Nach einer kurzen Pause meldet sich der Skeptitalk im Jahr 2026 mit einer neuen Folge zurück:
Martin Luther gilt als Reformator, Bibelübersetzer und Wegbereiter der Moderne. Doch kaum bekannt ist, wie radikal und folgenreich sein Judenhass war.
Diese Folge beleuchtet Luthers antijüdische und antisemitische Schriften, insbesondere „Von den Juden und ihren Lügen“ (1543), und zeigt, warum seine Texte mehr waren als theologische Polemik. Luther forderte die Zerstörung von Synagogen, Enteignung, Zwangsarbeit und Gewalt gegen Juden – Positionen, die Jahrhunderte später im Nationalsozialismus wieder aufgegriffen wurden.
Die Folge ordnet Luthers Denken historisch ein und geht der Frage nach, warum die Trennung zwischen Antijudaismus und Antisemitismus bei ihm nicht trägt. Sie zeigt zudem, wie christlicher Judenhass von der Bibel über die Kirchenväter bis in das „Dritte Reich“ wirkte – und welche Mitverantwortung Martin Luther dabei trägt.
Diese Folge enthält zahlreiche historische Zitate mit drastischer, entmenschlichender und antisemitischer Sprache. Sie dienen ausschließlich der Aufklärung und historischen Einordnung.
Inhalt:
Heutiges Thema: Martin Luther – Reformator und Judenhasser [ab 0:00 min]
Luther war anfangs ein Kritiker der Judenverfolgung durch die Kirche. [ab 6:00 min]
Später wurde er zum Judenfeind. [ab 7:50 min]
Beispiele aus seinen Schriften [ab 9:50 min]
Antisemitismus und Antijudaismus [ab 13:40 min]
Rezeption von Luthers antisemitischen Schriften während und nach seines Lebens [ab 15:40 min]
Der Nationalsozialismus knüpft an die Luther-Rezeption an. [ab 19:50 min]
Wie die Kirche mit Luther umgeht. [ab 22:30 min]
Fazit [ab 30:40 min]
Fragen, Anmerkungen, Themenvorschläge oder Beschimpfungen gerne an skeptitalk@gwup.org
Artikel: Vorhersagen auf dem Prüfstand – Timur Sevincer in der neuen Skeptitalk-Folge, GWUP-Blog vom 22.12.2025
Artikel: Dunkle Symbole und krude Weltbilder: Neuer Skeptitalk zur Mystik der SS, GWUP-Blog vom 09.12.2025
Artikel: Okkulte Nazis, Heß‘ Friedensmission und die Abteilung „Siderisches Pendel“ in der neuen Skeptitalk-Folge, GWUP-Blog vom 25.11.2025
Artikel: Skeptitalk mit Stefan Uttenthaler: „Beweist ein Artikel die Existenz von Alien-Sonden?“, GWUP-Blog vom 10.11.2025
Artikel: Kaspar Hauser im Skeptitalk: Rätsel, Theorien und homöopathische Experimente, GWUP-Blog vom 28.10.2025
Artikel: GWUP-Podcast Skeptitalk: Von den Pocken bis Corona – „Impfgegner gestern und heute“, GWUP-Blog vom 13.10.2025
Artikel: Skeptitalk: Der neue GWUP-Podcast ist da! Erste Folge mit dem Vorsitzenden André Sebastiani, GWUP-Blog vom 30.09.2025
Artikel: Der Antijudaismus des Martin Luther, Onkel Michaels kleine Welt vom 08.12.2023
Buch: Michael Scholz: Antisemitische Verschwörungstheorien. Eine aktuelle Darstellung von Brunnenvergiftung bis Zinswucher, Alibri-Verlag, 2024, 175 Seiten, 16,00 €.
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Zu einer Bewährungsstrafe wurde am Donnerstag die Geldabholerin einer Hellseher-Bande verurteilt. Eine Frau betrog man um über 300.000 Euro.
Was war geschehen?
„Hellseherin Eva TV“ heißt die Sendung eines russischen Kanals, deren Hotline Patrizia Müller (Name geändert) Anfang März 2024 anrief. Die 38-Jährige steckte in einer tiefen Krise. Frisch geschieden, zurück im Elternhaus, seit über einem Jahr vergeblich auf Wohnungssuche.
Die Bande hinter dem Kanal nutzte diese Situation aus und brachte Patrizia Müller dazu, insgesamt ca. 300.000 € zu übergeben.
Summen in dieser Größenordnung erinnern an den Fall Amela (dort waren es allerdings noch deutlich höhere Beträge), der im vergangenen Jahr im Finale des Goldenen Bretts stand.
Die Masche der Betrüger:
Zwei Frauen, die sich Eva und Warwara nannten, überzeugten Patrizia Müller per WhatsApp-Chat, ihre Familie stehe unter einem Fluch und brauche Hilfe. Mehrfach traf sie sich danach auf dem Parkplatz eines Aldi-Markts mit verschiedenen Personen, die sich über Codewörter zu erkennen gaben – ein älteres Ehepaar, ein Mann um die 30 und die am Donnerstag angeklagte Ukrainerin Veronika V., 25 Jahre alt Typ It-Girl.
Bei diesen Treffen übergab Patrizia Müller hohe Bargeldsummen, teils im sechsstelligen Bereich. Als es zur letzten Übergabe kam, war die Polizei bereits informiert und vor Ort. Ein Mitglied der Bande, Veronika V., konnte festgenommen werden.
Das Geld sei in einer Art Ritual stets in Päckchen verpackt worden – dazu Kräuter und Gewürze, etwa Lorbeerblätter.
Das Urteil:
Wegen gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Betrugs in vier Fällen wird Veronika V. zu zwei Jahren Haft verurteilt, ausgesetzt zur Bewährung. Verfügt wird zudem die Einziehung der 136.000 Euro plus eine Geldauflage von 5.000 Euro an eine soziale Einrichtung.
Artikel: Keine Pinguininvasion, kein T-Rex-Klon und wieder kein King Kong: der GWUP-Prognosencheck 2025, GWUP-Blog vom 10.12.2025
Artikel: Das Goldene Brett vorm Kopf 2025: Die Finalisten stehen fest, GWUP-Blog vom 17.10.2025
Artikel: Neue Details im Millionenbetrugsfall rund um die vorgebliche Schamanin Mariana M., GWUP-Blog vom 02.08.2025
Artikel: Wenn „Geistheiler Nikolaus“ wohlfeile Märchen über Bruno Gröning erzählt, GWUP-Blog vom 02.10.2013
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Postfaktische Narrative von Links – Von der Alten bis zur Neuesten Linken
Mit dem Thema, das er vor ein paar Wochen bereits bei den Skeptics in the Pub München vorgestellt hat, kommt Holger Marcks nächsten Mittwoch (21. Januar, ab 19:00 Uhr) nun auch zu den SitP nach Hamburg:
Postfaktische Narrative von Links – Von der Alten bis zur Neuesten Linken Von der Revolutionsmythologie bis zum woken Bullshit – postfaktische Dynamiken kommen nicht nur von rechts. Das zeigt das Buch »Zurück nach vorn« (Alibri-Verlag 2025), das sich zentral um Irrungen und Wirrungen der (radikalen) Linken dreht. Co-Autor Holger Marcks erläutert in dem Vortrag die epistemischen Probleme linker Politik, aufgezeigt an konkreten Beispielen. Holger Marcks ist Sozialwissenschaftler mit Schwerpunkt auf Radikalisierung und Polarisierung, insbesondere im digitalen Kontext. Er arbeitet zu Rechtsextremismus und Islamismus, aber auch zur Phänomenologie der radikalen Linken. Zuvor studierte er Islamwissenschaft, Soziologie und Neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin.
Cancel the Game Ideologischer Aktivismus und sein Einfluss auf die Gaming-Kultur
Am darauffolgenden Tag geht es weiter mit einem neuen Vortrag aus der Reihe Humanistischer Campus von Kortizes. Alexander Wolber referiert am Donnerstag, 22. Januar, ab 20:15 Uhr über ideologische Strömungen in der Gamingszene.
Diese Veranstaltung findet live online über diesen Zugangslink statt (Meeting-ID: 845 2070 4889). Die Teilnahme ist kostenfrei.
Videospiele haben eine kurze, aber rasante Geschichte. Noch in den 1950er Jahren wurde eifrig an der digitalen Umsetzung »realer« Spiele geforscht. Nur knapp 40 Jahre später explodierte der Absatzmarkt für Videospiele, und eine exponentiell wachsende Zahl von Menschen wurde zu »Gamern«. Heute sind Videospiele ein fester Bestandteil des Alltags und Teil des Kulturguts.
Während man sich damals noch an der technischen Innovation erfreute, bekannte Spiele und Sportarten wie Dame oder Tennis digital darstellen zu können, bieten moderne Videospiele deutlich mehr Gestaltungsraum für grafische Details und komplexes Storytelling. Dadurch können kulturelle, politische und weltanschauliche Überzeugungen in Videospielen vermittelt werden, was in manchen Fällen zu einer ideologischen Vereinnahmung des Spiels führen kann. Gleichzeitig gibt es »Gaming-Aktivisten«, die gegen Inhalte einzelner Videospiele Stimmung machen, wenn diese nicht ihren eigenen ideologischen Vorstellungen entsprechen. In einigen Fällen sind die ideologischen Fronten sogar so verhärtet, dass es zu realen Gewaltandrohungen kommt – wie die »Gamergate«-Kontroverse im Jahr 2014 zeigte.
Der Vortrag skizziert zunächst die geschichtliche Entwicklung von Videospielen und verdeutlicht den zunehmenden Komplexitätsgrad der inhaltlichen Darstellungen. Anschließend werden einige ideologisch motivierte Aktivitäten aus den Bereichen Rechtsextremismus, Religiosität, Wokeness und Feminismus anhand konkreter Beispiele vorgestellt und diskutiert.
Zum Thema:
Artikel: Skeptische Gesellschaft: Die Brandmauer-Debatte unter der Lupe, GWUP-Blog vom 16.02.2025
Buch: Holger Marcks/Felix Zimmermann: Zurück nach vorn. Ein sozialrepublikanisches Panorama, Alibri-Verlag, 3 Bände, 470 Seiten, 39,00 €
Artikel: Alexander Wolber analysiert umstrittenen Essay zu weiblicher Genitalverstümmelung, GWUP-Blog vom 15.01.2026
Artikel: SkepKon-Video: Verschwörungsdenken verstehen – Vortrag von Alexander Wolber, GWUP-Blog vom 15.12.2025
Artikel: Zwei hpd-Beiträge zu kontroversen Themen: Kritik an Ritueller-Gewalt-Doku und Proteste gegen Univortrag, GWUP-Blog vom 06.11.2025
Artikel: Ein neuer Ort für Aufklärung und Austausch: Das Humanistische Bildungs- und Begegnungszentrum Konstanz, GWUP-Blog vom 19.04.2025
Hinweis:
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In den BMJ-Journals hat eine Autorengruppe einen Essay („Harms of the current global anti-FGM campaign“) zum Thema Genitalverstümmelung veröffentlicht.
GWUP-Mitglied Alexander Wolber hat den Text analysiert und dazu einen Artikel geschrieben. Der Beitrag erschien zuerst beim hpd und ist jetzt auch auf der GWUP-Website zu lesen:
Ein kürzlich veröffentlichter Essay über weibliche Genitalverstümmelungen sorgte für Aufregung und Diskussionen, denn die Autoren relativieren in ihrem Text die Gefahren und Folgen, die von ihr ausgehen. Maßnahmen zur Eindämmung von FGM werden zudem als “rassistisch” beschrieben. Der Essay weist einige gravierende Mängel auf.
Der Essay beschäftigt sich kritisch mit aktuellen globalen Bestrebungen und Ansätzen, über female genital mutilation (FGM, weibliche Genitalverstümmelung) aufzuklären. Wobei “kritisch” in diesem Zusammenhang nicht meint, dass blinde Flecken aufgezeigt werden sollen, die die Effektivität bisheriger Maßnahmen beschränken. Ganz im Gegenteil wird argumentiert, dass Aufklärungs- und Prohibitionskampagnen im Grunde rassistisch seien und die Empörung über FGM lediglich das Resultat hegemonialer Erzählungen des globalen Nordens über den Süden darstelle. Beschreibt dieser Essay also ein grundsätzliches Problem in der Art und Weise, wie wir das Thema FGMgegenwärtig behandeln? Zur Beantwortung dieser Frage wird der Essay zunächst in seinen zentralen Argumenten wiedergegeben und anschließend kritisch gewürdigt.
Artikel: SkepKon-Video: Verschwörungsdenken verstehen – Vortrag von Alexander Wolber, GWUP-Blog vom 15.12.2025
Artikel: Zwei hpd-Beiträge zu kontroversen Themen: Kritik an Ritueller-Gewalt-Doku und Proteste gegen Univortrag, GWUP-Blog vom 06.11.2025
Artikel: Ein neuer Ort für Aufklärung und Austausch: Das Humanistische Bildungs- und Begegnungszentrum Konstanz, GWUP-Blog vom 19.04.2025
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Die Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) erhebt schwerpunktmäßig seit 1982 alle 10 Jahre die Einstellungen der deutschen Bevölkerung zu „Religion und Weltanschauung“. Seit 2002 werden die Einstellungen „alternativer Glaubensformen“ abgefragt. „Alternativ“ meint hier zum Christentum alternative Glaubensformen, da die meisten sozialwissenschaftlichen Surveys historisch bedingt bei der Frage nach Religion und Religiosität vor allem christliche Items erheben. In der Erhebung 2023 wurden Items alternativer Glaubensformen zu Gunsten von Items des religiösen Fundamentalismus und Kirchenaustrittsgründen nicht mehr erhoben, weswegen wir hier nur eine kleine Auswahl präsentieren.
Dennoch lohnt sich ein Blick in die Daten, was sich in Deutschland in den letzten 20 Jahren – die Erhebungen sind von 2002, 2012 und 2023 – bezüglich alternativer Glaubensformen geändert hat.
Anthroposophie
Abbildung 1: Wie viel halten Sie persönlich von den folgenden Dingen? (ALLBUS 2002, 2012, 2023)
In den letzten 20 Jahren hat das Ansehen der Anthroposophie in Deutschland stark abgenommen. Erfuhr sie 2002 noch von 13% der Befragten eine starke Zustimmung, sind es heute nur noch 5%. Gleichzeitig stieg die Ablehnung von 41% auf beinahe 2/3 der Befragten. Gleichzeitig hat die Bekanntheit der Anthroposophie in der deutschen Bevölkerung zugenommen. 2002 gaben noch 65% der Befragten an, Anthroposophie nicht zu kennen. 2023 sind es 49%.
Astrologie
Abbildung 2: Wie viel halten Sie persönlich von den folgenden Dingen? (ALLBUS 2002, 2012, 2023)
Die Astrologie zeigt ein ähnliches Bild. Die Zustimmung sank in den letzten 20 Jahren um fast 1/3. Die vollkommene Ablehnung jener, die die Astrologie kennen, stieg von fast 50% auf inzwischen 70%. Dabei gehört die Astrologie wohl zu den bekanntesten alternativen Glaubensformen in Deutschland. 4% im Jahre 2002 bzw. 3% im Jahre 2023 der Befragten gaben an, Astrologie nicht zu kennen.
Wahrsagerei
Abbildung 3: Wie viel halten Sie persönlich von den folgenden Dingen? (ALLBUS 2002, 2012, 2023)
Schon 2002 hielten die meisten Deutschen nichts von Wahrsagerei und Tarotkarten (76%). Die Skepsis stieg anteilig bis zum Jahre 2023 noch weiter an. Zuletzt lehnten 88% der Befragten die Wahrsagerei ab. Gleichzeitig sank der Anteil der „Anhänger“ von 4% auf 2%. Dabei war die Wahrsagerei genauso bekannt wie die Astrologie. Nicht nur in Deutschland hat wohl beides eine lange Tradition.
Wunderheiler
Abbildung 4: Wie viel halten Sie persönlich von den folgenden Dingen? (ALLBUS 2002, 2012, 2023)
Seit Jahren wenden sich die GWUP und andere Skeptiker gegen Homöopathie (dazu später mehr) und Wunderheiler. Mit großem Erfolg oder ist es einfach nur ein Trend? Die Zustimmung zu Wunderheilern sank von 2002 bis 2023 in der Bevölkerung jedenfalls von 5% auf 2%. Gleichzeitig nahm die Ablehnung weiter zu. 72% waren es 2002, die Wunderheilungen ablehnten. 2023 waren es schon 85%. Ob das auch für christliche Wunderheiler, allen voran Jesus gilt, können wir hier abschließend nicht klären. Im Jahre 2002 gaben jedenfalls noch 12% der Befragten an, Wunderheiler nicht zu kennen. 2023 waren es noch 5%.
Alternative Heilmethoden
Womit wir bei der letzten Kategorie angekommen wären. 2002 fragte der ALLBUS nach Edelsteinmedizin und Bachblüten, während 2012 und 2023 Homöopathie bei den alternativen Heilmethoden zuerst genannt wurde. So lässt sich auch der Unterschied in den Daten erklären. Die bisher beobachtete Tendenz setzt sich fort.
Abbildung 5: Wie viel halten Sie persönlich von den folgenden Dingen? (ALLBUS 2002, 2012, 2023)
Betrachten wir nur die letzten 10 Jahre, so hat sich die Zustimmung zur Homöopathie halbiert. Während inzwischen fast 1/3 der Befragten die Homöopathie als alternative Heilmethode gänzlich ablehnen. Anscheinend setzt sich in der deutschen Bevölkerung immer mehr der Eindruck durch, dass Homöopathie nicht über den Placebo-Effekt hinaus wirkt.
Resumée
Sind die Deutschen also in den letzten 20 Jahren vernünftiger geworden? Angesichts dieser Einzelbefunde und einer Abnahme an (christlicher) Religiosität könnte man diesen Eindruck gewinnen. Leider gibt es keine gesicherte Systematik in der Befragung alternativer Glaubensformen, und christliche Items bleiben in den großen Surveys weiter dominant. So wird die Arbeit der GWUP auch in den nächsten Jahren nicht langweilig. Denn nur weil die Zustimmung zu diesen Glaubensformen abnimmt, bedeutet dies nicht, dass nicht an anderer Stelle die Zustimmung zu parawissenschaftlichen, verschwörungstheoretischen sowie esoterischen Überzeugungen und Praktiken zunimmt.
Daten und Dokumentation
GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (2011). Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften ALLBUS 2002 (ZA3700; Version 2.0.0) [Data set]. GESIS, Köln. https://doi.org/10.4232/1.11138
GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (2013). Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften ALLBUS 2012 (ZA4614; Version 1.1.1) [Data set]. GESIS, Köln. https://doi.org/10.4232/1.11753
GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (2025). Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften ALLBUS 2023 (ZA8830; Version 1.2.0) [Data set]. GESIS, Köln. https://doi.org/10.4232/1.14544
Leif Inselmann, der gestern für den GWUP-Blog einen Nachruf auf den am vergangenen Samstag verstorbenen Erich von Däniken geschrieben hat, sprach zu einem verwandten Thema auf der letztjährigen SkepKon in Regensburg. Das Video dazu ist nun auf YouTube:
In diesem Vortrag zerlegt Leif Inselmann die populären Anunnaki-Mythen und die Präastronautik à la Zecharia Sitchin – mit Originalquellen, Sprachkenntnis und Archäologie. Er erklärt, was mesopotamische Texte wie das Atramḫasis-Epos tatsächlich erzählen, was „Anunnaki“ in den Keilschriftquellen wirklich bedeutet und warum weder ein Planet „Nibiru“ noch außerirdische Goldschürfer oder uralte Hochzivilisationen wissenschaftlich haltbar sind. Statt „Astronautengöttern“ zeigen die Funde eine ganz irdische, schrittweise Kulturentwicklung – und wie Sitchins kreative Fehlübersetzungen später zur Basis für Pseudoarchäologie und Verschwörungserzählungen wurden. Ein Vortrag für alle, die wissen wollen, wo Forschung endet – und Fantasie beginnt.
Astronautengötter im antiken Mesopotamien? ‒ Leif Inselmann
Inhalt:
Thema: Zecharia Sitchin und die Anunnaki [ab 0:00 min]
Der Alte Orient im Überblick [ab 4:50 min]
Wie die mesopotamischen Texte zu deuten sind. [ab 9:10 min]
Atraḫasis-Epos [ab 11:00 min]
Wer sind die Anunnaki? [ab 15:30 min]
Himmel und Götter in der mesopotamischen Mythologie [ab 21:30 min]
Sitchins Übersetzungen [ab 23:10 min]
Planet Nibiru/ Planet X [ab 27:00 min]
Kritik an Sitchins Methodik [ab 32:20 min]
Grundlegende Probleme von Sitchins Theorie [ab 35:18]
Trotzdem hatte er einen großen Erfolg in der Präastronautik-Szene. [ab 39:20 min]
Lost Ice Age Civilization [ab 40:20 min]
Anunnaki und Verschwörungsmythen [ab 42:00 min]
Das nächste SkepKon-Video kommt am 26. Januar.
Zum Thema:
Artikel: Video zu SkepKon-Vortrag: Pseudomedizin im Praxisalltag – Janos Hegedüs analysiert Heilpraktiker-Angebote, GWUP-Blog vom 30.12.2025
Artikel: SkepKon-Video: Verschwörungsdenken verstehen – Vortrag von Alexander Wolber, GWUP-Blog vom 15.12.2025
Artikel: Neu von der SkepKon 2025: Vortrag von Ilse Jacobsen zum biologischen Geschlecht – jetzt als Video, GWUP-Blog vom 01.12.2025
Artikel: Video zur SkepKon 2025: Ein skeptischer Blick auf die Finanzwelt – Panel mit Gerd Kommer und Holger Kreymeier, GWUP-Blog vom 18.11.2025
Artikel: Dr. Gerd Kommer auf der SkepKon 2025: Warum Finanzjournalismus oft zur „Finanzpornografie“ wird, GWUP-Blog vom 03.11.2025
Artikel: SkepKon-Video #6: Ganz natürlich und ohne Chemie? – Prof. Dr. Sascha Skorupka entlarvt die Mythen alternativer Reinigungsmittel, GWUP-Blog vom 20.10.2025
Artikel: Video #5 der SkepKon 2025 mit Ali Hackalife: „Hack me if you can! – Betrug entdecken und verstehen“, GWUP-Blog vom 06.10.2025
Artikel: SkepKon-Video Nr. 4: Cornelius Courts entkräftet den Mythos vom DNA-Geruchssinn bei Hunden, GWUP-Blog vom 22.09.2025
Artikel: SkepKon-Video #3: „Der pathologisierte Andere: Trump und seine Wählerschaft“ von Prof. Dr. Claudia Franziska Brühwiler, GWUP-Blog vom 08.09.2025
Artikel: Zweites SkepKon-Video: Panel „Dialog oder Distanz – Mit wem sollten Skeptiker sprechen?“ zu Varnans Auftritt bei Jasmin Kosubek, GWUP-Blog vom 25.08.2025
Artikel: Es geht los: Das erste Video der SkepKon 2025 ist online! – Panel-Diskussion „Hexenjagd 2.0“ mit Marie-Luise Vollbrecht, GWUP-Blog vom 11.08.2025
Artikel: Gastbeitrag: Erich von Däniken verstorben ‒ Ein Nachruf von Leif Inselmann, GWUP-Blog vom 12.01.2026
Artikel: Mythen und Missverständnisse – Ulrich Magins Präastronautik-Serie im Blog „Wunderkammer der Kulturgeschichte“, GWUP-Blog vom 17.09.2025
Artikel: Annunaki, Nibiru und das neue „Lexikon der Pseudoarchäologie“, GWUP-Blog vom 21.11.2024
Hinweis:
Falls ihr Ideen, Anregungen oder Empfehlungen habt bzw. selbst ein Gastkapitel für den GWUP-Blog schreiben möchtet, kontaktiert uns unter: blog@gwup.org
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Zum Tode Erich von Dänikens ‒ Ein Nachruf von Leif Inselmann
Erich von Däniken (1935-2026) in Gizeh. Fotoquelle: https://daniken.com, EvD-Pressekit, bearbeitet
Am 10. Januar 2026 endete eine Ära. „Dies ist mein letztes Buch“, hatte er bereits 2024 anlässlich der Veröffentlichung seines autobiografischen Werkes Notizen aus meinem Leben verkündet. Nun ist Erich von Däniken, Superstar der Parawissenschaften und wahrscheinlich erfolgreichster Sachbuchautor aller Zeiten, im Alter von 90 Jahren in einem Krankenhaus in seinem langjährigen Wohnort Interlaken gestorben.
Erich Anton Paul von Däniken wurde am 14. April 1935 in Zofingen in der Schweiz geboren. Während er ein jesuitisches Gymnasium besuchte, kamen ihm nach eigener Aussage bereits Zweifel an den Erzählungen der Bibel – passte doch der biblische Gott, der rachsüchtig und oftmals allzu menschlich in Feuer und Rauch erschien, so überhaupt nicht zu seinem Verständnis eines transzendenten Geistes des Universums.
Nach einer Lehre als Koch arbeitete Däniken in verschiedenen Hotels, bis er 1965 die Leitung des Hotels Rosenhügel in Davos übernahm. 1968 erschien sein erstes Buch Erinnerungen an die Zukunft im Econ-Verlag, welches eine ungeahnte kulturelle Lawine lostrat. Seine These: „Die Götter waren Astronauten!“ Bei den antiken Mythen über Götter, welche in feurigen Wagen dahinfuhren, biblischen Propheten erschienen, ja gar den Menschen geschaffen hatten, handle es sich um Erinnerungen an außerirdische Raumfahrer, welche die Erde vor langer Zeit besuchten. Fortschrittliche Technologien wie Raumschiffe seien von den primitiven Menschen des Altertums als göttliche Magie missverstanden und in „Cargo-Kulten“ verehrt worden – erst der moderne Blick des Raumfahrtzeitalters ermögliche es, die alten Überlieferungen korrekt zu deuten. Alte Überlieferungen und Bräuche, aber auch geheimnisvolle Ruinen und archäologische Funde wurden damit zu Indizien für die einstige Anwesenheit von Außerirdischen.
Ganz neu war diese Idee, welche heute als Prä-Astronautik oder Paläo-SETI bezeichnet wird, bereits damals nicht. Schon im 19. Jahrhundert hatten einzelne Denker ähnliche Annahmen formuliert, auch bei Fantasy- und Science-Fiction-Autoren des frühen 20. Jahrhunderts wie H. P. Lovecraft findet sich wiederholt das Szenario außerirdischer Besucher in grauer Vorzeit. In Buchpublikationen der 1950er bis 60er Jahre begann sich aus einer Mischung von Theosophie, zeitgenössischer Phantastik und dem aufkommenden UFO-Phänomen ein Kanon von Motiven und wiederkehrenden „Beweismitteln“ zu etablieren. So besteht auch Erinnerungen an die Zukunft in großen Teilen aus Versatzstücken früherer Autoren wie Louis Pauwels und Jacques Bergier (Aufbruch ins dritte Jahrtausend, 1960) sowie Robert Charroux (Phantastische Vergangenheit, 1965). Doch war Erich von Däniken der erste, dem es während der euphorischen Weltraumbegeisterung der 60er gelang, aus der esoterischen Nische seiner Vorgänger herauszutreten und ein Millionenpublikum für solche Ideen zu begeistern. Sein Stil, in welchem er die Rätsel der fernen Vergangenheit mit den technischen Innovationen der Gegenwart verband, traf genau den Nerv der Zeit.
In der englischen Übersetzung als Chariots of the Gods? wurde Dänikens Buch ein Weltbestseller, nur ein Jahr später folgte die Fortsetzung Zurück zu den Sternen (1969) und fortan ein Buch nach dem anderen. Der Dokumentarfilm Erinnerungen an die Zukunft, welcher den Inhalt der ersten Bücher 1970 auch in die Kinos brachte, wurde für einen Oscar nominiert. Die Thesen der Prä-Astronautik faszinierten in jener Hochzeit des „Däniken-Phänomens“ nicht nur Menschen allen Alters weltweit, sondern inspirierten auch weitere Publizisten zu eigenen Werken: International traten Autoren wie Zecharia Sitchin, Robert K. G. Temple und der NASA-Ingenieur Josef F. Blumrich, im deutschen Sprachraum Peter und Johannes Fiebag, Ulrich Dopatka und zahlreiche andere in Dänikens Fußstapfen.
Mit der Ancient Astronaut Society, später Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI (A.A.S.) entstand ein loser Dachverband der Prä-Astronautik; bis zuletzt führte Däniken selbst Gruppenreisen zu den Schauplätzen seiner Bücher in alle Welt. Auch weiterhin veröffentlichte er Buch für Buch, in welchen er seine Theorien weiter ausbaute: Bis 2024 erschienen nicht weniger als 49 eigene Monografien sowie eine Vielzahl herausgegebener Sammelbände. Insgesamt wurden über die Jahrzehnte rund 70 Millionen Exemplare seiner eigenen Bücher in aller Welt verkauft. Vergangenes Jahr erschien unter dem Titel Erich von Däniken. Sein Leben ‒ Sein Lebenswerk auch die einzige offiziell autorisierte Biografie aus der Feder von Hans Peter Roth.
In der akademischen Altertumswissenschaft wurden Dänikens Thesen zeitlebens konsequent zurückgewiesen. Bereits ab den 1970ern erschienen Repliken, welche seine Behauptungen teils fundiert widerlegten, teils polemisch ablehnten. Obgleich viele Archäologen und Historiker, die heute an Lehrstühlen forschen, bereits als Teenager Dänikens Bücher lasen und nicht zuletzt durch diese ihre Begeisterung für die Rätsel der Vorzeit entdeckten, so überwiegen aus fachlicher Perspektive doch weiterhin die Zweifel: Die meisten Argumente und Indizien, welche Däniken für seine Hypothesen anführte, halten einer näheren Überprüfung nicht stand. Bei antiken Mythen, deren Ursprung sich nicht mehr rekonstruieren lässt, bleibt die Wahrheit oft eine Glaubensfrage. Entgegen der weitverbreiteten Annahme, Däniken habe nur gewagte Interpretationen zu gesicherten, wenngleich wenig bekannten Fakten vorgebracht, stellten sich in vielen Fällen auch Tatsachenbehauptungen in seinen Werken als falsch oder die zugrundeliegenden Quellen als Fabrikationen heraus. Wohlverdient wurde Erich von Däniken daher im Jahr 2012 von der Wiener Regionalgruppe der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) das erste Goldene Brett vorm Kopf für ein Lebenswerk verliehen.
So hinterlässt Erich von Däniken zweifellos ein reiches, wenngleich zwiespältiges Erbe. Seine Bücher begeisterten Millionen Menschen für, aber auch gegen die Altertumswissenschaft. Sie inspirierten andere grenzwissenschaftliche Sachbuchautoren ebenso wie die Populärkultur, welche mit Romanen, Comics und Kinofilmen regelmäßig auf seine Thesen zurückgriff.
Die immer wieder prophezeite Rückkehr seiner außerirdischen Götter hat Erich von Däniken nun nicht mehr erleben können. Aus seiner 65 Jahre andauernden Ehe mit Elisabeth von Däniken hinterlässt er seine Tochter Cornelia, zwei Enkel sowie eine Urenkeltochter.
Noch anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Erinnerungen an die Zukunft“ und der Veröffentlichung seines Buches Neue Erkenntnisse konnte ich Däniken selbst am 31.03.2019 live bei einem Vortrag im niedersächsischen Northeim erleben. Sein unverwechselbares Auftreten, seine eigenwilligen Thesen und natürlich sein legendäres blaues Jackett werden zweifellos vielen Menschen in Erinnerung bleiben.
Eine nähere Rückschau auf Leben, Werk und Vermächtnis Erich von Dänikens wird im kommenden Skeptiker erscheinen.
Am 21. April 2026 hält der Autor dieser Zeilen, Leif Inselmann, in Nürnberg einen Vortrag über Erich von Däniken: https://kortizes.de/event/21-04-2026/
Nicht zuletzt durch die Werbung in den sozialen Medien werden in Deutschland immer mehr Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Einige Influencer bringen sogar ihre eigenen Präparate auf den Markt. Gleichzeitig häufen sich Fälle, in denen die Einnahme von vermeintlich harmlosen „Supplements“ zu Gesundheitsschäden geführt hat. Der Vortrag will daher die Mechanismen hinter dem Supplement-Hype aufzeigen, zudem erklären, warum aktuell ein ausreichender Verbraucherschutz insbesondere im Internet nicht gewährleistet werden kann, wo Handlungsbedarf für die Politik besteht und wie man sich selbst vor fragwürdigen Produkten schützen kann.
Zum Einstieg nennt Wiedmer Beispiel aus Social Media und beginnt mit den hier auf dem Blog bereits bekannten Liebscher & Bracht.
Sein Ansatz ist jedoch nicht, problematische Werbungen und Angebote von Influencern einfach der Reihe nach abzuarbeiten. Er will das zugrunde liegende System erklären:
Ich bin der Meinung, dass diese Influencer nicht das Problem an sich, sondern nur ein Symptom dieses Problems sind.
Die Synthese zweier ohnehin schon schwieriger Bereiche ist für ihn des Pudels Kern:
Das eigentliche Problem ist, dass zwei Dinge, die für sich genommen schon problematisch sind – die Nahrungsergänzungsmittel auf der einen Seite und die sozialen Medien mit ihren Algorithmen auf der anderen Seite –, hier aufeinandertreffen und das zu einer ganz kritischen Kombination wird.
Artikel: Ein Diät-Shake bringt Jasper Caven erneut ins Kreuzverhör bei den Quarks Science Cops, GWUP-Blog vom 21.04.2025
Artikel: Nahrungsergänzungsmittel: „More Nutrition“ bei den Science Cops und MedWatch, GWUP-Blog vom 20.11.2022
Artikel: Wie wissenschaftlich ist More Nutrition?, MedWatch vom 12.11.2022 [aktualisiert am 21.03.2025]
Video: Christoph Wiedmer: „Immer der Nase nach! Wie Geruchsstoffe in Spielzeug nachgewiesen werden“ [360°], PhysikalischerVerein vom 18.10.2022
Artikel: „Die Schmerz-Influencer“: Science Cops über Liebscher und Bracht, GWUP-Blog vom 01.04.2022
Hinweis:
Falls ihr Ideen, Anregungen oder Empfehlungen habt bzw. selbst ein Gastkapitel für den GWUP-Blog schreiben möchtet, kontaktiert uns unter: blog@gwup.org
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In München startet das Skeptics-in-the-Pub-Jahr 2026 mit einem Vortrag von Felicitas Vogt-Herr zu „Only Fans & Cancel Culture“!
Kommenden Sonntag (Achtung: dieses Mal nicht wie üblich am Montag) geht es um 15:30 Uhr im Lavan Bar & Café (Schleißheimer Straße 48, 80333 München) los.
Keine Reservierung notwendig! Einfach vorbeikommen!
Pornografie, Selbstvermarktung, Machtverhältnisse und wer darüber wie reden darf
Im November wurde in Ulm eine Podiumsdiskussion zum Thema OnlyFans gecancelt. Kurz werden wir uns den Hintergründen widmen, bevor das Thema selbst in Form eines Impulsvortrags vorgestellt wird. Anschließend gibt es, wie immer, Raum für Fragen und Diskussion.
Felicitas Vogt-Herr ist Sozialwissenschaftlerin, Traumatherapeutin und Kennerin der Onlinepornografie-Kultur.
Ihre Schwerpunkte hierzu: Wie verändert OnlyFans das Bild von Sexualität, Arbeit und weiblicher Selbstbestimmung? Ist das “Empowerment”-Narrativ nur ein Mythos? Was bedeutet das alles für eine Generation, die mit Social Media und Sexting aufgewachsen ist?
Nikil Mukerji ist wissenschaftlicher Leiter der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) und Privatdozent für Philosphie an der LMU München. In einem kurzen Grußwort legt er dar, weshalb Cancel Culture den Erkenntnisprozess behindert und besonders in der Wisseschaft ein Problem darstellt.
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Auf seinem Substack Nullhypothese schreibt der Sozialwissenschaftler Dr. Sebastian Tillmann zu den Themenkomplexen Diversity, Gleichberechtigung und Gerechtigkeit. In seinen Beiträgen trennt er mit Blick auf Daten und Forschung belastbare Erkenntnisse von Behauptungen, die empirisch nicht standhalten.
Für die GWUP-Website steuert er folgenden Text bei:
In diesem Gastbeitrag betrachtet Tillmann eine besonders brisante Entwicklung innerhalb der wissenschaftlichen Praxis: systematische Fälschungen durch manipulierte Publikationen. Er zeigt, wie organisierter Betrug das Vertrauen in wissenschaftliche Erkenntnisse untergräbt und warum gerade Wissenschaftskommunikatoren gefordert sind, ihre Rolle neu zu reflektieren.
Artikel: Die woke Bewegung braucht keine neue Sprache – sie braucht bessere Daten, Sebastian Tillmann (Substack: Nullhypothese) vom 09.12.2025
Artikel: From Worriers to Warriors: Wie der Aufstieg der Frauen die akademische Kultur verändert, Sebastian Tillmann (Substack: Nullhypothese) vom 25.11.2025
Artikel: Mikroaggressionen: 50 Jahre Forschung ohne Beweis, Sebastian Tillmann (Substack: Nullhypothese) vom 04.11.2025
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