Klimawandel: Leugner, Skeptiker und Wissenschaft

Am 5. Dezember 2014 veröffentliche das Committee for Skeptical Inquiry (CSI, ehemals CSICOP) eine Stellungnahme, die sich vor allem gegen den Missbrauch des Begriffs “Skeptiker” im Zusammenhang mit der Diskussion um die globale Erwärmung richtete:

Public discussion of scientific topics such as global warming is confused by misuse of the term “skeptic.”

Es folgte die Klarstellung, wo der Unterschied liegt:

Proper skepticism promotes scientific inquiry, critical investigation, and the use of reason in examining controversial and extraordinary claims. It is foundational to the scientific method.

Denial, on the other hand, is the a priori rejection of ideas without objective consideration.”

Sinngemäß:

Echte Skepsis fördert eine wissenschaftliche Überprüfung, kritische Untersuchungen und den Einsatz von Vernunft, um kontroverse Themen und außerordentliche Behauptungen zu untersuchen.

Leugnung dagegen ist die A-Priori-Ablehnung von Erkenntnissen ohne objektive Betrachtung.”

“Leugnung” bedeutet also in diesem Zusammenhang, dass nicht die Bewertung der Fakten, sondern andere Gründe zur Ablehnung von wissenschaftlichen Erkenntnissen führen.

Man könnte auch von “Anti-Scientific Skeptics” sprechen, wie es der Stockholmer Philosophie-Professor Sven Ove Hansson beim World Skeptics Congress 2012 tat.

Dazu hilfreich ist die Betrachtung der Hintergründe, warum Meinungen der breiten Öffentlichkeit von den Erkenntnissen der Wissenschaft abweichen. Das Pew Research Center zeigt hier interessante Zusammenhänge auf. Sie sind beachtenswert, auch wenn sie für die USA erhoben worden sind, denn einige Erkenntnisse lassen sich verallgemeinern.

Verglichen wurde die Einstellung der Bevölkerung im Allgemeinen mit denen der Mitglieder des US-Verbandes AAAS (American Association for the Advancement of Science):

  • Die Gentechnik wird von einer Mehrheit von 57 Prozent der Bevölkerung als unsicher eingestuft, während 88 Prozent der AAAS-Wissenschaftler diese als sicher ansehen. Frauen halten eher als Männer die Gentechnik für unsicher, während es keine Unterschiede bezüglich der politischen Orientierung gibt (liberal oder konservativ). Die Lücke zwischen Wissenschaftlern und der Bevölkerung klafft hier am größten.
  • Die globale Erwärmung wird von 87 Prozent der Wissenschaftler, aber nur von 50 Prozent der Allgemeinheit akzeptiert. Hier ist eine starke politische Polarisierung zu sehen. Während Demokraten und Liberale sich kaum von den Wissenschaftlern unterscheiden, lehnen etwa 70 Prozent der Republikaner und Konservativen die globale Erwärmung ab. Der US-Skeptiker Chris Mooney hat hierzu das Buch “The Republican War on Science” geschrieben.
  • Die Evolution wird von 98 Prozent der AAAS Mitglieder, aber nur von 65 Prozent der Bevölkerung als wahr betrachtet, wobei hier wie bei der globalen Erwärmung Konservative der Evolution wesentlich stärker ablehnend gegenüberstehen.
  • Dafür, dass Impfungen zum Beispiel gegen Mumps, Masern und Röteln verpflichtend sein sollen, sind 86 Prozent der AAAS-Mitglieder und immerhin 68 Prozent der Bevölkerung. Dieses Thema scheint in den USA wenig zu polarisieren und es gibt kaum weltanschauliche oder geschlechtsspezifische Unterschiede.
  • Der Ausbau der Kernenergie wird von 65 Prozent der AAAS Wissenschaftler befürwortet, aber nur von 45 Prozent der Bevölkerung. Hier sind es eher die Republikaner und Konservative, die mit den Wissenschaftlern konform gehen, während Liberale und Demokraten den Ausbau der Kernenergie mehrheitlich ablehnen.

Bei den ersten vier Themen nähert sich der Konsens der Fachleute mithin der 100-Prozent-Marke an.

Abgesehen von dieser Studie sind von der anthropogenen globalen Erwärmung 97 Prozent der Klimaforscher und 100 Prozent der sich dazu äußernden wissenschaftlichen Verbände überzeugt.

Anfang Juli haben zudem 36 Nobelpreisträger der Physik, Chemie und Medizin in Lindau eine gemeinsame Erklärung zum Klimawandel unterzeichnet.

Eindeutiger geht es kaum.

Warum aber werden solche wissenschaftliche Erkenntnisse abgelehnt, ja geleugnet?

Oft sind es tiefsitzende persönliche Überzeugungen, die den Fakten im Weg stehen. Auch Bildung macht es nicht besser, wie Dan Kahan von der Yale School of Law zeigt.

In einem Beitrag für Nature Climate change schreibt er:

This result suggests that public divisions over climate change stem not from the public’s incomprehension of science but from a distinctive conflict of interest: between the personal interest individuals have in forming beliefs in line with those held by others with whom they share close ties and the collective one they all share in making use of the best available science to promote common welfare.”

Er zeigt, dass Bildung die Polarisierung sogar erhöhen kann, statt zur Realität hinzuführen, wie es die “science comprehension thesis” (SCT), die Wissenschaftsverständnisthese, vorhersagt:

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Eher scheint sich die cultural cognition thesis (CCT), die These der kulturellen Kognition, zu bestätigen:

CCT posits that individuals, as a result of a complex of psychological mechanisms, tend to form perceptions of societal risks that cohere with values characteristic of groups with which they identify.”

Menschen scheinen offenbar dann wissenschaftliche Erkenntnisse zu leugnen, wenn diese mit ihren Werten und ihrer Identität in Konflikt geraten:

Über die Delegitimierung von Wissenschaft wird versucht, ein allein auf moralischen Werten gründendes rechtskonservatives Weltbild durchzusetzen. Diesem Weltbild ist es egal, ob Impfungen sinnvoll sind, ob der Mensch den Klimawandel verursacht hat und dass Menschen und Affen gemeinsame Vorfahren haben: Es will sich generell nicht durch rational hinterfragbare Kriterien überprüfen lassen, sondern sich ausschließlich aus seinen Werten legitimieren.”

Womit wir wieder bei der Klimafrage und den “Machiavellis der Wissenschaft” wären.

Nicht die Öl-Konzerne oder die Kohlelobby sind die größten Treiber des Kampfes gegen die Klimawissenschaften, sondern die Vertreter einer besonders extremen Variante des Neoliberalismus, die jede staatliche, überstaatliche oder sonstige gesellschaftliche Intervention als Teufelszeug und Weg in den Kommunismus oder in die Diktatur ansieht.

Ein Streifzug durch die Blogs und Medien der Klimaleugner zeigt ihre Grundüberzeugen: gegen Einschränkungen für Raucher, gegen Maßnahmen gegen den Klimawandel, bis alles ganz sicher ist, kurz gesagt: gegen alles, was im öffentlichem Interesse die eigene Freiheit einschränken könnte.

Erkenntnisse anzuerkennen, was die Schäden durch Rauchen, das Ozonloch, den sauren Regen oder die globale Erwärmung anrichten, könnte ja äußere Interventionen veranlassen. Deshalb wird die Wissenschaft in diesen Bereichen (jedoch nicht in anderen) bekämpft und Wissenschaftler verunglimpft.

Gleichzeitig werden Außenseiter ohne langjährige Erfahrung mit dem Thema als Kronzeugen vorgestellt. Beim Klima sind das u.a. Fritz Vahrenholdt oder Bjorn Lomborg, bei der Gentechnik Gilles‐Eric Séralini.

Das ist keine Skepsis und eines Skeptikers unwürdig. Skeptiker hinterfragen kritsch und wissenschaftlich. Sie orientieren sich aber an Stand der Wissenschaft, selbst wenn dieser im Konflikt mit den eigenen Vorstellungen steht.

Sich an wissenschaftlichen Außenseitern zu orientieren und Aussagen nur dann zu akzeptieren, wenn sie nicht mit der eigenen Identität kollidieren, sind Mechanismen des Leugnens.

Zum Weiterlesen

  • Dan M. Kahan et al.:  The polarizing impact of science literacy and numeracy on perceived climate change risks, Nature Climate Change 2,  732–735
  • Naomi Oreskes/Erik M. Conway: Die Machiavellis der Wissenschaft – Das Netzwerk des Leugnens. Wiley-VCH Verlag, Weinheim 2014
  • Chris Mooney: The science of why we don’t believe Science, Mother Jones, Mai/Juni 2011
  • Bill Nye to Climate Change Deniers: You Can’t Ignore Facts Forever, Big Think, August 2014
  • Globale Erwärmung: Leugner sind keine Skeptiker, GWUP-Blog am 12. Dezember 2014
  • „Die Pseudoargumente der Klimawandelleugner“ gewinnen den Kölner Bullshit-Slam, GWUP-Blog am 1. März 2015
  • “Zeit der Zweifler”: National Geographic zum Thema Wissenschaftsfeindlichkeit, GWUP-Blog am 1. März 2015
  • Klima: Realitätsverlust in der deutschen Politik, GWUP-Blog am 21. Dezember 2014
  • The Debunking Handbook auf Deutsch: “Widerlegen, aber richtig” als kostenloses PDF, GWUP-Blog am 15. November 2014
  • Bekenntnisse eines ehemaligen Klimawandel-Leugers, GWUP-Blog am 3. November 2014
  • Das Temperatur-Plateau und die Klimaverschwörung, GWUP-Blog am 23. August 2014
  • Klimapolitik: Letzte Chance? spektrum.de am 7. Juli 2015
  • Lob der Skepsis, Neue Zürcher Zeitung am 11. Juli 2015
  • When the End of Human Civilization Is Your Day Job, esquire am 7. Juli 2015

38 Kommentare zu “Klimawandel: Leugner, Skeptiker und Wissenschaft”


  1. 1 Nanea 12. Juli 2015 um 22:40

    Zu dem Themenkomplex Klimawandel passt als Ergänzung ein Artikel aus dem Guardian​ von vor ein paar Tagen, in dem beschrieben wird, dass der größte Mineralölkonzern der Welt, ExxonMobil, schon Anfang der 1980er über die Ursachen der Klimaveränderung informiert war. Das wurde aber Jahrzehnte geleugnet, stattdessen hat man republikanische Politiker finanziell unterstützt, die behaupten, Klimawandel sein eingebildet oder hätte natürliche Ursachen…

  2. 2 Mr. MIR 13. Juli 2015 um 07:14

    Siehe auch Ö / FPÖ:

    “Klimalüge” und Aluhut
    http://derstandard.at/2000018929853/Klimaluege-und-Aluhut

    Ramen.

  3. 3 Seb 13. Juli 2015 um 09:16

    Man hat den Menschen ja erfolgreich den fatalen Eindruck vermittelt, dass es sich bei “Wirtschaftswissenschaften” tatsächlich um eine Wissenschaft handelt – und dass diese die ganze Welt dominiert.

    Da diese “Wissenschaft” aber in Wirklichkeit nur aus einer Menge sich komplett widersprechender Glaubenssysteme (mit den öffentlich handelnden Personen als deren Priester, die trotz aller “Gegenbeweise” ihre Predigt nie aktualisieren) bestehen, glaubt der “Normalbürger” gerne, dass es auch in echten Wissenschaften völlig normal ist, dass sich ausschließende Theorien gleichberechtigt “gültig sind”.

  4. 4 Hans-Werner 13. Juli 2015 um 14:38

    Der Hans-Werner hat also doch Eindruck beim Autor gemacht und leichte Zweifel gestreut.
    Da muss man wieder einmal alle Gläubigen bestärken.

    Bitte aber Holger von Rybinski informieren.
    Der bezeichnet doch die Ungläubigen immer noch als Skeptiker oder Zweifler. Und das auch noch hier bei GWUP.

    http://www.gwup.org/inhalte/79-aktuelles/nachrichten/1487-gegenwind-fuer-klimaskeptiker.
    http://www.gwup.org/inhalte/79-aktuelles/nachrichten/1494-waermerekord-widerspricht-zweiflern

    Am besten die Beiträge von Holger von Rybinski löschen.

    Ich bin mal gespannt ob dieser Kommentar veröffentlicht wird, Herr Harder.

  5. 5 Bernd Harder 13. Juli 2015 um 14:53

    @Hans Werner:

    << Der Hans-Werner hat also doch Eindruck beim Autor gemacht und leichte Zweifel gestreut. Da muss man wieder einmal alle Gläubigen bestärken. << Das sehen Sie wiederum falsch. Der Artikel dient u.a. dazu, Ihnen und anderen noch einmal - nachdem Sie mehrere Erklärungen nicht verstanden oder schlicht ignoriert haben - zu verdeutlichen, was der Unterschied zwischen "Skeptikern" und "Leugnern" ist und dass wir den Begriff "Leugner" in dieser Sache auch weiterhin verwenden werden, weil wir ihn für völlig angemessen halten. << Ich bin mal gespannt ob dieser Kommentar veröffentlicht wird, Herr Harder. << Gewiss - wo Sie es doch endlich mal schaffen, meinen Namen richtig zu schreiben. Auf eine weitere "Diskussion", an der Sie inhaltlich gar nicht interessiert sind, brauchen Sie allerdings nicht zu hoffen. << Am besten die Beiträge von Holger von Rybinski löschen. << Besten Dank, dass Sie unser breites Medienangebot so eifrig nutzen, das freut uns.

  6. 6 Hans-Werner 13. Juli 2015 um 16:57

    Sehr geehrter Herr Harder,

    am Anfang war ich vielleicht etwas polemisch, nun aber bleibe ich sachlich, auch wenn ich mir leichte Ironie nicht immer verkneifen kann.
    Wenn mich jemand als “Klimaleugner” bezeichnet und mir auch noch erklären will, warum das völlig angemessen ist, dann steht es mir sicherlich zu, diesen als “Klimagläubigen” zu bezeichnen.
    Wenn Sie hier bei den SKEPTIKERN dies verneinen, wäre das schon äußert bemerkenswert. Ich erinnere dabei wieder einmal an die Grundsätze von GWUP.

    Ich mache Rechtschreibfehler.
    Andere hier auch. Manche sogar viel mehr als ich.
    Was ich selbst mache, werfe ich anderen nicht vor.
    Ich habe mich hier nie über Rechtschreibfehler anderer ausgelassen.
    Aufgrund persönlicher Angriffe mir gegenüber, habe ich fehlendes sprachliches Niveau von Kommentarteilnehmern angesprochen.
    Das ist etwas ganz anderes.
    Ihren Namen habe ich in fast allen Fällen richtig geschrieben.
    Wenn dies einmal nicht der Fall war, war dies keine Absicht.

    Warum nur werden Sie mir gegenüber jetzt aber auch immer persönlicher?

    Aus Ihren Antworten kann ich keinesfalls entnehmen, dass Sie an einer redlichen Diskussion interessiert wären.
    Auf Hinweise, wie zum Thema “Holger von Rybinski” haben Sie keine plausible Antwort, also antworten Sie mit etwas völlig sinnfreiem.
    Wie kann es sein, dass Herr Amardeo Sarma diese Problematik nicht sehen will oder verschweigt?
    Ich habe hierzu ja schon einen nicht veröffentlichten Kommentar gemacht. Ist dies für Ihren Vorsitzender des vertretungsberechtigten Vorstands zu peinlich oder unangenehm?

    Meine Ironie bezog sich auf die Widersprüche bei GWUP, Ihre ist jedoch ein Zeichen von Hilflosigkeit.

  7. 7 Bernd Harder 13. Juli 2015 um 17:55

    @Hans Werner:

    << Warum nur werden Sie mir gegenüber jetzt aber auch immer persönlicher? << Warum muss man Ihnen alles x-mal erklären, bevor Sie auch nur mal einen Hauch von Verstehen zeigen? << am Anfang war ich vielleicht etwas polemisch << Nein, sie haben "am Anfang" mir und anderen einen ganzen Tag lang die Zeit gestohlen, weil Sie nicht willens oder in der Lage waren, Ihr Anliegen deutlich zu machen. Zeitdiebstahl ist etwas, das mich extrem ungehalten macht, denn Zeit habe ich am allerwenigsten. Das hatte ich Ihnen bereits geschrieben, Sie brauchen es nur nachzulesen, anstatt zum x-ten Mal wieder eine neue Diskussion aufzumachen: <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<< << Wenn Ihnen das von Anfang an klar war, warum diskutieren Sie nicht von Anfang an sachlich und verständlich genau *darüber*, anstatt “zwischen die Zeilen” auszuweichen und sich in “Ironie und Sarkasmus” zu ergehen und immer weiter zu sticheln, anstatt einfach zu sagen, worauf Sie hinauswollen? Ihnen ist sicher klar, dass jeder von uns nur ein begrenztes Zeitbudget am Tag zur Verfügung hat? Meines haben Sie leider erschöpft – was ganz sicher anders verlaufen wäre, wenn Sie von Anfang an eine sinnvolle Diskussion geführt hätten, anstatt dafür drei (pseudo-) “ironisch-sarkastische” Anläufe zu nehmen. << <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<< << Wenn mich jemand als “Klimaleugner” bezeichnet und mir auch noch erklären will, warum das völlig angemessen ist, dann steht es mir sicherlich zu, diesen als “Klimagläubigen” zu bezeichnen. << a) Wer hat Sie persönlich als "Klimaleugner" bezeichnet? *Sie* haben nach einer ermüdend langen und vollkommen fruchtlosen Diskussion zu erkennen gegeben, dass Sie sich selbst als "Klimaketzer" sehen, was immer das bedeuten soll. Erklären tun Sie ja üblicherweise nichts. Auch das war ziemlich daneben von Ihnen, dass Sie Ihre "persönliche Betroffenheit" und Ihre Haltung zu dem Thema nicht von Anfang an klargestellt haben, dann hätte man von Anfang an eine zielgerichtete Diskussion darüber führen können, und zwar jenseits Ihrer angeblichen "Ironie" und Ihres vorgeblichen "Sarkasmus", was nichts weiter als verletzte Eitelkeit ist. b) Wissenschaftliche Fakten haben nichts mit "Glauben" zu tun, Ihre Wortschöpfung ist daher unsinnig. An den anthropogenen Klimawandel braucht man nicht zu "glauben", sondern hierfür gibt es handfeste Belege. Wer diese rundheraus leugnet, ist kein "Ketzer" und kein "Skeptiker", sondern eben ein "Leugner". Als was Sie sich selbst sehen oder gerne sehen wollen, ist dafür irrelevant. << Ich mache Rechtschreibfehler. Andere hier auch. Manche sogar viel mehr als ich. << Aber andere monieren dabei nicht "fehlendes sprachliches Niveau", derweil die eigenen Texte ziemlich fehlerhaft sind und neben Rechtschreibfehlern auch mitunter kaum Sinn ergeben. << Aufgrund persönlicher Angriffe mir gegenüber, habe ich fehlendes sprachliches Niveau von Kommentarteilnehmern angesprochen. << "Persönliche Angriffe" (ob real oder eingebildet) sind völlig unabhängig von einem wie auch immer gearteten "sprachlichen" Niveau - was bitte hat das eine mit dem anderen zu tun? Wenn Sie "persönliche Angriffe" beklagen wollen, beklagen Sie bitte persönliche Angriffe - aber nicht statt dessen das "fehlende sprachliche Niveau". Eine Diskussion mit Ihnen ist vorwiegend deshalb kaum möglich, weil Ihre Begrifflichkeit einfach nicht das trifft, was Sie anscheinend sagen wollen. Das herauszufinden, ist aber nicht meine Aufgabe - auch das hatte ich Ihnen bereits gesagt. Wenn Sie verstanden werden wollen, sollten Sie sich verständlich ausdrücken. Ihre pseudo-kluge Rätselsprache nervt einfach nur, sonst nichts. So etwas ist nur dann zielführend, wenn andere diese verstehen. Das ist bei Ihnen nicht der Fall. Sie hatten zugegebenermaßen das Pech, von einigen Kommentatoren anfangs mit einem anderen Kommentator identischen Namens verwechselt worden zu sein. Daraus resultierten anfängliche Missverständnisse, die Sie wiederum lange haben treiben lassen, ohne das Ganze sofort richtigzustellen. trixi hat sich dafür später bei Ihnen entschuldigt, immerhin. << Auf Hinweise, wie zum Thema “Holger von Rybinski” haben Sie keine plausible Antwort << Wie kommen Sie darauf, dass Ihre seltsamen Anwürfe überhaupt einer Antwort wert seien? Wenn Sie mit Herrn von Rybinski über seine Wortwahl und die Gründe dafür diskutieren wollen, sprechen Sie bitte ihn an, ich bin nicht sein Bevollmächtigter. << Wie kann es sein, dass Herr Amardeo Sarma diese Problematik nicht sehen will oder verschweigt? << Und damit kommen wir zu Ihrem Hauptproblem: Wie kann es sein, dass Sie permanent und wiederholt auf einem angeblichen "Problem" beharren, das nur Sie alleine sehen? Ihnen ist mehrmals in dieser oder ähnlicher Form erklärt worden: <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<< << Leugner" sind eben keine "Skeptiker", sondern Leugner aus ideologischen (nicht aus wissenschaftlichen) Gründen - haben Sie es mitbekommen? Es handelt sich dabei um eine "organisierte Lüge" (Zeit), nicht um eine wissenschaftliche/skeptische Debatte. Und genau aus diesem Grund wird der Begriff "Leugner" gewählt, um genau diese Personengruppe zu bezeichnen. << <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<< Das *ist* die Erklärung von Herrn Sarma zu Ihrer Frage, und diese steht auch nicht im Widerspruch zu den Zielen und Überzeugungen der GWUP. Herr Sarma hat dies in dem obigen Artikel noch einmal ausführlich dargelegt. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Dass Ihnen das nicht passt, dass Sie das nicht akzeptieren können oder wollen, dass Sie sich persönlich angriffen fühlen - sorry, ist halt so. << und mir auch noch erklären will, warum das völlig angemessen ist. << Nein, wir "wollen" Ihnen das nicht erklären - wir "haben" es Ihnen erklärt. Wieder und immer wieder. Und sehr ausführlich. Akzeptieren Sie diese Erklärung - oder lassen Sie es bleiben, aber was erhoffen Sie sich davon, ständig immer wieder eine neue Erklärung zu fordern? Zumal - und das ist das Schlimmste - inhaltlich von Ihnen absolut gar nichts kommt. Wo sind Ihre Fakten, Belege, Argumente? Alles, was Sie tun, ist einen Begriff zu kritisieren, der Ihnen aus nebulösen Gründen nicht gefällt. Diskutable Begründungen dafür liefern Sie keine, Erklärungen unsererseits ignorieren Sie. << Ihre ist jedoch ein Zeichen von Hilflosigkeit. << Nein, von Genervtheit, und zwar aus all den genannten Gründen. Und das waren jetzt auch definitiv die letzten 20 Minuten, die ich damit verschwendet habe. "Glauben" sie gerne, was immer Sie wollen. Wir möchten lieber *wissen*.

  8. 8 RainerO 13. Juli 2015 um 19:34

    Warum wird dieser ausschließlich auf Krawall gebürstete Troll überhaupt noch gefüttert? Dieser Herr nervt… – und zwar gewaltig.

  9. 9 uwe hauptschueler 13. Juli 2015 um 20:47

    mir geht das klima am arsch vorbei. im monat mache ich für ca. 1000€ die umwelt incl. klima kaputt, das ist der betrag den ich für meinen lebensunterhalt ausgebe. ich lasse mir nur ungern von leuten, die für ein mehrfaches die umwelt kaputt machen, erklären worauf ich zu verzichten hätte.

  10. 10 Werner 14. Juli 2015 um 09:41

    Da über die Existenz des Klimawandels kaum Zweifel bestehen, wäre es an der Zeit, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um dessen Auswirkungen abzumildern.

    Was machen wir in Deutschland? Wir geben hunderte Milliarden Euro aus für den ungehemmten Zubau von volatilen Energiequellen, die manchmal viel, manchmal sehr wenig Strom liefern.

    Als großes Ziel wird 0% CO2-Emission ausgegeben bei der Primärenergieerzeugung.

    Wenn man sich die aktuellen Anteile der Primärenergieträger anschaut, dann muss man schon mit der Lupe suchen, ehe man den Anteil von Wind und PV Strom entdeckt. Der liegt für Wind bei 1,5%, für PV bei 1%. Konventionelle und Kernenergie haben 88% Anteil.

    Man gibt also jedes Jahr 20 bis 30 Milliarden EURO für die Energiewende aus, es wurden bereits 25.000 Windräder in die Landschaft gestellt und dann so ein Ergebnis. Von den abzulösenden 88% sind gerade mal 2,5% geschafft.

    Geht man optimistischer Weise davon aus, dass von den 88% die Hälfte durch Energieeinsparung nicht mehr benötigt werden, so bleiben noch 44% übrig.

    Durch Biomasse, Wasserkraft usw. könnten weitere 10% abgedeckt werden, es verbleiben also im günstigsten Fall 35%, die zusätzlich von Wind/Sonne abgedeckt werden müssten, also das vierzehnfache der bisherigen Installationen, wodurch wir 350.000 Windräder aufstellen müssten, ergibt ein Windrad pro qkm.

    Wie gesagt, alles sehr optimistisch gerechnet, z.B. sind die besten Windstandorte schon belegt, bei PV ist eine derartige Zunahme kaum mehr möglich.

    Der nächste Punkt wäre die Speicherung des volatilen Stroms.

    Ein Teil könnte durch die dann fahrenden/stehenden E-Mobile abgedeckt werden, ein großer Teil müsste allerdings stationär gespeichert werden. Man kann ja nicht einfach den E-Mobilen den “Kraftstoff” wegnehmen. Da fehlt mir jegliches realistisches Konzept, außer das berühmte “Irgendwie wirds schon gehen”-Konzept. Die Kohle wird noch lange leben.

    Ich denke, nach 2022 wird man, falls die ideologische Durchdringung in unserer Gesellschaft nicht schon zu weit fortgeschritten ist, doch wieder auf die einzig realistische Energieform zurückgreifen, die zuverlässigen, nahezu CO2-freien Strom liefern kann, die Kernenergie.

    Alles andere ist illusorisch und verschwendet Geld und Ressourcen in ungeheurem Ausmaß, ohne dem gewünschten Ziel entscheidend näherzukommen.

  11. 11 Michael Fischer 14. Juli 2015 um 10:14

    @uwe: Brauchst Du auch nicht!
    Den ganzen Schlamassel haben wir den 40ern zu verdanken und Du gehörst in erster Linie zu denjenigen, die die Zeche zahlen dürfen (sagt jedenfalls Sven Kuntze in seinem Buch “Die schamlose Generation”).

  12. 12 Statistiker 14. Juli 2015 um 23:26

    Werner, lernen sie einmal, den Unterschied zwischen Strom und konventionellem Energieverbrauch zu unterscheiden…

    Tja, tragisch, wer das nicht kann….. *blöd*

  13. 13 Werner 15. Juli 2015 um 11:05

    @Statistiker
    “Werner, lernen sie einmal, den Unterschied zwischen Strom und konventionellem Energieverbrauch zu unterscheiden…

    Tja, tragisch, wer das nicht kann….. *blöd*

    Ich weiss zwar nicht genau, welches Problem Sie haben, aber hier noch mal ein Hinweis.

    Erklärtes Ziel ist es, bis zum Jahr 2100 alle CO2 erzeugenden Primärenergieträger abzulösen.
    Diese Energieträger (Mineralöl, Kohle, Erdgas usw.) werden z.B.in Heizungen, Automotoren und vielen industriellen Prozessen benötigt.
    Die Frage ist, welcher Energieträger soll diese CO2-erzeugenden ablösen.
    Da denkt man natürlich zu allererst an elektrischen Strom, der ja mit CO2-freien Methoden erzeugt werden kann (Wasserkraft, Sonne, Wind usw.).
    Damit können z.B. Autos angetrieben werden und Wohnungen und Industrieanlagen beheizt werden.
    Um diese alten Energieträger abzulösen, muß natürlich wesentlich mehr Strom erzeugt werden als bisher, allein um z.B. die Millionen E-Autos zu betanken oder Erdgas/Mineralöl-Heizungen abzulösen.
    Es muss also zigfach mehr Energie in Form von elektrischem Strom zur Verfügung gestellt werden.
    Das Ganze habe ich versucht durchzurechnen, ich bitte Sie um eine Erstellung einer Gegenrechnung, das müsste für Sie als Statistiker ja kein Problem sein.

  14. 14 Michael Fischer 16. Juli 2015 um 10:32

    Werner, ich kapier das mit dem Strom auch nicht. Ich habe den Verdacht, Sie bringen hier die Begriffe durcheinander. Sie sind kein Elektrotechniker bzw. Physiker, oder?

  15. 15 Werner 16. Juli 2015 um 15:28

    @Michael Fischer:

    Wir müssen unterscheiden zwischen der aktuellen Energiebereitstellung über elektrischen Strom, also von Generatoren produziert und der Energie, die nicht über den Umweg Stromerzeugung bereitgestellt wird, z.B. für Automobile, Diesel-Triebwagen, Flugzeuge, Industrie, Heizung usw. Also vor allem Mineralöl, Benzin, Erdgas und Kohle.

    Begriffe: Elektrische Energie wird z.B. in KWh, MWh usw. angegeben, die Leistung z.B. in KW MW GW.

    Bei PV/Windkraft ist zu bedenken, dass die Installierte Leistung (z.B. in GW) um ein vielfaches höher ist als das, was hinten dabei raus kommt, wie unser Altkanzler das ausdrücken würde.

    Ziel ist es, all diese fossilen Energieträger + Kernkraft allmählich auf Null zu bringen.

    Wenn es keine Autos mit Benzin- oder Dieselmotor mehr geben darf, dann müssen diese irgendwie anders angetrieben werden. Ich denke nicht, dass es in ferner Zukunft wesentlich weniger Autos geben wird.

    Mit welcher Energieform wollen Sie das CO2-frei machen. Gasantriebe erzeugen ebenfalls CO2, es bleibt eigentlich nur Segelantrieb oder noch besser elektrischer Strom. Nicht jeder Autobesitzer hat 80qm Südseite auf seinem Dach zur Verfügung, um über PV irgendwelche Akkus aufzuladen, die allermeisten haben gar keine Möglichkeit dazu.

    Der benötigte Strom muss also von Kraftwerken usw. zur Verfügung gestellt werden.

    Zwei E-Mobile (je ca. 15KWh/100km) mit 10.000km Jahresleistung benötigen ungefähr so viel elektrische Energie wie ein Vierpersonenhaushalt, es müssen also enorme Mengen an zusätzlicher elektrischer Energie bereitgestellt werden.
    Rechnung: 15KWh/100km -> 1500KWh Jahresenergiebedarf.

    Das gleiche gilt für LKWs, die ja noch wesentlich mehr Energie benötigen.

    Fossile Hausheizungen müssten zu einem großen Teil durch elektrische Heizungen ersetzt werden, ein sehr großer Posten.
    In der Industrie gibt es auch einiges zu tun, um das mal flapsig auszudrücken.

    Also insgesamt eine riesige Menge an zusätzlicher elektrischer Energie, die benötigt wird.

    Wieviel, habe ich oben versucht zu erläutern.

  16. 16 Ralf 17. Juli 2015 um 21:53

    Also, ich hab’ den Werner gleich verstanden:
    Wenn wir CO2-freien “Strom” haben wollen, dann müssen wir ihn auch erzeugen können und das werden wir mit Wind bzw Sonne nicht erreichen können, da wir die Überschüße adäquat speichern müßen…da wir das (noch) nicht können, müßen wir auf Gas bzw Kohlekraftwerke zurückgreifen, wenn wir die Kernkraftwerke vom Netz nehmen…und das ist das Dilemma.

  17. 17 npl 18. Juli 2015 um 22:25

    Jup, die Erneuerbaren sind allesamt nicht sonderlich zuverlässig in der Ausbeute. Anstatt 100% des (durchschnittlichen) Verbrauchs konstant zu decken, müssen zusätzliche Erzeuger für weit mehr als das gebaut werden, um einen Überschuss zu generieren der dann (mit Verlusten) gespeichert wird für die Zeiten wenn Wind/wasser/Sonne grad knapp ist.

    Soweit ich weiß sind die einzigen effizienten Speicher SpeicherKraftwerke, mit Akkus kommt man nicht weit. Diese sind auch nicht so einfach mal in die Ebene gestellt.
    (Ein interessanter Ansatz ist die theoretisch verlustfreie Speicherung in Rotationsenergie, aber ist eben noch lange nicht marktreif. Stichwort Quantum Levitation).

  18. 18 S. Salzfrei 19. Juli 2015 um 18:23

    “(Ein interessanter Ansatz ist die theoretisch verlustfreie Speicherung in Rotationsenergie, aber ist eben noch lange nicht marktreif. Stichwort Quantum Levitation).”

    Was ist an dem Ansatz interessant? Können Sie ein Beispiel nennen, wie dieser Effekt zum Speicher von elektrischer Energie genutzt werden kann?

  19. 19 npl 19. Juli 2015 um 19:35

    @S. Salzfrei:

    Das Konzept is relativ simpel: die Energie wird benutzt um eine Schwungscheibe zu drehen, diese kinetische Energie kann dann nachher wieder in elektrische verwandelt werden.

    Es gibt viele praktische Probleme dabei, vielleicht wird dieses Konzept auch nie realisiert (in großen Dimensionen, im Kleinen gibts das schon lange). Quantum Levitation könnte theoretisch eine reibunglose “Aufhängung” realisieren, in einem luftleeren Raum könnte so die Energie unbegrenzt ohne Verluste gespeichert werden (nachdem niedrige Temperaturen gehalten werden müssen, ist dies nicht ganz richtig).

    Interessant sind für mich eben die Möglichkeiten, die diese Technologie ermöglicht.

  20. 20 Alexxis 20. Juli 2015 um 11:57

    Björn Lomborg als Klimaleugner???
    Das ist aber mächtig daneben. Lomborg bestreitet mitnichten die Beteiligung des Menschen an einer Klimaerwärmung über Triebhausgasemissionen. Er äußert sich lediglich skeptisch darüber, dass der Klimwandel das größte und wichtgste Problem dieser Zeit ist und ob es gerechtfertigt ist, immense finazielle und intelektuelle Ressourcen allein darauf zu fokussieren.

  21. 21 Amardeo Sarma 20. Juli 2015 um 20:38

    @Alexxis: Was ich zu Bjorn Lomborg gesagt habe ist was anderes:

    Gleichzeitig werden Außenseiter ohne langjährige Erfahrung mit dem Thema als Kronzeugen vorgestellt. Beim Klima sind das u.a. Fritz Vahrenholdt oder Bjorn Lomborg, bei der Gentechnik Gilles‐Eric Séralini.

    Man merke: Der Begriff Klimaleugner kommt hier nicht vor!

    Was aber zutrifft: Lomborg hat nicht die Qualifikation und die Kenntnisse, den Stellenwert des Klimawandels zu beurteilen. In der Lomborg-errors web site findet man eine Zusammenstellung der viele Fehler in Lomborgs Aussagen.

    Er vergleicht auch die Fehler von Lomborg und Al Gore:

    when Al Gore and Lomborg are judged by the same standards, there is a wide difference in credibility. In those texts that deal with the climate issue, Lomborg has on average one to two flaws or errors per page. By comparison, Al Gore´s book has 325 pages. Even if we consider that, because of photos and large letters, this would compare to only 100 pages of Lomborg´s type, that would amount to only 0,13 flaw or error per page. In the film, there is on average one flaw or error every 9th minute. Even if you watch the whole film, you do not meet as many distortions as there are in 10 pages of one of Lomborg´s books.

    Kurz: Der “Wissenschaftler” Lomborg schneidet viel schlechter ab, als der Politiker Gore bezogen auf Klima, der insgesamt im Gegensatz zu Lomborg richtig liegt.

  22. 22 Michael Fischer 22. Juli 2015 um 09:49

    trixi, toll, dass Du immer so viele interessante Links lieferst!
    Danke für die Mühe!

  23. 23 Amardeo Sarma 22. Juli 2015 um 19:01

    Und die neuesten Temperaturdaten von der NOAA:

    The combined average temperature over global land and ocean surfaces for June 2015 was the highest for June in the 136-year period of record, at 0.88°C (1.58°F) above the 20th century average of 15.5°C (59.9°F), surpassing the previous record set just one year ago by 0.12°C (0.22°F).

    Nebenbei: Jede 12-Monatsperiode der vergangenen Monate seit Februar hat den Rekord den vorangegangenen 12-Monatsperiode gebrochen.
    Auch die erste Hälfte dieses Jahres ist die wärmste, die je gemessen worden ist:

    The first six months of 2015 comprised the warmest such period on record across the world’s land and ocean surfaces, at 0.85°C (1.53°F) above the 20th century average, surpassing the previous record set in 2010 by 0.09°C (0.16°F). It should be noted that 2010 was the last year with El Niño conditions; however El Niño had ended by this point in 2010, while it appears to be continuing to mature at the same point in 2015.

    Leugnung wird langsam wirklich schwer ….

  24. 24 Ralf 22. Juli 2015 um 19:39

    In den letzten Jahren wurde das Frühjahr bei uns (Nordbayern/Osthessen) immer trockener, dieses Jahr war es wirklich extrem, aber seit den letzten zehn Jahren waren die Frühjahre fast immer zu trocken.

  25. 25 Positron 23. Juli 2015 um 08:14

    Ich konnte ebenfalls feststellen, dass die Sommer (zumindest hier in Sachsen) in den letzten Jahren immer wärmer werden.
    Ich kann übrigens in warmen Sommernächten nur schlecht schlafen.

    Es ist echt ermüdend mit Klimaskeptiker, zu diskutieren. Beispielsweise raffen die Leute offenbar einfach nicht, dass nur, weil es im Mittelalter in Europa 5° (oder so) wärmer war, die globale Mitteltemperatur trotzdem niedriger lag….

  26. 26 Orci 23. Juli 2015 um 11:19

    In der Pfalz sieht man sehr anschaulich, wie sich laaaangsam Flora und Fauna der Veränderung anpassen bzw. angepasst werden: Sinkende Mengen Eisweines in der Pfalz, zwei Jahre in Folge nie dagewesener Ausfall der kompletten Ernte im Rheinladn (zugegebenermaßen etwas nördlicher als die Pfalz), verstärktes Experimentieren mit südländischen Rebsorten, Migration von Schäd- und Nützlingen aus dem Mittelmeer-Raum…
    Hierzulande steckt man mittendrin in einem nie dagewesenen Wandel – ich bin gespannt, ob ich erlebe, wie um die Villa Ludwigshöhe Palmen wachsen…

  27. 27 Sebastian Luening 1. August 2015 um 21:11

    Ich finde es unerhört, uns den Ehrentitel “Klimaskeptiker” abzusprechen. Fritz Vahrenholt und ich haben uns in unserem Buch “Die kalte Sonne” große Mühe gemacht und basieren unsere Aussagen auf Literatur die insgesamt 60 Seiten im Quellenverzechnis des Buches einnimmt. Es ist auch nicht so, dass wir beide ohne Fachkenntnisse wären. Fritz Vahrenholt ist studierter Chemiker, ich Geologe. Beides sind wichtige Disziplinen der Klimawissenschaften. Das Buch stammt nicht von einem Bratwurstverkäufer und einem Gewichtheber, sondern wurde von promovierten Naturwissenschaftlern verfasst. Ich bin daher einigermaßen entsetzt, dass Sie uns in eine ganz komische Schublade stecken wollen.

  28. 28 Bernd Harder 1. August 2015 um 21:17

    @S. Luening:

    < < Ich finde es unerhört... << Das tut uns aber Leid ... https://blog.gwup.net/2012/12/04/wer-lugt-beim-klima/

    http://www.skeptiker-blog.ch/2012_09_01_archive.html

  29. 29 Ralf 1. August 2015 um 21:29

    Zitat Sebastian Luening

    […]Es ist auch nicht so, dass wir beide ohne Fachkenntnisse wären. Fritz Vahrenholt ist studierter Chemiker, ich Geologe. […]

    …umso schlimmer…

  30. 30 Michael Fischer 2. August 2015 um 09:00

    “Mühe allein genügt nicht, Herr Lüning” würde Frau Sommer von der Jakobs-Kaffee-Werbung antworten und Ihnen freundschaftlich die Hand auf den Arm legen.

    Gerhard Gerlich hat sich auch große Mühe gemacht. Mühe geben Sie sich alle.
    Mühe allein reicht aber nicht, wenn die Qualitität fehlt. Ihr Buch hat einen Verriss von allen Seiten erlebt.

    Perlt das an Ihnen einfach ab – oder fragen Sie sich manchmal doch, ob Ihre Stoffsammlung nicht ein bißchen einseitig ausgerichtet war?

  31. 31 Positron 3. August 2015 um 09:28

    Mal sehen, ob es nur bei Lippenbekenntnissen bleibt, oder ob sich da tatsächlich etwas tut.

    Nebenbei, ich möchte dir, trixi, für dein stetes Sammeln von interessanten Beiträgen danke.

  32. 32 Sebastian Luening 5. August 2015 um 22:27

    @ trixi

    Naja, leider stagnieren die Temperaturen doch. Das sieht sogar die Max-Planck-Gesellschaft so:
    http://www.kaltesonne.de/max-planck-gesellschaft-die-temperaturen-stagnieren-ungefahr-seit-1998-wenn-auch-auf-hohem-niveau/

    Man muss nur die Satellitentemperaturen anschauen, dann sieht man das Temperaturplateau. Dass die NOAA und GISS hier kräftig und regelmäßig ihren Temperaturdatensatz nachkorrigieren ist sehr traurig. Scheinbar haben sie es nötig. Eine vertrauensschaffende Maßnahme ist dies sicherlich nicht. Erinnert mich ein bisschen an Wahlen in einigen afrikanischen Staaten, wo der jeweils herrschende Diktator auch bei der Stimmauszählung kräftig mitmischt.

    Wir haben die NOAA/GISS-“Korrekturen” hier detailliert besprochen:
    http://www.kaltesonne.de/news7-8/

  33. 33 Sebastian Luening 5. August 2015 um 22:30

    @ Bernd Harder
    Danke für die Links. Ich freue mich immer, wenn sich jemand mit unserer Arbeit beschäftigt. Falls Sie ernsthaft an Feedback auf die verlinkte Kritik interessiert sind, kann ich Ihnen unsere folgende Replique empfehlen:
    http://www.kaltesonne.de/ipcc-berichts-chef-thomas-stocker-zeigt-im-weltwoche-interview-unerklarliche-gedachtnislucken-auf-die-gesprachsanalyse/

  34. 34 Michael Fischer 6. August 2015 um 11:16

    “Die Temperaturen stagnieren ungefähr seit 1998, wenn auch auf hohem Niveau”.

    Naja, sie stagnieren laut den MP-Forschern, wenn man den Zeitraum von 1998 an betrachtet. Für mich liegt die beunruhigende Betonung aber eher auf dem “hohen Niveau”. Die Frage ist doch, stagnieren die Temperaturen dauerhaft, gehen sie womöglich wieder zurück oder handelt es sich nur um ein Zwischenplateu, welches in Kürze nach oben durchbrochen wird?

    Die dritte Möglichkeit ist ja auch diejenige, welche von den Max-Planck-Forschern als die Wahrscheinlichste angesehen wird: “Die Kluft
    zwischen Simulation und Realität liegt nicht an Fehlern in den Modellen, sondern beruht auf einer zufälligen Schwankung im Klimasystem.”

    Was ist Ihre Prognose, Herr Lüning? Erwarten Sie eine Trendwende? Wieso bewegen sich die Temperaturen überhaupt auf diesem hohen Niveau (wir haben ja nach wie vor Höchststand)?

  35. 35 Maggi 6. August 2015 um 21:16

    Ich würde ja bzgl. Trixi versus Lüning behaupten, daß es lediglich auf die genaue Wortwahl ankommt. Da Trixi von der globalen Erwärmung sprach, Herr Lüning aber von den Temperaturen, haben wohl beide recht.

    Wenn ich Eis zum Schmelzen bringe, dann stagniert die Temperatur während des Schmelzvorganges. Die Erwärmung stagniert aber keineswegs. Die ganze zugeführte Wärme wird lediglich zunächst in den Schmelzvorgang gesteckt. Ist das erledigt, gehts auch mit den Temperaturen wieder nach oben.

  36. 36 Amardeo Sarma 7. August 2015 um 08:01

    Wer von einer “Stagnation” spricht fällt auf einen bei Skeptikern (im Sinne der GWUP) auch im Zusammenhang mit anderen pseudowissenschaftlichen Themen bekannten Trick ein: Man sucht nach der Gewinnung der Daten “passenden” Datenintervall aus. So etwas grenzt schon an Fälschung.

    Speziell wird hier als Startjahr 1998 (oder manchmal 1997) genommen. Das waren die zwei Jahren im 20. Jahrhundert mit den höchsten gemessenen Temperaturen. Darauf hatte ich schon in einem Artikel von 2012 hingewiesen und den Startpunkt 1998 kritisiert.

    Bei Skeptical Science findet man auch eine gute Abhandlung des Themas. Weiter unten bei “Intermediate” sieht man auch den Trend (Bild 6 / Figure 6) wenn man Effekte, wie ENSO (El Niño und La Niña), die Sonneneinstrahlung und vulkanische Aktivitäten herausnimmt.

    Die besonders hohen Temperaturen in diesen Jahren waren Folge eines sehr starken El Niño. Es wird schon von einem “Jahrhundert-El-Niño” in den Jahren 1997/98 gesprochen. Genau diese Jahre würde ich als Startjahr nehmen wenn ich bewusst diesen Trend verstecken möchte.

    Die NOAA und GISS in die Nähe von “afrikanischen Staaten” zu bringen ist besonders perfide: Einerseits möchte man offenbar – wie in solchen Kreisen üblich – die Wissenschaft diskreditieren. Andererseits zeigen solche pauschale und undifferenzierte Äußerungen zu Afrikanern und afrikanische Staaten ein erschreckendes Maß an Überheblichkeit.

    Nebenbei: Selbstverständlich sollen (und müssen) wissenschaftliche Institutionen, wie NOAA und GISS ihre Daten anhand der neuesten wissenschaftlichen (und in Fachzeitschriften publizierten) Erkenntnisse korrigieren. Soll man die neuesten Erkenntnisse ignorieren?

    Ach ja: Viele Links berücksichtigen noch nicht, dass 2014 das wärmste gemessene Jahr war. 2015 ist auf dem Weg, diesen Rekord zu brechen. Die Daten von NOAA zeigen, dass:

    • Die letzte Jahres-Periode (Juli 2014 bis Juni 2015) die wärmste je gemessene war, und drei andere Rekorde alle auch aus dem Jahr 2015 übertraf
    • Das Halbjahr Januar 2015 – Juni 2015 das wärmste jemals gemessene Halbjahr war

    Unserer Schwesterorganisation CSI hat in einer Pressemitteilung den “Deniers” im Heartland Institute mit einem 25,000 US Dollar “Challenge” herausfordert.

    The Committee for Skeptical Inquiry (CSI) hereby presents to the Heartland Institute a challenge as to whether the Earth’s climate will set a new record high temperature this year. The challenge will be settled using the NASA GISS mean global land surface temperatures for the conventional climate averaging period (defined by the World Meteorological Organization as 30 years) ending on December 31, 2015. If the global average temperature does not exceed the mean temperature for an equal period ending on the same date in any previous year for which complete data exist, CSI will donate $25,000 to a nonprofit to be designated by Heartland. Otherwise, Heartland will be asked to donate $25,000 to a science education nonprofit designated by CSI. It is CSI’s intent to repeat this challenge every year for the next 30 years.

  37. 37 Amardeo Sarma 8. August 2015 um 15:20

    Die aktuellsten Daten der NOAA habe ich in einem separaten Blog-Beitrag zusammen gestellt.

  38. 38 Bernd Harder 6. November 2015 um 12:15

    Wer belügt jetzt gleich nochmal die Öffentlichkeit über den Klimawandel?

    http://www.welt.de/wirtschaft/article148500471/Oelriese-soll-beim-Klimawandel-geschwindelt-haben.html

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