gwup | die skeptiker

… denken kritisch seit 1987.

10. Januar 2020
von Bernd Harder
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Die Securvita, die Kosten und „die Homöopathiegegner“

So wird Eigenwerbung zur Selbstdemontage:

Die Securvita, bekannt für ihren Leistungsumfang im Bereich „alternativer“ Methoden, hat einen Text veröffentlicht (online und in ihrer Mitgliederzeitung), der mit „den Homöopathegegnern“ hart ins Gericht geht. In den sozialen Medien macht dieser Text bei den üblichen Verdächtigen der homöopathischen Szene bereits die Runde.

Worum geht es?

Darum, dass „die Homöopathiegegner“ ein Problem mit der wissenschaftlich sauberen Faktenlage“ hätten. Wortreich legt die Securvita dar, dass die bekannten Studien von Ostermann/Witt zum Kostenvergleich zwischen homöopathiegeneigten und nicht homöopathegeneigten Patientengruppen von „den Homöopathiegegnern fehlerhaft interpretiert und missbraucht“ würden.

Nämlich für die platte These, Homöopathie sei „teurer“ oder „teuer“ – wie auch immer, und müsse deshalb aus dem Leistungskatalog der GKV gestrichen werden.

In der Tat, eine solche Schlussfolgerung wäre durchaus nicht angebracht. Nur – mit „den Homöopathiegegnern“ kann die wissenschaftlich fundierte Homöopathiekritik des INH hier nicht gemeint sein, wie Keine Ahnung von Garnix ausführlich begründet. Die beanstandete Position haben das INH und seine Mitglieder/Unterstützer nämlich nie vertreten.

Vielleicht sollte die Securvita mit der Adressierung ihrer Diskursbeiträge zukünftig etwas sorgfältiger sein.

Hier geht’s zum Artikel bei Keine Ahnung von Garnix.

Und auch hier im Blog haben wir lediglich darauf hingewiesen, dass Homöopathie kein „Kostendämpfer“ im Gesundheitssystem ist, wie die Anhänger gerne behaupten, sondern durchaus ins Gewicht fällt.

Zum Weiterlesen:

  • Immer langsam, Securvita! Keine Ahnung von Garnix am 10. Januar 2019
  • Homöopathie: Eine kritische Analyse in der „Monatsschrift Kinderheilkunde“, GWUP-Blog am 7. Januar 2020
  • Homöopathie in Kitas: „Hilfe!“, GWUP-Blog am 8. Januar 2020
  • Homeopathy for chronic peridontitis? I have my doubts! edzardernst am 9. Januar 2020
  • Das Märchen vom „Kostendämpfer Homöopathie“, GWUP-Blog am 13. November 2012
  • Spart Homöopathie Kosten? GWUP-Blog am 10. Februar 2016
  • Studien-Update: Homöopathie spart immer noch keine Kosten, GWUP-Blog am 17. September 2017
  • Nichts ist immer zu teuer, liebe Siemens BKK, GWUP-Blog am 10. Januar 2018
  • Interview mit Norbert Aust: Seit 200 Jahren keine Belege, Ostthüringer Zeitung am 10. Januar 2020

9. Januar 2020
von Bernd Harder
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Die Detox-Lüge: Interview mit Natalie Grams in „Donna“

In der neuen Donna (2/2020) gibt’s „ein ehrliches Interview über den Entschlackungswahn“ mit Dr. Natalie Grams.

Ein Auszug:

Frau Grams, ich habe an den Feiertagen ordentlich über die Stränge geschlagen, zu viel Braten und Süßes. Außerdem musste ich wegen einer Grippe Medikamente schlucken. Würde mir jetzt eine Detox-Kur helfen, mich von Schlacken zu befreien?

Grams: Nein, denn Sie haben keine „Schlacken“. Solche sagenumwobenen Rückstände existieren aus wissenschaftlicher Sicht weder im Bindegewebe noch im Lymphsystem oder gar im Verdauungssystem. Der Körper hat schließlich nichts gemein mit einem Ofenrohr.

Aber Antibiotika hinterlassen doch Spuren in meinem Körper? Wie Schmerzmittel, Blutdrucksenker oder andere synthetische Wirkstoffe.

Unser Körper ist zum Glück in der Lage, die meisten Giftstoffe aus eigener Kraft loszuwerden – vorausgesetzt, die zuständigen Ausscheidungsorgane wie Niere, Leber, Darm, Lunge oder Haut sind gesund. Auch Arzneimittel und ihre Abbauprodukte verlassen den Körper wieder […]

Aber es schadet doch nicht, nachzuhelfen, oder?

Weder pürierte Gemüsesäfte noch Heilerde, Darmeinläufe, Diätkuren oder andere Wundermittel können diese Prozesse gezielt aktivieren oder vorantreiben. Der Körper ist nicht so fragil oder unfähig, dass er ständig Hilfe von außen braucht […]

Und fettlösliche Umweltgifte? Die werden doch im Fettgewebe gespeichert.

Ja, manche Stoffe, wie etwa Dioxine, reichern sich im Körperfett an, falls Sie das seltene Pech haben, mit großen Mengen dieser Stoffe in Berührung zu kommen. Der Unterschied zu den „Schlacken“: Echte Gifte lassen sic namentlich benennen, im Urin oder Blut messen und notfalls gezielt ausleiten […] Aber die Gifte oder „Schlacken“, von denen manche Heilpraktiker und Detox-Spezialisten sprechen, bleiben unkonkret. Ich vermute, die wissen im Grunder selbst nicht genau, wovon sie sprechen.

Dennoch berichten viele, dass sie nach einer Woche mit Tees und Brühen mehr Energie haben, ihr Teint strahlt, die Verdauung besser läuft. Wie kann das sein, wenn die „Gifte“ nur Fantasie sind?

Wer glaubt, vergiftet gewesen zu sein, fühlt sich natürlich besser, wenn er den vermeintlichen Ballast wieder los ist. Ohnehin handelt es sich bei den beschriebenen Symptomen meist um unbestimmte Allerweltsbeschwerden, die sich einer objektiven Messung entziehen. Manchmal gehen diese auch auf andere Ursachen zurück […]

Zum Weiterlesen:

  • Die Detox-Lüge, Donna 2/2020
  • „Was wirklich hilft“: Neues Buch von Natalie Grams im Februar, GWUP-Blog am 23. Dezember 2019
  • Video: „Der letzte Dreck wird aus den Poren gezogen“ – die Band zweiraumsilke rappt über Detox, GWUP-Blog am 4. Januar 2019
  • Der Detox-Schwindel, futurezone am 21. Februar 2017

9. Januar 2020
von Bernd Harder
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Jetzt anmelden: Homöopathie- Vortrag von Norbert Aust bei der Volkshochschule München

Die Mitglieder des bayerischen Landtags sollten sich den Termin freihalten:

Am 6. Februar ist Dr. Norbert Aust bei der VHS in München zu Gast.

In Sachen Homöopathie – eine Beweisaufnahme

Alternative zur Schulmedizin oder „Pseudomedizin“? Die Homöopathie ist in ihrer Wirkungsweise höchst umstritten.

Was wissen wir über die Homöopathie und was zeigen aktuelle Studienergebnisse über die Wirksamkeit? Warum ist die Homöopathie so erfolgreich und wie wird ihre Wirkung erklärt? Die Grundlagen der homöopathischen Lehre werden ebenso besprochen wie die Herstellung homöopathischer Mittel.

Das Ziel des Vortrags ist es, die widersprüchlichen Informationen zu diskutieren und anschließend eine aufgeklärte Behandlungsentscheidung zu treffen.

Die Veranstaltung im Gasteig beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt kostet sieben Euro.

Um frühzeitige Voranmeldung wird gebeten.

Zum Weiterlesen:

  • Homöopathie: Tierarzt muss nach Tod eines Pferdes 250.000 Euro zahlen, Süddeutsche am 9. Januar 2020
  • Offener Brief an die bayerischen Landtagsabgeordneten: Homöopathie ist keine Antibiotika-Alternative, INH am 4. November 2019
  • Homöopathie: Eine kritische Analyse in der „Monatsschrift Kinderheilkunde“, GWUP-Blog am 7. Januar 2020
  • Homöopathie in Kitas: „Hilfe!“, GWUP-Blog am 8. Januar 2020
  • Rudolf Virchow und die Homöopathie, Onkel Michael am 9. Januar 2020

9. Januar 2020
von Bernd Harder
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Baden-Württemberg streicht Förderung für die Parapsychologische Beratungsstelle in Freiburg

Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport von Baden-Württemberg hat die institutionelle Förderung der „Parapsychologischen Beratungsstelle“ in Freiburg mit Ablauf des Jahres 2019 eingestellt.

Das teilt der Leiter der Einrichtung, Dr. Dr. Walter von Lucadou, bei Facebook mit.

In verschiedenen Interviews (hier oder hier) hatte Lucadou die Fördermittel des Landes mit 20.000 Euro jährlich angegeben. In 2019 seien es sogar 83.500 Euro gewesen, schreibt grenzwissenschaft-aktuell.

Künftig müsse die Einrichtung daher einen Unkostenbeitrag in Höhe von 60 Euro pro Beratungsstunde erheben. Die „Parapsychologische Beratungsstelle“ existiert seit 1989 und wird von dem Verein „Wissenschaftlichen Gesellschaft zur Förderung der Parapsychologie e.V.“ getragen.

Zum Weiterlesen:

  • Sozialpsychologie versus „Verschränkung“: Lydia Benecke über Walter von Lucadou, GWUP-Blog am 24. März 2016
  • Ist „Anomalistic Psychology“ die bessere Erklärung für seltsame Erlebnisse als Parapsychologie? GWUP-Blog am 23. Dezember 2016
  • Wolfgang Hell: Von Schafen und Ziegen – Der sechste Sinn und die unbewusste Wahrnehmung, Skeptiker 2/2010
  • Sonderbare Erfahrungen an unheimlichen Orten: Spuk? GWUP-Blog am 10. Juni 2015
  • Der Tod der Parapsychologie, GWUP-Blog am 23. Mai 2010

8. Januar 2020
von Bernd Harder
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Podcast: „No Such Thing As A Fish“ über die Verleihung des Heinz-Oberhummer-Award

Apropos Science Busters:

Bekanntlich ging der Heinz-Oberhummer-Award 2019 an den „erfolgreichsten Podcast weltweit“: No Such Thing As A Fish.

Seit 2014 versammeln sich die vier jede Woche in London vor den Mikrophonen, um jeweils vier Fakten der Woche in keiner bestimmten Reihenfolge zu beleuchten, und zwar in unnachahmlicher Weise mit einer Mischung aus Wissensdurst, Komik, Lust an Wortspielen und aufklärerischem Furor.

Kein Thema ist zu abwegig, keine Tatsache zu unglaublich, keine Entdeckung zu bizarr – der Bogen spannt sich von Geschlechtsmerkmalen des Oktopus bis zu Charles Darwins Fagott. Es wird erklärt, was der zweite Weltkrieg und Karotten miteinander zu tun haben oder wie lange man ein Space Egg kochen muss.

Und während man 40 Minuten gebannt zuhört, lacht und staunt, bemerkt man oft nicht, wieviel man dabei gelernt hat.
Wissensvermittlung, ganz wie es Heinz Oberhummer vorgeschwebt ist, als er 2006 die Science Busters mitbegründet hat.

Einen Film von der Veranstaltung gibt es nicht – aber in der Jubiläumsepisode 300 ihres Podcasts berichten No Such Thing As A Fish aus Wien:

Der Podcast kann bei Youtube mit englischen Untertiteln abgespielt werden.

Zum Weiterlesen:

  • Im Jahr des Brexit: Briten erhalten Heinz Oberhummer Award, apa ots am 2. April 2019
  • „Global Warming Party“: Die neue Show der Science Busters, GWUP-Blog am 7. Januar 2020

8. Januar 2020
von Bernd Harder
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Homöopathie in Kitas: „Hilfe!“

Schöner Beitrag beim „Inforadio“ vom rbb:

Kindertagesstätten in Deutschland haben viele Probleme. Wenn es überhaupt eine Kita gibt, dann fehlen dort meistens Personal, gute Bezahlung oder gesundes Essen. Unsere Kolumnistin Doris Anselm wurde nun auf ein neues Problem aufmerksam gemacht: Homöopathie.

Hintergrund sind solche Vorkommnisse:

Hier geht’s zum Podcast (zirka zwei Minuten).

Zum Weiterlesen:

  • Hilfe, Homöopathie! inforadio rbb am 8. Januar 2020
  • Homöopathie für Kinder, medium am 26. Dezember 2019
  • Homöopathie: Eine kritische Analyse in der „Monatsschrift Kinderheilkunde“, GWUP-Blog am 7. Januar 2020

8. Januar 2020
von Bernd Harder
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SkepKon-Video: Evidenz und wissenschaftliche Praxis versus Big Data und KI

Das letzte Video von der SkepKon 2019 in Augsburg ist online:

Gute wissenschaftliche Praxis und Evidenz versus Big Data und Künstliche Intelligenz – Partner oder Gegner?

mit Prof. Gerd Antes, ehemaliger Direktor des Deutschen Cochrane Zentrums.

Unter den Schlagworten Big Data, Digitalisierung, personalisierte Medizin und Künstliche Intelligenz hat sich eine neue Welt entwickelt, die goldene Zeiten für unsere Gesundheitsversorgung verspricht, dafür aber die Eckpfeiler unseres wissenschaftlichen Denkens außer Kraft setzt.

Das Zeitalter der Kausalität ist Vergangenheit, dank unbegrenzter Datenmengen wird Korrelation zu Kausalität. Der damit erzeugte Hype hat zu einer faszinierenden Kritiklosigkeit geführt. Die Datensintflut macht Theorie und Wissenschaft obsolet. Eine rationale, auf Fakten und Daten gegründete, wissenschaftliche Betrachtung des versprochenen Nutzens versus Risiken und Kosten (Fundament jeder Technikfolgenabschätzung) sucht man vergeblich.

Neben den fundamentalen logischen Widersprüchen sind die damit initiierten gesellschaftlichen Auswirkungen überfällig für eine umfassende Bewertung, die jedoch nicht erfolgt. Stattdessen ist die Digitalisierung zu einer Ideologie verkommen, die als Staatsraison realisiert werden muss. Die Frage nach Zielen und Sinn wird tunlichst vermieden.

Kritische Fragen zu den technisch nicht erfüllbaren, hype-getriebenen Versprechungen gehen in dieser Stimmung unter. Welche Konsequenzen das hat, wird sich in ein paar Jahren zeigen.

Die nächste SkepKon findet vom 21. bis 23. Mai in Berlin statt. Das Programm gibt’s im aktuellen Skeptiker.

Zum Weiterlesen:

  • SkepKon-Video: Die „Futterverschwörung“ – Trends in der Ernährung von Hunden und Katzen, GWUP-Blog am 15. Dezember 2019
  • SkepKon-Video: Verschwörungstheorien selbst testen, GWUP-Blog am 11. Dezember 2019
  • SkepKon-Video: „Welche Faktoren begünstigen den Glauben an das Paranormale?“ GWUP-Blog am 5. Dezember 2019
  • SkepKon-Video: „Warum halten sich Pseudo-Erklärungen so hartnäckig?“ mit Axel Ebert, GWUP-Blog am 12. November 2019
  • SkepKon-Video: Das Phänomen Jordan Peterson – wichtiger Denker oder gefährlicher Pseudointellektueller? GWUP-Blog am 11. September 2019
  • SkepKon-Video: „Energiewende – aber wie?“ mit Dr. Norbert Aust, GWUP-Blog am 30. Juli 2019
  • SkepKon-Video: Mondlandung – Fakt oder Fake? GWUP-Blog am 20. Juli 2019
  • SkepKon-Video: „Die Geschichte der Kurpfuscherei in Deutschland“ mit Sylvia Stang, GWUP-Blog am 15. Juli 2019
  • SkepKon-Video: „Energie aus dem Nichts – der Traum vom Perpetuum Mobile“, GWUP-Blog am 8. Juli 2019
  • SkepKon-Video: Nostradamus, Rose Stern und der Polsprung, GWUP-Blog am 2. Juli 2019
  • SkepKon-Video: „Impfen – Pro und Contra. Eine Einordnung“, GWUP-Blog am 10. Juni 2019
  • Video: Tommy Krappweis und „Harpo Speaks“ live beim Skeptical 2019 in Augsburg, GWUP-Blog am 20. Juni 2019
  • SkepKon-Video: Impfakzeptanz bei Ärztinnen und Ärzten in Deutschland, GWUP-Blog am 27. September 2019
  • A Festival Feeling in Augsburg: SkepKon 2019 Includes Myths about Pet Diets, Homeopathy, and Perpetual Motion Machines, CSI am 3. Juli 2019
  • Das war die SkepKon 2019, hpd am 28. Juni 2019
  • SkepKon 2019: Das Skeptical, hpd am 18. Juni 2019
  • SkepKon: Wissenschaft braucht Geschichtenerzähler, humanistisch.net am 12. Juli 2019

7. Januar 2020
von Bernd Harder
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Homöopathie: Eine kritische Analyse in der „Monatsschrift Kinderheilkunde“

In der aktuellen Monatsschrift Kinderheilkunde (1/2020) ist der Beitrag

Homöopathie in der Pädiatrie – eine kritische Analyse

erschienen.

Ein Auszug:

In der Summe ist zu konstatieren, dass korrespondierend zu der naturwissenschaftlichen Unplausibilität kein stichhaltiger und stabil reproduzierbarer Nachweis einer spezifischen Wirksamkeit der [homöopathischen] Präparate vorgelegt werden konnte. Damit handelt es sich bei der Homöopathie nicht um eine spezifisch wirksame Arzneitherapie.

Für das Ansehen der wissenschaftlichen Medizin ist die irreführende Darstellung der vorliegenden Evidenzlage zur Homöopathie gegenüber dem Patienten als Problem anzusehen. Zum einen bleibt negative Evidenz oft unerwähnt, zum anderen werden große und aussagekräftige Arbeiten durch teilweise völlig unzutreffende Kritik öffentlich diskreditiert – wie geschehen beim großen Report der australischen Gesundheitsbehörde und der Stellungnahme des European Academies Science Advisory Council (EASAC), eines Zusammenschlusses von 28 nationalen Wissenschaftsakademien von Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.

Um Homöopathie vor den Folgen wissenschaftlicher Kritik zu bewahren, wird der Anschein erweckt, diese Untersuchungen seien fehlerhaft oder gar manipuliert. Jeder Ärztin und jedem Arzt sollte bewusst sein, dass dies das Vertrauen in die Ergebnisse wissenschaftlichen Arbeitens im Allgemeinen und des Messwerkzeugs der klinischen Vergleichsstudie im Speziellen nachhaltig untergraben kann.

Einem derartigen Vertrauensverlust in evidenzbasiertes Arbeiten sollten praktizierende Ärzte keinen Vorschub leisten. Auch das Erfüllen von Patientenwünschen rechtfertigt dies aus unserer Sicht nicht.

Zum Weiterlesen:

  • Homöopathie in der Pädiatrie – eine kritische Analyse, Monatsschrift Kinderheilkunde 1/2020
  • Der hauchdünne Lack der Zivilisation, Onkel Michael am 7. Januar 2020
  • „Der Homöopathie-Streit“ jetzt im profil-Podcast, GWUP-Blog am 3. Januar 2020
  • Evidenz kann nicht herbeigeredet werden, Onkel Michael am 26. Dezember 2019

7. Januar 2020
von Bernd Harder
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Neues vom Crowdfundingprojekt „Neuschwabenland – Das Buch“

Weil das Thema immer mal wieder nachgefragt wird:

In ihrem „Fragenspecial 2020“ äußern sich Hoaxilla auch zum Stand des Crowdfunding-Projekts „Neuschwabenland-Buch“.

Kurze Zusammenfassung: Das Ganze ist in Arbeit, einzelne Fragmente des Manuskripts existieren bereits – ein Erscheinungstermin ist aber nicht absehbar. Bei den drei Autoren (Alexa und Alexander Waschkau, Sebastian Bartoschek) sei in den letzten Jahren immer wieder „viel dazwischengekommen“. Sie betrachteten das Buch nach wie vor als Herzensprojekt – das aber noch Zeit brauche.

Im Weiteren geht es beim „Fragenspecial“ um „Verschwörungsmythen“, „Umgang mit Anfeindungen“, „Nerdkram“ und mehr.

Zum Weiterlesen:

  • „Fragenspecial 2020“ vom 5. Januar 2020
  • Ein kurzes Video zum Stand des Crowdfunding-Projekts „Neuschwabenland – Das Buch“, GWUP-Blog am 12. Januar 2016
  • SkepKon 2013: Nazis über uns? Der Mythos Neuschwabenland, GWUP-Blog am 19. Mai 2013

7. Januar 2020
von Bernd Harder
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„Global Warming Party“: Die neue Show der Science Busters

Gestern hatte das neue Bühnenprogramm der Science Busters Premiere:

House Warming Party kann jeder. Aber bei Global Warming Party müssen alle Menschen mithelfen. Und tun das leider auch seit knapp 200 Jahren.

Bereits im Jahr 2007 hat deshalb der Klimawandel den Friedensnobelpreis gewonnen. Aber erst mehr als zehn Jahre später erkennen wir Menschen, dass er keinen Gefangenen macht, wenn man ihn lässt. Zumindest die, die überleben wollen. Die Klimawandelleugner düsen weiterhin mit Vollgas in den Sonnenuntergang.

MC Martin Puntigam (Kabarettist, Univ.-Lekt. Uni Graz), Dr. Florian Freistetter (Astronom & Science Blogger) und der Molekularbiologe Martin Moder, PhD, erklären:

  • Bekommt man Sonnenflecken auch schon bei 40° wieder raus?
  • Kann ich meine Katze als Geigerzähler verwenden?
  • Und wohin soll man auswandern, wenn auf der Erde der Klimawandel doch gewinnt?

Die nächsten Termine finden sich hier.

Die „Global Warming Party“-Tournee führt in den kommenden Wochen unter anderem nach Wien, Graz, Zürich, München, Leipzig, Dresden, Berlin, Passau und Ingolstadt.

Zum Weiterlesen:

  • CO2-Ausstoß sinkt stark – aber nicht wegen der Klimapolitik, t-online am 7. Januar 2020
  • Wie Medien der Klimakrise gerecht werden können. Versuch einer konstruktiven Medienkritik, klimafakten am 23. Dezember 2019
  • „Das Klimabuch“ jetzt als preisgünstige Sonderausgabe, GWUP-Blog am 19. Dezember 2019
  • Die „Science Busters“ im Skeptiker-Interview: „Überall steckt Wissenschaft drin“, hpd am 15. Dezember 2018