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Heute im #ferngespräch: Die religiöse Rechte

| 17 Kommentare

Heute im #ferngespräch:

Mit dabei sind Annika Brockschmidt und Michael Blume.

Los geht’s um 20 Uhr.

Zum Weiterlesen:

  • Annika Brockschmidt: Amerikas Gotteskrieger – Wie die Religiöse Rechte die Demokratie gefährdet. Rowohlt 2021, 416 Seiten, 16 €
  • Hoaxilla #289 – „Die Zukunft von Amerikas Gotteskriegern“ vom 26. November 2021
  • Denkangebot: „Annika Brockschmidt über Christlichen Nationalismus in den USA“ vom 10. Januar 2022
  • OCG-Aussteiger Simon Sasek, der „Sohn des Sektenführers“, im Interview mit STRG_F, GWUP-Blog am 17. November 2021
  • Skeptiker-Interview: Hinter der Klagemauer – welche Ziele verfolgt das „alternative Medienportal“? GWUP-Blog am 24. Juni 2019
  • „Klagemauer-TV“: Angst und Verunsicherung schüren, Vertrauen erschüttern, GWUP-Blog am 26. Juli 2019
  • Liane Bednarz: Die Angstprediger – Wie rechte Christen Gesellschaft und Kirchen unterwandern. Droemer-Knaur 2018, 256 Seiten, 16,99 €
  • Lucius Teidelbaum: Die christliche Rechte in Deutschland. Unrast-Verlag 2018, 96 Seiten, 7,80 €

17 Kommentare

  1. „Ihr Kinderlein kommet“ ist das „Papa, Mama, Zombie“ des Metals ;-)

    Ja, die bösen Ärzte, die aber mittlerweile schon die Tageschau-Titelmusik spielen durften. Motörhead mittlerweile Legende, genauso wie Ozzy Osbourne.

    Ich weiß noch – Mitte der Achtziger – als unsere Regionalzeitung in der Samstagsausgabe mehre Seiten widmete, um den Black-Metal zu diskreditieren. Der Black-Metal der Achtziger war noch harmlos, darunter fiel Black Sabath, Ozzy Osbourne und Venom (ich glaube Slayer kam nicht vor).

    Aber man sollte doch bedenken, daß das damals ein Tabubruch war, heutzutage sind wir das gewöhnt, aber damals waren diese teilweise doch drastischen Darstellungen auf den Covern noch schockierend.

    Lustig fand ich den Aufkleber auf der Platte von Slayer – Reign in Blood, auf dem stand: Die … Mediengesellschaft distanziert sich von den textlichen Aussagen des Tonträgers, aber verkauft haben sie ihn doch :-)

    Für mich war es gut, denn dadurch hat sich mein Englisch verbessert, wer weiß denn schon, daß Totgeburt Stillborn heißt ;-)

  2. Puh, ich empfand die gestrige Sendung stellenweise als harte Kost. Da musste sich bei mir erstmal einiges setzen.

    Wahrscheinlich hätte man den Themenkomplex mit den entsprechenden Experten noch auf ganz andere Religionen erweitern können. Der Hindu-Nationalismus in Indien wurde kurz gestreift. Mir fallen dann noch Iran und Saudi-Arabien ein, wo religiöse Hardliner seit vielen Jahrzehnten die Macht in den Händen haben (ein Zustand, den sich so manche christliche Rechte egal welcher Couleur auch herbeisehnen), oder auch der buddhistische (*) Nationalismus in Myanmar.

    Aber die Abschlussbemerkung fand ich sehr wichtig. Warum handelt die religiöse Rechte so? Weil sie mit dem Rücken zur Wand steht.

    (*) Was so ganz gewaltig das Bild einer friedlichen Weltreligion stört, welches im Westen von seinen Anhängern gerne kolportiert wird. Die Schere im Kopf ist nicht zu übersehen.

  3. Für mich ist das verwunderlich, daß einige Zuschauer anscheinend „schockiert“ waren, das wußte ich schon seit einigen Jahren, aber ich beschäftige mich mit dem Thema Religion.

    Vor jetzt schon fast zwanzig Jahren sah ich zum ersten Mal einen Bericht über die Evangelikalen in den USA und da war dann doch ganz schnell klar, wo da der Zug hinrollt.

    Deshalb brauchen auch manche nicht verwundert sein, warum Trump sich diesen mit Worten und Gesten anbiedert – Hauptsache mal die Bibel in die Kamera gehalten (wenn auch falsch herum :-))

    Aber natürlich weiß ich auch nicht alles und bei der Folge konnte ich auch noch einiges lernen, aber schockiert war ich nicht.

  4. Das Gutachten heute, überrascht mich auch nicht so wirklich… ja, ich muß zugeben, ich war ein Fan von Papst Benedikt, da ich 2005 noch ein mehr oder weniger überzeugter Katholik war. Aber ich fragte mich schon immer, warum ist er zurückgetreten? Hatte man irgendwas gegen ihn in der Hand? – Und jetzt wird mir klar, daß es so war… er hatte zwar gesundheitliche Probleme vorgeschoben, die ich auch damals im Angesicht seines hohen Alters (über 80) für real hielt.

    Die katholische Kirche erlebt ein Armageddon, aber nicht weltweit, schon lange liegen die Zuwachsraten nicht mehr in Europa… in Europa zumindest, wird sie untergehen und das zu Recht; das hat nichts mit Glauben zu tun, sondern mit der Institution, welche nicht abscheulicher sein kann, so sehe ich das heute und ich könnte auch was persönlich dazu beitragen (nichts das mit einem Missbrauch an mir zu tun hat, aber mir sind einige Dinge bekannt)

  5. Frau Brockschmidts aktuelles Buch wird gerade auf Springers „politico“ von Matthew Karnitschnig schlechtgeredet.

    Soweit ich sehe, hat er nur leider keine validen Argumente. Die Frau sei eine schlechte Journalistin, die ihre Geschichten wie Karl May erfinde (sic!).

    Auf einzelne Inhalte einzugehen, wird erst gar nicht in Erwähnung gezogen.

  6. Kurze Info: Ein Regisseur will jetzt den Sturm aufs Capitol verfilmen. Ich find das furchtbar. Da gibst du den Spinnern doch einen Märtyrerstatus damit

  7. „Es geht um religiöse Christen, also Recht nicht im Sinne von „Recht etwas zu glauben“ sondern im Sinne von…“ – Dummheit ? :D Minderwertigkeitskomplexen ? =)

  8. Neue Rechte und Identitäre schauen ganz genau, was in den USA passiert und kopieren erfolgsversprechende Strategien und Narrative. Das Buch „Amerikas Gotteskrieger“ von ardenthistorian ist für uns in Deutschland äußerst relevant.

    https://twitter.com/IbDoku/status/1484583811400744965

  9. @Ralf: Die Missbrauchsfälle waren und sind eigentlich kein wirkliches Thema im Vatikan. Benedikt war vor allem sehr frustriert, da er mit seiner Reformagenda, so subtil und diplomatisch sie auch betrieben wurde, nicht wirklich weiterkam.

    Vor allem war es ihm wohl ein Anliegen gewesen das Verhältnis der Kirche zur Homosexualität zu entspannen, womit er aber vollumfänglich gescheitert ist.

    Franziskus setzte es sich nach seiner Übernahme dann auch erst mal zum Ziel, die „homosexuellen Seilschaften“, die sich unter Benedikt gebildet hatten, wieder aufzulösen.

  10. Ich finde, dass „Ark Encounter“ eine sehr schöne Illustration der evangelikalen Bewegung liefert.

    Dieser Vergnügungspark mit nachgebauter Arche Noah präsentiert den Besuchern einen bunten Strauß kreationistischer Propaganda, vom Young Earth Creation Modell bis hin zur Leugnung der Evolution.

    Und er wurde zum Teil mit Steuergeldern finanziert.

  11. Ach super, dass das schon mal gefeatured wurde. Auf Bernd Harder ist natürlich Verlass :)

    Vielleicht würde es sich auch lohnen, das Thema noch mal aufzugreifen. Mittlerweile hat es ja noch weitere seltsame Blüten getrieben, wie etwa den Film „Night at the Ark Encounter“.

  12. Annika Brockschmidt:

    Trumps große Lüge und der Durchmarsch der religiösen Rechten

    https://www.blaetter.de/ausgabe/2022/januar/die-totenglocken-der-us-demokratie

  13. Zum in den USA erfolgten Angriff eines Journalisten auf Annika Brockschmidts Buch.

    Interessant, dass der Journalist nicht zu wissen scheint ( oder es nicht wissen will?) wie Historiker arbeiten.

    https://www.faz.net/aktuell/wissen/geist-soziales/streit-um-die-sachbuchautorin-annika-brockschmidt-17749497.html

    Leider hinter Bezahlschranke

  14. @Anke R.

    Ich kann es lesen.

  15. @Anke R.

    Danke für Link.

    Claudia Gatzka geht mit Matthew Karnitschnig scharf ins Gericht, was besonders im letzten Absatz deutlich wird:

    Überspannt man den Imperativ der eigenen Anschauung, dann wäre letztlich auch zu fragen, was Karnitschnig, der schon für Bloomberg, Reuters, „Business Week“ und das „Wall Street Journal“ als Deutschlandkorrespondent tätig war, nach zwanzig Jahren Abwesenheit empirisch dazu befugt, über aktuelle Verhältnisse in den Vereinigten Staaten Auskunft zu geben.

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