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… denken kritisch seit 1987.

21. Februar 2026
von Felix Pfannstiel
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Tempelritter: Studienkritik und Einblick ins Geschäftsmodell der Neutempler-Organisationen bei MDVL

Der mittelalterliche Templerorden fasziniert viele bis heute. Seriöse Forschung und moderne Mythen werden dabei aber gerne durcheinandergebracht. Auf dem YouTube-Kanal MDVL von Joachim Rother sind zwei neue Videos herausgekommen, die das Thema aus skeptischer Perspektive betrachten.

Im ersten Video schaut er sich eine medizinische Studie genauer an, die die Ernährung und Lebenserwartung der Tempelritter als Untersuchungsgegenstand herangezogen hat:

Eine medizinische Studie behauptet, dass Ritter des Templerordens länger gelebt hätten, als ihre Zeitgenossen. Das habe, so das Argument, an ihrer Ernährung gelegen. Gab es also eine Templer-Diät für ein besonders langes Leben?

Medizinisches Paper erzählt Quatsch zu Templern | MDVL

Inhalt:

  • Ein Paper behauptet: Die Tempelritter lebten länger als „die anderen Menschen im Mittelalter“ [ab 0:00 min]
  • Haben wir die Lebensdaten der Templer überhaupt? [ab 2:40 min]
  • Nur 3 Templer als Beispiel für ihre Behauptung [ab 5:50 min]
  • Ernährung der Tempelritter [ab 9:00 min]
    • Kritik an der Studie [ab 12:10 min]
  • Schon für die Grundannahme (Templer leben länger) gibt es keine hinreichende Evidenz. [ab 16:30 min]
  • Fazit [ab 18:40 min]

Im zweiten Video zeigt MDVL, wie der Mythos der Templer kommerziell genutzt wird:

In diesem Video geht es um das Geschäft mit den Templern: Neutemplerorden, moderne Mythen und die Frage, wie aus Geschichte ein Markt wird. Ich zeige, warum die Templer-Verschwörung bis heute so gut funktioniert, wie Motive wie geheime Archive, „Eingeweihte“ und Atlantis in immer neuen Varianten wieder auftauchen – und weshalb das mit historischer Forschung oft nichts mehr zu tun hat.

Verschwörungen als Geschäftsmodell – Das Geschäft mit den Templern | MDVL

Inhalt:

  • Was wissen wir über die Tempelrittern? [ab 0:00 min]
  • Larmenius-Charta: Ein historischer Bruch wird überbrückt. [ab 4:20 min]
  • Neutempler-Organisationen entstehen [ab 6:40 min]
  • Spirituelle Einflüsse und parawissenschaftliche Aussagen [ab 9:30 min]
  • Stichpunkte der Neutempler-Argumentation [ab 16:00 min]
  • Kritik an der Kontinuitätserzählung [ab 16:50 min]
  • Neutempler-Organisationen und ihre Konkurrenz zueinander [ab 22:40 min]
  • Das Geschäft dahinter [ab 28:00 min]

Zum Thema:

  • Artikel: Der fragwürdige Versuch einer Rehabilitation des Templerordens durch das „Salzburg International Templar Studies Network“, GWUP-Blog vom 27.03.2025
  • Artikel: Von Tempelrittern und Fake News, GWUP-Blog vom 24.01.2025
  • Artikel: Mythen und Legenden um die Tempelherren, Onkel Michales Kleine Welt vom 20.03.2025
  • Artikel: Die Angst vor Freitag, dem 13. und die Templer von heute, GWUP-Blog vom 12.10.2023
  • Video: Esoterik und Neue Rechte – Die große Templerverschwörung Teil 1, MDVAL vom 23.11.2022

Hinweis:

  • Falls ihr Ideen, Anregungen oder Empfehlungen habt bzw. selbst ein Gastkapitel für den GWUP-Blog schreiben möchtet, kontaktiert uns unter: blog@gwup.org
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19. Februar 2026
von Felix Pfannstiel
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Homöopathie und Prophylaxe: Das passt nicht zusammen

Der Fall um die schlussendlich zurückgezogene Homöopathie-Studie von Michael Frass hat uns über Jahre beschäftigt. Aber es gibt einen weiteren ähnlichen Vorgang, wie Udo Endruscheit auf seinem Blog Science and Sense schildert:

Diesmal geht es um eine Studie vom Dezember 2024, die

in einem seriösen pädiatrischen Journal, dem European Journal of Pediatrics – also genau dort, wo man sich wissenschaftliches Renommee erhofft

veröffentlicht wurde.

10 Monate später: retractet.

Wie Udo feststellt:

Methodisch war die Arbeit allerdings ein ziemliches Durcheinander.

Beim Committee für Skeptical Inquiry gibt es dazu eine ausführliche Aufarbeitung. Doch mindestens ebenso interessant ist der politische Hintergrund:

Die Studie stammt aus Indien, und im Hintergrund steht – wenig überraschend – die staatliche Behörde Ministry of AYUSH, die seit Jahren versucht, Homöopathie und andere traditionelle Verfahren politisch aufzuwerten.

Der zentrale Kritikpunkt, auf den Udo hinweist, betrifft jedoch etwas Grundsätzlicheres. Untersucht wurde Folgendes:

[G]ezählt wurde, wie viele Kinder in den jeweiligen Gruppen während der Beobachtungszeit (24 Monate) erkrankt waren. Für diesen Zeitraum wurden zwei Gruppen entweder homöopathisch oder konventionell ärztlich durchgängig grundversorgt.

Es geht also um Prophylaxe – darum, ob Homöopathie Krankheiten verhindern kann.

Und genau hier liegt das fundamentale Problem:

Nach klassischer Lehre wirkt ein homöopathisches Arzneimittel, indem es eine bereits „verstimmte Lebenskraft“ in eine regulierende Reaktion bringt. Ohne bestehende Verstimmung gibt es – innerhalb dieses Modells – nichts zu heilen.

Eine echte Prophylaxe – also das Verhindern einer Erkrankung bei Gesunden – ist in diesem System konzeptionell nicht vorgesehen.

Es gibt also nur zwei Wege:

Der Punkt ist nicht, dass Prophylaxestudien „schlecht“ seien.
Der Punkt ist, dass sie – wenn sie positive Effekte behaupten – entweder

  • der klassischen Homöopathie widersprechen
    oder
  • stillschweigend ein anderes Wirkmodell unterstellen.

Das Problem ist nicht schlechte Statistik. Es ist ein Kategorienfehler.

Udos Fazit:

[W]er zugleich an der traditionellen Lehre festhalten will, muss akzeptieren, dass Prävention in diesem Modell keinen Platz hat. Solange dieser Widerspruch nicht offen benannt wird, bleibt jede „Prophylaxe-Studie“ zur Homöopathie nicht nur wissenschaftlich problematisch, sondern systemisch selbstwidersprüchlich.

Mit anderen Worten:
Entweder gilt Hahnemann – oder es gilt die moderne Präventionslogik.
Beides zugleich geht nicht.

Zum Beitrag!

Zum Thema:

  • Artikel: Extraordinary Claims: The Homeopathy Paper That Duped a Mainstream Journal, Nick Tiller via Skeptical Inquirer vom 13.02.2026
  • Artikel: Nach Jahren der Kritik: „The Oncologist“ zieht die Homöopathie-Studie von Michael Frass offiziell zurück!, GWUP-Blog vom 26.11.2025
  • Artikel: Dass doch sein darf, was nicht sein kann. oder: Durchmarsch auf homöopathisch, Udo Endruscheit (skeptiker 4/2024)
  • Artikel: Eine weitere Vorzeigestudie der Homöopathen endet als Desaster, GWUP-Blog vom 26.10.2022

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17. Februar 2026
von Felix Pfannstiel
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Ab sofort: Early-Bird-Ticketverkauf für die SkepKon 2026!

Ab sofort sind die Tickets für Deutschlands größte skeptische Konferenz, die SkepKon 2026, erhältlich. Die Veranstaltung findet vom 14. – 16. Mai 2026 im Marinaforum in Regensburg statt.

Die Frühbucherpreise gelten bis einschließlich 22. März. Also jetzt zuschlagen!

In diesen 3 Tagen wird es ein vielfältiges Programm mit Vorträgen, Paneldiskussionen, interaktiven Workshops, einer mobilen Ausstellung sowie weiteren Formaten zum Austauschen und Vernetzen geben.

Geplant sind unter anderem Beiträge aus folgenden Themenbereichen:

  • Wissenschaft & Pseudowissenschaft
  • Kritisches Denken & angewandter Skeptizismus
  • Religion, Weltbilder & Glaubenssysteme
  • Verschwörungstheorien, Mythen, Ideologien & politische Radikalisierung
  • Digitale Desinformation, KI & Medienkompetenz
  • Psychologie, Gehirn & Gedächtnis
  • Staat, Recht & Gesellschaft

Die konkreten Programmdetails folgen in Kürze.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Möglichkeit, ein SkepKon-Eventticket (vergünstigtes Bahnticket) für die Reise nach Regensburg zu erwerben.

Warum sich eine Teilnahme lohnt:

Die SkepKon ist nicht nur eine Konferenz, sondern drei Tage reger Austausch mit einer offenen, diskussionsfreudigen Community. Wer sich für Wissenschaft, kritisches Denken und gesellschaftliche Debatten interessiert, findet hier fundierte Vorträge, praxisnahe Workshops und viele Gelegenheiten zum Vernetzen – fachlich wie persönlich. Dazu kommt mit Regensburg eine ebenso historische wie lebendige Stadt, die Konferenz und Rahmenprogramm in angenehmer Atmosphäre verbindet.

Zum Thema:

  • Artikel: Von der 32. GWUP-Tagung (Skepkon) in Regensburg, Cornelius Courts (BlooD’N’Acid) vom 29.06.2025
  • Artikel: So viel SkepKon wie nie zuvor, Inge Hüsgen via hpd vom 11.06.2025

Hinweis:

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16. Februar 2026
von Felix Pfannstiel
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Skeptitalk: „Speer des Schicksals?“ – Hinter den Legenden um die Heilige Lanze

Ein neuer Skeptitalk mit Onkel Michael, der etwas Licht ins Dunkel rund um den Mythos der Heiligen Lanze des Longinus bringt:

Die Heilige Lanze gilt seit Jahrhunderten als eine besondere Reliquie der Christenheit – zwischen Longinus-Legende, Kaisermythos und „Speer des Schicksals“. Hier erfahrt ihr, wie aus einem mittelalterlichen Herrschaftszeichen ein okkult aufgeladener Schicksalsspeer des Dritten Reiches wurde – und was moderne Forschung tatsächlich über seine Echtheit sagt.

Inhalt:

  • Thema: Die Lanze des Longinus [ab 0:00 min]
  • Die Frage nach dem Original [ab 4:30 min]
  • Legenden und der Mythos der Unbesiegbarkeit [ab 7:00 min]
  • Hitlers Begeisterung mit der Lanze [ab 10:30]
  • Heutige Sicht auf die Lanze [ab 13:20 min]
  • Fazit [ab 19:40 min]

Fragen, Anmerkungen, Themenvorschläge oder Beschimpfungen gerne an skeptitalk@gwup.org

Neben Transistor.fm ist der Podcast auch auf weiteren Plattformen verfügbar: Apple PodcastSpotifyOvercastPocket CastsAmazon MusicYouTubeCastroGoodpodsMetacastCastboxPodcast AddictPlayer FMDeezer.

Zum Thema:

  • Artikel: Die Heilige Lanze – Geschichte, Mythos und Instrument politischer Symbolik im Dritten Reich, Onkel Michaels kleine Welt vom 11.09.2025

  • Artikel: „Die Sache mit den Ariern – oder: wie man sich eine Superrasse bastelt“: Neuer Skeptitalk von Onkel Michael, GWUP-Blog vom 03.02.2026
  • Artikel: Skeptitalk: Martin Luthers Antisemitismus und sein langes Echo, GWUP-Blog vom 19.01.2026
  • Artikel: Vorhersagen auf dem Prüfstand – Timur Sevincer in der neuen Skeptitalk-Folge, GWUP-Blog vom 22.12.2025
  • Artikel: Dunkle Symbole und krude Weltbilder: Neuer Skeptitalk zur Mystik der SS, GWUP-Blog vom 09.12.2025
  • Artikel: Okkulte Nazis, Heß‘ Friedensmission und die Abteilung „Siderisches Pendel“ in der neuen Skeptitalk-Folge, GWUP-Blog vom 25.11.2025
  • Artikel: Skeptitalk mit Stefan Uttenthaler: „Beweist ein Artikel die Existenz von Alien-Sonden?“, GWUP-Blog vom 10.11.2025
  • Artikel: Kaspar Hauser im Skeptitalk: Rätsel, Theorien und homöopathische Experimente, GWUP-Blog vom 28.10.2025
  • Artikel: GWUP-Podcast Skeptitalk: Von den Pocken bis Corona – „Impfgegner gestern und heute“, GWUP-Blog vom 13.10.2025
  • Artikel: Skeptitalk: Der neue GWUP-Podcast ist da! Erste Folge mit dem Vorsitzenden André Sebastiani, GWUP-Blog vom 30.09.2025

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14. Februar 2026
von Felix Pfannstiel
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Termin: Lesung und Pre-Bookrelease-Party bei den Skeptics in the Pub Hamburg – Sebastian Schnelles neues Buch „Gemeinsam gegen die moderne Welt“

Es dauert nicht mehr lange, dann erscheint Seb Schnelles neues Buch Gemeinsam gegen die moderne Welt. Wie Rechtsradikalismus und religiöser Fundamentalismus die offene Gesellschaft bedrohen im Alibri-Verlag. Wer nicht bis zur eigenen Lektüre warten will, hat schon nächste Woche die Gelegenheit, mit dem Autor ins Gespräch zu kommen.

Bei den Skeptics in the Pub Hamburg kommt Seb am kommenden Mittwoch (18. Februar, ab 19 Uhr) vorbei und stellt sein Buch vor. Ort: Bar Oorlam.

Ablauf:

19:00 Uhr: Ankommen
19:30 Uhr: Lesen und Dialog
20:30 Uhr: Austausch zu Buch und Thema bei Getränken

Die rassistische Rechte und der islamische Fundamentalismus werden als Gegenspieler wahrgenommen, die sich scharf voneinander abgrenzen und sogar bekämpfen. Doch zugleich definieren sie sich über einen gemeinsamen Feind: die moderne Welt, die offene Gesellschaft, die großstädtische Lebensweise. Bei genauer Betrachtung erweisen sich beide als einander sehr ähnliche reaktionäre Antworten auf die Herausforderungen der Moderne.

Der Philosoph, HPD-Autor und Podcaster Sebastian Schnelle arbeitet die oft übersehenen Schnittmengen zwischen Neuer Rechter, Alt-Right und Islamismus heraus. Dazu gehören die Ablehnung der Vernunft, Frauenfeindlichkeit, die Geringschätzung der Menschenrechte und Demokratieverachtung. Dabei spannt er den Bogen von den ideologischen Vorläufern zum Beginn des 20. Jahrhunderts bis zu den Online-Welten der Gegenwart.

Zum Thema:

  • Artikel: Ankündigung: Vortrag beim Düsseldorfer Aufklärungsdienst: „Neoreaktion – Ideologie der ‚dunklen Aufklärung’“ von Sebastian Schnelle, GWUP-Blog vom 08.11.2025
  • Artikel: Artikelserie von Sebastian Schnelle im hpd: Islamismus & rechte US-Politik, GWUP-Blog vom 03.05.2025
  • Artikel: Seb von Vorpolitisch zu Gast bei imps Skeptrum: Islamismus & die Neue Rechte, GWUP-Blog vom 07.03.2025
  • Video: Gemeinsam gegen die moderne Welt, Düsseldorfer Aufklärungsdienst (Vortrag von Sebastian Schnelle) vom 05.03.2025
  • Artikel: Vortrag: Judith Faessler und Sebastian Schnelle referieren über das unwissenschaftliche Weltbild der Neuen Rechten (Skepkon 2024), GWUP-Blog vom 04.02.2025
  • Podcast: Die Alt-Right, Vorpolitisch vom 29.12.2024
  • Podcast: Islamismus, Vorpolitisch vom 18.08.2024
  • Buch: Sebastian Schnelle: Gemeinsam gegen die moderne Welt. Wie Rechtsradikalismus und religiöser Fundamentalismus die offene Gesellschaft bedrohen, Alibri-Verlag, 2026, 246 Seiten, 18,00 € [erscheint im Februar, Vorbestellung möglich]

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12. Februar 2026
von Felix Pfannstiel
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Entscheidungen zwischen Verstand und Bauchgefühl: Tilmann Betsch als Experte im ARD-Psychologiepodcast „Wie wir ticken“

Tilmann Betsch ist als Experte im ARD-Podcast Wie wir ticken – Euer Psychologie Podcast zu hören und spricht dort über Entscheidungsfindung, die Rolle von Erfahrung und Intuition sowie das Zusammenspiel von Vernunft und Bauchgefühl:

Bauchgefühl hin oder her. Manche Entscheidungen wollen wohlüberlegt sein, unter Abwägung aller Risiken und Chancen, auf das bestmögliche Ergebnis ausgerichtet. Kurz: rational. Warum unsere Emotionen uns dazwischenfunken – und das weniger irrational ist, als wir denken. Ein Podcast von Marisa Gierlinger.

Zunächst klärt Betsch, was unter einer rationalen Entscheidung im klassischen Sinn zu verstehen ist:

Dieses Rational-Modell sagt: „Guck auf die Konsequenzen und wähle die Alternative, die am besten von denen ist, die du gerade vorliegen hast.“, was dann in technischen Termini heißt, die den höchsten Erwartungswert hat.

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts ist plötzlich viel von Intuition und Bauchgefühl die Rede. Ist dies das Gegenmodell zur Rationalität? Betsch bremst diese Einschätzung:

Also wir haben nur ein Denksystem und das ist auch im Kopf und nicht im Bauch. Aber was das befördert, diese Unterscheidung, ist, dass es uns so vorkommt.

Und es gibt einen anderen Teil, der immer mitläuft. Den können wir sprachlich nicht fassen. Also dort, wo ich nicht hingucken kann, da bin ich natürlich sehr versucht, dass dort das große Magische passiert.

Gerade bei Entscheidungen wird häufig auf Intuition verwiesen, und die speist sich aus Erfahrung. Darauf zurückzugreifen, sei nicht per se irrational. Im Gegenteil, wie Betsch ausführt:

Vor allem bei Expertenentscheidungen. Was wir haben, ist, dass Experten bei ihren Entscheidungen hochtrainiert sind. D. h., die bekommen über die Zeit eine ganz, ganz große Erfahrungsstrichprobe über das, was funktioniert. Sie erkennen sehr, sehr schnell Situationen, in denen bestimmte Routinen passen und sind dort sehr, sehr gut, das auch effektiv einzusetzen. Und diese Expertise und diese Intuitionen, die dann auch kommen, die sind eine ganz starke Funktion dieser Erfahrung.

Heißt das also: einfach auf den Bauch hören?

Genau, das ist der klassische Trugschluss, denn der setzt voraus, dass meine Erfahrung gut war. D. h., meine Intuition kann nur so gut sein wie meine Erfahrung.

Vernunft und Intuition lassen sich nicht sauber voneinander trennen. Beide greifen ineinander:

Hier geht es darum, dass wir unterschiedliche Prozessebenen immer miteinander verschränken, dass es also eine Gleichzeitigkeit von Prozessen gibt. Und die haben unterschiedliche Aufgaben.

Unser Gehirn arbeitet dabei durchaus nach Mustern:

Nämlich, dass automatisch, parallel Informationen verarbeitet werden, die eigentlich nach den Prinzipien von Rationaltheorien funktionieren – da wird etwas Dominantes herausgearbeitet, da wird kompensiert, da wird gesichtet –, und diese Dinge macht unser Gehirn. Wir müssen nur die Dinge reinfüttern, und wenn ich Ihnen jetzt sage „Passen Sie auf, ich gebe Ihnen 10 Informationen über eine Alternative, aber entscheiden Sie sich nicht!“, das können Sie gar nicht. Ihr System arbeitet in dem Moment sofort eine Präferenz heraus. Gegeben: Sie wissen, was Sie wollen.

Bleibt die Frage: Woran erkennen wir, ob eine Entscheidung ‚richtig‘ ist? Betsch formuliert eine Faustregel:

Es hilft, wenn wir uns darüber eine gute Geschichte erzählen können. Wenn ich mir eine Geschichte erzählen kann, die mir sagt, wie ich meine Zukunft sehe, dann habe ich ein Leitkriterium.

In ganz, ganz vielen Situationen machen wir Sinn daraus, was passiert. Sonst könnten wir keine Firmen gründen, sonst könnten wir keine Partnerwahl-Entscheidungen treffen, sonst könnten wir uns auch nicht für Kinder entscheiden. Und genau deshalb, weil wir eine rationale Wette auf unsere Anpassungsfähigkeit setzen, sind auch solche Entscheidungen rational.

Zur Podcastfolge.

Zum Thema:

  • Podcast: Tilmann Betsch • Augenhöhe (12): Science Matters!, Kortizes vom 15.11.2023
  • Artikel: Buch: „Science matters!“ – Ein Plädoyer gegen Querdenkertum und Verschwörungstheorien, GWUP-Blog vom 03.09.2022
  • Artikel: Nachgefragt: „Warum ist der Glaube an Unsinn und an das Paranormale für viele Menschen so attraktiv, Herr Prof. Betsch?“, WordMelder. (Forschungsblog der Universität Erfurt) vom 29.05.2019

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10. Februar 2026
von Felix Pfannstiel
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SkepKon-Video: Christian Zeller zur Frage „Gibt es Rassismus gegen Weiße?“

In seinem jetzt als Video verfügbaren SkepKon-2025-Vortrag wirft der Soziologe Christian Zeller einen kritischen Blick auf den Rassismusbegriff:

Wissenschaft stellt fest und erklärt – dafür braucht sie präzise Begriffe. Doch „Rassismus“ wird in Teilen der Sozialwissenschaften (Critical Whiteness Studies) so zugeschnitten, dass nur Weiße Rassisten sein können, Rassismus gegen Weiße aber unmöglich ist. Das passt zur identitätslinken Sicht von „Unterdrücker“ (Weiße) vs. „Unterdrückte“. Von „thick concepts“ über aufgeblähte Definitionen bis hin zu realen Beispielen wie „Weißbrote“, „weiße Masse“ und „eliminieren wollen“. Christian Zeller fragt wissenschaftstheoretisch: Welche begrifflichen Weichenstellungen ermöglichen diese selektive Inflationierung? Wissenschaftssoziologisch: Welches Phänomen steckt dahinter? Wissenschaftspolitisch: Ist das noch seriöse Forschung oder Wissenschaftsmissbrauch für den politischen Kampf? Präzise Begriffe sind essenziell für empirische Klarheit in einer Gesellschaft, die Gleichbehandlung verankert hat.

Gibt es Rassismus gegen Weiße? | GWUP

Inhalt:

  • Thema: Gibt es Rassismus gegen Weiße? [ab 0:00 min]
  • Definition des Rassismus-Begriffs [ab 4:20 min]
  • (Historische) Beispiele [ab 15:10 min]
  • Medienkontroversen [ab 22:30 min]
  • Zusammenfassung [ab 26:00 min]

Das nächste SkepKon-Video erscheint am 23. Februar.

Zum Thema:

  • Artikel: „Man muss nicht zu Meinungskartellen gehören.“ – Start von Christian Zellers Videoreihe „Wissenschaft und Gesellschaft“ mit Cornelius Courts, GWUP-Blog vom 24.11.2025
  • Artikel: Skeptrum-Podcast mit dem Soziologen Christian Zeller: „Meinungsfreiheit & Liberalismus“, GWUP-Blog vom 27.10.2025
  • Artikel: SitP-Vortrag als Video: Dr. phil. Christian Zeller über postmodernen Aktivismus in der Wissenschaft, GWUP-Blog vom 14.05.2025

  • Artikel: Steuert die Weltbevölkerung auf den Kollaps zu? Amardeo Sarmas SkepKon-Vortrag jetzt als Video, GWUP-Blog vom 26.01.2026
  • Artikel: SkepKon-Vortrag von Leif Inselmann: Anunnaki, Planet Nibiru und der Mythos um die ‚Astronautengötter‘ – von Pseudoarchäologie bis hin zu Verschwörungserzählungen, GWUP-Blog vom 13.01.2026
  • Artikel: Video zu SkepKon-Vortrag: Pseudomedizin im Praxisalltag – Janos Hegedüs analysiert Heilpraktiker-Angebote, GWUP-Blog vom 30.12.2025
  • Artikel: SkepKon-Video: Verschwörungsdenken verstehen – Vortrag von Alexander Wolber, GWUP-Blog vom 15.12.2025
  • Artikel: Neu von der SkepKon 2025: Vortrag von Ilse Jacobsen zum biologischen Geschlecht – jetzt als Video, GWUP-Blog vom 01.12.2025
  • Artikel: Video zur SkepKon 2025: Ein skeptischer Blick auf die Finanzwelt – Panel mit Gerd Kommer und Holger Kreymeier, GWUP-Blog vom 18.11.2025
  • Artikel: Dr. Gerd Kommer auf der SkepKon 2025: Warum Finanzjournalismus oft zur „Finanzpornografie“ wird, GWUP-Blog vom 03.11.2025
  • Artikel: SkepKon-Video #6: Ganz natürlich und ohne Chemie? – Prof. Dr. Sascha Skorupka entlarvt die Mythen alternativer Reinigungsmittel, GWUP-Blog vom 20.10.2025
  • Artikel: Video #5 der SkepKon 2025 mit Ali Hackalife: „Hack me if you can! – Betrug entdecken und verstehen“, GWUP-Blog vom 06.10.2025
  • Artikel: SkepKon-Video Nr. 4: Cornelius Courts entkräftet den Mythos vom DNA-Geruchssinn bei Hunden, GWUP-Blog vom 22.09.2025
  • Artikel: SkepKon-Video #3: „Der pathologisierte Andere: Trump und seine Wählerschaft“ von Prof. Dr. Claudia Franziska Brühwiler, GWUP-Blog vom 08.09.2025
  • Artikel: Zweites SkepKon-Video: Panel „Dialog oder Distanz – Mit wem sollten Skeptiker sprechen?“ zu Varnans Auftritt bei Jasmin Kosubek, GWUP-Blog vom 25.08.2025
  • Artikel: Es geht los: Das erste Video der SkepKon 2025 ist online! – Panel-Diskussion „Hexenjagd 2.0“ mit Marie-Luise Vollbrecht, GWUP-Blog vom 11.08.2025

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9. Februar 2026
von Felix Pfannstiel
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„Ein Jahr Selbstbestimmungsgesetz – Fortschritt oder Fehler“: Das Gespräch von Till Randolf Amelung und Andreas Edmüller bei den SitP München als Video

Im November trafen Sich Till Randolf Amelung und Andreas Edmüller bei den Skeptics in the Pub München, um einen Rückblick zu geben: „Ein Jahr Selbstbestimmungsgesetz – Fortschritt oder Fehler?“

Die einstündige Aufzeichnung der Veranstaltung ist auf unserem Community-Kanal verfügbar:

Ein Jahr Selbstbestimmungsgesetz – Fortschritt oder Fehler? | GWUP Connect

Inhalt:

  • Einleitung [ab 0:00 min]
  • Till Randolf Amelungs Kritik am SBG [ab 2:00 min]
  • Andreas Edmüllers Kritik am SBG [ab 5:50 min]
  • Ist das SGB besser als das TSG? [ab 12:50 min]
  • Probleme mit dem Begriff „Geschlechtsidentität“ [ab 21:00 min]
  • Jugendschutz [ab 28:20 min]
  • Aktivisten und ihr Vorwurf der Transfeindlichkeit [ab 34:00 min]
  • Cass-Report [ab 37:20 min]
  • Frauen, Transfrauen, Schutzräume [ab 49:00 min]

Till Randolf Amelung ist Redakteur des Blogs und Vorstandsmitglied der Initiative Queer Nations e.V. – einem queeren Think Tank, der unter anderem das Jahrbuch Sexualitäten herausgibt. Er hat an der Georg-August-Universität Göttingen Geschlechterforschung und Geschichtswissenschaft studiert. Das Selbstbestimmungsgesetz begleitete er von Beginn an kritisch, er war dazu auch im November 2023 von der CDU/CSU-Fraktion als Sachverständiger in den Familienausschuss des Bundestags geladen worden.

PD Dr. Andreas Edmüller hat in München und Oxford Philosophie, Logik/Wissenschaftstheorie und Linguistik studiert. Seine Forschungsschwer-punkte sind Moral-, Rechts- und Staatsphilosophie. Er kritisiert das Selbstbestimmungsgesetz aus rechts- und moralphilosophischer Sicht.

Zum Thema:

  • Artikel: Ärztlicher Kunstfehler: Erste Detransitioner-Klage in den USA 2026 erfolgreich, Till Randolf Amelung via Queer Nations vom 08.02.2026
  • Artikel: Zwei hpd-Beiträge zu kontroversen Themen: Kritik an Ritueller-Gewalt-Doku und Proteste gegen Univortrag, GWUP-Blog vom 06.11.2025
  • Artikel: Till Randolf Amelung: Kritische Fachtagung wird von Aktivisten als Junk-Science und Pseudo-Wissenschaft diffamiert, GWUP-Blog vom 16.08.2025
  • Artikel: Das Selbstbestimmungsgesetz – Eine legislative Fehlleistung (Teil 1), Andreas Edmüller via Projekt Philosophie vom 22.04.2025
  • Artikel: Till Randolf Amelung und Andreas Edmüller: Der Trans-Komplex, GWUP-Blog vom 11.02.2025
  • Homepage: Skeptics in the Pub München

Hinweis:

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7. Februar 2026
von Felix Pfannstiel
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Deutschlandfunk: Warum Verschwörungstheorien nie verschwinden – Artikel und Podcast mit Michael Butter

Der Deutschlandfunk geht in einem neuen Artikel der Frage nach, warum Verschwörungstheorien nie verschwinden:

Ob es um die Mondlandung, die Anschläge vom 11. September oder Aliens geht – das, was wir heute als Verschwörungstheorien bezeichnen, gibt es schon seit Jahrhunderten. Und in Krisenzeiten haben sie besonders Konjunktur.

Als Experten hat sich der Deutschlandfunk den Politikwissenschaftler Michael Butter geholt, der drei Kernmerkmale von Verschwörungstheorien benennt:

  • Erstens: Nichts geschieht durch Zufall. Das heißt, es ist alles geplant worden. Da saßen Menschen – die Verschwörer – im Geheimen zusammen und haben sich überlegt: So machen wir das jetzt.
  • Zweitens: Nichts ist so, wie es scheint. Man muss erst einen Vorhang beiseiteschieben. Dann merkt man, was wirklich unter der Oberfläche vor sich geht. Und dann sieht man… 
  • Drittens: Alles ist miteinander verbunden. Das heißt, Personen, Institutionen und Ereignisse, die jenseits der Verschwörungstheorie überhaupt nicht zusammenkommen, haben tatsächlich zusammengearbeitet, um ihren geheimen Plan durchzusetzen.

Dort sieht Butter die Anfänge:

Verschwörungstheorien in ihrer modernen Form gibt es in der westlichen Welt wohl etwa ab dem 16. Jahrhundert, als mit den Religionskriegen Erzählungen und Gedankenfiguren aufkamen, die heutigen Verschwörungstheorien schon nahekommen, sagt Butter. An der Spitze der Verschwörung habe damals immer der Antichrist gestanden.

Wer glaubt daran?

  • Grundsätzlich sind wohl alle Menschen empfänglich für Verschwörungstheorien. Es gibt allerdings einige Faktoren, die Verschwörungsglauben begünstigen können, sagt Michael Butter. Zum Beispiel der Bildungsgrad.
  • Auch ein gefühlter Kontrollverlust kann anfälliger für konspiratives Denken machen.
  • Auch ältere Menschen neigen Experten zufolge in einer Lebensphase mit vielen Umbrüchen eher zu Verschwörungsglauben und zeigen sich empfänglicher für Esoterik als junge Menschen.

Was hilft?

Die gute Nachricht ist laut Butter: Wirklich resistent gegen Fakten, also unzugänglich für zum Beispiel wissenschaftliche Belege, seien nur wenige Menschen. Wichtig sei es deshalb vor allem, im Gespräch zu bleiben, so der Experte, und dabei eventuell das Thema Verschwörungstheorien auch ganz auszuklammern. Denn wenn man mit Menschen, die Verschwörungserzählungen glaubten, nicht mehr spreche, dann vereinsamten diese. Das zeigten mittlerweile auch Studien.

Zum Volltext.

Anfang Januar erschien beim Deutschlandfunk außerdem ein Podcast zu diesem Thema; ebenfalls mit Michael Butter als Experten:

Die Mondlandung war inszeniert, Elvis lebt und Impfen macht autistisch: Das sind Verschwörungstheorien. Die klingen oft skurril oder sogar lustig. Es gibt aber auch welche, die richtig gefährlich sind.

Inhalt:

  • Thema: Warum Verschwörungstheorien unsterblich sind [ab 0:00 min]
  • Definition [ab 1:30 min]
  • Verschwörungserzählung, -mythos oder -theorie? [ab 5:30 min]
  • Anschlag in Halle [ab 8:00 min]
  • Warum sich Verschwörungstheorien so lange halten [ab 11:40 min]
  • Antisemitismus/Antijudaismus: Protokolle der Weisen von Zion, Ritualmordlegende [ab 16:00 min]
  • Beginn des Antisemitismus und Entwicklung bis heute [ab 31:30 min]
  • Sturm auf das Kapitol [ab 36:20 min]
  • Fazit [ab 42:00 min]

Zum Thema:

  • Artikel: SkepKon-Video: Verschwörungsdenken verstehen – Vortrag von Alexander Wolber, GWUP-Blog vom 15.12.2025
  • Artikel: Ankündigung: Onkel Michael beim Düsseldorfer Aufklärungsdienst: „Der ewige Judenhass – Antisemitische Verschwörungstheorien im Wandel der Zeit“, GWUP-Blog vom 31.08.2025
  • Artikel: Blogserie „Antisemitische Verschwörungstheorien“ bei „Onkel Michael“, GWUP-Blog vom 26.11.2023
  • Artikel: Verschwörungstheorien: Podcast-Gespräch mit Andreas Edmüller und Michael Butter, GWUP-Blog vom 20.03.2023

Hinweis:

  • Falls ihr Ideen, Anregungen oder Empfehlungen habt bzw. selbst ein Gastkapitel für den GWUP-Blog schreiben möchtet, kontaktiert uns unter: blog@gwup.org
  • Wenn ihr noch nicht im Skeptischen Netzwerk angemeldet seid, möchten wir euch herzlich dazu einladen. Dort finden GWUP-Mitglieder und Interessierte eine Plattform für Diskussionen und Austausch rund um skeptische Themen:

5. Februar 2026
von Felix Pfannstiel
Keine Kommentare

Termin: Susan Gerbic stellt ihr Projekt „Guerilla Scepticism on Wikipedia“ bei der GWUP Mittelfranken vor

Macht euch ein großes rotes X in den Kalender, wir haben hohen Besuch!

Die GWUP-Regionalgruppe Mittelfranken konnte eine besondere Referentin gewinnen, die auch auf der SkepKon 2025 vertreten war:

Susan Gerbic von Guerilla Sceptics on Wikipedia wird aus Kalifornien hybrid über Zoom zugeschaltet sein. Wer in die Sternwarte am Rechenberg kommen will, ist natürlich trotzdem herzlich eingeladen!

Kommenden Donnerstag (12. Februar) um 21:30 Uhr startet der Impulsvortrag über ihre Arbeit:

Susan ist Skeptikerin und Wissenschaftskommunikatorin, bekannt durch „Guerilla Scepticism on Wikipedia“ (GSoW), einem globalen Projekt, bei dem Freiwillige Wikipedia-Artikel in den Bereichen Wissenschaft und Pseudowissenschaft schreiben und verbessern. Das Team besteht aus über 100 Editoren aus vielen Regionen. Sie hat damit zu 2.200 Artikeln begetragen, die von Millionen weltweit gelesen werden. Sie beschäftigt sich auch skeptisch mit Medien die vorgeben, mit Toten reden zu können, und damit, wie Glauben, Trauer und der „motivated sitter“ („motivierte Sitzungsteilnehmer“) zum nur vermeintlichen Erfolg von Medien beitragen. Bei Vorträgen, Medienrecherchen und ihrer Wissenschaftskommunikation weist Sie auf die essenzielle Rolle von Wikipedia in der Vermittlung von wissenschaftlichen Themen hin. Sie ist seit mehreren Jahrzehnten in der skeptischen Szene aktiv und Mitgründerin der Monterey County Sceptics.

Im Skeptischen Netzwerk findet sich der Zoom-Link.

Zum Thema:

  • Artikel: Wikapediatrician Susan Gerbic discusses her Guerrilla Skepticism on Wikipedia project, Susan Gerbic via Skeptical Inquirer vom 08.03.2013
  • Homepage: GWUP Mittelfranken

Hinweis:

  • Falls ihr Ideen, Anregungen oder Empfehlungen habt bzw. selbst ein Gastkapitel für den GWUP-Blog schreiben möchtet, kontaktiert uns unter: blog@gwup.org
  • Wenn ihr noch nicht im Skeptischen Netzwerk angemeldet seid, möchten wir euch herzlich dazu einladen. Dort finden GWUP-Mitglieder und Interessierte eine Plattform für Diskussionen und Austausch rund um skeptische Themen: