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Zum Jahrestag: „Die geistige Grundhaltung der Kapitolstürmer hat sich weltweit ausgebreitet“ – auch in Deutschland

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Eindrucksvolle ARTE-Doku zum Sturm auf das US-Kapitol vor einem Jahr:

Gleich zu Anfang sagt Elmar Theveßen, Leiter des ZDF-Studios in Washington:

Ich glaube, dass der 6. Januar nur ein Vorspiel war für das, was wir in den nächsten Jahren erleben werden – nämlich die Bereitschaft, gewaltsam einen Umsturz in den USA herbeizuführen.

Die taz schreibt dazu:

Die geistige Grundhaltung der Ka­pi­tol­stür­me­r*in­nen hat sich weltweit ausgebreitet, auch zu uns. Es sind, auch in scheinbar gefestigten Demokratien, mehr Menschen denn je, die sich in oder kurz vor einem Endkampf gegen ein von dunklen Mächten kontrolliertes System wähnen.

Am Donnerstag bezifferte Gregor Gysi bei Lanz die Zahl derer, die „jedes Vertrauen zur etablierten Politik verloren haben“, auf 30 Prozent.

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) erklärt in der Welt:

Das Problem ist, dass viele Menschen die Impfverweigerung für ihren persönlichen Widerstand gegen einen angeblich übermächtigen Staat halten. Gegen die da oben, gegen die Politik allgemein. Und sie merken: Mit dieser Impfverweigerung bringen sie den Staat tatsächlich in die Bredouille.

Derweil werden bei Telegram weiterhin ungeniert Mordaufrufe gepostet:

Der Politologe Josef Holnburger vom CeMAS greift in der FAZ einen Gedanken auf, den auch Sascha Lobo kürzlich bei SPON geäußert hat – nämlich dass die Fokussierung auf den kleinen harten Kern der radikalisierten „Querdenker“ möglicherweise über die hohe Zahl der Mitläufer hinwegtäuscht:

Weiter sagte Holnburger:

Verschwörungsideologien sind im Kern antidemokratisch. Dazu kommt die Problematik, dass einige Menschen in den letzten 24 Monaten gemerkt haben, dass ihre Demonstrationen nicht so groß geworden sind wie erhofft. Sie sind eben nicht in der Mehrheit. Was sie fordern, wird nicht umgesetzt.

Das führt im Moment dazu, dass viele sagen: Ich steige aus dem System aus. Entweder gehe ich ins Ausland und versuche von dort, das Ganze zu befeuern, oder ich ziehe mich in den Untergrund zurück. Dabei denken viele über Maßnahmen nach, die nicht mehr demokratisch legitim sind. Etwa einen Militärputsch.

Das ist gerade ein sehr gefährliches Gefilde. Und deshalb muss man es sehr ernst nehmen, wenn, wie gerade geschehen, ein Soldat auf einer Demonstration äußert, dass der Gegner zerschmettert werden müsste und die Leichen über die Felder verteilt werden.

Das trifft einen Nerv innerhalb dieser Bewegung von Leuten, die sagen: Es hat nicht mit Demonstrationen funktioniert, jetzt muss halt Blut fließen.

Auch Pia Lamberty erklärt in einem Twitter-Thread noch einmal die Problematik der sogenannten Corona-„Spaziergänge“.

Allerdings sind sich die Experten auch darüber einig, dass eine „Spaltung“ der Gesellschaft nur herbeiphantasiert wird:

Zudem regt sich mehr und mehr Widerstand gegen „Querdenker“ und Corona-Leugner, etwa unter dem Twitter-Hastag #QuerdenkenStoppen.

Oder live in Karlsruhe:

Oder hier:

Das ist die „demokratische Herdenimmunität“, die wir jetzt brauchen.

Zum Weiterlesen:

  • Ein Jahr nach dem Sturm aufs US-Kapitol: Es wird wieder geschehen, taz am 7. Januar 2022
  • Video: Sturm auf das Kapitol, Das Erste am 6. Januar 2022
  • Video: Sturm auf das Kapitol, SWR am 8. Januar 2022
  • Jahrestag der Kapitol-Stürmung: Nur zwei Republikaner nehmen an Schweigeminute teil, Spiegel-Online am 6. Januar 2022
  • Bereits mehr als 700 Anklagen nach Sturm auf US-Kapitol, Spiegel-Online am 5. Januar 2022
  • Washington Update: Vom netten, alten Herr zurück zum Führerkult? zdf.de am 8. Januar 2022
  • #ferngespräch-Sonderfolge „Sturm aufs Capitol“ jetzt auch als Hoaxilla-Podcast, GWUP-Blog am 8. Januar 2021
  • Aus Worten werden Taten, GWUP-Blog am 7. Januar 2021
  • Die Denkpest geht um, SPON am 5. Januar 2022

26 Kommentare

  1. Schlimm, schlimm und nochmals schlimm. Ich bin entsetzt, was in unserem Land möglich ist.

    Ganz besonders schockiert bin ich über das bearbeitete Foto mit den Drohungen darunter. Das darf doch alles nicht wahr sein. ich spreche lieber nicht aus, was ich diesen geistigen Brandstiftern wünsche (selbst wenn es sich „nur“ um Tastaturmörder handelt).

    Wenn Herrn Lauterbach dann wirklich mal was Böses widerfahren würde, kommt die Ausrede „Wir hatten das doch nicht ernst gemeint“. Doch habt ihr! Selbst, wenn ihr selbst nie Hand anlegen würdet. Aber es muss immer davon ausgegangen werden (und das wissen diese verdammten Brandstifter ganz genau), dass sich tatsächlich jemand auf den Weg macht.

    Was müssen das nur für dumme und/oder kranke Waschlappen sein, deren einziges Hobby es ist, Angst und Schrecken zu verbreiten. Aber das Schlimme ist: Es könnte der eigene Nachbar dahinterstecken, dem man diese Hinterhältigkeiten niemals zutrauen würde!

  2. Corona geht vorbei, diese Leute, mitsamt ihrer grundlegenden Ablehnung unseres Gemeinwesens, werden leider bleiben. Man sucht sich dann halt den nächstbesten Anlass.

  3. Was für ein moralischer Abgrund sich da auftut. Ich kann es immer noch nicht fassen, dass Trump von so vielen angehimmelt wird. Wie asozial, verblendetere oder dumm können Menschen nur sein?

    In Deutschland glaub ich langsam auch das 10 bis 20% der Wählerschaft so einen Versager und Feind der Demokratie wie Trump wählen würden. Erschreckend. es fällt einem schwer sein positives Menschenbild aufrechtzuerhalten. In meiner Bubble sehe ich nirgends Hass und Fanatismus, aber davon scheint es genügend zu geben.

  4. Wirklich unglaublich, was Mandatsträgern und Pressevertretern von einem Teil der Gesellschaft entgegenschlägt. Dabei setze ich von allen neuen Bundesministern in den guten Karl meine größte Hoffnung: #Binnenkonsenszerstören

  5. @ Martin:

    Vermutlich.

    Corona bzw. die Impferei ist meiner Meinung nach auch nicht das eigentlichee Problem. Da wird sich bei vielen über längere Zeit ein Gefühl der Machtlosigkeit angestaut haben, des von der Globalisierung, der Politik, den Reichen und Mächtigen, der Mehrheit Überhört- und Übergebügeltwerdens (ob zurecht oder ungerechtfertigt steht erstmal dahin).

    Der Umgang mit Covid-19 war wohl für viele jetzt der Tropfen, bei dem das Fass übergelaufen ist.

    Das lang Angestaute wird sich so schnell nicht verflüchtigen, und die jetzt entstandenen Strukturen und Kanäle werden sicher bleiben und alles mögliche andere aufgreifen. Das Substrat steht bereit, auf dem auch nach Corona alles mögliche gedeihen kann, vom legitimen Protest und gerechtfertigter Kritik (am System, der Politik, der Wirtschaft usw.) bis zu Umsturzbestrebungen und den absurdesten Verschwörungserzählungen.

    Das ist jetzt nur eine Vermutung von mir, aber es passt zu dem, was ich von mehreren Impfgegnern (und mittlerweile leider Querdenkern) in meinem Umfeld weiß. Das müsste man vermutlich mal in größerem Rahmen erforschen.

  6. Occupy war aus meiner Sicht der letzte Versuch, das Land auf einen „sozialliberalen“ Weg zu bringen.

    Diese Leute wurden zusammengeknüppelt.

    Jetzt hängen die Fentanyl-Opfer für alle sichtbar auf den Straßen herum, während die nächste Generation ihre Studienschulden abstottert, falls das überhaupt mit dem ergatterten Job bei McDonalds möglich ist.

    Die 15M-Bewegung in Spanien wurde galant von „Podemos“ aufgesaugt, um geforderte ökonomische Veränderungen ins Parlament zu bringen.
    Daraus wurde nichts.

    Man zerstritt sich über Richtungsfragen und zerlegte sich selbst, was absehbar war, hätte man sich die politische Provenienz der Gründungsriege angeschaut.

    Nebenbei: Ich muss dabei immer an die Geschichte der Grünen denken.

    Ähnliche Proteste gab es 2011 in Griechenland. Die Hoffnungsträger hießen Tsipras und Varoufakis.

    Alles blieb beim Alten.

    Bei uns schauen die Kleinbürger (also die Millionäre von morgen oder wenigstens übermorgen) der gängigen Politik beipflichtend auf die herab, die mit Mindestlohn – also der gesamte Osten – abgespeist oder mit H-IV-Maßnahmen gegängelt werden.

    Jetzt, da sie merken, dass die Mähr vom sozialen Aufstieg – also unserem Äquivalent des „American Dream“ – für sie nicht mehr funktioniert, werden sie laut, weil ihnen der Staat auferlegt eine lumpige Maske zu tragen.

    Stefan Sell, Heinz-Josef Bontrup und Chrostoph Butterwege (um nur einige zu nennen) durften ab und zu im „heute journal“ oder als Quoten-Linke in der ein oder anderen Labersendung mit Politiksimulation erklären, dass es einer Gesellschaft abträglich ist, wenn die einen nichts und die anderen alles haben.

    Und jetzt wundern sich viele, dass faschistoide Tendenzen zurückkehren?

    Ich finde, da war ja Bismarck klüger als er der Arbeiterbewegung den Wind aus den Segeln nahm.

    Ich befürchte, es wird die nächsten Jahre immer schlimmer werden, was ich mir nicht wünsche. Ein Gegenrezept fehlt, weil es nicht „von oben“ verordnet werden kann, sondern m.E.n. „von unten“ wachsen sollte.

  7. @gnaddrig et. al:

    Ich habe gerade mal nachgeschaut:

    Meinen ersten großen Vortrag zum Thema „Verschwörungstheorien“ habe ich 2015 gehalten. Und da lag bei den „Gründen und Ursachen“ schon der Fokus auf dem Aspekt „Misstrauen“ und „massiver Vertrauensverlust“ in die Institutionen (nach Euro-, Banken-, Griechenland- etc.pp. -Krise).

    Immer ist uns dabei versprochen worden, dass jetzt alles besser werde und so etwas künftig nicht mehr möglich sei – geändert hat sich überhaupt nichts in diesen Bereichen.

    Eine Text-Folie von dem Vortrag 2015:

    Eine internationale Studie zeigte dabei schon 2013, dass Verschwörungstheoretiker auch oft den Sinn von Impfen anzweifeln, gegen Gentechnik sind und den Klimawandel leugnen – dass Misstrauen so ansteckend ist wie die Masern.

    Wem die Menschen misstrauen, unterscheidet sich je nach politischer Couleur. Linke beäugen die Großkonzerne dieser Welt: Pharmariesen, die am Impfen verdienen, Agrargiganten, die von der Gentechnik profitieren. Rechte wollen sich das Impfen vom Staat nicht vorschreiben lassen und sind gegen das Fremde in der Natur und die Macht der USA in der Welt. Bei den Verschwörungstheoretikern geht alles wild durcheinander.

  8. @ Bernd Harder:

    Passt.

    Das war auch die große Zeit der Reichsbürger mit ihren Exilregierungen, dem „Königreich Deutschland“, der Portolüge, dem Run auf Staatsangehörigkeitsausweise u.v.a.m.

    Bei Eißenfraß ging es damals hoch her in den Kommentaren. Das war schon hochgradig absurd alles.

    Vielleicht sind jetzt mehr „normale“ (oder bisher nicht als Verschwörungsgläubige oder Querulanten aufgefallene) Leute in diesem Lager gelandet zu sein, jedenfalls scheint die Denkart viel weiter verbreitet zu sein als bisher ohne weiteres sichtbar war, und mehr Leute trauen sich, öffentlich bei sowas mitzulaufen.

  9. „Würzburg: Wenn Anwohner die „Querdenker“-Demo mit Clownsmusik beschallen“:

    https://drlima.net/2021/04/wuerzburg-wenn-anwohner-die-querdenker-demo-mit-clowsmusik-beschallen/

  10. Es ist zwar keine „Clownsmusik“, sondern Circusmusik, aber eine fantastische Idee, Querdenker so zu „unterdrücken“ bzw. unhörbar zu machen!

  11. @ Martina Rheken

    Was für eine GRANDIOSE Idee! Gestern der Typ mit den freien Impfplätzen, heute das – wie schön.

  12. Ich möchte nur eine ganz dezente Hoffnung für die „Befürchter von Schlimmeren“ aber auch für die querstänker andeuten.

    Bitte unterschätzt die Macht der „Mehrheit“ nicht, sie ist geduldig aber nicht endlos geduldig.

    Die ersten Anzeichen von Widerstand gegen die querstänker mit Anhang sind sogar in Berlin-Kreuzberg gesehn worden, aber auch in vielen andern Städten.

    Nach mM ist die Gefahr groß, daß sich die Gewlt umkehrt und nicht die Polizei sondern dann die querstänker die in Mitleidenschaft gezogenen sind.

    Hoffentlich begreifen die querstäner langsam mal, daß sie nicht „das Volk“ sondern nur eine minimale Minderheit von Verblendeten sind, die den irren und geldgeilen „Führern“ folgt.

  13. Ich sage es mal so: Den Leuten geht es anscheinend zu gut.

    Wir leben im Vergleich zu vielen Menschen auf der Erde in einem Paradies und das liegt auch an unserem politischen System. Wer wirklich denkt, daß es dem Volk in einem autokratischen Staat besser geht, der sollte sich mal in der Welt umsehen.

    Ich kann wirklich nur den Kopf über diese Menschen schütteln und kann es kaum glauben, daß es – zwar eine Minderheit – aber doch zu viele Menschen sind, die so denken.

    Die Filterblasen des Internets sorgen mit ihren Fake-News für die Bestätigung dieser Menschen, aber diese vergessen, daß sie Nahrung haben und über eine der besten medizinischen Versorgungen auf der Welt verfügen und das alles wollen diese Schwachköpfe zerstören?

    Die Probleme der Welt (Klimawandel, Pandemie) verschwinden nicht, wenn man den Kopf in den Sand steckt und diese leugnet oder verharmlost.

  14. Noch ein Tipp: Kreuz und Flagge Podcast

    Und vielleicht noch dieses aktuelle Interview mit Noam Chomsky:

    „Trump ist ein soziopathischer Größenwahnsinniger – und ein Genie“

  15. Kundgebung in Koblenz gegen die dort massiv auftretenden Corona-Leugner:innen – bin das erste Mal leibhaftig Menschen gegenüber gestanden, die die Echtheit der Videos aus Intensivstationen anzweifeln und schreiend jene Nazis nennen, die zu Schutzimpfung und Maske tragen aufrufen.

    Gruselig.

  16. Anwohner kippen unterdessen Wasser aus dem Fenster auf Teilnehmer des „Corona-Spaziergangs“.

    https://twitter.com/glr_berlin/status/1480603459644755972

  17. @Ralf voll geimpft (mit Booster)

    Die Polizeidirektion Hannover sprach erst kürzlich in Bezug auf Maskenverweigerer und Leerdenker-Diskutanten, die sie ständig in den ÖVP und anderen öffentlichen Plätzen ermahnen müssen, von „Wohlstandstrotz“. Ich habe auch schon von „Wohlstandsverwahrlosung“ mit Verweis auf Impfgegner und Coronaleugner gehört.

    So hart sie klingen, an beiden Einstufungen ist etwas Wahres dran. Diesen Leuten geht es sehr sehr gut, wenn man einen Blick in Autokratien und Diktaturen wirft oder den gewaltigen Unterschied zwischen arm und reich in vielen Ländern sieht. Kasachstan ist ein aktuelles Beispiel. Trotzdem sind sie ständig am Demonstrieren, reagieren aggressiv auf Maßnahmen und sehen sich gegängelt und ihrer Freiheit beraubt.

  18. @ Bernd Harder
    „Anwohner kippen unterdessen Wasser aus dem Fenster auf Teilnehmer des „Corona-Spaziergangs“.

    Herrlich!

    Oder vielleicht doch nicht?
    Hm, ist das juristisch eine Körperverletzung?
    Vielleicht doch nicht so gut.

    Ah – Moment. Doch, gefällt mir. Trotz der Temperaturen. Denn was die Querdenker seit langem machen, ist eine besonders widerwärtige Massen-Körperverletzung. Bleibt nur zu hoffen, dass das Wasser eiskalt war.

    Ja, meine Meinung ist gemein. Vielleicht sogar nicht ungefährlich. Denn wo soll das gegenseitige Hochschaukeln noch hinführen?

    Aber ich bleibe dabei: Gut gemacht!

  19. Wenn sich Impfgegnerschaft und absurder Nationalstolz vereinen, köstliche Folge im Balla-Balla-Balkan-Pocast, die Đoković -Passion:

    https://soundcloud.com/user-89524652/episode-55-die-dokovic-passion

  20. @ Bernd Harder

    Wirklich eine Super-Idee mit der Circus-Musik!

    Hoffentlich haben diese Querdenker verstanden, wie sie vorgeführt und lächerlich gemacht wurden. Es könnte ja auch ganz besondere Kleingeister unter ihnen geben, die die Parademusik als Kompliment und Unterstützung empfunden haben. Würde mich nicht wundern.

  21. Korinthenkackerischer Zwischenruf:

    Es handelt sich weder um Clowns– noch um Circus-Musik. Das Stück heißt Yakety Sax, wurde (um 1963) komponiert von Boots Randolph, hat einen eigenen Wikipedia-Eintrag und dürfte den meisten (vermutlich älteren Semestern) als die Titel-Melodie der Benny Hill Show bekannt sein.

  22. @ dustbunny

    Hier wurde sich zu zwei verschiedenen Musikstücken geäußert.

    Das eine ist das, was seit Jahrzehnten als Parade-Musik in traditionellen Circussen verwendet wird und stammt meines Wissens nach sogar von einem Circus-Musik Komponisten. Somit ist die Bezeichnung „Circus-Musik“ korrekt. Es ist ähnlich wie bei der Musik aus der Fernsehserie „Salto-Mortale“ (Erkennungsmelodie). Dieser Track ist eindeutig „Circusmusik“. Das andere, wovon Sie sprechen, wurde früher sehr oft von Artisten im Circus verwendet.

    Auch Circusmusik hat seinen eigenen Wikipedia-Eintrag:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Zirkusmusik

    Heute wird in modernen Circussen andere zeitgemäße Musik verwendet. Mittlerweile werden die beiden Stücke, die wir auf den Videos gehört haben, überwiegend nur noch in Familiencircussen gespielt.

    Von den großen bekannten Unternehmen verwendet lediglich der legendäre Circus „Roncalli“ sowie der Circus „Probst“ noch derartige bzw. ähnliche Musik. Viele Circusunternehmen – insbesondere „Flic-Flac“ – arbeiten seit Jahren mit völlig anderer Musikstilen.

  23. @ dustbunny

    Danke, dass Du uns den Titel und Komponisten genannt hast. Wieder mal was gelernt!

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