gwup | die skeptiker

… denken kritisch seit 1987.

21. März 2019
von Bernd Harder
5 Kommentare

Homöopathie-Vortrag von Norbert Aust bei der VHS in Freudenstadt

Am 2. April (Dienstag) spricht Dr. Norbert Aust bei der VHS Freudenstadt zum Thema

Homöopathie: Lehre, Überzeugung, Evidenz

Die Homöopathie ist derzeit ein stark umstrittenes Thema. Manche sehen darin eine Therapieform, die der konventionellen Medizin ebenbürtig, wenn nicht gar überlegen ist. Andere sehen darin eher eine unwissenschaftliche Heilslehre. Was wissen wir über die Homöopathie? Was sollte man wissen? Wer hat Recht?

In diesem Vortrag von Dr. Norbert Aust kommen die Grundzüge der homöopathischen Lehre ebenso zur Sprache sowie die Bestandteile und Herstellung der homöopathischen Mittel. Es wird dargestellt, wie man versucht die Effekte der Homöopathie zu erklären und welche Beweise für die Wirksamkeit vorliegen. Am Ende des Vortrages soll der Zuhörer in der Lage sein, die vielen widersprüchlichen Nachrichten und Informationen zur Homöopathie zu bewerten.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Die Kursgebühr beträgt sieben Euro. Zur Anmeldung geht es hier.

Zum Weiterlesen:

  • Endlich eine gute Studie, die eine Wirksamkeit der Homöopathie belegt – oder doch nicht? Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie am 17. März 2019
  • „Wissenschaft persönlich“: Natalie Grams am 2. April in Winterthur, GWUP-Blog am 19. März 2019

21. März 2019
von Bernd Harder
1 Kommentar

Geo-Titelgeschichte „Impfen! Oder etwa nicht?“ jetzt online

Jetzt online: die GEO-Titelgeschichte (3/2019) „Impfen! Oder etwa nicht?“ von Vivian Pasquet.

Auch abseits des berühmten „Masern-Prozesses“ hat der Streit zwischen Impfbefürwortern und Impfgegnern irrsinnige Züge angenommen. Eltern, die ihre Kinder nicht impfen lassen, tauschen sich in geschlossenen Facebook-Gruppen über „Impfmobbing“ aus. Ärzte schmeißen impfmüde Patienten aus ihrer Praxis. Werden Filme von Impfgegnern im Kino gezeigt, sichern schon mal Polizisten den Kinoeingang.

Das ist auch deshalb beachtlich, weil die Gruppe der harten Impfgegner in Deutschland eher klein ist: Gerade einmal rund zwei Prozent lassen sich oder ihre Kinder überhaupt nicht impfen. Diese Gruppe ist allerdings auch sehr laut. Impfgegner pflegen eigene Internetseiten, sie geben Magazine wie den „impf-report“ heraus, sie treffen sich zu Stammtischen und auf Demonstrationen. So kann der Eindruck entstehen, dass es zwei Seiten im Streit ums Impfen gäbe, Gegner und Befürworter.

Doch es gibt noch eine dritte Gruppe von Menschen. Sie agiert leiser, aber sie kann entscheidend für die Gesundheit einer Nation sein: die Impfskeptiker […]

Zum Weiterlesen:

  • Impfen!? Alle Antworten für die richtige Entscheidung, geo.de am 21. März 2019
  • „Impfen! Oder etwa nicht?“ – Lesenswerte Titelgeschichte im neuen „Geo“-Magazin, GWUP-Blog am 15. Februar 2019
  • Soziale Medien wollen gegen Impfgegner vorgehen, GWUP-Blog am 19. März 2019
  • Neues Verfahren: Impfen ohne Chemie, BR am 15. März 2019

21. März 2019
von Bernd Harder
3 Kommentare

Jetzt (kostenpflichtig) online: Natalie Grams in der Welt am Sonntag – „Was ich bei meinen Auftritten erlebe“

Jetzt bei Welt+ verfügbar: der Artikel aus der Welt am Sonntag, auf den wir hier hingewiesen hatten.

Bei Twitter schildert Grams heute zudem ein bezeichnendes Erlebnis:

Wie Homöopathen und Globuli-Fans reagieren, wenn sie auch nur auf die Möglichkeit solcher „Cum hoc ergo propter hoc“-Fehlschlüsse aufmerksam gemacht werden, kann man in dem Welt+-Artikel nachlesen:

Münster, 2018: Ich halte einen Vortrag über die Ethik der Homöopathie innerhalb der Medizin. Homöopathieanhänger im Publikum kommentieren mit Zischen, Gelächter und Zwischenrufen.

Anschließend hält ein Vertreter der Homöopathie [Andreas Holling] sein Referat. Nicht ein Sachargument von mir greift er auf – verweist stattdessen auf die dicken Bücher, in der die Homöopathie niedergeschrieben sei. Das könne ja nicht alles falsch sein.

Am nächsten Tag lese ich in den sozialen Medien von meiner „Hilflosigkeit in der Debatte“ und einer „vernichtenden Niederlage“.

Wie es wirklich war:

Zum Weiterlesen:

  • Was ich bei meinen Auftritten erlebe, spricht für sich, Welt+ am 21. März 2019
  • Natalie Grams in der WamS: „Rattengift sollte ich verabreicht bekommen“, GWUP-Blog am 17. März 2019
  • Früher war sie Homöopathin – heute kämpft Natalie Grams gegen den Mythos der Globuli, watson am 19. März 2019
  • „Wissenschaft persönlich“: Natalie Grams am 2. April in Winterthur, GWUP-Blog am 19. März 2019

20. März 2019
von Bernd Harder
1 Kommentar

Buchtipp: „Bedienungsanleitung für deinen Verstand“ – das neue skeptische Standardwerk

Wie soll man eine Rezension über ein Buch schreiben, von dem man am liebsten jeden einzelnen Satz zitieren möchte?

Am besten lässt man es – und spricht nur eine uneingeschränkte Empfehlung aus.

Die deutsche Ausgabe von Steven Novellas „The Skeptics’ Guide to the Universe“ ist schlicht gesagt das skeptische Standardwerk schlechthin. Die prallen (und unbebilderten) 500 Seiten sind …

… quasi eine Schutzimpfung gegen minderwertige Wissenschaft, Täuschung und Denkfehler.

Man kann willkürlich eine beliebige Seite aufschlagen und liest sich sofort fest – sogar dann, wenn man in dem jeweiligen Thema bereits zu Hause ist und die Ausführungen für langjährige Skeptiker nicht hochaktuell und auch nicht vollständig sind. Ein paar Probeversuche:

Seite 63: Der Dunning-Kruger-Effekt, eingeordnet in den Teilbereich „Metakognition“ als eines von vier Kernkonzepten des wissenschaftlichen Skeptizismus („salopp ausgedrückt, bedeutet das, über das Denken nachzudenken. Die Metakognition ergründet, inwieweit unser Denkvermögen von Verzerrungen beeinflusst wird.).

Seite 93: Thema hier ist „Argumentation und logische Fehlschlüsse“. Novella skizziert das „Argumentum ad ignorantiam“ („Das Nichtvorhandensein einer anderen Erklärung bedeutet nur, dass wir etwas nicht wissen – es heißt aber nicht, dass wir uns einfach eine andere Erklärung dafür ausdenken dürfen.“).

www.theskepticsguide.org/about/steven-novella

Seite 241: „Hexenjagden“ als Unterpunkt zum Thema „Verschwörungstheorien“ im Teilbereich „Wissenschaft und Pseudowissenschaft“. Es geht um Salem 1692 und die sechs klassischen Elemente einer „Hexenjagd“ bis hin zur aktuellen „Satanic Panic“.

Seite 357: „Verrücktes Hollywood“. Im Fokus dieses Kapitels stehen die Kapriziösen diverser Promis wie Jenny McCarthy oder Gwyneth Paltrow.

Seite 404: „Wir man einen wissenschaftlichen Artikel prüft“. Gehört zum Oberkapitel „Wissenschaftsjournalismus“, davor erklärt Novella auch die Crux mit der „falschen Ausgewogenheit“.

Seite 453: „Skeptizismus in der Kindererziehung“ als Teilaspekt des Schlusskapitels „Skeptisch leben“.

Ja – das Buch ist wirklich so vielfältig. Sollte man gelesen haben.

Zum Weiterlesen:

20. März 2019
von Bernd Harder
1 Kommentar

Verschwörungsmythen rund um Krebs im neuen „Skeptiker“

Heute bei Spiegel-Online:

Die steigenden Zahlen gehen vor allem auf die alternde und wachsende Bevölkerung zurück. Nichtsdestotrotz bleibt die Tatsache, dass seit Jahrzehnten Abermilliarden an Forschungsgeldern, Spenden und Industriekapital in die Tumormedizin fließen, scheinbar ohne dass man dem Ziel, den Krebs zu besiegen, entscheidend nähergekommen wäre.

Das nährt natürlich Verschwörungstheorien, wonach Krebs eine Erkrankung sei, die „offiziell keine Heilung finden soll, weil mehr Menschen daran verdienen, als daran erkranken“.

Ist da was dran?

https://twitter.com/skeptiker_de/status/1108320322003128320

Darüber haben wir für den aktuellen Skeptiker (1/2019) mit Dr. Susanne Weg-Remers vom Krebsinformationsdienst des DKFZ in Heidelberg gesprochen:

Weg-Remers: Die Forschung der letzten Jahre hat mehr und mehr gezeigt, dass es nicht eine typische Krebserkrankung gibt, sondern dass Krebs als Sammelbegriff für eine Vielzahl ganz unterschiedlicher bösartiger Tumorerkrankungen mit unterschiedlichen Eigenschaften und Verläufen betrachtet werden muss.

Vor etwa zehn, fünfzehn Jahren ist man davon ausgegangen, dass es etwa 200 Krebserkrankungen gibt, die nach ihrem Ursprungsgewebe in den jeweiligen Körperregionen oder Organbestandteilen benannt wurden. Heute wissen wir, dass auch diese Schätzung zu niedrig war, weil jede Krebsart noch etliche Unterformen auf der Basis der genetischen Eigenschaften der Tumoren verschiedener Patienten entwickeln kann. Kein Tumor gleicht dem anderen.

Dazu kommt, dass Tumorzellen eines Patienten sich unter Therapie auf vielfältige Weise verändern, etwa Resistenzen ausbilden, und deshalb jede Krebserkrankung einen eigenen, oft unvorhersehbaren Verlauf nehmen kann. All das macht die Behandlung so schwierig.

Darüber hinaus geht es um den Vorwurf, die Pharmaindustrie erforsche wirtschaftlich uninteressante Substanzen erst gar nicht, und für unabhängige Studien stünden nur wenige Mittel zur Verfügung – so wie beispielsweise in der laufenden Debatte um Methadon als Krebsmedikament argumentiert wird.

Weg-Remers: Also was Methadon angeht, weiß ich von mindestens zwei Arbeitsgruppen, die Fördermittel einwerben, um das antitumorale Potenzial zu testen. Wenn eine Substanz vielversprechend ist, wird sie auch untersucht. Es gibt ja nicht nur die Pharmaindustrie, sondern auch öffentlich geförderte Forschung, die Studienprojekte finanziell ausstatten kann, wenn Pharmaunternehmen wirklich kein Interesse daran haben sollten.

Speziell beim Methadon ist es so, dass dieses Opioid in Zellkulturen und im Tierexperiment eine Wirksamkeit gegen Tumorwachstum gezeigt hat. Der Mensch ist aber nun mal keine Zellkultur und keine Maus. Von durchschnittlich 10 000 im Labor getesteten Substanzen schafft es am Ende eine bis zur Zulassung.

Alle anderen bleiben auf der Strecke, zum Beispiel weil sie nicht wirksamer sind als ein Standardmedikament. Oder weil sie inakzeptable Nebenwirkungen aufweisen.

www.gwup.org/147-wurzel/archiv-zeitschrift-skeptiker/2089-zeitschrift-skeptiker-1-2019

Und was ist mit der Behauptung, dass Krebs mit ganz einfachen Mitteln heilbar sei, etwa mit Natron, Dichloroacetat, Curcumin oder Amygdalin?

Weg-Remers: Viele Anbieter von alternativmedizinischen Methoden gegen Krebs werben mit irgendwelchen Studien, die durchaus in Fachzeitschriften erschienen sein können und auf den ersten Blick seriös wirken. Falsch sind allerdings die Schlüsse, die daraus gezogen werden – etwa dass Natriumbicarbonat bereits ein funktionierendes Krebsmedikament wäre. Das kann man aus den vorliegenden Daten von In-Vitro-Studien und Tierversuchen einfach nicht ableiten.

Eine Substanz, die Mäuse heilt oder in der Petrischale Tumorzellen abtötet, funktioniert im hochkomplexen Organismus des Menschen oft ganz anders oder gar nicht. Die Vorstellung, man nimmt Natron und der Krebs geht weg, ist verlockend, aber zu einfach.

Und wie berät die Krebsspezialistin Anrufer, die nach diversen „Wundermitteln“ fragen?

Weg-Remers: Häufig hilft es schon, wenn man Irrtümer ausräumt, etwa was das schon angesprochene Amygdalin beziehungsweise „Vitamin B17“ angeht. Ja, das ist ein natürlicher Stoff, eine Blausäureverbindung, die in Aprikosenkernen enthalten ist. Aber für eine Wirksamkeit als Medikament gegen Krebs gibt es keinerlei Belege, und es sind etliche Fälle von Blausäure-Vergiftung durch eine Amygdalin-Behandlung dokumentiert. Letzten Endes hat der Patient überhaupt nichts davon, im Gegenteil, er geht ein unnötiges Risiko ein.

Auch vermeintlich harmlose Nahrungsergänzungsmittel oder natürliche „Wunderwaffen“ wie Fischöl, Q10, Grüner Tee, Mariendistel, Ingwer, Laktobaterien und vieles andere können mit Krebsmedikamenten interagieren und deren Effektivität deutlich herabsetzen oder unerwünschte Wirkungen sogar verstärken.

Das Heft mit dem vollständigen Interview kann hier bestellt werden.

Zum Weiterlesen:

  • Aprikosenkerne und Kampfvergiftungsmittel, Skeptiker 1/2019
  • Chemophobie, Aprikosenkerne und andere Krebsmythen, GWUP-Blog am 3. Februar 2019
  • Methadon und Krebs: „Quarks“ erklärt den aktuellen Stand, GWUP-Blog am 4. Januar 2019
  • Zehn Gründe, warum es keine „Krebs-Verschwörung“ gibt, GWUP-Blog am 8. Juli 2015
  • The rise and fall of scientific authority — and how to bring it back, nature am 18. März 2019

20. März 2019
von Bernd Harder
Keine Kommentare

Neu im „Nachgefragt“-Podcast: Gendermedizin

Neu im Nachgefragt-Podcast:

Osteoporose oder Depression bei Männern, Herzinfarkt bei Frauen – bei zahlreichen Erkrankungen zeigen Frauen und Männer unterschiedliche Symptome und reagieren anders auf medizinische Therapien. Unter der Annahme, dass Männer- und Frauenkörper sich nur im Bereich der Gynäkologie und Geburtsmedizin unterscheiden, beruht das derzeitige medizinische Wissen bisher jedoch hauptsächlich auf Erkenntnissen über den männlichen Organismus.

Die Folge kann sein, dass Erkrankungen falsch diagnostiziert, Arzneimittelnebenwirkungen falsch eingeschätzt oder geeignete Therapien nicht eingeleitet werden. Neben den biologischen Unterschieden bei der Arzneimitteltherapie muss Rollenverhalten und gesellschaftliche Prägung der Männer und Frauen in der Diagnostik berücksichtigt werden.

Mit der Soziologin Sarah Hiltner spreche ich über geschlechtersensible Medizin und wie Frauen und Männer in der Medizin dargestellt werden. Wir diskutieren, wie beide Geschlechter davon profitieren, dass Unterschiede wahrgenommen und Therapiemaßnahmen auf sie abgestimmt werden, um eine optimale Behandlung zu gewährleisten.

Zum Weiterlesen:

  • Nachgefragt #21: Gendermedizin vom 19. März 2019
  • Neu im „Nachgefragt“-Podcast: Anthroposophie und Waldorfpädagogik, GWUP-Blog am 24. Januar 2019
  • Video: Der weibliche Patient – blinde Flecken in der Medizin, Science Slam mit Sarah Hiltner
  • Video: Gender Medicine: What has sex got to do with it? re:publica mit Sarah Hiltner

19. März 2019
von Bernd Harder
1 Kommentar

Soziale Medien wollen gegen Impfgegner vorgehen

Medscape berichtet über die Absichtserklärung von Youtube, Facebook und Co., die Agitation von Impfgegnern zu unterbinden:

Plattformen wie YouTube, deren Algorithmen impfkritische Videos hoch listen, reagieren jetzt und haben angekündigt, dass YouTuber, die gegen Impfungen agitieren, künftig keine Werbeeinnahmen mehr über ihre Videos generieren können. Pinterest will künftig generell keine Suchergebnisse mehr zum Thema Impfen anzeigen, und Facebook teilt mit, dass geprüft werde, ob sich Anti-Impf-Kampagnen aus den Softwaresystemen entfernen lassen.

„YouTube ist ein Ort, den Nutzer nicht nur zur Unterhaltung besuchen. Sie kommen auch, um Informationen zu finden, um etwas über Dinge zu erfahren, um zu entdecken und um nachzuforschen“, stellt Sundar Pichai, CEO von Google [Youtube-Eigentümer] klar.

Die Entscheidung von YouTube, gegen die Agitation vorzugehen, erfolgte gleichwohl nicht ganz freiwillig. Mehrere Unternehmen hatten sich offenbar beschwert, dass ihre Spots vor impfkritische Videos geschaltet wurden. Angeblich drohten sie, die Zusammenarbeit mit YouTube zu beenden, sollte sich daran nichts ändern.

Zum Weiterlesen:

  • Impfkritische Seiten: Soziale Medien erweisen sich als Fake-News-Schleuder, Medscape am 15. März 2019
  • Harte Zeiten für Impfgegner auf Facebook und Amazon, BR am 8. März 2019
  • Impfgegner: Tödliche Dummheit, Spiegel-Online am 3. März 2019
  • Bundesweite Resonanz auf den Arzt, „der eine Impfgegnerin aus der Praxis warf“, GWUP-Blog am 3. März 2019
  • Grams‘ Sprechstunde: Eigenverantwortliche Selbstüberschätzung, spektrum am 7. März 2019
  • „Eine Geschichte von Hysterie und Versagen“: Wie eine Ärztin in Japan gegen Fake News und fanatische Impfgegner kämpft, GWUP-Blog am 20. Februar 2019
  • „Impfen! Oder etwa nicht?“ – Lesenswerte Titelgeschichte im neuen „Geo“-Magazin, GWUP-Blog am 15. Februar 2019

19. März 2019
von Bernd Harder
1 Kommentar

Der Mythos Homöopathie: Natalie Grams bei „Watson“

Heute bei watson:

Ein Auszug:

Watson: Viele Homöopathen sagen: „Unseren Patienten hilft es, und wer heilt, hat recht.“ Wo ist also das Problem?

Grams: Homöopathie hilft nachweislich nicht besser als Placebo. Placebo ist nicht nichts, aber eben etwas anderes als die spezifisch heilende Arzneitherapie, als die die Homöopathie versucht Recht zu bekommen. Es wird häufig behauptet, dass es auch positive Studien über die Wirksamkeit gibt. Das sind jedoch sehr wenige. Und je größer und je methodisch einwandfreier Studien sind, desto weniger zeigen sie einen Effekt über den Placebo-Effekt hinaus.

Watson: In Globuli ist also nichts, das wirkt. Aber macht sie das gefährlich?

Grams: Ja. Es ist zwar im Gegensatz zu richtigen Medikamenten kein Wirkstoff drin, also auch nichts, das schaden könnte. Es kommt aber vor, dass durch Homöopathie eine wirklich wirksame Therapie unterlassen oder verzögert wird. Und das kann zu großen Problemen führen.

Vielfach lassen Leute sich auch nicht impfen, weil sie an die Wirkung von Homöopathie allein glauben. Das führt zu Gefahren für die ganze Gesellschaft. Man begibt sich da in ein alternatives, esoterisches Denk-Gebäude. Das konnte man kürzlich bei einer Europawahl-Kandidatin der Grünen sehen, die schrieb, wir hätten alle ein „Energiefeld“ und eine „Aura“.

So ein Glauben kann dazu führen, dass Menschen auch an anderen Stellen irrational handeln.

Zum Weiterlesen:

  • Früher war sie Homöopathin – heute kämpft Natalie Grams gegen den Mythos der Globuli, watson am 19. März 2019
  • „Wissenschaft persönlich“: Natalie Grams in Winterthur, GWUP-Blog am 19. März 2019
  • Pseudomedizin: Die Schäden sind vielfältig und verheerend, GWUP-Blog am 2. Oktober 2015

19. März 2019
von Bernd Harder
Keine Kommentare

„Wissenschaft persönlich“: Natalie Grams in Winterthur

Am 2. April (Dienstag) ist Natalie Grams in der Stadtbibliothek Winterthur zu Gast:

Das Veranstaltungsformat „Wissenschaft persönlich“ vom Wissenschaftsportal Higgs ist eine etwa einstündige Talkshow, bei der Menschen aus der Wissenschaft von ihrer Forschung und ihrem Leben erzählen.

Dabei geht es nicht nur um faktische Befunde, sondern vor allem auch um die Persönlichkeit der Gäste, deren Motivation und Leidenschaft. Gastgeber von „Wissenschaft persönlich“ ist der Wissenschaftsjournalist, Moderator und Buchautor Beat Glogger.

Tickets zum Preis von 19 CHF kann man hier bestellen.

Zum Weiterlesen:

  • Natalie Grams in der WamS: „Rattengift sollte ich verabreicht bekommen“, GWUP-Blog am 17. März 2019
  • Mal wieder: Eine Studie, die die Homöopathie „belegen“ soll, GWUP-Blog am 18. März 2019

18. März 2019
von Bernd Harder
Keine Kommentare

Video: Was ist Fauxtire und wie erkennt man sie?

Neues Video von spielFAIRderber (Mimikama und Blogrebellen):

Bei Fauxtire handelt es sich um ein Kofferwort, das aus den Begriffen „Faux“ (französisch für falsch) und SatTIRE besteht.

Tatsächlich handelt es sich bei Fauxtire-Geschichten um eine Mischung. Sie haben immer eine satirische Komponente und bestehen anteilig aus „fabricated content“, der klassischerweise in den Bereich Fake-News gehört. Satire soll am Ende unterhalten, Fake News bewusst täuschen und auch manipulieren. Fauxtire liegt eben genau dazwischen.

In unserer neusten Ausgabe spielFAIRderber erklären wir, was Fauxtire ist und wie man es erkennt.

Zum Weiterlesen:

  • Was ist Fauxtire und wie erkennt man es? mimikama am 18. März 2019
  • Der „Traditionshase“ auf dem Kassenbon ist wieder da, mimikama am 15. März 2019
  • Fake News: Manipuliert wird nur, wer will, Zeit-Online am 14. März 2019