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SkepKon-Video: Die „Futterverschwörung“ – Trends in der Ernährung von Hunden und Katzen

| 16 Kommentare

Ein weiteres SkepKon-Video ist online:

Die „Futterverschwörung“ – Trends in der Ernährung von Hunden und Katzen

mit der Wiener Tierärztin Dr. Stefanie Handl.

„Gesunde Ernährung“ ist ein Modethema, das auch vor unseren Haustieren nicht haltmacht. Während auf der einen Seite das Angebot an Futter im Zoohandel ins Absurde wächst, entwickeln sich auf der anderen Seite Trends von der „naturnahen Rohfütterung“ bis zur Frage, ob man Hunde und Katzen nicht vegan ernähren könnte.

Irrlehren und Modeerscheinungen der Humanernährung von „glutenfrei“ bis „detox“ werden auf Haustiere übertragen und mit religiösem Eifer verteidigt.

Dieser Vortrag gibt einen Überblick über aktuelle Trends und Irrungen in der Fütterung von Hunden und Katzen und beleuchtet den wissenschaftlichen Hintergrund sowie mögliche Gefahren.

Die nächste SkepKon findet vom 21. bis 23. Mai in Berlin statt. Das Programm gibt’s im neuen Skeptiker.

Zum Weiterlesen:

  • SkepKon-Video: Verschwörungstheorien selbst testen, GWUP-Blog am 11. Dezember 2019
  • SkepKon-Video: „Welche Faktoren begünstigen den Glauben an das Paranormale?“ GWUP-Blog am 5. Dezember 2019
  • SkepKon-Video: „Warum halten sich Pseudo-Erklärungen so hartnäckig?“ mit Axel Ebert, GWUP-Blog am 12. November 2019
  • SkepKon-Video: Das Phänomen Jordan Peterson – wichtiger Denker oder gefährlicher Pseudointellektueller? GWUP-Blog am 11. September 2019
  • SkepKon-Video: „Energiewende – aber wie?“ mit Dr. Norbert Aust, GWUP-Blog am 30. Juli 2019
  • SkepKon-Video: Mondlandung – Fakt oder Fake? GWUP-Blog am 20. Juli 2019
  • SkepKon-Video: „Die Geschichte der Kurpfuscherei in Deutschland“ mit Sylvia Stang, GWUP-Blog am 15. Juli 2019
  • SkepKon-Video: „Energie aus dem Nichts – der Traum vom Perpetuum Mobile“, GWUP-Blog am 8. Juli 2019
  • SkepKon-Video: Nostradamus, Rose Stern und der Polsprung, GWUP-Blog am 2. Juli 2019
  • SkepKon-Video: „Impfen – Pro und Contra. Eine Einordnung“, GWUP-Blog am 10. Juni 2019
  • Video: Tommy Krappweis und „Harpo Speaks“ live beim Skeptical 2019 in Augsburg, GWUP-Blog am 20. Juni 2019
  • SkepKon-Video: Impfakzeptanz bei Ärztinnen und Ärzten in Deutschland, GWUP-Blog am 27. September 2019
  • A Festival Feeling in Augsburg: SkepKon 2019 Includes Myths about Pet Diets, Homeopathy, and Perpetual Motion Machines, CSI am 3. Juli 2019
  • Das war die SkepKon 2019, hpd am 28. Juni 2019
  • SkepKon 2019: Das Skeptical, hpd am 18. Juni 2019
  • Video von „Wissenschaft oder Wunschdenken?“ in Wien: Ernährungsmythen bei Mensch und Tier, GWUP-Blog am 6. Dezember 2018
  • Vortragsvideos von Stefanie Handl: Akupunktur, TCM und vegane Ernährung auch für Hund und Katze, GWUP-Blog am 3. Oktober 2018
  • „Alternative“ Tiermedizin – So behandelt man keinen Freund! Susannchen braucht keine Globuli am 30. September 2018

16 Kommentare

  1. krass, bei youtube gibt es schon fast 2000 Views in so kurzer Zeit. Tja, Katzenvideos und Tiernahrung gehen immer hahaha

  2. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich Mitte der Nuller-Jahre den damaligen Bestseller „Katzen würden Mäuse kaufen“ erworben habe. Die Tierärztin unserer Kater hat damals schon die Nase bzgl. des „Barfens“ gerümpft. Wir haben das dann auch sehr schnell wieder aufgegeben.

    Einer der beiden Kater ist leider Ende 2007 an einem Pankreaskarzinom verstorben, der andere lebt – trotz konsequenter Ernährung mit industrieller Tiernahrung – immer noch und ist inzwischen stolze 19 Jahre alt! (Wenngleich er seit gut 2 Jahren inzwischen komplett ertaubt ist und infolge einer Hyperthyreose nur noch 2.9kg wiegt – aber das hält ihn bis heute nicht vom täglichen Reviergang, gelegentlichen Kämpfen mit wesentlich jüngeren Katzen aus dem Wohnquartier und (inzwischen selten gewordenem) Mausen ab.)

    Da niedliche Katzenfotos im Internet immer gut kommen, hier ein Portrait unseres „Katzen-Opis“:

    https://up.picr.de/35071401vc.jpg

    ;)

  3. Klar gehen Tiersachen immer – aber hier haben wir es was die Kommentare und Dislikes angeht, denke ich auch damit zu tun, dass der Film bei Barf-Fans offenbar rauf und runter läuft. Wenn man den fleissigsten Kommentator ergoogelt, lernt man, dass er Barf vertickt. Und gleichzeitig der Referentin aus mir unerfindlichen Gründen unterstellt, auf der Gehaltsliste von Royal Canin zu stehen. Leider gibts kaum kompetente Gegenrede.

  4. @andi:

    Leider gibts kaum kompetente Gegenrede.

    Das generelle, altbekannte Problem des GWUP-Youtube-Kanals …

  5. Weil mir grad jemand schreibt, nicht bei Youtube registriert zu sein: muss man nicht, um dort kommentieren zu können. Eine Registrierung bei Google (z.B. weil man eine @gmail-com Mail-Adresse hat) genügt.

  6. Ich musste mich erstmal schlau machen, was „Barf“ ist.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Barf

    Die Methode scheint mir ähnlich ideologisch aufgeladen und mit ernährungsphysiologischen Problemen behaftet zu sein, wie der Veganismus bei Menschen. Nicht besonders vertrauenerweckend.

  7. Da bleibt eigentlich nur mit der Referentin in Jargon zu verfallen: „Naa, wos is dees?“ Sehr gut, die Dr. Handl!

  8. @Flo
    Niedlich. Sieht gar nicht so alt aus auf dem Bild.

    Natürlich verbietet sich das Anbringen von Anekdoten als Beleg für irgendwas. Ich könnte allerdings eine ebensolche beisteuern. Mit 20+ überfahren worden.

    BARF ist ja auch ein toller Name für ein Ernährungskonzept. Zum Kotzen, oder wie darf man das verstehen?

  9. Auf die Gefahr hin, jetzt ausgelacht und veralbert zu werden: Mein Hund (Großer Schweizer Sennenhund) wird größtenteils BARF gefütttert, meine Katze bekommt nur Trockenfutter und Wasser und sucht sich ihre Mäuse selber.

    Mit BARF ist es wie mit vielem – man kann eine Pseudeowissenschaft draus machen, oder man kann das positive mitnehmen.

    Mein Hund bekommt eine Mischung aus diversen Gemüsen, einem Schuss Pflanzenöl und diverse Teile kaum für den Menschen verwertbarer Tierüberbleibsel (Hühnerhälse, Blättermagen, Pansen, Rinderohren mit Fell, usw.) Er erfreut sich bester Gesundheit. Das Wachstumsproblem am Ellenbogen war wohl kaum der Ernährung, aber 3 unabhängigen Tierärzten zufolge der Rasse zuzuordnen.

    Wenn mir das gefrohrene Rohfutter mal knapp wird, gibs halt ne Dose Feuchtfutter. Während seines Wachstums wurde er von dem betreuenden Tierarzt (ohne Kommunikation der Fütterungsmethode) immer für seinen Allgemeinzustand und sein glänzendes Fell gelobt. Ich denke mal, so falsch kann es nicht sein, was ich da treibe.

    Und er bringt sich jedes mal vor Freude fast um, wenn ich ihm sowas wie Blättermagen (bäh!) oder Pansen (bäh!) in seinen Napf fülle.

    Eine Bekannte von mir hat einen betagten Kleinhund, der hochallergisch auf dramatisch viele Lebensmittel und Zusatzstoffe reagiert. Er wird von ihr noch ausschließlich mit Pferdefleisch gefüttert, welches ich immer mitbestelle, weil es sich als Einzelbestellung für den kleinen Hund nicht lohnen würde.

    Problem ist, dass man reines Pferdefleisch entweder extremst teuer für Humanbedarf, oder aber als „Schlachtabfälle“ (immer noch teuer genug) als BARF beziehen kann. Es gibt KEIN industrielles Fertigprodukt, welches solche „Ansprüche“ erfüllt.

    Ganz ehrlich – macht man keine Pseudowissenschaft draus, ist es ein ganz gewöhnliches Fütterungskonzept. Es verzichtet halt größtenteils auf Kohlehydratzusatz in Form von Getreideprodukten, die bei vielen Fertigfuttermitteln als Energiebringer und „Füllmittel“ zugesetzt werden.

    Dass ich den größten Teil dabei direkt von einem (darauf spezialisierten) Schlachtbetrieb beziehe unter Umgehung weiterer industrieller Verarbeitung, sehe ich jetzt nicht negativ. Habe ich das alles schon anderweitig mal so erklärt wie hier? Ja.

    Habe ich je jemanden versucht zu „missionieren“? Nein…

  10. @ Christian Becker:

    „BARF ist ja auch ein toller Name für ein Ernährungskonzept. Zum Kotzen, oder wie darf man das verstehen?“

    „BARF“ ist die Abkürzung für „Born-again raw feeder“, das „barfen“ ist dann das daraus abgeleitete Verb, „Barfing“ bezeichnet die Kostform an sich.

  11. Ich hatte ja über viele Jahre hinweg Meerschweinchen. Die wurden nie „gebarft“ und trotzdem ist was aus ihnen geworden. ;-)

  12. @ Onkel Michael:

    „trotzdem ist was aus ihnen geworden“

    Schnitzel?

    *enteundeinband*

  13. @Flo
    Ist mir bekannt.

    Wenn man sich eine Abkürzung übelegt, sollte man aber schon drauf achten, dass sich daraus nicht ein völlig unpassendes Wort ergibt.

    Ich biete doch auch keine KOTZ-Diät an (Köstliches Obst TeilZerlegt) oder oder nenne eine Feuchtcreme bei östrogenmangelbedingtem Trockenheitsgefühl FICK (Feuchtikeits Intensiv Creme Kur).

  14. @Onkel Michael
    Hmm… ich hatte auch mal Meerschweinchen, die wurden eigentlich NUR gebarft. Am liebsten barften sie selbstständig in meinem Garten den Rasen direkt am und vom Stengel. (Im Gegenzug düngten sie dann auch für neuen Rohkost-Wuchs). Dabei „popcornten“ sie dann sogar völlig freiwillig und selbstständig, ohne dass ich ihnen Mais gegeben oder sie in der Pfanne erhitzt hätte. Ich habe ihnen – im Gegenteil – nie (vor)gegarte Lebensmittel verfüttert. Auch Möhren, Äpfel, Chicoree und ähnliches bekamen sie immer als „Rohkost“, also „barf“. Schon merkwürdig, wie sehr die Ernährungspläne sogar von Meerschweinchen variieren… ;-)

  15. @Christian Becker
    „Wenn man sich eine Abkürzung übelegt, sollte man aber schon drauf achten, dass sich daraus nicht ein völlig unpassendes Wort ergibt.“

    Ja, „to barf“ kann man mit „kotzen“ übersetzen.

    Andererseits gibt es im amerikanisch-englischen das Wort „bark“, was die Skription des Bell-Lautes eines Hundes in dieser Region darstell; und was phonetisch auch sehr dicht an „barf“ liegt. Kotzen da gleich alle Hunde, wenn sie bellen?

    Man muss nicht jedem Wortspiel hinterher rennen, außer man wird mit Waffengewalt dazu gezwungen. Oder wie sich zwei Diebe in Ank-Morporg unterhielten: „Warum sollen wir auf den Polizisten hören? Der hat ja nicht mal geladene Armbrust!“ – „Nein, aber er hat einen geladenen Wolf!“ ;-)

  16. @ knick:

    Es schmerzt, wie Du den Namen der grossen Wahooni verhunzt. :(

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