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Cooles Video: Homöopathie – Alternative oder Glaube?

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Der Lokalsender Greifswald TV hat einen erfreulich kritisch-objektiven Beitrag zum Thema „Homöopathie“ ausgestrahlt:

Unfreiwillig komisches Highlight ist ein promovierter Kinderarzt, der es als „Dogma“ bezeichnet, dass Medikamente einen Wirkstoff enthalten sollten.

Ansonsten kommt unter anderem Dr. Christian Weymayr („Die Homöopathie-Lüge“) zu Wort.

Auch die Unsinns-Phrase „Wer heilt, hat Recht“, die Desaster-Sendung des Bayerischen Fernsehens und die „schmutzigen Methoden der sanften Medizin“ werden in dem knapp 15-minütigen Film gestreift.

Sehenswert.

Zum Weiterlesen:

  • Hilft Homöopathie bei Muskelkater? Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie am 28. August 2013
  • Homeopathy cured me! edzardernst.com am 14. August 2013
  • The „competent homeopath“, a contradiction in terms? edzardernst.com am 19. Juli 2013
  • Warum Homöopathie zu wirken scheint, GWUP-Blog am 9. Oktober 2011
  • Was hat die GWUP gegen Homöopathie? GWUP-Blog am 1. Februar 2011
  • Praktikum in der Eso-Apotheke Teil 1: Schwanger werden mit Fledermauskot, Cloudpharming am 3. August 2013
  • Placebo-Politik: Eine Schlammschlacht mit Zuckerkugeln, Panagrellus am 30. August 2013
  • Ärzte Zeitung präsentiert: Quatschmedizin, diaphanoskopie am 1. September 2013

42 Kommentare

  1. So Unrecht hat dieser Kinderarzt eigentlich nicht. Die Homöopathen behaupten ja, dass die Potenzierung irgendetwas bewirkt, was den Wirkstoff ersetzt, ja sogar besser ist als dieser.

    Wenn man diesen Ansatz von vorne herein verwirft, dann machen alle Studien, in denen versucht wird, eine Wirksamkeit nachzuweisen, keinen Sinn.

    Natürlich ist das ein durchaus legaler Standpunkt, aber man wird dann vermutlich schnell einfach in eine bestimmte Ecke gestellt.

    Ein gedanklicher Ansatz, der in Betracht zieht, dass es tatsächlich eine Wirkung geben könnte, ermöglicht es, nach den Nachweisen zu fragen und sich mit diesen auf einer logischen Basis auseinanderzusetzen. Siehe da: Belastbare Nachweise der Wirksamkeit scheint es nicht zu geben.

    Erstaunlicherweise haben die Vertreter der Homöopathie dem wohl nichts entgegenzusetzen.

    Mein Blog ist jetzt seit Anfang Mai auf Sendung, ich habe schon einige der ‚Grundpfeiler‘ der positiven Nachweise der Homöopathie auseinandergenommen – aber noch kein einziger Homöopath hatte dem irgendetwas entgegenzusetzen.

    Jedenfalls habe ich noch nicht einen solchen Kommentar erhalten, obwohl ich des Öfteren Heilpraktikerschulen und Homöopathen auf deren Webseiten über meinen Blog informiert habe.

  2. @Norbert Aust:

    << Wenn man diesen Ansatz von vorne herein verwirft, dann machen alle Studien, in denen versucht wird, eine Wirksamkeit nachzuweisen, keinen Sinn. << Das eine hat aus meiner Sicht mit dem anderen wenig zu tun. "Wirkung" und "Wirkmechanismus" gehören zwar zusammen, um zu einer konsistenten und widerspruchsfreien Erkenntnis zu gelangen - dennoch kann man das zunächst einmal separat untersuchen. Es gibt viele Medikamente, von denen wir aus Studien wissen, *dass* sie wirken, aber noch nicht, *wie* sie wirken. Insofern ist es nicht zwingend notwendig, sich auf die phantastischen Gedankenspiele der Homöopathen zum "Wirkmechanismus" einzulassen, um dennoch die "Wirksamkeit" testen zu können. Insofern kann ich das durchaus komisch finden, wenn ein Homöopath den bestens belegten Wirkmechanismus von stofflichen Arzneimitteln, die an bestimmte chemische/funktionelle Strukturen gebunden sind, in Abrede stellt, um dagegen einen völlig inhaltslosen "geistartigen" Wirkmechanismus zu setzen, dessen "Wirksamkeit" ebenfalls nicht zu belegen ist.

  3. Klar, wir sind ja nicht so weit auseinander. Der überschäumenden Phantasie und dem Geschwurbel über Wirkmechanismen in der Homöopathie braucht man wirklich nicht zu folgen. Auch ist es sicher nicht zu bestreiten – und das tat der Kinderarzt ja auch nicht – dass es die stoffliche Wirkung von Medikamenten gibt.

    Es geht mir einfach darum, dass man, wenn man sich mit den Studien beschäftigt, versuchen sollte, einen etwas neutralen Standpunkt einzunehmen (‚Es könnte ja sein dass …‘). Neudeutsch heißt das wohl ‚ergebnisoffen‘.

  4. @Norbert Aust:

    << Es geht mir einfach darum, dass man, wenn man sich mit den Studien beschäftigt, versuchen sollte, einen etwas neutralen Standpunkt einzunehmen ('Es könnte ja sein dass ...'). Neudeutsch heißt das wohl 'ergebnisoffen'. << Ja - aber den "neutralen" Standpunkt kann man gegenüber einer möglichen "Wirksamkeit" auch dann einnehmen, wenn man vom behaupteten "Wirkmechanismus" gar nichts hält. Darum geht es mir: Ich kann "Wirksamkeit" auch dann neutral testen, ohne den behaupteten "Wirkmechanismus" im Mindesten für plausibel zu halten, weil das zwei unterschiedliche Behauptungen sind: - "wirkt!" - "wirkt, weil ...!"

  5. Super kuhl…Zitat Video:

    […]um heutzutage die Wirksamkeit eines Arzneimittels nachzuweisen, führt man kontrollierte und großangelegte Versuche durch. die randomisierte Placebo kontrollierte Doppeltblindstudie gilt dabei als Goldstandart…

  6. Was mich immer wieder erstaunt ist, dass manche Ärzte, wie der erste Kinderarzt, sagen, sie haben nur 2-3 min Zeit für einen Patienten und die anderen (die mit der Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren) haben 2-3 Stunden Zeit für den Patienten.

    Ersterer versucht in den 2-3 Minuten, den Eltern Empathie entgegenzubringen und sie zu beruhigen, dass ihr Kind bald wieder gesund wird. Er setzt somit den Plazeboeffekt in Gang, ohne die Patienten zu hintergehen. Das ist eine enorme geistige und menschliche Leistung. Und das machen die 50 mal am Tag.

    Die anderen lassen sich 2 Stunden lang Symptome erzählen, gucken dann in ein dickes Buch und suchen die „passenden“ Kugeln raus. Da steckt Null Anstrengung und Nachdenken dahinter.

    Würden sie sich mal besser an der Versorgung kranker Kinder beteiligen, und das machen, was sie an der Uni gelernt haben, dann wären die Wartezimmer auch nicht so voll und für alle Patienten mehr Zeit da.

  7. Was ich vergessen habe zu sagen, der Beitrag von Greifswald TV ist super. Alles drin, was wichtig ist und klare Aussagen. Nicht so ein unerträgliches Gefasel wie sonst oft in Anderen Sendungen ala „es könnte ja doch was dran sein“

  8. @Maxi
    Zehn Daumen hoch !!! Sehr gute(r) Kommentar(e) !!!

  9. PS: würde man nicht so ein Firlefanz mit der Krankenversicherung finanzieren, dann wären für den Facharzt mehr als 2-3 Minuten an „Empathie“ drinne’…also…schmeißt mal den Wahl-O-Mat an un‘ kiekt was so geht…ich habe leider noch nie gewählt – ja, ich bin ein Nicht-Wähler…

  10. @ Maxi:

    Auch alle Daumen hoch für diesen Beitrag. Hoffentlich zieht er seine Kreise. Nach dem BR-Beitrag eine Wohltat!

  11. @ Bernd

    <<den behaupteten “Wirkmechanismus” im Mindesten für plausibel zu halten, <<

    Nein, nicht so weit. Einfach 'Es könnte einen Wirkmechanismus geben!'
    Mehr nicht.

  12. Hm – was ich hier aus dem gelesenen (als ‚Auslese‘ also) mitnehme, entspricht dem Gedanken, daß sich jeder seine eigene Wirklichkeit schafft (auch ich natürlich). Zum Thema Homöopathie kann ich mich mangels Kompetenz nicht äußern.

    Da ich allerdings für überzeugend halte, daß wir in einer Quantenwelt leben, und so die linearen, klassischen Ursache-Wirkungsprinzipien nur unzureichend anwendbar sind, empfinde ich das Bedürfnis den ‚Geschwurbel-Glauben‘ anderer als Unsinn zu beweisen für genauso berechtigt wie den entgegen gesetzten Ansatz, solchem ‚Geschwurbel‘ Glauben schenken zu wollen.

    Keine Ahnung, ob Jesus die Wunder tat, die in der Bibel im Nachhinein über ihn berichtet werden, aber er scheint als Meister des „Quanten-Geschwurbels“ (solches vulgär als ‚Wunder‘ bezeichnet) nachhaltig gewirkt zu haben. Eine solch gute Presse, die sich nun schon über mehr als 2000 Jahre hält – das soll erst mal jemand nachmachen.

    Nebenbei – ich glaube nicht, daß ‚Glaube‘ Berge versetzt, ich glaube auch nicht, daß Rüstung dem Frieden dient, auch nicht, daß der Atomwaffensperrvertrag ein Indiz dafür sei – Geschwurbel allemal auch das …

    „Brave Menschen kommen in den Himmel, böse überall hin!“

    (Ich weiß, das gilt nur für die Mädchen bzw. für das verschwurbelte Geschlecht – *seufz*)

  13. PS
    Mit Presse meinte ich incl. Mundpropaganda („Fresse“ also).

  14. also – nun hab ich die Sendung gehört und gesehen – die gibt die m.E. heute gültige Ansicht gut und sachlich wieder.

    Kleiner Nachtrag: Ich hatte einen klinischen Kollegen, der voll und mir angenehmst zuverlässig sich naturwissenschaftlichen Denkens und Handelns im Umgang mit Patienten verpflichtet fühlt. Bei seiner erkrankten Katze allerdings erlaubte er sich einen Blick über Hipokrates-Eid und Schulmedizin hinaus und gab ihr (irgendwelche?) Globuli – wohl auf Drängen seiner Frau. Ich weiß bis heute nicht, wie er seiner Katze daran zu glauben beibrachte – doch sie zauberte ihm das gewünschte ‚Wunder‘ und genas.

  15. einen Wirkmechanismus könnte es bei komplexen Molekülen nur über deren räumlicher Struktur geben, weil komplexe Moleküle über diese Struktur Wechselwirken können. berichtigt mich bitte wenn ich falsch liege…

    in den homöopathischen Mitteln werden doch ziemlich komplexe Moleküle eingesetzt. das sind organische wie anorganische Verbindungen die in ziemlich komplexer Form vorliegen. also müsste der Nachweis genau auf dieser ebene möglich sein… nicht aber auf der tieferen wie z.B. der physikalischen bzw. quantenmechanischen Ebene der einzelnen Element. sie spielt natürlich auch eine Rolle, bloß nur was die Wechselwirkung zwischen den einzelnen Bestandteilen der komplexen Moleküle angeht. sie sorgt in meinem Verständnis des ganzen eher nur, dass Moleküle an sich ihre Form behalten können… nicht für deren biochemische Gesamtwirkung. anders gesagt… ein Wassermolekül hat nicht die selbe biochemische Wirkung als z.B. Benzol obwohl da die gleiche quantenmechanische gesetzte wirken. Wasser und Benzol haben aber unterschiedliche räumliche Struktur.

    da sich aber bei der Homöopathie keine solche biochemische Wechselwirkung offenbart (auch nach Jahrzehnten nicht) versuchen sie diese auf noch eine tiefere ebene zu verorten (z.B Quantenmechanik bzw. auf die Spiritualität die absolut keine ebene in der Wissenschaft darstellt)… mit fatalen Folgen. vor allem mit peinlichen Folgen.

    wenn hier Chemiker anwesend sind bitte um Korrekturen :D

  16. @Maxi

    Wenn die Ärzte für die Kassenpatienten nach Stunden abrechnen könnten, dann hätten die Ärzte alle Zeit der Welt für ihre Patienten und dieser Glaubuli- und Heilpraktikerscheiß wäre schon längst Vergangenheit.

    Leider bekommt ein niedergelassener Arzt pro Quartal nur einen Festbetrag pro Patient, egal ob der Patient einmal kommt oder jede Woche in der Praxis ist.

    Wer Kassenpatient ist kann sich von seinem Arzt eine sog. Patientenquittung geben lassen; und sich dann überlegen ob der dort aufgeführte Betrag für ein langjähriges, hartes Studium, hohe Kosten für Praxiseinrichtung und -personal und geringere Freizeit als ein Industriearbeiter eine angemessene Vergütung darstellt.

  17. Die Skeptiker arbeiten ja auch ganz homöopathisch.
    Bei denen wird logisches Denken so weit verdünnt, bis praktisch nichts mehr davon da ist.

  18. @Roland:

    Aber Sie können uns die „Logik“ der Homöopathie sicher ganz genau darlegen, oder?

  19. << wie er seiner Katze daran zu glauben beibrachte – doch sie zauberte ihm das gewünschte ‘Wunder’ und genas <<

    … und unsere Katze hat das auch schon ein paarmal gemacht – allerdings ohne Globuli oder sonst etwas.

    Was beweist die mit Globuli behandlete Katze jetzt?

  20. @ Rarina

    << Da ich allerdings für überzeugend halte, daß wir in einer Quantenwelt leben, und so die linearen, klassischen Ursache-Wirkungsprinzipien nur unzureichend anwendbar sind…<<

    Aus physikalischer Sicht leider falsch: _Wir_ leben eben keineswegs in einer Quantenwelt.

    Die Quanteneffekte sind auf allerkleinste Größen beschränkt und spielen in unserem Alltag gerade keine Rolle mehr. Unsere Welt ist zu groß für Quanteneffekte. Und unserer Welt sind klassische Ursache-Wirkungszusammenhänge voll und ganz anwendbar.

    Testen Sie es und lassen ein Ei fallen…

  21. @raina kloess:
    Könnten Sie bitte erklären, was Sie genau mit „Quantenwelt“
    und „linearen, klassischen Ursache-Wirkungsprinzipien“ meinen? Und warum letztere bei makroskopischen Phänomenen (zu denen die Wirksamkeit
    von Medikamenten gehören) nur „unzureihend anwendbar“ sein sollten?

    Zwei Tipps, bevor Sie antworten:
    1) Ich habe über ein Thema, das zur Quantenphysik gehört, promoviert, und kann deshalb wohl ganz gut beurteilen, was zur Quantenphysik gehört und was nicht, und in welchen Bereichen sie konkret Auswirkungen hat.
    2) Sie sollten sich evtl. mal über den Begriff „Dekohärenz“ schlau machen…

  22. Super Sendung

  23. ev. sollte man als allererstes das -an dieser stelle- völlig sinnlose wort „potenzieren“ streichen, und es benennen was es ist „verdünnen“.
    und das bis nichts mehr da ist. – jedenfalls vom ursprungsstoff,
    von den reichlich vorhandenen „verschmutzungen“ der/des lösemittels ist immer die gleiche menge vorhanden.
    das wort potenzieren ist von woanders geklaut, und wird völlig sinnentfremdet benutzt.

  24. Wie erklären die Schulmediziner, dass z.B. ein von unserem Dackel
    in die Backe gebissenes 6-jähriges Kind nach der Gabe von 3 Globuli
    in die Backentasche nach 5 Sekunden das Schreien u. Weinen aufhört ?
    Oder dass eben dieser Dackel sich Wochen später in den elektrischen
    Schafzaun verheddert, ca. 10 Stromschläge abbekommt,nach der Befreiung wie epileptisch zuckt und sich nach der Gabe von Globuli nach 10 Sekunden beruhigt ?
    Beide dürften nicht viel über Wirkstoffe nachgedacht haben; der Körper hat aber reagiert.

    Die Schulmediziner maßen sich meiner Meinung nach an den Körper, das Gehirn und seine Funktion völlig durchblickt zu haben.
    Machen die Chinesen mit ihrer TCM seit tausenden von Jahren nur Quatsch ?

    Man muss auch mal akzeptieren dass nicht Alles zum derzeitigen Stand der Dinge bzw. Wissenschaft nachweisbar ist. Galileo konnte damals auch nicht praktisch nachweisen dass die Erde rund ist; recht hatte er trotzdem.

  25. @Josef Wenzl:

    a) In beiden Fällen, die Sie schildern, liegt die Vermutung sehr nahe, dass beide (Kind und Dackel) primär furchtbar erschrocken sind und sich aufgrund der darauffolgenden intensiven Zuwendung sehr schnell wieder beruhigt haben. Das hat erst einmal nichts mit „Heilung“ zu tun, sondern mit einem subjektiven Empfinden. Links zum Thema finden Sie unten.
    Um auf den Placebo-Effekt zu reagieren, bedarf es keiner kognitiven Prozesse.

    b) Kein „Schulmediziner“ maßt sich an, „den Körper, das Gehirn und seine Funktionen“ völlig durchschaut zu haben, wie kommen Sie darauf?

    Darum geht es hier auch gar nicht, dass wir etwas noch nicht wissen. Sondern wir wissen sehr gut, dass Homöopathie nicht wirkt und warum sie nicht wirkt. Und wie die angeblichen Heilerfolge tatsächlich zustande kommen.

    c) Über TCM können Sie sich ebenfalls unten informieren („Mythen der TCM“).

    d) Natürlich konnte Galileo seine Behauptungen belegen. Seine Gegner haben sich jedoch geweigert, sich damit auch nur zu beschäftigen, aus rein ideologischen Gründen. Das ist der große Unterschied zu den heutigen Skeptikern, können Sie gerne im „amazon“-Link unten nachlesen.

    http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=1176

    https://blog.gwup.net/2012/06/20/mythen-der-traditionellen-chinesischen-medizin/

    https://blog.gwup.net/2010/03/05/homoopathie-bei-kindern-und-tieren/

    http://www.amazon.de/review/R2X7MOAHTPM3WO

  26. an Bernd Harder

    Der Dackel hat sich meiner Meinung nach nicht durch die Zuwendung durch die Bezugsperson beruhigt, sondern in kürzester Zeit durch die Globuli.
    Im Gegenteil : Der Hund hatte einen halben Tag Angst vor mir weil
    er wohl annahm ich hätte ihm die (Strom-)schläge versetzt.

  27. @Joesf Wenzel:

    < < sondern in kürzester Zeit durch die Globuli. << Das ist Ihre Interpretation - ich schätze, darauf können wir uns einigen? "Es ist evident und auch in Studien längst bewiesen, dass der Placebo-Effekt selbstverständlich auch bei Kleinkindern und bei Tieren wirkt. Kognitive Leistungen sind für diesen unspezifischen, implizit und unterschwellig wirkenden Effekt nicht nötig." https://blog.gwup.net/2013/10/22/auch-bei-tieren-ist-homoopathie-nur-eine-luge/

  28. Mein Schwester rammte als 3-jährige die Glasfüllung aus unserer Wohnzimmertür – mit dem Kopf.
    Ich kann mich noch erinnern, wie sie, auf dem Arm meiner Mutter, aus der Praxis unseres Kinderarztes kam. Zufrieden kauend auf einem Bockwürstchen, nachdem ihre Schnittwunden mit mehr als 40 Stichen genäht worden waren.
    Unser Kinderarzt hatte die Macht des Placebos schon damals gut erkannt.

    Meine Beagle haben bei unseren Spaziergängen zwischen bewirtschafteten Weiden, regelmäßig von zu tief verspannten Stromzäunen eine „geballert“ bekommen. Das anschließende Szenario war immer das gleiche: Erschrockenes Aufjaulen, anschließend im gestreckten Galopp zu mir, Hundekeks abgeholt, Welt wieder in Ordnung.

    Sollte man Bockwürstchen und Hundekekse deshalb apothekenpflichtig machen?

  29. @Josef Wenzl:

    Mit Verlaub, Herrn Wenzl, das würde an Zauberei grenzen! Mich erstaunt nicht nur, dass Sie anscheinend die Stromschläge gezählt haben, die Ihr Hund abbekommen hat.

    Mich erstaunt auch, dass es für den Fall von Stromschlägen überhaupt geeignete Globuli gibt. Da bei der Homöopathie Ähnliches Ähnliches heilen soll, müsste das doch eher ein relativ rares Mittel sein. Wieviel Zeit lag denn zwischen der Befreiung des Tieres und der Gabe des Kügelchens? Was auch immer dieses Mittel war, dagegen setze ich meinen gesunden Menschenverstand, dass überhaupt irgendein Mittel innerhalb von “10 Sekunden” (das haben Sie auch gestoppt?) wirken kann.

    Wenn sich das wiederholen ließe, und die Wirkung dieses Kügelchens sich dadurch beweisen ließe, könnten Sie sich die für diesen Fall zur Verfügung gestellten 1.000.000 US-Dollar bei Mr. James Randi sofort abholen.

    Aber mit Befremden sehe ich, dass Ihr Hund durchaus auch Kinder in die Backe beißt. Das lässt zumindest bei Ihrem Hund auf eine Verhaltensstörung schließen. Und das erschrockene Kind wird dann ebenfalls mittels Globuli in „5 Sekunden“ von seinem Schreck “geheilt”…

  30. @ Josef Wenzl
    „Der Hund hatte einen halben Tag Angst vor mir, weil
    er wohl annahm ich hätte ihm die (Strom-)schläge versetzt.“

    Was wohl ein Tierpsychologe dazu sagen würde?

    Ich zumindest finde die Aussage seltsam…

  31. @Susanne A.
    Der Hund ist ein Dackel und Dackel sind per se „verhaltensgestört“; meine Eltern hatten auch zu meinen Kindertagen einen Dackel und der hat mich auch gebissen (aber nicht in die Backe, sondern in die Hand) – ist ganz normal bei denen ;-)

  32. @ Ralf
    „Der Hund ist ein Dackel und Dackel sind per se “verhaltensgestört.“

    Wenn das „Hausmeister Krause“ und sein Dackelklub erfährt…

  33. @Pierre Castell
    …die sind doch noch gestörter als der Dackel :-)

  34. @Susanne A.

    Die Frage nach den passenden Globuli juckte mir auch in den Fingern. Nach der Lehre des Herrn Hahnemann müsste der Stoff ja dann bei nicht von Stromschlägen geplagten Hunden ähnliche Symptome erzeugen … … das würde ich gerne mal in einer homöopathischen Arzneimittelprüfung sehen.

  35. Mich würde auch interessieren, wie die Erstamamnese nach Stromschlag innerhalb von 10 Sekunden gehen soll. :-D Denn man muss sich ja eigentlich „herantasten“, so die reine Lehre Hahnemanns, wenn ich das richtig im Kopf habe.

    Homöopathie ist deshalb üblicherweise eigentlich nichts als erwartungsfrohes Abwarten garniert mit ein wenig Placebo und einer Prise selektiver Wahrnehmung. Mehr nicht. In der Zeit, als sie entstanden ist, war „Abwarten“ tatsächlich häufig besser als die brutale Behandlung der Mediziner. Das ist aber nun etwa 200 Jahre her. Die Medizin hat enorme Fortschritte gemacht. Die Homöopathie ist dieselbe geblieben. Genauso wie die TCM beruht Homöopathie auf einem nichtvorhandenen Verständnis für Physiologie und Naturgesetze. Das als Vorteil zu sehen, ist bizarr.

    @Pierre Castell, Ralf: Dackel sind waschechte Jagdhunde, das vergisst man gern. Jeder Jäger kann normalerweise bestätigen, dass der Teckel in puncto Aggressivität so manchen „Kampfhund“ überragt. Dackel sollen ohne Rücksicht auf Verluste in unterirdische Bauten stürmen und den Dachs oder Fuchs dort herausjagen, dafür sind sie gezüchtet. Dafür braucht es Intelligenz, eine gehörige Portion Aggro und ein wenig Kamikaze-Tendenz: all das hat ein Dackel reichlich. Wer auch immer das Gerücht in die Welt gesetzt hat, Dackel seien liebenswürdige Familientiere: das ist Unsinn. Sie sehen fatalerweise knuffig aus, aber mehr nicht.

  36. @Josef Wenzl: „Galileo konnte damals auch nicht praktisch nachweisen dass die Erde rund ist; recht hatte er trotzdem.“

    Herr Wenzl, im Falle Galileo ging es gar nicht darum, ob die Erde rund ist oder eine Scheibe. Das war den Leuten schon seit den alten Griechen klar. Es ging darum, ob die Erde um die Sonne kreist oder umgekehrt. Das sollte man eigentlich wissen.

  37. Immer, wenn ich glaube, nein, es gibt in wirklichkeit keine Menschen, die so schablonenhaft dem Klischee des Homöopathie-Fans entspechen, kommt so jemand jemand daher und belehrt mich eines Besseren…

    Herr Wenzel zB hat es geschafft, in seinem ersten Posting 6 (in Worten:sechs!) Bullshit-Bingo-Punkte unterzubringen. Faszinierend…

  38. @ Ralf/Robert
    Dachte immer, dass Dackel und deren Besitzer in der Sat-1-Proll-Serie „Hausmeister Krause“ überzogen dargestellt werden.

    Als ich kürzlich vor einer Kneipe eine aus ca. 20 Personen bestehend große Ansammlung sah, schaute ich genauer hin und erkannte, dass es sich um die Mitglieder eins Dackelklubs handelte.

    Alle Dackelliebhaber mögen mir bitte verzeihen:

    Diese Herren (alle im gleichen Outfit wie in der Sat-1-Serie dagestellt) und deren Dackel wirkten auf mich extrem seltsam (um es freundlich zu formulieren). Genauso, wie man es aus der Serie „Hausmeister Krause“ kennt.

    Ich dachte immer, diese Serie stelle den Dackelklub völlig überzogen dar. Seitdem ich die Dackelklubmitglieder vor der Kneipe sah, denke ich darüber anders;-)

  39. @Robert
    Ja, der Dackel ist der „Kampfhund“ des Spießers ;-)

  40. Ich bin auf einem Waldspaziergang mal einem Mopsverein begegnet. Die Möpse hatten ihre Besitzer dabei und trugen das mopsspezifische Beige, nur der Chefmops, also der, der dem Rudel voraus lief, war schwarz. Aber vielleicht bedeutet das einfach…gar nichts.

    Sorry für OT, aber Möpse sind halt vieeel süßer als Dackel ;)

    „Ein leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“ Loriot.

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