Durchimpfungsraten in Deutschland und „Dinge, die Impfgegner sagen“

Das Ärzteblatt hat eine deutschlandweite Erhebung zu den Durchimpfungsraten bei der Schuleingangsuntersuchung veröffentlicht.

Die Durchimpfungsraten von Tetanus, Pertussis (Keuchhusten) und Poliomyelitis (Kinderlähmung) zeigten ein hohes Niveau, unzureichend seien dagegen die Impfquoten bei Masern und Hepatitis B.

Hier sind …

… verstärkt Maßnahmen erforderlich, um die Akzeptanz der Impfungen zu verbessern. Damit zukünftig Aufklärungskampagnen besser geplant werden können, müssen die Ursachen von Impfskepsis und Impfakzeptanz weiter erforscht werden.”

In diesem Zusammenhang wird der Kinder-Infektiologe Philipp Henneke vom Universitätsklinikum Freiburg bei Scinexx so zitiert:

Wir haben eine paradoxe Situation: Auf der einen Seite bittet UNICEF in der Weihnachtszeit um Spenden für Tetanus-Impfungen in Entwicklungsländern.

In Deutschland hingegen verfügen wir über eine hervorragende medizinische Infrastruktur, aber den eindeutigen Impfempfehlungen wird in zu vielen Fällen nicht entsprochen.”

Parallel dazu ist auf der Blogger-Platform medium.com ein gut gemachter Comic-Strip mit dem Titel “Vaccines work: Here are the Facts” erschienen.

Und bei der Facebook-Gruppe Dinge, die Impfgegner sagen gibt es tagesaktuell “eine Sammlung von echten Impfgegner-Zitaten, die für sich selbst sprechen”.

Zum Weiterlesen:

  • Durchimpfungsraten bei der Schuleingangsuntersuchung 2012: Deutschlandweite Erhebung auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte, Dtsch Arztebl Int 2014; 111(46): 788-94
  • “Masernpartys sind Körperverletzung”, scinexx am 16. Dezember 2014
  • Impfgegner-Psychologie, GWUP-Blog am 9. Dezember 2014
  • “Impfen – Risiko mit Methode” jetzt in der ARTE-Mediathek, GWUP-Blog am 26. Oktober 2014
  • Impfgegner, zuhören: “Meine Mama bringt mich um”, GWUP-Blog am 5. Oktober 2014
  • Was die Impfgegner stark macht, hpd-online am 11. November 2014
  • Esoterik und die Reaktion der Impfgegner, hpd-online am 13. November 2014
  • Die fünf größten Irrtümer von Impfgegnern, Stern-Online am 12. November 2014
  • Diskussion mit Impfgegnern: Religiöser Eifer und die Verteidigung der Vernunft, GWUP-Blog am 24. Juni 2014
  • Fatales Natürlichkeitsdenken der Impfgegner, GWUP-Blog am 11. Mai 2014
  • Kinderarzt zu Impfgegnern: “Get Out of My Office”, GWUP-Blog am 5. Februar 2014
  • Mit Witz und Betroffenheit gegen aggressive Impfgegner, GWUP-Blog am 11. August 2013
  • “Wir impfen nicht”, Psiram am 1. September 2014
  • 20 häufige Impfgegner-Argumente: Was ist dran? GWUP-Blog am 18. Juli 2013
  • Die Argumente der Impfgegner, GWUP-Blog am 22. Oktober 2009
  • Waldorfschulen als Brutstätte für die Masern, GWUP-Blog am 11. Juli 2013

1 Kommentar zu “Durchimpfungsraten in Deutschland und „Dinge, die Impfgegner sagen“”


  1. 1 Fabs 17. Dezember 2014 um 15:29

    Da die Hep-B Impfung vor x Jahren mal im Zusammenhang mit multipler Sklerose gebracht hat, ist hier vielleicht auch Aufklärungsbedarf von Nöten.

    Das dann der Hersteller in seiner Packungsbeilage (die durch das Internet nicht schwer zu bekommen ist) dann auch anmerkt:

    ————————

    Klinische Studien
    Das unten aufgezeigte Sicherheitsprofil basiert auf einer zusammengefassten Auswertung von Ereignissen pro Dosis bei mehr als 6.000 Probanden, die
    entweder das 0-1-6-Monats-Standardimpfschema (n=5.683) oder das 0-7-21-Tage-Schnellimpfschema (n=320) erhalten hatten. In den zwei klinischen
    Studien, in denen Twinrix Erwachsene nach dem Schnell-Impfschema 0, 7, 21 Tage verabreicht wurde, ist über Allgemein- und Lokalreaktionen insgesamt in
    der gleichen Häufigkeit wie unten beschrieben berichtet worden. Nach der vierten Impfung, die 12 Monate nach der ersten gegeben wurde, traten systemische
    und lokale Nebenwirkungen in einer vergleichbaren Häufigkeit auf wie nach den Impfungen nach 0, 7, 21 Tagen.
    In Vergleichsstudien wurde festgestellt, dass sich die Häufigkeit der berichteten unerwünschten Ereignisse nach der Gabe von Twinrix Erwachsene nicht von
    der Häufigkeit der berichteten unerwünschten Ereignisse nach der Gabe der monovalenten Impfstoffe unterscheidet.
    Häufigkeiten werden wie folgt angegeben: Sehr häufig: ≥1/10 Häufig: ≥1/100 bis <1/10 Gelegentlich: ≥1/1.000 bis <1/100 Selten: ≥1/10.000 bis <1/1.000 Sehr
    selten: <1/10.000
    * verweist auf Nebenwirkungen, die in klinischen Studien mit dem Impfstoff für Kinder beobachtet wurden.

    ————————

    Erkrankungen des Nervensystems
    Multiple Sklerose, Myelitis, Fazialisparese, Polyneuritis einschließlich Guillain-Barré-Syndrom (mit aufsteigenden Lähmungen), Optikusneuritis

    Ist hier bestimmt wenig unterstützend für eine PRO – Impfung Kampagne.

    Wie gesagt hier sollte medial herausposaunt werden ob es stimmt oder nicht und wenn die Menschen Ihre Sorgen hinsichtlich MS wegen Hep B Impfung abgelegt haben werden Sie vielleicht wieder "Impffreudiger"

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