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Rezension zu „Anthroposophie“ von André Sebastiani: Gut strukturierte Zusammenfassung

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Beim Humanistischen Pressedienst ist eine Rezension zu „Anthroposophie: Eine kurze Kritik“ von André Sebastiani erschienen.

Das Buch ist erklärtermaßen als Kritik konzipiert, insofern darf man sich nicht über Einseitigkeiten beklagen. Es kommt hier immer darauf an, inwieweit sie gut begründet werden. Dies gelingt dem Autor über weite Strecken, insbesondere bei der Auseinandersetzung mit den Lehren von Steiner. Hier kann er viele problematische Aspekte anhand von einschlägigen Zitaten gut veranschaulichen […]

Bei aller notwendigen Detailkritik: Es handelt sich um ein aufklärerisches Werk!

Foto: https://twitter.com/marcfbuck/status/1092850543985377285

„Anthroposophie“ ist auch das Schwerpunktthema in der aktuellen MIZ (4/2018). Die Ausgabe gibt es für 5 € (als E-Paper 4 €) beim Alibri-Verlag.

Zum Weiterlesen:

  • Anthroposophie in der Kritik, hpd am 11. Februar 2019
  • Anthroposophie zwischen Religion und Esoterik: Interview mit André Sebastiani, GWUP-News am 2. Februar 2019
  • Neu im „Nachgefragt“-Podcast: Anthroposophie und Waldorfpädagogik, GWUP-Blog am 24. Januar 2019
  • 100 Jahre Waldorfschule, MIZ 4/2018
  • André Sebastiani: Anthroposophie. Alibri 2019, 168 Seiten, 10 €

3 Kommentare

  1. Der HPD schreibt:

    „Bei den Ausführungen zur Waldorfpädagogik hätte man sich ein wenig mehr Differenzierung gewünscht.“.

    Ich hätte das nicht.

    Das Argument „Not all Waldorfschulen!“ wird ja gerade von den Verfechtern der Waldorfpädagogik gerne hervorgebracht, siehe das Feld im Waldorf-Bullshit-Bingo: „In unserer Schule ist das aber nicht so!“.

    Wichtig ist, was der Bund der Freien Waldorfschulen und die Gründungslehrer grundsätzlich für eine Intention haben. Es wird durch die Anthroposophen klar definiert, wie die Waldorfschule zu sein hat – auch wenn davon im Einzelfall abgewichen wird.

    André hat ja bereits in vielen Interviews umsichtig und rational darauf hingewiesen, dass er keineswegs pauschal über alle Schulen urteilen will – und kann.

    Ich stimme dann hier voll zu: „Eine gut strukturierte Zusammenfassung“. In der Tat! Fachbegriffe werden meist kurz erklärt, so dass auch Nicht-Akademiker dem Thema folgen können.

    Zu jeder verklärenden Aussage von Waldorf und Co. (z. B. „Wir unterrichten keine Anthroposophie!“) kommt der entsprechende Gegenbeweis, findet man eine Urquelle, und am Ende ein klares Fazit – dass man ohne weiteres als gutes Argument in Diskussionen verwenden kann.

    Ist das Buch also einseitig? Vielleicht.

    Die „andere Seite“ ist jedoch übermächtig und findet sich nun wirklich an jeder Ecke: Bei deiner Bank, im Supermarkt, beim Arzt und auf dem Frühstückstisch. Jegliche skeptische Aufklärungsarbeit kann hier nur helfen, das Ungleichgewicht, also die übertrieben positive Selbstdarstellung der Anthroposophen, auszugleichen.

    Es ist eine große Leistung, den extrem komplexen Glauben der Steiner-Jünger so klar zusammenzufassen. Und gerade wegen der Komplexität des Themas ist für mich der einzige Kritikpunkt an Andrés Buch: dass es zu kurz ist.

    Wer einen fundierten Einblick in „Deutschlands einflussreichste Sekte“ (Colin Goldner) will, der sollte die paar Euro investieren und das Buch kaufen.

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