gwup | die skeptiker

… denken kritisch seit 1987.

11. Oktober 2018
von Bernd Harder
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Die Homöopathie hat mal wieder in vitro ihre Wirksamkeit bewiesen – nicht

Ach ja, die Homöopathen und ihre „Grundlagenforschung“.

Schon 2003 meinten zwei Professoren der Universität Leipzig, mit einem in-vitro Testsystem den Wirkungsnachweis ausgewählter homöopathischer Verdünnungen auf den Magen-Darm-Trakt einer Ratte erbracht zu haben.

Sie bekamen dafür den Hans-Heinrich-Reckeweg-Preis der Internationalen Gesellschaft für Homotoxikologie und der Internationalen Gesellschaft für Biologische Medizin – den sie zwei Jahre später zurückgaben, weil sie …

… aufgrund der Diskussionen in den letzten Monaten, der Auswertung unabhängiger Fachgutachten und nach einer nochmaligen Prüfung aller Daten Fehler bei der Gestaltung der Versuchsdurchführung und der Auswertung

einräumten.

Ein ähnlicher Fall macht heute Schlagzeilen (sogar – man mag es kaum glauben – bei Focus-Online).

Das INH hat bereits eine Analyse dazu veröffentlicht:

Einmal mehr verkündeten Teile der homöopathischen Szene […] den ultimativen Durchbruch in dem Bemühen, Homöopathie „wissenschaftlich“ zu beweisen […]

Ein erster Blick zeigt, dass es sich bei den in-vivo-Tests an den Ratten um insgesamt 40 Tiere handelte, die in fünf Versuchsgruppen (n=8) aufgeteilt wurden. Dies befremdet hinsichtlich der geringen Probandenzahl. Soll das „bahnbrechende“ Ergebnis der Studie ernsthaft auf die Daten einer Verumgruppe von acht Tieren gestützt werden? […]

Der Pharmakologie-Professor Silvio Garattini, der auf dem Portal sanita24 weitere methodologische Mängel aufgedeckt hat, zieht als Fazit der ganzen Sache: „Die Homöopathie bleibt eine Methode ohne wissenschaftlichen Beweis, daran ändert auch nichts die angebliche Wirksamkeit, die durch die in Scientific Reports veröffentlichten Untersuchungen behauptet wird.“

Dem schließen wir uns an – und fragen uns, wie eine solche Arbeit ein peer review für ein Journal überstehen kann, auch angesichts der Verantwortung, die ein Journal gegenüber der Wissenschaftscommunity und der Öffentlichkeit hat.

Zum Weiterlesen:

  • Die Legende von den fünfmal acht Ratten, Informationsnetzwerk Homöopathie am 10. Oktober 2018
  • Schummelei in Homöopathie-Studie? Streit um vermeintlichen Beweis für die Wirksamkeit der Homöopathie, scinexx am 11. Oktober 2018
  • Peer-reviewed homeopathy study sparks uproar in Italy, nature am 9. Oktober 2018
  • Preliminary findings on a highly publicized paper on homeopathy, resis am 3. Oktober 2018
  • GWUP-Thema: Homöopathieforschung an der Universität Leipzig
  • Belladonna und der Rattendarm, Laborjournal am 7. Dezember 2009
  • Pharmakologin räumt Fehler ein, Universität Leipzig am 2. Dezember 2005
  • „Wirkung ohne Molekül“, Deutsche Apotheker Zeitung 44/2005

10. Oktober 2018
von Bernd Harder
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„Fake News“-Ringvorlesung an der Humboldt-Universität Berlin

Am 22. Oktober beginnt am Institut für Geschichtswissenschaften (IFG) der Berliner Humboldt-Universität eine Ringvorlesung zum Thema „Fake News“, die sich …

… neben den eigenen Studierenden auch an die interessierte Öffentlichkeit richtet.

Es geht unter anderem um die Sokal-Affäre, um die Protokolle der Weisen von Zion und um „The implications of social media for the Brexit referendum“.

Die Veranstaltungen finden jeweils montags von 16 bis 18 Uhr statt.

Zum Weiterlesen:

  • Videos: Fake News, gefühlte Wahrheiten und alternative Fakten bei extra 3 und Sat.1, GWUP-Blog am 18. September 2018
  • SkepKon-Video: „Was tun gegen Fake-News?“ mit Nikil Mukerji, GWUP-Blog am 1. August 2018
  • SkepKon-Video: „Gefühlte Wahrheit. Von wegen Fakten …“ mit Sebastian Herrmann, GWUP-Blog am 6. Juli 2018
  • Was tun gegen Fake News? Ein Interview mit Dr. Nikil Mukerji, GWUP-Blog am 16. Mai 2018
  • „How bad are you?“ Neues Online-Spiel lehrt das Handwerk von Fake News-Machern, GWUP-Blog am 23. Februar 2018
  • Meinungen, Fake News und die Bedrohung der eigenen Identität, GWUP-Blog am 23. September 2017

8. Oktober 2018
von Bernd Harder
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Jetzt abstimmen für das beste „Fast Forward Science“-Video: Homöopathie, Fluoride etc.

Das Erklärvideo

Homöopathie – Sanfte Alternative oder dreister Humbug?

ist für die „Community Awards“ beim Video-Wettbewerb „Fast Forward Science“ 2018 nominiert:

Dazu gibt’s auch eine Gewinnspielfrage:

Was bedeutet das C in C30?

Alle Finalisten sind hier zu sehen, darunter „Fluoride verkalken das Gehirn!“ von Mai Thi Nguyen-Kim.

Abgestimmt werden kann bis zum 14. Oktober durch einen Like bei Youtube.

Zum Weiterlesen:

  • Videos: Jetzt abstimmen für den Community Award bei „Fast Forward Science“, GWUP-Blog am 15. Oktober 2017
  • Video: „Trust me I‘m a Scientist“ gewinnt den Wettbewerb „Fast Forward Science“, GWUP-Blog am 7. November 2016
  • Video: „Fluoride verkalken das Gehirn“ mit Mai Thi Nguyen-Kim, GWUP-Blog am 16. August 2018
  • Missbilligung, die zweite: Auch das Homöopathie-Special in „Eltern“ verletzt Pressecodex, GWUP-Blog am 6. Oktober 2018
  • „Homöopathie versus Schulmedizin“: VHS-Vortrag von Natalie Grams in Augsburg, GWUP-Blog am 4. Oktober 2018

8. Oktober 2018
von Bernd Harder
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Homöopathie: Geistartige Getränke, Verbraucherschutz- Zitronen und der Beinahe-Tod von Tina Turner

Lustig:

Wem ist der Begriff „shonky“ geläufig? Er gehört in Australien und Neuseeland zur Umgangssprache und bedeutet so viel wie unehrlich, unzuverlässig, auf hinterhältige Weise, schäbig – oder alles zusammen. Das australische Verbraucherschutzportal „Choice“ verleiht seit 2008 für schlechte, unsinnige und manchmal gefährliche Produkte die „Shonkys of the Year“ – in Form einer symbolischen Zitrone.

Weniger lustig:

Turner: „Als mir eine Freundin einen anderen Ansatz vorschlug und einen homöopathisch behandelnden Arzt in Frankreich empfahl, zögerte ich nicht lange.“

Sie habe ihre ganze Hoffnung in das „alternative Heilungskonzept“ gesetzt: „Der Homöopath vermutete, mein Körper sei durch Gifte in Mitleidenschaft gezogen worden, die in den Trinkwasserleitungen des Château Algonquin freigesetzt wurden. Ich war also wild entschlossen, diesen neuen Ansatz zu verfolgen.“

Die Folgen zeigten sich bereits beim nächsten Besuch eines regulären Arztes. „Als ich mich zu einer Routineuntersuchung einfand, wurde es kompliziert. Die letzten Tests lagen drei Monate zurück, und ich war gespannt, ob die homöopathischen Mittel meinen Blutdruck gesenkt und die Funktion meiner Nieren verbessert hatten. Da ich mich ausgesprochen gut fühlte, erwartete ich auch entsprechend gute Nachrichten“, schreibt sie in ihrer Autobiografie. Stattdessen habe sie sofort gespürt, wie ihr der Doktor am liebsten gesagt hätte: „Das haben sie nun gründlich versaut!“

Trocken resümiert die Rock-Lady: „Als Folge meiner Naivität waren wir an dem Punkt angelangt, wo es um Leben und Tod ging.“

Und dazwischen erklärt Dr. Holm Hümmler noch einmal den Unsinn mit der „Quantendynamik der homöopathischen Verschüttelung“:

Um sich aus diesem offensichtlichen Widerspruch zu grundlegenden Tatsachen der Natur herauszuwinden, schleppt die Homöopathie sich regelmäßig wiederholende Ausreden an:

Nicht näher spezifizierte „Information“, „feinstoffliche“ oder „geistartige“ Wirkungen, oder eben … die Quanten.

Wenn man solche Texte mit einer gewissen naturwissenschaftlichen Sachkunde liest, drängt sich in der Regel der Eindruck auf, die Autoren hätten etwas viel geistartige Getränke zu sich genommen – womit wir beim aktuellen Beispiel wären.

Zum Weiterlesen:

  • Homöopathie und die Quantendynamik des (Kopf-) Schüttelns, Relativer Quantenquark am 8. Oktober 2018
  • Bioglan homeopathic melatonin, choice.com am 4. Oktober 2018
  • Verbraucherschutz-Zitrone für Homöopathie, Keine Ahnung von Garnix am 7. Oktober 2018
  • „Alternatives Heilungskonzept“ kostete Tina Turner fast das Leben: „Noch nie lag ich so falsch“, blick am 7. Oktober 2018

6. Oktober 2018
von Bernd Harder
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„Heilpraktiker sollte kein anerkannter Beruf sein“

Heilpraktiker sollten nicht mehr als Leistungserbringer unseres Gesundheitssystem anerkannt werden,

fordert der Münchner Arzt Prof. Harald J. Schneider in der Huffingtonpost.

Hintergrund sind Erfahrungen wie diese:

Immer wieder kommen oft noch junge Menschen zu Ärzten, die sich von Heilpraktikern falsch behandeln ließen und damit möglicherweise sogar ihr Leben riskierten. Das weiß Schneider auch aus Erzählungen von Kollegen.

“Ich habe acht Jahre in der Onkologie gearbeitet. Ich weiß nicht mehr, wie viele durchmetastasierte Heilpraktiker-Opfer ich da gesehen habe. Von der Lichttherapie für zig tausend Euro über ‘spezielle Wärmebäder’, alles dabei. Kotzen könnt ich da!”, antwortet eine Ärztin auf Schneiders Tweet.

Zugegebenermaßen wird der Artikel ein wenig durch die Tatsache getrübt, dass die Autorin es fertigbringt, aus einem Endokrinologen einen „Endikronologen“ zu machen.

Zum Weiterlesen:

  • Münchner Arzt: „Heilpraktiker sollte kein anerkannter Beruf mehr sein“, Huffington Post am 4. Oktober 2018
  • Gesundheitsminister sehen zwingende Reformbedürftigkeit des Heilpraktikerwesens, GWUP-Blog am 22. Juni 2018
  • Irisdiagnostik: Ein Musterbeispiel für die Faktenresistenz von Heilpratikern, GWUP-Blog am 19. September 2018
  • „Gefährliche Hybris“: Interview mit Dr. Christian Weymayr zum Heilpraktiker-Unwesen, GWUP-Blog am 24. Januar 2018

6. Oktober 2018
von Bernd Harder
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Missbilligung, die zweite: Auch das Homöopathie-Special in „Eltern“ verletzt Pressecodex

Die nächste „Missbilligung“ des Deutschen Presserats in Sachen Homöopathie geht an … die Zeitschrift Eltern.

Das (bereits missbilligte) „Homöopathie-Special“ im Stern erschien in identischer Form auch in Brigitte und Eltern.

Über eine entsprechende Beschwerde hat der Presserat jetzt entschieden:

Eine analoge Beschwerde über Brigitte ist derzeit noch anhängig.

Und was das Gegreine der Homöopathen über eine angebliche Medien-„Kampagne“ angeht:

Dazu hat das INH diesen Fakten-Check veröffentlicht.

Bleibt als Fazit, dass die von Ihnen kritisierte „auf einen Negativeffekt abgestellte Perspektive“ keine Folge sinistrer Machenschaften einer kleinen Gruppe von Skeptikern, sondern in weiten Kreisen der Wissenschaften anerkannte Faktenlage ist.

Zum Weiterlesen:

  • Presserat missbilligt die Verlagssonderveröffentlichung Homöopathie im „Stern“, GWUP-Blog am 5. Oktober 2018
  • Faktencheck-Check! Informationsnetzwerk Homöopathie am 3. Oktober 2018
  • Die nächste Verzweiflungstat: Eine Sonderveröffentlichung Homöopathie im „Stern“, GWUP-Blog am 6. Juni 2018
  • „Auch in Deutschland formiert sich Widerstand“: Der Spiegel über die Pseudomedizin, GWUP-Blog am 18. August 2018

5. Oktober 2018
von Bernd Harder
4 Kommentare

Presserat missbilligt die Verlagssonderveröffentlichung Homöopathie im „Stern“

Immerhin:

Der Deutsche Presserat „missbilligt“ das Homöopathie-Special im Stern vom Juni dieses Jahres.

Eine Missbilligung ist die zweitschärfste Maßnahme des Gremiums. Der Presserat empfiehlt eine Veröffentlichung, sie ist jedoch nicht zwingend.

Zur Begründung heißt es:

Übermedien, GWUP und andere hatten den Vierseiter als

Werbliches Infosurrogate zur Desinformation von Lesern und Patienten

kritisiert.

Eine Journalistin aus Süddeutschland reichte schließlich eine Beschwerde beim Presserat ein.

Diese jüngste Entscheidung des Plenums wird die Globuli-Lobby zwar nicht davon abhalten, zum Beispiel Focus-Online auch weiterhin Kohle für willfährige Homöopathie-Artikel rüberzuschieben – und sich zugleich als „Verschwörungsopfer“ der Medien darzustellen:

Nichtsdestotrotz hat Dr. Lübbers Recht:

Zum Weiterlesen:

  • Homöopathie-Special im Stern: Werbliche Infosurrogate zur Desinformation von Lesern und Patienten, Übermedien am 6. Juni 2018
  • Die nächste Verzweiflungstat: Eine Sonderveröffentlichung Homöopathie im „Stern“, GWUP-Blog am 6. Juni 2018
  • Presserat rügt Schleichwerbung für Globuli – Homöopathen greinen von Verschwörung, GWUP-Blog am 4. April 2018
  • Werbung – Aufgepasst: Versteckte Homöopathie, GPSP 1/2018
  • Der Fall Meditonsin: Wie verdeckte Homöopathie-PR in eine Tageszeitung kommt, meedia am 16. November 2018
  • Wer hätte das gedacht: Homöopathie-Artikel bei Focus-Online sind bezahlt, GWUP-Blog am 16. Mai 2018
  • Werbetext statt Studienbericht? Homöopathie in der Onkologie, Gesundheits-Check am 13. Juli 2018
  • Erschreckend realistische Satire: „Der große Globuli“ in der Comedy-Reihe „Mann, Sieber!“ GWUP-Blog am 3. Oktober 2018

5. Oktober 2018
von Bernd Harder
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Wegen Katzen und Handys und so: Warum die Erde nicht flach sein kann

Einen der schlagendsten Beweise, warum die Erde nicht flach sein kann …

… greift Damon Wayans Jr. so ähnlich in der US-amerikanischen „Late Show with Stephen Colbert“ auf (zirka eine Minute):

Und dann gibt’s mal wieder eine neue Studie zum Thema:

Allein das Gefühl der Ausgrenzung reicht, um den Glauben an finstere Mächte zu befeuern – unabhängig vom Lebensstandard,

schreibt Sebastian Herrmann in der Süddeutschen Zeitung.

Verschwörungstheorien wirken insbesondere auf Menschen attraktiv, die von einem Gefühl des Kontrollverlustes geplagt werden. Wenn es nicht läuft, die Umstände vermeintlich jenseits des eigenen Einflusses liegen, spendet die Vorstellung finsterer Mächte natürlich Trost: Man hat es selbst nicht in der Hand, was willst du machen, wenn „das System“ gegen einen arbeitet?

In Experimenten neigen Probanden zum Beispiel besonders zum Glauben an das Übernatürliche, wenn ihnen Forscher das Gefühl von Machtlosigkeit einimpfen. Und Psychologen um Damaris Graupner von der Princeton University zeigten kürzlich im Journal of Experimental Social Psychology, dass dies auch für soziale Ausgrenzung gilt.

Wer in Versuchen entsprechende Erfahrungen durchmachen musste, öffnete sein Denken ebenfalls für den Glauben an Verschwörungen.

In der gegenwärtigen Lage dürfen Forschungsergebnisse wie diese durchaus als schlechte Nachricht gewertet werden: Derzeit zersplittern viele westliche Gesellschaften in zahllose kleine Identitätsräume. Und deren Angehörige stehen, so scheint es in den öffentlichen Debatten zumindest zu sein, in einer Art Wettbewerb, wer Opfer der übleren Diskriminierung und Ausgrenzung ist.

In diesem Klima können Verschwörungstheorien blühen – und am Ende leben alle in ihrer eigenen Realität.

Zum Weiterlesen:

  • Psychologie: Anfällig für Verschwörungstheorien, Süddeutsche am 1. Oktober 2018
  • „Kampfschrift gegen Halbwahrheiten“: Angela Merkel ist Hitlers Tochter – Im Land der Verschwörungstheorien, GWUP-Blog am 4. September 2018
  • Apsidendrehung: Flacherdler fragen – Skeptiker antworten, GWUP-Blog am 7. Oktober 2017
  • Drei simple Argumente gegen die flache Erde, GWUP-Blog am 3. September 2018

5. Oktober 2018
von Bernd Harder
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Lydia Benecke: Psychologin, GWUP-Aktivistin – und ein „inspirierendes Vorbild“

Ja – es ist die Bild-Zeitung.

Ja – es ist off-topic.

Trotzdem weisen wir kommentarlos darauf hin:

Zum Tag der Deutschen Einheit ist die Kriminalpsychologin und GWUP-Wissenschaftsrätin Lydia Benecke von Bild in eine Liste mit  „100 lebenden deutschen Vorbildern“ aufgenommen worden,

… deren Handeln anderen Inspiration und Orientierung geben kann.

Zum Weiterlesen:

  • Kriminalpsychologin Lydia Benecke im Visier einer rechten Hetzkampagne, GWUP-Blog am 7. August 2018
  • Skepkon-Video: Der Mythos vom satanisch-rituellen Missbrauch, GWUP-Blog am 13. Juni 2018
  • Video: „Die Psychologie des Bösen“ bei Skeptics in the Pub Wien mit Lydia Benecke, GWUP-Blog am 13. November 2017
  • „Vermisstenhellseher“: Wie die Betrüger ticken, GWUP-Blog am 28. Oktober 2017
  • Video: „Verschwörungstheorien und ihre Wirkung“ – Diskussion mit Lydia Benecke in Heidelberg, GWUP-Blog am 22. Juni 2017
  • „Snuff Movies“ mit Lydia Benecke bei Hoaxilla-TV jetzt kostenfrei ansehen, GWUP-Blog am 16. August 2016
  • Sozialpsychologie versus „Verschränkung“: Lydia Benecke über Walter von Lucadou, GWUP-Blog am 24. März 2016
  • Skepkon-Video: Lydia Benecke über „Satanistenmorde“ und rituellen Missbrauch, GWUP-Blog am 1. November 2015
  • Hoaxilla #159 – „Satanistenmorde“ mit Lydia Benecke vom 4. Mai 2014

5. Oktober 2018
von Bernd Harder
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Video: Der „Bücheronkel“ zeigt, dass Verschwörungstheorien eben nicht nur spaßig sind

Die Suche nach den Persönlichkeitseigenschaften typischer Verschwörungstheoretiker hat bislang nichts Greifbares zutage gefördert, was auf „Spinner“ (im Sinne eines psychiatrischen Wahns) oder Paranoiker schließen lässt.

Marius Raab, Claus-Christian Carbon und Claudia Muth von der Uni Bamberg konnten aus der Studienlage nur „diese eine“ empirisch belegte und psychologisch begründete Aussage über Frauen und Männer, die an Verschwörungstheorien glauben, extrahieren:

Es sind ganz normale Menschen, mit einer Tendenz zu dem Gefühl, von der gesellschaftlichen und politischen Teilhabe ausgeschlossen zu sein.

Das zeigt auch eine neue Untersuchung, über die in der Süddeutschen berichtet wird.

Andererseits ist es natürlich nicht schwierig, im Internet Texte oder auch ganze Seiten von Einzelpersonen zu finden, die zumindest auf psychische Probleme des Verfassers/Betreibers hindeuten (wie sie zum Beispiel auch die Szene-Aussteigerin Stefanie Wittschier beschreibt).

Eine solche Seite („Strahlenfolter und Terror in Europa“ beziehungsweise „Gefoltert“) hat sich der Bücheronkel in seinem neuesten Video vorgenommen.

Was er daraus vorträgt, ist dann doch weniger lustig als vielmehr erschreckend.

Zum Weiterlesen: