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Neuerscheinung: Wirkprinzipien der Placebo-Effekte in der medizinischen Behandlung

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Interessante Neuerscheinung:

Die neuere Forschung hat erstaunliche Placebo-Effekte im Rahmen der medizinischen Behandlung erwiesen. Der Sammelband stellt diese Ergebnisse dar und diskutiert aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven, ob und inwieweit sich diese Effekte für die medizinische Versorgung nutzbar machen lassen.

Zum Weiterlesen:

5 Kommentare

  1. Ein Placebo ist die beste Medizin

    Wenn sich diese Erkenntnis durchsetzen sollte, stände nicht nur die Schulmedizin vor einem Scherbenhaufen. Sondern auch die alternative Heilkunde. Beide sind in einem fundamentalen Irrtum gefangen.

    https://www.faz.net/aktuell/wissen/die-macht-der-einbildung-ein-placebo-ist-die-beste-medizin-16045174.html

  2. Der Placebo-Effekt war früher eine ganz normale Heilmethode…wohl kaum Jemand hat diesen zb im Mittelalter hinterfragt.

    Ja, der Placebo-Effekt ist sehr mächtig, deshalb darf man auch seinen bösen Zwilling, den Nocebo-Effekt nicht minder einschätzen; und ich glaube, dieser ist in der heutigen Zeit um so wichtiger, da er von der „Alternativmedizin“ eingesetzt wird. Hier sei ein Schlagwort genannt: die böse Chemie.

    Auch der Beipackzettel von Medikamenten, kann einen Nocebo-Effekt bestärken, da dort jede – noch so unwahrscheinliche – bekannte Nebenwirkung aufgelistet sein muß.

  3. Finde den FAZ-Artikel etwas wirr und habe mir zunächst die Frage gestellt, was uns der Autor dieser Zeilen wohl mitteilen möchte.

    Die Placeboforschung ist ja schon spannend und geht auch über das im Artikel mitgeteilte hinaus, bezieht unspezifische Kontexteffekte etc. mit ein. Auf der anderen Seite darf man Placebos auch nicht überschätzen.

    Wenn man dann liest, wer der Autor ist, drängt sich der Gedanke auf, er plädiere für eine Lockerung des Verbraucherschutzes, um Produkte seines Arbeitgebers mit dem Argument, sie wirkten über einen Placeboeffekt, mit Gesundheitsversprechen bewerben zu dürfen…

  4. Da kann man eigentlich alles rauslesen, was man will, sogar ein Plädoyer für Produktpiraterie. ;-)

    Was ich ärgerlich finde, ist der für Heilschwurbler typische großzügige Umgang mit dem Begriff „Schulmedizin“, um die moderne, evidenzbasierte Medizin abzuwerten.

    Ja, wenn man bei Hippokrates anfängt, dann hat die Schulmedizin ihren jeweiligen Alternativen wenig bis nichts voraus – außer in den letzten rund 150 Jahren.

    Weil es dann ja eben nicht mehr bloß Schul-Medizin ist. scheint dem Autor aber egal zu sein.

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