gwup | die skeptiker

… denken kritisch seit 1987.

17. Februar 2018
von Bernd Harder
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Video: Dr. Ganser im Faktencheck, Teil IV

Im Youtube-Kanal “Verschwörung & Fakten” ist nach

der vierte Teil der Serie “Dr. Ganser im Faktencheck” erschienen.

Spoiler:

Daniele Ganser ist ein postmoderner Verschwörungstheoretiker oder Verschwörungspropagandist.”

Zum Weiterlesen:

  • Videos: Daniele Gansers Phraseologie im Faktencheck, GWUP-Blog am 29. Januar 2018
  • Axa schliesst Daniele Ganser aus Vortragsreihe aus, tagesanzeiger am 12. Februar 2018

17. Februar 2018
von Bernd Harder
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Krebs, Zitronensaft und Tod – aber der Youtube-Kanal läuft trotzdem weiter

Mari Lopez (l.) ist tot. Sie glaubte, ihre Krebserkrankung mit Rohkost, Säften und Gebeten heilen zu können.

Hat nicht funktioniert.

Liz (r.) will den gemeinsamen Youtube-Kanal trotzdem weiterführen. Sie glaubt, dass alles, was sie und ihre Tante den Hunderttausenden Zuschauern in ihren Videos erzählt haben, richtig war:

Sie glaubt, dass diese Videos Krebskranken helfen könnten. Und sie glaubt, dass Mari nur deswegen gestorben ist, weil sie vom Weg abgekommen sei und sich von ihrer Schwester zu einer konventionellen Behandlung und normaler Ernährung habe überreden lassen.

Vielleicht muss Liz das glauben, erklärt Steven Novella vom NeuroLogica-Blog:

This is another absolutely typical part of the faith healing narrative, borrowed heavily by the alternative medicine narrative. Failures are always blamed on the patient. It is a convenient rationalization – they lacked sufficient faith in the case of the former, and they did not adhere fanatically enough to the regimen, for the latter.”

Und trotzdem wünscht man sich, ihr Zitronen- und Ingwersaft würde Liz einfach mal sauer aufstoßen.

Zum Weiterlesen:

  • More Victims of Alternative Cancer Treatments, NeuroLogica am 16. Februar 2018
  • A YouTuber who claimed being vegan cured her cancer has died from cancer, babe am 14. Februar 2018
  • „Alternativmedizin“ und der Krebstod der „Wellness Warrior“, GWUP-Blog am 10. März 2015
  • Studie deckt auf: Mit Alternativmedizin sterben viele Krebspatienten früher als nötig, Informationsnetzwerk Homöopathie am 22. August 2017

17. Februar 2018
von Bernd Harder
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Sind Globuli „mehr“ als Zucker?

Der vierte Teil der Serie “Zur Kritik an der Homöopathie-Kritik” ist erschienen, wie gewohnt in unterschiedlichen Zielgruppen-Versionen beim INH, Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie und Susannchen braucht keine Globuli.

Es geht um die Frage, ob Laborexperimente aus der Grundlagenforschung zur Homöopathie tatsächlich zeigen, dass Globuli „mehr“ seien als bloß Zuckerkugeln.

Zum Weiterlesen:

  • Kritik an der Homöopathiekritik IV – Alles nur Zucker, Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie am 15. Februar 2018
  • Serie “Zur Kritik an der Homöopathiekritik” – Teil IV: „Das sind nur Zuckerkügelchen!“ INH am 14. Februar 2018
  • Zur Kritik an unserer Homöopathiekritik – IV: „Es sind nur Zuckerkügelchen“, Susannchen braucht keine Globuli am 15. Februar 2018
  • Neue Serie: “Zur Kritik an der Homöopathie-Kritik”, GWUP-Blog am 12. November 2017
  • Homöopathie: Gibt es gute Studien, die eine Wirksamkeit über Placebo hinaus zeigen? GWUP-Blog am 3. Dezember 2017
  • Stimmt es, dass Homöopathie “nicht möglich” ist? GWUP-Blog am 3. Januar 2018

17. Februar 2018
von Bernd Harder
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Live beim Skeptical 2018 in Köln: die „Bullshit Busters“

Live beim Skeptical am 10. Mai in Köln: die “Bullshit Busters”.

Kennen Sie das? Die Story vom Frosch, der im wärmer werdenden Wassertopf sitzen bleibt, bis er verbrüht? Oder die Lerntypologie, die uns sagt, mit welchem Sinnesorgan wir besser büffeln? Dass unser Unterbewusstsein nichts Negatives verarbeiten kann? Oder das berühmte Fünf-Affen-Experiment?

All diesen Geschichten sind zwei Dinge gemeinsam: Sie werden häufig zitiert und sie sind … falsch!”

Axel Ebert, einer der beiden Autoren, erklärt an Christi Himmelfahrt im traditionellen Vorprogramm der GWUP-Konferenz, wie man Täuschungen, Halbwahrheiten, Falschinterpretationen und unzulässige Verallgemeinerungen enttarnt.

In einem Interview mit der Plattform HR-web sagte Ebert:

Das Thema ist generell aktueller denn je. Fake News, alternative Fakten und „Truthiness“ sind in aller Munde – oft mit Fingerzeig auf die US-Politik. Dabei reicht ein Blick auf die heimische Weiterbildungs-Branche. Hier werden gut klingende Geschichten unreflektiert übernommen, um eigene Botschaften möglichst bunt zu illustrieren.“

Das Skeptical findet im KOMED im Kölner Mediapark statt und beginnt um 14 Uhr.

Der Eintritt kostet sieben Euro und ist im Preis einer Gesamtkarte für die SkepKon enthalten. Einzelkarten sind nur an der Tageskasse erhältlich.

Zum Weiterlesen:

  • Schluss mit Stuss: Interview mit Christoph Wirl/Axel Ebert, HR-web am 9. Oktober 2017
  • Rezension bei Druckbuchstaben
  • Christoph Wirl/Axel Ebert: Bullshit Busters – Irrtümer und Mythen aus Vorträgen, TV und Büchern. Goldegg-Verlag 2017, 22 €

17. Februar 2018
von Bernd Harder
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Facebook ohne jeden Plan: Quack wird wiederhergestellt, die Aufklärung darüber gelöscht

Ist Facebook dabei, sich “dieses Jahr einen Goldenen Aluhut zu verdienen”, wie einige Kommentatoren meinen?

Jedenfalls herrscht bei Facebook derzeit heillose “Verwirrung statt klarer Regeln”, was das Vorgehen gegen Fake News, Verschwörungstheorien und Quacksalber angeht, schreibt auch MedWatch.

So sind mittlerweile einige gelöschte Quack-Gruppen wiederhergestellt worden. Oder es gibt ein unverständliches Hin und Her darum. Als Beispiel nennt MedWatch die Gruppe „MMS-Einläufe nach Klinghardt & Kalcker“:

Facebook habe „festgestellt, dass sie nicht gegen unsere Gemeinschaftsstandards verstößt“, erklärt das Unternehmen noch am Montag vergangener Woche – obwohl in dieser Gruppe auch der Austausch über die rektale Anwendung des Produktes gepflegt wird. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat allerdings bereits seit 2012 vor MMS gewarnt.

Später nahm Facebook die Gruppe dann doch offline. Dienstag war sie dann erneut freigeschaltet, später am Tag verschwand sie jedoch wieder aus dem sozialen Medium.”

Offenbar hat Facebook keinerlei taugliche Kriterien zur Hand, um Gruppen inhaltlich und ihrer Intention nach realistisch zu beurteilen. Das betrifft sowohl bedenkliche Nonsens-Propagandisten als auch die Aufklärung über deren Machenschaften.

Derzeit scheint es zu reichen, dass Chlorbleiche-Säufer, Chemtrail-Gläubige und Ufo-Freaks missliebige Kritiker einfach massenhaft melden und Facebook springt ihnen willfährig zur Seite.

Prominente Opfer sind aktuell zum Beispiel Die lockere Schraube – Aufklärung über die Verschwörungsszene und Nothing but the Truth – Aktiv gegen Chemmies und andere VT’ler.

Letztgenannte Gruppe wurde im vergangenen Jahr bei einer Konferenz der Parlamentarischen Versammlung des Europarats zum Thema Verschwörungstheorien ausdrücklich empfohlen. Die Mitbegründerin Stephanie Wittschier ist darüber hinaus ein gefragter Gesprächspartner der Leitmedien wie zum Beispiel der FAZ.

Bei den Ruhrbaronen hat Co-Admin Kai Wittschier (NbtT und Lockere Schraube) einen Beitrag über den Vorgang veröffentlicht:

Aus unserer Sicht handelt Facebook hier willkürlich. Es ist eine Art Losverfahren, welche Gruppe oder Seite denn heute dran glauben muss. Eine wirkliche Struktur ist nicht erkennbar. Was in den Gruppen steht, scheint ziemlich egal. Mit den Reaktionen auf das NetzDG hat sich FB keinen Gefallen getan.”

Für die Lockere Schraube ist derzeit eine Ausweichseite angelegt worden.

Auf Anfrage sagte uns Stephanie Wittschier:

Wieso dürfen Tier- und Kindesmisshandlungsgruppen (was MMS-Gruppen zum Teil nun mal sind) auf Facebook weiterhin existieren und weiterhin Chlorbleich-Einläufe bei Kinder empfehlen und Misshandlungen von Tieren – und solche Gruppen und Seiten wie die unsere, die über die Gefahren der MMS- und anderen Verschwörungsgruppen aufklären und vor ihnen warnen, werden gelöscht oder blockiert?

Da läuft doch gewaltig etwas falsch. Wir sind der Auffassung, dass es höchste Zeit wird, dass Facebook endlich einmal damit anfängt, sich Seiten und Gruppen genau durchzulesen.”

Da Facebook üblicherweise keinerlei Auskunft gibt (auch MedWatch und uns nicht), werden Nothing but the Truth und Die Lockere Schraube juristischen Beistand einholen.

Hoffnungen auf ein dauerhaftes Ende der Aufklärung brauchen Chemmies und Schwurbler indes nicht zu hegen:

Unsere User sollen sich keine Sorgen machen, wir werden immer wiederkommen und weiterhin aufklären über die irrwitzige, aber leider auch sehr gefährliche Verschwörungsszene. Uns wird man nicht so leicht los.”

Update vom 17. Februar: Die lockere Schraube ist mittlerweile wieder freigeschaltet worden.

Zum Weiterlesen:

  • Gefährliche Gesundheitsinfos: Facebook schafft keine Transparenz, medwatch am 14. Februar 2018
  • Facebook und das undurchsichtige Löschsystem, Ruhrbarone am 13. Februar 2018
  • Facebook bekommt ein Image-Problem, Südkurier am 14. Februar 2018
  • Facebook will Gruppen-Nutzung stark ausbauen, derStandard am 9. Februar 2018
  • Großes Mimimi: Facebook sperrt die Chlorbleiche-Säufer, GWUP-Blog am 3. Februar 2018

14. Februar 2018
von Bernd Harder
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Lachshäppchen, Lebenskraft und Aluminiumkinder: So geht homöopathische Fortbildung

Medizinische Fortbildung oder Impro-Comedy?

Bei den Veranstaltungen der Deutschen Homöopathie Union ist das nicht so ganz klar.

Fazit 1: Das medizinische Menschenbild des Referenten scheint wie die Homöopathie selbst etwa 200 Jahre alt zu sein. Bakterien, Viren, Physiologie kommen nicht vor.

Es wird aus der zielgerichteten Befragung der Kunden nach Symptomen (die man zuvor aus den Mittelbeschreibungen/Arzneimittelprüfungen auswendig gelernt hat) auf ein geeignetes Mittelchen geschlossen.“

Zum Weiterlesen:

  • Homöopathische Fortbildung? Informationsnetzwerk Homöopathie am 14. Februar 2018
  • So finden Homöopathen ein neues Mittel: Game of Thrones und vergewaltigte Engel, GWUP-Blog am 12. Juni 2016
  • Gefühllose Schaben und Typhus: Homöopathie zwischen Komödie und Tragödie, GWUP-Blog am 27. Mai 2013
  • Umsatz von Globuli rückläufig und LMU München distanziert sich von Homöopathie, GWUP-Blog am 14. Februar 2018

14. Februar 2018
von Bernd Harder
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Ein Apotheker versucht, sein „Bachblüten-Dilemma“ zu erklären

Bei DocCheck erläutert ein (anonymer) Apotheker sein „Bachblüten-Dilemma“:

So richtig schlau wird man irgendwie nicht aus seinen Ausführungen – aber „Dilemma“ heißt ja auch soviel wie ein „unlösbares theoretisches Problem“.

Manches klingt sehr sinnvoll:

Die Frage ist ja nicht: Verkaufe ich den „Blödsinn“ oder verzichte ich auf den Umsatz, sondern verkaufe ich den Blödsinn oder versuche ich den Kunden auf etwas Sinnvolleres umzustellen. Verdienen kann man bei beidem, sich abends noch in die Augen blicken nur im letzteren Fall.“

Anderes wiederum arg pseudo-renitent:

Die Auslagen der Apotheken wären allesamt recht spärlich bestückt, würde man all das einfach weglassen, was irgendwelche Gruppen als unwirksam oder schädlich anerkennen.“

Nun geht es aber bei Bach-Blüten, Homöopathie und Co. nicht darum, was „irgendwelche Gruppen“ sagen – sondern hierzu gibt es weltweit anerkannte, gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse.

Manch eine Apotheke spezialisiert sich heute im Bereich der Homöopathie und sie beraten auch entsprechend – nicht um gutgläubigen Kunden teure Zuckerkügelchen anzudrehen und sich im Hinterzimmer die Hände zu reiben, sondern weil sie selbst daran glauben.“

Na ja – aus welchem Grund glaubt der Autor, Ersteres (Geschäftemacherei) kategorisch ausschließen zu können, und wie erklärt er sich Letzteres (dass studierte Pharmazeuten ernsthaft an Homöopathie „glauben“)?

Das wären interessante Fragen gewesen. Die leider offen bleiben.

Zum Weiterlesen:

  • Das Bachblüten-Dilemma, DocCheck am 24. Januar 2018
  • Neu in der Homöopedia: die Bach-Blütentherapie, GWUP-Blog am 26. Januar 2018
  • Video: Liebe, Magie, Alkohol – Bach-Blüten selbst herstellen, GWUP-Blog am 26. Dezember 2017
  • Globuli und Pharmazie – eine Liebesgeschichte? blooDNAcid am 4. Juni 2013
  • Homöopathie in der Pharmazie – eine Bestandsaufnahme; Teil 1 und Teil 2, blooDNAcid am 8. Oktober und 5. November 2012
  • Unwirksamer Hokuspokus? Der „Scheiß des Monats“, DAZ.online am 10. September 2014
  • Kranker Hai, Spiegel-Online am 10. Juli 1995

14. Februar 2018
von Bernd Harder
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Neu im „Nachgefragt“-Podcast: Impfmythen

Neu im Nachgefragt-Podcast:

In den letzten Wochen gab es immer wieder Berichte über Masernerkrankungen, die Einführung von Impfpflichten und gleichzeitig steigender Anzahl von Impfgegnern. Diese hantieren unbedacht mit Behauptungen, es gäbe keine unabhängigen Studien, Kinderkrankheiten seinen ungefährlich und Impfungen führten zu Allergien, Asthma über Autismus bis hin zum Tod.

Doch wie sieht die wissenschaftlich fundierte Realität aus und wie kann man diese Impfmythen entkräften? Zusammen mit dem Virologen Björn Meyer bespreche ich die Wirkungsweise von Impfstoffen und wie diese vor gefährlichen Krankheiten schützen.“

Zum Weiterlesen:

  • NGF011-Thema: Impfgegner vom 13. Februar 2018
  • Einfach zusammengeschustert: Martin Hirtes Impf-„Ratgeber“ in der Kritik, GWUP-Blog am 13. Februar 2018
  • ARTE-Doku: Impfgegner auf dem Vormarsch, GWUP-Blog am 29. Januar 2018
  • “Musterbeispiel für Kritikresistenz“: Juristische Fachzeitschrift über Impfgegner, GWUP-Blog am 3. Oktober 2017

14. Februar 2018
von Bernd Harder
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Umsatz von Globuli rückläufig und LMU München distanziert sich von Homöopathie

Als wir im vergangenen Jahr der Homöopathie einen „Abwärtstrend“ bescheinigten, gab es noch einen kritischen Kommentar, ob wir „bei Aussagen, die einen freuen“, womöglich unsere skeptischen Standards ein wenig lockern würden.

Durchaus nicht.

Nach Daten, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, erlebt die Branche derzeit einen deutlichen Dämpfer: Im Jahr 2017 gingen nach Schätzungen der Pharma-Marktforschungsfirma IQVIA mehr als 53 Millionen Packungen homöopathischer Präparate über die Verkaufstische deutscher Apotheken. Doch auch wenn die Zahl groß klingen mag, wären das gut zwei Millionen Packungen oder rund 3,6 Prozent weniger als im Vorjahr“,

schreibt heute Focus-Online via dpa_science.

Dabei kauften nicht nur die Patienten selbst deutlich weniger Homöopathika, auch Ärzte verordneten die Präparate seltener auf Rezept.“

Als Grund für den Absatzrückgang nennt der Autor Hinnerk Feldwisch auch die anhaltende Diskussion um die fehlende Wirksamkeit.

Darüber hinaus geht der Artikel auf die Kritik von INH-Mitglied Dr. Christian Lübbers an einer Homöopathie-Prüfungsfrage in einer Allgemeinmedizin-Klausur der LMU München ein (wir berichteten hier).

Auf Nachfrage erklärt die Uni nun, sie wolle eine „kritische Distanz“ wahren und die Studienunterlagen überarbeiten. Aus Sicht der Hochschule gebe es „keine wissenschaftliche Grundlage“ für die Homöopathie, erklärt ein Sprecher – hierauf werde in Vorlesungen bereits hingewiesen.

Auch in einer Klausur sei eine Frage zur Homöopathie „unglücklich“ formuliert gewesen, da sie als unkritisch missverstanden werden könnte.

In der aktuellen Semesterklausur sehe es nun anders aus, betont er: Es gebe keine Frage mehr, „die diagnostisches ober therapeutisches Wissen der Homöopathie abfragt“. „Wir möchten keine Empfehlung zu homöopathischem Handeln an die Studierenden geben.“

Bereits gestern gab es dazu eine interessante Stellungnahme vom Direktor des Instituts für Didaktik und Ausbildungsforschung in der Medizin am Klinikum der Universität München, Martin Fischer:

Sie [die Homöopathie] hat meiner Ansicht nach keinen Platz im Pflichtunterricht der universitären Medizin, da ausreichende wissenschaftliche Evidenz dafür fehlt. Ich glaube, dass die Homöopathie ein besonderes Beispiel für den viel diskutierten Placeboeffekt ist.

Aber sie ist natürlich in der Hinsicht in der Praxis relevant, wie wir unseren Studierenden beibringen müssen, mit Patienten umzugehen, die nach Homöopathie fragen.“

Und die Homöopathen? Produzieren lustige Filmchen über „Die organisierte Meinungsmache der Skeptikerbewegung gegen Homöopathie“.

Wer den Karneval noch etwas verlängern möchte: Hier geht’s zum Video.

Zum Weiterlesen:

  • Vertrauen bei Patienten und Ärzten schwindet: Verkauf homöopathischer Mittel sinkt, Focus-Online am 14. Februar 2018
  • Neues von der Globukalypse, GWUP-Blog am 10. Februar 2018
  • Homöopathie im Abwärtstrend: Globuli sind die Horror-Clowns der Medizin, GWUP-Blog am 1. November 2017
  • Neu in der Homöopedia: Schütteln, GWUP-Blog am 13. Februar 2018

13. Februar 2018
von Bernd Harder
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Einfach zusammengeschustert: Martin Hirtes Impf-„Ratgeber“ in der Kritik

Bei Ganzheitlich durchleuchtet ist der siebte und achte Teil der Serie zum Buch „Impfen Pro & Contra: Das Handbuch für die individuelle Impfentscheidung“ von Dr. Martin Hirte erschienen.

Es geht um die angeblichen Interessenkonflikte, die Hirte der Deutschen Impfkommission unterstellt, und um die Impfstoffhersteller, über die Hirte ebenfalls allerlei unzutreffendes Gedöns verbreitet.

Dazwischen (und man fragt sich: Wieso erst jetzt?) bricht es unvermittelt aus dem Autor heraus, dass …

… Hirte das Ding [gemeint ist das, äh, „Buch“] einfach zusammengeschustert und nichts von dem überprüft hat, was er da behauptet.“

Und deshalb müssen leider wir das machen.

Zum Weiterlesen: