gwup | die skeptiker

… denken kritisch seit 1987.

24. September 2021
von Bernd Harder
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Neuerscheinung: Abgetaucht in die Anderswelt – sechs Monate „Alternativmedien“-Konsum

Interessante Neuerscheinung:

Anderswelt – Ein Selbstversuch mit rechten Medien

Der Journalist Hans Demmel tauschte ein halbes Jahr lang seine üblichen Nachrichtenquellen komplett gegen rechtsalternative Medien wie Tichys Einblick, MMNews, KenFM, Compact und Junge Freiheit ein.

Darüber hat er, zusammen mit Friedrich Küppersbusch, ein Buch geschrieben:

Aus einer Mischung von Tagebuch, Dokumentation, Reportage und Interviews entsteht ein Einblick in eine Szene, die in ihrem Gefährdungspotential für die Demokratie nicht nur unbekannt ist, sondern sträflich unterschätzt wird.

In einem Interview mit dem Medienmagazin DWDL sagte Demmel:

Hätte ich vorher genau gewusst, was da auf mich zukommt, dann hätte ich es vermutlich nicht gemacht. Wenn ich allerdings sehe, welche Gefahr von diesem ständigen Brodeln unter der demokratischen Oberfläche ausgeht, dann bin ich mir wiederum sicher, dass ich dieses Buch machen musste […]

Wäre unser Staat wirklich so, wie er in diesen alternativen Medien beschrieben wird, dann müsste man als Bürger Widerstand leisten. Aber die meisten Beschreibungen haben einfach nichts mit der Wirklichkeit zu tun.

Im Deutschlandfunk erklärte er, dass man …

… diesem Sumpf aus Lügen und Hetze entgegentreten muss.

Videos mit Demmel gibt es bei Massengeschmack-TV und – in relativ bescheidener Bild- und Tonqualität – im Youtube-Kanal krass&konkret.

Zum Weiterlesen:

  • Hans Demmel/Friedrich Küppersbusch: Anderswelt – Ein Selbstversuch mit rechten Medien. Kunstmann 2021, 224 Seiten, 22 €
  • Demmel & Küppersbusch im DWDL-Interview: „Antidemokratisches Gedankengut fräst sich in bürgerliche Schichten“, dwdl am 21. September 2021
  • Wie wirken alternative und rechte Medien, Hans Demmel? inforadio am 21. September 2021
  • Im Selbstversuch nur Verschwörung: „Eine Diktatur voller Abgründe“, wdr am 22. September 2021
  • „Lügen und Hetze entgegentreten“, Deutschlandfunk am 1. September 2021
  • Abseits vom Mainstream: die Berichterstattung von „alternativen Medien“, uni-hamburg am 19. September 2017
  • Alternative Medien auf Facebook im Kontext von COVID-19, smc am 9. April 2020
  • Beurteilung von „Alternativmedien“, journalistik 3/2020
  • Alternative Medien, alexandria am 30. Juli 2020
  • Video: Hilfe! Wir haben einen Monat Bild TV geschaut, walulis am 22. September 2021

23. September 2021
von Bernd Harder
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„Sklave des Teufels“: Vom Versuch, mit Impfgegnern zu diskutieren

Der Philosoph und Autor Jan Skudlarek („Wahrheit und Verschwörung“) hat versucht, mit Impfgegnern ins Gespräch zu kommen:

Ich wollte wirklich herausfinden, wie die Leute ticken, die uns die Pandemie durch ihre Bockigkeit verlängern. Wer diese Ungeimpften sind, und wie man dazu kommt, bewusst und absichtlich zu der Gruppe gehören zu wollen, die über neunzig Prozent der Corona-Intensivpatienten ausmacht.

Dazu nutze ich Twitter und Instagram, die Plattformen, auf denen ich bereits aktiv bin. Vorab nehme ich mir eine Grundregel vor: „Poste nichts, hinter dem du nicht auch wirklich stehst.“

Ich will die Corona-Gegenmittel also nicht schöner, besser, sinnvoller reden, als sie wirklich sind. Ich will ebenso wenig die Corona-Risiken übertreiben. Ich will, wie man so schön sagt, nach bestem Wissen und Gewissen mit Leuten in einen Dialog treten.

Im Großen und Ganzen macht Skudlarek die gleichen Erfahrungen wie vor sieben Jahren ein Autor bei schockfaktor.de:

Manch ein Impfgegner erscheint mir, sagen wir mal, nur bedingt gesprächsbereit […] Es hagelt und hagelt NS-Vergleiche […] Wenn man mich nicht sofort „Gesundheitsfaschist“ nennt, mir den Knast wünscht oder mich für meine impffreundliche Haltung zum „Sklaven des Teufels“ deklariert (auch das ist allen Ernstes auf Instagram passiert), dann diskutiere ich.

Allerdings geschieht dann doch noch etwas Positives:

Es wird ein höflicher, freundlicher, offener Dialog.

So wie damals:

Letztendlich hängt es von der eigenen Erwartungshaltung ab, ob und was man in solchen Social-Media-Diskussionen erreichen kann – erklärt Holm Hümmler in einem aktuellen Skeptiker-Interview zu seinem neuen Buch „Fakt und Vorurteil: Kommunikation mit Esoterikern, Fanatikern und Verschwörungsgläubigen“:

Wenn ich mit dem Ziel in eine Diskussion gehe, mein Gegenüber zu bekehren, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, eine Enttäuschung zu erleben. Das kam auch in allen unseren Gesprächen mit ehemals Gläubigen zum Ausdruck. Niemand lässt sich einfach so vom Gegenteil dessen überzeugen, woran er glaubt. Das kann die betreffende Person nur selbst leisten.

Es geht vielmehr darum, einen Riss im Denksystem zu erzeugen. Den Diskussionspartner mit Fragen konfrontieren, die er sich noch nie gestellt hat. Fakten darlegen, die der- oder diejenige gar nicht kennt – das kann jeder von uns. Was wir damit eventuell bewirken, erfahren wir ja nie. Oder nur in Ausnahmefällen.

Der Skeptiker (3/2021) mit diesem Beitrag erscheint in den nächsten Tagen.

Zum Weiterlesen:

  • Wie ich versuchte, zum Impfluencer zu werden, SZ-Magazin am 20. September 2021
  • Corona-Impfung: „Ich vertraue meinem Immunsystem mehr“, Zeit-Online am 23. September 2021
  • Streit wegen Corona? Darum gewinnen wir Verschwörungstheoretiker nicht mit Argumenten, 1und1 am 22. September 2021
  • Dein Spickzettel für Corona-Diskussionen, fluter am 17. Dezember 2020
  • „Die Krankheit durchzumachen ist besser als eine Impfung“ – Bullshit, mummy-mag am 13. März 2017
  • Video: „Darum lassen sich einige junge Menschen nicht gegen Corona impfen“, Y-Kollektiv am 16. September 2021
  • Video: COVID-19-Impfung in der Schwangerschaft, Stillzeit und bei Kinderwunsch – was gibt es Neues? RKI am 21. September 2021
  • Beleidigungen, Uninformiertheit, Expertengerangel: „Zeit-Online“ analysiert Impf-Debatten, GWUP-Blog am 21. März 2015
  • „Diskussion mit Impfgegnern: Religiöser Eifer und die Verteidigung der Vernunft, GWUP-Blog am 24. Juni 2014
  • NDR-„Redezeit“ mit Jan Skudlarek: Der Umgang mit Corona-Leugnern, GWUP-Blog am 27. September 2020
  • Verschwörungstheorien: „Toxischer“ vs. gesunder Zweifel, GWUP-Blog am 29. April 2019

23. September 2021
von Bernd Harder
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Die „Pathologie-Konferenz“: Konfus und unkonkret

Seit drei Tagen trendet bei Twitter der Hashtag #Pathologiekonferenz.

Kurz gesagt geht es um eine Pressekonferenz, die am Montag „im pathologischen Institut in Reutlingen“ stattfand und bei der „die Ergebnisse der Obduktionen von zehn nach COVID19-Impfung Verstorbenen vorgestellt“ wurden.

Damit sollte bewiesen werden, dass eine Vielzahl von geimpften Personen „kausal an der Impfung verstorben“ sei.

Die Protagonisten der Veranstaltung sind zwei Pathologen im Ruhestand und ein emeritierter Professor für Elektrotechnik.

Neben einigen kurzen Erwiderungen bei Twitter selbst (zum Beispiel hier oder von Prof. Konrad Steinestel vom Institut für Pathologie am Bundeswehrkrankenhaus Ulm) …

… hat Welt+ ausführlich über den „dubiosen Pathologen-Vortrag“ berichtet:

Einiges an dieser Pressekonferenz war ungewöhnlich. Sie fand im „Pathologischen Institut Reutlingen“ statt, das im Internet nicht auffindbar ist und bei dem es sich nicht um das „Institut für Pathologie“ am Klinikum in Reutlingen handelt. Laut Presseerklärung wurde die Einrichtung 18 Jahre von Professor Arne Burkhardt geleitet, bevor dieser sich als Pathologe niederließ und schließlich in den Ruhestand ging.

Während der Pressekonferenz gab der 75-Jährige an, private Spender hätten ihm „mehrere hunderttausend Euro“ angeboten, wenn er seine Arbeit wieder aufnehme, auch aus Altersgründen habe er aber abgelehnt. Er selbst führt offenbar keine Autopsien mehr durch.

Anscheinend, schreiben die Autorinnen, hätten sich die Angehörigen von Verstorbenen, bei denen Autopsien an anderen Orten vorgenommen wurden, mit Burkhardt in Verbindung gesetzt, der sich daraufhin „nicht näher definierte Gewebeproben“ von den obduzierten Personen schicken ließ:

Über die genaueren Umstände des Todes, Vorerkrankungen und Symptome schien Burkhardt selbst nur mutmaßen zu können. Auch das Alter der Toten wurde nicht genannt, außer dass es sich bei allen um „ältere Menschen über 50“ gehandelt hatte.

Klar ist indes, dass Arne Burkhardt Mitglied des Querdenken-Vereins „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie“ (MWGfD) ist und seit längerem gegen angebliche „Gesundheitsschäden und Langzeitfolgen durch Maskentragen“ polemisiert.

Und auch die Filmfirma, die das Video produziert hat, ist bekannt für „Verschwörungsmärchen“.

Burkhardt will zusammen mit seinem Kollegen Walter Lang (ebenfalls MWGfD-Mitglied) einen „Lymphozyten-Amok in allen Geweben und Organen“ der Verstorbenen sowie Verunreinigungen in Impfstoffen „mehrerer Hersteller“ entdeckt haben.

Die Welt-Redakteurinnen baten führende deutsche Pathologen um einen Kommentar zu dem Video:

Einer der Kontaktierten folgte der Veranstaltung, brach dann aber nach einer halben Stunde entsetzt ab und wollte namentlich nicht genannt werden – er wolle „mit so etwas“ nicht in Verbindung gebracht werden.

Prof. Benjamin Ondruschka, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, verfolgte die Pressekonferenz. Zusammenfassend lautet sein Urteil:

Mir war bis zum Schluss nicht klar, wovon konkret die beiden eigentlich sprechen […] Die Fälle schienen sehr heterogen zusammengesetzt zu sein, teilweise mit mehrmonatigen Zeitintervallen zwischen Impfung und Versterben.

Eine Analyse der „Pathologie-Konferenz“ ist auch bei Psiram erschienen.

Darin heißt es:

Die beiden Autoren berücksichtigten ungewöhnlich große Zeiträume zwischen Impfung und Tod. Bei diesen zehn Fällen ist der kürzeste Zeitraum 8 Tage gewesen, der längste 6 Monate.

Auch fällt das relativ hohe Alter der Verstorbenen auf, der jüngste starb mit 54 Jahren, die älteste mit 95. Das mittlere Alter lag demnach bei 71,8 Jahren, wenn die zehn oben genannten Fälle herangezogen werden, zu denen Altersangaben gemacht werden. Entsprechend hoch ist in dieser Altersgruppe auch die Wahrscheinlichkeit eines Todes aus natürlichen Ursachen.

Des weiteren fallen die spärlichen Angaben zu den einzelnen Schicksalen auf. So ist in zwei Fällen der Impfstoff unbekannt, und in einem Falle die Zeit zwischen Impfung und Tod. Zu Vorerkrankungen, alten Befunden und den Autopsiebefunden anderer Pathologen wurden erst zwei Tage später einige, spärliche Angaben nachgereicht.

Den Forderungen zahlloser „Querdenker“ bei Twitter, die Ausführungen der drei Ruheständler doch einfach „zu entkräften“, kann man eigentlich nur entgegen:

Update:

Auch die Deutsche Gesellschaft für Pathologie hat ein kurzes Statement publiziert:

Ebenfalls lesenswert:

  • Woran erkenne ich eine wissenschaftliche Konferenz?

Zum Weiterlesen:

  • Fragwürdige Befunde zu Impftoten, Welt+ am 22. September 2021
  • Psiram: Pathologie-Konferenz
  • “Pathologie Konferenz” frei erfunden – “Institut” verweigert Nennung von Daten, volksverpetzer am 24. September 2021
  • Eine Konferenz, die keine war? Pathologen distanzieren sich von Vortrag über Impftote, sna am 24. September 2021
  • Studie zu Corona-Toten: Virus in meisten Fällen todesursächlich, ndr am 18. Februar 2021
  • MWGfD: 44 Prozent Heilpraktiker und Andere, Gesundheits-Check am 24. Oktober 2020

22. September 2021
von Bernd Harder
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Rauchen, Alkohol trinken, nicht impfen lassen – alles dasselbe?

Neu in der Kolumne Grams‘ Sprechstunde:

Um es abschließend mit Stephen King zu sagen:

„Lasst es uns simpel halten, ihr Impfgegner: Ihr habt das Recht, euch selbst umzubringen, sei es mit Alkohol, Zigaretten, Kautabak oder durch exzessiven Lebensstil. Ihr habt nicht das Recht, andere zu töten, indem ihr ein Virus verbreitet. Das ist nicht Freiheit, das ist Egoismus.“

Zum Weiterlesen:

  • Grams‘ Sprechstunde: Deine Freiheit, meine Verantwortung? spektrum am 21. September 2021
  • Sag ich’s den Eltern? Geimpfte in „Querdenker“-Familien, GWUP-Blog am 17. September 2021
  • So ticken die Impfskeptiker: Ihre fünf großen Ängste, woher sie kommen – und bei wem alle Argumente für die Katz sind, NZZ am 21. November 2020
  • Just 12 People Are Behind Most Vaccine Hoaxes On Social Media, Research Shows, npr am 13. Mai 2021

21. September 2021
von Bernd Harder
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Im „Ferngespräch“: Entspannung

Heute Abend im #ferngespräch:

Mit dabei ist Sophia Krappweis.

Los geht’s um 20 Uhr.

Zum Weiterlesen:

  • GWUP-Thema: Ayurveda
  • Anne Hathaway prankt Show- Publikum: „Nicht alles machen, was Promis euch sagen“, GWUP-Blog am 25. Januar 2019
  • Gwyneth Paltrow und ihre „Smells Like My Vagina“-Kerze jetzt auch bei Netflix, GWUP-Blog am 16. Januar 2020
  • Video: Detox – und das Ungeheuer von Wellness, GWUP-Blog am 27. November 2017
  • Corona und VerschwörungsgläubigeDie Vertreibung aus der Yoga-Bubble, Deutschlandfunk Kultur am 6. Dezember 2020
  • Abgrenzungsprobleme: Wie Yogis Corona-Mythen verbreiten, BR24 am 4. Juni 2021
  • Grams‘ Sprechstunde: Gesundheit, Spiritualität, keine Esoterik, spektrum am 23. Februar 2021
  • Kritik an der Achtsamkeitsbewegung: Von innen ruhig, nach außen kampfbereit, Deutschlandfunk am 20. Dezember 2016
  • Die gefährlichen Folgen der Achtsamkeitslehre, Tagesspiegel am 19. August 2019
  • Esoterik bei Daniele Ganser, Psiram am 28. Januar 2020

21. September 2021
von Bernd Harder
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Sind „Querdenker“ Terroristen?

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Tankstellen-Kassierer im Streit um die Maskenpflicht sieht der Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes, Stephan Kramer, erste Anzeichen für „Terror“:

Die Gesellschaft soll in Angst und Schrecken versetzt werden,

sagte Kramer dem Tagesspiegel.

Der Festgenommene gab als Motiv an, dass ihn die Situation der Corona-Pandemie stark belaste. Er habe sich in die Ecke gedrängt gefühlt und „keinen anderen Ausweg gesehen“ als ein Zeichen zu setzen. Das Opfer schien ihm dabei „verantwortlich für die Gesamtsituation, da es die Regeln durchgesetzt habe“.

Über ein Twitter-Profil, das sich mit hoher Wahrscheinlichkeit Mario N. zuordnen lässt, verbreitete er zudem bereits im Herbst 2019 Gewaltaufrufe: „Gnade denen welche diese Situation heraufbeschworen haben. Oder nein, Gnade wäre unrecht“, heißt es dort etwa. Oder: „Ich freue mich auf den nächsten Krieg.“

Auch der Extremismusforscher Matthias Quent spricht von „Merkmalen eines Terroraktes“.

Bei Twitter trendet gar der Hashtag #QuerdenkerSindTerroristen – was allerdings sehr kontrovers gesehen wird (auch hier bei uns im Blog):

Anwalt Jun beteiligte sich gestern an der Twitter-Debatte und postete heute Morgen:

Soeben hat Jun auch ein Video dazu veröffentlicht (zirka acht Minuten).

Darin erklärt er zunächst, dass die „Querdenker“ in der Vergangenheit immer wieder ein Notwehrrecht behauptet hätten, was dann greifen soll, wenn Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch eine Maskenpflicht oder durch Lockdown-Maßnahmen verübt werden:

Sie haben zu Widerstand aufgerufen und manche von ihnen haben auch Gewaltmaßnahmen für absolut legitim gehalten. Und das passiert sogar jetzt nach der Tat in den Telegram-Kanälen. Was wir erleben, ist, dass dort tatsächlich ein moralisches System bei manchen Menschen vorherrscht, wonach Mord oder Gewalttaten gerechtfertigt sein sollen.

Jun hält solche Narrative für „brandgefährlich“ – aber kann und sollte man das als „Terror“ und Querdenker als „Terroristen“ oder zumindest als „Terrorklatscher“ (Volksverpetzer) bezeichnen?

Der Würzburger Jurist bringt hier den Begriff „stochastischer Terrorismus“ ins Spiel, auf den wir bereits im vergangenen Jahr hingewiesen haben.

Kurz gesagt geht es darum:

Wenn man nur lange genug genügend Leute bearbeitet, wird es den einen Täter geben, der dann doch aktiv wird.

So gesehen, seien „nicht alle Querdenker, aber einige Querdenker Terroristen“, und insgesamt habe diese Bewegung dazu geführt, dass es zu Gewalttaten kommt:

Ich denke, dass die Strategie der Querdenker diese Folgen in Kauf genommen hat.

Nach Informationen der Welt wird bundesweit bereits eine niedrige zweistellige Zahl von Personen aus dem „Querdenken“-Milieu vom Verfassungsschutz beobachtet:

Welche Gefahr von der Szene ausgeht, haben unter anderem viele der Demonstrationen in den vergangenen eineinhalb Jahren gezeigt: Die Brutalität gegenüber Polizisten war immer wieder außergewöhnlich ausgeprägt. Politiker wie Jens Spahn (CDU) oder Wissenschaftler werden ernsthaft bedroht. Spahn ist der erste Gesundheitsminister, der im gepanzerten Auto durchs Land fahren muss.

Als ein Beispiel für die Gewaltbereitschaft von Corona-Leugnern gilt zudem ein Brandanschlag auf ein Gebäude des Robert Koch-Instituts im vergangenen Oktober in Berlin. Mehrere Molotow-Cocktails waren gegen das Haus geworfen worden. Ein Wachmann löschte die Flammen. Die Täter sind bis heute nicht gefasst.

Der radikale Kern der „Querdenken“-Szene sei mittlerweile „ein Sammelbecken voller Frustrierter“ und „unberechenbar“. Die Grenze zwischen Meinungsfreiheit und Extremismus verlaufe zwischen Staatsverdrossenheit und Staatshass.

Wie es weitergeht, das ist auch den Behörden unklar. Zu den Demonstrationen zuletzt in Berlin kamen deutlich weniger Teilnehmer als noch vor einem Jahr. Die Gewalt allerdings war deutlich ausgeprägter. Es könnte sein, so heißt es in Sicherheitskreisen, dass der zunehmende Druck auf Impfskeptiker und -gegner wieder mobilisieren könne. Mehr als eine Mutmaßung ist das aber nicht.

Ebenso unklar ist, ob Verfassungsfeinde in Zukunft das Klima-Thema instrumentalisieren könnten, sofern der Staat strenge Vorgaben machen würde. Es gehe um eine „Empörungsbewegung“, die sich ihre Themen suche, meint man beim Verfassungsschutz.

Über den 179-seitigen „Sonderbericht zu Verschwörungsmythen und Corona-Leugnern“ vom Verfassungsschutz NRW hatten wir ebenfalls schon im Juli berichtet.

Die Gewalttat von Idar-Oberstein ist extrem, doch es gab in der Vergangenheit Brandanschläge auf Impfzentren, es kam vermehrt zu Angriffen auf Kontrolleure im öffentlichen Nahverkehr, Journalistinnen wurden gezielt eingeschüchtert,

kommentiert Zeit-Online.

All diese Vorfälle sind die Bindeglieder zwischen den Querdenker-Worten auf den Demos und in den Chatgruppen und der Tat von Idar-Oberstein. Zusammen bilden sie eine gefährliche Mischung, der Staat und Öffentlichkeit noch entschlossener entgegentreten müssen.

Zum Weiterlesen:

  • Mutmaßlicher Tankstellen-Schütze teilte Querdenker-Inhalte, Zeit-Online am 21. September 2021
  • Die politische Dimension eines Verbrechens, tagesspiegel am 21. September 2021
  • Politikerinnen und Politiker warnen vor zunehmender Radikalisierung der „Querdenker“, Spiegel-Online am 21. September 2021
  • Der radikale Rest, Welt+ am 21. September 2021
  • Verfassungsschutzchef Kramer sieht Teile des Querdenkermilieus auf Weg in Terror, tagesspiegel am 21. September 2021
  • Rechte jubeln über Mord von Idar-Oberstein, tagesspiegel am 21. September 2021
  • „Vermeintlichen Feinden wird das Menschsein abgesprochen“, tagesspiegel am 21. September 2021
  • False Flag, Relativierungen, Jubel: Das sind die Reaktionen auf den Mord in Idar-Oberstein, Belltower News am 21. September 2021
  • Radikalisierung der Querdenker: „Es sind Rufe nach Exekutionen“, FAZ am 21. September 2021
  • Corona-Leugner wähnen sich im Weltkrieg, tagesschau.de am 21. September 2021
  • Facebook löscht „Querdenken“-Kanäle, tagesschau am 16. September 2021
  • Aussteiger, Mitläufer, Lenker: Die „Querdenker“-Doku von ProSieben ist jetzt online, GWUP-Blog am 8. September 2021
  • „Querdenken“: Radikalisierung als letztes Aufwallen vor dem Auseinanderbrechen? GWUP-Blog am 6. August 2021
  • Eine „Querdenken“-Analyse: Strippenzieher, Ideologen und Medizinverächter – Bündnisse von aggressivem Misstrauen, GWUP-Blog am 19. April 2021
  • Video: Verschwörungsgläubige und Leistungsindividualisten, GWUP-Blog am 14. November 2020
  • Terror ohne Anführer: So funktioniert moderne Radikalisierung von rechts, Perspective Daily am 22. Juni 2020
  • „Querdenken“: Die Misstrauensgemeinschaft, Skeptiker 2/2021

20. September 2021
von Bernd Harder
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„Die Basis“: Regierung – zur Not auch Opposition

Wieso ist dieser Mann nicht zum Triell eingeladen worden? Oder wenigstens zum TV-Vierkampf der kleineren Parteien?

Wo er doch absolut sicher ist, dass …

… diese Partei mit ihrer Schwarmintelligenz alles erreichen [kann], was zu erreichen ist. Und deswegen, denke ich, können wir uns beruhigt hinsetzen und für diese Bundestagswahl nicht nur hoffen, sondern erwarten, dass wir in irgendeiner Form an der Regierung oder der Opposition beteiligt werden.

„Laut Umfragen wird die Partei bei der Bundestagswahl deutlich an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern“, kommentiert der Tagesspiegel.

Partei-Funktionäre gehen dennoch von einem Stimmenanteil von bis zu 20 Prozentpunkten aus.

Immerhin habe Fuellmich sich in einem wochenlangen heftigen Machtkampf innerhalb „Der Basis“ durchsetzen können. Laut dem Bundesvorsitzenden Andreas Baum („Hobby: Naturheilkundler“) werde innerhalb der Partei mit „Einschüchterung, Bedrohung, Diskreditierung und Rufschädigung“ gearbeitet.

Der Spiegel konstatiert, es scheine der Partei zum Verhängnis zu werden, dass ihre Mitglieder nur der Coronawiderstand vereint:

Darüber hinaus prallen die unterschiedlichsten politischen Ansichten aufeinander – mit destruktiven Folgen […]

Fuellmich deutet die Einschränkungen als Anzeichen einer Weltverschwörung, spricht von „Eugenik“ und „Genozid“ […]

Wer in dieser Denkwelt unterwegs ist, wittert Verschwörungen auch schnell unter den eigenen Leuten. Aus Parteifreunden mit anderen Ansichten werden dann „Unterwanderer“ oder eine „kontrollierte Opposition“. So jedenfalls nannte Fuellmich das andere Lager in einem offenen Brief an die Partei.

Das Problem:

Das Universum an Anti-Corona-Aktivisten, das sie umgibt, dürfte aber auch nach der Wahl weiter existieren.

Allgemein zum Thema Kleinparteien gibt es diese TV-/Video-Beiträge:

  • „Klein, kleiner, Kleinstparteien“ in der rbb-Abendshow vom 10. September (mit der „Basis“)
  • „Der Traum von fünf Prozent“, Das Erste vom 13. September
  • „Die Partei, Volt und Co: Kleinparteien im Check“, Die Da Oben vom 19. Juli 2021
  • „Alle kleinen Parteien in einem Video“, MrWissen2go vom 20. September 2021 (mit der „Basis“)

Zum Weiterlesen:

  • Der Verschwörungsideologe, der Kanzler werden will, tagesspiegel am 19. September 2021
  • Machtkampf in der Querdenker-Partei: „Die Basis“ bröckelt, Spiegel+ am 17. September 2021
  • „Die Basis“: Die Partei der Märtyrer, Gesundheits-Check am 13. Mai 2021
  • Frau Fröhlich und „dieBasis“, Onkel Michael am 2. August 2021
  • „Die Basis“ – eine rechtsoffene Schwurbelpartei mit Sucharit Bhakdi als Bundestagskandidat, GWUP-Blog am 7. Juni 2021
  • Corona-Partei „Die Basis“ – Universum aus Anti-Corona-Aktivisten, zdf.de am 15. September 2021

20. September 2021
von Bernd Harder
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OCG: Staatsanwaltschaft lehnt Ermittlungsverfahren gegen Ivo Sasek und kla.tv ab

Im April 2020 berichteten wir darüber, dass die Staatsanwaltschaft München Vorermittlungen gegen den OCG-Gründer und Klagemauer TV-Chef Ivo Sasek wegen des Verdachts der Volksverhetzung eingeleitet hat.

Hintergrund war das Bekanntwerden einer „Feindesliste“, die private Informationen über mehr als 8000 Politiker, Journalisten, Sektenbeauftragte etc. enthält, wie etwa private Wohnadressen, Handynummern, Religionszugehörigkeit, Nationalität oder sexuelle Orientierung.

Jetzt meldet die Augsburger Allgemeine:

Im Ergebnis hätten sich „keine ausreichenden Anhaltspunkte für ein verfolgbares strafbares Verhalten ergeben, entsprechend musste Anfang Januar 2021 von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens abgesehen werden“.

Auf Anfrage unserer Redaktion erklärte sich die Generalstaatsanwaltschaft dazu ausführlich. So enthalte etwa der Straftatbestand der Volksverhetzung in seinen unterschiedlichen Varianten zahlreiche Voraussetzungen.

„Kurz zusammengefasst bedarf es entweder eines Aufstachelns zum Hass beziehungsweise einer Aufforderung zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen oder eines Verächtlichmachens/ Beschimpfens, welche wiederum im besonderen Maße schwerwiegend sein müssen.“

Dies habe man nach Abschluss der umfangreichen Vorermittlungen nicht feststellen können. Auch eine öffentliche Aufforderung zu Straftaten beziehungsweise die Androhung der Begehung eines Verbrechens sei nicht festzustellen gewesen.

Die weitere Beurteilung und Prüfung von „Präventivmaßnahmen“ obliege den Sicherheitsbehörden.

Für die ehemalige kla.tv-Redakteurin und OCG-Aussteigerin Claudia M. ist das nicht nachvollziehbar. Schon bei unserem Skeptical 2019 in Augsburg und im Skeptiker-Interview erklärte sie, das Ziel der Organischen Christus-Generation sei es,

Feindbilder zu erschaffen, für Erschütterung zu sorgen, Vertrauen zu erodieren, aufzuhetzen und zu destabilisieren.

Heute hat die Augsburger Allgemeine M. erneut zu ihren Erfahrungen bei kla.tv und in der OCG befragt.

Ein Auszug:

Sie waren Mitglied der Sekte und wurden als Zeugin im Vorermittlungsverfahren vernommen. Letztlich fand die Generalstaatsanwaltschaft „keine ausreichenden Anhaltspunkte für ein verfolgbares strafbares Verhalten“.

Das ist in diesem Fall das Ergebnis der juristischen Prüfung der Straftatbestände der Volksverhetzung, der Bedrohung und der Aufforderung zu Straftaten, ja. Was die OCG gemacht hat und macht, ist dennoch brandgefährlich.

Ich habe ja selbst bei kla.tv mitgearbeitet und ich habe auch selbst Daten gesammelt – über vermeintlich böse Politikerinnen und Politiker oder böse Medienschaffende.

Mit welchem Ziel?

Mir und anderen Sektenmitgliedern wurde vermittelt, es sei für die Zeit, nachdem das aktuelle Herrschaftssystem gestürzt sei und es darum gehe, zu wissen, wer böse und gut sei. Wir waren der festen Überzeugung: Die Gesellschaft ist kaputt und Sasek und die OCG seien die Lösung für sämtliche Probleme.

Wir erhielten Anweisungen zum Erstellen von Listen und durften uns nur persönlich treffen, damit wir nicht abgehört werden können. Sasek wird das natürlich dementieren.

Er sagte, die Datensammlung diene nur der „Weiterbildung“.

Wir sollten Adressen, etwa von Menschen aus Politik und Gesellschaft in führenden Positionen, sammeln, das war recht umfangreich. Ich suchte zunächst Informationen im Internet, auch unter den Gesichtspunkten, die Sasek vorgegeben hatte: Welche Gesinnung haben sie? Welche Ideologie? Welche Rasse? Sind sie jüdisch? Welche sexuelle Orientierung haben sie? Welchen Vereinen gehören sie an? Wen oder was unterstützen sie?

Das sollte möglichst flächendeckend sein, für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Es gab schnell auch die Idee der Regie – das ist die Führungsriege der OCG –, Politiker zu kontaktieren oder auf Bürgersprechstunden zu gehen. In einem zweiten Schritt überlegten wir, wer potenziell der OCG ideologisch nahestehen und wem man unsere Publikationen und Videos schicken könnte […]

Sie erzählen das sehr offen und unter Ihrem echten Namen. Keine Angst?

Nach meinem Ausstieg hatte ich Todesangst. Ich halte es aber für enorm wichtig, öffentlich zu machen, was die OCG ist und tut. Ich weiß, dass das nicht ganz ungefährlich ist – auch weil ich fürchte, die OCG radikalisiert sich weiter.

Auch wir als offizieller „Feind“ der OCG bleiben dran.

Zum Weiterlesen:

  • Sektenaussteigerin: „Ich habe selbst Daten gesammelt“, Augsburger Allgemeine+ am 20. September 2021
  • Kein Ermittlungsverfahren gegen Ivo Sasek und seine Sekte OCG, Augsburger Allgemeine am 15. September 2021
  • Kontrovers-Video: Die „Feindesliste“ der OCG umfasst mehr als 8000 Personen, GWUP-Blog am 1. Mai 2020
  • Welch Ehre: GWUP, hpd und Co. auf der „Feindesliste“ der OCG, GWUP-Blog am 22. Februar 2020
  • Video: „Kontrovers“ über die OCG und Klagemauer-TV, GWUP-Blog am 29. Januar 2020
  • Skeptiker-Interview: Hinter der Klagemauer – welche Ziele verfolgt das „alternative Medienportal“? GWUP-Blog am 24. Juni 2019
  • „Klagemauer-TV“: Angst und Verunsicherung schüren, Vertrauen erschüttern, GWUP-Blog am 26. Juli 2019
  • Klagemauer-TV: Endzeit- Szenarien und Antisemitismus vor den Toren Augsburgs, GWUP-Blog am 1. Dezember 2019
  • Video: Das Verschwörer-Netzwerk bei „Monitor“ – und Ermittlungen gegen kla.tv, GWUP-Blog am 3. April 2020

20. September 2021
von Bernd Harder
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Kalcker und seine MMS-„Studien“ im MedWatch-Faktencheck

Außer einem eher kryptischen Zeitungsartikel gibt es nach wie vor keinen belastbaren Hinweis darauf, dass der MMS-Promoter Andreas Kalcker wirklich „verhaftet“ worden ist in Argentinien.

Sicher ist nur, dass die Staatsanwaltschaft Anklage gegen ihn erhoben hat.

Auch in seinem Telegram-Kanal wird zumindest der Eindruck erweckt, dass Kalcker aktuell noch Vorträge hält.

Wie auch immer:

Heute hat MedWatch die Analyse der insgesamt 32 „Studien“ veröffentlicht, die Kalcker „zum Beleg des Nutzens oder der Unbedenklichkeit von Chlordioxid anführt“.

Fazit: Die meisten […] zeigen Experimente unter Laborbedingungen, also in Zellkulturmodellen oder an isolierten Bakterien und Viren.

Zudem beschäftigen sich einige der Texte mit mechanistischen Aussagen, beispielsweise zum Wirkmechanismus von Chlordioxid. Weiterhin wird die Wirkung von – unter anderem – Chlordioxid als Mittel zur Desinfektion von Wasser oder Gerätschaften vorgestellt. Ebenso wurde gezeigt, dass gasförmiges Chlordioxid Viren zerstört und so bei Versuchstieren eine Infektion mit diesen Viren verhinderte.

All das ist bereits bekannt.

Keine der Studien lässt hingegen den Schluss zu, dass die Einnahme von Chlordioxid Menschen vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 schützen kann oder eine Infektion bekämpft.

Mehr dazu hier.

Zum Weiterlesen:

  • MMS-Promoter Andreas Kalcker in Argentinien angeklagt – bis zu 25 Jahre Haft sind drin, GWUP-Blog am 9. September 2021
  • Andreas Kalcker behauptet, Chlordioxid helfe gegen Corona. Was sagen seine Studien? medwatch am 20. September 2021

19. September 2021
von Bernd Harder
1 Kommentar

„Neue Deutsche Heilkunde“: Onkel Michael zu Gast beim Podcast „Laut gegen Nazis“

Der Skeptiker-Kolumnist und Blogger „Onkel Michael“ war zu Gast beim Podcast Laut gegen Nazis:

In dieser Episode begrüßen wir den Experten und Bibliothekar Michael Scholz bei uns in der Sendung.

Michael schreibt unter anderem den Blog „Onkel Michaels kleine Welt“, wo er sich sehr mit Themen wie Homöopathie und Heilkunde beschäftigt. Deswegen reden wir mit ihm genau über darüber. Was uns natürlich besonders interessiert, sind die Verbindungen zum Nationalsozialismus und großen Homöopathiebefürwortern wie Rudolf Heß.

Erfahrt in dieser Episode was es mit dem Begriff der „Neuen Deutschen Heilkunde“ auf sich hat, wo die Verbindungen zwischen NS-Zeit und alternativer Medizin liegen, was für Gräueltaten im Namen der Medizin während des dritten Reiches verübt worden sind und wo diese Ideologie bis heute stattfindet.

Zum Weiterlesen:

  • Herrgott’s, gehen mir die Impfgegner auf den Zeiger, Onkel Michael am 17. September 2021
  • Sonnenhut in Buchenwald: Ergänzungen zum Skeptiker-Artikel
  • Sonnenhut in Buchenwald: Alternativmedizinische Forschungsprojekte und Menschenversuche im Dritten Reich, Skeptiker 2/2001
  • GWUP-Thema: Der Donner-Report – Das Desaster der Homöopathie im Dritten Reich
  • Nora Pösl: Von Homöopathie zu Holocaustrelativierung, volksverpetzer am 25. Mai 2020
  • Die Todesopfer der GNM: Hamer, wie er wirklich war, GWUP-Blog am 6. Juli 2017