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„Focus“ über Gefahren und Erfahrungsfundamentalismus der Heilpraktiker-Zunft

| 71 Kommentare

Heute im gedruckten Focus (Nr. 45/2018):

Der Carl-Sagan-Preisträger Hristio Boytchev geht darin der Frage „Heiler oder Scharlatan?“ nach und skizziert gleich zu Beginn den Grundkonflikt:

[Die Heilpraktikerin] R.H.verkörpert die große Ambivalenz ihres Berufsstands. Einerseits schwärmen ihre Patienten von ihrem einnehmenden Wesen. Die frühere Krankenpflegerin kennt sich mit vielen häufigen Leiden aus. Sie beweist Geduld, fragt Patienten nach Familie und Beruf, um sie besser kennenzulernen, sucht das Gespräch. Die Gebührenordnung der Kassenärzte sieht so viel Dialog nicht vor.

Andererseits fehlt für eine Methode wie die Kinesiologie jeder Beleg für eine Wirksamkeit. Mit wissenschaftlicher Medizin ist sie nicht vereinbar. Die Technik beruht auf dem Glauben an Energiemeridiane. Die Muskelspannung soll über diese Bahnen Auskunft geben. Über ihren Armdruck vermitteln die Patienten wohl bewusst oder unbewusst ihre eigene Vermutung über die richtige Diagnose. In manchen Fällen mag sie stimmen.

Doch bei einer ernsten Erkrankung kann es gefährlich werden.

Boytchev berichtet weiter von Heilpraktikern, die „so gut wie alles“ mit Homöopathie behandeln – auch Krebs, Depressionen oder ADHS –, wobei in erschreckender Weise der Erfahrungsfundamentalismus dieser Zunft hervortritt:

„Ich muss nicht nach Evidenz gucken“, sagt [ein Berliner Heilpraktiker], „sondern kann mich auf die eigene Erfahrung verlassen.“

Demgegenüber beschreibt Prof. Jutta Hübner, Initiatorin des „Münsteraner Kreises“ und des Heilpraktiker-Memorandums, die Methode der beweisgestützten Medizin (EbM) und warnt vor den Fehlschlüssen der Alternativheiler:

„Die gefährlichste Täuschung in der Medizin ist wohl die eigene Erfahrung“, sagt Hübner. Denn sie sei zwar das, was uns am ehesten überzeugt, tauge aber nicht dazu, Ursache und Wirkung präzise zu ermitteln.

„Wenn wir uns etwa erkälten, werden wir normalerweise nach einer Woche wieder gesund, egal, ob wir Melissentee, Homöopathie, Antibiotika oder gar nichts nehmen. Doch am Ende schreiben Patient und Therapeut instinktiv den Erfolg dem verwendeten Mittelchen zu und schwören bei der nächsten Erkrankung darauf.“

Schließlich besucht Boytchev den einzigen Heilpraktiker, der das Münsteraner Memorandum Heilpraktiker unterschrieben hat: Hartmut Nagel in Hamm:

Auch Nagel wünscht sich, dass Heilpraktiker auf Basis erwiesener Evidenz behandeln. Er kenne Kollegen, die das ähnlich sehen, doch kaum einer traue sich, das offen zu sagen – aus Angst vor der Reaktion in der Szene.

Der mehrseitige Artikel endet bei einer „Informationsveranstaltung“, wo die eingangs genannte Heilpraktikerin sich als Impfgegnerin outet und ihr Publikum mit allerlei Nonsens zum Thema Vakzination verunsichert.

Boytchevs Rat:

Zu einem Heilpraktiker sollten Sie allenfalls als aufgeklärter Patient gehen […]

Seien Sie misstrauisch, wenn ein Heilpraktiker Verschwörungstheorien verbreitet über „die Pharma-Industrie“ oder „die Schulmedizin“.

Das könnte lebensrettend sein.

Update: Zum Volltext geht es hier.

Update: Die Heilpraktikerin, die im Focus-Artikel zitiert wird, ist auf Bitte des Autors in diesem Blog-Beitrag nachträglich anonymisiert worden, da es „überhaupt nicht um ihren Namen, sondern um die Praktiken in der Branche“ geht und ihr hoch anzurechnen sei, dass sie „als einzige“ überhaupt mit dem Journalisten gesprochen hat. Dazu noch ein Statement von Herrn Boytchev: „Es gibt viel zu verbessern, doch das Engagement vieler Heilpraktiker ist ehrlich. Sie sollten in die moderne Medizin mitgenommen werden.“

Zum Weiterlesen:

  • Alternative Krebsbehandlung: Carl-Sagan-Preis 2017 der GWUP für Undercover-Doku/-Artikel, GWUP-Blog am 14. März 2017
  • Die Unheiler, correctiv.org am 18. Dezember 2015
  • Undercover-Doku bei ARTE: Krebs – Das Geschäft mit der Angst. Gefährliche Folgen alternativer Behandlung, GWUP-Blog am 13. Oktober 2015
  • „Heilpraktiker sollte kein anerkannter Beruf sein“, GWUP-Blog am 6. Oktober 2018
  • „Gefährliche Hybris“: Interview mit Dr. Christian Weymayr zum Heilpraktiker-Unwesen, GWUP-Blog am 24. Januar 2018
  • Erfahrungsfundamentalismus in der Homöopathie, GWUP-Blog am 29. November 2012

71 Kommentare

  1. Nur weil ich die eigenen Kinder vorerst nicht impfen lasse, bin ich kein Impfgegner! Nur weil ich die Kinesiologie nutze, vernachlässige ich nicht die körperliche Untersuchung, nur weil ich Reiki nutze soll meine Arbeit verboten werden? Leider wurde hier journalistisch nur das wiedergegeben, was den Zweck erfüllt.

    Ich bin auch keine Krankenschwester, sondern Arzthelferin (heute medizinische Fachangestellte) und Rettungssanitäterin!

    R.H. [= „die Heilpraktikerin“]

  2. @ R.H.:

    „Nur weil ich die eigenen Kinder vorerst nicht impfen lasse, bin ich kein Impfgegner!“

    Doch, ziemlich lupenrein.

    Oder was soll das sonst sein, wenn man sich nicht an die Empfehlungen der STIKO hält und nach Lust und Laune entscheidet ob/wann man seine Kinder impft.

    Kinesiologie und Reiki sind esoterischer Humbug. Wer damit Menschen „behandelt“ – und das noch dazu mit einem gewissen medizinischen Vorwissen – handelt in meinen Augen verantwortungslos, völlig unabhängig von der (bei ihnen zweifellos vorhandenen) Empathie und des „einnehmend Wesens“.

  3. @R.H.:

    Hallo Frau H.,

    wenn Sie mir das erlauben, anonymisiere ich auch hier (siehe „Update“ im Artikel).

  4. @ R.H.

    Arbeiten Sie seriös?

    Sie sind verplichtet, in Ihrem Impressum Ihre Steuernummer anzugeben! Haben Sie aber nicht.

    Hoffentlich wissen Sie, was eine Abmahnung kostet!

  5. @ R.H.

    „Nur weil ich die eigenen Kinder vorerst nicht impfen lasse, bin ich kein Impfgegner!“

    Sie sind ausgebildete Arzthelferin und Rettungssanitäterin. Dann sollte Ihnen bekannt sein, wie wichtig Impfungen für Kinder sind.
    https://www.crm.de/dokumente/impfkalender_laie.htm

    Reiki und Kinesologie sind pseudomedizinische Behandlungen. Wenn Sie diese an Ihren Patienten anwenden, dann zweifle ich stark an Ihrem medizinischen Sachverstand (auch im Hinblick auf Ihre ursprüngliche Ausbildung).
    https://www.psiram.com/de/index.php/Kinesiologie
    https://www.psiram.com/de/index.php/Reiki

  6. Na na, wir wissen ja nicht, ob Frau R.H. eine Umsatzsteueridentifikationsnummer (und nur um diese geht es) hat, denn nur die müßte sie angeben. Allerdings stellt sich die Frage, ob sie wirklich nur ein Kleinunternehmen führt, und als Freiberuferin kaum Umsatzsteuer generiert. Ist aber nicht mein Bier.

    Ansonsten einen schönen guten Tag, Frau R. H., nett, daß sie zu uns gefunden haben. Ich hätte da auch gleich eine Frage, so von Fachmensch zu Fachmensch:

    Sie wenden eine „Photonentherapie“ in ihrer Praxis an – darf ich als Facharzt für Strahlentherapie höflich fragen, mit welchem Linearbeschleuniger Sie arbeiten?

    Und mit wem kooperieren Sie für die Chemoradiotherapien? Oder machen Sie die Chemos etwa auch selber?

  7. na das update des redakteurs ist ja wieder ein griff ins klo.

    ob das engagement eines hp „ehrlich“ ist ist für mich wursscht.

    wenn ich krank bin brauche ich einen arzt der eine diagnose stellt und mir die richtigen medikamente verschreibt. von mitgefühl werde ich nicht gesund nur ärmer.

    natürlich ist die hp impfgenerin, und bez. ihrer „ehrlichkeit“ sollte sie mal im gesetz nachlesen, hps gelten vom gesetz her als „medizinische laien“
    mit recht denn wovon sollte medizinisches wissen auch kommen.

  8. Frau R.H.

    ist ein gutes Beispiel für den Dunning-Kruger-Effekt https://de.wikipedia.org/wiki/Dunning-Kruger-Effekt .Sie scheint von den Schwurbelangeboten Ihrer Praxis überzeugt zu sein, sonst würde sie sich wohl kaum trauen auf der GWUP-Seite etwas zu schreiben.

    Grüße

    Mario

  9. Ich möchte mich als Naturwissenschaftlerin auch einmal dazu äußern.

    Mögen sich die Schulmedizinerinnen und Schulmediziner auch einmal selbst hinterfragen, denn auch hier gibt es genug Skandale und Fehldiagnosen (insbesondere auch aufgrund der existierenden Gesundheitsstandards, aber auch durch eine eindimensionale Ausbildung).

    Wer z.B. in puncto Phytotherapie ein sehr altes Traditionswissen leugnet, ignoriert generiertes Wissen, das leider nur unsere eigentümliche Art der Erfassung (evidenzbasiert) nicht erfüllt (erfüllen kann). Diese steht allerdings auch immer auf wackeligen Füßen – quasi neuro-pathisch.

    Ähnlich geht es der fernöstlichen Medizin (Akupunktur – Meridiane – Energiebahnen). Warum um Himmels Willen ist denn diese altbewährte Medizin noch nicht vom „Markt“, wenn alles nur Humbug ist.

    In diesem Sinne: Es leben die Pillen (oft der Natur entnommen und modifiziert) mit all ihren Nebenwirkungen und wenn die Leute dann doch länger leben, haben die Mediziner ihre „Grenzprobleme“.

  10. @borstel
    Als Facharzt für Strahlentherapie würde ich mir von Ihnen wünschen dass Sie wissen wie ein Linearbeschleuniger funktioniert. Er ist weder in der Lage Photonen zu beschleunigen, noch die einzige Quelle für Photonen.

    Wenn Frau R.H. Photonen für therapeutische Zwecke verwendet sagt das erst mal nichts über die Wellenlänge der verwendeten Photonen aus.

    Undifferenzierte Äußerungen wie Ihre sind es, die Patienten veranlassen sich nach Alternativen umzusehen.

  11. Ob R.H. auch „Bioresonanz“ anbietet?

  12. @ borstel

    „…denn nur die müßte sie angeben!“

    Irrtum.

    Sie muss ihre Steuernummer angeben, die Umsatzsteuernummer – wenn erforderlich – dann ebenfalls und ZUDEM AUCH DIE NENNUNG IHRES ZUSTÄNDIGEN FINANZAMTES.

    Alleine schon am Impressum sehe ich, wie „seriös“ Frau R. H. ist!

    Man weiß ja, was im Netz von Anbietern zu halten ist, die sich nicht an die entsprechenden Gesetze halten…

  13. @Evelyn Rothert:

    Alle Ihre Punkte werden z.T. in dem Focus-Artikel selbst und in zahllosen Artikeln hier im Blog bereits ausführlich beantwortet.

    In Kürze:

    „Mögen sich die Schulmedizinerinnen und Schulmediziner auch einmal selbst hinterfragen, denn auch hier gibt es genug Skandale und Fehldiagnosen (insbesondere auch aufgrund der existierenden Gesundheitsstandards, aber auch durch eine eindimensionale Ausbildung).“

    Diese (systemimmanenten, „politischen“) Schwächen der „Schulmedizin“ werden beständig „hinterfragt“ und kritisiert. Sie machen „Alternativmedizin“ aber um keinen Deut wirksamer.

    Es geht nicht „gegen“ Alternativmedizin, sondern „für“ eine insgesamt bessere Medizin. Das ist auch Inhalt des besagten „Münsteraner Memorandums Heilpraktiker“.

    „Wer z.B. in puncto Phytotherapie ein sehr altes Traditionswissen leugnet, ignoriert generiertes Wissen.“

    Das tut nur niemand. Phytotherapie ist echte Naturmedizin. Homöopathie, TCM, Kinesiologie etc. ist eben KEINE Naturmedizin, sondern sind willkürliche, nicht hinterfragte, dogmatische Erfindungen ihrer Begründer.

    „Ähnlich geht es der fernöstlichen Medizin (Akupunktur – Meridiane – Energiebahnen).“

    Nö, da ist überhaupt nichts „ähnlich“.

    Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben: Phytotherapie basiert sowohl auf nachvollziehbaren, plausiblen Grundlagen/Wirkmechanismen als auch auf prüfbaren Wirkungen.

    „Meridiane“, „Energiebahnen“ etc. sind weder plausibel noch belegbar noch haben die Verfahren, die darauf basieren, eine nachweisbare Wirkung (und bevor Sie jetzt mit Akupunktur ankommen – bitte erst lesen).

    „Warum um Himmels Willen ist denn diese altbewährte Medizin noch nicht vom „Markt“, wenn alles nur Humbug ist.“

    Ist die Frage wirklich ernst gemeint?

    Auch das wird in dem Focus-Artikel beantwortet: Weil die Rituale der „Alternativmedizin“ bestimmte Patientenbedürfnisse befriedigen, und zwar völlig unabhängig von der Wirkung (bzw. Nicht-Wirkung) der Verfahren selbst.

    „In diesem Sinne: Es leben die Pillen“

    Sorry, aber das ist Unsinn. Genau darum geht es eben NICHT bei der Kritik an Alternativmedizin:

    Was ich aus der Homöopathie gelernt habe“, sagt Natalie Grams, „ist, wie oft es gar keiner Medikamente bedarf.“

  14. es ist doch immer wieder interessant das verschwiegen wird wie oft die Schulmedizin, Wissenschaft sich geirrt hat und wie oft Studien, die nicht zum gewünschten Erfolg führen, verschwinden.

  15. @ Der Physiker: Ich habe nie geschrieben oder anderweitig behauptet, daß im Linearbeschleuniger Photonen beschleunigt werden – ich weiß schon, daß es dort um die Elektronen geht.

    Und dass man Photonen als Gammastrahlen auch aus einer Iridium-Afterloadingquelle bekommen kann, weiß ich tatsächlich auch. Dazu brauche ich jetzt gerade noch keinen Medizinphysikexperten – vielen Dank auch.

    Mir ging es vor allem darum, den Schwurbelblödsinn der Frau R.H. mal aufs Korn zu nehmen – was soll denn eine „Photonentherapie“ sein? Wenn sie mit Licht arbeitet, soll sie es doch auch so nennen – Lichtbehandlung, oder meinetwegen Wärmetherapie, wenn es um Infrarot gehen sollte. Diese Frau soll klar formulieren, worum es geht und nicht mit Nebenkerzen arbeiten.

    „Undifferenzierte Äußerungen wie Ihre sind es, die Patienten veranlassen sich nach Alternativen umzusehen.“

    – Okay, wenn ich also einem Physikernerd nicht genau erklären könnte, wie eine technisch und physikalisch ziemlich komplexe Maschine funktioniert, dann wird dieser Nerd sich (völlig irrational) den „Alternativen“ zuwenden.

    Blöd nur, daß die meisten Patienten keine Physiker sind, und sich zwar für den Ablauf der Behandlung, Nutzen, Risiken, Nebenwirkungen usw. interessieren, aber ganz bestimmt nicht, was der Onkel Doktor und seine Crew für ein tolles millionenschweres Spielzeug im Strahlenbunker stehen haben – die Patienten haben, wenn sie zu mir kommen, weiß Gott andere Sorgen!

    Bislang ist jedenfalls noch kein Patient unzufrieden gewesen, weil er oder sie nicht haarklein und in Anwesenheit eines MPE über die Feinheiten eines Multileafkollimators aufgeklärt wurde.

    Bevor Sie, Der Physiker, mir solche Vorwürfe machen, dann sollten Sie mal für einen Tag in einer Strahlentherapie hospitieren (und zwar nicht bei den MPE, sondern mit den TA und Ärzten), um zu erkennen, daß Ihre Behauptungen aus einem Elfenbeinturm kommen, aber nichts mit der praktischen Arbeit zu tun haben…

    @ Alexander W.: Ich verlinke jetzt mal drei verschiedene Quellen, die ich in der Kürze der Zeit gefunden habe: Weder Steuernummer, noch Steuer-ID (zwei verschiedene Dinge) müssen in das Impressum. Die Umsatzsteuer-ID muß in das Impressum – sofern es eine gibt. Vom Finanzamz steht da gar nix.

    http://existenzgruendung-berlin.info/2013/07/01/warum-im-impressum-keine-steuernummer-stehen-soll/
    https://www.onlinemarketing-ihk.de/blog/2015/06/02/aktuell-diese-angaben-muessen-im-impressum-stehen/
    https://www.it-recht-kanzlei.de/umsatzsteuer-identifikationsnummer-steuernummer-impressum-abmahnung.html
    Zudem verlinkt R.H. auf einen Onlineservice zur Impressumserstellung. Die können natürlich auch Mist bauen, aber ich bin jetzt (als Juralaie) schon recht optimistisch, daß die wissen, was sie da tun.

  16. Hochverehrt R.H., Sie vernachlässigen also nicht die körperliche Untersuchung?

    Aufgrund welchen wissenschaftlichen Wissens erfolgt sie denn? Im Grunde ein Skandal, dass Nichtwissenschaftler überhaupt untersuchen dürfen.

    Jeder, der meint, als HP herumwursteln zu müssen, sollte vorher erfolgreich Medizin studiert haben. Punkt.
    Sage ich als Geisteswissenschaftler.

  17. Kinesiologie bieten auch alternative Ärzte an. Ich halte nichts von ihr. Ich kenne Heilpraktiker, die haben sehr gute medizinische Kenntnisse, was nicht alle Ärzte haben. Beispiel: Es gibt leider Ärzte (ich hoffe, wenige), die den physiologischen pH-Wert des Blutes nicht kennen. Ich war bei einem Arzt, der meinte, 7,65 wäre ein normaler pH-Wert des Blutes. Ich wunderte mich über seine Unkenntnis und teste einen Heilpraktiker, der sofort antwortete, dass der Normbereich von 7,35 bis 7,45 geht. Was der Arzt als normal hielt, nämlich 7,65, ist eine behandlungsbedürftige und nicht ungefährliche Alkalose.

  18. @Evelyn Rothert

    Bernd Harder hat bereits ihre Fehlbehauptungen kommentiert.

    Dann bleibt mir nur noch eine Nachfrage: Sie sagen, dass Sie Naturwissenschaftlerin sind. Zufälligerweise bin ich Diplom-Chemiker. Ich kann mich jedoch nicht daran erinnern, dass in meinen Vorlesungen grundlegende Kenntnisse der Naturwissenschaften falsch interpretiert oder negiert wurden.

    D.h. es sollte jedermann mit genannten Grundkenntnissen bekannt sein, dass Phytotherapie nichts mit pseudomedizinischen Behandlungen a la Homöopathie, deren Grundanahmen übrigens den Naturgesetzen widersprechen, zu tun hat. Ebenso konnte die Naturwissenschaft bisher keinen Nachweis von Meridianen oder Energiebahnen erbringen, was auch kein Wunder ist, da sie schlicht nicht existieren.

    Welche Naturwissenschaft haben Sie denn studiert, und worin haben Sie ihren Abschluss gemacht? Ich bin neugierig, ob die von Ihnen aufgestellten leicht widerlegbaren pseudowissenschaftlichen Behauptungen tatsächlich auf den Lehrplänen der entsprechenden Universität/Hochschule stehen bzw. standen.

  19. Leutz, habt Ihr keine besseren Argumente als die Steuernummer?

    Die Frau arbeitet mit nicht-evidenten Scharlatanverfahren und nimmt dafür auch noch Geld (und vermutlich nicht wenig), obwohl sie mit Sicherheit regelmässig die Gesundheit ihrer Patienten gefährdet. Okay, ich gehe mal davon aus, dass sie an das, was sie macht, auch glaubt, somit fehlt für den Betrug der Vorsatz.

    Aber hey: die Dame ist doch sowas von nicht satisfaktionsfähig – warum arbeitet Ihr Euch überhaupt an der ab?

    Und wow: Arzthelferin ist sie. Und auch noch Rettungssanitäterin. Wahrscheinlich so eine:
    https://www.youtube.com/watch?v=Bh6NagYGFLg

  20. Mal eine Frage an die Mit-Kommentatoren:

    Wieso vertreten so viele Leute die Hypothese, dass „alt(ehrwürdig)“ oder „Tradition“ gleichbedeutend mit „gut“ und/oder „bewahrenswert“ ist?

    Ist die „alte Tradition“ des blutigen Stierkampfs gut, bewahrenswert? Der Walfang der Japaner, Norweger, Färinger? Die Beschneidung von Mädchen in afrikanischen Kulturen? Die meisten Personen werden das verneinen.

    Aber wenn es, wie in diesem Fall, um pseudomedizinische Behandlungen geht, ist alles nur positiv und die negativen Aspekte werden komplett ausgeblendet.

  21. @BE:

    „es ist doch immer wieder interessant das verschwiegen wird wie oft die Schulmedizin, Wissenschaft sich geirrt hat“

    Das wird keineswegs „verschwiegen“ – sondern das ist gerade das Qualitätsmerkmal von Wissenschaft, dass Erkenntnisse beständig überprüft und dadurch Verfahren verbessert oder aber verworfen werden:

    https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/faq/17-aber-die-medizin-macht-doch-auch-fehler

    Im Gegensatz dazu rücken Pseudomediziner wie Homöopathen nie von falschen und längst widerlegten Grundlagen ab, weil es eben nicht um Wissenschaft, sondern um eine Art Religion geht, die mit Dogmen ihres Erfinders begründet wird.

    „und wie oft Studien, die nicht zum gewünschten Erfolg führen, verschwinden“

    Das ist längst als Problem erkannt und es wird auch daran gearbeitet:

    https://blog.gwup.net/2013/11/16/big-pharma-ruck-die-studien-raus-skeptics-in-the-pub-am-mittwoch-in-koln/

  22. @ noch’n Flo: Jenseits der Frage der „Satisfaktionsfähigkeit“ (da kommen bei mir gerade Sätze aus dem „Untertan“ und „Leutnant Gustl“ in den Kopf) ist es genau dieser Punkt, weshalb ich mich daran abarbeite: Ein vermeintlich unvollständiges Impressum kann jedem passieren, und daraus auf eine generelle Unredlichkeit zu schließen und das Abmahnspiel zu spielen (und nicht einmal wegen fragwürdiger inhaltlicher Aussagen, sondern wegen eines Formfehlers), ist doch unterhalb unseres Niveaus!

    Wie relevant diese HP nun ist, können wir trefflich diskutieren, Tatsache ist aber, daß sie nun einmal als Prototyp für die Focusreportage gedient und einen Kommentar hier hingeschrieben hat. Daß sie eine Menge Unfug verbreitet und sogar droht, bösartige Erkrankungen zu behandeln, reicht mir zumindest aus, mich mit ihr ebenfalls auseinander zu setzen.

  23. B17 – Das krebsheilende Vitamin, das es nicht gibt

    https://www.mimikama.at/allgemein/b17-das-krebsheilende-vitamin/

  24. @RPGNo1:

    Ich denke, der Titel der alten Kochsendung „Was die Großmutter noch wusste“ bringt das perfekt rüber:

    „Alt“ = die gütige Großmutter, die gute alte Zeit, Heimeligkeit, Geborgenheit etc.pp.

  25. @ Bernd Harder:

    Ich denke, das geht noch viel tiefer. Altes ist bewährt, Neues unkalkulierbar. Bei Altem weiss ich was ich habe, bei Neuem oft nicht. In die Zukunft kann ich nicht schauen, in die Vergangenheit schon, da erwarten mich keine Überraschungen (naja, fast keine). Wenn etwas alt geworden ist und immer noch existiert, muss es dafür ja einen guten Grund geben, Schlechtes wird ja vom Lauf der Dinge sowieso aussortiert.

    Wir Menschen sehnen uns nach Vertrautheit und Verlässlichkeit, das Alte scheint dies zu versprechen. Früher war doch immer alles besser.

  26. Es ist mal wieder klar: wir HP werden alle über einen Kamm geschoren und wir sollen mal wieder alle als Scharlatane dargestellt werden.

    Ich würde mir wünschen, dass man auch unsere positiven Ergebnisse nennt und vielleicht auch mal Ärztepfusch zu thematisieren.

    Warum kann nicht anerkannt werden, dass beide medizinischen Seiten ihre Berechtigung haben kann

  27. @Petra F.:

    „vielleicht auch mal Ärztepfusch zu thematisieren.“

    Es ist mal wieder klar: Mehr als Whataboutismus kommt von der Heilpraktiker-Zunft nicht.

    Gerne zum, sagen wir, 100‑millionsten Mal:

    Die Schwächen der „Schulmedizin“ machen „Alternativmedizin“ um keinen Deut wirksamer.

    Ansonsten gilt offenkundig weiterhin: „Verzweifelt gesucht: Argumente pro Heilpraktiker“

    https://blog.psiram.com/2017/09/verzweifelt-gesucht-argumente-pro-heilpraktiker/

    „Warum kann nicht anerkannt werden, dass beide medizinischen Seiten ihre Berechtigung haben kann.“

    Weil dem nicht so ist:

    https://blog.gwup.net/2015/06/21/ein-bund-zwischen-arzten-und-heilpraktikern-das-freut-nur-die-pseudomediziner/

  28. @Bernd Harder, noch’n Flo

    Danke für die Einschätzungen. Dazu passt dann sehr gut der Satz „Früher war alles besser“. Die negativen Aspekte werden ausgeblendet, nur die positiven stechen hervor.

  29. @Petra F.

    „wir HP werden alle über einen Kamm geschoren und wir sollen mal wieder alle als Scharlatane dargestellt werden.“

    Eine Frage: Wieso kommen dann alle anderen Länder mit einem hochentwickelten Gesundheitssystem, wie z.B. die skandinavischen Staaten, ohne Heilpraktiker aus, welche ein spezifisch deutsches Problem sind (ich formuliere es bewusst so drastisch)?

    http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/gesundheitsversorgung-deutschland-belegt-weltweit-platz-20-a-1148313.html

  30. @ Petra F.

    Bitte diskutieren Sie mit Fakten und Wissen, nicht in dem Stil, wie es im folgenden Video erklärt wird:

    https://www.youtube.com/watch?v=FTjjdH636wY

    Das funktioniert hier nämlich nicht!

  31. @ RPGNo1:

    „Heilpraktiker […] welche ein spezifisch deutsches Problem sind“

    Nö, die hat es hier in der Schweiz auch. Dürfen sich hierzulande unverständlicherweise sogar „Naturärzte“ nennen.

  32. @petra f,

    weshalb sollte bei hp eine medizinische seite akzeptiert werden? man kann nur etwas akzeptieren wenn etwas vorhanden ist , und das medizinische fehlt bei hps.

    deren seite gehört in die harry potter welt.

  33. @ noch’n Flo
    (…Antwort auf:

    „Heilpraktiker […] welche ein spezifisch deutsches Problem sind“):

    Nö, die hat es hier in der Schweiz auch. Dürfen sich hierzulande unverständlicherweise sogar „Naturärzte“ nennen.
    ———————————————————————–

    „Die Schweizer sind die schlimmsten Deutschen“
    wusste mir ein Italiener im letzten Jahrtausend augenzwinkernd zu berichten.
    Gruß

  34. Was ich jetzt hier in Kommentaren gelesen habe, zeigt leider wenig Kenntnis über alternative Methoden , wie beispielsweise Homöopathie Kinesiologie , Akupunktur, Bioresonanztherapie et cetera. Zahlreiche Ärzte, die mittlerweile komplementärmedizinisch arbeiten, wenden ja auch erfolgreich diese Verfahren an.
    Allerdings gibt es Probleme aufseiten zahlreicher HeilpraktikerInnen. Tatsächlich erkennen sie häufig nicht, dass der Patient ernsthaft erkrankt ist, wertvolle Zeit geht verloren. Wie in jeder anderen beruflichen Richtung, so gibt es auch unter den Heilpraktikern weiße und schwarze Schafe. Viele Heilpraktiker sind medizinisch nicht ausreichend kompetent, zudem locken sie mancherorts Patienten mit dubiosen Heilungsversprechen in ihre Praxis. Da wird dann schnell einmal gesagt: ich habe Patienten, die haben das Gleiche wie Sie, denen konnte ich auch eine Operation ersparen…, oder Ähnliches. Ich bin Mathematiklehrerin und Heilpraktikerin. Ich habe große Probleme mit dem eigenen Berufsstand. Wenn ich krank bin, suche ich keinen Heilpraktiker auf , sondern einen Arzt, der auch komplementärmedizinisch arbeitet.
    Aber auch wenn ich kritisch diesem Berufsstand gegenüberstehe, so fände ich es doch erfreulich, wenn an dieser Stelle hier mehr Sachlichkeit vorherrschen würde. Und um sich hier zu äußern, sollte man doch über etwas Sachkenntnis verfügen.

  35. @Mechthild:

    „Was ich jetzt hier in Kommentaren gelesen habe, zeigt leider wenig Kenntnis über alternative Methoden , wie beispielsweise Homöopathie Kinesiologie , Akupunktur, Bioresonanztherapie et cetera.“

    Seien Sie unbesorgt – all diese Verfahren sind uns bestens bekannt:

    https://blog.gwup.net/?s=homöopathie

    https://blog.gwup.net/?s=akupunktur

    https://www.psiram.com/de/index.php/Kinesiologie

    https://www.psiram.com/de/index.php/Bioresonanz

    etc.pp.

    „Zahlreiche Ärzte, die mittlerweile komplementärmedizinisch arbeiten, wenden ja auch erfolgreich diese Verfahren an.“

    „Erfolgreich“ ganz sicher nicht. Das besagte Münsteraner Memorandum Heilpraktiker richtet sich in einem eigenen Kapital auch gegen pseudomedizinische Methoden in der Hand von Ärzten. Denn das macht eine unsinnige Methode ja nicht wirksamer:

    http://www.muensteraner-kreis.de/heilpraktiker.html

    „Wie in jeder anderen beruflichen Richtung, so gibt es auch unter den Heilpraktikern weiße und schwarze Schafe.“

    Darum geht es aber eigentlich nicht. Es geht nicht um Personen, nicht um individuelle Fehler oder Versäumnisse, „gute“ oder „schlechte“ Heilpraktiker, um „schwarze“ oder „weiße“ Schafe – sondern um das strukturelle Problem, dass Heilpraktiker

    a) keine ernstzunehmende Ausbildung haben und
    b) weit überwiegend Nonsens-Methoden ohne belegte Wirksamkeit anwenden.

    Daran ändern auch persönliche Integrität und ernsthaftes Bemühen nichts.

    „Ich habe große Probleme mit dem eigenen Berufsstand.“

    Das ist erfreulich, scheint aber die große Ausnahme zu sein.

    „Aber auch wenn ich kritisch diesem Berufsstand gegenüberstehe, so fände ich es doch erfreulich, wenn an dieser Stelle hier mehr Sachlichkeit vorherrschen würde. Und um sich hier zu äußern, sollte man doch über etwas Sachkenntnis verfügen.“

    Nun ja, Sie befinden sich hier in einem Blog, in dem die Themen „Heilpraktiker“, „Alternativmedizin“ etc. seit mehr als zehn Jahren immer wieder intensiv diskutiert werden:

    https://blog.gwup.net/?s=heilpraktiker

    Natürlich kann dann die Diskussion nicht bei jedem neuen Artikel nochmal komplett bei null beginnen.

    Die Argumente sind längst ausgetauscht, die Sachlage ist klar, die Unwirksamkeit von Homöopathie, Kinesiologie etc. hinreichend bewiesen etc.

    Was genau, welche Fragestellung möchten Sie denn gerne „sachlich“ diskutieren?

  36. @Bernd Garderobe

    Ich möchte Ihnen lediglich spiegeln, auf welchem niedrigen Niveau an dieser Stelle argumentiert wird. Auch jetzt gleich wieder im Zusammenhang von Bioresonanz, Akupunktur etc von „unsinnigen Methoden“ zu sprechen, ist ja nun ganz schlechter Stil… Mangelt es Ihnen evtl an sachlichen Argumenten?

  37. Ich frage mich ja, welchen geistigen Spagat man hinlegen muss, um als Mathematikerin auch gleichzeitig Heilpraktikerin sein zu können.

    Geht es in der Mathematik nicht um Logik? Ist sie nicht die einzige Disziplin, in der man echte Beweise führen kann? Wie kann man als Mathematikerin Homoöpathie, eine sogar in sich völlig unlogische pseudomedizinische Behandlungsmethode, anwenden?

    Ich verstehe das nicht.

  38. @Mechthild:

    „Garderobe“

    Was soll das bitte?

    Davon abgesehen, kann ich Ihnen nicht ganz folgen.

    Wenn ich von „unsinnigen Methoden“ schreibe, ist das kein „schlechter Stil“, sondern ein Urteil, das ich auf der Grundlage der sachlichen Bewertung der genannten Verfahren fälle.

    Diese Bewertungen und die darauf basierenden Urteile fließen natürlich hier in die Kommentare ein.

    Ich habe es Ihnen doch ausführlich erklärt: Sie befinden sich hier in einem Kommentarbereich. Hier wird kommentiert und sich ausgetauscht.

    Die Bewertung der besagten Methoden finden Sie an anderer Stelle. Allein zum Thema „Homöopathie“ gibt es hier (laut „Suche“ rechts oben auf der Seite) derzeit 1208 Artikel.

    Bei jedem dieser mehr als 1000 Artikel finden Sie zudem zahlreiche Links, aus denen die Bewertung der Homöopathie als Methode und das Urteil darüber („unsinnig“) klar hervorgeht.

    Also was genau ist Ihr Anliegen? Zu was genau, zu welcher Fragestellung, wollen Sie „sachliche Argumente“ hören?

    Stellen Sie irgendeine konkrete Frage oder formulieren Sie eine konkrete Behauptung – und Sie bekommen mit Garantie Dutzende von „sachlichen Argumenten“ dazu.

  39. @RainerO:

    Ich verstehe es auch nicht, aber vielleicht kann Mechthild uns ja aufklären.

    Ich kann vor allem die Hybris nicht nachvollziehen, warum (in diesem Fall) z.B. Mathematiker Patienten behandeln wollen?

    Ich selbst interessiere mich durchaus für Mathematik, lese gerne Bücher über mathematische Rätsel und bekannte Mathematiker etc.pp.

    Schöne Sache, das als Hobby zu betreiben.

    Aber was würde Mechthild sagen, wenn ich morgen beim Kultusministerium eine Multiple-Choice-Prüfung und ein kurzes Gespräch mit den Beamten absolvieren würde – und dann wäre ich „Zahlen-Praktiker“. Ohne jede Ausbildung, ohne praktische Erfahrung und ohne je einen Schüler gesehen zu haben.

    Trotzdem darf ich als „Zahlen-Praktiker“ unterrichten und mich als „kleiner Lehrer“ aufführen und vielleicht sogar neben Mechthild im Lehrerzimmer sitzen und ihr erklären, dass ihre Lehrmethoden viel zu verkopft, unempathisch und „schulmathematisch“ sind und viel zu wenig „alternativ“ und „komplementär“.

    Was würde Mechthild dazu sagen?

  40. „Was würde Mechthild dazu sagen?“

    Ja, das würde mich auch sehr interessieren…

  41. @Bernd:

    Könnte es nicht sein, dass Mechthild gar nicht weiß, wie die objektive Studienlage zu „Bioresonanz, Akupunktur etc.“ aussieht und daher grundsätzlich davon ausgeht, dass jede Kritik daran „schlechter Stil“ oder „niedriges Niveau“ ist?

  42. @Martina:

    Denke ich auch.

    Es ist ihr ja hoch anzurechnen, dass sie „große Probleme“ mit ihrem eigenen Berufsstand hat.

    Aber die Gründe dafür erschöpfen sich halt in der üblichen „schwarze Schafe“-Argumentation.

    Dass die Wirkung – und auch die Grundlagen – der angewandten Methoden (Achtung Mechthild, ich formuliere es stilvoll:) wissenschaftlich nicht belegt sind, scheint ihr nicht in den Sinn zu kommen.

  43. Hallo Mechthild,

    also ich finde hier

    „Darum geht es aber eigentlich nicht. Es geht nicht um Personen, nicht um individuelle Fehler oder Versäumnisse, „gute“ oder „schlechte“ Heilpraktiker, um „schwarze“ oder „weiße“ Schafe – sondern um das strukturelle Problem, dass Heilpraktiker

    a) keine ernstzunehmende Ausbildung haben und
    b) weit überwiegend Nonsens-Methoden ohne belegte Wirksamkeit anwenden.

    Daran ändern auch persönliche Integrität und ernsthaftes Bemühen nichts.“

    einige sachliche Argumente zu deinem Kommentar.

    Warum gehst du darauf nicht ein?

  44. @Mechthild:

    Ich mache es mal ganz konkret:

    Heute wurde hier dieser Artikel im Blog veröffentlicht:

    https://blog.gwup.net/2018/11/04/homoeopathie-in-der-zeitschrift-fuer-palliativmedizin-nutzlos-unwirksam-gefaehrlich/

    Darin finden Sie einen Fachaufsatz zum Thema Homöopathie in einer medizinischen Fachzeitschrift.

    Das sind mithin „sachliche Argumente“ – zur Genüge.

    Es liegt an Ihnen, ob Sie diese finden (wollen) – oder sich lieber über das „niedrige Niveau“ der Kommentare echauffieren.

  45. wenn jeder vor seiner eigenen Türe kehren würde, wäre die Welt deutlich sauberer. Wenn ich mal davon ausgehe, dass die meisten hier mich im wahren Leben auf die gleiche Weise behandeln würden, früher oder später, wie sie sich hier im Forum angehen, möchte ich wenigen von Ihnen begegnen. Respekt scheint hier wohl ein Fremdwort zu sein. ich kenne fähige Ärzte und weniger fähige, ich kenne fähige Heilpraktiker und weniger fähige. Ich kenne Ärzte die sehr gut und gerne mit Heilpraktikern zusammen arbeiten und sture Ärzte und Heilpraktiker, die viel Energie verschleudern in dem Sie die Gegenpartei verunglimpfen und sich masslos und respektlos selbst erhöhen, und der Meinung sind objektiv die einzig wahre Wahrheit zu besitzen. Die Art und Weise der Beiträge stellt vielen hier leider nur ein Armutszeugnis, fehlendes Vertrauen in die Gewissenhafigkeit des Gegenübers, persönlicher verletzter Stolz und jede Menge Anhaftung an Vorurteile. Ich glaube nicht das man die Welt so zu einem besseren Ort macht.

  46. @ Bernd Harder
    4. November 2018 um 22:05

    @Mechthild:

    „Garderobe“

    Was soll das bitte?
    ———————————————————–
    Moin,
    Meine Plausibilitätsüberlegung und meine Erfahrung mit entsprechenden Maschinen lässt mich dahinter die Algorithmen einer „Eingabehilfe“ vermuten.

    Gruß Karsten

  47. @Doreen Huber:

    „ich kenne fähige Ärzte und weniger fähige, ich kenne fähige Heilpraktiker und weniger fähige.“

    Gerne noch einmal: Das ist nicht das Thema. Es geht nicht um Personen, nicht um „fähig“ und „weniger fähig“, nicht um „schwarze“ und „weiße“ Schafe – sondern um das strukturelle Problem des Heilpraktikerwesens in Deutschand:

    – keine ernstzunehmende Ausbildung
    – nicht belegte Methoden.

    Wo genau ist denn bitte Ihr Respekt und Ihr „Vertrauen in die Gewissenhafigkeit des Gegenübers“, wenn Sie einfach zum x-ten Male eine Falschbehauptung wiederholen, anscheinend ohne überhaupt den Artikel selbst (im „Focus“) und die Kommentare hier gelesen zu haben?

    Können Sie sich vorstellen, dass das irgendwann einfach bisschen nervt, zum x-ten Male immer und immer wieder diesselben Unterstellungen richtigstellen zu müssen?

    „und der Meinung sind objektiv die einzig wahre Wahrheit zu besitzen.“

    Es geht nicht um „Wahrheit“, sondern darum, ob eine bestimmte Methode wirksam ist oder nicht.

    Dazu gibt es objektive Forschung mit eindeutigen Erkenntnissen.

    Wenn nun bestimmte Kommentatoren hier diese Tatsache einfach ignorieren und das Thema zu einer „Meinungs“-Frage machen wollen – sorry, dann ist das keine Diskussionsgrundlage.

    All das erklären wir jedem neuen Kommentator aufrichtig, geduldig, höflich und ausführlich.

    Nur wenn dann in der Antwort einfach nur immer wieder dasselbe wiederholt wird – was soll das dann bitte?

  48. @Karsten:

    Danke, dann wäre das ja schon mal geklärt.

  49. @ Mechthild:
    (…) Ich bin Mathematiklehrerin und Heilpraktikerin. Ich habe große Probleme mit dem eigenen Berufsstand.(…)
    ——————————————————————
    Da wir alle mal SchülerInnen waren, werden das Viele hier so sehen. :)

    Zweifellos haben da auch Hunderttausende von SchülerInnen das sichere Gefühl, dass ihnen die MitschülerInnen erheblich besser geholfen haben, als die Mathe-Lehrerin.

    Wie stehen Sie zur Alternativ-Mathematik von Pippilotta Vikualia Pfefferminza Rollgardina Ephraimstochter Langstrumpf?

    Gruß Karsten

  50. Technik, die begeistert – jetzt auch als Garderobe!

    @ Doreen Huber: Es geht hier zunächst mal um Bewertungen von Aussagen, die die Diskutanten hier machen. Das hat erst einmal nichts mit dem Respekt gegenüber der jeweiligen Person zu tun.

    Wenn Aussagen inhaltlich falsch sind, dann können sie insbesondere dann hier zu harschen Reaktionen führen, wenn sie zum wiederholten Male vorgetragen werden (Quantität ersetzt nämlich mitnichten Qualität).

    Wenn Sie hier der Community (oder auch ganz persönlich mir) Dogmatismus vorwerfen („… die Gegenpartei verunglimpfen und sich masslos und respektlos selbst erhöhen, und der Meinung sind objektiv die einzig wahre Wahrheit zu besitzen…“), dann bitte:

    Bringen Sie hier nicht Argumente, sondern Belege mit Quellen (daß der Gemeine Heilpraktiker eine schützenswerte Spezies sei), um ihre Ansichten zu stützen, und dann werden wir uns das alles anschauen, und wenn es plausibel ist, dann werden wir uns davon auch überzeugen lassen.

    So funzt das!

  51. Zitat: „Wenn ich krank bin, suche ich keinen Heilpraktiker auf , sondern einen Arzt“

    @ Mechthild: wozu braucht man dann Heilpraktiker? Richtig, sie werden nicht gebraucht, Es ist immer das Gleiche: wenn es Ernst wird, müssen wir Mediziner herhalten.

    @ Petra F: Sie wären vielleicht gerne eine, sind aber keine Medizinerin. Punkt. Es wäre auch noch interessant, wenn Sie folgende an Sie gestellte Frage beantworten würden:

    „Wieso kommen dann alle anderen Länder mit einem hochentwickelten Gesundheitssystem, wie z.B. die skandinavischen Staaten, ohne Heilpraktiker aus“

  52. @ borstel

    Vielen Dank für Ihre freundlichen Bemühungen. Mein Nachbar – ein Anwalt – sowie andere Quellen sagen etwas anderes, insbesondere was die Nennung des zuständigen Finanzamtes angeht. Werde mir Ihre drei Links mal abspeichern und mich – wenn ich die Zeit dazu habe – mal intensiv weiterdazu erkundigen!

    „Vergessene“ oder aus „Unwissenheit“ nicht gemachte Pflichtangaben findet man zu über 90 % fast immer nur bei Websiten, die unseriös sind bzw. bei Leuten, die es mit dem Gesetz nicht so genau nehmen. Ist doch seltsam, oder? Dies nur am Rande.

    Und nun weiter zum eigentlichen Thema…

  53. Die Diskussion mit den Heilpraktikern und Heilpraktikerunterstützern zu diesem Artikel zeigt wieder eines: Logisches Denken und Argumentieren sind nicht vorhanden, Antworten auf konkrete Fragen werden nicht gegeben, sondern es werden im Gegenteil stolz die eigenen Bestätigungsfehler zur Schau gestellt und (Vor-)urteile gepflegt.

  54. Wie das denn???

    Dachte, früher war alles total natürlich und gesund, die Menschen hatten viel Bewegung, saubere Luft, sauberes Wasser, unbelastete Nahrung, keine Pharmaindustrie – und sind trotzdem verreckt:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/neandertaler-hatten-bereits-bleivergiftungen-a-1236679.html

  55. @ RPGNo1, 5. November 2018 um 13:00

    Solche Pauschalbeurteilungen zeugen von eigener Arroganz und sind selten zielführend im Sinne einer produktiven Kommunikation.
    Psychologisch belegten Phänomenen, wie z.b. dem Inertia-Effekt, bzw der u.a. dadurch geförderten Betriebsblindheit unterliegen alle Menschen.

    Gruß Karsten

  56. @Karsten:

    Na ja gut, aber was heißt „Pauschalbeurteilungen“?

    Ich kann ja durchaus selbst eine „Betriebsblindheit“ haben – aber ich denke, dass ich in dieser Diskussion – wieder einmal – eine Reihe von konstruktiven Fragen gestellt und Anknüpfungspunkte für unsere Besucher geliefert habe.

    Und was ist dabei rausgekommen? Im Grunde das, was @RPGNo1 beschreibt.

  57. @Bernd Harder:

    Na ja gut, aber was heißt „Pauschalbeurteilungen“?
    —————————————————————————————–

    Die „Erkenntnis“, dass bei Anhängern/ Gläubigen von Heilpraktikern und „Alternativ-Medizin“ (grundsätzlich) „Logisches Denken(…) nicht vorhanden“( wäre).

    Aus unzutreffenden Analysen können niemals sinnvollen Schlüsse gewonnen werden.

    Gruß Karsten

  58. @ Karsten

    Zitat: „Wenn ich krank bin, suche ich keinen Heilpraktiker auf , sondern einen Arzt“

    „Mechthild: wozu braucht man dann Heilpraktiker? Richtig, sie werden nicht gebraucht, Es ist immer das Gleiche: wenn es Ernst wird, müssen wir Mediziner herhalten.“

    Und auf dem Weg dahin machen sie ordenlich Kasse, die Heilpraktiker…

    „Petra F: Sie wären vielleicht gerne eine, sind aber keine Medizinerin. Punkt. Es wäre auch noch interessant, wenn Sie folgende an Sie gestellte Frage beantworten würden…!“

    Nee, da wird nichts kommen, außer vielleicht Geschwafel.

    @ Bernd Harder
    Hat Frau R.H. Sie gebeten, ihre Verlinkung zu ihrer Seite durch Sie entfernen zu lassen? Gestern war die Verlinkung noch vorhanden.

  59. @Pierre Castell:

    Ich hatte die Verlinkung zunächst übersehen und dann erst später in die Anonymisierung mit einbezogen.

  60. @ Bernd Harder

    Achso, das hatten Sie ja gestern oder vorgestern auch geschrieben. Ich wunderte mich nur über die noch weiter vorhandene Verlinkung. O.K., nun habe ich verstanden, alles klar, Sie hatten dies übersehen.

  61. @ Karsten

    Logisches Denken mag vorhanden sein, nur werden dessen Ergebnisse nicht berücksichtigt.

    Denn wenn man auf das eigene logische Denken hört, kann man unmöglich an z.B. Homöopathie glauben. Diese ist, unabhängig von der wissenschaftlichen Unmöglichkeit, schon in sich selbst äußerst widersprüchlich.

    Und wenn man die Homöopathie an der eigenen Logik vorbeigeschummelt hat, kann man – der eigenen Logik gehorchend – niemals an Reiki glauben, oder Kinesiologie, Akkupunktur, Schüßler, Bachblüten, orthomolekulare „Medizin“.

    All diese Methoden, und viele andere aus diesem Dunstkreis, widersprechen sich. Und das nicht nur ein bisschen, sondern völlig. Es könnte nur eine dieser Methoden richtig sein, oder – wesentlich wahrscheinlicher – keine.

    Diese Überlegungen lassen Skeptiker daher meiner Meinung nach berechtigter Weise vermuten, dass es mit der Berücksichtigung logischen Denkens bei Anhängern pseudomedizinischer Methoden nicht weit her ist.

  62. Was wir hier erleben, ist ein immanentes Problem der Heilpraktikerzunft.

    Sie können ja nur eine Existenzberechtigung haben, wenn sie irgendetwas besser als andere Beteiligte im Gesundheitswesen vermögen. Wenn der Heilpraktiker also nicht gerade ein Scharlatan ist, wird er das auch glauben, wird seine Verfahren und Methoden verteidigen MÜSSEN, weil alles andere einer Bankrotterklärung seines Berufsstandes gleichkäme.

    Kritik an den Methoden darf also ebensowenig zugelassen werden, wie am Zulassungsverfahren.

    Und whataboutisms sind nun einmal die beste Möglichkeit, nicht nur von den Unzulänglichkeiten der eigenen Methode abzulenken, sondern sich auch selber nicht damit auseinandersetzen zu müssen. „Wenn schon „die Ärzte“ Fehler machen und nicht alles wissen/können, warum sollte ich es dann? Wenn wir uns ergänzen, können alle profitieren.“

    Dieses Mantra der Heilpraktiker ist der zentrale Schutzreflex, der immer funktioniert, der am Ende jeder Selbstverunsicherung den Garaus macht.

    Dass vielleicht die eigenen Methoden gar nicht gebraucht werden, keinen Sinn ergeben, am Ende sogar schädlich sind – für diesen Gedanken ist in diesem Konstrukt gar kein Platz vorgesehen.

    Wie soll also ein Heilpraktikerlein einsehen, im Unrecht zu sein?

  63. Ganz ehrlich, ich bin Ernährungsberater, von der Pike auf gelernt, erst Koch, dann Diätassistent und zum Schluß Ernährungswissenschaft studiert. Ich denke, mir also ein doch umfassendes Wissen in der Materie ( mit entsprechender Betriebsblindheit ) angeeignet zu haben und doch erlebe ich ständig Diskussionen mit Heilpraktikern und deren Gläubigen.

    Diese Auseinandersetzungen sind geprägt von Halbwissen und nicht belegbaren Thesen, wie Säure-Basen-Haushalt, Basenwickel, Basenwasser und weiteren Schwachsinn.

    Ich bin es leid Menschen, zu versuchen davon zu überzeugen, das diese HPs überflüssig sind. Sollen Sie doch hingehen, meine Zeit ist mir zu Schade immer wieder die selben Diskurse von vorne zu beginnen.

    LG Mario

  64. @Karsten

    Ich verfolge die Diskussionen mit Heilpraktikern bzw. diskutiere mit Ihnen seit mehr als 2,5 Jahren hier bei der GWUP, drüben auf ScienceBlogs (z.B. Joseph Kuhns Gesundheits-Check) oder auch in den Kommentarbereichen von Online-Medien. Ich habe auch das Münsteraner Memorandum Heilpraktiker unterzeichnet.

    Dabei habe ich genau die Erkenntnisse gewonnen, die ich in meinem Kommentar von 13.00 h genannt habe. Bei der Heilpraktikerzunft und ihren Anhängern ist keinerlei Einsicht vorhanden, es kommt keine vernünftige Diskussion zu Stande, sondern sie betrachten sich, überspitzt gesagt, als arme unterdrückte missverstandene Opfer des Establishment.

    Daher erspare mir bitte deine belehrenden Worte; sie sind nicht zielführend.

  65. @ Mario:

    Der Witz an der basischen Ernährung ist ja (mal abgesehen von der wahnwitzigen Idee, aus dem pH-Wert des Urins den des Blutes extrapolieren zu können): würde diese Diät tatsächlich so funktionieren, wie postuliert, würde die kein Mensch länger als 2 Tage überleben.

    Und solche Varianten wie „Metabolic Balance“ sind einfach nur Pyramidensysteme.

  66. @noch’n Flo

    aber fang mal eine Diskussion mit denen an, die Schulmedizin und evidenzbasierte Therapien werden an jeder möglichen Stelle hinterfragt und kritisch gesehen. Aber HP-Geschwurbel wird als Heilsbringerrei gesehen und an keiner Stelle kritisch betrachtet.

    Ich denke das hat mehr was mit Religionsersatz zu tuen, als mit wirklichem Interesse an Gesundheit.

    Die Kirche ist ja noch harmlos gegen HPs und deren Anhänger, denn die spricht von Glauben, während die Schwurbels von Wissen reden, unfassbar das Ganze.

    LG

    Mario

  67. „Manche Heilpraktiker spritzen Patienten Extrakte aus tierischen Organen – eine gefährliche Therapie, die Gesundheitsminister Jens Spahn laut Medienberichten nun stoppen möchte.“

    http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/jens-spahn-will-riskante-heilpraktiker-methoden-verbieten-a-1237737.html

    Frischzellen:

    https://blog.gwup.net/2015/11/01/neuer-boom-des-alt-bizarren-themas-frischzellen-therapie/

  68. Und die Politik bewegt sich doch – zwar in Trippelschritten, aber immerhin. Jedenfalls, so scheint es mir, ist es die erste vernünftige Aussage, die wir von Herrn Spahn zum Thema Alternativmedizin hören…

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