gwup | die skeptiker

… denken kritisch seit 1987.

13. August 2026
von Felix Pfannstiel
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Neben der SkepKon-Bühne: Nikil Mukerji trifft Frank Urbaniok

In einem Nebenraum auf der SkepKon 2026 kamen Nikil Mukerji und GWUP-Mitglied Prof. Frank Urbaniok, der dort auch einen Vortrag hielt, zu einem ausführlichen Gespräch zusammen:

Was passiert, wenn Deutschland seine drängendsten Probleme weiterhin nicht löst? Der renommierte forensische Psychiater Frank Urbaniok (‪@FrankUrbaniok1‬) warnt vor einem gefährlichen Zusammenspiel aus ungelösten Migrationsproblemen, politischer Handlungsunfähigkeit und ideologischer Verhärtung. Im Gespräch entwirft er ein Katastrophenszenario für Deutschland im Jahr 2036 und fragt: Was muss heute passieren, damit dieses Szenario nicht zur Realität wird?

„Dann fliegt uns das um die Ohren…“ | Frank Urbaniok im Gespräch

Inhalt:

  • Katastrophenethik [ab 0:00 min]
  • Demokratische Staaten gehören global zur Minderheit [ab 4:00 min]
  • Ideologien, Dogmen und ihre Funktionsweisen [ab 9:00 min]
  • Warum begehen Menschen Gräueltaten? [ab 18:00 min]
  • Substitution-Hypothese Ideologien als Ersatz für die Religion? [ab 23:50 min]
  • Freie Debatte [ab 31:50 min]
  • Strategien [ab 38:50 min]

Zum Thema:

Hinweis:

Falls ihr Ideen, Anregungen oder Empfehlungen habt bzw. selbst ein Gastkapitel für den GWUP-Blog schreiben möchtet, kontaktiert uns unter: blog@gwup.org.

11. August 2026
von Felix Pfannstiel
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Magie und Logik mit Michael Toppel

Michael Toppel hat seine Doktorarbeit über die Verbindung von Logik und Magie geschrieben. Auf der SkepKon hat er imp kennengelernt, und jetzt unterhalten sie sich in der neuen Skeptrum-Folge 2,5 Stunden lang über diese Themen.

Talk: über Magie & Logik mit Michael Toppel

Inhalt:

  • Vorstellung: Michael Toppel hat seine Doktorarbeit über Magie geschrieben. [ab 0:00 min]
  • Glaube an Magisches heute [ab 9:00 min]
  • Wie hängen Religion und Magie zusammen? [ab 25:00 min]
  • Michaels witzige Anekdote + Führen religiöse Leute glücklichere Leben? [ab 41:20 min]
  • Ursprünge des Magie-Glaubens [ab 51:00 min]
  • Was machen Logiker? – Mathematik und KI [ab 1:02:00 h]
  • Esoterikern argumentativ begegnen [ab 1:08:00 h]
  • Neuplatonismus & Anthroposophie [ab 1:16:00 h]
  • Esoterik, Verschwörungstheorien und Religionen [ab 1:25:00 h]
  • Magisches Denken [ab 1:53:40 h]
  • Relativismus und Geschlecht [ab 1:58:00 h]
  • Fragen [ab 2:10:00 h]

Zum Thema:

  • Artikel: Video: Michael Toppel über Gödels Unvollständigkeitssätze bei den SitP Wien, GWUP-Blog am 22.05.2026
  • Blog: Michael Toppel

Hinweis:

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10. August 2026
von Felix Pfannstiel
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Was macht eigentlich der GWUP-Wissenschaftsrat?

Wie der GWUP-Wissenschaftsrat arbeitet und womit er sich beschäftigt, veranschaulicht die neue Skeptitalk-Folge am Beispiel einer aktuellen Stellungnahme:

In dieser Folge sprechen wir mit Christian Weymayr und Rainer Rosenzweig aus dem Wissenschaftsrat der GWUP über eine Stellungnahme mit dem Titel „Das Versagen der evidenzbasierten Medizin bei der Prüfung von alternativ- und komplementärmedizinischen Maßnahmen“. Wir ordnen ein, warum uns dieses Thema beschäftigt und wie es zu der Diskussion im Wissenschaftsrat gekommen ist.

Inhalt:

  • Vorstellung der Gäste [ab 0:00 min]
  • Evidenzbasierte Medizin und Komplementärmedizin [ab 6:00 min]
  • Studien und methodische Schwachstellen [ab 16:00 min]
  • Beispiel: Akupunktur [ab 25:00 min]
  • Was ist die Absicht des Statements? [ab 34:00 min]

Onkel Michael wünscht:

Fragen, Anmerkungen, Themenvorschläge oder Beschimpfungen gerne an skeptitalk@gwup.org

Neben Transistor.fm ist der Podcast auch auf weiteren Plattformen verfügbar: Apple PodcastSpotifyOvercastPocket CastsAmazon MusicYouTubeCastroGoodpodsMetacastCastboxPodcast AddictPlayer FMDeezer.

Zum Thema:

  • Artikel: Landtag: Homöopathie-Studie mit Nachwirkungen, BR24 am 09.08.2026
  • Statement: Das Versagen der evidenzbasierten Medizin bei der Prüfung von alternativ- und komplementärmedizinischen Maßnahmen, GWUP-Wissenschaftsrat am 13.07.2026

Hinweis:

Falls ihr Ideen, Anregungen oder Empfehlungen habt bzw. selbst ein Gastkapitel für den GWUP-Blog schreiben möchtet, kontaktiert uns unter: blog@gwup.org.

5. August 2026
von Felix Pfannstiel
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„Where is everybody?“: Onkel Michaels Artikelserie zum Fermi-Paradoxon

In der vergangenen Woche war unser Mitglied Onkel Michael fleißig am Schreiben. Auf seinem Blog ist eine sechsteilige Artikelserie zum Fermi-Paradoxon erschienen.

Die Reihe führt Schritt für Schritt in das Thema ein und stellt die wichtigsten Erklärungsansätze vor. Zur besseren Orientierung sind die einzelnen Teile mit kurzen inhaltlichen Stichpunkten versehen.


Inhalt:

  • Ursprung der Frage
  • Das kosmische Zahlenproblem
  • Das Kolonisationsargument
  • Drake-Gleichung
  • Rare-Earth-Hypothese
  • Das anthropische Prinzip
  • Der Große Filter

Inhalt:

  • Project Cyclops
  • NASA, SETI-Forschung
  • BLC1

Inhalt:

  • Technosignatur
  • Kardaschow-Skala
  • Tabby’s Star
  • Die Megastruktur-Hypothese

Inhalt:

  • Die Zoo-Hypothese
  • Die Planetariums-Hypothese
  • Die Dunkler-Wald-Hypothese

Inhalt:

  • Das Grabby-Aliens-Modell
  • Die Aestivation-Hypothese
  • Postbiologische Zivilsationen
  • Sind wir einfach zu früh? – Das Red-Sky-Paradoxon

Zusammenfassung, „Was bleibt vom Fermi-Paradoxon?“


Zum Thema:

  • Artikel: Wie wahrscheinlich ist außerirdisches Leben? Stefan Uttenthaler im Skeptrum-Podcast, GWUP-Blog am 10.07.2026
  • Artikel: Skeptitalk mit Stefan Uttenthaler: „Beweist ein Artikel die Existenz von Alien-Sonden?“, GWUP-Blog am 10.11.2025
  • Video: Das Fermi-Paradoxon, 100SekundenPhysik am 12.11.2017

Hinweis:

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3. August 2026
von Felix Pfannstiel
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Holger Marcks beschäftigt sich in zwei Deutschlandfunk-Beiträgen mit AfD-Erfolg und Meinungsfreiheit

Sozialwissenschaftler und GWUP-Mitglied Holger Marcks ist mit 2 Beiträgen bei Deutschlankfunk Kultur vertreten.


Der Kampf gegen rechts basiert auf falschen Annahmen

Holger Marcks äußert sich in einem Beitrag (Audio und Text) über den Umgang mit AfD & Co.:

In Wahlumfragen liegt die AfD derzeit deutlich vorn. Kann man die Partei von der Macht fernhalten? Mit dem gegenwärtigen Diskurs wird das schwer. Die Suche nach Strategien gegen rechts krankt daran, dass sie zu oft auf falschen Gewissheiten basiert.

In diesem Feuilleton führt er aus:

Wer ist schuld am Höhenflug der AfD? Die Union natürlich! Weil sie Positionen der rechten Konkurrenz übernimmt. Und so normalisiert. So lautet eine beliebte Erzählung in diesen Tagen. Auch Sozialwissenschaftler tragen sie gerne vor. Doch so einfach ist es nicht.


Gefordert, gefördert, bedroht?

Außerdem war Holger Marcks der Diskussionspartner von Michael Andrick in einer 43-minütigen Folge des Podcasts Sein und Streit:

Was darf man heute überhaupt noch sagen? Viele sehen die Meinungsfreiheit in Gefahr. Der Publizist Michael Andrick kritisiert eine „moralische Verzerrung“ von politischen Debatten. Sein Kollege Holger Marcks findet Widerspruch zum Mainstream wichtig.

Inhalt:

  • Thema: Meinungsfreiheit [ab 0:00 min]
  • Warum ist Meinungsfreiheit für einen demokratischen Rechtsstaat konstitutiv? [ab 2:40 min]
  • Biografische Prägungen der beiden Gäste [ab 6:10 min]
  • Reale vs. gefühlte Einschränkung der Meinungsfreiheit [ab 13:50 min]
  • Blick auf die Lage in Deutschland [ab 21:40 min]
  • Neue Herausforderungen durch den medialen Wandel [ab 30:20 min]

Zum Thema:

  • Artikel: Skeptische Gesellschaft: Die Brandmauer-Debatte unter der Lupe, GWUP-Blog am 16.02.2025
  • Buch: Holger Marcks/ Felix Zimmermann: Zurück nach vorn – Ein sozialrepublikanisches Panorama, Alibri 2025, 3 Bände, 470 Seiten, 39,00 €

Hinweis:

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30. Juli 2026
von Felix Pfannstiel
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Neuer Essay von Nikil Mukerji zur GWUP und Wissenschaftsfreiheit

Im Blog des Netzwerks Wissenschaftsfreiheit ist ein ausführlicher Gastbeitrag von Nikil Mukerji erschienen.

Aus dem Abstract:

Der vorliegende Beitrag rekonstruiert den Fall der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), die durch woke Akteure ideologisch gekapert wurde und schließlich wieder auf eine wissenschaftsorientierte Linie zurückgeführt werden konnte. Er verfolgt dabei zwei Ziele: Erstens soll er zeigen, wie eine neue Form der Pseudowissenschaft den wissenschaftlichen Skeptizismus von innen angreift, ihn entlang einer ideologischen Agenda in einen selektiven „Agenda-Skeptizismus“ transformiert und Methoden der Cancel Culture nutzt, um ideologisch genehme Forschungsfelder vor wissenschaftlicher Kritik abzuschirmen. Zweitens arbeitet der Aufsatz die Relevanz dieser Entwicklung für die Debatte um die Wissenschaftsfreiheit heraus. Er begründet, warum Organisationen wie die GWUP funktional Teil des Wissenschaftssystems sind und Eingriffe in ihre Arbeit mittelbar dieselben Schutzgüter berühren wie Eingriffe in Hochschulen. Abschließend wird argumentiert, dass der Fall der GWUP strategische Einsichten für Organisationen wie das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit bietet, mit deren Hilfe sich Wissenschaftsfreiheit gezielter und wirksamer verteidigen lässt.

Der Essay gliedert sich in folgende Abschnitte:

  1. Einleitung
  2. GWUP-Gründungsmission: Ethos der epistemischen Rationalität (EER) und liberales Erkenntnismodell
  3. Das Problem der Pseudowissenschaft
  4. Die neue Pseudowissenschaft 2.0 und der Agenda-Skeptizismus
  5. Die kulturelle Kaperung der GWUP
  6. Selbstzensur und Kontrollverlust
  7. Versuch der Kurskorrektur
  8. Die feindliche Übernahme des GWUP-Vorstands
  9. Analyse
  10. Relevanz für die Wissenschaftsfreiheit
  11. Zusammenfassung

Zum Text.

Zum Thema:

  • Artikel: Wahrheit, Skepsis und der GWUP-Konflikt – Nikil Mukerji im Gespräch mit BiasedSkeptic, GWUP-Blog am 17.04.2025

Hinweis:

Falls ihr Ideen, Anregungen oder Empfehlungen habt bzw. selbst ein Gastkapitel für den GWUP-Blog schreiben möchtet, kontaktiert uns unter: blog@gwup.org.

28. Juli 2026
von Felix Pfannstiel
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Gastbeitrag: Wie eine Denkfalle die Skeptikerbewegung verunsichert hat

ein Gastbeitrag von Timm Grams


Wie eine Denkfalle die Skeptikerbewegung verunsichert hat

Für die Skeptikerbewegung fundamental ist die Abgrenzung der empirischen Wissenschaft von den Pseudowissenschaften. »Ein empirisch-wissenschaftliches System muss an der Erfahrung scheitern können.« Dieses Abgrenzungskriterium hat Karl Raimund Popper in seinem bahnbrechenden Werk  »Logik der Forschung« formuliert (1934, I. Kapitel, 5. Erfahrung als Methode). Dieses Kriterium ist einfach und elegant und wurde quasi zum Mantra der Skeptikerbewegung.

Aber dann kam Larry Laudan mit seiner Schrift „The demise of the demarcation problem“ (1983). Er schreibt, dass Poppers Falsifikationskriterium alle möglichen seltsamen Ideen mit dem Gütesiegel der Wissenschaftlichkeit adle; sie müssten nur widerlegbare Aussagen machen. Beispiele finden wir tatsächlich haufenweise: Astrologie, Vorstellung einer flachen Erde, Homöopathie, Perpetuum Mobile, Gedankenübertragung, Hellsehen usw. In all diesen Fällen soll es sich demnach um Wissenschaft handeln, da sie widerlegbare Aussagen machen. 

Das hat die Skeptikerbewegung nachhaltig verunsichert, wie auch der aktuelle Aufsatz von Nikil Mukerji (GWUP) zeigt: »Agenda-Skeptizismus: Wie Cancel Culture Pseudowissenschaften vor Kritik schützt – und was das mit Wissenschaftsfreiheit zu tun hat«

Der ganze Aufruhr geht auf einen Denkfehler zurück, der in der Skeptikerbewegung auch einen Namen hat, das »Scheitern am Modus Tollens«.

Ich erkläre es ausführlich: Die Aussage »Wissenschaftlichkeit impliziert Falsifizierbarkeit« ist gleichbedeutend mit der Umkehrung »Fehlende Falsifizierbarkeit impliziert fehlende Wissenschaftlichkeit«. Das ist der Modus Tollens. Es ist ein Denkfehler, daraus zu schließen: »Falsifizierbarkeit impliziert Wissenschaftlichkeit«.

Also: Das Falsifizierbarkeitskriterium nach Popper gibt keine Rechtfertigung für abseitige Erkenntnissysteme her.


Wer meinen Skeptiker-Leitfaden »Klüger irren – Denkfallen vermeiden mit System« (Springer-Verlag, 2016, 2020) gelesen hat, sollte einen solchen Irrtum eigentlich vermeiden können. Es wird wohl kein Mensch, der halbwegs bei Trost ist, eine widerlegte Theorie dem Bestand einer Wissenschaft einverleiben.

Die Suche nach einem besseren Kriterium hat in den letzten Jahren schon viel geistige Energie gekostet. Es wurden viele Vorschläge zu einer Weiterentwicklung des Popperkriteriums oder gar zu dessen Überwindung. unterbreitet. Das alles wurde nur angestossen durch eine Fehlinterpretation von Poppers Text.

Leider legt Popper selbst die Fehlinterpretation nahe: Er nennt ein Kriterium, was eigentlich nur ein Merkmal empirischer Wissenschaft ist. Nur dessen Fehlen erlaubt weitreichende Schlussfolgerungen.

27. Juli 2026
von Felix Pfannstiel
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Skeptitalk: Homöopathie und Anthroposophie aus philosophischer Perspektive

Neue Folge Skeptitalk ist raus. Die Shownotes sagen:

In dem Gespräch stellt der Philosoph Mathis Lessau sein Buch zu den philosophischen und erkenntnistheoretischen Grundlagen von Homöopathie und anthroposophischer Medizin vor. Er erklärt, dass ihn vor allem die theoretischen Rechtfertigungen dieser Verfahren interessieren, also die Weltbilder und Argumentationsmuster, mit denen sie als wissenschaftlich dargestellt werden.

Lessau beschreibt die historischen Bezüge der Homöopathie zu Hahnemann und Humes Skepsis gegenüber Kausalität sowie die anthroposophische Medizin bei Steiner als noch stärker auf geistige Grundannahmen gestützt. Gegenüber Kritik plädiert er dafür, solche Positionen zunächst fair zu rekonstruieren und die Debatte sachlich zu führen, statt polemisch zu argumentieren.

Inhalt:

  • Vorstellung [ab 0:30 min]
  • Philosophie statt Wirksamkeit [ab 2:30 min]
  • Kein Glaube, sondern Wissenschaft [ab 6:50 min]
  • Polemik oder sachliche Debatte [ab 10:20 min]
  • Warum überzeugt das so? [ab 14:30 min]
  • Hahnemanns skeptische Wurzeln [ab 15:50 min]
  • Steiners Geistphilosophie [ab 23:10 min]
  • Geist, Bewusstsein und Moderne [ab 26:30 min]
  • Wirkt das auch bei Tieren? [ab 34:50 min]
  • Die Kernaussage des Buches [ab 37:10 min]
  • Mit Gedankenexperimenten argumentieren [ab 38:50 min]

Onkel Michael wünscht:

Fragen, Anmerkungen, Themenvorschläge oder Beschimpfungen gerne an skeptitalk@gwup.org

Neben Transistor.fm ist der Podcast auch auf weiteren Plattformen verfügbar: Apple PodcastSpotifyOvercastPocket CastsAmazon MusicYouTubeCastroGoodpodsMetacastCastboxPodcast AddictPlayer FMDeezer.

Zum Thema:

  • Video: Corona und Alternativmedizin – Dr. Mathis Lessau, Universität Freiburg am 03.03.2021
  • Buch: Mathis Lessau: Der Geist der Heilung. Philosophische Rechtfertigungsstrategien in Anthroposophischer Medizin und Homöopathie, Psychosozial-Verlag 2026, 348 Seiten, 49,90 €

Hinweis:

Falls ihr Ideen, Anregungen oder Empfehlungen habt bzw. selbst ein Gastkapitel für den GWUP-Blog schreiben möchtet, kontaktiert uns unter: blog@gwup.org.

24. Juli 2026
von Felix Pfannstiel
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Kritisches Denken als Teil der KI-Sicherheit: Johannes Zeller rückt den Menschen in den Mittelpunkt

Eine Frage, mit der sich die skeptische Szene künftig wohl verstärkt beschäftigen muss: Wie interagieren KI-Systeme mit den kognitiven Verzerrungen ihrer Nutzer?

GWUP-Mitglied Johannes Zeller hat dazu einen Fachartikel im Journal AI and Ethics veröffentlicht. Der Beitrag (Defending against AI-driven social engineering: a conceptual framework) ist nur hinter einer Paywall verfügbar:

Johannes Zeller argumentiert, dass der Anfälligkeitsfaktor Mensch noch zu wenig berücksichtigt werde:

Artificial intelligence (AI) systems capable of persuasive communication introduce new safety risks by exploiting human cognitive and emotional biases. Existing AI safety approaches, largely centered on alignment, robustness, and interpretability, focus on controlling system behavior while leaving human susceptibility to manipulation largely unaddressed.

Er denkt das Thema deshalb breiter. Sein Ansatz gegen KI-bedingtes Social Engineering reicht von der psychologischen Widerstandsfähigkeit des Einzelnen über technische Schutzmaßnahmen bis hin zu Regeln für Organisationen.

Der Fachartikel richtet sich in erster Linie an Forscher und Entscheidungsträger im KI-Bereich. Die zentrale Fragestellung berührt aber natürlich auch klassische skeptische Themen: kognitive Verzerrungen und die Bedeutung kritischen Denkens in einer zunehmend von KI geprägten Informationswelt. Deshalb wird Johannes Zeller die Ergebnisse seiner Studie auch für den Skeptiker allgemeinverständlich aufbereiten. Der Beitrag erscheint in den kommenden Wochen auf unserer Website.

Zum Thema:

  • Artikel: „Zwischen apokalyptischen Warnungen und utopischen Visionen“ – Johannes Zeller mit Gastbeitrag auf Wissenschaftskommunikation.de über Künstliche Intelligenz, GWUP-Blog am 29.08.2025
  • Video: Konflikt & freier Diskurs – Johannes Zeller im Gespräch, Skeptische Gesellschaft vom 10.04.2025
  • Artikel: KI, Medien und skeptische Grundsätze – Johannes Zeller im Podcast „Kritische Köpfe“, GWUP-Blog vom 10.04.2025
  • Video: Deepfakes entlarvt: Mit Johannes Zeller in das KI-Zeitalter – Exklusiv zur SkepKon 2025, GWUP-YT-Kanal vom 03.04.2025

Hinweis:

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22. Juli 2026
von Felix Pfannstiel
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Schmeichelei mit Geschäftsmodell: Udo Endruscheit blickt in einem augenzwinkernd-informativen Blogartikel auf die Predatory Journals

Wer wissenschaftlich arbeitet, wird früher oder später mit so etwas konfrontiert:

Manchmal landen E‑Mails im Postfach, die so viel Schleim versprühen, dass man sie eigentlich mit Gummihandschuhen öffnen müsste.

So Udo Endruscheit in einem seiner neueren Blogartikel.

Es geht um die sogenannten Predatory Journals:

Kein Peer Review, keine Redaktion, keine wissenschaftliche Kultur – nur der Versuch, mit leicht fauligem semantischem Schaum eine Fassade zu errichten, die für manche Empfänger tatsächlich überzeugend wirkt. Gerade dort, wo Englischkenntnisse begrenzt sind, wird dieser Ton leicht als professionell missverstanden. Und genau deshalb funktionieren solche Mails immer noch.

Weil Udo eben schon in seriösen Journalen publiziert hat und er bei PubMed indexiert ist, erhält auch er regelmäßig Anfragen solcher dubiosen Anbieter.

Sie suchen Artikel, die sie veröffentlichen können, und – wie Udo feststellt –

gegen Kohle publizieren sie alles.

Hinter solchen Einzelfällen im Posteingang liegt aber ein größeres Problem:

Das wissenschaftliche Publikationswesen hat in den letzten zwei Jahrzehnten eine Ökonomisierung erlebt, die an vielen Stellen die Grenze zwischen seriöser Infrastruktur und Geschäftsmodell aufweicht. Wo Publikationsdruck, Open‑Access‑Gebühren und Reputationsökonomien zusammentreffen, entstehen zwangsläufig Grauzonen – und in diesen Grauzonen wuchern die Predatory Journals wie Algen in warmem Wasser.

Sein Fazit zu den Journals:

Sie sind nicht das Problem, sondern ein Symptom. Ein Symptom dafür, dass wissenschaftliche Kommunikation längst nicht mehr nur ein epistemischer Prozess ist, sondern ein Markt. Und auf jedem Markt gibt es Händler, die mit glänzenden Versprechen und fragwürdigen Waren unterwegs sind.

Zum Volltext.

Zum Thema:

  • Artikel: The threat by ‘Predatory Journals’: hard to over-estimate!, Edzard Ernst am 14.08.2023

Hinweis:

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