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„It-Girl der Esoterik“ und „spirituelles Kindergenie“: Wer ist Christina von Dreien?

| 70 Kommentare

Im Sommer berichteten wir über eine Doppelveranstaltung in Bern mit dem Verschwörungstheoretiker Daniele Ganser und dem esoterischen Teenie-Star Christina von Dreien.

Aber wer ist eigentlich Christina von Dreien, die 2019 auch in Deutschland auftritt?

Trotz ihres Erfolgs blieb sie in der medialen Öffentlichkeit praktisch unerwähnt,

schrieb der Blick im August.

Jetzt hat die Evangelische Informationsstelle Relinfo (Rüti ZH) einen ausführlichen Bericht über die 17-Jährige veröffentlicht.

In Kürze:

„Christina von Dreien“ heißt eigentlich Christina Meier und wurde am 15. April 2001 geboren. Ihr Pseudonym leitet sich von dem Wohnort Dreien in der Gemeinde Mogelsberg im Toggenburg ab.

Christinas Lieblingsbeschäftigung war immer das Lesen. Sie war derart schnell darin, dass ich es oft kaum glauben konnte. Im Alter von zehn Jahren las sie pro Woche mindestens fünf dicke Bücher. 300 Seiten waren da im Nu gelesen, und sie wusste anschliessend über den gesamten Inhalt sehr gut Bescheid,

behauptet ihre Mutter, die ehemalige Marathonläuferin und „Naturheilpraktikerin“ Bernadette Meier.

Auf der Leseliste standen angeblich „Fachbücher in den Bereichen Naturwissenschaft und Mystik“, Kosmologie und Astrologie sowie Abenteuer- und Fantasy-Geschichten.

Relinfo weiter:

Im Alter von zehn Jahren beginnt Christina ihrer Mutter Vorträge zu halten, zuerst über Science-Fiction-Themen […] Im Februar 2015 beginnt die bald 14- jährige Christina, die Science-Fiction- Themen durch Esoterisches anzureichern.

Aus Christinas überbordender Imagination sprudelt unter anderem heraus, dass ihre Körperzellen nicht auf Kohlenstoff, sondern auf Silizium aufgebaut seien, und dass die menschliche DNA ursprünglich zwölfsträngig gewesen sei, und dass sich dieser Zustand wieder einstellen werde, wenn die Erde demnächst in die fünfte Dimension aufsteigen würde.

Sie selbst verfüge schon heute über eine 12-Strang-DNA.

Bernadette Meier besteht darauf, diesen Kaprizen ihrer Fantasy-belesenen Tochter unbedingt Glauben zu schenken:

Da ich ohnehin bei den allermeisten Themen, über die ich mir Wissen aneignen kann, darauf angewiesen bin, jemand anderem zu vertrauen, entscheide ich mich bewusst dafür, Christina zu vertrauen.

2017 und 2018 schrieb die frühere Leichtathletin als „Bernadette von Dreien“ zwei Bücher über ihr wunderliches Kind:

  • Christina, Band 1: Zwillinge als Licht geboren
  • Christina, Band 2: Die Vision des Guten

Ein dritter Band ist in Arbeit, am Ende soll eine ganze Buchreihe stehen.

In den beiden Eso-Schwarten erscheint Christina als …

… Künderin einer neuen Zeit, einer Wendung zum Besseren, eines Happy End,

analysiert der Relinfo-Autor.

Die „Prinzessin des Übersinnlichen“ (Blick) ist – natürlich – ein „Indigo-„ oder „Regenbogenkind“, will bereits mehrere Inkarnationen hinter sich haben, hat Zugang zur Akasha-Chronik und verkündet, dass jeder Mensch auf Unterstützung aus den höheren Sphären zählen dürfe, etwa von „Geistführern“, „Schutzengeln“ und „Lichtheilern“:

Der Hauptgrund für die Attraktivität von Christina von Dreien für Menschen innerhalb und ausserhalb der Esoterik-Szene ist vermutlich die Tatsache, dass sie die schon seit Jahrzehnten in der alternativen Spiritualität vertretenen Hoffnungen auf den Anbruch einer neuen Zeit, auf ein neues goldenes Zeitalter, auf einen Aufstieg der Erde in eine lichtvolle, friedliche, problemlose Sphäre aufgreift und verstärkt, indem sie das baldige Eintreten dieser Wende lehrt.

Christina erklärt, die Menschheit stehe „mitten in einem riesigen Evolutionssprung“. Nach diesem „Aufstieg“ in die „fünfte Dimension“

  • existieren kaum noch Krankheiten, geschweige denn Altersbeschwerden. Denn bei hochfrequenten Wesen stoppt der Alterungsprozess zwischen 32 und 35 Jahren.
  • wird das Klima überall auf der Erde mediterran oder tropisch sein.
  • werden die Menschen alle für ein gemeinsames „Wir“ zusammenarbeiten, und dadurch werden sie Erfüllung und Freude von unvorstellbarem Ausmaß erleben.
  • werden Technologie und elektronische Geräte im heutigen Sinn sich mehrheitlich erübrigen.

Und so weiter, und so fort.

Wie „weise“ und „hellsichtig“ die 17-Jährige tatsächlich ist, lässt sich exemplarisch aus Textpassagen zum Bau der Pyramiden herauslesen:

In Ägypten beispielsweise nutzte man so etwas Ähnliches wie fliegende Teppiche, um die Steinblöcke zu transportieren.

Solchen offenkundigen Nonsens verbrämt Christina von Dreien mit den üblichen konspirologischen Phantastereien von der „manipulierten Wissenschaft“ oder der „Medienverschwörung“.

Kritisch wird’s, wenn „die erfolgreichste Esoterikerin im Land“ (Tagblatt) gegen Organspenden wettert (weil dadurch eine „Lücke im Ätherkörper“ entstehe) oder Christina-Fans medizinische Behandlungen abbrechen, wie Blick berichtet.

Ob das neue „It-Girl der Esoterikszene“ (Blick) zum Longseller taugt, hängt laut Relinfo von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel:

  • Schafft es Christina von Dreien, ihre Fantasie soweit zu zügeln, dass sie sich nicht mit unbescheidenen Inkarnationen, erfundenen Zitaten und unbedachten Äusserungen zu heiklen Themen selbst ein Bein stellt?
  • Gelingt es Christina von Dreien, ein Spezialgebiet innerhalb der Spiritualität zu besetzen, für welches sie in der Öffentlichkeit als erste Adresse gilt, so wie es bei Mike Shiva fürs Wahrsagen und bei Pascal Voggenhuber für die Jenseitskontakte der Fall ist?
  • Findet Christina von Dreien Erklärungen dafür, warum die Welt in fünf, zehn und zwanzig Jahren immer noch nicht der idealen Gesellschaft entspricht, welche sie vorhersagt? Und werden diese Erklärungen für ihr Publikum plausibel sein, das sich nach baldiger Veränderung sehnt?

Tja, man hat’s nicht leicht als „spirituelles Kindergenie“ (Watson).

Und schon gar nicht ….

… mit einer Mutter, die ihre Tochter in die Rolle der Heilsbringerin drängt und ihr die Jugend stiehlt.

Zum Weiterlesen:

  • Die 16-jährige Christina ist der neue Star am Esoterik-Himmel – was dahintersteckt, watson am 13. Januar 2018
  • Christina von Dreien bei Psiram
  • Sie spannt mit Ganser zusammen: Der hellste Stern am Esoterik-Himmel kommt aus dem Toggenburg, tagblatt.ch am 12. September 2018
  • Mit 17 Esoterikstar: Christina von Dreien – Die Prinzessin des Übersinnlichen, blick am 20. August 2018
  • Relinfo: Christina von Dreien
  • Daniele Ganser – Esoteriker? GWUP-Blog am 18. Juli 2018

70 Kommentare

  1. Auf ihrer Homepage gibt es sogar einen Forschungbereich mit einem internationalen Forschungsteam.

    Ach, warte: „Die Forschungsprojekte sind zurzeit nicht öffentlich“.

    So ein Pech aber auch.

  2. Also das mit 12-strängigen DNA und dem Evolutionssprung kommt mir irgendwoher anders bekannt vor… aber ich komme gerade nicht drauf, wo ich das schon mal gelesen habe.

  3. @Christian Becker:

    Ja, das sind im Grunde bekannte esoterische Motive, z.B.

    https://donotlink.it/4XwL

  4. Statt alles zu versuchen, ihre Tochter von dem esoterischen Irrweg abzubringen, hat Bernadette Meier sie sogar noch darin bestärkt.

    Ich frage mich, ob Christina nach einer solchen massiven Indoktrination jemals ein normales Leben führen kann.

  5. nur ne frage- ist es überhaupt nützlich/sinnvoll über die spinnereien eines abgedrehten teenagers nachzudenken, zu schreiben, sowas überhaupt zu erwähnen?

    sowas gehört in den mülleimer, da substanzlos.

  6. ich hasse Menschen die ihre Kinder medial prostituieren

  7. Mir tut das Mädchen vor allem leid. Eine schlimme Mutter ist das, die ihr Kind zur Erzeugung von Einnahmen und Publizität so mißbraucht.

    Allerdings: Christina möge doch einmal eine Blutprobe abgeben (obwohl eine Probe ihrer Mundschleimhaut schon reichen würde), dann werden wir ja sehen, ob ihre DNS zwölfsträngig ist oder ihre Zellen Silizium statt Kohlenstoff enthalten.

    Einen Erkenntnisgewinn habe ich aber jetzt schon: Sollte das mit dem Silizium stimmen, erklärt sich hervorragend, weshalb es immer mehr Betonköpfe gibt!

  8. @diabetiker:

    Der entscheidende Punkt:

    „Kritisch wird’s, wenn „die erfolgreichste Esoterikerin im Land“ (Tagblatt) gegen Organspenden wettert (weil dadurch eine „Lücke im Ätherkörper“ entstehe) oder Christina-Fans medizinische Behandlungen abbrechen, wie Blick berichtet.“

  9. @ bernd, ja ist ekelerregend, nur haben wir keine möglichkeit die zu bremsen, weder mutter noch tochter.

    das ist eine gesetzeslücke nach mm. das gleiche gilt für hamer-gläubigen, und idioten die kindern chlordioxidlösung als einlauf geben.

  10. Typische Eislaufmutter. Sperrt sie ein.

  11. „Sperrt sie ein“ (Schrei…)
    Gehts vielleicht noch ein bisschen grobkörniger?
    Ist es denn bekannt, dass die Mutter nur Geld und Popularität abschöpfen will?

  12. Was bitte soll denn eine „Eislaufmutter“ sein?! Ich hoffe jetzt mal, daß das Einsperren ein Fall von schlecht verstandener Satire war??

    @ Vincent: Ich kann natürlich nicht in den Kopf dieser Frau hineinsehen, und vielleicht macht sie das alles nur mit, damit ihre Tochter nicht an einen Menschen gerät, der sie schamlos ausbeutet, aber so, wie das alles läuft, glaube ich das kaum.

    Das ist eine hochprofessionelle Vermarktung, und ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, daß dieses Kind von selbst auf die Idee gekommen ist, sich derartig in den Vordergrund mit einer Menge wenig origineller esoterischer Versatzstücke zu stellen.

  13. @RPGN01
    „Statt alles zu versuchen, ihre Tochter von dem esoterischen Irrweg abzubringen, hat Bernadette Meier sie sogar noch darin bestärkt.“

    Ja klar, das Mädel bringt Geld mit nach Hause. Vielleicht kann sie bald ihre Eltern ernähren.

  14. Für eine 17jährige sieht Christina aber noch sehr kindlich aus.

    Womöglich hat die Mutter da leichtes Spiel – noch.

  15. @nota.bene

    Was denn das der Fall sein sollte, dann ist die Mutter einfach nur ein durch und durch zynisches Individuum.

  16. Was sich speziell zur Mutter in dem Text findet:

    Allfällige Zweifel schiebt sie [die Mutter] bewusst beiseite: „Es wäre so einfach für meine linke, rationale Hirnhälfte, alle diese Themen, über die mir Christina seit Monaten berichtet, als blanken Unsinn, als wilde Fantasien oder als spekulative Science Fiction abzutun.“ Sie fragt sich aber: „Auf welcher seriösen Grundlage könnte mein Verstand sein Misstrauen in Christinas Aussagen begründen?“ Da sie Christina vertrauen möchte, „gebiete ich an dieser Stelle meinem Verstand Einhalt. Ich entscheide mich bewusst dafür, meine geistige Trägheit zu überwinden, meine Vorurteile zu entlassen und mich unvoreingenommen Christinas intuitiven und inspirativen Quellen des Wissens und der Erkenntnis zu öffnen.“ (Band 2 s. 157)

    Sorry, aber was ist das anderes als wortreich verbrämte Vermarktung?

  17. „Ich weiß, dass sie Unsinn verzapft, Aber was soll’s, das bezahlt meine Rechnungen.“

    Es lebt sich offenbar leichter, so ganz ohne Gewissen.

  18. Ich weiss nicht, ob das Mädel nur Opfer ist. Die wird es ganz schön geniessen, so im Rampenlicht zu stehen – welcher Teenie würde das nicht? Und dass jede Scheisse, die sie von sich gibt, von ihren Followern als pures Gold aufgesogen wird, muss früher oder später in eine Art Grössenwahn münden.

  19. @noch’n Flo:

    Nicht nur:

    „Wie die meisten Jugendlichen träume sie von einer besseren Welt, in der sie die Heldin sein dürfe.“

    https://www.blick.ch/life/wissen/menschen/mit-17-esoterikstar-christina-von-dreien-die-prinzessin-des-uebersinnlichen-id8738582.html

  20. Au, ha! Eine neue Superheldin des Blödfugs: Eso-Girl. Was wohl ihr Kryptonit sein mag?

  21. Es kann sich ja mal selbst jeder hinterfragen:

    Was wäre wohl aus ihm geworden, wenn in seiner Kindheit und Jugend seine Mutter (oder sonst eine wichtige Bezugsperson) zu allem, was ihm in den Kopf gekommen wäre, gesagt hätte: „Jawoll, genau so ist`s. Ich schreib ein Buch drüber und buche den Gemeindesaal, damit du es der Welt erzählen kannst“?

    So oder so scheiße, ob die Mutter das nun aus Gewinnstreben macht, ob sie ernsthaft an die Offenbarungen ihres Wunderkindes glaubt oder einfach meint, ihrer Tochter einen Gefallen zu tun, wenn sie ihr bei der vermeintlichen Selbstentfaltung unterstützt (und die dabei anfallenden Einnahmen gerne mitnimmt), statt sie zu bremsen und vor sich selbst zu schützen.

    Die Frage, inwieweit Menschen, die irgendwo im Eso-Geschäft aktiv sind, ehrlich an ihre wundersamen Produkte glauben oder ob es ein kühl kalkuliertes Geschäft mit der Dummheit der Kunden ist (oder – dazwischen – ein nützlicher Selbstbetrug), stellt sich ja immer und lässt sich oft schwer eindeutig beantworten.

    Dass hier das „Produkt“ die eigene Tochter ist, macht den Fall dann allerdings nochmal besonders erschreckend.

  22. @ Herr B:

    „Was wäre wohl aus ihm geworden, wenn in seiner Kindheit und Jugend“…

    Kann man doch problemlos an ehemaligen Kinderstars wie Shirley Temple, Drew Barrymore, Barret Oliver, Macaulay Culkin, Radost Bokel oder den Jungs von Tokio Hotel studieren, wohin zu früher Ruhm führt.

  23. Oha, das hört sich alles doch etwas maliziös und unschön an.
    Zum Einsperren reicht das aber hoffentlich nicht.

  24. @ noch’n Flo

    Was frühen Ruhm betrifft, mag das stimmen. Aber ein Aspekt fehlt da. Besagte Kinder- und Jugendstars dürften den Unterschied zwischen der Wirklichkeit und den Fiktionen, an denen sie mitwirkten gekannt bzw. im Zuge ihrer Tätigkeit deutlicher kennengelernt haben als die gleichaltrigen Rezipienten der fertigen Werke.

    Sie haben weder geglaubt Kevin oder Momo zu sein noch mussten sie außerhalb des Filmsets den Eindruck erwecken es zu sein.

  25. Nebenkriegsschauplatz

    „Ihre Tochter ist bereits mit einem stark erweiterten Bewusstsein zur Welt gekommen. Kann man diese Bewusstseinserweiterung in späteren Jahren auch erlernen und damit auch neue Begabungen entfalten?“

    Ich wollte ja eigentlich behaupten, dass das ein von Mutti oder ihrem Verlag fertig angebotenes PR-„Interview“ ist, so ranschmeißerisch, wie die Fragen formuliert sind. Aber das Ding ist ja als Namensbeitrag gekennzeichnet und der Autor macht sonst Lokalsport. Daher hat er wohl auch den Draht zur Mutter. Wenn es um einen Trainerwechsel im Amateurfußball geht, fragt er aber auch schonmal kritischer nach.

  26. Ein Video, in dem Christina Meier über das Thema Bildung spricht, wurde mir gestern Abend vorgeschlagen. Ich hatte keine Ahnung, wer diese Jugendliche ist. Einen Satz fand ich aber extrem fundamental: Sie meinte, dass ein mündiger Schüler in Konfusion getrieben wird, wenn der Lehrer ihm einen Wissensinhalt vorsetzt, den der Schüler nicht in sein bisheriges Wissen – ohne Widersprüche – integrieren kann. Fazit: Für jeden, der ein Fundament mitbringt, ist diese Sandburg kein Bollwerk gegen den Religionsverlust des 3. Jahrtausends. „Wir sind somit ausgeladen, nicht nur aus Events mit Christina, sondern auch aus Festsälen und Kirchen, wo Bischöfe und Päpste auftreten, die uns dort abholen wollen, wo wir gar nicht warten.
    Insofern finde ich, dass diese einzig wertvolle „Perle“ im Denken Christinas ein Symposium wert wäre, wo auch Amtskirchen in Dialog mit der Esoterikszene treten und sich der Wehrhaftigkeit & zunehmenden Skepsis hochgebildeter spiritueller Menschen aus der christlichen Konfessionen vergewissern.
    Das ist m.M. nach der einzige Funken von Selbstkritik im „Mikrokosmos der esoterischen Drillinge Bernadette (Mutter), Elena (verstorbener Zwilling) und Christina (überlebender Zwilling)“.
    Diese Generation gibt es sicherlich in den Hochburgen theologischer und philosophischer Elfenbeintürme (Reformationsländer Schweiz und Deutschland) bzw. Deutschland als Wiege der Philosophenfürsten. Diese neue Generation hat einen spirituell-philosophischen Wortschatz auf A1-Lebel. So funktioniert es.

  27. @Synkretia

    Hä? Und jetzt das ganze nochmal ohne Schwurbeleien.

  28. „… ein Symposium wert wäre, wo auch Amtskirchen in Dialog mit der Esoterikszene treten …“

    Dann würden sich Esoteriker mit anderen Esoterikern unterhalten. Und dann?

    Den Religionsverlust des 3 Jahrtausends finde ich gut, warum dagegen arbeiten?

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/studie-junge-europaeer-brauchen-keine-religion-14958370.html

  29. Geht es darum, daß Esos und Christen den gemeinsamen Kampf gegen den Atheismus aufnehmen sollen?

    Ich werde nicht anfangen aufzuzählen, warum dies aus vielen Gründen keine gute Idee wäre (von Unvereinbarkeiten in der Dogmatik angefangen, bis hin zur Frage, wie Esoteriker und die Kichen generell zur Naturwissenschaft stehen).

    Aber auch ich bin natürlich höflich und interessiert, daß mir diese „Perle“ der Christina M. doch noch einmal so erklärt wird, daß ich sie als unerleuchteter Mensch, der Indigo höchstens in seinen Klamotten hat, auch verstehe.

  30. @ RPGNo1:

    Ganz einfach: Synkretia meint, die Deutsche Bischofskonferenz, die EKD und Christina Meier sollten einen gemeinsamen Katechismus erarbeiten, und dann wird alles gut.

  31. @ Synkretia:

    Woher genau ist das Zitat? Oder ist das Deine eigene Meinung?

  32. Sie hat recht! Die Pyramiden wurden durch Levitation erschaffen! Ihr wollt zweifeln? Dann zweifelt weiter, ich glaub ihr

  33. ich wünschte, ich hätte in ihrem Alter auch schon so ein Wissen gehabt.
    aber da sieht man mal, wie die Menschen im Laufe der Jahre manipuliert wurden.
    Das fängt in der Schule oder sogar schon im Kindergarten an und hört bei
    den Massenmedien auf.
    Das alles wurde mir erst im jahre 2015 durch die massenimigration bewusst.
    Wir werden und wurden belogen und betrogen schon immer.

    eine friedliche Welt kann es damit schon nicht geben, da immer hinter allem

    ganz viel Geld steckt. Ob Politik, Schulsystem, Finanzsystem oder Gesundheitssystem. Das
    ist alles schon krank.

    Ich glaube Christina und finde das sie ihre Arbeit gut macht.
    Unser System einschließlich der Medien möchte das natürlich nicht wahrhaben.

    Ansonsten würde unser jetziges System zusammenbrechen und die selbst
    ernannten Eliten hätten ein schweres Spiel.

    Ohne die Sklaven (Bevölkerung) wäre das Spiel längst vorbei.

  34. @Gabriele Schmid:

    Sie haben Glück – es ist heute der 15. und wir hatten noch keinen „Aberwitz des Monats“.

    Dass Sie für solchen Schwachsinn Ihren echten Namen hergeben, verleiht dem Ganzen sogar noch eine neue Dimension…

  35. Hinter dem Finanzsystem steckt ganz viel Geld?! Das muss ich mir schnell aufschreiben, bevor das bei der nächsten Gehirnwäsche wieder vertuscht wird.

  36. Gabriele Schmid = Rechtsesoterikerin, VT-Gläubige

  37. @Tonantzin:

    Ganz falsch, die Pyramiden wurden durch mächtige ägyptische Übermenschen erschaffen, wie schon der Hellseher Rudolf Steiner wusste:

    „In Wahrheit haben die Ägypter ja zweieinhalbmal so viel Körperkräfte gehabt wie unsere heutigen Menschen. In der Waldorfschule wird es ganz gut sein, die richtigen Begriffe der ägyptischen Mythologie schon den Kindern beizubringen.“ (R. Steiner, Vorträge über Erziehung, gehalten für die Lehrer der Freien Waldorfschule, GA295, S.152f).

  38. @ Jo Lorenz.
    Ich „mag“ die Sprüche vom alten Rudi; die sind – neben allem Quatsch – so schön verschwurbelt. Aber obiges Zitat ist ja eine Tatsachenbehauptung die so offensichtlich Unsinn ist, dass die niemand glauben kann. Anhänger würden wohl behaupten, das sei metaphorisch gemeint.

  39. @ RPGNo1/Captain Obvious:

    Ach waaaaaaaaas… sach bloooooooss….

  40. @langsamdenker:
    In der verschwurbelten Sprache von Rudi Steiner zeigt sich m.E. auch seine schizophrene Erkrankung. Fragte man ihn nach der Bedeutung von „Rechten Winkeln“, hat er eine Schwurbel-Salve losgelassen von Jesus über Buddha bis zu den Freimaurern. Wer danach noch wusste, wie die eigentliche Frage gelautet hatte, musste sicherlich einer der Auserwählten sein…

    „Geradeso wie der Fisch schwimmt, so würde der Hund fliegen, wenn er ein Vogel wäre.” (Rudolf Steiner)

  41. @noch’n Flo
    Schön, dass ich weiterhelfen konnte. Ich unterstütze meine Mitkommentatoren immer gerne. ;)

  42. @Jo Lorenz
    „Geradeso wie der Fisch schwimmt, so würde der Hund fliegen, wenn er ein Vogel wäre.” (Rudolf Steiner)

    So schlimm ist das Zitat auch wieder nicht, denn man kann dem schon entnehmen, daß die Natur über eine Selbstverständlichkeit verfügt…der Fisch schwimmt, der Vogel fliegt und ein Hund beherrscht sein Dasein mit gleicher Selbstverständlichkeit.

  43. @ RPGNo1
    Interessehalber: Ist der Name in einem anderen Zusammenhang schonmal in der Richtung aufgefallen oder war das ein (naheliegendes) Urteil aufgrund dieses Posts?

  44. @Ralf im Vollrausch: Warum aber fliegt der Vogel? „Indem er die Luft in seinem Inneren erwärmt und von der kalten Luft getragen wird.“. Ein Vogel ist also nichts als ein kleiner Heissluftballon. Muss man wissen!

    Ich fange besser gar nicht erst von den Fischen an, die ja mit Ihren Flossen schmecken können…

  45. @Herr B
    Letzteres. Die Dame ist mir hier im Blog sonst noch nicht aufgefallen.

  46. Viele der Kommentare zeugen von einem ausgesprochenem Unwissen. Dabei ist auffallend daß diese Unwissenheit noch mit Arroganz gepaart ist. Christina von Dreien sagte kürzlich (5.1.2019) in Erding: „Unsere Welt ist wie ein Lastwagen, der mit 1000 Stundenkilometer gegen die Wand rast.“ Sie sagte auch: „Wenn heute von der Regierung ein Gesetz erlassen wird, daß niemand mehr Radieschen anbauen darf, liegt es an uns, ob wir uns an dieses Gesetz halten.“
    Christina sieht, wie die Welt wirklich ist. Daher empfindet sie eine Verantwortung aus der sie Lösungsmöglichkeiten aufzeigt, damit unser „Lastwagen“ nicht mit 1000 Kilometer gegen die Wand fährt.

    Da sich die Kommentarschreiber wohl nur in der Welt drehen, die ihnen durch die Machthaber durch Medien, Schule, Umwelt vorgesetzt wird, bleibt ihnen nichts als sich gegenseitig in ihrer Meinung zu bestärken und wohl noch nicht einmal zu sehen, daß wir uns tatsächlich in so einem Lastwagen befinden…

    Ich empfehle für die Kommentarschreiber als Einstiegslektüre den Vortrag von Professor Rainer Mausfeld: „Warum schweigen die Lämmer“. Dieser befaßt sich mit den Techniken des Meinungsmanagements, welches durch Fokussierung bzw. Verdunkeln bestimmter Sachverhalte die Weltsicht der Masse prägt und sich dabei beispielsweise auch das „Empörungsmanagement“ zu Nutze macht.

  47. @Schoenere_Welt:

    Danke für diesen, nun ja, erhellenden Kommentar.

    Ich fasse mal zusammen – Sie können mich gerne korrigieren:

    – Also Sie denken ernsthaft, dass die Weltsicht eines 17-Jährigen Kindes richtiger und zutreffender sei als diejenige der hiesigen Kommentatoren?

    Ich fürchte, damit liegen Sie sehr falsch. Mein 13-jähriges Patenkind hat bereits eine realistischere Weltsicht als Christina – und verfügt nicht über angebliche „hellsichtige“ Fähigkeiten und ist auch kein „Indigo-Kind“, sondern einfach nur klug und vernünftig.

    Sie demonstrieren damit aber beispielhaft einen der vielen unsympathischen Charakterzüge von Esoterik-Gläubigen: Sie gehen fraglos davon aus, dass alle, die nicht an esoterischen Unsinn, Verschwörungstheorien, guru-artiges Geplapper etc. glauben, quasi per se unwissend, uninformiert, manipuliert etc. seien.

    Seien Sie versichert: Genau das sind wir gerade nicht. Aber wir verlassen uns lieber auf Rationalität und kritisches Denken, als auf esoterische Spinnereien.

    – Umgekehrt scheinen Sie, als erwachsener Mensch, ernsthaft zu glauben, dass die infantilen Phrasen eines 17-jährigen Kindes eine zutreffende und hilfreiche Beschreibung der aktuellen Situation seien:

    „Die Menschen verhalten sich heutzutage auf der Erde wie in einem Spiel, in dem sie die Spielanleitung verloren haben“ (O-Ton Christina).

    „Unsere Welt ist wie ein Lastwagen, der mit 1000 Stundenkilometer gegen die Wand rast.“

    „Wenn heute von der Regierung ein Gesetz erlassen wird, daß niemand mehr Radieschen anbauen darf, liegt es an uns, ob wir uns an dieses Gesetz halten.“

    Sorry, aber das ist inhaltsloses Gewäsch, das lediglich einen weiteren unsympathischen Charakterzug von Esoterik-Gläubigen illustriert: dass es nämlich im Kern darum geht, simpelste „Antworten“ auf komplizierte Fragen und Zusammenhänge zu bekommen.

    „Christina sieht, wie die Welt wirklich ist.“

    Nö, Christina sieht die Welt, wie sie sich das in diversen Märchen- und Fantasy-Büchern angelesen hat. Das ist eine vereinfachende Komplexitätsreduktion, mit der man aber anscheinend naive und überforderte Anhänger gewinnen kann.

    Und welche Lösungen schlägt Christina nun nach dieser Pseudo-„Analyse“ vor?

    Also da sollen irgendwelche „Lichtwesen“ auf die Erde kommen und ein „Goldenes Zeitalter“ bricht an.

    Aha. Sehen Sie, und das ist genau der entscheidende Punkt, warum Esoterik zu kritisieren ist: Weil sie lediglich Phantasiegebilde baut und uns einer realen Lösung von realen Problemen keinen Millimeter näher bringt.

    Zu warten, bis irgendwelche „höheren Mächte“ eingreifen und uns zu Hilfe eilen, hat noch nie funktioniert. Im Gegenteil, Esoterik hält ihre Anhänger in einer kindischen Unmündigkeit und verhindert echtes Engagement, das tatsächlich etwas bewirken könnte.

    Kurz gesagt: Wenn sich jemand „nur in der eigenen Welt dreht“ und massive Realitätsflucht betreibt – dann ist das Ihre seltsame Christina-Clique.

    Und das zu kritisieren, hat nun gerade überhaupt nichts mit „Meinungsmanagement“ und „Empörungsmanagement“ zu tun, sondern im Gegenteil mit Vernunft und Rationalität – und mit echter Sorge um die Welt, die wir keinesfalls Esoterikern und Verschwörungsgläubigen überlassen dürfen.

    Denn deren realitätsbefreite „Ideen“ führen zu überhaupt nix.

  48. @Bernd Harder

    Guten Tag, Herr Harder!

    Da Sie, als hiesiger Kommentator, Christina folgendes in den Mund legen, zeigen Sie ganz offen Ihre Unkenntnis über das, was Christina von Dreien sagt:
    „Zu warten, bis irgendwelche „höheren Mächte“ eingreifen und uns zu Hilfe eilen, hat noch nie funktioniert.“

    „Und welche Lösungen schlägt Christina nun nach dieser Pseudo-„Analyse“ vor?
    Also da sollen irgendwelche „Lichtwesen“ auf die Erde kommen und ein „Goldenes Zeitalter“ bricht an…“

    Ich habe mich nicht nur mit einigen Vorträgen von Timetobe mit Christina von Dreien beschäftigt, sondern auch den Vortragsausschnitt von Erding angehört: Christina von Dreien spricht genau das Gegenteil davon an, was Sie hier behaupten: Sie erklärt in diesem Vortrag ganz deutlich, daß wir uns nicht auf die höheren Mächte verlassen können, sondern daß es an uns liegt, den fahrenden Lastwagen abzubremsen….

    Bevor Sie also so etwas behaupten, sollten Sie sich doch erst einmal mit den Ausagen von Christina beschäftigen und den im Internet verfügbaren Vortrag von Erding, 5.1.2019, anhören.

    Ich habe selbst drei „kluge und vernünftige“ Kinder im Alter von Christina, die ich als Mutter natürlich sehr schätze. Deswegen maße ich mir an, daß ich erkennen kann, daß Christina eine Reife und ein Wissen hat, was sie nicht angelesen haben kann. Vor allem decken sich ihre Aussagen mit dem, was ich in den lezten Jahren erkannt habe bzw. bestätigen und erweitern dieses für mich neue Wissen.

    Auffallend war für mich, daß sich Christina von Dreien in dem knappen Jahr, in dem sie vor die Kamera tritt, sehr verändert hat. Diese Veränderung sehe ich aber an vielen, die erst denken, sie könnten die Welt verändern. Letztendlich zeigt schon Platons Höhlengleichnis, was mit denjenigen geschieht, die erkennen, daß die Schattenbilder an der Höhlenwand nicht das richtige Leben darstellen -.

    Ich bin weder ein Esoteriker noch ein Mensch, der nur „glaubt“, sondern ein Mensch der alles mit wachen Sinnen und vor allem einem wachen Verstand hinterfragt. Nach einer Krebserkrankung, die der Auslöser war, daß ich mein bisheriges Leben, und meine bisherige Weltsicht sehr hinterfragt habe, mußte ich anerkennen, daß das, was ich vor Jahren und Jahrzehnten als „spinnert“ und „esoterish“ abgetan hätte, eine gewisse Grundlage hatte. Auch ich verlasse mich auf Rationalität und kritisches Denken, was aber voraussetzt, daß man umfassende Informationen erhält und nicht zensierte. Und daß man manches vorurteilfrei hinterfragen muß, und nicht vieles von vorneherein in eine vorbereitete Schublade steckt. Interessant finde ich beispielsweise, wenn ich dann mein „neues Wissen“ bestätigt bekomme, von Büchern, die vor 100 Jahren geschrieben wurden… Wenn dieses Wissen dann noch sehr wichtig für die Menschheit bzw. menschliche Ethik wäre, dann frage ich mich, warum man so etwas nicht in der Schule gelehrt bekommt.

    Mein Mann, der Physiker ist, und deswegen auch alles hinterfragt, hat auch seinen Standpunkt ändern müssen, nachdem ich ihm die vielen Berichte im Internet „aus erstem Mund“ zeigen konnte. Wäre ich auf Vorträgen gewesen, und hätte ihm nur eine Nacherzählung präsentieren können, hätte er mich auch wahrscheinlich in die spinnerte/esoterische Ecke geschoben. So sind wir nach einigen Jahren intensiver Beschäftigung mit den verschiedensten Themen (Medizin, Geschichte, Politik, Reinkarnation, Nahtoderlebnisse usw.) immer wieder erstaunt, daß wir so lange bei den „Lämmern“ dabei waren ohne etwas zu merken…. Ich bin trotz aller anfänglichen Bestürzung sehr, sehr froh, daß ich heute dieses Wissen habe, und auch denke ich, eine klarere Weltsicht zu haben.

    Ich empfahl, den Vortrag von Dr. Mausfeld, weil er letztendlich aufzeigt, warum es solche Unterschiede in den verschiedenen Weltanschauungen geben kann.

    Ich denke, daß es gegenseitige Zeitverschwendung ist, sich noch länger miteinander auszutauschen. Sie haben den Standpunkt, daß ich esoterischem Geschwätz glaube, und werden sich von dieser Sicht nicht abbringen lassen. Und ich sehe durch Ihre Behauptungen, die Sie Christina von Dreien in den Mund legen, die „Unwissenheit“ bestätigt, die ich im ersten Satz meines vorhergehenden Kommentars geschrieben habe.

    So bitte ich also in aller Freundlichkeit, jedem seine eigene Mein-ung (bei mir ist es eine „Über-zeugung“) zu lassen und kann höchstens darum bitten: „Versuchen Sie „Schubladen-Denken“ zu vermeiden und überprüfen Sie alles erst einmal mit dem Grundgedanken: „Und wenn es so wäre..?“, und vor allem gehen Sie an die Quellen, wenn Sie auf der Suche nach der Wahrheit sind. Und letztendlich muß man auch fragen, wie man zu seiner „Ein-stellung“ und zu seinen „Mein-ungen“ kam (die bei näherem Hinsehen oft „Ander-ungen“ sind, da sie von anderen übernommen wurden).

    Ich bitte úm Entschuldigung für diese „Rat-Schläge“ und wünsche ich Ihnen alles Gute und einen schönen Sonntag abend!

    P.S.: Übrigens habe ich heute gesehen, daß der original Bruno-Gröning-Film (eine Dokumentation mit Berichten von vielen Zeitzeugen) im Internet verfügbar ist. Diese Dokumentation hat mir eine Tür geöffnet, weil ich wußte, daß so viele Menschen nicht lügen können…

  49. @Schoenere Welt:

    ——————————————

    Da Sie, als hiesiger Kommentator, Christina folgendes in den Mund legen, zeigen Sie ganz offen Ihre Unkenntnis über das, was Christina von Dreien sagt:
    „Zu warten, bis irgendwelche „höheren Mächte“ eingreifen und uns zu Hilfe eilen, hat noch nie funktioniert.“

    „Und welche Lösungen schlägt Christina nun nach dieser Pseudo-„Analyse“ vor?
    Also da sollen irgendwelche „Lichtwesen“ auf die Erde kommen und ein „Goldenes Zeitalter“ bricht an…“

    Ich habe mich nicht nur mit einigen Vorträgen von Timetobe mit Christina von Dreien beschäftigt, sondern auch den Vortragsausschnitt von Erding angehört: Christina von Dreien spricht genau das Gegenteil davon an, was Sie hier behaupten: Sie erklärt in diesem Vortrag ganz deutlich, daß wir uns nicht auf die höheren Mächte verlassen können, sondern daß es an uns liegt, den fahrenden Lastwagen abzubremsen.
    ————————————————————————————–

    Ich bin davon ausgegangen, dass Sie vor allem die „Schriften“ (= Eso-Kitsch-Bücher) von Christina bzw. ihrer Mutter so gut kennen, dass Sie in der Lage sind, eine kurze Zusammenfassung des Sinngehalts zu verstehen, ohne dass wir Wortklauberei über angebliche Details betreiben müssen.

    Das ist offenbar nicht der Fall – oder aber Esoteriker sind nicht in der Lage, das Gemeinte der Aussagen ihrer Gurus zu erfassen, weil sie ehrfurchtsvoll vor der „höheren Weisheit“ von deren Kalendersprüchen erstarren.

    Kurz:

    – Christina spricht davon, dass „Lichtwesen“ in Form von s.g. „Regenbogenkindern“ auf der Erde erscheinen werden bzw. schon da sind. Diese Kinder erkennt man angeblich daran, dass sie „in einer nochmals höheren Frequenz schwingen“ – also geht es natürlich um „höhere Wesen“.

    Daneben spricht sie von „Lichtheilern“, „Rittern“ und „Feldhaltern“, die (Zitat aus dem Buch) „allesamt dem Reich der Feen entstammen.“ (Band 2, S. 29).

    Also hier finden Sie jedweden esoterischen Unsinn von „höheren Wesen“, den es gibt.

    – „sondern daß es an uns liegt, den fahrenden Lastwagen abzubremsen.“

    Nein. Denn die „Problemlösung“ erfordert erst einmal, dass wir alle uns auf eine „höhere Frequenz“ entwickeln müssen.

    Zitat:

    „Eigentlich geht es im gesamten Universum immer nur um Frequenzen. Für jedes sogenannte Problem gibt es eine Lösung, und die Lösung heisst immer: Frequenzerhöhung. Denn die Lösung eines Problems ist niemals auf der selben Frequenzebene zu finden, auf der das Problem entstand. Die Menschen denken oft, das sei zu einfach. Aber so ist es. Es ist tatsächlich so einfach: Es geht immer und überall nur um Frequenzen, und alle Probleme lassen sich durch eine höhere Frequenz lösen.“

    Auch das ist esoterischer Unsinn und hat mit der realen Lösung von realen Problemen für unsere reale Welt nichts zu tun.

    Hier wird kein sinnvolles Engagement gefordert – sondern Hingabe an spirituelle Phantastereien.

    „Deswegen maße ich mir an, daß ich erkennen kann, daß Christina eine Reife und ein Wissen hat, was sie nicht angelesen haben kann.“

    Seltsam, denn sogar mein 13-jähriges Patenkind weiß, dass die Pyramiden nicht mit fliegenden Teppichen gebaut worden sind:

    „In Ägypten beispielsweise nutzte man so etwas Ähnliches wie fliegende Teppiche, um die Steinblöcke zu transportieren.“ (Band 2 s. 192)

    Ferner weiß es, dass es natürlich auch heute noch Maya gibt und diese nicht in eine andere Dimension verschwunden sind:

    „Meiner Ansicht nach war nach 2000 – 3000 Jahren einfach das goldene Zeitalter vorbei, und es war Zeit für die Maya, zu gehen. Sie verliessen die Erde durch ein Tor und reisten in eine andere Galaxie weiter.“ (Band 2 s.193)

    Und vieles, vieles mehr. Bitte nehmen Sie mal Ihre rosarote Brille ab und lesen Sie mal wirklich, was dieses Mädchen (oder seine Mutter) von sich gibt.

    „So bitte ich also in aller Freundlichkeit, jedem seine eigene Mein-ung (bei mir ist es eine „Über-zeugung“) zu lassen“

    Sie können gerne Ihre „Überzeugung“ behalten – Sie werden nur früher oder später merken, dass Sie einer Geschäftmacherin und deren esoterischem Nonsens aufgesessen sind. Das bedauere ich, und vor dieser Zeit- und Geldverschwendung (von Hoffnungen und Emotionen gar nicht zu reden) versuchen wir Menschen zu bewahren.

    Vorschlag: Kommen Sie in drei oder fünf Jahren wieder und erklären Sie uns dann detailliert, was Christina mittlerweile erreicht hat, was sich auf der Welt verändert hat und was davon man belegbar auf Christinas Einfluss zurückführen kann.

    DAS ist dann eine „Überprüfung“ – nicht aber, sich auf unsinnige (weil frei erfundene) „Quellen“ zu berufen.

    „Diese [Bruno Gröning] Dokumentation hat mir eine Tür geöffnet, weil ich wußte, daß so viele Menschen nicht lügen können.“

    Oh je. Es ist immer wieder diesselbe Erfahrung: Wer erst mal den kritischen Verstand ausgeschaltet hat, glaubt auch jeden weiteren Unsinn:

    https://www.psiram.com/de/index.php/Bruno_Gröning-Freundeskreis

    „Sie haben den Standpunkt, daß ich esoterischem Geschwätz glaube, und werden sich von dieser Sicht nicht abbringen lassen.“

    Sie geben mir leider keinen einzigen Grund, diese Sicht zu revidieren – ganz im Gegenteil:

    „Ich empfahl, den Vortrag von Dr. Mausfeld, weil er letztendlich aufzeigt, warum es solche Unterschiede in den verschiedenen Weltanschauungen geben kann.“

    Sie sind leider nicht von dem Gedanken abzubringen, dass alle, die Ihre „Überzeugung“ nicht teilen und begründete Kritik an Esoterik a la Christina, Gröning und Co. üben, irgendwie verblendet oder manipuliert seien.

    Versuchen Sie doch einfach mal, „Schubladen-Denken“ zu vermeiden und überprüfen Sie erst einmal, ob andere nicht vielleicht Recht haben könnten.

    Dazu brauchen Sie nur die Bücher von Christina gründlich zu lesen – für mich unvorstellbar, dass man die zahllosen Fehler, Widersprüche und Unsinnigkeiten (und alles, was sich aus der üblichen Eso-Literatur darin wiederfindet, also Angelesenes) nicht bemerkt.

    Danke für Ihre guten Wünsche – dann bis in fünf Jahren, wenn wir weitersehen werden.

  50. @Schönere Welt:

    „Auffallend war für mich, daß sich Christina von Dreien in dem knappen Jahr, in dem sie vor die Kamera tritt, sehr verändert hat.“

    Das nennt man „Lernen“ und „Erfahrung“ und hat mit Höhlengleichnissen antiker Philosophen nichts zu tun.

    Ist dir schon mal der Gedanke gekommen, welchen Einfluss Christinas Mutter auf diese ganze Entwicklung hat und dass es so etwas wie Medientrainings etc. gibt?

    Glaubst du wirklich und wahrhaftig an diese Show, die Christina dir und euch da vorsetzt?

  51. „„So bitte ich also in aller Freundlichkeit, jedem seine eigene Mein-ung (bei mir ist es eine „Über-zeugung“) zu lassen“

    Sie können gerne Ihre „Überzeugung“ behalten – Sie werden nur früher oder später merken, dass Sie einer Geschäftmacherin und deren esoterischem Nonsens aufgesessen sind. Das bedauere ich, und vor dieser Zeit- und Geldverschwendung (von Hoffnungen und Emotionen gar nicht zu reden) versuchen wir Menschen zu bewahren.“

    „Glaubst du wirklich und wahrhaftig an diese Show, die Christina dir und euch da vorsetzt?“

    Ich bin überzeugt, daß es Menschen gibt, die mehr wahrnehmen als wir normale Menschen, und habe für diese Überzeugung meine Gründe (auch wenn ich nicht medial veranlagt bin).
    Ich kann der „Geschäftemacherin“ Christina von Dreien nicht „aufsitzen“ und auch „mein Geld nicht verschwenden“, weil ich – im Gegensatz zu Ihnen – weder ihr Buch gekauft habe noch auf einer Ihrer Veranstaltungen war. Das, was sie in ihren Reden und Interviews von sich gibt (die im Internet völlig kostenlos zur Verfügung stehen), fügt sich nur in das ein, worüber ich vor einigen Jahren „gefallen“ bin und womit ich mich seit einigen Jahren mit großem Interesse beschäftige. Christina von Dreien ist für mich nur einer der vielen Querverweise. Und wie gesagt: „Meines Erachtens können so viele Menschen gar nicht so gekonnt lügen…“

    Empfinden Sie das, was ich mir beispielsweise gerade jetzt anschaute, auch als Show und als Phantasie oder Lüge?: https://www.youtube.com/watch?v=JBN7DmPX1I8

    Bestätigt wird der Inhalt des obigen Interviews beispielsweise durch Theodor Storm, der schon vor zirka 150 Jahren in einem Gedicht (Bleibe treu den Toten) schrieb: „Sie starben doch sie blieben, auf Erden wesenlos“ oder „Die Brücke ist zerfallen, nun mühen sie sich lang, ein Liebeswort zu lallen, was nie hinüber drang. Sie nahen Dir in Liebe, allein, Du fühlst es nicht, Sie schaun Dich an so trübe, Du aber siehst es nicht. In ihrem Schattenleben….“

    Dann gibt es Hunderte von Interviews mit Menschen, die ein Nahtoderlebnis gehabt haben. Ganz einfache, normale Menschen sprechen beispielsweise im Kanal „Empirische Jenseitsforschung“ über ihr Erlebnis. Eine Freundin bestätigte mir das aus eigener Erfahrung… Absolut interessant ist auch die Literatur, die es dazu schon seit über hundert Jahren gibt.

    Vor über 5 Jahren kam ich durch das Buch von Dr. Alexander Erben, eines amerikanischen Gehirnchirurgen zum ersten Mal mit diesem Thema in Berührung. Dieser hatte – bis zu seinem eigenen Nahtoderlebnis -, das, was ihm viele seiner Patienten nach der Operation erzählten, ins Reich der Phantasie abgetan hatte. Als er dann selbst eine Nahtoderfahrung machte, schrieb er ein Buch:
    https://www.randomhouse.de/leseprobe/Blick-in-die-Ewigkeit/leseprobe_9783453703124.pdf

    Christina von Dreien kam als viel zu früh Geborene mit zirka 500 Gramm auf die Welt. Ihre Schwester verstarb mit zwei Monaten. Vor kurzem stellte ich fest, daß ich zur selben Zeit wie Christinas Mutter mit Mehrlingen schwanger war. Das Thema „Frühgeborene“ hat mich damals aus diesem Grund sehr beschäftigt. Erstens empfinde ich es ohnehin als Wunder, daß Christina, die bis zum 6ten Lebensjahr mittels einer Sonde ernährt wurde, heute so gesund ist. Zweitens sollte sich jeder vorstellen können, was das für einen Menschen bedeutet, wenn er 12-15 Wochen zu früh aus dem Schutz der mütterlichen Gebärmutter kommt.

    „„Auffallend war für mich, daß sich Christina von Dreien in dem knappen Jahr, in dem sie vor die Kamera tritt, sehr verändert hat.“

    Das nennt man „Lernen“ und „Erfahrung“ und hat mit Höhlengleichnissen antiker Philosophen nichts zu tun.“

    Christina wirkt im Erdinger Vortrag sehr gedrückt, was mich besorgt macht, da ich aus vorgenannten Gründen wohl eine Beziehung zu ihr empfinde. Und ich glaube, daß das damit zusammenhängt, was sie öfters in dem Vortrag erwähnt: Jeder schaut auf den anderen, und denkt, daß der andere doch anfangen könnte, „die rote Linie, vor der wir alle stehen“, zu überschreiten. Aber der eine, erkennt es zwar, und hat keine Zeit; der andere hat kein Geld usw.., weswegen der LKW immer weiter auf die Betonmauer zurasen würde….

    Ich denke, daß sie genau von dem niedergedrückt wird, was Bernd Harder kritisiert:

    „Zu warten, bis irgendwelche „höheren Mächte“ eingreifen und uns zu Hilfe eilen, hat noch nie funktioniert…“

    Letztendlich kam auch ich durch die Beschäftigung mit den verschiedensten Themen im letzten/vorletzten Jahr zum Schluß, daß es verschiedene „Lebensräume“ geben muß, die wohl mit verschiedenen Frequenzbereichen zu tun haben müssen…

    Insofern habe ich eine ganz andere Perspektive (nicht übernommen, sondern mir erarbeitet) und da ich von der Perspektive losgegangen bin, auf der Sie stehen, bitte ich noch einmal darum, das einfach so stehen zu lassen: Die Zugspitze schaut nun einmal von der bayerischen Seite ganz anders aus als von der tirolerischen Seite. Das wird ja wohl jedem Einleuchten. Und genau das kann man auch auf das Leben umsetzen…

    In diesem Sinne wünsche ich eine schöne Woche.

    P.S.: Übrigens kann man nicht von „Höhlengleichnissen“ reden. Es gibt „das Höhlengleichnis“ von Platon, mit dem sich jeder, den es interessiert, beschäftigen kann. Wenn man ein bißchen über den Tellerrand hinausblickt, kann man durch dieses Gleichnis erkennen, daß sich in den letzten 2.500 Jahren in der Welt wohl nicht viel verändert hat….

  52. @Schoenere_Welt:

    Es ist halt sehr auffällig, dass Sie alles, was Sie hören oder erleben, vollumfänglich esoterisch deuten – sogar die Umstände von Christinas Geburt werden von Ihnen umstandslos als „Wunder“ interpretiert.

    „Christina wirkt im Erdinger Vortrag sehr gedrückt … Ich denke, daß sie genau von dem niedergedrückt wird, was Bernd Harder kritisiert.“

    Auch das: nur Deutungen. Sie interpretieren irgendwelche kindlichen Launen einfach nach Ihren eigenen Bedürfnissen und völlig nach Belieben.

    Rationale und naheliegende Erklärungen – etwa zu Nahtod-Berichten – scheinen Ihnen nicht mal bekannt zu sein, geschweige denn dass solche von Ihnen in Erwägung gezogen werden.

    Wie passt das zu Ihrer Behauptung, „alles mit wachem Verstand zu hinterfragen“? Ehrlich: Das tun Sie eben nicht, ganz im Gegenteil.

    Ein paar Anregungen für Sie:

    https://www.heise.de/tp/features/Grenzerfahrung-auf-dem-Operationstisch-3403712.html

    https://www.psiram.com/de/index.php/Nahtoderlebnis

    https://www.csicop.org/sb/show/is_there_evidence_for_an_afterlife

    https://blog.gwup.net/2015/09/03/nahtoderfahrung-ohne-engel-und-jesus-eine-us-skeptikerin-uber-ihr-sechswochiges-koma/

  53. Sehr geehrter Herr Harder!

    Warum können oder wollen Sie das einfach nicht so stehen lassen, was ich geschrieben habe?

    Beispielsweise hatte Dr. Alexander Erben diese rationalen Erklärungen – von denen Sie schreiben – seinen Patienten auch immer erklärt, bevor er selbst ein Nahtoderlebnis hatte. Ich kenne diese rationalen Erklärungen also, und auch ein Dr. Erben kannte sie, hat sie aber dann verworfen -.

    Heute nacht ist beispielsweise meine Stiefmutter, die mich ab dem dritten Lebensjahr großgezogen hat, gestorben. Ich erfuhr es gerade. Sonderbarerweise habe ich genau, wie zu dem Zeitpunkt, als mein Bruder gestorben ist, mich mit dem Thema beschäftigt, welches ich heute früh verlinkt habe (ich habe drei Videos in dieser Nacht zum Thema Nahtod – Sterben angeschaut -. Das mache ich nicht jede Nacht). Ich hatte auch schon einige Wochen nichts mehr von meiner Stiefmutter gehört, so daß ich mit ihrem Tod nicht rechnen konnte.

    In meiner frühen Jugendzeit habe ich Erfahrungen gesammelt, die ich mir lange nicht erklären konnte: Durch die Beschäftigung mit diesen Themen wurde mir dann manches verständlich: ich habe dadurch „Aha“ sagen können. Wenn man „Aha“ sagt, braucht man in der Regel keine weiteren Beweise mehr…

    Und wenn es für Sie kein Wunder ist, wenn ein Kind so normal ist, welches einige Monate vor dem normalen Geburtstermin auf die Welt kommt: für mich ist es eins!

    Ich habe in meinem Leben meine Erfahrungen gemacht (wie beispielsweise den Krebs – ohne die von den Ärzten dringend angeratene Chemotherapie, Bestrahlung und Hormontherapie viele Jahre hinter mir zu lassen) – . Sie haben Ihre Erfahrungen gemacht -.

    Insofern ist das meine letzte Antwort, weil es eben verschiedene Perspektiven gibt. Denn ich schrieb ja schon gestern, was sich durch Ihre Antworten immer wieder bestätigt:

    „Ich denke, daß es gegenseitige Zeitverschwendung ist, sich noch länger miteinander auszutauschen. Sie haben den Standpunkt, daß ich esoterischem Geschwätz glaube, und werden sich von dieser Sicht nicht abbringen lassen. Und ich sehe durch Ihre Behauptungen, die Sie Christina von Dreien in den Mund legen, die „Unwissenheit“ bestätigt, die ich im ersten Satz meines vorhergehenden Kommentars geschrieben habe.

    So bitte ich also in aller Freundlichkeit, jedem seine eigene Mein-ung (bei mir ist es eine „Über-zeugung“) zu lassen…“

  54. @Schoenere_Welt:

    „Warum können oder wollen Sie das einfach nicht so stehen lassen, was ich geschrieben habe?“

    Sorry, aber Sie befinden sich hier in *unserem* Forum. Und Sie werden es *hier* nicht schaffen, ein Kritik-Verbot an Ihren seltsamen Behauptungen zu verhängen.

    Wenn Sie *hier* Ihre Storys schildern, müssen Sie *hier* auch mit Kritik und mit rationalen Erklärungen dafür rechnen.

    „Ich habe in meinem Leben meine Erfahrungen gemacht … Sie haben Ihre Erfahrungen gemacht.“

    Nein. Es geht eben nicht um die „Erfahrungen“, sondern um die Deutung dieser Erfahrungen. Sie haben sich ohne Not eine vollumfängliche esoterische/wundergläubige Deutung von an sich banalen und leicht erklärbaren Ereignissen und Erlebnissen zurechtgelegt.

    Und damit kommen Sie nun hier an.

    – Sie behaupten, dass Sie alles „mit wachem Verstand hinterfragen“, servieren uns aber unablässig esoterische Weltdeutungen ohne auch nur den kleinsten Hauch von Rationalität, Vernunft oder kritischem Hinterfragen.

    Sie haben es hier aber mit Menschen zu tun, die tatsächlich kritisch denken und alles hinterfragen (und die dafür auch eine bewährte Methodik haben) und die zu allen Ihren Behauptungen – von Christinas angeblich „außergewöhnlichen Fähigkeiten“ bis hin zu Nahtoderlebnissen – mühelos rationale und weitaus naheliegendere Erklärungen haben.

    Wenn Sie damit nicht umgehen können oder Angst haben, dass Ihre sorgsam zurechtgelegte Weltsicht erschüttert wird – dann schönen Tag noch.

  55. @Schoenere_Welt

    Wäre ein Esoterikforum oder meinetwegen auch ein spiritueller Blog nicht der bessere Ort, um dich mit deinesgleichen auszutauschen und dir die Schulterklopfer für deine unerschütterliche Überzeugung abzuholen, nach denen es dich anscheinend so dringend verlangt?

    Auf dem Blog der GWUP wirst du überwiegend Skeptiker bzw. Personen, die der Skeptikerbewegung nahestehen, finden.

    Zustimmendes Nicken, Verständnis, Streicheleinheiten oder Schulterklopfen für deine eosterischen und obskuren Vorstellungen wirst du hier nicht finden.

  56. „Heute nacht ist beispielsweise meine Stiefmutter, die mich ab dem dritten Lebensjahr großgezogen hat, gestorben. Ich erfuhr es gerade. Sonderbarerweise habe ich genau, wie zu dem Zeitpunkt, als mein Bruder gestorben ist, mich mit dem Thema beschäftigt, welches ich heute früh verlinkt habe (ich habe drei Videos in dieser Nacht zum Thema Nahtod – Sterben angeschaut -. Das mache ich nicht jede Nacht). Ich hatte auch schon einige Wochen nichts mehr von meiner Stiefmutter gehört, so daß ich mit ihrem Tod nicht rechnen konnte.“

    Sowas nennt man „wahnhaftes Erleben“.

  57. @Schoenere Welt:

    „Sonderbarerweise habe ich genau, wie zu dem Zeitpunkt, als mein Bruder gestorben ist, mich mit dem Thema beschäftigt, welches ich heute früh verlinkt habe.“

    Mein Beileid – aber was genau ist daran „sonderbar“?

    Wie oft hast du dich denn schon mit dem Thema beschäftigt, ohne dass jemand gestorben ist?

    Das wäre beispielsweise ein erster Schritt, solche Erlebnisse wirklich kritisch zu hinterfragen.

  58. @RPGNo1:

    „und dir die Schulterklopfer für deine unerschütterliche Überzeugung abzuholen, nach denen es dich anscheinend so dringend verlangt?“

    Genau mein Eindruck.

    Und, sorry, ein weiterer unangenehmer Charakterzug von Esoterikern – diese unfassbare Egozentrik: „Die ganze Welt dreht sich nur um mich, überall sind Zeichen für mich, ich habe übersinnliche Verbindungen zu allem und jedem, alles, was geschieht, hat etwas mit mir zu tun“.

    Nö, hat es nicht. Für manche Leute anscheinend ein Gedanke, der nicht auszuhalten ist.

  59. @Schoenere_Welt:

    Noch ein Nachtrag:

    „Beispielsweise hatte Dr. Alexander Erben diese rationalen Erklärungen – von denen Sie schreiben – seinen Patienten auch immer erklärt, bevor er selbst ein Nahtoderlebnis hatte.“

    Ja – und? Hier machen Sie wieder den Fehler, ungeprüft die rein subjektive Deutung des Herrn Alexander einfach so zu übernehmen.

    Selbst nur im Wikipedia-Eintrag zu Alexanders Buch (und das ist eine recht oberflächliche Quelle) steht u.a.:

    „Die Darstellung des Buches ist populärwissenschaftlich aufgemacht. Dabei werden jedoch anstelle naturwissenschaftlicher Erklärungen solche bevorzugt, die zum vorab festgelegten Erklärungsmuster eines Lebens nach dem Tod passen, so dass das Buch eher der Pseudowissenschaft zuzuordnen ist.“

    Weiter:

    „Alexander sieht sein Erlebnis als eine religiöse Erfahrung, auch wenn er den Bezug auf eine bestimmte Religion vermeidet.“

    Spätestens hier müsste Ihnen doch klar werden, dass Eben Alexander gar keine wissenschaftlich-rationale Erklärung für sein Erlebnis gesucht hat, sondern ein gut verkäufliches pseudo-religiöses Erweckungserlebnis daraus gemacht hat.

    „Nach Alexander ist alles Bewusstsein oder Geist, die Existenz nur eine Hervorbringung dieses Geistes.“

    Esoterischer Blödsinn, mehr nicht.

  60. @Bernd harder
    „Die ganze Welt dreht sich nur um mich, überall sind Zeichen für mich, ich habe übersinnliche Verbindungen zu allem und jedem, alles, was geschieht, hat etwas mit mir zu tun“.

    Das ist ein Wesenszug, der auch bei so manchem strenggläubigen Zeitgenossen (egal welcher Religion) deutlich erkennbar ist: „Gott/Allah/Jahwe etc. ist nur für mich da, er schickt mir Zeichen, spricht mit mir, hat ein Wunder bewirkt, mein Gebet wurde erhört.“

  61. @RPGNo1:

    Gewiss, ja – das ist die zweite Möglichkeit, diesem Gedanken zu entfliehen.

  62. Ich wage mal einen etwas provokativen Denkansatz…hüstel…

    jeder lebt in seiner eigenen Welt und glaubt an das, was er glauben will. Objektivität gibt es nicht wirklich, man kann sich ihr nur annähern und muss sich letztlich doch, je nach Lebenserfahrung und -haltung für eine persönliche Position entscheiden.

    Meine persönliche Position ist, dass es sich bei dem Phänomen „Christina von Dreien“ um eine esoterische Geldmaschine handelt, die von einer früheren, öffentlich bekannten Sportlerin und jetzt Naturheilerin ins Laufen gebracht wurde. Dass die Initiative für Christinas Bekanntheit von der Mutter ausging, ist ja bekannt.

    Einer Mutter, die wahrscheinlich nicht damit klar kommt, nicht mehr im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen und jetzt Ihr Produkt, also Ihre Tochter, vorschiebt – mal abgesehen davon, dass sich mit dieser Art von „Wichtigtuerei“ auch noch ganz schön Kohle verdienen lässt.

    Ich verfolge diese Spinnereien der Eso-Szene von Zeit zu Zeit als Gegengewicht zur Religion, muss aber feststellen, dass sich die Wortsalven stetig wiederholen. Da ist, wie beim „jüngsten Gericht“ in der Bibel von einer Art Endzeitstimmung die Rede (wenn der Mensch nicht endlich aufwacht) und von einer besseren Welt, die es zu erschaffen gilt.

    Und, da es ja heute nicht mehr Gott gibt und in den letzten 15 – 20 Jahren Kinder als Status-Symbol und ökonomischer Door-Opener der Konsumindustrie groß propagiert werden, springt man eben jetzt auf den Zug der kleinen Hoffnungsträger auf.

    Das sind Kreisläufe, die geschehen teilweise bewusst (Marketing, Politik, Medien) oder unbewusst (naiver Gutmensch, oft Hausfrauen und Mütter, die glauben, Sie hätten im 24/7 Kontakt zu Hause mit Ihren Kindern das Leben aus einer ganzheitlichen und empathischeren Sicht begriffen – auch aus einer gewissen Angsthaltung heraus – während der Ehemann meist den pragmatischeren Kontakt zur Außenwelt hat und brav das Geld nach Hause bringt. Man könnte es auch einfach boshaft weibliche „Pampersdemenz“ nennen).

    Diejenigen, welche den kindlichen Eso Trubel z.B. aus Naivität unbewusst mitmachen, gefährden das Gemeinwohl jedoch genauso, wie diejenigen, welche diesen bewusst steuern und auf den Zug der Zeit aufspringen – wie z.B. Bernadette Meier.

    Ich glaube nicht, dass sie tatsächlich so naiv ist, denn als Sportlerin muss man sich schon anstrengen, um es so weit zu bringen und auch Hirn einsetzen.

    Sie schlägt eben aus der „Besonderheit“ ihrer Tochter ihr eigenes Kapital. Wenn man den ganzen Nonsens von wegen Regenbogen- und Indigokindern etc. mal weg lässt, dann könnte man in Lena eine Spätentwicklerin (Sprache, Essen…) verbunden durch ein frühkindliches Trauma (erkennen) und leicht autistische Züge.

    Christina ist mit Sicherheit besonders (Entwicklungsstörung) und aus diesem Grund hat sie sich vielleicht auch zurück gezogen und viel gelesen. Es ist ja bekannt, dass Trauma-Patienten auch zugleich eine erhöhte Sensitivität mitbringen, weil das innere System ständig in Alarmbereitschaft ist.

    Natürlich wird Christina schon früh versucht haben, sich ihr Anderssein zu erklären – nur eben in die falsche Richtung und ihre Mutter hat sie darin noch unterstützt, statt mit ihr einfach zum Kinderpsychologen zu gehen. Denn dumm ist das Kind nicht, sie ist einfach nur fehlgeleitet.

    Ist doch schön, wenn man als „Individualist“ ständig gesagt bekommt, man hat hier eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen und steht quasi über den Dingen. Ich bin überzeugt, sie glaubt wirklich an ihr Sendungsbewusstsein, die Mutter schiebt es dagegen nur vor. Wer möchte schon als Dagobert Duck erscheinen…

    Wenn man Christinas Video-Beiträge auf Time-to-be verfolgt, dann geht eigentlich um ganz banale Eso-Themen wie „alles mit dem Herzen“ tun, „Charken“, die „göttliche Quelle“ der man angeblich Befehle erteilen kann und sich was wünschen darf (wie beim Bäumchen-Rüttel-Dich-Spiel), besonders ist, dass sie durch ihre Science Fiction Bücher dann auch noch versucht, die Welt und wie sie aufgebaut ist, pseudowissenschaftlich zu erklären, z.B. dass alles belebt ist und man Molekülstrukturen durch die Herzenergie verändern kann, wie z.B. das Sofakissen… den Beweis hierfür ist sie allerdings noch schuldig.

    Sie redet nur, zeigt aber nie etwas von ihrem angeblichen Können und ihrer Besonderheit. Auch das mit der 12-Strang DNA, bitte Beweise!

    Neuerdings fühlt sie sich ja als 17-Jährige zur Erziehungsexpertin berufen, wahrscheinlich weil sie in ihrer Kindheit selbst schlechte Erfahrungen gemacht hat, ggf. auch mit Gleichaltrigen und Mitschülern. Sie meint ja, das Erziehungs- und Schulsystem reformieren zu müssen, hat aber keine praktischen Tipps bzw. Tipps die ein Kind vor 30 Jahren vielleicht auch schon genannt hätte (da gab es den Mythos der Regenbogenkinder nur noch nicht):

    Mehr Freiheit, mehr Eingehen auf den einzelnen Schüler… letztlich ist es aber Gewäsch, und fraglich ob wir alle Waldorf leben sollten.

    Was wir alle erstmal lernen sollten, ist die Fähigkeit zur Selbstregulation und das Bestehen in der Umwelt, statt zu erwarten, dass sich die Umwelt ständig nur dem Individuum anpasst. Das ist nicht revolutionär, das ist einfach utopisch. Gesund kann immer nur die Balance sein.

    Aber genug den Dingen: Es gibt ja noch so ein Exemplar, Lena, das Kristallkind, übrigens auch aus der Schweiz. Die Schweizer scheinen einen ganz besonderen Faible für Esoterik zu haben, aber vielleicht werden dort auch einfach nur gehäuft „besondere Kinder“ geboren ;-)

    Lena, eine frühe Aussteigerin aus der Leistungsgesellschaft und Herzenspredigerin, die einfach nicht reingepasst hat, weil sie ja eigentlich von einem anderen Liebesplaneten kommt, auf dem man den ganzen Tag kuschelt, aber sich liebenswürdigerweise dazu bereit erklärt hat, auf der Erde zu inkarnieren, damit Sie unsere Gesellschaft voran bringt.

    Und da sie ja neuerdings Mutter geworden ist, ist sie natürlich auch Expertin in Erziehungs- und Beziehungsfragen. Müsst ihr mal googeln, ist wirklich lustig.

  63. @Luise Gregor:

    Danke für diese ausführliche Analyse.

    „Objektivität gibt es nicht wirklich, man kann sich ihr nur annähern.“

    Richtig – aber wir denken, dass dafür die Wissenschaft immer noch die bestmögliche Methode ist – jedenfalls weit vor Esoterik oder subjektivem Empfinden.

    „Auch das mit der 12-Strang DNA, bitte Beweise!“

    Ja, die würden wir auch gerne sehen (@Schoenere_Welt).

    „Lena, das Kristallkind“

    Ach du meine Güte …

  64. Mir kommt das Mädel irgendwie komisch vor. Da stimmt etwas nicht. Sie macht einen verstörten Eindruck. Möglicherweise ist tatsächlich die Mutter die Ursache.

  65. Naja, solange die Esotherik einkommen generieren kann, wird sie ein gutes Leben haben. Vermutlich besser als der meisten anderen. Schließlich sind Esotheriker meist bereit sehr viel Geld auszugeben. Im Grunde ziemlich schlau von ihrer Mutter^^ Sie wird nie hart arbeiten müssen und nur ihren Nonsense weiter spinnen. Eigentlich ein ziemlich geiler Job. Langsam bekomme ich auch Lust darauf.

    Schlomomo

  66. Wie relevant sind, vom Amüsement abgesehen, eigentlich die spinnert wirkenden, freilich eiskalt auf Kohlemachen (soviel zur Beziehung zwischen „Spiritualität“ und Materialismus aka Monetarismus) ausgerichteten, antrainierten Selbstinszenierungen eines an sich strunzlangweiligen Backfischs?

    Das Fräulein repräsentiert doch nichts weiter als das durch allgegenwärtige Internetzverbreitung zum epidemischen Kollektivwahn aufgewachsene self-assessment; die von Kindesbeinen eingetrichterte neoliberale Zwangsnorm, aus der eigenen Person einen Markenartikel zu formen.

    Tausende solcher „Kids“ und „Teenager“ reüssieren im sog. Netz mit Kosmetiktips und pubertären Allotria jeglicher Art, manche machen ne schnelle Mark dabei; diese Person wird nur durch ihr besonders bizarres Geschäftsmodell auffällig, das so neu aber wiederum auch nicht ist.

    Noch vor einem Vierteljahrhundert wäre das Mädel nur auf begrenzt auflagenstarke Szenemedien wie „Esotera“, „Connection“ etc. und Auftritten bei Esoterikmessen angewiesen gewesen; heute aber läßt sich eben jeder Mist elektronisch simpel produzieren und potentiell einem Millionenpublikum servieren. Und selbst die erforderliche Kritik wirkt sich als Werbeeffekt aus. So what.

    Vielleicht hülfe hier die friderizianische Maxime weiter: „Tiefer hängen.“ Oder, wie mein langjähriger WDR-3-Redakteur Eberhard Rondholz, der Beiträge zu „esoterischen“ Themen stets konsequent ablehnte, in solchen Fällen zu sagen pflegte: „Noch nicht mal ignorieren.“

    Ach ja: Und mit Okkult-und Esoterikgläubigen, die sich auch hierher verirren, nicht auf Diskussionen einlassen.

    Zeitverschwendung, die den Quatsch nur aufwertet.

  67. Nur grad noch den:

    In einem Punkt hat Christina immerhin einen originellen Beitrag zur Historiographie geleistet – Pyramidenbau mit „fliegenden Teppichen“. Auf die Idee ist selbst ihr Schweizer Landsmann Erich von Däniken nicht gekommen.

    Das macht mir Lust, jetzt gleich mal die Glotze anzuwerfen: „Bezaubernde Jeannie“ schwebt ein.

  68. @Hans-Detlev v. Kirchbach:

    Ich fordere hiermit den bitter nötigen Pyramidenbau-Pluralismus. Es waren sicher doch Rudolf Steiners ägyptische Übermenschen… aber auf fliegenden Teppichen! Anderes zu behaupten ist ein durchschaubarer Ablenkungsversuch der Bauunternehmer von BigPyramids(tm) und Co.! Deklaration ist `raus!!

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