gwup | die skeptiker

… denken kritisch seit 1987.

14. Juni 2019
von Bernd Harder
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Video: „Verdünnen, Schütteln, Scheiße labern“ – Böhmermann über Homöopathie

Gestern Abend im Neo Magazin Royale mit Jan Böhmermann:

Wofür es sich dann doch lohnt Böhmermann anzuschauen, das ist die geschlagene halbe Stunde, in der Jan Böhmermann sehr intelligente Witze über Homöopathie macht. Einmal vermischt er zwei verschiedene Sorten Globuli (eine teurer, eine billiger) mittels eines „komplizierten Verfahrens“ in einer Petrischale (Böhmermann rührt mit dem Finger darin herum).

Der Witz: Kein Schwein und schon gar kein wissenschaftliches Verfahren kann die jetzt mehr auseinanderhalten.

Der Anti-Homöopathie-Song, in dem Böhmermann „Quatschquatschquatsch“ herausschreit und herumhüpft, als habe ihn der Pharmakonzern Bayer persönlich mit dem Text beauftragt, ist dann Böhmermann in Bestform, als singender, tanzender, aufgedrehter Schelm. Es ging in dieser Sendung nicht ums Klima, kaum um Politik, nicht einmal um Rezo. Es ging viel um Homöopathie. Und um noch mehr Quatsch. Irgendwie tat das aber mal wieder gut.

Der Tagesspiegel schreibt zu der Sendung:

Fast eine Viertelstunde widmete er [Böhmermann] sich – zwar überraschend, aber egal – der Zerstörung der Homöopathie, die seiner Meinung auf drei Faktoren beruht: Verdünnen – Schütteln – Scheiße labern. Globuli seien total wirkungslos, aber ein Bombengeschäft. 670 Millionen Euro hätten die (bessergebildeten) Deutschen im Jahr 2018 dafür ausgegeben. Böhmermann holte Fakten zusammen, mischte sie mit scharfer Polemik, rückte Homöopathie gar in die Nähe des Nationalsozialismus.

„Verklagt mich doch, Ihr Quacksalber!“, rief er zum Schluss seines furorhaften Solos mit dem Willen zur Aufklärung aus. Mal sehen, was passiert.

Zum Weiterlesen:

  • Politiker sollen „weniger Scheiße bauen“, tagesspiegel am 13. Juni 2019
  • Erst mit Rezo wird es fad, Süddeutsche am 13. Juni 2019
  • Jetzt wird’s ernst: Globuli vor Gericht, doccheck am 5. Juni 2019
  • Weitere Reaktionen: „Wie ein Pharmakonzern Kritiker unter Druck setzt, um ein umstrittenes Milliardengeschäft zu retten“, GWUP-Blog am 7. Juni 2019

13. Juni 2019
von Bernd Harder
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Neu in der Homöopedia: Die Clinica Santa Croce

Neu in der Homöopedia:

Der Artikel offenbart Erschreckendes, zum Beispiel:

Klinikärzte verbreiten auch hierzulande und auch über den DZVhÄ abschreckende und nicht korrekteAussagen zur Leitlinientherapie. Die Patienten werden beispielsweise mit Behauptungen wie „80 Prozent der Onkologen würden bei sich keine Chemotherapie machen“ von der Leitlinientherapie abgeschreckt. Tatsächlich bezieht sich diese Darstellung auf eine fast 30 Jahre alte Umfrage, die zudem diese Aussage in dieser Form niemals stützte. Eine nur wenige Jahre später erfolgte Wiederholung der Umfrage ergab zudem sehr viel positivere Ergebnisse.

Der Tod einer Patientin, die nach dem Aufenthalt in der Clinica jede Leitlinientherapie ablehnte und allein auf Homöopathie setzte, machte in der Schweiz Schlagzeilen. Obwohl [der Chefarzt] Spinedi der Presse gegenüber sagte, Patienten würde nie von konventionellen Behandlungen abgeraten, finden sich in Mitschriften seiner Seminare Aussagen, die Patienten sehr wohl so verstehen können.

Die Clinica musste im Zuge der Kritik ein Video von ihrer Webseite entfernen, in dem eine Patientin und ein Klinikarzt berichten, sie sei allein durch Homöopathie geheilt worden und dies wäre mit Chemotherapie sicher nicht so schnell möglich gewesen. Auf dem YouTube-Kanal „Clinica Santa Croce – Homöopathische Klinik-Homeopathic Clinic“ findet sich das Video nach wie vor in drei Fassungen mit Untertiteln in drei verschiedenen Sprachen.

Zum Weiterlesen:

  • Homöopedia: Clinica Santa Croce
  • „Fakt“-Video: Krebsbehandlung mit Homöopathie an einer Schweizer Klinik, GWUP-Blog am 14. März 2018
  • Video: „Fakt“-Recherche in der homöopathischen Krebsklinik Santa Croce, GWUP-Blog am 25. Juli 2017
  • Noch einmal: Jens Wurster, die homöopathische Krebsbehandlung und instrumentalisierte Patiententestimonials, Gesundheits-Check am 5. Dezember 2015
  • Jens Wurster, die Homöopathie und die unerträgliche Leichtigkeit der Lüge, Gesundheits-Check am 30. Oktober 2015
  • Jens Wurster, die Dritte, Gesundheits-Check am 12. Februar 2016
  • Homöopathie und intellektuelle Redlichkeit, Gesundheits-Check am 11. Januar 2019
  • Werbetext statt Studienbericht? Homöopathie in der Onkologie, Gesundheits-Check am 13. Juli 2018
  • Was hat die Leber so zerstört? Spiegel-Online am 9. Juni 2019
  • Wissenschaft kann man nicht verklagen, futurezone am 10. Juni 2019
  • “Permeable to bad science:” Journal retracts paper hailed by proponents of homeopathy, retraction watch am 11. Juni 2019
  • Homöopathische Studie: Die Legende von den fünfmal acht Ratten, INH am 10. Oktober 2018

13. Juni 2019
von Bernd Harder
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Video: Buchpräsentation „Anthroposophie“ von André Sebastiani in Fürth

Auf Einladung von Kortizes und bfg Fürth hat André Sebastiani im Bibliothekscafé Terrazza sein Buch „Anthroposophie – Eine kurze Kritik“ vorgestellt.

Ein Film von Andreas Weimann

André Sebastiani fasst die Kritikpunkte am anthroposophischen Lehrgebäude zusammen und beleuchtet dabei auch die sogenannten Praxisfelder, auf denen Anthroposophie sich gesellschaftlich niederschlägt: Pädagogik, Medizin und Landwirtschaft.

Zum Weiterlesen:

  • Neu im „Nachgefragt“-Podcast: Anthroposophie und Waldorfpädagogik, GWUP-Blog am 24. Januar 2019
  • Anthroposophie in der Kritik, hpd am 11. Februar 2019
  • Anthroposophie zwischen Religion und Esoterik: Interview mit André Sebastiani, GWUP-News am 2. Februar 2019
  • André Sebastiani: Anthroposophie. Alibri 2019, 168 Seiten, 10 €

12. Juni 2019
von Bernd Harder
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„Gebt uns euer bestes Hemd!” Erster T-Shirt-Wettbewerb bei der SkepKon in Augsburg

Ein Gastbeitrag von Dr. Stephanie Dreyfürst

Bei der SkepKon in Augsburg waren die Teilnehmer*innen zum ersten Mal dazu aufgefordert, kreative Ideen für skeptische T-Shirts zu entwickeln. In den Pausen zwischen den Vorträgen konnte man beobachten, wie nerdige Sprüche auf Vorlagen appliziert wurden. An den drei Konferenztagen kamen so über 30 Entwürfe zustande, die von den Anwesenden auch vor Ort noch bewertet wurden.

T-Shirt-Entwürfe

Während manche sich ganz auf witzige Sprüche konzentrierten, illustrierten andere ihre Entwürfe mit dazu passenden Zeichnungen. Auch wenn die skeptische Szene vielleicht nicht auf den ersten Blick für ihre herausragenden künstlerischen Leistungen bekannt ist, konnte man doch immer erkennen, was die Absicht hinter den kreativen Illustrationen war. Mindestens einer der abgelieferten Entwürfe wird von einem professionellen Grafiker umgesetzt werden, so dass sich das Endergebnis im skeptischen Spreadshirt-Shop absolut sehen lassen können wird.

Dr. Stephanie Dreyfürst bei der Preisverleihung

Das Rennen zwischen den Plätzen zwei bis fünf war besonders eng, Platz eins hat mit recht deutlichem Abstand gewonnen. Der Siegerentwurf griff ein Zitat aus der hervorragenden Methodisch Inkorrekt-Performance vom Skeptical auf und manövrierte sich so ausgesprochen geschickt in die Herzen der Anwesenden: „Informierte Menschen statt Informiertes Wasser“ (die alternative Grammatik ist an dieser Stelle gnädig zu vernachlässigen).

Die drei Entwürfe, die die meisten Stimmen bekamen:

Feierlich überreichen durfte ich die Preise dann am letzten Konferenztag im Rahmen des Schlusswortes, das ich dieses Jahr wieder halten durfte. Die Gewinner*innen können ab sofort dank ihrer Preise ihren kreativen Ideen weiter nachgehen.


Die drei Gewinner*innen des ersten „Skeptisches Shirt-Contests“

Möglich wurde die Preisverleihung durch die großzügige Gabe der Hauptpreise durch den fränkischen Schreibgeräte-Hersteller Kaweco und die koreanische Tintenmanufaktur Colorverse Ink, die mit ihren hochwertigen Schreibgeräten und Weltraum- und Physik-Tinten genau ins skeptische Herz treffen.


Hauptpreis: Füller von Kaweco und die Tinten Schrödinger und Cat von Colorverse Ink

Auf Twitter unter #skepkon und #ssc sind weitere Impressionen des Wettbewerbs zu finden.

Zum Weiterlesen:

  • „SkepKon interviews“ und mehr im European Skeptics Podcast, GWUP-Blog am 7. Juni 2019

10. Juni 2019
von Bernd Harder
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SkepKon-Video: „Impfen – Pro und Contra. Eine Einordnung“

Das erste Video von der SkepKon 2019 ist online (ein Film von Andreas Weimann):

Wollen Eltern sich über Impfen informieren, wird ihnen häufig das Buch „Impfen Pro & Contra“ von Dr. Martin Hirte empfohlen.

Verkaufsargument ist seine angeblich ausgeglichene und wissenschaftliche Darstellung sowie sein Quellenreichtum. Folgten Eltern Hirtes Ratschlägen, würden sie einige von der STIKO empfohlenen Impfungen später durchführen und einige ganz weglassen. Außerdem würden sie versuchen, die Chance zu erhöhen, dass ihr Kind zum „richtigen“ Zeitpunkt eine „Kinderkrankheit“ bekommt.

Schaut man sich Hirtes Argumentation und die Quellen, die er anführt, genau an, öffnet sich eine Welt der ideologisch begründeten Impfkritik in einem Universum von Pseudowissenschaft.

Oude-Aosts ausführliche Analyse des Hirte-Buchs in 20 Teilen findet sich auf der „Eingeimpft“-Webseite von GWUP und Deutschem Konsumentenbund.

Zum Weiterlesen:

  • Das war die SkepKon 2019, GWUP-Blog am 2. Juni 2019
  • Das Skeptical 2019 auf der SkepKon 2019 in Augsburg – eine eulige Zusammenfassung, nachteuleblog am 2. Juni 2019
  • „SkepKon interviews“ und mehr im European Skeptics Podcast, GWUP-Blog am 7. Juni 2019
  • Video: „Die Reise zu Hahnemanns Grab“ vom ersten skeptischen Kneipenquiz bei einer SkepKon, GWUP-Blog am 3. Juni 2019

9. Juni 2019
von Bernd Harder
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Eine „Taubenschach-Anleitung“ von Sankt Johann

Sankt Johann gibt bei medium.com eine Anleitung fürs Taubenschach.

Oberste Regel: Denke stets an die Mitlesenden:

Bleibe cool. Der Versuch einer Tauben-Entdummung ist so sinnlos, wie der Versuch, dem Papst ein Doppelbett zu verkaufen. Kontere und argumentiere nicht für die Taube, sondern vertraue auf die Intelligenz der Mitlesenden. Lass dich nicht zu Konterbeleidigungen hinreißen, sondern bleib witzig, locker, entspannt und/oder sachlich. Wenn dir das nicht möglich ist, leg eine Pause ein. Es ist kein Speedschach gegen die Uhr; nicht jeder Kommentar muss sofort beantwortet werden.

Zum Weiterlesen:

  • Wie du Taubenschach-Großmeister wirst, medium am 7. Juni 2019
  • Die Meinung ist das Lebenselixier der Demokratie, Süddeutsche am 9. Juni 2019
  • Buchtipp: „Gefühlte Wahrheit“ von Sebastian Herrmann, GWUP-Blog am 14. April 2019
  • Weiter streiten oder abbrechen? Süddeutsche am 17. April 2019
  • Im neuen Skeptiker: Mit der „Triple-A-Methode“ gegen Verschwörungsmythen, GWUP-Blog am 18. März 2019
  • Gentechnik: So diskutieren Sie mit extremen Gegnern, Spiegel-Online am 20. April 2019
  • When Correcting a Lie, Don’t Repeat It. Do This Instead, psychologytoday am 23. Juli 2018
  • „EntdummDich“ von Tommy Krappweis: „Der Song für alle, die erklärungsmüde sind“, GWUP-Blog am 10. Januar 2019

9. Juni 2019
von Bernd Harder
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„Der Buddler“ bei Skeptics in the Pub in Köln: Globuli, Kornkreis und dreimal schwarzer Kater

Am 18. Juni (Dienstag) ist Mirko „Der Buddler“ Gutjahr bei Skeptics in the Pub in Köln zu Gast:

Astro-TV, Orgon-Akkumulator und Heilstein-Horoskop: Was als moderne Lebenshilfe anmutet, hat seinen Ursprung in archaischen Denkmustern, die nicht vollständig durch ein modernes rational-wissenschaftliche Weltbild abgelöst wurden.

Zugrunde liegt ihnen ein vormodernes und vorrationales Verständnis der Welt als geordnetes Beziehungsgeflecht zwischen „Oben und Unten“, das mittels Fernwirkung durch Rituale, Gebete oder Objekte beeinflusst werden könne – uralte Prinzipien, die heutzutage nur in ein modernes Gewand gekleidet werden, wie sich an einigen Beispielen aus unterschiedlichen Epochen zeigen lassen wird.

Aufgrund von einigen positiven Effekten ist Magisches Denken bis heute nicht zu überwinden und ist im Alltag überall anzutreffen. Selbst bei hartgesottenen Skeptikern ist es nur schwer auszurotten, wie der Vortragende zusammen mit dem Skeptics-in-the-Pub-Publikum auf der Bühne experimentell unter Beweis stellen wird.

Die Veranstaltung im Herbrand’s beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Gutjahr ist Archäologe und Historiker. Er bloggt bei angegraben und betreibt den Podcast Das geheime Kabinett – Schräge Geschichten aus der Geschichte.

Zum Weiterlesen:

  • Mirko Gutjahr: „Skeptizismus in der Geschichtsforschung“, Nachgefragt am 29. Mai 2017
  • Skepkon-Rückblick: Die bosnischen Pyramiden mit Mirko Gutjahr, GWUP-Blog am 3. Juni 2014 (auch als Video)
  • Vortragsvideo: „Die bosnischen Pyramiden“ mit Mirko Gutjahr bei SitP Köln jetzt online, GWUP-Blog am 5. Februar 2015

9. Juni 2019
von Bernd Harder
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„Relativer Quantenquark“ von Holm Hümmler jetzt auch als Hörbuch-Download

Das Buch „Relativer Quantenquark“ von Dr. Holm Hümmler gibt’s jetzt auch als Hörbuch-Download bei audible.

Was ist Physik und was ist Pseudowissenschaft? Holm Hümmler erläutert die wichtigsten Konzepte und zeigt auf, wo Wissenschaft nur falsch verstanden und wo sie in Scheinargumenten missbraucht wird. Das Hörbuch wird von Alexa Waschkau, Journalistin und Mitgründerin des Podcasts „Hoaxilla“, gesprochen.

Zum Weiterlesen:

  • Holm Hümmler: Relativer Quantenquark – Kann die moderne Physik die Esoterik belegen? Springer-Verlag, Berlin Heidelberg 2017, 234 Seiten, 19,99 €
  • Vortrag „Relativer Quantenquark“ mit Dr. Holm Hümmler jetzt als Video, GWUP-Blog am 19. März 2015

9. Juni 2019
von Bernd Harder
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Neu bei Hoaxilla: Die Fox-Schwestern und der moderne Spiritismus

Hoaxilla blicken zurück auf die Geburtsstunde des modernen Spiritismus:

Seit 1847 soll in dem Haus der Familie Fox in Hydesville ein sporadisches Klopfen zu hören gewesen sein. Durch eine Art Morsecode wollten die Schwestern in Erfahrung gebracht haben, dass in ihrem Haus einst ein fahrender Händler ermordet worden war, dessen Geist nun kommunizierte.

Die Neuigkeit von dieser Art der Geisterkommunikation verbreitete sich rasend schnell in den U.S.A. und wurde von ihnen schon bald finanziell ausgeschlachtet. 1849 begannen die Fox-Schwestern mit Auftritten in Rochester (New York). Schließlich erlangten sie Berühmtheit, bereisten Europa und hatten zahlreiche Nachahmer.

Zum Weiterlesen:

  • Hoaxilla #230: „Die Fox-Schwestern“ vom 31. Mai 2019
  • Feldversuch mit Quija-Brett: „Predictive minds” kreieren die Geisterbotschaften, GWUP-Blog am 18. August 2018
  • Gläserrücken 2.0: Charlie, der Griffelgeist aus dem Internet, GWUP-Blog am 5. Juni 2015
  • Rapping with the Fox Sisters, skeptoid am 5. Februar 2019
  • Techno-Mystizismus: Warum der Sherlock-Holmes-Erfinder an Geister und Feen glaubte, GWUP-Blog am 20. August 2014

8. Juni 2019
von Bernd Harder
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Vortrag in Göttingen: „Heiler, Heil, Geschäftemacher – rechte Esoterik im Internet-TV“

Am Mittwoch (12. Juni) ist Dr. Holm Hümmler in Göttingen zu Gast:

Heiler, Heil, Geschäftemacher – rechte Esoterik im Internet-TV

Aus der Ankündigung:

Beim Thema „Rechte Esoterik“ denkt man gerne an angebliche okkulte Rituale der SS, Jan Hanussen, Axel Stoll, phantastische Reichsflugscheiben oder Neuschwabenland.

Tatsächlich finden sich im Umfeld rechtsextremer oder geschichtsrevisionistischer Inhalte im Internet jedoch esoterische Angebote aller Art, von Alternativmedizin über Verschwörungstheorien bis zu „freier Energie“. Diese Angebote finanzieren einerseits die Verbreitung fragwürdiger politischer Botschaften und erweitern andererseits den Kreis möglicher Interessenten.

Am Ende des Vortrages wollen wir die Parallelen zwischen gewöhnlicher und rechter Esoterik ziehen und mögliche Lösungsansätze diskutieren.

Die Veranstaltung im Zentralen Hörsaalgebäude der Universität Göttingen (Hörsaal ZHG 004) beginnt um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Zum Weiterlesen:

  • Der kaum beachtete Rechtsextremismus – Braune Esoteriker, Reichsbürger und Verschwörungstheorien, sektenwatch am 6. März 2017
  • Holm Hümmler bei Skeptics in the Pub Wien: 50 Jahre Mondlandung – oder doch nicht? GWUP-Blog am 7. Juni 2019
  • Verschwörungstheorien: „Toxischer“ vs. gesunder Zweifel, GWUP-Blog am 29. April 2019
  • Holm Hümmler: Verschwörungsmythen. Wie wir mit verdrehten Fakten für dumm verkauft werden. Hirzel 2019, 224 Seiten, 19,80 €