? GWUP-Blog am 2. Juli 2016
  • Entschlüsselt: Die prophetische Visitenkarte des Nostradamus – der Turniertod von Heinrich II., GWUP-Blog am 2. Juli 2016
  • The Lost Book of Nostradamus: Die letzten Bilder bis zum Ende der Welt? GWUP-Blog am 8. Juli 2016
  • Nostradamus hat’s gesagt: Trump, die wahnsinnige Trompete, oder so irgendwie, GWUP-Blog am 24. Dezember 2016
  • Die rote Kuh ist da! Jetzt kommt das Ende, GWUP-Blog am 21. Oktober 2011
  • Bernd Harder: 2012 – oder wie ich lernte, den Weltuntergang zu lieben: Leitfaden für Endzeit-Liebhaber. Herder 2012, 200 Seiten

13. Dezember 2018
von Bernd Harder
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Video von „Wissenschaft oder Wunschdenken“: Beeinflusst uns der Mond?

Ein weiteres Video von der Vortragsreihe „Wissenschaft oder Wunschdenken?“ der Wiener GWUP-Regionalgruppe ist online:

Viele sind überzeugt, dass der Mond Einfluss auf Pflanzen, Tiere und das menschliche Leben hat. Doch was davon ist wissenschaftlich belegt, was gehört ins Reich der Legende?

Zum Weiterlesen:

  • Video von „Wissenschaft oder Wunschdenken?“: Statistricks, GWUP-Blog am 26. November 2018
  • Video von „Wissenschaft oder Wunschdenken?“: Ist das noch Gentechnik? GWUP-Blog am 1. Dezember 2018
  • Video von „Wissenschaft und Wunschdenken“: Ernährungsmythen bei Mensch und Tier, GWUP-Blog am 6. Dezember 2018
  • Schneiden Sie jetzt Ihre Zehennägel! futurezone.at am 15. Juli 2014
  • Vom richtigen Zeitpunkt: Esoterischer Unsinn über den Mond, Astrodicticum simplex am 23. Mai 2008
  • Mond und Schlafstörungen, GWUP-Blog am 28. Juli 2013
  • Podcast der Münchner Skeptiker zu Mondmythen, GWUP-Blog am 15. Dezember 2014
  • GWUP-Thema: Mondglaube
  • Der Mondkalender, derStandard am 23. Dezember 2014
  • Wenn der Mond beim Putzen hilft, Astrodicticum simplex am 21. Januar 2010
  • Mondmythen im „Sternengeschichten“-Podcast, GWUP-Blog am 5. November 2017

12. Dezember 2018
von Bernd Harder
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Heute beim Humanistischen Pressedienst: Interview mit Bernd Harder zum Thema Verschwörungstheorien

Heute beim Humanistischen Pressedienst:

Ein Auszug:

Bernd Harder: Viele Anhänger solcher Ideen behaupten, etwa auf „alternativen“ Webseiten wie RT Deutsch oder Pravda TV, der Begriff „conspiracy theory“ sei vom amerikanischen Geheimdienst CIA geschaffen worden, um Kritiker des Warren-Reports – nach dem John F. Kennedy von Lee Harvey Oswald als alleinigem Täter erschossen wurde – zu diskreditieren. Als „Beweis“ dient ihnen ein CIA-Dokument mit der Nummer #1035-960 aus dem Jahr 1967. Darin werde das Wort „Verschwörungstheoretiker“ als „Kampfbegriff der psychologischen Kriegsführung“ etabliert.

Beides ist falsch.

Inwiefern?

Als 1967 die CIA das Dokument #1035-960 herausgab, war der Begriff „Verschwörungstheorie“ längst mit einer delegitimierenden Komponente versehen worden. Als federführend hatten sich hierbei der Philosoph Karl Popper („Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“, 1945) und der US-Historiker Richard Hofstadter („The Paranoid Style in American Politics“, 1965) hervorgetan. Popper bezeichnete Verschwörungstheorien als „primitive Art des Aberglaubens und säkularisierte Dämonologie“.

Es ist zwar korrekt, dass das CIA-Dokument #1035-960 Argumente enthielt und Material bereitstellte, um die damals populären Verschwörungstheorien zum Kennedy-Attentat zu entkräften. Dafür klinkten sich die Geheimdienstler aber bloß in das geistige und gesellschaftliche Klima jener Zeit ein. Weder ist das Wort „conspiracy theory“ ein Neologismus der CIA noch brachte erst die prominente US-Bundesbehörde den Ausdruck in Verruf […]

Wie lässt sich eine Grenze ziehen zwischen berechtigter und notwendiger Kritik am Weltbild der Herrschenden und unsinnigen Verschwörungstheorien?

Verschwörungstheoretiker werden ja nicht deswegen so genannt, weil sie auf die unstrittige Tatsache hinweisen, dass es reale Verschwörungen gibt. Sondern weil sie ihren Annahmen eine ganz spezielle Herangehensweise sowie bestimmte Prioritäten zugrunde legen, die darauf abzielen, konkrete, sinistere Täter zu identifizieren.

Statt eines analytischen Blickes wird ein bereits feststehender Erklärungsansatz auf alles und jeden angewendet und, wenn nötig, passend zurechtgebogen. Verschwörungstheorien kommen in Gestalt von scheinkritischen Fragen daher, hinter denen sich eine selbstgerechte, unhinterfragbare Überzeugung verbirgt.

Das merkt man im Gespräch oder auch in der Online-Kommunikation recht schnell – also ob der- oder diejenige die Bereitschaft zeigt, einzusehen, dass er oder sie auch falsch liegen könnte. Als Faustregel, um ernstzunehmenden Argwohn von Bullshit zu unterscheiden, bieten sich deshalb drei Punkte an:

Ist das, was da behauptet wird, noch überprüfbar? Verstößt die Begründung der Behauptung gegen Grundsätze der Vernunft oder der Argumentation? Und wie reagieren die Vertreter der Behauptung auf Kritik?

Zum Weiterlesen:

  • Verschwörungstheorien: „Für das Ringen um eine bessere Welt verloren“, hpd am 12. Dezember 201
  • Angelesen: „Verschwörungstheorien“ von Bernd Harder, psiram am 7. November 2018
  • Bernd Harder: Schattenstaat und Puppenspieler – Über den Umgang mit Verschwörungstheorien, EZW-Materialdienst 7/2018
  • Bernd Harder: Verschwörungstheorien. Alibri 2018, 168 Seiten, 10 €
  • Bernd Harder in Köln über Verschwörungstheorien: „Schlafschafe, Wahnwichtel und Wahrheitssucher“, hpd am 3. Dezember 2018

12. Dezember 2018
von Bernd Harder
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„Ask me anything“: Natalie Grams jetzt online bei Reddit

Eigentlich sollte es erst um 14 Uhr losgehen – aber der Andrang ist so gewaltig, dass Dr. Natalie Grams einfach schon mal angefangen hat, die zahlreichen Fragen zu beantworten:

Hier geht’s zur Diskussion (und zum Nachlesen).

Zum Weiterlesen:

  • Natalie Grams: Homöopathie – „Seelenfängerei“ an Universitäten, derStandard am 28. November 2018
  • Homöopathie: Die Nestbeschmutzerin, Zeit-Online am 15. Mai 2016
  • „Der Homöopathie-Streit“ im profil-Podcast, GWUP-Blog am 9. Dezember 2018
  • Argument: Homöopathie kann schon deshalb nicht auf dem Placeboeffekt beruhen, weil oft das erste gegebene Mittel nicht wirkt, Informationsnetzwerk Homöopathie am 11. Dezember 2018
  • Die Meditonsin-Story, Skeptiker 4/2018