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Homöopathie in der Apotheke: „Es ist ein Drama“

| 5 Kommentare

Schönes Lesestück von #DerApotheker:

Es ist ein Drama. Wenn es nach mir ginge, würde jeder sofort seine Approbation verlieren, wenn er auf die Idee käme, die Homöopathie aktiv zu empfehlen. Diese Apothekerinnen und Apotheker sind eine Schande für unseren Beruf.

Ich möchte, dass Apotheken nur noch Arzneimittel mit einer nachgewiesenen Wirkung verkaufen. Alles andere kann gerne der Heilpraktiker anbieten.

Dann ist der Schwurbel endlich da wo er hingehört: Beim Schwurbler.

Der Autor twittert unter #DerApotheker und schreibt bei medium.com.

Zum Weiterlesen:

  • Wie ich niemals an die Homöopathie und anderen Schwurbel glaubte, publikum.net am 27. November 2019
  • Neue Studie bestätigt: Viele Apotheker empfehlen völlig kritiklos Globuli, GWUP-Blog am 20. März 2018

5 Kommentare

  1. Mich würde interessieren, wie viele von den Apotheker*innen (um genderkorrekt zu sein ;-)), wirklich von der Homöopathie überzeugt sind und wie viele es nur verkaufen, weil es halt so ist (und Umsatz bringt).
    Bei den Überzeugten würde ich auch die Approbation in Frage stellen und bei den Anderen würde ich nachfragen, ob der Markt dies erzwingt, oder ob es nur um Profit geht.

  2. @Ralf im Vollrausch

    Zurzeit müssen Apotheken in Deutschland im übrigen Homöopathische „Mittel“ verkaufen. Die Pharmaindustrie hat nämlich dafür gesorgt, daß die größtenteils apothekenpflichtig ist – ja die die angeblich gegen den Kampf gegen Homöopathie steht.

    Die stellen nämlich die Mittel auch her – und das ist im Gegensatz zum Brot und Butter Geschäfft Impfen eine Cash Cow (Keine Forschung, keine klinischen Tests, kein Zulassungsverfahren – nur gut schütteln und die Hand aufhalten).

    Dass die meisten Homöopathische Mittel nur in der Apotheke erhältlich, verstärkt die Illusion der Wirksamkeit und ist für die Industrie Verkauf fördernd. Der Unterschied bei Apotheken ist derzeit ob sie es aktiv verkaufen (bewerben) oder eben nur unter dem Ladentisch handeln ;)

  3. Immerhin, es scheint etwas anzukommen. Bereits zwei der Apotheken in meinem Viertel haben keine Homöopathie mehr in der Auslage. Entsprechende Rezensionen bei Google helfen!

  4. Vor ein paar Wochen hatte ich eine Bindehautentzündung (Es war ein Samstag). GG hat gemeint, er käme sowieso an einer Apotheke vorbei und würde mir eine Salbe mitbringen. Die Apothekerin wollte aber die (erwiesenerweise wirksame) Salbe nicht verkaufen, da sie etwas viiiiel Besseres hätte. Das würde sofort wirken; falls nicht nach einem Tag die Bindehautentzündung weg wäre, dann sollte ich allerdings zu einem Arzt gehen, denn was Wirksameres gäbe es nicht.

    GG hat nicht nachgefragt und das Produkt gekauft.

    Als ich es mir angesehen habe, habe ich sofort festgestellt, dass es etwas Homöopathisches war und hatte noch die Hoffnung, dass wenigstens der Trägerstoff etwas bewirken könnte.

    War leider nicht der Fall. Und beinahe hätte ich mir an der seltsamen Darreichungsform noch die Hornhaut zerkratzt.

    Unser Fazit: In dieser Apotheke kaufen wir nie wieder etwas!

  5. Damit hat diese Apothekerin erreicht, was man ihresgleichen wünscht: Kundenschwund (wenn auch vorerst nur in homöopathischer Dosis). ;-)

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