gwup | die skeptiker

… denken kritisch seit 1987.

23. Januar 2021
von Bernd Harder
1 Kommentar

Kortizes-Video: Warum Wahrnehmung Vorurteile braucht

Der Kortizes-Vortrag vom 19. Januar

Sinn und Vorurteil: Warum Wahrnehmung Vorurteile braucht – und warum das Sinn macht

ist jetzt online:

Wahrnehmung ist zweifellos unser wichtigstes Werkzeug in allen Lebenslagen. Wir wünschen uns Sicherheit und Wahrheit, aber in einer unsicheren Welt muss Wahrnehmen immer ein Spiel mit den Wahrscheinlichkeiten bleiben. Ohne Zweifel ist Erkenntnis nicht zu haben.

Bei näherer Betrachtung der Wahrnehmungstheorie scheint die Lage noch verzwickter, denn mit mathematischer Sicherheit sind wir gezwungen, all unser Wahrnehmen und Urteilen auf Vorurteile zu gründen. In diesem Vortrag erklärt Kai Schreiber, warum das so sein muss, was das praktisch bedeutet, und warum das viel weniger schlimm ist, als es klingt.

Referent ist der Physiker, Philosoph und Neurowissenschaftler Dr. Kai Schreiber.

Die nächste Veranstaltung „Die Macht der Imagination“ findet am 2. Februar statt.

Zum Weiterlesen:

  • Philosoph Kai Schreiber über „Wahre Lügen“: „Glaube nicht alles, was du denkst!“ Deutschlandfunk Kultur am 11. Mai 2019
  • Kai Schreiber: Wahre Lügen. Rowohlt-Verlag 2019, 336 Seiten, 22 €

22. Januar 2021
von Bernd Harder
4 Kommentare

Sinans Woche: Wieder einmal ist eine Hildmann-Prophezeiung über die „BRD-Diktatur“ verstrichen

Früher mussten wir über die Weltuntergangsprophezeiungen von Nostradamus und Co. aufklären – heute beglücken uns Cranks wie Attila Hildmann permanent mit diesem Nonsens:

Ist mal wieder spurlos an uns vorübergegangen – genauso wie der „Umsturz“ letztes Jahr am 15. Mai.

Recht behalten hat dagegen der Tagesspiegel, der sich am vergangenen Freitag über die „lausige Trefferquote der Verschwörungsideologen“ amüsierte:

Besonders spektakulär lag immer wieder der Berliner Kochbuchautor und Antisemit Attila Hildmann daneben. Da war der angekündigte Volksaufstand im Frühjahr: Am 6. Mai werde sich das deutsche Volk „erheben“, und zwar am späten Nachmittag vor dem Bundestag, sagte Hildmann voraus. Nichts passierte.

Für den 15. Mai sagte er das Ende der Demokratie und die Errichtung einer Weltdiktatur inklusive der Eröffnung von Konzentrationslagern voraus, für den Spätsommer versprach er eine Demonstration mit „zwei Millionen Patrioten“.

Nicht einmal er selbst hielt sich an seine Vorhersagen. Mitte Mai verkündete er seinen Anhängern: „Ab heute lebt Attila Hildmann im Untergrund … Gehe ich im Kampf für unsere Freiheit drauf, dann nur mit Waffe in der Hand und erhobenen Hauptes.“

Später bestritt er, das je behauptet zu haben. Zuletzt sagte Hildmann die Errichtung der Weltdiktatur für den 18. November voraus.

Und jetzt ist auch der 20. Januar 2021 verstrichen – ohne „Folter-Regime der NWO-Kommunisten“ und ohne „amerikanischen Bürgerkrieg“.

Dieses fast schon businessmäßige „Prepper-Game“ von Hildmann und neuerdings Michael Wendler thematisiert auch Sinan Kurtulus sichtlich belustigt in seinem neuen Video:

Klar gibt’s Meinungsfreiheit. Aber es gibt natürlich auch die Freiheit, dass man Menschen aufgrund ihrer Meinung halt scheiße findet.

Übrigens: Selbst wenn eine Verschwörungstheorie sich irgendwann mal als wahr herausstellen sollte, hätten Verschwörungstheoretiker wie Hildmann und Wendler trotzdem nicht recht gehabt.

Warum nicht, erkärt der Politik- und Kommunikationswissenschaftler Marko Kovic von den Schweizer Skeptikern in seinem Blog.

Zum Weiterlesen:

  • Seit heute leben wir also in der Corona-Diktatur – und Q hat immer noch nichts dagegen unternommen, GWUP-Blog am 16. Mai 2020
  • Die lausige Trefferquote der Verschwörungsideologen, tagesspiegel am 15. Januar 2021
  • Was, wenn sie doch recht haben? Egal, markokovic am 17. Januar 2021
  • Abrechnung mit Wendler: Völlig in der Neonazi-Verschwörungsszene angekommen, volksverpetzer am 19. Januar 2021
  • Video: Impfungen ohne Nadel? Der Herr Wendler ist da (k)einer großen Sache auf der Spur, GWUP-Blog am 15. Januar 2021
  • Undercover unter Querdenkern, Attila Hildmann und weitere Videos von Sinan Kurtulus, GWUP-Blog am 3. Januar 2021
  • Kopp-Verlag: „Wissenschaft, Fakten, Sachorientierung – all das zählt nicht“, GWUP-Blog am 10. Dezember 2019
  • Mühlhiasl, Irlmaier und Co: Die Angstmacher sind wieder da, GWUP-Blog am 11. Juni 2016

22. Januar 2021
von Bernd Harder
11 Kommentare

Lachnummer „Sammelklage“?

Anwalt Jun beweist heute Comedy-Talent:

https://twitter.com/Anwalt_Jun/status/1352625796410707989

In einem Zwei-Minuten-Clip spiegelt der Jurist sehr amüsant, was es mit der Sammelklage aka „Corona-Schadensersatzklage“ von RA Reiner Fuellmich auf sich hat – bislang nämlich gar nichts.

Zur Erinnerung:

Unter anderem in der Fuldaer Zeitung hatte Fuellmich großspurig angekündigt, diejenigen zu verklagen,

… die behaupten, der PCR-Test erkenne Infektionen. Das sind vor allem der Virologe Prof. Dr. Christian Drosten und Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts. Im Visier der Klagen stehen auch die Politiker, die sich auf Drostens und Wielers Rat verlassen haben.

Auf einer Webseite versuchen er und sein Team Privatpersonen mit ins Boot zu nehmen – für eine „Pauschale von 800 Euro zzgl. Mwst.“

Mit diesem Geld wolle man sich „mehreren Sammelklagen“ in den USA anschließen.

Fuellmich wörtlich:

Die Kläger sind vor allem amerikanische Unternehmer, die ihren Schaden geltend machen. In dem Verfahren werden die Kläger sagen, dass es weltweit Millionen weiterer Geschädigter gibt. Sie werden beantragten, dass jeder, der in gleicher Weise durch die Drosten-Tests und die Lockdowns geschädigt ist wie sie selbst, ebenfalls als Kläger zugelassen wird. Auch deutsche Unternehmen.

Dass das aus juristischer Sicht ziemlicher Unfug ist, darauf haben zum Beispiel Anwalt Jun oder die Kanzlei WBS schon hingewiesen.

Seit dem 11. Januar findet sich auf der „Schadensersatz“-Webseite nun eine „Mandanten-Information“, der zufolge zwei Klagen eingereicht worden seien, und zwar in New York („PCR-Test Klage“) und in Kanada („class action auf Schadensersatz“).

Dazu hat der Volksverpetzer bereits angemerkt:

Die eine “PCR-Klage” – von der wohl jeder ausgehen müsste, dass es sich um die Klage gegen Dr. Drosten handelt – ist keine Sammelklage, geht nicht um Schadensersatz, geht nicht um deutsche Corona-Maßnahmen und auch nicht gegen Dr. Drosten oder Dr. Wieler.

Die andere vermeintliche Klage in Kanada übrigens auch nicht. Hier werden – kein Scherz – unter anderem der Papst und Queen Elizabeth II. verklagt.

Daraufhin schoben die „Schadensersatz“-Initiatoren vorgestern eine „Sonderinfo“ nach, in der sie erklärten, auf „Anwürfe in den sozialen Medien […] von Menschen oder Trolls/Bots ohne irgendwelche juristischen Kenntnisse“ nicht zu reagieren, um nicht „unnötig Energie zu verschwenden“.

Zugleich gab das Fuellmich-Team aber zu, dass es sich bei der „PCR-Klage“ in New York nicht um die angekündigte Sammelklage handele, ja nicht einmal um eine Klage „für deutsche Kläger und gegen deutsche Maßnahmen“.

Aber um was dann?

Das wiederum ist so bizarr, dass auch Menschen mit ausgeprägten juristischen Kenntnissen wie Anwalt Jun darauf nur mit Witz reagieren können:

Präsentiert wird eine Klage des US-Anwalts Robert Kennedy jr. aus dem Dezember.

  • Keine Sammelklage, sondern eine Klage von einigen Eltern.
  • Kein Schadensersatz, es geht nur um Schulöffnungen und Testpflichten.
  • Keine Unternehmer, weder in den USA noch sonstwo.
  • Kein Anschluss von Deutschen.
  • Nicht gegen Drosten/Wieler/WHO, sondern gegen New York und dessen Bürgermeister.
  • Kein Nachweis einer Täuschung der deutschen Erfinder oder ein Beruhen der Maßnahmen auf dessen Forschung.
  • Aber PCR kommt vor.
  • Kaum Aussichten auf Erfolg, da darüber schon entschieden wurde.

Fuellmich und sein Team bejubeln das in ihrer „Mandanten-Information“ als „einen der juristischen Pflöcke“ ihres weiteren Vorgehens.

Es könnte sich aber genauso gut als Prolog einer veritablen Lachnummer herausstellen.

Zum Weiterlesen:

  • Wer ist eigentlich „Das Volk“ gegen Corona? Geld, Klagen und Extremismus bei den Querdenkern, GWUP-Blog am 4. Dezember 2020
  • Mit 800 Euro zum Schadenersatz für die Corona-Maßnahmen? Kanzlei WBS über die Aussichten der „Querdenker“-Sammelklage, GWUP-Blog am 30. Oktober 2020
  • Anwalt Jun über die Sammelklage der Corona-Leugner, den Begriff „Leugner“ und die PCR-Tests, GWUP-Blog am 1. Dezember 2020
  • Alles Täuschung? US-“Sammelklage gegen Drosten” entpuppt sich als heiße Luft, volksverpetzer am 19. Januar 2021

21. Januar 2021
von Bernd Harder
5 Kommentare

Corona-Impfung: Diese Nebenwirkungen …

Nice:

Dieses Zwei-Minuten-Video der österreichischen Unternehmerin und Politikerin Daniela Holzinger-Vogtenhuber ist im Grunde eine Verfilmung von zahlreichen Pro-Impfung-Memes, die derzeit kursieren:

Angelehnt zum Beispiel an:

Oder:

Außerdem gibt’s bei Zeit-Online heute ein Interview mit dem Berliner Immunologen und Impfstoffforscher Prof. Leif Erik Sander:

Die Corona-Impfung verändert Ihr Erbgut nicht

Ein neues Faktenblatt zur COVID 19-Impfung steht in der STIKO-App und zum Download bereit.

Zum Weiterlesen:

  • Das Krankenpfleger-Video ist von 2019 & zeigt KEINE Folge der Corona-Impfung, volksverpetzer am 20. Januar 2021
  • Warum News über Tote zufällig nach der Impfung so gute Fakes abgeben, volksverpetzer am 19. Januar 2021
  • AstraZeneca-Impfstoff vom März 2020 – Kein Beweis einer „Plandemie“, mimikama am 21. Januar 2021
  • Fakten oder Fake News? Das ist dran an den Gerüchten um die Corona-Schutzimpfung, mdr am 21. Januar 2021
  • Norwegen: „Kein direkter Zusammenhang zwischen Impfung und Tod älterer Menschen“, mimikama am 19. Januar 2021
  • Studie zeigt: Impfgegner:innen radikalisierten sich binnen drei Monaten spürbar, presseportal am 19. Januar 2021
  • Israeli hospital: 98% of staff who got 2nd shot have high-level COVID antibodies, The Times of Israel am 18. Januar 2021
  • Sprechen wir über die Toten, Onkel Michael am 17. Januar 2021
  • Corona-Vakzin: Schlechte Stimmung, Süddeutsche am 17. Januar 2021
  • Corona: Impfpflicht? Gesundheits-Check am 13. Januar 2021
  • Jetzt zum Download: Das „COVID-19 Vaccine Communication Handbook“, GWUP-Blog am 15. Januar 2021
  • Was über die Nebenwirkungen des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer bekannt ist, Deutschlandfunk am 21. Januar 2021
  • Corona: Wie wirkt die Impfung? ndr am 19. Januar 2021
  • Abseits digitaler Kontrolle: Corona-Fake-News im Briefkasten, BR24 am 18. Januar 2021
  • Corona-Impfungen: Angstmache, Falschmeldungen und Gerüchte, tagesschau am 11. Januar 2021
  • Corona: Drohen Flucht-Mutationen des Virus? scinexx am 21. Januar 2021
  • Wo die deutschen Impfgegner ideologisch einzuordnen sind, tagesspiegel am 16. Januar 2021

21. Januar 2021
von Bernd Harder
12 Kommentare

Ärzte als Corona-Leugner: „Eine bösartige Version des Helfersyndroms“

Immerhin:

Dieser sympathische Herr Doktor (der Arzt und Homöopath Rolf Kron aus Kaufering in Oberbayern) …

Ich habe keine Ahnung, ob ihr jetzt gleich nach Hause fahrt und eure Frauen oder Männer verprügelt, ob ihr gewalttätig seid, ob ihr euch kinderpornografisches Material anschaut oder ob ihr Hitlerkreuze an die Wände malt – das ist mir auch völlig schnuppe. Ihr seid hier, weil wir alle gemeinsam für eine Sache stehen, für unsere Freiheit und für unsere Zukunft.

… wird sich möglicherweise bald vor Gericht veranworten müssen. Vergangene Woche durchsuchte die Polizei Krons Praxis- und Privaträume, weil er …

… in einer Vielzahl von Fällen unrichtige Gesundheitszeugnisse ausgestellt habe, um den Inhabern der Atteste eine Umgehung der derzeit geltenden Maskentragepflicht zu ermöglichen, beispielsweise bei der Teilnahme an Demonstrationen und beim Einkaufen.

Die Süddeutsche schreibt dazu:

Der Freistaat geht inzwischen härter vor gegen Corona-Leugner und Verschwörungsmystiker, sei es unter Polizisten oder eben unter Ärzten, die sich mit falschen Maskenattesten strafbar machen.

Der Ärztliche Bezirksverband (ÄBV) Niederbayern hat im Augenblick Kenntnis von zwei Ärzten, die als Corona-Leugner oder Maskenverweigerer aufgefallen sind. In Oberbayern sind es weit mehr. „Die Dunkelziffer ist sicherlich hoch“, sagt Wolfgang Schaaf als der für Niederbayern zuständige ÄBV-Vorsitzende.

Aber wie kann das eigentlich sein?

Welt+ greift heute eine Recherche der Süddeutschen Zeitung auf (dazu unser Blogpost vom 23. Dezember).

Die Reporterin Steffi Unsleber berichtet zunächst von einem Zahnarzt im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg, der „nicht nur unsauber mit Zahlen hantiert, sondern auch Verschwörungsideologien für plausibel hält“ – so ist für diesen Mediziner ausgemachte Sache, dass die Pandemie-Übung „Event 201“ im Oktober 2019 nichts anderes als der Startschuss für die jetzige Corona-Krise gewesen sei.

An aktuellen Zahlen nennt Unsleber:

Eine Abfrage der Landesärztekammern ergab mindestens 784 Beschwerden gegen Ärzte. Die Bandbreite reicht vom Maskenverbot in Praxen über das Ausstellen von falschen Attesten bis hin zur Volksverhetzung.

Allerdings schickten nur 13 von insgesamt 17 Landesärztekammern (in Nordrhein-Westfalen gibt es zwei) Zahlen. Die anderen gaben zum Teil an, dass sie aufgrund des Datenschutzes keine Zahlen beisteuern können. Die tatsächliche Zahl der Beschwerden dürfte demnach höher sein.

Die Artikel-Überschrift „Schluchzend bittet die Ärztin die anderen Corona-Leugner um Hilfe“ bezieht sich übrigens auf eine Praxisdurchsuchung gestern bei der Ärztin Carola Javid-Kistel in Duderstadt, die sich währenddessen per Sprachnachricht an ihre Mitstreiter bei Telegram („Das gesamte Gesundheitswesen steht auf“) wandte:

Sie schluchzt darin und atmet schwer. Und sie bittet darum, dass die Menschen vor ihrer Praxis demonstrieren. Etwa 40 Unterstützer versammeln sich vor Ort, bei YouTube werden Videos davon hochgeladen

Zum Beispiel dieses:

Der Telegram-Kanal Das gesamte Gesundheitswesen steht auf, den die Allgemeinmedizinerin und – wer hätte das gedacht – Homöopathin Javid-Kistel gegründet hat, zählt rund 2700 Mitglieder.

Auffällig viele Corona-skeptische Ärzte sind solche mit einem naturheilkundlichen Schwerpunkt. Woran liegt das?

… will auch die Welt-Reporterin wissen und bekommt von Martin-Günther Sterner, Vorstand in der Hufelandgesellschaft, Ärztlicher Dachverband für Naturheilkunde, Komplementäre und Integrative Medizin, eine bemerkenswerte Antwort:

Ärzte, die nicht mit der Schulmedizin zufrieden sind, sind kritischer und hinterfragen mehr. Skepsis ist eine normale ärztliche Grundhaltung.

Wie „kritisch“ Ärzte sind, die an Homöopathie glauben, lassen wir mal dahingestellt. Und was „Skepsis“ mit dem aggressiven Propagieren einer „Plandemie“ zu tun hat, weiß der Hufeland-Vorstand allein.

Günther Jonitz, Präsident der Berliner Ärztekammer, hat denn auch eine andere Erklärung:

Das Wissen, Menschen heilen zu können, ist eine enorme Energiequelle. Dieses Sendungsbewusstsein birgt das Risiko, dass das rationale Denken aussetzt. Alternativmediziner sind da besonders gefährdet. Das ist eine bösartige Version des Helfersyndroms.

Im Deutschlandfunk kritisiert Urban Wiesing, Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin der Universität Tübingen, verschiedene aktuelle Aussagen der Hahnemann-Gesellschaft zu Covid-19:

„Das sind ja immerhin drei Ärzte, die das unterschrieben haben“, sagt er. „Ich finde, es gehört zur Ausbildung eines wissenschaftlichen Berufs, dass man sich auf wissenschaftliche Tatsachen beruft. Und wenn ich mir diese Seite durchlese, dann sind da viele Aussagen drin, wo ich sagen würde: Dafür gibt es überhaupt keinen wissenschaftlichen Hinweis und das Gegenteil ist richtig.“

Zum Weiterlesen:

  • Rolf Kron: Querdenker heißen Nazis, Pädokriminelle & Frauenschläger willkommen, volksverpetzer am 17. November 2020
  • Nach Razzia: Arzt Rolf Kron äußert sich, Augsburger Allgemeine am 18. Januar 2021
  • Wenn Polizisten und Ärzte krude Dinge sagen, Süddeutsche am 16. Januar 2021
  • Ruhrgebiet: Arzt auf Intensivstation macht Vorschlag für Corona-Leugner, ruhr24 am 5. Januar 2021
  • Event 201 – Keine geplante Pandemie, mimikama am 26. Oktober 2020
  • Neu in der Homöopedia: Die Hufelandgesellschaft, GWUP-Blog am 23. November 2018
  • Querdenkende Ärzte in der Süddeutschen: „Superspreader von Falschinformationen“, GWUP-Blog am 23. Dezember 2020
  • Risiko durch Mediziner: Schluchzend bittet die Ärztin die anderen Corona-Leugner um Hilfe, Welt+ am 21. Januar 2021
  • Homöopathie-Befürworter und Impfgegner: Eine gefährliche Allianz in der Coronakrise, Deutschlandfunk Kultur am 21. Januar 2021
  • Rolf Kron, seine Stehaufärztchen und der weiße Kranich, Froitzheims Wortpresse am 21. Januar 2021

20. Januar 2021
von Bernd Harder
3 Kommentare

Neu bei „Nachgefragt“: Sekten

Neu im Nachgefragt-Podcast:

Allmachtsvorstellungen und Heilsversprechen, aber auch emotionale Abhängigkeit und psychische Manipulation: All das verbindet man mit Sekten.

Problematische Gruppen sind nicht nur geprägt von einer fragwürdigen Ideologie, sondern haben einen schwierigen Umgang mit Kritik und abweichenden Verhalten, sodass ein Ausstieg quasi unmöglich wird. Doch wie kommt es zu diesen typischen Attributen, wie entstehen schädlichen Gruppendynamiken und welche Vorgehensweise kann man bei Gurus beobachten?

Die Psychologin Ulrike Schiesser erklärt, was eine Sekte ist und welche Folgen problematische Gemeinschaften für Mitglieder, Angehörige und insbesondere deren Kinder haben. Wir arbeiten heraus, in welchen Bereichen es am häufigsten Probleme mit sektenartigen Strukturen gibt.

Dabei besprechen wir, welche Rolle kleinere Guru-Gruppen in den Bereichen der Esoterik und im Fundamentalismus spielen, im Vergleich zu den großen, klassischen, häufig als Sekten bezeichneten Religionsgemeinschaften.

Hier geht’s zur Folge.

Zum Weiterlesen:

  • NGF038 – „Sekten“ vom 20. Januar 2021
  • Zeugen Jehovas und Co.: Sekten, Corona und Harmagedon, GWUP-Blog am 4. Januar 2021
  • Skeptiker-Interview: Hinter der Klagemauer – welche Ziele verfolgt das „alternative Medienportal“? GWUP-Blog am 24. Juni 2019
  • Mord, Hasskampagnen und Justizmissbrauch im Umfeld einer „kleinen, fanatischen“ Esoterik-Gruppe, GWUP-Blog am 23. April 2019
  • Elf Jahre lebten ein indischer Guru und seine Jünger in einer Hotelanlage beim Vierwaldstättersee. Dann reisten sie überstürzt ab, NZZ am 12. Januar 2021
  • Missbraucht von Zeugen Jehovas: Der Versuch einer Aufarbeitung, BR am 8. Januar 2021
  • Video: „Wie werde ich Guru?“ bei Skeptics in the Pub Wien, GWUP-Blog am 1. Oktober 2016

20. Januar 2021
von Bernd Harder
7 Kommentare

Wir sind mal wieder das „Blogteufelchen“ des Jahres

Gestern haben wir erfahren, dass wir bei der Wahl 2020 zu den „Wissenschafts-Blogs des Jahres“ mal wieder gewonnen haben.

Das ist insofern erstaunlich, da wir zum ersten und zum letzten Mal 2014 auf diese Online-Abstimmung aufmerksam machten – und danach nicht mehr. Und auch nie auf unsere vier und zwei halben Auszeichnungen hingewiesen haben.

Weshalb nicht? Und wieso zwei „halbe“?

Das hängt mit der Kategorie zusammen, in der wir seit 2014 Jahr für Jahr nominiert werden, und was Jahr für Jahr für diesselben Kontroversen sorgt, die von dem Initiator Jahr für Jahr nicht wirklich ernst genommen, sondern wortreich wegerklärt werden.

Um das alles nachvollziehbar zu machen, müssen wir etwas weiter ausholen.

Die Wahl zum „Wissenschaftsblog des Jahres“ wird veranstaltet von dem langjährigen Wissenschaftsjournalisten und -kommunikator Reiner Korbmann, der das Unternehmen Science & Media gegründet hat und zudem den Blog Wissenschaft kommuniziert sowie die Plattform „Treffpunkt Wissenschaft München“ betreibt.

Wir schätzen Herrn Korbmann durchaus und nehmen auch mit einiger Regelmäßigkeit an den durchweg hochkarätigen Live-Veranstaltungen von „Treffpunkt Wissenschaft“ in der bayerischen Landeshauptstadt teil.

2011 schrieb Korbmann erstmals die Wahl zum „Wissenschafts-Blog des Jahres“ aus. Gewinner war völlig zu Recht Astrodicticum simplex von Florian Freistetter.

Ein Jahr später stand der FAZ-Blog Planckton auf dem Siegertreppchen – allerdings dicht gefolgt von dem Science Skeptical Blog, der mit Wissenschaft wenig zu tun hat, was Korbmann in seiner Laudation auch hervorhob:

Provokation ist Trumpf, Schadenfreude über Misserfolge des Umweltministers ebenso selbstverständlich, wie eine umfangreiche Weltkarte mit Statistiken über die – nicht Mensch-gemachte – Klimaerwärmung im Mittelalter. Die Botschaft ist klar: Skepsis und Kritik für alles, was für den anthropogenen Klimawandel spricht.

Ein Wissenschaftsblog? Ganz sicher: Im Mittelpunkt steht eine wissenschaftliche Frage, die Argumente freilich kommen nicht immer aus der Schulwissenschaft. Kurzum: Anti-Establishment, fast um jeden Preis.

Dann ist aber natürlich völlig unklar, was ein solches Klimaleugner-Format bei renommierten „Wissenschafts-Blogs“ verloren hat?

Das fragte sich auch Florian Freistetter, der 2013 die Wahl erneut gewann, diesmal mit ScienceFiles – Kritische Sozialwissenschaft auf Platz 2 – ein Blog, der …

… plump gegen gesellschaftliche Entwicklungen wie Frauenrechte, Antirassismus, Gewerkschaften, schlicht alles, was die Blogautoren als „Mainstream“ ansehen und was ihnen nicht passt

agiert, wie Korbmann wiederum selbst feststellte.

Und damit begann bei ScienceBlogs eine kontroverse Debatte um die Preisvergabe, bei der Freistetter sich deutlich von der Wahl distanzierte:

Korbmann argumentierte, er wolle mit der Auswahl der Kandidaten auch „zur Auseinandersetzung mit diesen anderen, nicht-wissenschaftlichen Denkwelten“ anregen, was zunächst zu einem „ungewohnt langen Kommentar-Thread“ bei ScienceBlogs führte.

2014 etablierte Korbmann daraufhin „parallel eine zweite Wahl“, nämlich die des „Blogteufelchens“, bei der gesucht werden:

die populärsten, besten, interessantesten Blogs der „Wissenschaftskritik“, also Blogs, die als Thema die kritische Auseinandersetzung mit dem Wissenschaftssystem gewählt haben, die sich nicht um Schulwissenschaft drehen, die sich ideologisch oder sachlich mit dem auseinandersetzen, was wir normalerweise als Wissenschaft bezeichnen, oder aber, die sich aus Sicht der Wissenschaft wiederum mit dieser Kritik befassen.

Nun ja – den Teil „… oder aber, die sich aus Sicht der Wissenschaft wiederum mit dieser Kritik befassen“ könnte man auf die GWUP anwenden, und so war der GWUP-Blog 2014 denn auch nominiert. Allerdings zusammen mit Cranks wie EIKE, „Kalte Sonne“, critical science und Science Skeptical.

Dieser seltsame Kompromiss befriedete die Diskussion um die „Wissenschafts-Blogs des Jahres“ also mitnichten, sondern heizte sie noch weiter an.

Stefan Rahmstorf schrieb bei Klimalounge zunächst nur kurz, dass er seine Leserinnen und Leser „nicht zur Teilnahme [an der Abstimmung] ermuntern“ wolle.

Drei Wochen später, nach dem Endergebnis (das „Blogteufelchen“ ging an grenzwissenschaft-aktuell), lieferte der Klimaforscher eine ausführliche Begründung nach, in der er vor allem die EIKE-Nominierung scharf kritisierte, aber auch mit allgemeinen Anmerkungen zu Korbmanns Argumentations- und Diskussionsweise nicht sparte.

2015 rief der Physiker Martin Bäker bei Hier wohnen Drachen explizit dazu auf, seinem Blog keine Stimme zu geben:

Ich kann mich anscheinend nicht dagegen wehren, dass mein Blog auf dieser Liste auftaucht […] Aber immerhin kann ich alle, die die Scienceblogs lesen, bitten, zumindest meinen Blog nicht zu wählen.

Bäker wies unter anderem darauf hin, dass sich bei dieser Wahl

… neben einem seriösen Blog wie dem der GWUP auch antiwissenschaftlicher Blödsinn, beispielsweise die “kritischen Stimmen zur Relativitätstheorie” oder die “kalte Sonne”

finde.

Das sahen wir genauso, weshalb wir unsere Nominierung hier im Blog gar nicht mehr announcierten.

Nichtsdestotrotz gewann der GWUP-Blog 2015 erstmals das „Blogteufelchen der Wissenschaftskritik“.

Korbmann erklärte dazu:

Zum zweiten Mal fand in diesem Jahr parallel zur Wahl der „Wissenschaftsblogs des Jahres“ die Wahl des „Blogteufelchens der Wissenschaftskritik“ statt.

Der Hintergrund: Fast 40 Prozent der Bevölkerung finden (laut Wissenschaftsbarometer), dass der Wissenschaft viel zu viel Vertrauen entgegengebracht wird. Das bedeutet aber auch, sie sind nicht zufrieden damit, was Wissenschaft tut und wie sie damit umgeht.

Aber auch diese Menschen sind wichtig für die Wissenschaft, denn auch sie tragen, als Teil dieser Gesellschaft, die Wissenschaft mit. Diese Kritik und das Misstrauen an der Wissenschaft äußert sich deutlich in einigen populären Blogs.

Sie zu beachten, der großen Zahl von Bürgern mit Misstrauen und Kritik an der Wissenschaft gerecht zu werden, das ist Aufgabe der Wissenschaftskommunikation. Doch das geschieht noch viel zu wenig. Daher diese Wahl.

In den vergangenen Jahren wurde dieses Anliegen oft missverstanden. Man unterstellte mir – von Seiten der Wissenschaftskritik (falsch positiv) wie von Seiten der Wissenschaft (falsch negativ) – ich würde dieses Misstrauen gegenüber der Wissenschaft fördern.

Nachdem die „Blogteufelchen“ getrennt gewählt werden und ich meine Intentionen in einem Blogpost erneut dargestellt habe („Teufelchen und Wissenschaft – Ich habe gelernt“), sind die Missverständnisse weniger geworden. Die Folge war, dass einige große wissenschaftskritische Blogs ihre Leser nicht mehr dazu auffordern, für sie ihre Stimme abzugeben.

Dadurch bekam ein ganz anders gearteter Blog die Chance, zum „Blogteufelchen der Wissenschaftskritik“ gewählt zu werden: „GWUP|die skeptiker“, einer der äußerst raren Blogs im Internet, wo sich wissenschaftlich Denkende kritisch mit der Welt der Wissenschaftskritischen auseinandersetzen. Wohlgemerkt: Dies ist sein Thema und deshalb stand dieser Blog in der Rubrik „Wissenschaftskritik“ zur Wahl.

Dieses leicht vergiftete Lob überzeugte uns allerdings wenig – zumal Korbmann in dem verlinkten Beitrag „Teufelchen und Wissenschaft“ unseren Stil als „ganz sicher nicht hilfreich“ abkanzelte und uns ein Beharren auf dem „Defizit-Modell“ vorwarf:

Also der Vorstellung, dass die Ursache für Skepsis gegenüber Wissenschaft mangelndes wissenschaftliches Wissen wäre.

Dass wir uns zum Beispiel schon im Skeptiker 4/1992 mit der „Struktur des Glaubens an das Paranormale“ und im Skeptiker 4/1994 mit der Frage „Wozu Pseudowissenschaften gut sind“ und im Folgenden laufend mit diesem Thema beschäftigt haben, muss Korbmann natürlich nicht wissen.

Aber bisschen ärgerlich ist es schon, sich immer wieder mit solchen Anwürfen herumschlagen zu müssen – so wie vor zwei Tagen auch Florian Aigner.

Wie auch immer:

Ohne unser Zutun gewannen wir auch 2016 wieder das „Blogteufelchen“:

Man kann sicher darüber diskutieren, ob der GWUP-Blog bei dieser Auseinandersetzung immer auf dem richtigen Weg ist, Beachtung und Beifall verdient sein Unterfangen auf jeden Fall, denn etwas Ähnliches ist kaum im deutschsprachigen Web zu finden. Herzlichen Glückwunsch zur Wahl.

2017 schienen Korbmann dann selbst Skrupel ob seiner „Blogteufelchen“-Preisträgerin zu beschleichen („die Hausmittel-Hexe, ein Blog, bei dem jedem echten Mediziner die Haare zu Berg stehen, etwa wenn er so tut, als ob Hausmittelchen gegen Alzheimer helfen könnten“), denn er verlieh daneben dem GWUP-Blog einen „Sonderpreis“:

Das Gleiche wiederholte sich 2018, nur dass uns der Alibi-„Sonderpreis“ lediglich im Konjunktiv zugesprochen wurde (das wäre dann praktisch der erste „halbe“ Preis):

Und nochmal 2019 (der zweite „halbe“ Preis):

Und nun haben wir also zum dritten Mal das Blogteufelchen bei der Wahl zu den „Wissenschafts-Blogs des Jahres“ 2020 gewonnen.

Sagen wir mal so:

Wir bezweifeln nicht die hehre Absicht von Herrn Korbmann, der mit diesem „Blogteufelchen“ auf das aufmerksam machen möchte,

… was sich außerhalb der etablierten Wissenschaft in der Gesellschaft unter der Fahne „Wissenschaft“ tut.

Aber genau so, wie Herr Korbmann in jeder Laudatio den Stil der GWUP infrage stellt, bezweifeln wir, dass Blogs wie Hausmittel-Hexe, EIKE, Vitalstoff.Blog oder Kalte Sonne etwas bei einer Wahl der „Wissenschafts-Blogs des Jahres“ zu suchen haben – egal in welcher Kategorie.

Und deshalb halten wir diese Aktion nach wie vor nicht für unterstützenswert.

Warum wir trotzdem diesen langen Artikel dazu verfassen:

Korbmann weist darauf hin, dass diese Wahl

… kein Preis [ist], keine Auszeichnung irgendwelcher besonderer Qualitäten, sondern eine Mehrheitsentscheidung, eine Frage der Popularität.

Zudem haben, wie Korbmann durchblicken lässt,

… einige von mir hoch geschätzte Kollegen/in kritisiert, dass mit dem „Blogteufelchen“ die wissenschaftskritischen Blogs, teils tatsächlich sogar wissenschaftsfrei, mit den ernsthaften Wissenschaftsblogs gleichgesetzt würden, ja dass durch Aufnahme des GWUP-Blogs (der dieses Jahr wieder gewonnen hat) Wissenschaft und Pseudowissenschaft vermischt würden.

Das freut uns natürlich, und insbesondere die diesjährige Gewinnerin, die Archäologin Geesche Wilts von Miss Jones, hat sowohl im Vorfeld der Wahl als auch in ihrem Dankartikel für den GWUP-Blog geworben.

Dafür bedanken wir uns sehr herzlich, und bei allen, die uns gewählt haben.

Und wir gratulieren natürlich Miss Jones zum verdienten Sieg!

Zum Weiterlesen:

  • Jubel, Trubel, Heiterkeit, miss jones am 19. Januar 2021
  • Let Miss Jones Be Second, miss jones am 27. Dezember 2020
  • Die „Wissenschafts-Blogs des Jahres 2020“ sind gewählt: Qualität und Kontinuität, wissenschaft kommuniziert am 19. Januar 2021

19. Januar 2021
von Bernd Harder
Keine Kommentare

#ferngespräch „Wandersagen“ jetzt auch als Hoaxilla-Podcast

Das #ferngespräch vom 24. November gibt’s jetzt auch als Hoaxilla-Podcast:

Im 34. Special bei den WildMics wollte Tommy Krappweis etwas mehr über Wandersagen wissen. Sind es nun Urban Legends, Wandersagen oder moderne Geschichten von heute? Und warum ist es eigentlich gar nicht so wichtig, ob jetzt wirklich eine Spinne in der Yucca-Palme war?

Zum Weiterlesen:

  • WildMics Special #34 – „Wandersagen“ vom 19. Januar 2021
  • Warum halten sich Urban Legends so hartnäckig? jetzt am 4. August 2016
  • Wie urbane Legenden entstehen, Weser-Kurier am 4. November 2012
  • Nierenklau und Weiße Frauen: Wandersagen im Sommerloch, GWUP-Blog am 23. August 2019
  • Der Geist fährt per Anhalter, Süddeutsche am 12. Januar 2017
  • Hoaxilla #241 – „The Vanishing Hitchhiker“ vom 24. November 2019
  • Bernd Harder: Das Lexikon der Großstadtmythen. Piper 2006
  • Gerüchte-Küche: „Bitte kommen Sie nicht wieder!“, sternklasse magazin 2011
  • Yps mit Gimmick – und mit fünf Seiten über Moderne Mythen, GWUP-Blog am 14. Januar 2016
  • Chemtrails und andere Mythen: “Hoaxilla” im Skeptiker-Interview, GWUP-Blog am 7. April 2015
  • Alle Jahre wieder: die Wiesn-Mär vom Araber, GWUP-Blog am 24. September 2011
  • Verfluchte und besessene Puppen im Kino und bei eBay, GWUP-Blog am 14. Februar 2016
  • Neue Art von Kriminalität“? Nein, bloß ein neuer Hoax, GWUP-Blog am 29. Oktober 2012
  • Hype, aber Hoax: Das angebliche Social-Media-Todesspiel „Blue Whale Challenge“, GWUP-Blog am 16. Juli 2017
  • Horror-Kettenbriefe: Virale „Geister“ drohen mit Tod und Verstümmelung, GWUP-Blog am 5. August 2018
  • „Game of 72“, das Kinder zum Verschwinden auffordert, ist nur ein Internet-Gerücht, GWUP-Blog am 12. Mai 2015
  • The Burger Lab: Revisiting the Myth of the 12-Year-Old McDonald’s Burger That Just Won’t Rot (Testing Results!), Serious Eats am 5. November 2010
  • „Verängstigungsbullshit“: Die Grusel- und Killerclowns, GWUP-Blog am 24. Oktober 2016
  • Mit den Clowns kam das Grauen, GWUP-Blog am 9. März 2010
  • Geschichten mit Gruselfaktor, focus-online am 9. September 2015
  • ARTE-Video: Warum machen Clowns Angst? GWUP-Blog am 6. Januar 2021

19. Januar 2021
von Bernd Harder
16 Kommentare

Heute Abend im #ferngespräch: Corona-Update 4

Heute Abend im #ferngespräch:

Harter Lockdown, Mutationen, Impfgaudi und Geschwurbel – wir haben viel zu besprechen im vierten Corona-Update.

Los geht’s um 20 Uhr.

Und natürlich ganz herzlichen Dank an alle Zuschauer, Zuhörer, Fans und Follower fürs Vorschlagen!

Zum Weiterlesen:

  • #ferngespräche: Eine Art Rückblick, GWUP-Blog am 29. Dezember 2020

18. Januar 2021
von Bernd Harder
Keine Kommentare

Live bei Skeptics in the Pub Wien: Krisenvorsorge – „Nach dem Lockdown das Blackout?“

Am Mittwoch (20. Januar) gibt’s bei Skeptics in the Pub Wien einen Live-Stream zum Thema

Nach dem Lockdown das Blackout? Wie wir uns auf Krisen vorbereiten können

Ein europaweiter Strom-, Infrastruktur- sowie Versorgungsausfall („Blackout“) erscheint für viele Menschen unvorstellbar. Gleichzeitig war das Risiko und unsere Abhängigkeit von den lebenswichtigen Infrastrukturen noch nie so hoch wie heute.

Ein solches sehr realistisches und jederzeit mögliches Ereignis würde unsere Gesellschaft binnen weniger Tage an den Rand der Belastbarkeit bringen. Weder die Menschen noch die Organisationen oder Unternehmen sind auf einen derart weitreichenden Versorgungsausfall vorbereitet.

Herbert Saurugg beschäftigt sich seit 10 Jahren mit diesem Szenario und gilt über die Grenzen Österreichs hinaus als der Fachexperte zu diesem Szenario. In seinem Vortrag wird er auch auf wenig beachtete Stolpersteine bei der Energiewende und in der Krisenvorbereitung und -bewältigung eingehen.

Los geht’s um 19.30 Uhr bei Youtube.

Zum Weiterlesen:

  • 63 Minuten „Inselbetrieb“: Europa schrammte am Freitag knapp am Blackout vorbei, focus-online am 18. Januar 2021
  • So knapp schrammte Europa am totalen Stromausfall vorbei, futurezone am 16. Januar 2021
  • Mehr Interesse an Krisenvorsorge in Deutschland, Süddeutsche am 15. Januar 2021