gwup | die skeptiker

… denken kritisch seit 1987.

13. Juni 2026
von Felix Pfannstiel
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Termin: „Macht uns intelligente Technologie dumm?“ – Psychologin Melissa Posselt referiert bei den Skeptics in the Pub Hamburg

Mit dem Vortragsthema „Macht uns intelligente Technologie dumm?“ kommt die Psychologin Melissa Posselt zu den Skeptics in the Pub Hamburg.

Mittwoch, 17. Juni in der Mathilde Bar Ottensen (Kleine Rainstrasse 11, 22765 Hamburg-Ottensen)

Ablauf:

19:00 Ankommen
19:30 Vortrag und Dialog
20:30 Austausch bei Essen und Getränken

Vom geschriebenen Wort bis ChatGPT: Seit Jahrtausenden nutzen Menschen Technologie, um kognitive Prozesse zu erleichtern. Doch welche Auswirkungen hat das auf die menschliche Intelligenz?

In diesem Vortrag wird aus Sicht der Psychologie betrachtet, welche Einflüsse von Technologie auf menschliches Denken bisher beobachtet werden konnten und welche ersten Erkenntnisse es diesbezüglich zur Interaktion mit künstlicher Intelligenz gibt.

Melissa Posselt ist Psychologin und Unternehmensberaterin. Ihr Schwerpunkt liegt in der Arbeit mit Softwareentwicklungsteams, in denen sie regelmäßig mit den Hoffnungen und Sorgen zur Arbeit mit KI konfrontiert ist.

Zum Eventeintrag im Skeptischen Netzwerk.

Zum Thema:

  • Homepage: Skeptics in the Pub Hamburg
  • MeetUp: Skeptics in the Pub Hamburg

Hinweis:

Falls ihr Ideen, Anregungen oder Empfehlungen habt bzw. selbst ein Gastkapitel für den GWUP-Blog schreiben möchtet, kontaktiert uns unter: blog@gwup.org.

11. Juni 2026
von Felix Pfannstiel
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Der Fall Frass: Ein Homöopathie-Thriller in 2 Akten – Vortrag von Norbert Aust und Viktor Weisshäupl bei den SitP Wien (Video)

Es war einmal eine Homöopathie-Studie …

Was vorgestellt wird wie ein Märchen der Brüder Grimm, entwickelt sich im Vortrag von Norbert Aust und Viktor Weisshäupl zunehmend zu einem Wissenschaftskrimi.

Bei den Skeptics in the Pub Wien rollen die beiden die Geschichte der Frass-Studie von der Veröffentlichung über die Retraction bis hin zum zähen Nachspiel auf:

Ein bekannter Homöopath aus Wien wollte offenbar den ultimativen Nachweis für die Homöopathie erbringen. Die Ergebnisse passten aber wohl nicht so recht, weswegen die Daten in die erwünschte Richtung angepasst wurden. In diesem Vortrag stellen wir unsere Untersuchungsergebnisse vor – und den überraschend hohen Aufwand, dessen es bedurfte, die Retraktion der Studie zu erreichen. Dabei konnten wir feststellen, dass praktisch alle Prüfungen, die sicherstellen sollen, dass nur valide Forschungsergebnisse publiziert werden, versagt haben.

Es war einmal eine Homöopathie-Studie … | Norbert Aust und Viktor Weisshäupl

Inhalt:

  • Einleitung [ab 0:00 min]
  • Untersuchung der Studie – vorgestellt von Norbert Aust [ab 0:40 min]
  • Was geschah nach dem Aufdecken der Fehler? – vorgestellt von Viktor Weisshäupl [ab 36:00 min]

Zum Thema:

  • Artikel: Zurückgezogen, aber warum? Kommunikation rund um die Retraction der Frass-Studie, GWUP-Blog am 06.04.2026
  • Artikel: Nach Jahren der Kritik: „The Oncologist“ zieht die Homöopathie-Studie von Michael Frass offiziell zurück!, GWUP-Blog am 26.11.2025

Hinweis:

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9. Juni 2026
von Felix Pfannstiel
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Evolutionspsychologe Steve Stewart-Williams im Interview: „Wir können darüber nicht einfach lügen“

Anlässlich des Erscheinens seines neuen Buches A Billion Years of Sex Differences. How Evolution Shaped the Minds of Men and Women hat die GWUP ein Interview mit dem Evolutionspsychologen Steve Stewart-Williams geführt:

In diesem Gespräch mit Timur Sevincer und Nikil Mukerji erläutert Stewart-Williams, was die Evolutionspsychologie tatsächlich behauptet, wie dieses Forschungsfeld unser Verständnis der menschlichen Natur vertiefen kann, wo es Fehler gemacht hat, warum der Vorwurf der Pseudowissenschaft am Thema vorbeigeht und wie Skeptiker reagieren sollten, wenn wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse politisch unerwünscht werden.

Der Text hangelt sich durch folgende Überschriften/Absätze:

  • Häufige Missverständnisse über die Evolutionspsychologie
  • Ist Evolutionspsychologie Pseudowissenschaft?
  • Ein Fachgebiet, das sich irren kann
  • Die ethische Falle
  • Sozialisation, Stereotype und Patriarchat
  • Was die Leugnung von Geschlechterunterschieden kostet
  • Der schwer fassbare Begriff Gender
  • Warum dieses Thema Räume in Brand setzen kann
  • Kann Überzeugung funktionieren?
  • Kann Evolutionswissenschaft moralisches Denken beeinflussen?
  • Was Skeptiker tun können

Hier entlang zum Interview!

Zum Thema:

  • Buch: Steve Stewart-Williams: A Billion Years of Sex Differences. How Evolution Shaped the Minds of Men and Women, Forum: 2026, 368 Seiten
  • Podcast: Steve Stewart-Williams: Evolution, Maladaptation, Sex Differences, Curious Apes am 14.05.2024
  • Homepage: Prof. Steve Stewart-Williams

Hinweis:

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6. Juni 2026
von Felix Pfannstiel
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Der Sonderstatus der Homöopathie erzeugt Fehlanreize im Gesundheitssystem (INH)

Das Informationsnetzwerk Homöopathie (INH) blickt in einem neuen Beitrag auf die Sonderstellung homöopathischer Mittel im Arzneimittelgesetz:

Unabhängig von der – noch nicht endgültig beschlossenen – Streichung der Erstattung von Homöopathie via Satzungsleistungen der Kassen (§ 11 Abs. 6 Sozialgesetzbuch V) fordern wir weiterhin, die Arzneimitteleigenschaft der Mittel der „besonderen Therapierichtungen“, also auch der Homöopathie, zu beenden.

Welche praktischen Folgen der Sonderstatus haben kann, zeigt ein Beispiel aus dem Bonusprogramm einer Krankenkasse. Bei dieser

wird der Kauf apothekenpflichtiger, nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel als „gesundheitsbewusstes Verhalten“ bonifiziert. Da Homöopathika apothekenpflichtig sind, können sie für Gutschriften auf dem Bonuskonto eingereicht werden. Nicht, weil die Kasse Homöopathie für sinnvoll hielte – sondern weil die regulatorische Kategorie „Arzneimittel“ automatisch greift. Ein reiner Formaleffekt, aber mit realer Wirkung.

Was grundlegend falsch läuft:

Die Bonifizierung des bloßen Erwerbs eines Arzneimittels als „gesundheitsbewusstes Verhalten“ ist ein Kategorienfehler. Der Kauf eines Medikaments ist kein Präventionsverhalten, sondern ein Konsumakt, der im Einzelfall sinnvoll sein kann, aber strukturell die Medikalisierung des Alltags verstärkt. Gerade in einem System, das ohnehin unter Überdiagnostik und Medikamentenfixierung leidet, sollte man solche Anreize vermeiden. Ganz gewiss, wenn dabei auch noch Mittel ohne Wirkungsnachweis mit einem Glaubwürdigkeitsbonus versehen werden.

Es geht um mehr als nur um Symbolpolitik:

All dies zeigt: Die Entziehung der Arzneimitteleigenschaft der Homöopathie ist kein symbolischer Akt, sondern eine notwendige Maßnahme zur Systemklarheit. Sie beendet unbeabsichtigte Privilegierungen, verhindert Fehlanreize und stellt sicher, dass Programme und Maßnahmen des Gesundheitssystems nicht länger durch regulatorische Zufälligkeiten verzerrt werden.

Zum Volltext.

Zum Thema:

  • Artikel: INH: Homöopathie in der Schweiz – und ein Offener Brief zur Evidenz im Gesundheitssystem, GWUP-Blog am 29.04.2026
  • Artikel: Gesundheitsreform: INH ordnet mögliche Streichung der Homöopathie-Erstattung ein, GWUP-Blog am 16.04.2026
  • Artikel: Homöopathie-Sonderstatus: INH mit offenem Brief an Gesundheitsministerin Warken, GWUP-Blog am 01.09.2025
  • Artikel: Homöopathische Arzneimittel: Zugelassen trotz fehlender wissenschaftlicher Evidenz – Wo sind die rechtlichen Schlupflöcher?, GWUP-Blog am 12.06.2026

Hinweis:

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3. Juni 2026
von Felix Pfannstiel
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Nach der SkepKon 2026: Diese Interviews sind bereits online

Auf der SkepKon 2026 wurden nicht nur Vorträge aufgezeichnet, sondern auch zahlreiche Interviews mit Referenten und Gästen geführt. Einige dieser Gespräche sind inzwischen auf den Kanälen unserer Content Creator erschienen.

Wie man Menschen WIRKLICH überzeugt | ‪@Theadrianreason‬ Skepkon 2026

Auf dem Kanal von Sinan spricht Adrian Rosetta über die Frage, wie Menschen ihre Überzeugungen ändern und welche Rolle dabei Gesprächsführung und Psychologie spielen.

Philosoph erklärt wo CANCEL CULTURE anfängt

Außerdem diskutieren Nikil und Varnan darüber, wo berechtigte Kritik endet und Cancel Culture beginnt.

Prof. Dr. Cornelius Courts warnt vor Vertrauens-Kollaps in der Wissenschaft | Skepkon 2026

Der forensische Molekularbiologe Cornelius Courts erläutert in einem weiteren Interview die Mechanismen hinter sogenannten Paper Mills und die Herausforderungen für die wissenschaftliche Integrität.

Varnan verteidigt sich gegen Kritik an ihm

Auf BiasedSkeptics Kanal setzt sich Varnan mit Kritik auseinander, die in den vergangenen Jahren an ihn herangetragen wurde.

Prof. Dr. Sascha Skorupka klärt auf | Strahlung ist nicht immer gefährlich

Der Oecotrophologe Sascha Skorupka greift im Gespräch mit Sinan verbreitete Irrtümer über Strahlung und Mikrowellen auf.

Prof. Dr. Traunmüller zerlegt die Cancel-Culture-Debatte mit Daten | SKEPKON 2026

Und auch der Politikwissenschaftler Richard Traunmüller vertieft die Ergebnisse seiner Forschung zur Cancel-Culture-Debatte.

Zum Thema:

  • Artikel: Freie Debatte unter Polizeischutz: Das Extremismus-Panel der SkepKon 2026, GWUP-Blog am 29.05.2026
  • Artikel: SkepKon 2026: Drei Tage Skepsis, Debatten und Kontroversen, GWUP-Blog am 23.05.2026

Hinweis:

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1. Juni 2026
von Felix Pfannstiel
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skeptiker 1/2026: Bias-Trainings, Longevity, Wissenschaft unter Druck und noch einiges mehr

Der erste skeptiker des Jahres ist da:

Thema:

  • Bias-Trainings: Warum gut gemeint nicht gut gemacht ist
    von Sebastian Tillmann
    Unconscious-Bias-Trainings gelten in vielen Organisationen als Standard gegen Diskriminierung. Doch wie belastbar ist die wissenschaftliche Grundlage dieser milliardenschweren Industrie wirklich? Sebastian Tillmann analysiert Studien, Meta-Analysen und Testmethoden kritisch – und zeigt, warum strukturelle Lösungen oft wirksamer sind als individuelle Trainings.
  • Science-Practice-Gap in der Personalarbeit – Der Dunning-Kruger-Effekt
    von Uwe P. Kanning, Pia Großmann, Leonie Hagedorn
    Warum werden wissenschaftlich fundierte Methoden der Personalarbeit so selten genutzt? Der Beitrag untersucht den Dunning-Kruger-Effekt im HR-Bereich: Menschen mit wenig Fachwissen überschätzen ihre Kompetenz oft deutlich, während Expertinnen und Experten eher zur Selbstkritik neigen. Zwei Studien zu Personalmarketing und Assessment-Centern belegen, wie diese Fehleinschätzung den Abstand zwischen Forschung und Praxis verstärken kann.

Forum:

  • Die Schule des Denkens
    von Yassin Alaya
    Wie lernen Menschen, vernünftig zu urteilen? In seinem Beitrag fordert Yassin Alaya, rationales Denken stärker im Unterricht zu verankern. Psychologische Verzerrungen, Fehlschlüsse und Unsicherheit prägen politische Debatten ebenso wie persönliche Überzeugungen. Schulen sollten deshalb Kompetenzen in Logik, Statistik, Ethik und konstruktivem Debattieren vermitteln. Ein Plädoyer für mehr kritisches Denken – und für eine demokratische Kultur, die mit den Herausforderungen der Gegenwart Schritt halten kann.
  • „Longevity: Das meiste kann man sich sparen.“– Interview mit Sebastian Grönke
    von Bärbel Schwertfeger
    Kann man den Alterungsprozess wirklich verlangsamen? Im Interview mit dem Biologen Sebastian Grönke vom Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns geht es um den aktuellen Stand der Longevity-Forschung. Themen sind Intervallfasten, Mikrobiom, Gentests sowie Medikamente wie Rapamycin und Metformin. Grönke erklärt, welche Ansätze wissenschaftlich fundiert sind, warum viele Biohacking-Angebote kritisch zu sehen sind – und welche Maßnahmen nachweislich die Gesundheit fördern.

Berichte:

  • Retracted! Die Causa Frass – und was sie über wissenschaftliche Selbstkorrektur lehrt
    von Udo Endruscheit
    Die Frass-Studie zur homöopathischen Behandlung von Lungenkrebs wurde zurückgezogen. Doch was bedeutet ein Retract eigentlich – und warum ist Transparenz dabei entscheidend? Der Beitrag beleuchtet den Fall und die bestätigten Manipulationsvorwürfe. Zudem erörtert er die Frage, wie Wissenschaft mit Fehlern und Fehlverhalten umgehen sollte.
  • Wenn Evidenz zur Kulisse wird
    von Udo Endruscheit
    Kann eine Metaanalyse wirklich belegen, dass Akupunktur bei Angststörungen wirkt? Udo Endruscheit zeigt, warum formale Statistik allein keine belastbare Erkenntnis garantiert. Der Beitrag beleuchtet die Grenzen systematischer Reviews, die Problematik heterogener Diagnosen und Interventionen sowie die Gefahr, dass Zahlen wissenschaftliche Unschärfen nur kaschieren.
  • Zurück zu den Sternen – Ein skeptischer Nachruf auf Erich von Däniken
    von Leif Inselmann
    Erich von Däniken prägte wie kaum ein anderer die Vorstellung von „Astronautengöttern“ und außerirdischen Besuchern in der Vorzeit. Millionen Menschen lasen seine Bücher, diskutierten über Nazca, Pyramiden und antike Mythen – zwischen Faszination, Spekulation und Kritik. Unser skeptischer Nachruf blickt auf sein Leben, seine Quellen, die Entwicklung der Prä-Astronautik und ihren Einfluss auf Popkultur und Pseudowissenschaft zurück.
  • Wie US-Gesundheitsminister Robert Kennedy die Wissenschaft bekämpft und das öffentliche Gesundheitswesen gefährdet
    von William Matthew London
    Robert F. Kennedy Jr. sorgt als US-Gesundheitsminister für Kontroversen: Der Beitrag zeigt, wie Impfkritik, fragwürdige Personalentscheidungen und irreführende Aussagen zu Autismus und Medikamenten die amerikanische Gesundheitspolitik prägen. William Matthew London analysiert die Folgen für Wissenschaft, Behörden und das Vertrauen in evidenzbasierte Medizin – und warnt vor den Risiken für die öffentliche Gesundheit.
  • Was Skeptiker über Cold Reading wissen sollten
    von Susan Gerbic
    Kann man mit Toten kommunizieren? Susan Gerbic verneint das entschieden – und erklärt zugleich, warum viele Menschen dennoch von paranormalen Medien überzeugt sind. Susan Gerbic verrät die Techniken des Cold Reading und betont auch die Rolle von Trauer und kulturellen Erwartungen sowie die Schwierigkeiten skeptischer Kommunikation. Anhand eigener Undercover-Recherchen zeigt sie, wie spiritistische Medien arbeiten und warum Skeptiker mit mehr Empathie argumentieren sollten.
  • Respektvoller Skeptizismus
    von Craig A. Foster
    Wie kann skeptisches Denken Menschen erreichen, ohne sie abzuwerten? In seinem Beitrag beschreibt der Psychologe Craig A. Foster, warum Empathie, Perspektivenübernahme und respektvolle Kommunikation entscheidend sind, um Wissenschaft glaubwürdig zu vermitteln. Statt aggressiver Debatten plädiert er für konstruktive Gespräche, die Menschen ernst nehmen und unnötige Verletzungen vermeiden.
  • Aufklärung 2.0: Jetzt mit Beipackzettel
    von Axel Ebert
    „Sapere aude!“ –Hab Mut, dich deines Verstandes zu bedienen! Das Motto von Immanuel Kant gilt als Leitmotiv der Aufklärung. Doch Axel Ebert zeigt in seinem Beitrag, dass Selbstdenken allein heute nicht mehr ausreicht. Kant selbst lag mit manchen Gesundheitsüberzeugungen spektakulär daneben. Der Artikel diskutiert, warum moderne Wissenschaft unsere individuelle Prüfkapazität oft übersteigt und weshalb die eigentliche Aufklärung heute darin besteht, verlässliche Expertise kritisch einzuordnen.

Interviews:

  • „Eine Realität, zwei Geschlechter – und viele endlose Debatten.“ 
    Interview mit Colin Wright
    Wie definiert die Biologie Geschlecht – und warum ist diese Frage heute so umstritten? Im Interview spricht Evolutionsbiologe Colin Wright über Gameten, Geschlechtermodelle, wissenschaftliche Kontroversen und den Einfluss ideologischer Debatten auf Forschung und Öffentlichkeit. Im Mittelpunkt: Wissenschaft, Sprache und gesellschaftliche Konflikte.

Buchkritik:

  • Samuel Fitoussi: Pourquoi les intellectuels se trompent
    von Judith Faessler
  • Helmut Fink, Rainer Rosenzweig (Hrsg.): Naturgewalt und Geisteskraft. Menschwerdung in der Evolution
    von Holger von Rybinski
  • Lukas Maher: Trigger, Trauma, Toxisch. Die 45 größten Mental-Health-Irrtümer
    von Rouven Schäfer
  • Helmut Fink, Rainer Rosenzweig (Hrsg.): Im Keller des Geistes. Gehirn, Psyche und die Leistungen des Unbewussten
    von Holger von Rybinski

Leseforum:

  • „Wot se Fack, Deutschland“ – Debatte um ein Buch und eine Rezension
    von Nikil Mukerji, Philippe Leick, Sebastian Schnelle

Für GWUP-Mitglieder und Abonnenten ist das Heft ab sofort verfügbar. Interessierte haben die Möglichkeit, die Ausgabe sowohl als e-Paper als auch in gedruckter Form zu erwerben bzw. ein Abo des skeptikers abzuschließen. Oder am besten: GWUP-Mitglied werden, denn da ist das Abo schon mit dabei!

Zum Thema:

  • Artikel: Eine Realität, zwei Geschlechter – und viele endlose Debatten … Ein Gespräch mit Colin Wright, GWUP am 27.03.2026
  • Artikel: skeptiker 4/2025: Esoterik in der Erwachsenenbildung, NS-Pseudomedizin (Teil 2), Trump und das Woke-Phänomen und vieles mehr!, GWUP-Blog am 17.12.2025

Hinweis:

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30. Mai 2026
von Felix Pfannstiel
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Termin: Lesung zu „Jenseits von Woke und Böse“ in Konstanz

Beim Humanistischen Bildungs- und Begegnungszentrum Konstanz findet kommende Woche eine Lesung zum bald erscheinenden Buch „Jenseits von Woke und Böse“ statt.

Die Autoren des Buches sind der wissenschaftliche Leiter der GWUP, Nikil Mukerji, der Vorsitzende André Sebastiani sowie die stellvertretende Vorsitzende Stefanie Weig.

  • Zeit: Dienstag, 2. Juni, ab 19:00 Uhr
  • Ort: hbbk, Zähringerplatz 32, Konstanz
  • Eintritt: 8 € (5 € für Mitglieder, Schüler & Studenten. Frei für Premium-Mitglieder.) – Anmeldung bevorzugt unter info@hbbk-bodensee.org oder an der Abendkasse.

In vielen aktuellen Debatten prallen „woke“ und liberale Positionen aufeinander. In der GWUP, einer traditionsreichen Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung, eskalierte ein solcher Konflikt. Anhand dieses Beispiels schildern Mukerji, Sebastiani und Weig in ihrem Buch, wie Andersdenkende mit Methoden der „Cancel Culture“ ausgegrenzt, Debatten unterbunden und kritische Stimmen zum Schweigen gebracht werden sollten, um wissenschaftliche Kritik an „woken“ Theorien zu verhindern.

Dass es letztlich gelang, eine wissenschaftliche Haltung und die damit verbundenen Werte zu verteidigen, macht die Geschichte zum ersten dokumentierten Fall, in dem eine große Organisation dem Versuch einer ideologischen Kaperung widerstand und zur ursprünglichen Mission zurückfand. Unter dem Motto „Jenseits von Woke und Böse“ plädieren die Autoren dafür, weder „woken“ Vorstellungen noch populistischen Gegenströmungen zu folgen, sondern konsequent auf Vernunft, Transparenz und ein solides Wertefundament zu setzen – eine Lehre, die sich auch auf andere Konflikte übertragen lässt. Ein Leitfaden für alle, die Wokeness verstehen wollen und wirksame Gegenstrategien suchen.

Zum Thema:

  • Artikel: Ein neuer Ort für Aufklärung und Austausch: Das Humanistische Bildungs- und Begegnungszentrum Konstanz, GWUP-Blog am 19.04.2026

Hinweis:

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29. Mai 2026
von Felix Pfannstiel
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Freie Debatte unter Polizeischutz: Das Extremismus-Panel der SkepKon 2026

Prof. Dr. Tilmann Betsch, GWUP-Mitglied und Referent auf der SkepKon 2026 hat für den hpd einen Bericht über das Extremismus-Panel am Samstag der Konferenz geschrieben:

Bei der „SkepKon“ gab es diesmal einen Überraschungsgast. Hinter diesem Vorgehen standen sicherheitsrelevante Gründe. Hautnah konnten die Besucher erleben, was es bedeutet, wenn man unter Polizeischutz leben muss.

Schon vor Beginn des Panels wurde deutlich, dass es sich um keine gewöhnliche Veranstaltung handeln würde:

Die SkepKon-Besucher werden gebeten, den Raum zu verlassen. Nach kurzem Warten werden die Türen wieder geöffnet. Wir dürfen wieder rein. Doch Taschen müssen draußen bleiben. Und an allen Ecken des Raums stehen schwarz gekleidete Männer. Polizeibeamte des LKA Berlin. Ihre Blicke scannen den Raum.

Hintergrund war der kurzfristig angekündigte Gast Ahmad Mansour:

Ahmad Mansour ist dafür bekannt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen und unangenehme Tatsachen offen anzusprechen – insbesondere im Bereich der Extremismusprävention. Dafür steht er seit Jahren unter Polizeischutz. Doch gleich zu Beginn der Diskussion stellt er klar, dass er sich darauf nicht reduzieren lässt. Er sei viel mehr als der Mann, den man bewachen muss. Dennoch: Bevor auch nur ein Argument ausgetauscht wurde, zeigen die Umstände der Veranstaltung sehr eindrücklich, worum es heute geht. Es geht um die freie Debatte, um den Preis, den diejenigen zahlen, die sie verteidigen — und um eine Organisation, die prinzipientreu genug ist, genau dafür einen Raum zu schaffen.

Auch die anderen Diskussionsteilnehmer brachten ihre jeweilige Expertise ein:

Rebecca Schönenbach, Diplom-Volkswirtin und Expertin für Extremismusfinanzierung, kam über die Kölner Silvesternacht zu ihrem Thema. Ihre Beobachtung damals: Die Debatte über die Gewalt an Frauen wurde verdrängt. Aus Rücksicht auf eine Tätergruppe verschwanden die Opfer aus dem Blick. Über solche Gewalt zu sprechen, ist kein Generalverdacht gegen Migranten oder Muslime. Es ist die Voraussetzung dafür, Frauenrechte ernst zu nehmen.

und:

Frank Urbaniok, forensischer Psychiater mit nach eigener Angabe rund 5.000 Fällen in 33 Jahren, formuliert es nüchtern: Es gebe zwei Arten, mit Problemen umzugehen. Man kann behaupten, es gebe sie nicht – oder sie ansehen und lösen. Die erste Variante habe den Vorteil, dass das Problem kurz zu verschwinden scheine. Es kehre dann aber mit größerer Wucht zurück.

Moderatorin Judith Faessler betonte dabei die Rolle der GWUP als Plattform für kontroverse, aber respektvolle Debatten:

Die GWUP ist eine Plattform für vernünftigen, durchaus kontroversen Dialog. Nicht, weil sie vorgibt, was zu denken ist. Sondern weil sie die Regeln verteidigt, unter denen wissenschaftlich respektabler Streit stattfinden kann.

Für Tilmann Betsch spiegelt genau das die ursprüngliche Idee der skeptischen Bewegung wider:

Das ist die Linie, mit der sich die GWUP zu ihren Ursprüngen zurückbewegt: freie Debatte statt Lagerdisziplin. Früher standen klassische Parawissenschaften im Zentrum: Homöopathie, Astrologie, Wünschelruten, Spuk, Kryptozoologie. Heute kommen neue, eminent wichtige Konfliktfelder hinzu, in denen dieselbe skeptische Haltung gebraucht wird. Im Panel waren das: Islamismus, Migration, Frauenrechte, Wissenschaft und offene Gesellschaft. Die Methode bleibt dieselbe: Behauptungen prüfen, Personen respektieren, ideologische Vereinnahmung abwehren – und: die Dinge beim Namen nennen.

Am Ende erinnert das Panel Betsch auch persönlich daran, warum er vor zehn Jahren der GWUP beigetreten ist:

Das Panel erinnert mich daran, warum ich vor zehn Jahren in die GWUP eingetreten bin: nicht, um mich in einer Gemeinschaft von Gläubigen wiederzufinden. Sondern um kritisches Denken zu praktizieren – und zwar gerade dort, wo es unbequem wird.

Zum kompletten Artikel.

Zum Thema:

  • Artikel: SkepKon 2026: Drei Tage Skepsis, Debatten und Kontroversen, GWUP-Blog am 23.05.2026

Hinweis:

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28. Mai 2026
von Felix Pfannstiel
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„Ich habe einen Großteil meines Lebens damit verbracht, mich von Deutschland und damit auch von meiner eigenen Familie zu entfernen.“: Edzard Ernst erzählt die Geschichte seiner Mutter und warnt vor den alten Mustern des Faschismus

In seinem neuen Buch beschäftigt sich GWUP-Fellow Prof. Dr. Edzard Ernst ausnahmsweise nicht mit medizinischen Themen, sondern mit der Geschichte seiner eigenen Familie, insbesondere der seiner Mutter.

Bereits der Titel Ein Fräulein aus gutem Hause. Im Schatten des Dritten Reichs lässt erahnen, worum es geht:

ihre Flucht 1945 mit einem Säugling bei minuszwanzig Grad, den späteren Aufbau des größten Sanatoriumsbetriebs Bayerns und: die unauflösliche Nähe der Familie zu seinem Großonkel Hans Jüttner, dem SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS.

Das Buch verbindet Persönliches mit gesellschaftlicher und historischer Einordnung. Er schreibt auf seiner Website:

The story of the “young woman from a good family” has been replicated in similar forms countless times – not only in Germany, but also in other countries and historical contexts. It should serve as a cautionary reminder to remain vigilant about ideologies that offer simplistic answers while eroding fundamental human values.

Und weiter:

The book is therefore intended not merely as an account of my family’s past, but foremost as a warning. It opposes the temptation to relativize or consign historical atrocities to oblivion and advocates resolutely for resisting their earliest manifestations.

Der Leiter des Wissenschaftlichen Zentrums der GWUP, Nikil Mukerji, hat mit Edzard Ernst ausführlich über das Buch gesprochen.

Das Interview gibt es auf unserer Website:

Zum Thema:

  • Artikel: I just published another book – it’s about my mother, Edzard Ernst am 14.05.2026

Hinweis:

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26. Mai 2026
von Felix Pfannstiel
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Neues Buch: Udo Endruscheit fragt nach Wahrheit und Erkenntnis (Interview im Skeptitalk)

Udo Endruscheits neues Buch gibt es seit wenigen Tagen beim Alibri-Verlag.

In Vom Zweifel zur Haltung. Eine Reise durch die Geschichte der Erkenntnis beschäftigt er sich mit den philosophischen Grundlagen wissenschaftlichen Denkens und den historischen Auseinandersetzungen mit dem Wahrheitsbegriffs.

Onkel Michael hat sich den frischgebackenen Buchautor für den neuen Skeptitalk geschnappt, um über das Werk zu reden.

Inhalt:

  • Udo stellt sich und sein Buchprojekt vor. [ab 0:40 min]
  • Lyotards Metaerzählungen und was das mit unserer Bundesregierung zu tun hat. [ab 7:00 min]
  • Wahrheitssuche als Haltung [ab 13:00 min]
  • Krisen des Wahrheitsbegriffs in der Geschichte [ab 23:00 min]
  • Induktionsproblem, Kant, Popper, Nietzsche, Wiener Kreis [ab 32:00 min]
  • Postmoderne [ab 42:00 min]
  • Udos Ansatz [ab 46:00 min]
  • Judith Butlers performative Sprache [ab 52:00 min]
  • Probleme identitärer Haltungen [ab 1:00:00 h]
  • Buchveröffentlichung im Alibri-Verlag auf der SkepKon 2026 [ab 1:07:00 min]

Fragen, Anmerkungen, Themenvorschläge oder Beschimpfungen gerne an skeptitalk@gwup.org

Neben Transistor.fm ist der Podcast auch auf weiteren Plattformen verfügbar: Apple PodcastSpotifyOvercastPocket CastsAmazon MusicYouTubeCastroGoodpodsMetacastCastboxPodcast AddictPlayer FMDeezer.

Zum Thema:

  • Artikel: 4-teilige Artikelreihe „Die Wurzeln des Relativismus“ auf dem Blog Science and Sense, GWUP-Blog vom 09.07.2025
  • Artikel: Relativismus auf dem Prüfstand – Udo Endruscheits kritische Tour durch die Postmoderne, GWUP-Blog vom 29.04.2025
  • Buch: Udo Endruscheit: Vom Zweifel zur Haltung. Eine Reise durch die Geschichte der Erkenntnis, Alibri-Verlag 2026, 191 Seiten, 16,00 €

Hinweis:

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