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Videos: Junge Aussteigerinnen klären bei Youtube über die Zeugen Jehovas auf

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Bisschen Off-Topic, aber es schadet wohl nichts, solche Infos möglichst breit zu streuen:

Die „Zeugen Jehovas“-Aussteigerin Sophie Jones aus Sachsen betreibt auch einen Youtube-Kanal mit Videos wie „Oh mein GOTT! Raus aus der Sekte – Mein Ausstieg bei Jehovas Zeugen & wie man es schafft“ oder „Klartext: So fühlt sich ein Zeuge Jehovas“:

Auch Rebecca Pearl spricht bei Youtube über „Das Luxusleben der leitenden Körperschaft“ oder „Wie wecke ich ein Mitglied auf?“:

Die beiden jungen Frauen ergänzen damit bereits bestehende Kanäle wie etwa „Bruderinfoaktuell“.

Mögen die „Zeugen Jehovas“ auch immer moderner auftreten (mit Laptop, Videos und Apps) – die Aufklärer sind schon da.

Zum Weiterlesen:

  • Eine Aussteigerin erzählt: „Ich glaubte, es sei das Größte, für Jehova zu sterben“, Brigitte am 21. November 2018
  • Aussteigerin berichtet: „Die Zeugen Jehovas haben mir meine Familie genommen“, Tag24 am 25. Dezember 2018
  • Police raid Jehovah’s witness buildings in sexual abuse inquiries, Dutch News am 6. Dezember 2018
  • Court orders blood transfusion for Jehovah’s Witness children, iol am 7. Dezember 2018
  • Finnish court orders Jehovah’s Witnesses to end illegal data gathering, yle am 17. Dezember 2018
  • Entlassungswelle bei den Zeugen Jehovas: Ist das Ende nah? GWUP-Blog am 10. Oktober 2015
  • Goodbye, Jehova: Wie Misha Anouk von der „bekanntesten Sekte der Welt“ loskam, GWUP-Blog am 7. November 2014
  • Zeugen Jehovas müssen sich beim Missionieren an EU-Datenschutzregeln halten, Süddeutsche am 10. Juli 2018

17 Kommentare

  1. Interessiert sich das Jugendamt für Kinder, die mit ihrer Mutter von Haustür zu Haustür gehen müssen, hat da jemand Erfahrungen gemacht?

  2. @Wednesday: Die Jugendämter interessieren sich für prügelnde Eltern, Missbrauchsfälle, verhaltensgestörte, völlig vernachlässigte Kinder, Kinder von drogenabhängigen Eltern, dazu kommen im Zuge der Flüchtlinge aus Afrika viele zwangsbeschnittene oder zur Prostitution gezwungen Mädchen…
    Also Du hast Nerven!

  3. Entschuldigung, meine Frage hatte realen Hintergrund. Wenn vier- bis ca. siebenjährige Kinder, anstatt zu spielen, mit der Mutter missionieren gehen müssen, kann es sich um nicht offensichtliche Vernachlässigung handeln. Warum sollte ich mir erst bei blauen Flecken o.ä. Gedanken machen.

  4. frage@m: wie nennt man den mißbrauch von kindern indem sie gezwungen werden mit einem elternteil von tür zu tür zu latschen und sich jedesmal zu schämen ?
    ist nach mm seelischer mißbrauch und in der folge nicht weniger belastend als körperlicher.

  5. @Wednesday: Also gut, nochmal in Kürze: „Interessiert sich das Jugendamt für Kinder, die mit ihrer Mutter von Haustür zu Haustür gehen müssen…? – Nein!

    „Warum sollte ich mir erst bei blauen Flecken o.ä. Gedanken machen.“ – Das darfst Du gerne, aber Jugendämter haben ganz andere Probleme.

    @diabetiker: Hilfe, wie muß es da erst den Leuten gehen, die im Call-Center arbeiten müssen? Oder als Haustürverkäufer? Oder…ich schlage vor, Du reformierst zunächst den kompletten Arbeitsmarkt. Da gibts seelischen Missbrauch ohne Ende.

    Tipp: Gehe schrittweise vor! Fange mit den großen Problemen an!

  6. Das Kind kommt wenigstens an die frische Luft und bewegt sich. Da finde ich Kinder die 8h am Tag vor der Playstation sitzen schlimmer…

  7. Wenn _Kinder_ in Callcentern oder als Hausverkäufer arbeiten würden, müsste das auf jeden Fall das Jugendamt interessieren. Da ist nämlich das Jugendarbeitsschutzgesetz vor.

    Es gibt weitere Regeln, die sich auf unterschiedliche Gesetze verteilen, die sich noch von Bundesland zu Bundesland unterscheiden können. Wenn kein Geld fließt (etwa Straßensammungen) und kein Aufenthalt in Kneipen, Kinos etc. (Jugenschutzgesetz) damit verdunden ist, dann ist „ehrenamtliches Engament“ – und dazu gehört „über Jesus reden“ wohl auch – wenig konkret oder gar nicht geregelt.

    Da schaffen sich Vereine und Verbände ihren eigenen Richtlinien. Ein auf die Schnelle gefundenes Beispiel vom DRK in BaWü (PDF): http://www.das-starke-angebot.de/fileadmin/jrk-bw/download/JRK-Empfehlung_-_Richtlinie_zur_Mitwirkung_von_Kindern_und_Jgdl_im_LV.pdf

  8. @ Losinska:

    Playstation-Spielen ist also Deiner Meinung nach schlimmer als der Missbrauch durch eine Psycho-Sekte?!?

  9. @ m, ich schlage vor du überdenkst deine kommentare bevor du sie schreibst.
    oder hast du schon kinder in callcentern gesehen?
    zudem werden callcenter angerufen, die zj kommen ungerufen.
    hat aber auch mit dem mißbrauch von kindern durch sekten wie zj nichts zu tun.
    bitte daher das problem betreffende argumente bringen.

  10. Es gibt nichts Richtiges im Falschen. Kinder gehen mit Sekten missionieren? Ja, aber immerhin sind sie dabei an der frischen Luft! Nee, iss klar…

    Ich ärgere mich darüber, dass die Zeugen Jehovas hier am Hauptbahnhof (Nordrhein-Westfalen) mit bis zu drei, vier Infoständen neue Mitglieder für Ihre Weltuntergangs-Sekte anwerben dürfen. Da rennt man täglich in diese Sektenveranstaltung hinein und keiner sagt etwas dazu… vielleicht wäre ja mal ein Brief an die Deutsche Bahn hilfreich.

  11. @diabetiker:

    Also gut, dann für Dich nochmal in Kürze:

    – Frage :“ wie nennt man den mißbrauch von kindern indem sie gezwungen werden mit einem elternteil von tür zu tür zu latschen und sich jedesmal zu schämen“

    – Antwort: Gar nicht. Das ist kein Missbrauch.

    Ich empfehle Dir, ein Nachschlagewerk zu konsultieren und Dich erst mal schlau zu machen, was man unter „Missbrauch“ oder auch „seelischem Missbrauch“ überhaupt zu verstehen hat.

  12. @maggi, zur Erinnerung, ich fragte nicht zum Thema Mißbrauch sondern Vernachlässigung (Kinder sollten nicht zu missionarischen Zwecken die Eltern begleiten, anstatt zu spielen u. zu lernen, nebenbei, der kleinere d. Buben ist ausserordentlich niedlich, sprich seine Niedlichkeit wird v.d. Mutter _ausgenutzt_ – und damit bin ich dann doch beim Mißbrauch angelangt …),

    2. scheinen diese zwei Kinder meiner Anekdote aus dem Leben nicht unglücklich, umso größer daher der Zwiespalt,

    und 3. wenn ich nur schlimmste Auswüchse bemerke/bekämpfe, wie weit gehe ich, etwa soweit, daß eine zweimal im Jahr krankenhausreif geprügelte Person allein gelassen werden kann mit ihrer Angst u. Hilflosigkeit, weil es andere gibt, die jeden Samstag verletzt werden?

  13. @Wedesday: Ich kapier nicht, was das mit Vernachlässigung zu tun haben soll:

    „Vernachlässigung ist das ständige und/oder wiederholte Unterlassen fürsorglichen Verhaltens durch Eltern oder sorgeberechtigte Personen. Dabei kommt es u. a. zu einer Mangelversorgung bei der Ernährung, Körperhygiene, gesundheitlichen Versorgung, Beaufsichtigung und Betreuung, emotionalen (liebevollen) Zuwendung und intellektuellen und psychosozialen Förderung. Oft kommt es auch vor, dass jemand vergessen oder ihm Hilfe vorenthalten wird.“ (aus Wikipedia)

    So etwas ist dann in der Tat etwas für das Jugendamt, aber wenn eine Zeugen Jehovas-Mami ihren Kleinen in den Predigtdienst mitnimmt…??

    – „und damit bin ich dann doch beim Mißbrauch angelangt “ – Jein. Du solltest schon den Kontext beachten. „Missbrauch“ kann unterschiedliche Dinge bedeuten (https://www.duden.de/rechtschreibung/Missbrauch).

    Ein Beispiel: Auf dem Lande werden nach wie vor skandalöserweise Abertausende von Kindern regelmäßig zum sonntäglichen Kirchgang gezwungen. Ein klarer Fall von Macht-„Missbrauch“ seitens der Eltern.

    Da dies aber unter die Duden-Defintion bei Punkt 1 (und eben nicht 2) fällt, ist das Jugendamt hierfür leider nicht zuständig.

  14. @ Maggi:

    „Auf dem Lande werden nach wie vor skandalöserweise Abertausende von Kindern regelmäßig zum sonntäglichen Kirchgang gezwungen.“

    Nur auf dem Lande?

    Aber Kinder darf man in Deutschland ja sogar ungestraft verstümmeln, solange man sich auf Religion herausredet. Von daher ist das, was die Zeugen machen, irgendwie nur pillepalle…

  15. Pillepalle ist das sicher nicht, was die Zeugen Jehovas so machen. Da darf man sich auch ruhig auf die Aussagen von Aussteigern wie Masha Root, Rebecca Pearl, Sophie Jones, Misha Anouk, Barbara Kohout und vielen mehr, verlassen dürfen.

    Der Predigtdienst (von Tür zu Tür) ist dabei noch das geringste Übel – die Drohungen und das schlechte Gewissen („Du möchtest doch, dass Jehova nicht traurig ist, oder?“) wenn sich sowohl Kinder, als auch Erwachsene eben nicht an alles halten, was die religiöse Führung sich so einfallen ließ.

    Schauen Sie sich zB die Videos für Kinder an, die auf jw.(b)org so bereitgestellt werden. Lektionen, dass man in den Zusammenkünften aufpassen soll, weil das das Leben retten KANN. Man möchte ja nicht wie die Menschen zu Zeiten der Sinflut enden. Solche subtilen Drohungen zermürben.
    Ein Kind sollte sich um wichtigeres kümmern, als dass ein omnipotentes Wesen „traurig“ darüber ist, dass es Geburtstag feiert… oder es nicht mit den Schulkameraden über die Religion von Mama und Papa reden will.

    Neben dem seelischen Missbrauch kommen wie auch bei den anderen Gemeinschaften dann noch der körperliche, sexuelle Missbrauch mit dazu. Die katholische Kirche ist ja mittlerweile soweit, dass sie diese Fälle nicht mehr unbedingt komplett abstreiten kann. Auch die Zeugen Jehovas müssen das eingestehen und vor allem Schritte unternehmen, Opfer zu schützen! Nicht durch Artikel „aufklären“, sondern durch Anpassung der Richtlinien.

    Und dabei haben wir noch nicht mal über Manipulation, Indoktrination und Bewusstseinskontrolle gesprochen, die diese Gemeinschaft auf jedes einzelne Mitglied (ja, auch auf Kinder, die möglichst früh sich an diese Gemeinschaft durch eine Taufe binden sollen) ausübt.

  16. @ waytodawn:

    Sarkasmusdetektor kaputt?

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