gwup | die skeptiker

… denken kritisch seit 1987.

28. September 2022
von Bernd Harder
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„Hilfe, sie sprühen wieder“: Die Akte Chemtrails neu bei den Science Cops

Neu bei den Science Cops:

Woraus sollen Chemtrails angeblich bestehen? Was genau sollen sie der Theorie nach bewirken? Und ist das überhaupt plausibel? Diesen Fragen gehen die Science Cops in dieser Podcast-Folge nach.

Zum Weiterlesen:

  • „Galileo“-Seite über Chemtrails, GWUP-Blog am 19. September 2022
  • Die wollen uns umbringen“: Chemtrail-Gläubige öffnen Zeit-Redakteur die Augen, GWUP-Blog am 10. Oktober 2017
  • Die Akte Chemtrails, quarks.de am 17. September 2022

27. September 2022
von Bernd Harder
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Im Ferngespräch: Winnetou und Co. – Wie gehen wir mit alten Kulturgütern um?

Heute im #ferngespräch:

Mit dabei sind Nora Bendzko, Karla Paul und Mháire Stritter.

Los geht’s um 20 Uhr.

Zum Weiterlesen:

  • Die große „Winnetou“-Lüge, t-online am 3. September 2022
  • Der erfundende Shitstorm: Chronologie eines Medienversagens, scompler am 29. August 2022
  • Winnetou-Debatte: MDR will umstrittene Filme mit Hinweisen versehen, Zeit-Online am 7. September 2022
  • heute-show: Wurde Winnetou wirklich gecancelt?
  • Umdenken bei „Drei Mohren“: Hotel benennt sich nach Rassismus-Streit um, Frankfurter Rundschau am 5. August 2020
  • Nach Rassismusdebatte: Hotel „Drei Mohren“ in Augsburg nennt sich um, rnd am 5. August 2020
  • „Gone with the Wind“ ist endlich neu übersetzt. Und wird dabei fast zu brav, NtZ am 14. Januar 2020
  • Aufklären statt verbannen, pro-medienmagazin am 24. August 2022
  • Wie es bleibt, ist es nicht – Howgh! nd am 25. August 2022
  • Rassismus-Streit um Winnetou: Ist es noch angebracht, das Klischee vom edlen Wilden weiterzuspinnen? news4teachers am 23. August 2022
  • Rassismus-Debatte: „Vom Winde verweht“ mit Warnung, Süddeutsche am 29. Juni 2020
  • „Vom Winde verweht“ Schöne alte Sklavenwelt, spiegel.de am 15. Dezember 2014
  • Otto und die schwarzen Füße, Frankfurter Rundschau am 19. Juli 2020
  • „Otto – Der Film“ und die Rassismus-Frage: Warum der Film heute so verstörend ist, tip am 17. Juni 2020
  • Neue Aufregung um alte Rassismusvorwürfe gegen Enid Blyton, spiegel.de am 18. Juni 2021
  • Enid Blyton – politisch korrekt, Deutschlandfunk Kultur am 4. August 2006
  • Darf man „Fünf Freunde“ heute noch lesen? Welt-Online am 18. Juni 2022
  • Rassismus-Vorwürfe: Hawaii-Pizza und Toast Hawaii sollen umbenannt werden, 24hamburg am 28. Februar 2022
  • Vom „Zigeunerschnitzel“ bis zur „Mohrenstraße“: Mit Rassismus muss gebrochen werden, Frankfurter Rundschau am 30. Juli 2020
  • Mohrenapotheke: Mehr als nur ein Name? Pharmazeutische Zeitung am 21. Dezember 2020
  • „Blackfacing“ als künstlerisches Mittel? BR Klassik am 25. März 2022
  • „Whitewashing“ und Rassismus beim Film und in der Opernwelt, dw am 29. Oktober 2020
  • Darf eine Weiße Kleopatra spielen? tagesspiegel am 4. Januar 2021
  • Warum Diversität im Film so wichtig ist, vice am 23. Februar 2018
  • „Zigeunerschnitzel“: Wie wir in der Rassismusdebatte vorankommen können, Welt-Online am 3. Februar 2021
  • Kinderbuch-Debatte: Stellt euch nicht so an, Zeit-Online am 24. Januar 2013
  • Dürfen wir unseren Kindern die Buchklassiker noch zumuten? ndr am 24. August 2022
  • Wie geht man mit Rassismus in Kinderbüchern am besten um? Süddeutsche am 24. August 2020
  • Debatte um Jim Knopf: „Man kann nicht im Nachhinein Dinge von vor 100 Jahren korrigieren“, Welt-Online am 23. August 2020
  • Rassismus im Lummerland, Deutschlandfunk Kultur am 31. August 2020

26. September 2022
von Bernd Harder
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Podcast: „Quantenverschränkte Verwirrungen – Die Welt der Homöopathie“ im GWUP-Kanal

Heute Abend (Montag, 26. September) im Youtube-Kanal der GWUP:

Quantenverschränkte Verwirrungen

Philippe Leick, Physiker und langjähriges GWUP-Mitglied, hat es geschafft, einen eigenen Text in einem pseudowissenschaftlichen Journal zu veröffentlichen. 2007 sandte er einen kritischen Kommentar zur naturwissenschaftlichen Möglichkeit bzw. Unmöglichkeit der Homöopathie an Peter Fisher, den persönlichen Homöopathen der Queen, der zu dieser Zeit als Herausgeber der Zeitschrift Homeopathy fungierte.

Fisher nahm seinen Text in das Journal auf.

Erwiderungen von Lionel Milgrom und Harald Walach folgten. In unserem Gespräch erzählt Philippe Axel Ebert und Nikil Mukerji von seiner fantastischen Reise in das wirre Denkgebäude der Homöopathie.

Los geht’s um 21 Uhr. Während der Premiere kann live mit anderen Zuhörern und den Moderatoren gechattet werden.

Zum Weiterlesen:

  • Philippe Leick: Die „schwache Quantentheorie“ und die Homöopathie, Skeptiker 3/2006
  • Homöopathen und ihre Quanten, GWUP-Blog am 25. Juli 2013
  • Schwache Generalisierung der Quantentheorie, quantenwelt am 31. Juli 2013
  • Wie man Quantenquark potenziert, Relativer Quantenquark am 1. Januar 2017
  • „Quantenphysik“ in der Homöopedia
  • Warum Homöopatie eine Pseudowissenschaft ist, GWUP-Blog am 15. September 2022

25. September 2022
von Bernd Harder
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Reiner Fuellmich, dieBasis, der Corona-Ausschuss, die Sammelklage – und ganz viel Geld von naiven Zahlschafen

Der „Querdenken“-Anwalt Markus Haintz hat heute bei Telegram ein „authentisches“ Dokument von fünf Mitgliedern des Bundesvorstands der Partei „dieBasis“ veröffentlicht:

Darin nimmt das Quintett Stellung zu den aktuellen Vorwürfen gegen Reiner Fuellmich, die im sogenannten „Corona-Ausschuss“ von Viviane Fischer erhoben wurden. Es ging dabei zunächst anscheinend um Gelder, die Fuellmich seit 2020 für eine angebliche „Corona-Schadensersatzklage“ eingesammelt hat.

Viviane Fischer und Reiner Fuellmich teilen sich als „Doppelspitze“ das Amt des Bundesvorsitzenden der „Basis“. Beide leiten auch die „Stiftung Corona-Ausschuss“.

Auf der Homepage der „Basis“ ist das Schreiben derzeit noch nicht auffindbar. Auch die Autoren treten nicht namentlich in Erscheinung – Anonleaks identifiziert sie indes als Andrea Henning, Doris Lenz, Nicole Fredericksen, Holger Fischer und Wilfried v. Aswegen.

In erster Linie kritisieren die Verfasser Viviane Fischer – von den Vorwürfen gegen Fuellmich ist praktisch keine Rede:

Der Bundesvorstand hat Viviane Fischer aufgefordert, auf den Sitzungen am 19.09.2022 und letztmalig am 20.09.2022 zu erklären, warum der Vorstand

  1. von ihr nicht über die Vorwürfe gegenüber Reiner Fuellmich informiert wurde und
  2. welche Motivation ihrer Veröffentlichung der Videobotschaft und schriftlichen Informationen zugrunde lag.

Obgleich die Autoren erklären, dass es dem Bundesvorstand nicht zustehe, die inhaltlichen Positionen von Fischer und Fuellmich zu bewerten und sie „ausdrücklich“ einen Vorschlag Fuelllmichs „befürworten“, die Vorgänge im Corona-Ausschuss strafrechtlich aufzuklären, scheint doch recht eindeutig Viviane Fischer bei der „Basis“ in Ungnade gefallen zu sein.

Ihre ursprüngliche Hoffnung, dass „alles, was jetzt geschieht, im Gesamtzusammenhang gesehen letztendlich zum Guten sein wird“, bewahrheitet sich also wohl nicht.

Im Gegenteil: Vor vier Tagen konkretisierte Fischer die „Ungereimtheiten“ in Sachen Fuellmich, die sie in einer Sitzung des „Corona-Ausschusses“ Anfang September erstmals angedeutet hatte:

Es sei

… nun leider zutage gekommen, dass Reiner Rechnungen gestellt hat, die auch bezahlt worden sind, und zwar in Höhe von 29.750 brutto, also inklusive Mehrwertsteuer, und er hat sich das quasi selbst genehmigt, im Zusammenwirken mit dem Buchhalter, den wir hatten, das ist ein Kumpel von ihm, der eben bei uns als Buchhalter tätig geworden ist.

Auf Nachfrage hat Reiner ausgeführt, dass dieses Geld verwendet worden sei im Wesentlichen zur Bearbeitung von E-Mails. Es ist aber so, dass Reiner gar nicht Zugang zu unserem offiziellen E-Mail-Account hat […], sondern die Aktivitäten haben sich bezogen auf sein Anwalts-Postfach. Also das Postfach der Kanzlei Reiner Fuellmich.

Und es ist für mich sehr schwer vorstellbar, dass tatsächlich Leistungen in diesem Umfang erbracht worden sind. Es steht eben zu befürchten, dass da auch Gelder für ihn selbst abgefallen sind […]

Es ist deshalb vor diesem Hintergrund schon eine extreme Summe, die sich über die Zeit, wo das ganze Geschehen passiert ist, eben auf insgesamt fast 650 oder 660.000 Euro summiert. Das ist schon ein erheblicher Anteil vom dem, was der Ausschuss überhaupt für seine Arbeit bekommen hat.

Im Weiteren berichtet Fischer von einer „Liquiditätsreserve“ des „Corona-Ausschusses“, von der sich 700.000 Euro bei Fuellmich befunden hätten. Auf Nachfrage habe sich dann herausgestellt, dass

… Reiner das Geld nicht auf Abruf zurückführen konnte, sondern es befindet sich immer noch angabegemäß in seinem Haus. Also in der Ablösung von Krediten oder sonstigen Aktivitäten bei seinem Haus […] Reiner ist im Moment dabei, dieses Haus zu verkaufen, weil er nach Amerika umsiedeln möchte.

Und schließlich geht es noch um einen unklaren „weiteren Vermögenswert, der dem Ausschuss gehört“, und den Fuellmich blockiere, sodass der Ausschuss damit nicht arbeiten könne.

Das ganze Video gibt es auch bei Youtube zu sehen. Eine Zusammenfassung „Fischer vs. Fuellmich“ hat Cinemaware erstellt.

Mithin stehen also rund 1,5 Millionen Euro zur Debatte, die Fuellmich offenbar in irgendeiner Weise von den Finanzen des „Corona-Ausschusses“ abgezweigt haben soll.

Als Reaktion darauf lieferte Fuellmich bei Bittel-TV eine eigenwillige Interpretation des „Argumentum ad hominem“ ab, indem er Fischers Aussagen als

… tendenziös, Verdrehung, reine Zerstörungswut

brandmarkte:

Ich bin hier von etlichen Psychologen und auch Psychiatern beraten worden, weil das vorherzusehen war. Wir hatten nur gehofft, dass das kleine Mädchen nicht, weil sie nicht alles so kriegt, wie sie es haben will, in diese blinde Zerstörungswut verfällt.

Zudem beschuldigte er Fischer, selbst mehr als 100.000 Euro in die eigene Tasche gesteckt zu haben, und zwar in Form von Rechnungen der Berliner Filmfirma Oval Media (die die Sitzungen des „Corona-Ausschusses“ im Netz streamt), deren Inhaber Fischers Lebensgefährte sei.

Soweit ist das Ganze wohl ein kurioses „he said, she said“ zweier Egozentriker, die sich um das beträchtliche Spendenaufkommen ihrer Anhänger streiten.

Aber was ist mit den schätzungsweise 1,4 Millionen Euro, die Fuellmich rund 2000 naiven Corona-Verdrossenen für seine angebliche „Sammelklage“ gegen Christian Drosten und RKI-Chef Lothar Wieler abgenommen hat?

Wie t-online berichtet, sieht die Staatsanwaltschaft Berlin beim Vorgehen bei der Sammelklage „bisher keinen Betrug“. Dennoch gerate Fuellmich zunehmend unter Druck.

Eine kooperierende Berliner Anwaltskanzlei („Hafenanwälte“) habe die Zusammenarbeit mit Fuellmich beendet „und rechtliche Schritte eingeleitet“. Diverse Unternehmer, die „lange anstandslos und voller Begeisterung gezahlt“ hätten, verlangten von Fuellmich ihr Geld zurück und stellten überdies Schadensersatzforderungen.

Anwalt Jun analysiert in einem neuen Video, ob und welche Ansprüche die Zahlschafe der jeweils 800 € pro Person möglicherweise nicht doch gegen Fuellmich geltend machen könnten?

Lapidare Antwort:

Es kommt darauf an, ob die Beschuldigten ihren Mandanten ausreichend Dummheit nachweisen können.

Das sollte leider nicht allzu schwierig sein – egal was man von Fuellmich und Co. hält.

Zum Weiterlesen:

  • Reiner Fuellmich fliegt aus dem „Corona-Ausschuss“ raus – wegen „Ungereimtheiten“, GWUP-Blog am 4. September 2022
  • Vermeintliche Corona-Klage: Der Billionen-Euro-Schwindel, t-online am 24. September 2022
  • Fuellmich, Fischer & dieBasis: da knistert was im Bundesvorstand, anonleaks am 25. September 2022
  • Reiner Fuellmich füllt sich die Taschen … told you so (republished), anonleaks am 21. September 2022
  • Corona Sammelklage: Hafenanwälte gehen auf Distanz zu Fuellmich, anonleaks am 17. September 2022

24. September 2022
von Bernd Harder
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Charles, der Quacksalber-König

Auch bei Welt-Online schreibt Professor Edzard Ernst über den britischen König Charles III.

Eines der markantesten Merkmale von Charles ist seine von logischen Trug- und Fehlschlüssen geprägte Denkweise […]

In einem Vortrag vor der Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2006 verband Charles seine Vorliebe für alte Traditionen mit seiner Verachtung für die moderne Medizin:

„Viele alternative Therapien sind in alten Traditionen verwurzelt, die intuitiv die Notwendigkeit verstanden, das Gleichgewicht und die Harmonie mit unserem Geist, unserem Körper und der natürlichen Welt aufrechtzuerhalten. Es ist tragisch, so scheint es mir – und in der Tat vielen Menschen, die sich mit diesem Thema befasst haben –, dass in der unaufhörlichen Eile der ‚Modernisierung‘ viele nützliche Ansätze, die sich bewährt haben, erprobt sind und sich als wirksam erwiesen haben, beiseite geschoben werden, weil sie als ‚altmodisch‘ oder ‚irrelevant‘ für die heutigen Bedürfnisse angesehen werden.“

Dass die allermeisten Verfahren, die Charles unterstützt, ad acta gelegt wurden, weil sie sich eben nicht als wirksam erwiesen haben, passt nicht in sein wissenschaftsfeindliches Weltbild; also lässt er es stillschweigend unter den Tisch fallen.

Am Ende äußert Ernst die zarte Hoffnung, dass sein aktuelles Amt Charles an weiteren Tollheiten hindert:

Die Möglichkeit, dass der neue Job – wie einst von Charles‘ Guru Laurens van der Post prophezeit – ihn tatsächlich seiner „Freiheit“ berauben wird, ist nicht von der Hand zu weisen. Falls seine Zeit als unermüdlicher Förderer der Quacksalberei nun ein Ende finden könnte, wäre der evidenzbasierten Medizin sicher ein Dienst erwiesen.

Zum Weiterlesen:

  • König der Quacksalber, Welt+ am 22. September 2022
  • Der Homöopathie-Prinz wird König, doccheck am 20. September 2022
  • Der König gibt sich die Kügelchen: Wie Charles mit der Homöopathie scheiterte, watson am 24. September 2022
  • Der „Schlangenölverkäufer“ sitzt jetzt auf dem britischen Thron, GWUP-Blog am 15. September 2022

24. September 2022
von Bernd Harder
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Das war der 24. September 2022 – natürlich ohne Weltuntergang

Sieht so aus, als wenn das heute nix mehr werden würde mit dem Weltuntergang, der bis zur Minute noch bei Twitter trendet.

Nicht, dass das nicht absehbar gewesen wäre.

Aber was war denn überhaupt los? Weshalb sind wir mit solchen Kommentaren von fundamentalgläubigen Phantasten eingedeckt worden?

Wir hatten hier am 17. September und schon drei Tage davor bei Twitter darauf hingewiesen:

Bei einer Bundestagsrede am 27. Februar zum Krieg in der Ukraine hatte sich der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz schlicht und einfach versprochen:

Dieser 24. September 2022 wird uns allen als ein Tag im Gedächtnis bleiben, von dem wir später einmal sagen werden: „Ich weiß noch genau, wo ich war.“

Merz meinte natürlich den 24. Februar:

Daraus konstruierten Verschwörungsideologen eine Riesensache, „nachdem Merz’ Versprecher auch in Übersee-QAnon-Kreisen die Runde machte“ (FAZ):

A British TikToker with around 200,000 followers posted a video on Tuesday of Merz‘ comments and shared various theories that he had seen online, from Donald Trump announcing his candidacy for the 2024 presidential election to a solar flare and the end times.

A right-wing Twitter user amassed over 32,000 views sharing a clip about the audio wrote „something is amiss“ in the caption and speculated about a „major event“ happening on the date.

Meanwhile, one QAnon-affiliated Telegram user with over 13,000 followers on the platform cited Germany’s „ominous warning“ about September 24 to baselessly claim there would be a „false flag attack“ on the day.

Und so weiter, und so fort.

Kurz zusammengefasst:

Weil:

Das ist alles. Anscheinend klammert sich die Szene mittlerweile an jeden noch so albernen Strohhalm.

Ein kurzes Video dazu gibt’s bei Cinemaware:

Immerhin mal eine international erfolgreiche Verschwörungstheorie, die von Deutschland aus ihren Anfang nahm. Das gab’s zuletzt wohl 2004.

Zum Weiterlesen:

  • Was passiert am 24. September 2022? Was weiß Friedrich Merz? GWUP-Blog am 17. September 2022
  • „Der Sturm zieht auf: Donald Trump, QAnon und die Queen, GWUP-Blog am 14. September 2022
  • Nach Merz-Versprecher: Qanon erwartet am 24. September ein „Großereignis“, rnd am 24. September 2022
  • QAnon und die „Simpsons“ : Das Ende naht – heute, FAZ am 24. September 2022
  • September 24 conspiracies are everywhere. QAnon and conspiracy theorists are basing them on The Simpsons and a German politician, insider am 21. September 2022
  • Is the world ending on September 24? dazed am 22. September 2022

24. September 2022
von Bernd Harder
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„Wissenschaft ist das, was auch dann gilt, wenn man nicht dran glaubt“: Das neue (Jubiläums-) Buch der Science Busters

Am Montag erscheint das neue Buch der Science Busters:

Wissenschaft ist das, was auch dann gilt, wenn man nicht dran glaubt

In der Ankündigung heißt es:

Sechs Bücher, 50 Live-Programme, 120 TV-Shows und 800 Radiokolumnen: Seit 15 Jahren zerren die Science Busters die Wissenschaft auf die große Bühne. Gestartet als „schärfste Science-Boygroup der Milchstraße“, stehen sie heute als „Kelly Family der Naturwissenschaften“ im Rampenlicht.

Ob Pandemie, Klima oder Verschwörungsmythen – nie war Wissenschaftserklärung mit Humor wichtiger als heute. In ihrem großen Jubelwälzer klären die Science Busters ein für alle Mal: Warum gilt Wissenschaft auch dann, wenn man nicht dran glaubt? Was kostet die Klimakatastrophe in Bitcoin?

Hilft Duschen gegen Ausländerfeindlichkeit? Und müssen auf dem Passfoto von Schwarzen Löchern auch beide Ohren zu sehen sein?

Die Science Busters feiern – und sind bereit für 15 weitere Jahre Bühnenexplosionen im Dienst der Wissenschaft.

In einem Jubiläums-Interview mit APA-Science erklärte Martin Puntigam:

„Es ist auch nicht sehr hilfreich, wenn sich hochrangige Politiker hinstellen und sagen ‚Wissenschaft ist das eine, Fakten das andere'“, sagte Puntigam in die Richtung von Innenminister Gerhard Karner (ÖVP), der den Ausspruch kürzlich geprägt hatte. „Wenn jemand, der so im Rampenlicht steht, so einen Unsinn sagt, kann man tausendmal sagen, das die Leute nicht so wissenschaftsfeindlich sein sollen.“

Übrigens steht auch schon der nächste Preisträger des Heinz Oberhummer Award fest. Es ist der Mitbegründer des Ig-Nobelpreises, Marc Abrahams.

Die Gala findet am 24. November im Wien statt.

Zum Weiterlesen:

  • Science Busters: Wissenschaft ist das, was auch dann gilt, wenn man nicht dran glaubt. Hanser 2022, 336 Seiten, 27 €
  • Science Busters mit Buch, Programm und Ministerschelte zum Geburtstag, apa science am 15. September 2022
  • Wer nichts weiß, muss alles glauben: Science Busters in 3sat, GWUP-Blog am 8. September 2022

24. September 2022
von Bernd Harder
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Kornkreise verursachen Schäden von Zehntausenden Pfund

Wenn es nicht so traurig wäre …

Kornkreismacher haben in England zwischen 2018 und 2022 Schäden von 30.000 Pfund (rund 34.000 Euro) verursacht.

Betroffen seien mehr als 40 Fußballfelder Ackerland. Das verlorene Getreide entspreche 300.000 Broten und aus den plattgedrückten Rapssamen hätte man rund 600 Liter Rapsöl produzieren können.

Das ist doch mal ein Schaden von Esoterik, den wir bislang nicht auf der Rechnung hatten.

Zum Weiterlesen:

  • Invasion of the barley snatchers: crop circles cost farmers thousands in lost revenue, The Guardian am 24. September 2022
  • Kornkreis-Schneider kosten britische Bauern Tausende Pfund, spiegel.de am 24. September 2022
  • GWUP-Infos: Kornkreise
  • Der Kornkreis ist von Aliens gemacht worden, äh, nein, von einem Jugendmagazin natürlich, GWUP-Blog am 7. JUni 2018

22. September 2022
von Bernd Harder
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Jetzt abstimmen: Opfer von Falscherinnerungen an rituellen Missbrauch für den „Prix Courage 2022“ nominiert

Seit der SkepKon 2018 klären wir über das Thema „Falscherinnerungen“ im Zusammenhang mit angeblichem rituellem Missbrauch auf – unter anderem mit einer Skeptiker-Titelgeschichte (3/2020).

Während in Deutschland die Protagonisten dieser sehr speziellen Szene von Traumatherapeuten nach wie vor hohes Ansehen genießen (bis hin zum Betroffenenrat um den Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs) und es nur vereinzelte Kritik an diesem verschwörungsideologischen Narrativ gibt, sieht es in der Schweiz ganz anders aus.

Dort warnt sogar die gesamtschweizerische Vereinigung der psychiatrischen Kliniken und Dienste vor Therapeuten, die „ihren Traumapatienten den Gedanken nahe[legen], dass sie Opfer ritueller Gewalt geworden seien“ – nach einigen aufsehenerregenden TV-Berichten.

Eine Betroffene von solchen Pseudo-Therapien ist Gabriella Hagger, die auch in dem SRF-Beitrag

Satanistische Verschwörungstheorie – Satanic Panic in der Schweiz

zu sehen war.

Jetzt ist Hagger für den „Prix Courage 2022“ der schweizerische Konsumenten- und Beratungszeitschrift Beobachter nominiert worden:

Gabriella Haggers Leben war in Ordnung, bis ihre Tochter sie und ihren Mann des rituellen Kindsmissbrauchs bezichtigte. 2017 zeigte der Teenager den Vater an.

Die vermeintlichen Erinnerungen an Babytötungen, Badewannen voller Blut, Massenvergewaltigungen bei satanistischen Ritualen waren bei der psychisch belasteten jungen Frau in einer Therapie aufgekommen. Die Eltern fielen aus allen Wolken. Angehörige, Nachbarinnen, Bekannte wandten sich ab […]

Hagger, Mutter von drei Kindern, die im Appenzellischen lebt, fand den Mut, an die Öffentlichkeit zu gehen. In ihrer ruhigen, hartnäckigen Art klärt sie über die gefährliche Ideologie auf – um anderen zu helfen.

Sie berät Angehörige, spricht mit Medienschaffenden und Behörden. Dank ihrem Einsatz wird das Thema nun gesellschaftlich und wissenschaftlich diskutiert.

Abgestimmt werden kann online noch bis zum 16. Oktober.

Zum Weiterlesen:

  • Sie wurde als Satanistin bezeichnet – und ging an die Öffentlichkeit, beobachter am 16. September 2022
  • Einreden einer Krankheit, dissoziationen.de am 20. August 2022
  • Zersplitterung nach Therapie: Bedenkliche Auswirkungen der „Rituelle Gewalt Mind-Control“- Theorie, Sekten-Info NRW am 16. April 2020
  • Erschreckend: Die Wiederkehr der „Satanic Panic“ in den USA, GWUP-Blog am 17. September 2022
  • Schweizer Psychiater warnen vor „Satanic Panic“ und induzierten Scheinerinnerungen, GWUP-Blog am 20. Juni 2022
  • Video: Q&A mit Lydia Benecke zur Doku „Jetzt reden die Opfer – Satanic Panic in der Schweiz“, GWUP-Blog am 24. Mai 2022
  • SRF-Doku: „Jetzt reden die Opfer“ von induzierten Erinnerungen an satanistisch-rituellen Missbrauch, GWUP-Blog am 17. Mai 2022
  • Video: „Rituelle Gewalt und Scheinerinnerungen“ – eine kritische Doku aus Deutschland, GWUP-Blog am 14. Juli 2022
  • Neu im Skeptiker: „False Memories“ – Falscherinnerungen durch Traumatherapie, GWUP-Blog am 23. September 2020

21. September 2022
von Bernd Harder
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Video: Natalie Grams und Anwalt Jun über „unsere eigenen Fehler, Leben ohne Twitter, Querdenker und HomöopaTea“

Dr. Natalie Grams-Nobmann zu Gast im Youtube-Kanal von Anwalt Jun:

Dr. Natalie Grams-Nobmann verließ Twitter wie ich an dem Wochenende als Lisa-Maria Kellermayr starb. Sie erzählt in diesem Talk, wie sich Twitter in den letzten Jahren toxisch verändert hat, es aber trotzdem ein wenig vermisst.

Wir sprechen über die Spaltung der Gesellschaft, die es so schwer machte, vermittelnde Positionen zu vertreten und das probieren wir gleiche aus, indem wir eigene Fehler aufzählen.

Zum Weiterlesen:

  • Anwalt Jun twittert wieder, GWUP-Blog am 16. September 2022
  • Spiegel (online) über Anwalt Jun, Natalie Grams und Anke Staffeldt, GWUP-Blog am 3. August 2022
  • Natalie Grams, Christian Lübbers und Christian Kröner über Drohungen und Hass im Netz, GWUP-Blog am 7. August 2022