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Video: „Immun – Die Geschichte des Impfens“

| 43 Kommentare

Interessante Doku im Ersten:

Immun! Die Geschichte des Impfens

Die Koproduktion des Hessischen Rundfunks mit dem Bayerischen Rundfunk erkundet, warum das Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft in der Impffrage von Anfang an so aufgeladen ist. Die Dokumentation gibt unterschiedlichsten Positionen Raum. Zeitzeugen berichten aus unmittelbarer Betroffenheit von ihren Erfahrungen mit dem Impfen.

Die Sehnsucht nach einer immunisierten, solidarischen Gesellschaft trifft auf die Forderung nach der Selbstbestimmung des Individuums immer und überall.

Mit dabei sind unter anderem der anthroposophische Kinderarzt Karl-Reinhard Kummer und die Homöopathin und Impfgegnerin Carola Javid-Kistel sowie der Historiker Malte Thießen und der Psychologe Philipp Schmid.

Das Video findet sich auch in der ARD-Mediathek (zirka 45 Minuten).

Zum Weiterlesen:

  • Rettung oder Risiko? – Eine Buchkritik (III), INI am 6. März 2021
  • Nicola Kuhrt/Dr. med. Jan Oude-Aost/Prof. Dr. Cornelia Betsch: Fakten-Check Impfen. GU 2021, 160 Seiten, 14,99 €
  • Faktencheck: Wie man euch mit dieser Fake-“Impf-Checkliste” manipulieren will, volksverpetzer am 12. März 2021
  • Covid-19 in Israel: Nein, die Impfung erzeugt keine 40 Mal höhere Sterblichkeit, correctiv am 11. März 2021

43 Kommentare

  1. Heute bei Welt+:

    WELT: Die Verfahren zur Zulassung und Testung der Impfstoffe wurden aufgrund der akuten Lage gestrafft und teilweise verkürzt. Kritiker befürchten, dass die Impfstoffe daher weniger sicher sein könnten. Wie sehen Sie das?

    Guzmán: Durch finanzielle Förderungen und den Ernst der Lage konnten enorme Ressourcen und Synergien mobilisiert werden. Das hat der Entwicklung und Testung von Impfstoffen einen enormen Schub gebracht. Zusätzlich darf man nicht vergessen, dass an mRNA-Impfstoffen schon seit vielen Jahren intensiv geforscht wurde und entsprechende Studien schon vorlagen. Auch zu anderen Coronaviren wie SARS-CoV-1 und MERS gab es schon intensive Forschung, auf die man aufbauen konnte.

    Durch diese Vorarbeit konnte man viel schneller agieren. Zusätzlich hat man die einzelnen Testphasen teilweise parallel laufen lassen und die Ergebnisse quasi schon im laufenden Betrieb Behörden zur Begutachtung und Prüfung zur Verfügung gestellt. Dabei sind die Hersteller zwar teilweise ein höheres finanzielles Risiko eingegangen – aber das hat sich gelohnt. Auf die Sicherheit der Impfstoffe hatte das nach meiner Überzeugung keinen Einfluss.

    WELT: Ein immer wiederkehrendes Argument ist, dass man Langzeitfolgen in kürzeren Beobachtungszeiträumen nicht erfassen könne. Stellt das ein ernsthaftes Problem dar und rechnen Sie mit nennenswerten Langzeitfolgen bei den aktuell zugelassenen Impfstoffen?

    Guzmán: Die überwiegende Mehrzahl der Impfreaktionen oder Nebenwirkungen tritt innerhalb von wenigen Stunden oder Tagen auf – maximal aber nach sechs Wochen. Natürlich kann es auch passieren, dass extrem seltene, schwere Nebenwirkungen auftreten.

    Wenn so eine Nebenwirkung bei einem von 100.000 oder sogar nur bei einem von einer Million auftritt, dann sieht man das natürlich erst nach der Marktzulassung, wie bei alle Impfstoffen. Dann bewegen wir uns aber in einem Rahmen, bei dem das Kosten-Nutzen-Verhältnis trotz seltener, schwerer Nebenwirkungen sehr hoch ist. Ein gutes Beispiel sind schwere allergische Reaktionen. Die konnten wir aufgrund ihrer Seltenheit oder späteren Erscheinung erst nach der Markteinführung in Großbritannien in der Pharmakovigilanz, also der Langzeitbeobachtung, sehen.

    Dazu muss man aber auch sagen, dass sich die Häufigkeit von solchen allergischen Reaktionen im Rahmen anderer zugelassener Impfstoffe bewegt.

    WELT: Manche Impfskeptiker befürchten gar, dass gravierende Spätfolgen wie Krebserkrankungen auftreten könnten. Ist das realistisch oder handelt es sich um Panikmache?

    Guzmán: Wir müssen in diesem Fall Risikomanagement betreiben. Aufgrund aller bisherigen Erfahrungen mit anderen Impfstoffen sind solche Spätfolgen extrem unwahrscheinlich – die Folgen der Erkrankung allerdings sind real, sehr bedrohlich und die Spätfolgen sehen wir schon jetzt zur Genüge.

    Vermutungen wie ein erhöhtes Krebsrisiko basieren meist auf Missverständnissen, wie dem der DNA-Veränderung, auf die ich vorhin schon eingegangen bin.

  2. @ Peter Friedrich

    Seufz! Bei 17 Millionen AZ-Impfungen und ein paar Dutzend Blutgerinnseln in zeitlichem Zusammenhang halte ich das für eine Überreaktion. Anscheinend will man sich nicht den Vorwurf gefallen lassen, fahrlässig zu handeln.

    Für Impfskeptiker ist das aber so oder so ein gefundenes Fressen. Und wenn – wie wahrscheinlich zu erwarten – kein Zusammenhang festgestellt wird, kann man sich ganz leicht Vertuschungs-Verschwörungen zurechtbasteln.

    Hoffentlich lässt sich Österreich davon nicht anstecken.

  3. Oh jetzt ist AstraZeneca komplett durch.

    In Großbritannien sind doch schon so viele Menschen damit geimpft worden und dort hat man keine Fälle festgestellt – ich glaube nicht, daß man dortige Fälle unter den Teppich gekehrt hat und munter weiter impfte.

    Natürlich kann ich die Vorsicht nachvollziehen, aber das ist der endgültige Todesstoß für diesen Impfstoff und wird auch allgemein die Impfbereitschaft mindern.

    Eines ist sicher, ohne Impfung werden wird die Pandemie nicht kontrollieren können, jedenfalls nicht in nächster Zeit. Das Projekt „natürliche Herdenimmunität, durch Ansteckung“ ist bisher gescheitert.

  4. Heute in der Süddeutschen Zeitung (Werner Bartens):

    Einzelfall – das klingt für Betroffene und ihre Angehörigen wenig tröstlich. Für die Bevölkerung ist diese Einordnung aber wichtig, wenn es um Zwischenfälle geht, die im zeitlichen Zusammenhang mit einer Therapie oder wie jetzt mit der Impfung gegen das Coronavirus stehen.

    Lassen sich also Erkrankungen oder gar Todesfälle kausal auf das Vakzin von Astra Zeneca zurückführen – oder wären sie unabhängig von den Impfungen sowieso zu erwarten gewesen? Denn Krankheit und Tod machen keine Pause, auch wenn die Welt gerade nur auf Sars-CoV-2 und den Kampf dagegen blickt

    Länder wie Dänemark und Norwegen pausieren seit Donnerstag damit, das Vakzin von Astra Zeneca zu verimpfen, nachdem vereinzelt Blutgerinnsel aufgetreten waren, einige davon in zeitlicher Nähe zur Impfung und mit Todesfolge. Es gebe „keinen Hinweis auf einen ursächlichen Zusammenhang“, teilte das für die Sicherheit von Arzneimitteln zuständige Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) mit.

    Laut EMA wurden bis Mittwoch 30 Fälle von thromboembolischen Ereignissen bei fast fünf Millionen Menschen im Europäischen Wirtschaftsraum gemeldet, die mit dem Astra-Zeneca-Vakzin geimpft waren. Diese Anzahl sei nicht höher als die Zahl der Thrombosen und Embolien, die statistisch zufällig auch ohne Impfung vorkommen würden.

    Eine WHO-Sprecherin schloss sich der Einschätzung der EMA an, eine ursächliche Verbindung zwischen Blutgerinnseln und dem Vakzin sei nicht zu erkennen.

    Auch das in Deutschland für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) fand „bislang keine Hinweise, dass der Todesfall in Dänemark mit der Impfung mit dem Impfstoff von Astra Zeneca in kausaler Verbindung steht“.

    In Deutschland waren bis Donnerstag elf Meldungen über „unterschiedliche thromboembolische Ereignisse“ bei etwa 1,2 Millionen Impfungen berichtet worden; vier Menschen starben. Eine geimpfte Person starb zehn Tage nach der Impfung an multiplen Thrombosen. Nach den verfügbaren Informationen zu Thrombosen und Embolien nach Gabe des Vakzins von Astra Zeneca können die Prüfstellen nicht erkennen, dass die Impfung die Erkrankungen verursacht hat. EMA und Paul-Ehrlich-Institut betonen, dass „der Nutzen der Impfung die bekannten Risiken überwiegt“.

    Die aufgetretenen Ereignisse würden aber intensiv untersucht, dazu gehört auch die Möglichkeit, dass Chargen verunreinigt waren.

    Werden Verdachtsfälle zu möglichen Nebenwirkungen einer Impfung bekannt, gerät oft in Vergessenheit, dass in zeitlichem Kontext auftretende Krankheiten besondere Aufmerksamkeit erfahren.

    Meist haben sie kausal nichts mit den Impfstoffen zu tun, doch sind Zulassungsbehörden verpflichtet, Verdachtsfällen nachzugehen.

    „Die ergriffenen Maßnahmen sind als Vorsichtsmaßnahmen zu verstehen“ sagt Leif-Erik Sander, Infektionsimmunologe an der Berliner Charité. „Allerdings zeigte sich bislang auch nach Gabe von vielen Millionen Impfdosen des Astra-Zeneca-Impfstoffs zum Beispiel in Großbritannien keine Häufung thrombotischer Ereignisse.

    Daher ist ein kausaler Zusammenhang zwischen Impfung und Thrombosen eher nicht zu erwarten.“

    Natürlich müsse allen Ereignissen nachgegangen werden, was ja auch geschehe. „Ich sehe aber aktuell keinen Grund zur Sorge.“ Deshalb sei es derzeit auch wenig hilfreich, über Pathomechanismen – Ursachen bestimmter Krankheitsverläufe – zu spekulieren.

    Clemens Wendtner, Chef der Infektiologie an der München Klinik Schwabing, mahnt dazu, die Vorkommnisse in das übliche Krankheitsgeschehen einzuordnen. Schließlich kommen venöse Thrombosen unabhängig von Covid-19 jährlich bei einem von 1000 Erwachsenen vor.

    „In Deutschland gibt es jährlich 100000 Todesfälle aufgrund von thromboembolischen Ereignissen, sie stellen derzeit die dritthäufigste Todesursache dar“, sagt Wendtner. „Insofern ist die Zahl der Thromboembolien nach Impfung in keinem Fall höher als jene, die auch ohne Impfung vorkommen würden“, sagt der Arzt.

    Zudem geht es um die individuelle Risikoabwägung. „Auch Covid-19 geht mit einem starken Risiko für Thrombosen einher“, so Wendtner. In einer aktuellen Studie aus den USA mit mehr als 3300 Covid- Patienten litten 16 Prozent an Thrombosen oder Embolien.

    „Das Risiko, an einer Covid-19-assoziierten Thrombose Schaden zu nehmen, wäre also umein Vielfaches höher.“ Statt von einer Kausalität sei von einer Koinzidenz auszugehen, also von Zufall statt Ursache.

    Ein Schaden ist allerdings bereits angerichtet – denn nun ist eine weitere Nachricht in der Welt, die dem Image des Impfstoffs und der Impfkampagne schadet. Der vorläufige Stopp der Impfung in einigen europäischen Ländern verstärkt den schlechten Eindruck.

    „Und das, nachdem das Vakzin von Astra Zeneca erst im Nachrückverfahren in Deutschland für ältere Patienten über 65 Jahre durch die Stiko empfohlen wurde und die fast 100-prozentige Schutzwirkung vor schweren Verläufen und Mutanten nur latent kommuniziert wurde“, sagt Wendtner.

    Dabei gebe es aus Großbritannien, wo bereits 22 Millionen Menschen geimpft wurden, größtenteils mit dem Vakzin von Astra Zeneca, bisher keinerlei relevante Sicherheitsbedenken.

    „Dank dieses Impfstoffs sind dort inzwischen weniger Neuinfektionen und hospitalisierte Patienten registriert“, sagt Wendtner, „und das Land wird hoffentlich bald aus der Pandemie herausfinden.“

  5. Ich teile die Einschätzung von Werner Bartens.

    Das ist ein katastrophaler Schuss ins eigene Knie. Ein weiterer Puzzlestein zum inwischen sehr schlechten Bild der Handhabung dieser Krise durch die EU. Durch äußerst ungeschickte Kommunikation und Entscheidungen wird (vermutlich sogar unbeabsichtigt) ein schlechtes Bild von einem sehr wirksames Mittel gezeichnet.

    Wäre ich anfällig für Verschwörungstheorien, käme in mir die Vermutung auf, dass man auf diese Weise versucht, Großbritannien eins für den Brexit auszuwischen.

  6. Eigentlich ist die Lösung ganz einfach: wenn die Anzahl der thromboembolischen Ereignissen der Geimpften nicht signifikant höher ist, dann sind das „normale“ Todesfälle. Wie viele Embolien, Thrombosen, Schlaganfälle und Herzinfarkte gibt es täglich (auch schon bei relativ jungen Menschen)?
    Je mehr Menschen man impft, um so mehr Todesfälle wird es geben, die aber auch ohne Impfung aufgetreten wären; die Impfung schützt ja nicht vor jeder Krankheit, sondern nur vor einer Covid-Erkrankung.

  7. „Hoffentlich lässt sich Österreich davon nicht anstecken.“

    Hoffe ich auch, da das eine prima Kontrollgruppe ist.

  8. Das war ja zu erwarten, ich lese in den Kommentarspalten, eines „alternativen“ Mediums; dort wird auf das Video von Bhakdi verwiesen, in dem er von Blutgerinnseln als Impfnebenwirkung spricht, aber in dem Video spricht er nicht von AstraZeneca, sondern von den mRNA-Impfstoffen! Vollkommen anderes Wirkprinzip!

    Man könnte jetzt sogar unterstellen, daß wenn man von Blutgerinnseln spricht, eine hohe Wahrscheinlichkeit hat, daß diese vermeintlichen Nebenwirkungen auftreten, da dies (auch ohne Impfung) die häufigste Todesursache in D ist.

  9. Im Vereinigten Königreich wurden vom AstraZeneca und BioNTech Impfstoff jeweils rund 10 mio Dosen verimpft. Zeitlicher Zusammenhang mit einer Lungenembolie (meist ausgelöst durch Blutgerinnsel = Thrombus): 13 Fälle bei AZ, 15 bei BioNTech.

    https://twitter.com/Martin_Moder/status/1371033872046166025

  10. @RainerO

    Seufz! Bei 17 Millionen AZ-Impfungen und ein paar Dutzend Blutgerinnseln in zeitlichem Zusammenhang halte ich das für eine Überreaktion. Anscheinend will man sich nicht den Vorwurf gefallen lassen, fahrlässig zu handeln.

    Für Impfskeptiker ist das aber so oder so ein gefundenes Fressen. Und wenn – wie wahrscheinlich zu erwarten – kein Zusammenhang festgestellt wird, kann man sich ganz leicht Vertuschungs-Verschwörungen zurechtbasteln.

    Das sehe ich ebenso. Vor allem da man ja immer noch die Möglichkeit gehabt hätte, eine Untersuchung paralllel zur Weiterverimpfung zu starten, um so einer möglichen Besorgnis in der Bevölkerung entgegenzuwirken.

    https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1371471061401894914

  11. @ Bernd Harder

    13 Fälle AZ, 15 Fälle BioNTech

    Das habe ich auch schon an anderer Stelle gepostet. Warum hackt man nur auf AZ herum? Mit diesen Ergebnissen müsste man auch sofort BioNTech stoppen. Warum nicht? {VT-Mode}AZ kommt aus dem bösen Brexit-Land, BioNTech aus dem guten D? {/VT-Mode}

    Und ausgerechnet der Obermahner Lauterbach kommt mit einer vernünftigen Reaktion.

  12. @RPGNo1

    Größtenteils teile ich die Einschätzungen von Lauterbach (da er ja auch ein Fachmann ist), aber da würde ich widersprechen. Ich finde es besser, daß man aussetzt, denn sonst wäre die Verunsicherung auch groß*. Hier sage ich auch: Safety First.

    Die Frage ist nur, wie man wieder das Vertrauen herstellen kann und ich denke nicht, daß das besser gewesen wäre, wenn man weiter geimpft hätte.

    *man hätte vielleicht Dosen wegwerfen müssen, weil Impflinge ihre Termine aus Sorge nicht wahrgenommen hätten.

  13. @RainerO

    Es gäbe da noch eine VT: Vielleicht setzt man hier das Impfen aus, um von dem Wahldebakel abzulenken, sonst wäre das die Top-Schlagzeile des heutigen und der nächsten Tage ;-)

  14. @ Ralf fast nüchtern

    Ach, eure Wahlen sind mir ziemlich powidl. Mit dem Blödsinn habe ja andere Staaten angefangen.

  15. @Ralf

    Ich habe schonmal berichtet, dass ich in der Pharmabranche arbeitet. Daher stimme ich Lauterbach voll zu. Die Reaktion des Gesundheitsministeriums ist übervorsichtig, übertrieben.

    Jede Schmerztablette (und erst recht jede kleine blaue Pille, die die Manneskraft stärken soll) hat häufiger schwerwiegendere Nebenwirkungen als der Impfstoff (wenn es denn überhaupt eine Nebenwirkung bz. reaktion auf die impfung ist.).

    Trotzdem sagt sagt keine Gesundheitsbehörde: „Nö, lasst uns die Behandlung einstellen und erst einmal umfangreiche Untersucheungen anstellen.“

  16. @RPGNo1

    Soeben hat Professor Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, in der Tagesschau gesagt, man hätte bei der Anzahl der Geimpften nur einen Fall erwarten dürfen, es seien aber sechs mehr.

    Wenn das so ist, dann finde ich die Vorsichtsmaßnahme richtig und dann ist die Frage, ob man das Weiterimpfen verantworten hätte können, sollte doch ein Zusammenhang bestehen.

    Zwar würde es sich um eine sehr seltene Nebenwirkung handeln, aber das würde das Vertrauen in die Impfungen doch sehr erschüttern – auch wenn es noch in der „Kosten-Nutzen-Rechnung“ noch vertretbar wäre.

  17. @ Ralf fast nüchtern

    Sorry, aber was Prof. Cichutek da erzählt, kann ich nicht nachvollziehen.

    Man müsste den Leuten nur klar machen, dass sie – wie so oft – vor den falschen Dingen Angst haben. Selbst wenn die AZ-Impfung für jeden einzelnen Fall nachweisbar verantwortlich wäre (was sie ziemlich sicher nicht sein wird), ist die Wahrscheinlichkeit für eine Thrombose bei Covid-19 um einige Größenordnungen höher.

    Btw. würde ich die Rechnung für nur einen erwartbaren Fall bei 5 Millionen Geimpften gerne sehen.

    Abgesehen davon: Was soll denn bei der Untersuchung herauskommen? Es wird weder das eine noch das andere nachweisbar sein. D.h., man wälzt ein paar Tage Zahlen, erkennt, dass es nicht endgültig entschieden werden kann und macht dann, natürlich mit der Zusicherung der „engen Beobachtung“, weiter.

    Oder, man bleibt übervorsichtig und schmeißt AZ komplett raus. Dann müsste man das konsequenterweise auch mit BioNTech machen. Und dann…?

  18. @RainerO
    Man könnte, so auch den Vorschlag von Dr. Dahmen, von den Grünen, annehmen und Menschen damit impfen, die sich dazu bereiterklären und dieses Risiko akzeptieren und da denke ich, würde man viele finden.

  19. Eine Übersicht [Thread] dazu, was wirklich dazu geführt hat, das Impfungen mit #AstraZeneca vorrübergehend ausgesetzt werden. Man liest in den Medien immer wieder, dass das Auftreten von Thrombosen der Grund wäre. Das ist nicht ganz richtig und nur die halbe Wahrheit.

    https://twitter.com/LJohnsdorf/status/1371721321336475651

  20. @Bernd Harder

    Danke für den Link. Ich habe zwar nicht alle medizinischen Fachbegriffe verstanden, aber die Grundzüge und Schlussfolgerungen sind doch sehr verständlich aufbereitet. Besonders wichtig ist das Fazit:

    Sollten wir also, mitten in der Dritten Welle einer Pandemie, einen Impfstoff rausnehmen, der nachweislich auch gut gegen die Virusmutationen funktioniert? Das stelle ich mal zur Diskussion.

  21. „Die Komplikationen sind mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auf den Impfstoff zurückzuführen“ – „Es trifft Jüngere die keine Risikofaktoren hatten“
    Karl #Lauterbach bei #hartaberfair:

    https://twitter.com/tomdabassman/status/1371569293373083649

  22. Drei Anmerkungen:

    1/ AZ ist doch bevorzugt an medizinisches Fachpersonal gegeben worden. Leute, die – zumal vorgewarnt! – viel eher einen Thromboseverdacht abklären lassen als wir Zivilisten, die erstmal eine Aspirin nehmen und abwarten.

    2/ Angeblich lagen schon vor dem Stop über eine Million Portionen (wieso gibt es eigentlich so wenige Witze über die zweideutige Mehrzahl von „Dosis“?) AZ in den Kühlschränken?

    Wenn eine Million Menschen eine Woche lang nicht geimpft werden, infizieren sich bei einer 100.000er 7-Tage-Inzidenz von 80 -> 800 davon. Davon landen grob geschätzt zwei Dutzend auf der Intensivstation und so um die 8 im Grab. Jede Woche. Soviel zum relativen Risiko zwischen Impfung und Nichtimpfung.

    3/ Liest hier eine Ärztin oder ein Arzt oder ein Impfzentrum im Rhein/Main-Gebiet mit und hat AZ übrig oder im Zulauf? Bitte melden, ich komme sofort vorbei. Bin Gruppe 3.

  23. nur zur Ergänzung, Sputnik V ist auch wie AZ ein Vektorimpfstoff, nur daß die 1. und 2.Impfung unterschiedliche Transportviren haben.

    nur zur Erinnerung für mißtrauische Menschen: der Russische Polioimpfstoff (ehem DDR), kam nicht nur Jahre vor dem USA(Salk-Schluckimpfung) sondern hatte auch weit weniger Nebenwirkungen.

  24. @diabetiker

    „Vektorimpfstoff“

    Ebenso wie der erst kürzlich zugelassene Impfstoff von J&J. Mit dem Unterschied, dass man in diesem Fall nur eine Impfungdosis benötigt.

  25. ja ich weiß nur von dem werden wir die allererste Dosis sehen wenn der allerletzte Ami sagt, nein danke habe schon zwei, bis dahin haben die „Produktionsprobleme“.

  26. Warum haben Menschen mehr Angst vor Impf-Nebenwirkungen als vor dem tödlichen Virus? Angstforscher Borwin Bandelow erklärt, warum unser Gehirn bei Gefahr irrationale Entscheidungen trifft – und er die Aussetzung der Astrazeneca-Impfungen für einen Fehler hält.

    https://www.stern.de/gesundheit/angstforscher-ueber-astrazeneca-impfung—die-meisten-leute-waegen-die-risiken-voellig-falsch-ab–30436196.html

  27. @RPGNo1

    Ich finde das Aussetzen von AstraZeneca nicht als Fehler…

    Da mehr Frauen als Männer, im Alter von 20-50j betroffen sind; vielleicht gibt es hierbei eine Verbindung mit der „Pille“ und deshalb ist der Impfstopp auch richtig, bevor nicht geklärt ist, wo hier das Risiko liegt.

  28. @ Ralf fast nüchtern

    Falls es den Verdacht gibt, dass die Pille das Riskio einer schweren Nebenwirkung einer AZ-Impfung erhöht, pausiere ich die Impfung für Frauen, die die Pille nehmen und enthalte sie nicht allen anderen auch vor.

    Ich gehe aber davon aus, dass die Untersuchenden auch schon diese Idee hatten, wenn schon wir Laien darüber stolpern (ich habe vor kurzem Ähnliches in den ScienceBlogs bei Joseph Kuhn geäußert).

    Das Risiko einer verspäteten Impfung halte ich aber für höher. Es ist ja nicht so, dass beliebig ausgewichen werden kann. Die Personen, die jetzt um ihren Impftermin umgefallen sind, schauen erstmal durch die Finger. Es sind noch bei weitem nicht genug Impfdosen da, um die mal eben so auf Pfizer/BioNTech oder Moderna umzurouten.

  29. hallo Ralf, hast du den link von RPG mal angeklickt und gelesen?

    durch den Impfstopp sterben mehr Menschen als wenn normal weitergeimpft worden wäre. Selbst wenn in 10 Tagen geklärt ist ( ja ist/ist nicht vom Impfstoff induziert) muß weitergeimpft werden, da der Nutzen größer ist als das Risiko.

    -nur man hat 10 Tage zum Impfen verloren, die nicht mehr ersetzt werden können.-

    In jedem Krankenhaus rennt jeden Abend die Schwester rum und knallt „allen“ ohne Frage die Heparin(Thrombosespritze) in den Bauch die mit 1000fach höherer Wahrscheinlichkeit eine ähnliche Thrombose auslösen kann als die Impfung.

    Frauen nehmen die Pille auch da ist das Risiko wesentlich höher als bei der Impfung.
    Also ist der Nutzen des Impfung aussetzens nicht nur Null sondern negativ.

  30. @ Ralf fast nüchtern

    Falls es den Verdacht gibt, dass die Pille das Riskio einer schweren Nebenwirkung einer AZ-Impfung erhöht, pausiere ich die Impfung für Frauen, die die Pille nehmen und enthalte sie nicht allen anderen auch vor. Ich gehe aber davon aus, dass die Untersuchenden auch schon diese Idee hatten, wenn schon wir Laien darüber stolpern.

    Das Risiko einer verspäteten Impfung halte ich aber für höher. Es ist ja nicht so, dass beliebig ausgewichen werden kann. Die Personen, die jetzt um ihren Impftermin umgefallen sind, schauen erstmal durch die Finger. Es sind noch bei weitem nicht genug Impfdosen da, um die mal eben so auf Pfizer/BioNTech oder Moderna umzurouten.

  31. @diabetiker
    Es ist ja nicht so, daß es keine anderen Impfstoffe gibt.. .und mittlerweile ist die Risikogruppe für Covid schon fast durchimpft.
    Die Dritte Welle wird viele Todesopfer in Altersgruppen verursachen, die man bei der Impfung noch nicht auf dem Schirm hatte… die 50-70-Jährigen…(mit und ohne Vorerkrankungen)

  32. @RainerO
    Nur für Frauen mit der „Pille“ die Impfung abzusetzen, nur auf Verdacht, hätte die Verunsicherung auch nicht behoben. Es wären Vermutungen und keine Beweise… ich hoffe, daß die EMA eine faktenbasierte Entscheidung trifft und diese auch öffentlichkeitswirksam vermitteln kann.
    Aber – das ist meine persönlich Meinung – wird man leider das Vertrauen in den AstraZeneca-Impfstoff nicht wieder herstellen können, auch weil er nicht der einzige Impfstoff gegen Covid ist.

  33. @ Ralf fast nüchtern

    Ich habe persönlich überhaupt kein Problem mit diesem Impfstoff.

    Das Vertrauen zerstört hat der Hickhack und das Aufblasen jedes einzelnen Falls *). Niemand spricht darüber, dass es bei Pfizer/BioNTech vergleichbar viele und in Teilbereichen sogar mehr gemeldete Nebenwirkungen gab. Hier nur ein Auszug aus einer Auswertung in UK bei fast gleicher Zahl verabreichter Dosen (Pfizer/BioNTech vs. AstraZeneca):

    – Direkte Hirnblutungen (Cerebral haemorrhage): 10 vs 7
    – Ischämischer Schlaganfall (Ischaemic stroke): 11 vs 9
    – Schlaganfall durch Hirnblutungen (Haemorrhagic stroke): 1 vs 4
    – Interessant wirds bei den CVAs (Cerebrovascular accident): 55 vs 41

    Das alles sind, wie üblich, aufgetretene Ereignisse im zeitlichen Zusammenhang und kein Beweis, dass die Impfungen die Ursache waren.

    Und alle reden nur über AstraZeneca…
    ————————————-
    *) Das mit dem verlorenen Vertrauen erinnert mich fatal an die Wahlen in den USA. Dort werden jetzt in vielen GOP-regierten Bundesstaaten die Wahlgesetze in Richtung Einschränkung verschärft, weil ja angeblich „die Bürger das Vertrauen verloren hätten“. Dass das nur wegen Trumps permanenter Lügerei über Wahlbetrug passiert ist, lassen sie mehr oder wengier elegant unter den Tisch fallen.

  34. Im gestrigen #Ferngespräch ging es in den ersten 45 min um die mögliches Probleme des Impfstoff von AstraZeneca und die verunglückte Kommunikation. Sehr informativ, da auch ein Immunologe als Gesprächspartner dabei war.

  35. nur mal ein Vergleich zu den bisherigen Zahlen.

    AZ.Impfstoff – 7 der og Komplikationen bei 3 Todesfällen. rund 4 Komp/1mio Impfungen.

    ca. 30% Anteil AZ in D (geplant) rund 30mio Impfungen = theoretisch 120 mögliche Komplikationen mit max 120 Todesfällen.

    Zu diesen max 120 stehen über 72000 Todesfälle bisher ohne Impfung, selbst wenn alle anderen Impfstoffe das gleiche oder sogar ein höheres Risiko bergen, sehe ich in keinem Fall einen Grund für eine Impfunterbrechung.

  36. Warum entwickeln einige Menschen nach der AstraZeneca-Impfung gegen Corona gefährliche Gerinnsel im Gehirn? Greifswalder Forscher präsentieren eine Antwort.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/astrazeneca-greifswalder-forscher-haben-offenbar-ursache-fuer-thrombosen-gefunden-a-315f84ce-7020-47da-935f-b3594ec1446d

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