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Fuellmich verliert vor Gericht gegen Drosten, weil er sich weigert, eine Maske aufzusetzen

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Vor einem Jahr berichteten wir über eine Berliner Karaoke-Bar, die (mit Hilfe des Möchtegern-Kanzlers Reiner Fuellmich) Christian Drosten verklagte, weil der sämtliche Schäden durch die Corona-Maßnahmen „persönlich“ zu verantworten hätte.

Ist Quatsch-Jura,

kommentierte damals Anwalt Jun.

Heute bei der Verhandlung in Berlin ging der Spaß weiter:

Ein kurzes Video dazu von Anwalt Jun:

Was man hier sieht, ist, dass es den „Querdenkern“ nicht um eine Argumentation in der Sache geht. Dafür sind die Argumente auch viel zu unsinnig. Es geht eigentlich nur um Aufmerksamkeit, darum, irgendetwas zu tun [für die spendenfreudigen Anhänger].

Wie geht es jetzt weiter?

Fazit:

Quatsch-Jura taugt dann doch nicht für ernsthafte Verhandlungen.

Zum Weiterlesen:

  • Neuer PR-Gag der „Querdenker“: Berliner Karaoke-Bar will Christian Drosten verklagen, GWUP-Blog am 17. Dezember 2020

7 Kommentare

  1. Womit man doch ein deutsches Gericht beschäftigen kann, man staunt nie aus…

    Ich selber gedenke Frau Hildegunde Müllermayerschulz aus Buxtehude zu verklagen. Auf 50 Millionen Euro. Wäre sie am 1. April 1950 um 7:05 Uhr statt um 7:01 Uhr aus dem Haus gegangen, hätte das eine Kausalkette in Gang gesetzt, die mir einen Volltreffer beim Lottojackpot ermöglicht hätte.

  2. Das „Maskenattest“ von Füllmich ist mit ziemlicher Sicherheit medizinisch nicht gerechtfertigt – trotzdem, darf der Richter es so einfach ignorieren? Ärztliche Atteste gelten bis zum Beweis des Gegenteils a priori als zutreffend, und der Richter hätte die Möglichkeit, die medizinische Notwendigkeit amtsärztlich überprüfen zu lassen. Liegt hier das Potential für einen Verfahrensfehler zugunsten Füllmichs?

  3. @nota.bene:

    der Richter hätte die Möglichkeit, die medizinische Notwendigkeit amtsärztlich überprüfen zu lassen.

    Soweit ich das laienhaft verstehe, ist das eine Bringschuld von Herrn Fuellmich. Wenn er diesen Nachweis erbringen kann, wird das Versäumnisurteil aufgehoben.

  4. „wenn“ füllmich wirklich ein Fakeatest vorlegt (der ausstellende -Arzt- wird Blut u Wasser schwitzen, denn dann ist er dran) wird er erst recht zur noch größeren Lachnummer, falls das noch möglich ist, als er jetzt schon ist.
    Für mich ist der und auch ludwig keine Anwälte sondern dümmliche Schauspieler.
    Es müßte ein Gesetz geben , das so offensichtlich idiotische Anklagen unter Strafe stellt,
    denn die Gerichte sind überlastet auch ohne solchen blödsinn.

  5. Tja, am Ende wird es heißen, „Das Gericht hat sich geweigert, in der Sache zu entscheiden. Klar, sonst hätten sie zugeben müssen, das der Drosten Test keine Erkrankung nachweisen kann. Statt dessen wurde der Prozess mit vorgeschobenen Scheinargumenten boykottiert. Das ist wieder ein Beweis, wie korrupt unser angebliches Rechtssystem ist!“.

    So oder so ähnlich …

  6. @Bernd Harder:

    So, wie es Füllmich selbst schildert, hat der Richter das Attest gar nicht sehen wollen. Dann wäre es wirklich ein Versäumnis. Anders läge die Sache, wenn der Richter das Attest verlangt, Füllmich es aber nicht vorgezeigen konnte oder wollte. Tatsächlich muss so ein Attest die medizinischen Gründe nachvollziehbar darlegen. Der lapidare Satz „Mein Patient XY kann aus medizinischen Gründen keine Maske tragen“ reicht nicht.

  7. Fuellmich kann viel erzählen, wenn der Tag lang ist.

    Eventuell hilft diese Einschätzung der ADS dabei, den Sachverhalt zu klären.

    Allerdings muss die ausnahmslose Durchsetzung der Maskenpflicht auch aufgrund der Situation vor Ort und der Interessen aller Beteiligten insgesamt angemessen erscheinen. Hier wird man je nach Situation zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

    https://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/aktuelle-faelle/DE/Behinderung/Corona_Schutzmasken.html

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