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GWUP bei „Maischberger“

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„Übersinnliche Kräfte: Mysterium oder Mumpitz?“ ist das Thema der „Maischberger“-Sendung am kommenden Dienstag (16. November).

Für die Skeptiker mit dabei: der ehedem für den Nobelpreis nominierte „Science Buster“ Professor Heinz Oberhummer von unserer österreichischen Partnerorganisation „Gesellschaft für kritisches Denken“. Zu den Mumpitz-Kritikern gehören außerdem der ehemalige Skeptiker-Redakteur Colin Goldner und der Mentalist und Cold-Reading-Experte Thorsten Havener.

Die drei dürfen sich unter anderem mit der aktuellen Top-Anwärterin für den Titel der „Miss Mystica“ auseinandersetzen: Kim-Anne Jannes, die im Halloween-Programm von RTL sinnfrei mit dem verstorbenen Uwe Barschel parlierte. Zu unserem unfreundlichen Verriss dieses Schwachsinns erreichte uns der eine oder andere Kommentar, der ob seiner Inhaltslosigkeit und peinlich naiven Parteinahme für die attraktive Berufs-Schwurblerin keiner Freischaltung würdig war.

In der „Maischberger“-Ankündigung lässt sich die gelernte Goldschmiedin (heute vergoldet sie einfach Quatsch, was gewiss lukrativer ist) wie folgt ein:

Es spielt keine Rolle, wie lange oder wo jemand gestorben ist. Grundsätzlich kann ich einem Verstorbenen jede Frage stellen.“

Nun ja – das kann ich auch. Aber kommt auch eine Antwort zurück, eventuell sogar eine überprüfbar richtige? Das wäre doch mal was, Frau Jannes: Wo befindet sich denn nun das Grab von Alexander dem Großen? Und was geschah wirklich an Bord des Air-France-Fluges 447, kurz vor dem Absturz?

Aber vermutlich haben Sie die schlappe Million Dollar, die Sie sich mit der richtigen Antwort bei den Skeptikern verdienen können, nicht nötig. Oder fällt Ihnen noch eine bessere Ausrede ein? Wir sind gespannt.

Zum Weiterlesen:

Geschäftsmodell Mumpitz, Süddeutsche-Online am 17. November 2010

15 Kommentare

  1. Zu Professor Oberhummer kann man auch immer den Podcast der Science Busters empfehlen. Hier der direkte URL von fm4

    http://static.orf.at/podcast/fm4/fm4_science_busters.xml

  2. Zunächst einmal vielen Dank für den Hinweis auf die Sendung von Frau Maischberger.

    Ich muss mit Erschrecken feststellen, dass sich gerade in letzter Zeit an meinem Wohnort das Angebot solch dubioser Heiler/innen ständig erweitert. Alleine im näheren Umkreis kann ich auf die Schnelle ein Dutzend „Praxen“ (eher renovierte Kellerräume) aufzählen, die sich mit Rückführung, Kartenlegen, Engelskontakt, Heilen mit Wasser und so weiter und so fort beschäftigen.
    Meine Frage: Bilde ich es mir nur ein, oder ist der Frauenanteil an Anbietern und Nachfragern gerade in diesem Business besonders hoch?

    Zur Sendung:
    Leider habe ich den Fernseher zu spät eingeschalten, so dass ich den Anfang verpasste. Wahrscheinlich wurde auch da geklärt, warum Frau Jannes erst so spät zur Gesprächsrunde dazu gestoßen ist.
    Glücklicherweise durfte ich den ersten Gongschlag von Frau Klee erleben. Besonders aufregend war auch, wie sie an der Glasvase „rumgerubbelt“ hat und schließlich eine Kerze entzündete. Das war´s dann aber schon für den Rest der Sendung – abgesehen vom Verstecken der Nadel! Was die Einladung zur Sendung gerechtfertigt haben soll, versteh ich nicht.
    Zu Frau Jannes: Auf die Frage, welche Ausbildung sie genossen hat, war – außer ein paar dahin genuschelten Kursen – nichts konkretes dabei. Auch die Frage nach dem Mörder von Uwe Barschel blieb offen.
    Und dann die ewigen Entschuldigungen. Auf die Frage von Prof. Oberhummer nach dem Verbleib des Goldschatzes kam als lapidare Antwort: „Sie sind kein Angehöriger, dass kann ich nicht machen!“ Wie witzig!
    Dass Herr Dr. Goldner so ruhig blieb, als bei seinen Ausführungen Frau Jannes nur schulmädchenhaft kicherte finde ich ebenso bewundernswert!

    Ich hoffe und bitte Sie und die GWUP, dass Sie noch lange an solchen Themen dran bleiben, denn es gibt noch viel Aufklärungsbedarf!

  3. Ich fand den Auftritt der Skeptiker-Fraktion etwas schade, da er sehr oft wie eine unreflektierte Anti-Haltung gegenüber der Esoteriker-Fraktion wirkte. Ich kann es natürlich verstehen, dass man es schwer hat, nicht laut zu schreien, wenn jemand von Raumklärung oder Reinkarnationstherapie redet.

    Dennoch denke ich, dass es der Esoterik-Szene eher zuträglich ist, wenn man sie versucht lächerlich zu machen. Denn Leute, die sich nicht ernstgenommen fühlen, sind erst richtig gefährlich – weil sie sich dann für Gegen-den-Strom-Schwimmer halten.

    In der Sendung empfand ich nur den Auftritt von Herrn Havener als aufklärerisch.

    Insbesondere ist es mir etwas aufgestoßen, als Herr Oberhummer nichts gegen den Satz von Frau Maischberger über „physikalisch bewiesenes“ gesagt hat.

    Im Sinne von Karl Popper – und im Sinne jeder seriösen naturwissenschaftlichen Arbeit gibt es keine Beweise! Es gibt nur Theorien, die falsifizierbar sind. Und darunter gibt es eine Klasse von Theorien, die bisher nicht falsifiziert wurden – und daher besitzt man darüber eine größere Gewissheit! Einen Beweis im Sinne eines mathematischen Beweises gibt es in den Naturwissenschaften aber nicht!

    Gerade eine Sendung wie Maischberger ist die ideale Gelegenheit, den Menschen skeptisches und naturwissenschaftliches Denken näher zu bringen.

    Und dabei ist es wichtig, dass man Esoterikern nicht vorhält, sie erzählen böswilligen Unsinn (denn das lässt sich nun mal vor laufender Kamera meist schwer beweisen). Dagegen ist es wichtig, dem Publikum die methodischen Fehler dieser Leute zu zeigen.

    Die Herangehensweise von Herrn Havener war da schon ganz gut: er hat gezeigt, dass es selbst für aberwitzige Hellsehereien natürliche Erklärungen gibt.

    Anstatt alle Wahrsager gleich als Betrüger darzustellen, wäre es besser klarzumachen, dass viele Esoteriker solche Dinge aus unbewusster Selbsttäuschung heraus machen. Und dass man daher in der Wissenschaft bestimmte Mechanismen und Methoden entwickelt hat, um solche Fehler auszuschließen oder zu begrenzen.

    Leider hat mir diese Einstellung in dieser Sendung sehr gefehlt. Letztlich fehlt mir diese Eintstellung leider sehr häufig beim Auftritt von Skeptikern im Fernsehn. Dabei wird jedes Mal die Chance vertan, den Menschen einen Eindruck zu vermitteln, wieso gute Naturwissenschaftler so arbeiten, wie sie es tun.

  4. @Xf32:

    << Anstatt alle Wahrsager gleich als Betrüger darzustellen, wäre es besser klarzumachen, dass viele Esoteriker solche Dinge aus unbewusster Selbsttäuschung heraus machen. Und dass man daher in der Wissenschaft bestimmte Mechanismen und Methoden entwickelt hat, um solche Fehler auszuschließen oder zu begrenzen. <<

    Vielen Dank für die Anmerkungen, das ist sicher alles richtig. Selbstverständlich geht die GWUP keineswegs per se davon aus, dass *alle* Esoteriker bewusste Betrüger und/oder geistig Minderbemittelte sind und dass das Meiste in diesem Bereich auf Selbst-Betrug bzw. Selbsttäuschung bzw. Fehldeutungen von persönlichen "Evidenzerlebnissen" beruht.

    In wieweit man diese wohlwollende Grundannahme indes auch auf gut bezahlte, kommerzielle und medial höchst präsente Anbieter in diesem Bereich ausdehnen sollte, bin ich mir nicht ganz sicher. Sagen wir mal so: Meinem Nachbarn, der Warzen bespricht, würde ich sehr viel weniger betrügerische Absichten unterstellen als den Damen in dieser TV-Sendung.

    <<Leider hat mir diese Einstellung in dieser Sendung sehr gefehlt. Letztlich fehlt mir diese Eintstellung leider sehr häufig beim Auftritt von Skeptikern im Fernsehn. Dabei wird jedes Mal die Chance vertan, den Menschen einen Eindruck zu vermitteln, wieso gute Naturwissenschaftler so arbeiten, wie sie es tun.<<

    Diese Chance bietet ein TV-Format wie "Maischberger" und Co. grundsätzlich nicht. Über Wahrnehmungstäuschungen zu diskutieren, ist schon mit ganz "normalen", kritischen und aufgeschlossenen Menschen schwierig – wie wir zum Beispiel hier im Blog bei der "Panther"-Geschichte gesehen haben.

    In einer Talksendung, bei der man alleine oder im günstigsten Fall zu Zweit live gegen eine dicht geschlossene Phalanx von Abzockern, Betrügern und "Erfahrungsfundamentalisten" anquasseln muss, ist das ein Ding der Unmöglichkeit – und würde auch von jedem Moderator sofort unterbunden, denn in solchen Sendungen geht es nicht um Wahrheit und Wissenschaft, sondern um Krawall und Quote. Also da möchte ich alle Skeptiker, die sich überhaupt so eine Sendung antun, mal in Schutz nehmen.

  5. @Bernd Harder:

    >>In wieweit man diese wohlwollende Grundannahme indes auch auf gut bezahlte, kommerzielle und medial höchst präsente Anbieter in diesem Bereich ausdehnen sollte, bin ich mir nicht ganz sicher. Sagen wir mal so: Meinem Nachbarn, der Warzen bespricht, würde ich sehr viel weniger betrügerische Absichten unterstellen als den Damen in dieser TV-Sendung. <<

    Dass unter den Gästen der TV-Sendung Betrüger seien könnten, ist natürlich nicht auszuschließen. Und von vielen Wahrsagern, gerade im TV-Bereich, ist das auch anzunehmen.

    Das Problem ist: In der TV-Sendung hat man keine Möglichkeit, die betrügerische Absicht zu beweisen. Damit begibt man sich selbst auf ein sehr unseriöses Niveau – und ist auch gegenüber dem Publikum unglaubwürdig.

    Das Zitieren von "Studien" und "Erfahrungen" funktioniert in diesem Rahmen ebenfalls nicht – denn auch hier steht im Augenblick der Sendung einfach nur Aussage gegen Aussage. Beide Seiten können irgendwelche Studien und Erfahrungen zitieren: ob sie existieren oder nicht. Letztlich ist die Außenwirkung gleich Null und beide Lager sind festgefahrener als zuvor.

    Dass es auch anders geht, hat Herr Havener sehr gut demonstrieren können. Er konnte live zeigen, dass viele "unerklärliche" Phänomene schnell zu einfachen Taschenspielertricks zerfallen.

    Eine andere Möglichkeit ist, die Gegenseite argumentativ bloßzustellen, was Herr Oberhummer mit der Frage nach der "Art der Energie" immerhin schon begonnen hat. Eine einfache Frage wäre gewesen: "Wenn Sie nicht genau wissen, was Sie da tun – warum wissen Sie dann, dass es nicht schädlich ist?"

    Solche Sendungen sind natürlich nicht in der Lage, tiefere Sachverhalte zu vermitteln. Und es ist schon mutig genug, dass sich überhaupt jemand in so einen Irrsinn hinaus wagt. Das ist mir schon klar – deswegen schaue ich sie normalerweise auch gar nicht an und würde auch nie als Gast in einer Sendung auftreten wollen.

    Allerdings denke ich eben: wenn man als Skeptiker im Fernsehn auftritt, sollte man sich der Möglichkeiten dieses Mediums Fernsehn bewusst sein. Man sollte sich bewusst sein, dass man in einer Fernsehsendung nur Dinge beweisen kann, die man im Studio zeigen kann.

    Alles andere ist im Augenblick der Sendung eine vage, nicht überprüfbare Behauptung: und daher eigentlich schon fast nicht mehr wissenschaftlich…

  6. @ Xf32:

    << Dass es auch anders geht, hat Herr Havener sehr gut demonstrieren können. Er konnte live zeigen, dass viele "unerklärliche" Phänomene schnell zu einfachen Taschenspielertricks zerfallen. <<

    Ja, aber ….

    Erstens muss man das können, und zwar perfekt (in der SZ stand heute, nur einer von zwei seiner Tricks habe funktioniert – weiß ich nicht, weil ich die Sendung nicht sehen konnte). Im Grunde bräuchten die Skeptiker eine Mischung aus David Copperfield, Albert Einstein, Jim Carrey und Kate Moss, um in einer solchen Sendung *alle* überzeugen zu können. Diese Person haben wir bislang noch nicht gefunden.

    Zweitens ist/wäre auch ein Trickkünstler/Mentalist von cleveren Esos leicht auszuhebeln.
    Zum einen gibt es sogar Studien darüber, dass überzeugte Esoteriker schlicht nicht glauben, dass es sich dabei um Tricks handelt, und nach einem solchen Auftritt sogar mehr als vorher von der Existenz des "Übersinnlichen" überzeugt sind.
    Zum anderen gibt es auch hier Totschlag-Argumente: "Nur weil Sie das tricksen können, heißt das noch lange nicht, dass es nicht auch das echte Phänomen gibt – es gibt ja auch echte Picassos, obwohl man sie auch fälschen kann."

    Also diese Trick-Vorführungen sind eine zweischneidige Angelegenheit und meiner Erfahrung nach keineswegs für alle gleichermaßen überzeugend. Eine allgemeingültige skeptische Strategie für solche Sendungen gibt es leider nicht.

  7. Natürlich ist es auch klar, dass man keine perfekte Vorstellung liefern kann.

    Allerdings halte ich eben das Totschlagargument von Herrn Oberhummer: „XY ist nicht wissenschaftlich nachweisbar“, eben auch für wenig sinnvoll.

    Das ist ein Argument, dass man in der Sendung nicht belegen – und meistens noch nicht mal so einfach jenseits davon.

    Abgesehen davon, dass naturwissenschaft nie „Nachweisbarkeit“ von Sachverhalten erbringen kann. Darauf wurde im übrigen nicht einmal Ansatzweise eingegangen.

    Alles in allem ist für mich da die Frage berechtigt, was solche Fernsehsendungen überhaupt bringen können – außer Platte diskussionen. Vermutlich nicht mehr als ein „uns gibt es auch noch“ zu demonstrieren.

    Vor einiger Zeit gab es ja auch einen Auftritt bei Prof. Lesch in Abenteuer Forschung. Dort gab es eine klare Bühne für den Skeptiker – aber auch dort wurde recht wenig darüber erzählt, wie Wissenschaft funktioniert. (Obwohl ich denke, dass gerade Herr Lesch auch das philosophische Rüstzeug besitzt).

    Es ist halt sehr schade. Vermutlich aber auch nicht ein Problem der Skeptiker und des Fernsehns – sondern der Schulen, die leider so gut wie nichts über wissenschaftliches Denken und Arbeiten vermitteln…

  8. @Xf32:

    << Alles in allem ist für mich da die Frage berechtigt, was solche Fernsehsendungen überhaupt bringen können – außer platte diskussionen. Vermutlich nicht mehr als ein "uns gibt es auch noch" zu demonstrieren. <<

    Auch wenn das der einzige Zweck wäre (und in *manchen* Sendungen vermutlich auch ist), ist das aus unserer Sicht durchaus sinnvoll und wichtig, im öffentlichen Raum nicht den Eindruck entstehen zu lassen, dass Esoteriker und Wissenschafts-Analphabeten jeden Unsinn unwidersprochen behaupten können, ja dass dies vielleicht sogar die einzig mögliche Sichtweise von solchen Phänomenen ist.
    Wenn beim Zuschauer nur die Erinnerung (und mehr wird es realistischerweise auch nicht sein) hängen bleibt "Da war so ein kurioser Typ, der hat gesagt, das gibts alles gar nicht …"), würde mir persönlich das als "Erfolg" schon reichen. Man wird als Skeptiker ja bescheiden in seinen Ansprüchen …

  9. Man kann den Satz von Herrn Goldner nur dick unterstreichen: Diese Scharlatane gehören entweder in die Psychiatrie oder vor den Staatsanwalt. Es ist grotesk, dass diese Wirrköpfe im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ein Forum bekommen, um dem Publikum ihre „übersinnlichen Fähigkeiten“ als Realität zu suggerieren. Das Verwerfliche an dieser Sendung ist, dass sie keine aufklärende Darstellung verfolgt: Es wird der Anschein erweckt, wissenschaftliche Erkenntnis und Aberglaube seien gleichwertige Partner, mit nur unterschiedlichen Ansichten. Kommunikation mit Toten, eine energievertreibende Trommlerin – was geht eigentlich im Kopf von Frau Maischberger vor, einem Publikum mit einigermaßen gesundem Menschverstand Derartiges zuzumuten?

  10. Wie gesagt – ich sehe da nur das Problem, dass beim Publikum auch hängen bleiben könnte: „Da gab es einen Schreihals, der ganz überheblich und unreflektiert von Scharlatanen geredet hat.“

    Leider war mein Eindruck von dem Abend halt so: von der medialen Präsenz waren Frau Jannes und Herr Dahlke leider weitaus überzeugender und sympathischer. Sie machten durch ihre ruhige Argumentationsweise einen deutlich sympathischeren Eindruck auf mich, als Herr Oberhuber und Herr Goldner, die beide auf mich sehr überheblich wirkten.

    Ich habe größten Respekt vor den beiden, dass sie sich überhaupt in die „Höhle des Löwen“ begeben haben – nur befürchte ich eben, dass das nicht so recht effektiv ist…

    Nur Herr Havener konnte da wirklich Sympathiepunkte ernten. Und meines Erachtens dadurch, dass er ruhig wirkte und sein esoterisches Gegenüber zumindest äußerlich erst einmal ernst genommen (bzw. im Zweifelsfall ignoriert) hat. Das wirkte erheblich professioneller…

    In diesem Sinne: ich wollte nur einmal anregen, dass man sich über solche Auftritte etwas mehr Gedanken machen sollte. Ich habe diesen Eindruck leider schon sehr oft beim Auftritt von Skeptikern im Fernsehn gehabt – und das tut mir immer sehr leid, weil ja die Sache an sich richtig und wichtig ist!

  11. @yg43:

    << Warum? Wenn die Wissenschaft so sicher ist, dass solcherlei Phänomene Mumpitz sind, dann kann sie sich doch ganz ruhig den vermeintlichen Irren gegenübersetzen und so beruhigend auf sie einwirken, so dass sie vielleicht wieder zu Verstand kommen. <<

    Also Entschuldigung, aber das kann nur jemand sagen, der noch nie im Fernsehen (oder auch nur bei einer öffentlichen Veranstaltung) solche Diskussionen führen musste. Klar, wir lassen diesen Unsinn gelassen an uns vorbeiziehen und reagieren mit buddhahafter Verachtung für allen Quark darauf …

    Netter Gedanke, funktioniert nur bei den meisten Menschen nicht. "Warum" hat Prof. Oberhummer so agiert, wie er agiert hat? Nun, ich kann nicht in ihn hinein sehen, aber spontan fallen mir da mindestens drei Möglichkeiten ein:

    a) Weil er eben – als Mensch – so ist, wie er ist?
    b) Weil das für einen nobelpreisnominierten Top-Wissenschaftler schlicht unerträglich ist, sich ein dermaßen saublödes, dummes und ignorantes Geschwätz wie von diesem esoterischen Kindergarten um Jannes und Co. herum anhören zu müssen?
    c) Weil ein – und ich wiederhole mich – nobelpreisnominierter Top-Wissenschaftler in ein Sendekonzept gezwungen wird, bei dem er sich von einer offenkundig nicht ganz in dieser Welt lebenden Feinstofflerin erklären lassen soll, was eigentlich "Energie" ist?

    Klar – er muss nicht hingehen. Und? Was wäre damit gewonnen, wenn man eine – zu Unrecht in der Öffentlichkeit immer noch als "seriös" geltende – Sendung wie "Maischberger“ den Irren dieser Welt vollständig überlassen würde?

    Ein Skeptiker zeichnet sich m.E. nach auch dadurch aus, dass er sich den Realitäten stellt, wie sie nun mal vorhanden sind. Dazu gehören leider auch solche abstrusen TV-Stücke.

    Empfehle dazu auch:

    http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/11/tvdebatten-uber-esoterik-und-pseudowissenschaft-nur-zeitverschwendung.php

  12. Eine Million Preisgeld für den Nachweis: Schulmedizin kann heilen !

    Bedingung: keine randmisierte, doppelblinde, annonyme Studie, wo keiner weiß, wer (obwohl schwert krank) verarscht wurde und wer nicht.

    Sondern ganz einfach Heilung bedeutet ohne Erkundungsoperation, ohne Chemie, ohne Strahlentherapie einfach gesund werden und heil bleiben ist gefordert. So wie es sich die Beitragszahler der GKV wünschen !

    Bedingung: Die Öffentlichkeit muss diese Studie kontrollieren können und sie muss im Internet (ohne Namensnennung) offengelegt werden.

    Die Heilung muss wenigstens 1 Jahr angehalten haben.
    Die Mittel dürfen keine Risiken und Nebenwirkungen laut Beipackzettel haben. Der Betroffene muss anschließend schriftlich den Heil-Erfolg bestätigen.
    Das Patientengut muss wenigsten 2 Jahre durch schulmedizinische Hilfe nicht heil geworden sein. Die hilfesuchenden Antragsteller müssen sich schriftlich mit allen Unterlagen einfinden.

    Die Studienleiter werden sich durch eigene Untersuchungen vorher ein Bild über die Patienten-Antragsteller machen und nur wirklich Kranke zulassen.

    Wer wagt es diese Studie zu begleiten? Bitte melden !

    Bitte die GEWUP-Forscher um Begleitung !!!

  13. @Dieter Reiber:

    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Sie das ernst meinen – oder das ein recht jammervoller Versuch sein soll, die Psi-Tests der GWUP oder den Randi-Challenge zu „parodieren“. In beiden Fällen würde ich erst einmal dazu raten:

    a) Fachbegriffe, die Sie offenkundig nicht kennen und schon gar nicht verstehen, bewerten und einordnen können, nicht zu verwenden oder doch zumindest richtig zu schreiben, wie etwa „randmisiert“ und ähnlichen Nonsens.

    b) den Beweis zu erbringen, dass Sie über das Preisgeld tatsächlich verfügen (was wir Skeptiker jederzeit können).

    << (obwohl schwert krank) verarscht wurde und wer nicht.<<

    c) sich über wissenschaftliches Studien-Design eingehend zu informieren und erst mal einfachste Grundbegriffe zu lernen – „verarscht“ z.B. gehört nicht dazu.

    << Sondern ganz einfach Heilung bedeutet ohne Erkundungsoperation, ohne Chemie, ohne Strahlentherapie einfach gesund werden und heil bleiben ist gefordert. <<< d) uns eine einzige Körperfunktion zu nennen, die "ohne Chemie" abläuft. << wie es sich die Beitragszahler der GKV wünschen ! << e) nicht von sich auf andere zu schließen: Ich bin ebenfalls Beitragszahler und hege ganz andere Wünsche, wie zum Beispiel, dass eine Migräne-Tablette zuverlässig wirkt oder dass ein Chirurg genau weiß, wo welches Teil wieder dran kommt, falls es mich mal bei einem Unfall zerlegen sollte. Sie lassen sich dann vermutlich zum Homöopathen tragen, oder? Was Ihre Methode angeht, schlage ich Ihnen vor, dass Sie sich für den "Darwin-Award" bewerben sollten - einen Preis für die dümmsten Todesfälle. << Die Mittel dürfen keine Risiken und Nebenwirkungen laut Beipackzettel haben. Der Betroffene muss anschließend schriftlich den Heil-Erfolg bestätigen. << f) Ich argwöhne, Sie haben noch weniger verstanden, als ich nach den ersten paar Zeilen befürchtet hatte: Alles, was „wirkt“, hat auch Nebenwirkungen. Und „Betroffene“ können zwar ihr subjektives Befinden äußern, aber keine „Heilerfolge“ objektiv dokumentieren. Sie verwechseln die Medizin mit einem Kindergarten. << Bitte die GEWUP-Forscher um Begleitung << Das würde voraussetzen, dass Sie mal ganz tief in sich gehen und hier irgend etwas auch nur entfernt Sinnvolles vorschlagen.

  14. Eine Million Preisgeld für den Nachweis: die Sonne scheint nicht! Bedingung: die Studie darf nicht in unserem Sonnensystem durchgeführt werden, sondern in einem dunklen Paralleluniversum, wo sprechende blinde Maulwürfe 3000 Meter tief im Boden leben. Nur sie – und sie alleine – dürfen ihre subjektive Meinung zu der o.g. Fragestellung äußern und haben diese schriftlich zu bestätigen. Eine einfache Mehrheit genügt, um die Ausgangsthese zu bestätigen.
    Bitte das Wissenschaftsgenie Reiber um Begleitung!

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