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Verkalkter Schwachsinn im „Zeit-Magazin“

| 14 Kommentare

Ein Gerät, welches ein „fiependes Geräusch“ macht und mit „schwingenden elektrischen Signalen“ die Kalk-Ionen so verändert, dass sie …

… sich nicht mehr absetzen und der Kalk sich sogar ablöst, der das Rohr verkrustet.“

zeitei

Ein Autor, der erklärtermaßen Chemie und Physik nicht auseinanderhalten kann, aber:

Hauptsache, es funktioniert!“

Und das Ganze kostet auch nur schlappe 840 Euro.

Was wie eine der typisch skurrilen „amazon“-Rezensionen (etwa zum legendären Schweizer Messer) klingt, ist heute im Zeit-Magazin erschienen und anscheinend wirklich ernst gemeint.

In derselben Zeit, die sich tief besorgt über den „Untergang der Fakten“ und „Fake News“ echauffiert.

Zum Glück gibt’s einen Kommentarbereich.

Zum Weiterlesen:

14 Kommentare

  1. Wow, 22 Volt Induktionsleistung! Gibt’s denn auch nen Albatross mit Spam dazu?

  2. Diese Scharlatanerie wird auch hier auf Psiram behandelt:

    https://www.psiram.com/ge/index.php/Magnetische_Wasserenthärtung

  3. Herr Borsche ist Kreativ Direktor der Zeit und des Zeit-Magazins. Ohne Zweifel kann er kreativ schreiben; man sieht es am vorgestellten Artikel. Über den Rest decken wir besser den Mantel des Schweigens.

  4. Induktionsleistung 22 Volt? Watt soll das?
    Oh mein Gott, da ist ein naiver Schreiberling einem Betrüger aufgesessen und macht auch noch Werbung dafür :-)
    Da fällt mir einer meiner Lieblingssprüche ein:

    Watt Volt ihr mit dem Farad da Ohm?

  5. Wenn das Ding auch Chemtrails beseitigt – jekooft! Ein echtes Schnäppchen zu dem Preis.

  6. Passender Cartoon dazu: https://demystifikation.wordpress.com/2014/10/05/granderwasser/https://und demystifikation.wordpress.com/2016/04/23/belebtes-wasser-2/

  7. Das scheint wirklich einigermaßen unglaubwürdig, allerdings handelt es sich wohl nicht um die üblichen (natürlich völlig unwirksamen) Magnetgeräte oder Pseudo-Spiralen, wie sie unter http://www.elektronikinfo.de/magnete/wasserenthaertung.htm ausführlich in ihrer Unwirksamkeit beschrieben werden, sondern um eine andere Technik. Immerhin ist bei http://www.hydroflow.de/technologie.html ein Gutachten eines Professors der TH Reutlingen verlinkt. Interessant wäre es daher, genau diese Technologie und dieses Gutachten zu widerlegen und nicht einfach nur „Schwachsinn“ zu schreiben und Sachen zu verlinken, die nicht dazugehören (wie das absurde Granderwasser).

  8. @AndreasP:

    << Interessant wäre es daher, genau diese Technologie und dieses Gutachten zu widerlegen << Dann mal los.

  9. Nun, ich hab nicht „Verkalkter Schwachsinn“ geschrieben, also muss ich es auch nicht belegen…

  10. @AndreasP:

    Es ist Schwachsinn, daran ändert auch eine angeblich „andere Technik“ nichts.

    Zitat von Ihrer verlinkten Seite:

    < < Eine wirkungsvolle Wasserenthärtung kann nur auf chemischem Wege mittels Ionenaustauschern oder aber per Umkehrosmose durchgeführt werden. << Und dazu: < < Eine plausible Hypothese für eine Wirksamkeit solcher rein physikalischer Verfahren zur Wasserenthärtung existiert nicht, und veröffentlichte “wissenschaftliche” Experimente zur Wirksamkeit sind nicht reproduzierbar. << https://www.psiram.com/ge/index.php/Hydroflow

    Der Artikel ist übrigens auf der Facebook-Seite der „Zeit“ gelöscht worden, weil man das Ganze „überprüfen“ will.

    Und an anderer Stelle (Facebook: „Wissenschaft & Skeptizismus“) läuft seit gestern eine Diskussion darüber:

    < < Der Ansatz wäre dann erst überhaupt denkbar, wenn das elektomagnetische Feld überhaupt ins Metallrohr eindringen würde. Tuts aber nicht (Faraday lässt grüßen) << https://www.facebook.com/groups/wissenschaft.und.pseudogedoens/permalink/463611407096097/

    Und selbst wenn das Feld eindringen *würde*: Durch ein derart schwaches elektromagnetisches Feld sind keine Kalkpartikel beeinflussbar.

  11. Wenigstens ist Borsch ehrlich genug, als „Creative Director“ zu fungieren, so dass niemand auf die Idee kommt, ihn mit einem Journalisten zu verwechseln und wohlmöglich auf entsprechende Qualitätsstandards zu pochen.

  12. Witzig finde ich vor allem die Behauptung, dass man den Erfolg mit der Methode „vorher/nachher“ gar nicht messen könnte, da es in beide Richtungen des Rohres funktionieren würde. So kann man sich natürlich sehr elegant aus der fehlenden Wirksamkeit herausreden…

  13. @AndreasP
    Das ist doch alles ganz logisch. Durch einen Riss im Kalkkontinuum verändert sich die Kalkwertzeit und somit kann man das eben nicht mehr ohne Quantengeschwurbel erklären. Das würde jedoch die geneigten Käufer nur noch mehr verwirren, weshalb man einfach den Glaubwürdigkeitsfaktor in Form eines total verrückten Kaufpreises erhöht hat.

    Damit lässt sich schließlich auch ein überdurchschnittlicher IQ der Kunden überbrücken. Dieser Professor der das getestet und zusammengeschwurbelt hat, verdient damit natürlich den Nobelpreis für Kokolores.

    In der „Studie“ stand eh was von Steinbeiß und da hat mein Gehirn einfach aufgelegt ;)

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