gwup | die skeptiker

… denken kritisch seit 1987.

„The Conjuring“: Zwei Geisterjäger im Reich der Fabel

| 26 Kommentare

Im August startet der Gruselheuler „The Conjuring“ in Deutschland, der mal wieder auf einer „true story“ basieren soll:

Die Vorlage dafür lieferte die Amerikanerin Andrea Perron, die in „House of Darkness House of Light“ ihre gar schauerlichen Erlebnisse in einem Farmhaus in Harrisville, Rhode Island, Anfang der 1970er-Jahre erzählt.

Die Verfilmung indes ist als Star-Vehikel für das berüchtigte „Geisterjäger“-Paar Ed und Lorraine Warren angelegt.

Ed Warren starb 2006, Lorraine treibt mit 86 Jahren noch immer ihr Unwesen als selbsternannte „Dämonologin“.

Wie viel sie von ihrem Fach versteht, gab Mrs. Warren dieser Tage mal wieder bei einem Promotion-Termin für „The Conjuring“ zu erkennen.

Natürlich hat die „Geisterjägerin“ seinerzeit auch den „Amityville Horror“ untersucht.

Bei Yahoo! Movies wird sie zu dem weltberühmten Fall so zitiert:

Amityville was horrible, honey. It was absolutely horrible. It followed us right straight across the country. I don’t even like to talk about it. I will never go in the Amityville house ever again. You don’t know how long my career is; that’s the only one.“

Das mutet einigermaßen sonderbar an, denn Amityville war weder „horrible“ noch sonstwas – sondern schlicht ein Hoax.

Der CSI-Falluntersucher Joe Nickell ist den umspukten Warrens einige Male begegnet.

Sein Eindruck:

The couple made a business — some would say a racket — of spirits. They came to be called many things, ranging from “passionate and religious people” to “scaremongers” and “charlatans”.

Already having helped promote the Amityville “horror” and a similar West Pittston, Pennsylvania, “nightmare”, they continued their modus operandi of arriving at a “haunted” house and transforming the case into a “demonic” one, in keeping with their own medieval-style Catholic beliefs.“

Tatsächlich gibt Lorraine Warren sich nicht die geringste Mühe, ihre Beweggründe (von den rein monetären mal abgesehen) zu verschleiern:

Indirekt beweist die Existenz von Geistern doch die Existenz Gottes!“

bricht es in einem Interview mit Hörzu Wissen aus ihr heraus.

Oma

 

Damit beweist Mrs. Warren eine bedenkliche geistige Nähe zum Exorzismus-Wahn – aber keinesfalls so etwas wie Glaubwürdigkeit.

Einen erhellenden Einblick in Psyche und Vorgehensweise der Warrens gibt auch der Neurologe Steven Novella im Skepticblog:

Lorraine, born in 1927, is said to be a “sensitive,” or clairvoyant. This is a person that can feel things psychically.

When the Warren’s go into an alleged haunted dwelling for the first time, three sensitives are utilized. If all three come up with positive “readings,” or feelings, it is said to be powerful evidence of a supernatural presence.

Of course, using an unproven method to measure an unproven phenomenon is of little scientific value.“

Immerhin: Hörzu-Wissen-Redakteur Oliver Noelle war mitnichten gewillt, Andrea Perron und Lorraine Warren eine unkritische Werbeplattform für ihren Film zu bieten.

Sein Artikel „Das Vermächtnis der Geisterjägerin“ in der aktuellen Ausgabe (4/2013) lässt auch „einen Skeptiker“ ausführlich zu Wort kommen – nämlich mich.

Rein von der filmischen Umsetzung her betrachtet soll „The Conjuring“ gar nicht mal schlecht sein.

Die angeblich „wahre Geschichte“ dahinter können wir allerdings getrost ins Reich der Fabel verweisen.

Zum Weiterlesen:

  • Das Vermächtnis der Geisterjägerin, Hörzu Wissen Nr. 4/2013, Seite 58-63
  • „The Conjuring“: A Nickell-odeon-Review, CFI-Blog am 23. Juli 2013
  • The Conjuring is a REAL nightmare for people living in the house, Doubtful News am 28. Juli 2013
  • Der Gestank von Dämonen, Spiegel-Online am 29. Juli 2013
  • „The Conjuring“: Endgültige Integration des Katholizismus im amerikanischen Mainstream, Telepolis am 27. Juli 2013
  • Hunting the Ghost Hunters, Skepticblog am 22. Juni 2009
  • Geisterjäger, „The Conjuring“ und ein Skepkon-Video dazu, GWUP-Blog am 26. Mai 2013 (mit zahlreichen Linkhinweisen)
  • Amityville Horror oder Amityville Hoax? GWUP-News am 18. April 2005
  • Diabolische Frösche: „The Rite“ im Kino, GWUP-Blog am 20. März 2011

26 Kommentare

  1. „based on a true Story“…ich weiß nicht, wie viele Filme ich schon gesehen habe, die auf einer wahren Geschichte basieren sollen; sogar TCM (The Texas Chainsaw Massacre)…und ich muß zu meiner Schande gestehen, das habe ich auch früher geglaubt.

    Das „Vorbild“ soll aber doch Ed Gein gewesen sein, aber es wahr keine „druchgeknallte Familie“, die seitdem immer wieder in verschiedenen Horrorfilmen thematisiert wurde.

    Es gibt eine Wikipedia-Seite, in der die ganzen „true stroy“-Filme gelistet sind.
    http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_films_based_on_actual_events

    50 Prozent der Menschen kommunizieren mit Geistern

    …und die anderen 50 Prozent murmeln hinter der Tür ;-)

  2. Als Genrefan weiß ich echt nicht, was dieses dämliche ‚Basierend auf wahren Begebenheiten‘ in den Filmen dieses Genre zu suchen hat.

    Der Horror- bzw. Gruselfilm wird dadurch weder spannender noch besser.

    Aber seit Paranormal Activity das wieder eingeführt hat gehen die mir mit dieser Meldung wieder alle auf den Senkel, ich habe den Film bereits in den USA auf einer Sneakpreview gesehen und er ist tatsächlich handwerklich ein sehr gut gemachter, spannender Horrorfilm.

  3. Ich mochte als Kind keine Horrorfilme, auch nicht als Jugendlicher, ebenso wenig als Erwachsener und ich werde Horrorfilme vermutlich auch später als alter Mann nicht mögen.

  4. Gelten die alten King-Kong und Godzilla Filme auch als Horrostreifen? Die mochte ich als Jugendlicher eigentlich ganz gerne;-)

  5. @Pierre Castell:

    Wohl nicht, aber die Filme waren trotzdem Sternstunden unserer Kindheit.

  6. @ Bernd Harder

    Ja, absolut. Wenn Filme mit King-Kong oder Godzilla in der „Jugendvorstellung“ liefen, war das für mich eine Attraktion, auf die ich mich damals schon wochenlang vorher freute.

    Was Horrorfilme angeht, „musste“ ich mal vor ca. 10 Jahren mit meinem damals 18-jährigen Sohn den Film „The Saw“ anschauen. Sehr spannend gemacht, aber trotzdem nichts für mich. Leider bekomme ich die schrecklichen Szenen aus solchen Filmen wochenlang nicht aus meinem Kopf…

  7. @Pierre Castell:

    << mit King-Kong oder Godzilla << Oder mit beiden. Oder "King Kong" war ein Roboter, der im Original eigentlich "Mecha-Godzilla" hieß, was man aber erst Jahrzehnte später, im Internet-Zeitalter, in Erfahrung bringen konnte. Überhaupt die deutsche Synchro: Weil diese Schwerverbrecher von Filmverleihern aus rein populistischen Gründen alles mit "Frankenstein" betitelten, mussten wir meistens heimlich ins Kino schleichen, weil unsere Eltern sich unter "Frankenstein" etwas ganz anderes vorstellten als japanische Puppenkiste.

  8. @ Bernd Harder

    Ich befürchte, den letzten Satz nicht ganz verstanden zu haben…

  9. @Pierre Castell:

    Bis zur ersten TV-Ausstrahlung Ende der 1980er-Jahre bei den Privaten liefen Godzilla-Filme im Kino meistens unter irreführenden Titeln wie „Frankensteins Monster jagen Godzillas Sohn“, „Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster“, „Frankenstein und die Monster aus dem All“, „Frankenstein und die Ungeheuer aus dem Meer“ etc.pp.

  10. @ Bernd Harder

    Oh, da kann ich mich leider gar nicht mehr dran erinnern.

    Ich meine nur noch zu wissen, dass Frankenstein ein ganz anderes Genre war. Sorry, habe die Filme vor ca. 40 Jahre gesehen…

  11. @Pierre Castell:

    < < dass Frankenstein ein ganz anderes Genre war. << War es ja auch, aber die deutschen Verleiher versprachen sich mit "Frankenstein" im Titel mehr Zuschauer, was natürlich Unsinn war, da die Filme sich ja eher an Kinder und Jugendliche richteten, z.B.: http://www.monstercon.de/aushang/frankensteins_hoellenbrut.jpg

    http://de.wikipedia.org/wiki/Frankenstein_und_die_Monster_aus_dem_All

    http://de.wikipedia.org/wiki/Frankensteins_Kampf_gegen_die_Teufelsmonster

  12. @ Bernd Harder
    Wikipedia: „…Mary Shelley erdachten Figur des Wissenschaftlers zu tun, der bestrebt ist, ein künstliches menschliches Wesen zu erschaffen…!“

    Genau das hatte ich in Erinnerung…

    Die Hintergründe mit der besseren Werbewirksamkeit von „Frankenstein“ waren mir so gar nicht bewusst. Das ist ja echt ungeheuerlich (im wahrsten Sinne des Wortes), was sich die Filmverleiher da geleistet haben.

  13. Also in der TVDigital ist auch ein Bericht von herrn Noelle drin, aber ist alles Springer Verlag

  14. Zitat Pierre Castell

    Was Horrorfilme angeht, “musste” ich mal vor ca. 10 Jahren mit meinem damals 18-jährigen Sohn den Film “The Saw” anschauen. Sehr spannend gemacht, aber trotzdem nichts für mich. Leider bekomme ich die schrecklichen Szenen aus solchen Filmen wochenlang nicht aus meinem Kopf…

    War das SAW I ? – was war den daran besonders schlimm? :-)
    Ab Saw III kamen dann die „Unrated“ auf den Index und SAW VII wurde sogar beschlagnahmt, was aber wieder widerrufen wurde…;-)

    …und schon sind wir wieder OT, da „James Wan“ bei „The Conjuring“ die Regie führt, was er auch schon bei SAW tat ;-)

  15. @ Ralf
    „War das SAW I ? – was war den daran besonders schlimm? :-)“

    Ralf, leider weiß ich das heute nicht mehr so genau. Aber ich meine mich daran zu erinnern, dass ich mir zwei Filme (vermutlich 1 & 2) anschaute. Auch kann ich mich jetzt nicht mehr an Details erinnern, die mich damals abgeschreckt haben.

    Ich bin was solche Filme angeht, sehr empfindlich. Horror-Szenen, die bei Ihnen vielleicht nur ein mildes Lächeln erzielen, empfinde ich vermutlich als unangenehm…

  16. The Conjuring war schön trashig. Niedliche Siebziger-Hommage, aber normalerweise hätte man sowas eher Direct-to-video vertrieben, wär’s nicht zufällig von Warner verlegt und von James Wan gedreht worden.

    Aber so jetzt kein besonders grausliger Film und die zwanghafte Missioniererei nervt ziemlich.

  17. Na, schaut mal, was ich heute gefunden habe. Und kommt jemandem der Name Sebastian darin bekannt vor? Ja, richtig, er ist es, „unser“ guter Herr…ach…einfach mal lesen:

    http://www.express.de/panorama/spukt-s-hier–die-rheinischen-geister-jaeger,2192,24023040.html

    Ganz nett, oder?
    Da dürften sich die Abzocker hingegen ziemlich ärgern…

  18. Erst jetzt hab‘ ich mich durchgerungen und habe „The Conjuring“ angesehen…

    Zuerst das Positive: Ein wirklich handwerklich gut gemachter Film…Kameraführung und Effekte sind top…

    Gruselig war der Film aber nicht unbedingt, obwohl mir etwas mulmig war, da ich ihn mit Kopfhörer sah. (da finde ich ‚The Ring‘ und oder ‚The Grudge‘ weitaus gruseliger).

    Die schauspielerische Leistung der Familie war auch in Ordnung, aber die beiden Geisterjäger, waren etwas zu abgebrüht, besonders Ed Warren, wirkte etwas zu „steif“ und fast schon deplatziert, wobei seine Frau etwas besser gespielt wurde.

    Das Schlimmste, sind die Dokus, die als Bonusmaterial auf der Blu-Ray zu finden sind, da will man uns mit „aller Gewalt“ bierernst den spiritistischen Mumpitz verkaufen.

    Der Film selbst kann man sich ansehen, ist aber meilenweit von solchen Klassikern, wie zb ‚der Exorcist‘ entfernt.

    P.S. Schon wieder eine Puppe…Annabelle…James Wang, der Regisseur, hat auch schon die Puppe in ‚Saw‘ zu verantworten, die mir immer tierisch auf den … ging; zum Glück explodierte sie in Teil 4.

    Aber trotzdem werde ich mir das Prequel ‚Annabelle‘ (irgendwann) ansehen… ;-)

  19. Indirekt beweist die Existenz von Geistern in keinster Weise die Gottes… Soviel Kritik zu ihr.
    Auch wenn Sie wirklich Geister und „Dämnonen“ erlebt hat, die von „Gott“ sprechen, oder Religionsgedöns abschreckend finden, beweist auch das nicht die Existenz von Gott, sondern maximal dass die angenommenen Geister (Tote, die vorher gläubig waren), oder „Dämonen“ (nehmen wir mal an, sie wären durch das beschwichtigende Anbeten und Opferrituale primitiver Kulturen über Jahrhunderte oder Jahrtausende erst erschaffen, ähnlich „Philip Aylesford“) an Gott glauben.
    So viel Kritik zu ihr.

    Nun das leider übliche zu GWUP, die entgegen ihres „WU“ im Titel nie „wissenschaftliche Untersuchungen“ durchführten, und scheinbar jeder Artikel ist nach den einfachsten journalistischen Regeln, aber auch der der Wissenschaftlichen Methode ein reines Pamphlet, dass scheinbar nicht mal den Anschein erwecken soll seriös zu sein. Im Falle der Tonbandstimmen hätte man eine effektive „Wissenschaftliche Untersuchung“ machen können.
    Genau so wie damals 1971 bei Bell&Lee in Enfield (nein, hat nichts mit dem Haus zu tun) in einem NATO-zertifizierten abgeschirmten Labor.
    Da es damals nachweislich (seriöse unabhängige Wissenschaftler) funktionierte, sollte es das auch heute tun. Also, wo bleibt die versprochene „Wissenschaftliche Untersuchung“? Nur eins muss klar sein, für die 100%ige Reproduzierung MUSS ein ITC-Experte als Experimentator am Tonband stehen. Nicht einfach in einem leeren abgeschirmten Raum über Nacht stehen lassen…

    Beispiele:
    * „das berüchtigte “Geisterjäger”-Paar“
    * “ Lorraine treibt mit 86 Jahren noch immer ihr Unwesen“

    * Der „Beweis“ eines „Hoax“ bezüglich Amityville über einen Link zu CSICOP.
    Das ist so, als ob jemand in einer wissenschaftlichen Arbeit sich selbst zitiert…

    *“Die angeblich “wahre Geschichte” dahinter können wir allerdings getrost ins Reich der Fabel verweisen.“

    Das könnte Ich grundsätzlich akzeptieren, aber wo wäre die „WU“, die Wissenschaftliche Untersuchung?
    Oder ist das wieder das Niveau „Das ist Unsinn/Fabel…, weil es keine Geister oder Paranormales gibt“?
    Das verstößt elementar gegen die Wissenschaftliche Methodik.

    Sie mag in gewissem Rahmen auch eine Selbstdarstellerin sein.
    Aber GWUP, CSICOP sind stärkere Selbstdarsteller, aber keinesfalls seriöse Wissenschaftler.

    Für die Medien ist das Thema selten und in gewissem Rahmen Tabu.
    Von da wird wenig Kritik kommen, obwohl jeder normale Journalist der sich damit beschäftigen würde den Stil als mehr als „Tendenziös“ erkennen würde.
    Und andere Wissenschaftler trauen sich eher nicht sich zu äußern.
    Ich meine, es gibt sogar GEOLOGEN, Steinerüttler, die mit hetzen. Also Naturwissenschaftler, die keinerlei spezielle Mehr-Qualifikation besitzen die über gute Basisschulbildung, Abitur, gutes Allgemeinwissen etc. hinaus geht.
    keine höhere Qualifikation haben als ein in allen Bereichen belesener
    und informierter Arzt, Wirtschaftswissenschaftler, Jurist etc..

    Das ist wie im Mittelalter mit dem Glauben an Gott und dem „Nichtglauben“, der Ketzerei etc..
    Man vermeidet alles was auch nur den Verdacht aufkommen lassen könnte, jemand könnte evtl. nicht 100% das Paranormale als möglich ablehnen.

    Die Art der Artikel ist (nur ein klein wenig übertrieben) die Richtung „der Stürmer“ mit Feindbild „Paranormal“/“Parapsychologie“ statt den Juden.
    Da war doch mal ein GWUPler in einer Talkshow. Scheinbar war man sich sehr selbstsicher (und dem Glauben der Sender würde schon Schützenhilfe für „die Sache“ geben), aber danach wurde der Typ wegen seiner „schlichten“ Rethorik und fehlenden Argumenten (wohl auf dem Niveau „X ist Unsinn, weil es Y nicht gibt“) kritisiert.

    Und wenn GWUP Quellen zitiert, dann ist es wie hier CSICOP.
    Das ist so, als würden die Christen den Vatikan oder gleiche die Bibel in Sachen „Gottesbeweis“ zitieren.

    In diesem Falle bzw. generell wäre eine „Wissenschaftliche Untersuchung“ möglich.
    Anregung: CSICOPler und/oder GWUPler leben mal eine Woche im Hinsdale-Haus im Bundesstaat New York und filmen 24/7.
    Der Besitzer sollte dies wohl gerne erlauben.
    Und die Videos werden ungeschnitten komplett veröffentlicht.
    Danach stellen die Personen noch eine Kamera auf wenn sie zuhause schlafen, auch das wird ungeschnitten veröffentlicht.
    Man kann und sollte noch viel mehr machen, wenn man „Wissenschaftliche Untersuchung“ im Titel hat, also Video, Audio etc., abewr das wäre ein Anfang.
    Radikalablehner/Pseudoskeptiker die es vollständig ablehnen nach den Regeln der Wissenschaftlichen Methode Phänomene ergebnisoffen exakt zu untersuchen sind bei diesem kleinen Test ja gar nicht mal ungeeignet.
    Denn wenn die z.B. nachts mit Alpträumen aufwachen (angeblich geschehen) wäre das schon „ungewöhnlich“.
    Schließlich sollten sie psychologisch ohne jegliche Erwartung und damit verbundener möglicher „Einbildung“ keinerlei Ängste und damit verbundene Alpträume haben.

  20. @Claren:

    Jemand, der mit „Juden“- und „Stürmer“-Vergleichen ankommt, hat sich schon selbst disqualifiziert. Üblicherweise führt das sogar zur Löschung des Kommentares.

    Ihr übriger Schrieb ist das typische Gewäsch von Esoterikfans oder „Ghosthuntern“, die so von Wunschvorstellungen beseelt sind, dass sie die Realität nicht mehr wahrnehmen.

    Nur zwei Beispiele aus Ihrem Wust:

    „Da es damals nachweislich (seriöse unabhängige Wissenschaftler) funktionierte, sollte es das auch heute tun.“

    Wenn man damals „Tonbandstimmen“ in dem Sinne, in dem Sie sie wohl verstehen, nachgewiesen hätte – aus welchem Grund haben die Forscher dafür keine Nobelpreise bekommen?

    Warum ist das Phänomen seitdem nicht allgemein anerkannt und steht in jedem Physiklehrbuch, wenn das damals „funktioniert“ hätte?

    Offenkundig stimmt mit Ihrer Behauptung also etwas nicht, leider sind Sie selbst nicht in der Lage, das kritisch zu reflektieren.

    Und das ist genau einer der Hauptpunkte: Die Skeptiker müssen erst mal gar nichts beweisen, erforschen etc.

    Sondern die Geistergläubigen haben nachvollziehbare und überzeugende Beweise für ihre Behauptungen vorzulegen, die man prüfen kann.

    Wenn es diese Beweise gäbe, wäre das Thema „Geister“ eine Sensation und jeder Wissenschaftler (nicht nur Skeptiker) wäre begierig darauf, das Phänomen zu erforschen.

    Ihr Wissenschaftsverständnis zeigt indes, dass Sie davon keine Ahnung haben, was auch aus dieser Aussage hervorgeht:

    „Denn wenn die z.B. nachts mit Alpträumen aufwachen (angeblich geschehen) wäre das schon “ungewöhnlich”.“

    Was soll daran ungewöhnlich sein? Wie unterscheiden Sie denn „normale“ Alpträume von „spukbedingten“ Alpträumen?

    „Schließlich sollten sie psychologisch ohne jegliche Erwartung und damit verbundener möglicher “Einbildung” keinerlei Ängste und damit verbundene Alpträume haben.“

    Ich schätze, so einen Unsinn habe selbst ich selten gehört. Sie glauben ernsthaft, dass Alpträume nur von „Spuk“ und „Spukhäusern“ herrühren bzw. dadurch ausgelöst werden und dass das folglich ein Untersuchungskriterium ist? Ob man vor Ort Alpträume bekommt oder nicht?

    Mann oh Mann …

    Um da etwas zu erforschen, müsste man erst einmal genau wissen, wonach man eigentlich sucht: Was sind „Geister“, welche Eigenschaften haben sie und wie/mit welchen Methoden, Geräten etc. kann man diese untersuchen/nachweisen?

    Leider haben wir auf diese simple Frage noch nie eine plausible oder brauchbare Antwort von Geistergläubigen bekommen.

    Und damit führen Sie auch Ihren weiteren Einwand selbst ad absurdum:

    „Also Naturwissenschaftler, die keinerlei spezielle Mehr-Qualifikation besitzen die über gute Basisschulbildung, Abitur, gutes Allgemeinwissen etc. hinaus geht. keine höhere Qualifikation haben als ein in allen Bereichen belesener und informierter Arzt, Wirtschaftswissenschaftler, Jurist etc..“

    Welche spezielle „Mehr-Qualifikation“ sollte ein „Geisterforscher“ denn haben? Noch einmal: Was sind denn Geister, welche Eigenschaften haben sie und wie kann man diese Eigenschaften testen/untersuchen?

    Ergänzung: Und welcher Wissenschaftler ist speziell dafür qualifiziert?

    Die Richtung, die Sie dafür vorgeben, ist genau die falsche bzw. diejenige, die Ihrem Wunschdenken und Wissenschaftsverständnis entspringt:

    „MUSS ein ITC-Experte als Experimentator am Tonband stehen.“

    Ja klar, ein „ITC-Experte“ … Merken Sie eigentlich Ihre eigenen Widersprüche nicht? Sie verlangen eine unvoreingenommene Untersuchung, fordern aber „ITC-Experten“ dabei, also schlicht gesagt Tonbandstimmen- bzw. Geistergläubige. Gute Idee …

    „Der “Beweis” eines “Hoax” bezüglich Amityville über einen Link zu CSICOP.“

    Mit Ihrer eigenen „Unvoreingenommenheit“ ist es ja weit her … Wenn Sie den Link gelesen hätten, wüssten Sie, dass der CSICOP-Researcher den Fall vor Ort und mit allen möglichen Zeugen etc. untersucht hat.

    Wenn Sie daran Kritik anzubringen haben, bitte konkret und sachbezogen, oder sind Sie dazu nicht in der Lage, weil Sie a priori alles ablehnen, was von den Skeptikern kommt? Wenn das so ist, haben Sie wahrlich keinen Grund, sich „klüger“ oder „überlegen“ zu fühlen.

    „Radikalablehner/Pseudoskeptiker die es vollständig ablehnen nach den Regeln der Wissenschaftlichen Methode Phänomene ergebnisoffen exakt zu untersuchen sind bei diesem kleinen Test ja gar nicht mal ungeeignet.“

    Auch das ist kompletter Nonsens. Wenn man an Geister glauben muss, um welche zu sehen/zu „erfahren“ oder was auch immer, kann wohl nicht viel dahinter sein.

    Wie skeptische Wissenschaftler das Phänomen Geister betrachten und dass es gerade nicht um „Voreingenommenheit“ geht, sondern um Plausibilität und Beweise, können Sie z.B. hier nachlesen:

    https://www.gwup.org/kontakt/147-wurzel/archiv-zeitschrift-skeptiker/1432-zeitschrift-skeptiker-04-2008

    – Unfassbare Erscheinungen – Ein Gespräch mit Joe Nickell über Jeff Belangers Buch „Die Geister-Akte“

    – Spuk-Schwarte: Vier Experten des GWUP-Wissenschaftsrats kommentieren das Buch „Die Geister-Akte“ von Jeff Belanger

    Eine Reihe von weiteren Artikeln zur skeptischen Methodik und zum Thema „Geister“ finden Sie hier:

    https://blog.gwup.net/2013/05/26/geisterjager-the-injuring-und-ein-skepkon-video-dazu/

    Da sehen Sie u.a. ein Vortragsvideo eines Psychologen, der das Thema sehr wohl untersucht hat – nur zu anderen Ergebnissen kommt, als Sie sich das wünschen.

    Bevor Sie sich nicht mal wirklich informiert haben, betrachte ich eine Diskussion mit Ihnen als sinnfrei, von Ihren eingangs genannten Invektiven ganz zu schweigen.

  21. @Claren:

    Wenn Sie sich wirklich über skeptische Forschungen informieren wollen, können Sie z.B, auch hier mal anfangen:

    http://www.richardwiseman.com/research/ghosts2.html

    http://www.richardwiseman.com/research/ghosts3.html

  22. Bernd, ignorier den Typen.

    Klassischer Troll, der alle möglichen Kommentarspalten und Foren „vollkackt“ (zit. Heise):

    https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/EU-Anhaenger-wollen-Senioren-Wahlrecht-entziehen/Tobias-Claren-kackte-ins-Forum/posting-28819392/show/

  23. @Martina:

    Danke, Spam-Filter ist um eine weitere IP reicher.

    Macht aber auch Spaß, „Argumente“ unterhalb des absoluten Nullpunkts auseinanderzunehmen …

  24. Vielleicht noch eine Anmerkung zu dem geliebten Reizthema „Geister“.Ich sehe das eher neurobiologisch.

    Das menschliche Gehirn orientiert und bewertet nach dem Ähnlichkeitsprinzip.So sehen sie-oder glauben zu sehen-manchmal in Wolken,Felsen oder Bäumen mit viel Phantasie menschliche oder tierische Gestalten,was realistisch Humbug ist,aber unser Bewertungssystem funktioniert leider nicht immer realistisch und unterliegt Sinnestäuschungen.

    Wenn ich nun „Geister“ sehe, kann ich nur Geister sehen,wenn mir jemand vorher erklärt hat, dass es Geister gibt, da das Gehirn generell nur mit dem vergleicht und bewertet, was es kennt.(Napoleon wird so nie in einer Wolke ein Atomkraftwerk gesehen haben, da es soetwas im 18.Jahrhundert noch nicht gab)

    Das „Geister“ sehen wurde uns sozusagen anerzogen.Kommt noch hinzu, dass es besonders in einem erweiterten Bewusstseinszustand leichter ist Geister zu sehen.Je größer die Fokussierung,Erregung der Person, je mehr Dopamin und Noradrenalin wird ausgeschüttet.

    (Unter Drogen oft das zehntausendfache des Normalen)Dieses führt zwangsläufig zu Rauschzuständen,Sinnestäuschungen,WahnVorstellungen bzw. zu anderen verzerrten und irrealen Wahrnehmungen der Realitäthaushalts.

    WahnVisionen von Geistern sind wahrscheinlich auch das Ergebnis eines gestörten Neurotransmittergleichgewichts in den Synapsen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.