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Kein „ungelöstes Rätsel“: die Karte des Piri Reis

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Ohne angeblich „ungeklärtes“ Schluss-Rätsel ging es dann doch nicht – gestern Abend in „Die spektakulärsten Verschwörungstheorien“ bei Kabel 1.

Dafür musste die Karte des türkischen Admirals und Seefahrers Piri Reis herhalten, zu der Erich von Däniken natürlich allerlei Geraune einfiel.

Hätte man problemlos widerlegen können, allein schon mit unseren Kurzinfos hier.

Zufällig ist die Tage auch bei Astrodicticum simplex ein ausführlicher Beitrag dazu erschienen.

Dänikens Haupt-Gewährsmann Charles H. Hapgood kommt darin nicht allzu gut weg:

Hapgood [macht] vor allem eine Menge Tamtam um seine Berechnungsmethoden und erschlägt den Leser mit einer Flut von Details. Auch auf Karten, die auf den ersten Blick völlig verzerrt und unrealistisch aussehen, findet er noch “erstaunliche Genauigkeit” (eine seiner Lieblingsfloskeln). Er zerschneidet Küstenlinien, dreht und wendet die Einzelteile, um irgendwann seine angeblich mathematisch ermittelte Exaktheit zu postulieren.

Das Fazit in einem Satz:

Die Piri-Reis-Karte ist nicht mehr oder weniger akkurat als jede andere Karte ihrer Zeit.

Zum Weiterlesen:

  • Die Karte des Piri Reis: das ewige Spekulationsobjekt, GWUP-Blog am 19. Juni 2017
  • Die Karte des Piri Reis – das mysteriöse Meisterwerk, Astrodicticum simplex am 8. Oktober 2018

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