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Video: Faktencheck Astrologie

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Neu im SWR 3-Faktencheck:

Haben die Sterne Einfluss auf uns?

Schon irgendwie „kritisch“ – allerdings zeigt der zirka 14-minütige Beitrag auch mustergültig die Probleme, die seriöse Medien (wie zuletzt Die Zeit oder der Saarländische Rundfunk) immer wieder mit diesem Thema haben.

Da ist zum einen die unvermeidliche Astrologin, die sich eloquent von der „Vulgärastrologie“ der Zeitungshoroskopschreiber distanziert und damit implizit den Eindruck erweckt, es gebe so etwas wie „seriöse“ Astrologie (was Unsinn ist).

Zum anderen wird mehrfach auf tatsächlich nachweisbare statistische Zusammenhänge verwiesen, die zwar ausdrücklich nicht der Astrologie angerechnet werden – aber halt auch sonst keine Erklärung finden und deshalb am Ende mehr Verwirrung als Klarheit schaffen.

Dabei hätte zum Beispiel ein Blick in die legendäre „Akte Astrologie“ genügt, um solche Scheinkausalitäten kurz und exemplarisch zu erhellen.

Zum Weiterlesen:

  • Video: „Die Macht der Sterne“ im Saarländischen Rundfunk, GWUP-Blog am 7. März 2021
  • Verspulter Eso-Trottel? Wie Die Zeit sich mit dem Thema Astrologie blamiert, GWUP-Blog am 6. September 2020
  • “Mein Horoskop stimmt immer!” Ja und? GWUP-Blog am 4. Mai 2013 (mit zahlreichen Links zum Thema Astrologie und Wahrsagen)
  • ZDF heute-Fake-News: Es gibt so etwas wie seriöse Astrologie, GWUP-Blog am 6. Januar 2017
  • Die Akte Astrologie: „Dilettantische Arbeit“, GWUP-Blog am 8. Januar 2011
  • Und wieder mal: Die „Akte Astrologie“, GWUP-Blog am 8. Januar 2011
  • Akte Astrologie – geschlossen, GWUP-Blog am 2. Dezember 2009

2 Kommentare

  1. Sehr schade.

    Der gute Wille der Macher zu einer kritisch-skeptischen Haltung ist unbezweifelbar. Offenbar ist die Auswahl der jeweiligen Experten Glücksache – und flankiert von einfach zu wenig eigener Recherche.

    Die Chancen einer solchen Videoreihe sollten auf keinen Fall vertan werden.

    Das Niveau der Homöopathie-Folge sollte Standard sein.

  2. Nachtrag:

    Es ist allzu „preiswert“ (um das kürzere Wort zu vermeiden), die Schweizer Studie mit den angeblichen Paar-Korrelationen einfach so im Raum stehen zu lassen. Ein wenig mehr Recherche hätte die Studie von David Voas (Manchester) zutage gefördert, in der unter 10 Millionen Paaren (!) keine Korrelationen (nicht mal die!) gefunden wurden.

    Dazu berichtete der Forscher im Skeptical Inquirer:

    https://skepticalinquirer.org/wp-content/uploads/sites/29/2008/03/p52.pdf

    Zudem ist es auch wenig wissenschaftlich, ein isoliertes empirisches Ergebnis einfach so im Raum schweben zu lassen mit dem Hinweis, dass eine Kausalität nicht beweisbar ist. Das muss man dann schon einordnen. Immerhin grenzt das an eine Nicht-Falsifizierbarkeit und schon Kant wusste: „Erkenntnis, die bloß empirische Gewißheit enthalten kann, ist ein nur uneigentlich so genanntes Wissen.“

    So sehr unterscheidet sich das nicht von den „Millionen von Homöopathie-Anhängern, die nicht irren können“.

    Übrigens ist das ja auch der Haupteinwand von Gerd Antes für eine Rolle von BigData in der medizinischen Forschung, den er auf der SkepKon in Augsburg vorgetragen hat.

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