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#ferngespräch „Sekten“ jetzt auch als Hoaxilla-Podcast

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Das #ferngespräch zum Thema „Sekten“ vom 5. Januar gibt’s jetzt auch als Hoaxilla-Podcast:

Wann sind Sekten gefährlich? Was genau ist eine Sekte und sollte man den Begriff überhaupt noch benutzen und nicht doch besser z. B. von „religiösen Sondergemeinschaften“ sprechen?

Darüber diskutierten wir mit Lydia BeneckeBernd Harder, Holm Hümmler, Fabian Maysenhölder und Ulrike Schiesser.

Zum Weiterlesen:

  • WildMics Special #40 – „Sekten“ vom 18. Februar 2021
  • Zeugen Jehovas und Co.: Sekten, Corona und Harmagedon, GWUP-Blog am 4. Januar 2021
  • Sekten in der Corona-Krise: Wenn Covid mit Gebeten bekämpft wird, Schwäbische Zeitung am 4. Januar 2021
  • Sekten und Freikirchen in der Pandemie: „Sie spielen mit der Angst der Menschen“, Spiegel-Online am 4. Januar 2021
  • Sekten in der Corona-Zeit: Wenn man nur fest dran glaubt, kann man Covid wegbeten, stern.de am 4. Januar 2021
  • Video: Freiheit und Freude statt Sündenangst und Harmagedon, GWUP-Blog am 24. September 2020
  • Videos: Junge Aussteigerinnen klären bei Youtube über die Zeugen Jehovas auf, GWUP-Blog am 1. Januar 2019
  • Video: „Kontrovers“ über die OCG und Klagemauer-TV, GWUP-Blog am 29. Januar 2020
  • Skeptiker-Interview: Hinter der Klagemauer – welche Ziele verfolgt das „alternative Medienportal“? GWUP-Blog am 24. Juni 2019
  • „Klagemauer-TV“: Angst und Verunsicherung schüren, Vertrauen erschüttern, GWUP-Blog am 26. Juli 2019
  • „Die feenhafte Anastasia“ siedelt in Brandenburg, GWUP-Blog am 9. Dezember 2020
  • Entlassungswelle bei den Zeugen Jehovas: Ist das Ende nah? GWUP-Blog am 10. Oktober 2015
  • Wenn Scientology den Hautwiderstand misst: 5000 statt 200 Dollar, GWUP-Blog am 24. Juli 2018
  • US-Doku: Leah Remini spricht über Scientology und die Folgen, GWUP-Blog am 1. Dezember 2016
  • Video: „Bhagwan – Die Deutschen und der Guru“, GWUP-Blog am 16. Februar 2021

7 Kommentare

  1. Die Anerkennung der Jehovas Zeugen als Körperschaft des öffentlichen Rechts ist eine Verwaltungsentscheidung und richterlich bestätigt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Öffentlich-rechtliche_Religionsgesellschaft

    https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/bverfg-beschluss-2-bvr-1282-11-religionsgemeinschaften-koerperschaft-anerkennung-zeugen-jehovas-bremen/

    https://hpd.de/artikel/muss-den-zeugen-jehovas-kdoer-status-deutschland-entzogen-werden-19001

    Meines bescheidenen Wissens ist es auch in Deutschland – wie für Österreich im Podcast beschrieben – inzwischen gängige Praxis im Falle einer Operation des Kindes den Eltern (Jehovas Zeugen) für die Dauer des Klinikaufenthalts das Sorgerecht zu entziehen und es ihnen danach wiederzugeben.

    Der Arzt kann seiner medizinischen Pflicht nachkommen. Es besteht keine Gefahr für das Leben des Kindes und die Eltern können ihr Verhalten vor der Gruppe rechtfertigen, in dem sie darauf verweisen, dass ihnen der Staat die Entscheidung abgenommen hat.

  2. Vielen Dank für das lange, anregende Gespräch über „Sekten“. Die Diskussion am Anfang über eine Begriffsbestimmung verwirrt mich, weil seit Wittgensteins „Philosophischen Untersuchungen“ es begründete Zweifel an der Trennschärfe von Begriffsdefinitionen gibt (Stichwort: Familienähnlichkeiten).

    Außerdem erschließt es sich mir nicht, warum nicht in unterschiedlichen sozialen Kontexten unterschiedliche Begriffe verwenden werden können, die jedoch ähnliche Phänomene bezeichnen.

    Der Begriff „Sekte“ ist alltagssprachlich etabliert und würde auch die in sich geschlossene römisch-katholische Gemeinden in Niederbayern oder eine ebensolche evangelische Kirchengemeinde in Hamburg miteinschließen.

    Frau Schiesser braucht für ihre Arbeit keinen fest stehenden Begriff. Sie benötigt nur Kriterien für ihren Arbeitsalltag, die funktional sind. (https://www.bundesstelle-sektenfragen.at/profil/begriff-sekte/)

    Und fachsprachlich hat sich in der Religionswissenschaft der genannte Begriff der Neuen religiösen Bewegungen etabliert, weil er ohne pejorative Konnotation auskommt und sämtliche religiöse Neugründungen bezeichnet, die seit dem 19. manchmal auch seit dem 20. Jahrhundert entstanden sind.

    z.B. Endbericht der Enquete-Kommission „Sogenannte Sekten und Psychogruppen“ (http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/13/109/1310950.pdf)

    Vielleicht hatte die Diskussion jedoch auch dieses Anliegen und ich habe es nur falsch verstanden.

  3. @Carsten Ramsel:

    Meines bescheidenen Wissens ist es auch in Deutschland – wie für Österreich im Podcast beschrieben – inzwischen gängige Praxis im Falle einer Operation des Kindes den Eltern (Jehovas Zeugen) für die Dauer des Klinikaufenthalts das Sorgerecht zu entziehen und es ihnen danach wiederzugeben.

    Macht es das besser?

    Ich bin immer wieder erstaunt, mit welchen Verrenkungen versucht wird, diese vollkommen absurde Praxis der ZJ irgendwie zu verteidigen, z.B. hier:

    https://www.finanzfrage.net/g/frage/zeugen-jehovas-kinder-sorgerechtsentzug-bei-lebensgefahr

    Womit ich nicht sagen will, dass Sie das tun bzw. Ihre Absicht ist.

  4. daß auch in der kath. Kirche mit Maria 2.0 die Frauen endlich aufgewacht sind ist ein spätes aber ermutigendes Zeichen. Genauso muß endlich mal bei den zj aufgestanden werden gegen Bevormundung Zwang und Verfolgung von ausgetretenen Menschen.
    bis das und mehr geschieht ist das für mich eine totalitäre und menschenverachtende Sekte.

  5. @diabetiker:

    daß auch in der kath. Kirche mit Maria 2.0 die Frauen endlich aufgewacht sind ist ein spätes aber ermutigendes Zeichen.

    Die Gegenbewegung ist schon da:

    https://www.domradio.de/themen/glaube/2019-11-26/maria-10-fuer-marienweihe-der-katholischen-kirche-deutschland

  6. @Bernd Harder

    Nein, es war nicht mein Ansinnen, die religiösen Überzeugungen Jehovas Zeugen zu verteidigen. Und es macht sie nicht besser. Ich begrüße die Praxis dennoch aus zwei Gründen. 1. Der Staat übernimmt die Sorgfaltspflicht gegenüber Schutzbefohlenen entgegen den religiösen Überzeugungen und dem Willen der Eltern. 2. Die Ärztinnen und Ärzte haben Rechtssicherheit und können gemäß ihrem Berufsethos handeln.

  7. @ B.Harder, schade da hat die kath.Kirche mal wieder eine Chance verpasst sich ein bisschen aus aus dem Muff des Mittelalters mit seiner Bigotterie und Beschränktheit abzusetzen. Aber eines Tages wird denen der ganze Sch… auf die Füße fallen und das wird wehtun, wie immer wird dann jemand jammern, daß er gar nicht versteht warum.

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