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Esoterischer Selbstversuch: „Erleuchtung gefällig?“

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Eine interessante Buchneuerscheinung ist für Ende Mai angekündigt:

Erleuchtung gefällig? Ein esoterischer Selbstversuch“

Der Autor Bernd Kramer schreibt unter anderem für die Zeit, zum Beispiel über Esoterik an Schulen und Universitäten.

Jetzt geht es schlicht um die Frage, ob „Deutschland noch alle Tassen im Schrank“ hat, heißt auf der Webseite des Ch. Links-Verlages:

Pendeln, Tarot, Rutengehen und Geistheilerei es gibt kaum etwas, das nicht geglaubt wird.

Fast 40 Prozent der Deutschen sind laut Umfragen der Astrologie gegenüber aufgeschlossen. Jeder Vierte glaubt an die Wiedergeburt. Nach Schätzungen werden mit dem Übersinnlichen jährlich bis zu 25 Milliarden Euro in Deutschland umgesetzt beinahe das Dreifache des gesamten Buchmarktes. Tendenz steigend.

Die Esoterik ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Aber warum schwören so viele Menschen auf off ensichtlichen Unsinn? Was für Folgen hat das für den Einzelnen und die Gesellschaft ? Bernd Kramer geht diesen Fragen nach und ist dafür in einem esoterischen Selbstversuch in die Szene eingestiegen als Konsument und als vermeintlicher Guru. Er beleuchtet das Milieu mit all seinen Skurrilitäten und Widersprüchen aus intimer Kenntnis.

Nach dem Lesen seiner Reportagen freut man sich wieder auf den gesunden Menschenverstand.

Dazu passt ein Artikel, der heute im Standard erschienen ist.

Darin geht es zwar speziell um Österreich, aber die Kernaussagen sind allgemeingültig.

Zum Weiterlesen:

  • Mit Bildung gegen Lichtgestalten und Untermenschen, derStandard.at am 13. April 2013
  • Bernd Kramer: Erleuchtung gefällig? Ein esoterischer Selbstversuch. Ch. Links Verlag, Berlin 2013

4 Kommentare

  1. Zuerst ein Zitat, das mir aus dem „Standard-Artikel“ missfällt:

    Jugendliche seien über verschiedene Wege – nicht zuletzt über Black-Metal-Musik – für solche Strömungen empfänglich, heißt es im steirischen Eso-Jahresbericht 2012. Auch wenn die Ideen häufig von Älteren kämen.

    Ich bin zwar auch kein großer Fan des Black-Metals, aber für was es in den Jahren, seit dem ich Jugendlicher bin (und das jetzt schon seit fast 30 Jahren) herhalten mußte…ich erinnere mich an Artikel in verschiedenen Zeitungen (damals wurde auch Ozzy Osbourne mit Black Sabbath zum Black-Metal gezählt, was eigentlich auch stimmt). Dann kann ich mich noch an Artikel über „Schwarze Messen“ in der BILD in den Achtzigern erinnern usw.

    Ich glaube viele, die Black Metal hören, interessieren sich eigentlich nicht für „Religion“ – ich würde hier eher auf die verschiedenen „Gothic-Strömungen“ verweisen.
    Zum Zweiten, in dem Artikel wird das Argument „Bildung“ genannt, welches auch stimmt. Je mehr (naturwissenschaftliche)Bildung eine Person hat, um so weniger anfällig ist diese Person für „Esoterik“…aber es gibt auch – meist Nicht-Naturwissenschaftler – die als gebildet gelten und auch alles andere als dumm sind, aber doch eine Affinität zur Esoterik haben…denn wie heißt es so schön: Manchmal ist die Ratio die Hure der Emotio.

  2. @Ralf:

    << nicht zuletzt über Black-Metal-Musik << Halte ich auch für Unsinn. Ist ein argumentativer Rückfall in die 80er-Jahre, eigentlich dachte ich, dass das längst geklärt sei.

  3. Erstens hat Wiedergeburtsglaube gar nichts mit Religion zu tun. Es gibt Religionen, in denen dieser Glaube zu finden ist, aber Religion ist keine prinzipielle Voraussetzung.

    Zweitens ist der Glaube, alles wäre mit dem biologischen Tod des Körpers vorbei, ebenfalls nur ein Glaube und unbewiesen. Da heisst es dann immer man könne eben etwas was es nicht gibt nicht beweisen. Damit macht man es sich aber sehr einfach. Man stellt sich immer auf den Standpunkt nichts beweisen zu müssen, weil man ja sowieso nichts beweisen kann. Man versucht nur zu widerlegen. Das ist immer einfacher.

    Drittens ist es auch sehr vereinfachend alles als „Esoterik“ abzutun was man nicht glauben will. Da macht man dasselbe wie die Esoteriker – nur eben umgekehrt. Ganz sicher ist vieles Unsinn, aber das bedeutet nicht notwendigerweise, dass alles Unsinn sein muss.

    Mich würde dieser Selbstversuch interessieren, aber ich möchte kein Geld für dieses Buch ausgeben. Leider habe ich nur eine kurze Beschreibung im Internet gefunden. Und sehen sie – mit solchen Büchern ist es genauso wie mit den esoterischen Büchern. Sie werden von den „Gläubigen“ gelesen. Somit bewirken sie nichts. Ein überzeugter „Esoteriker“ wird es nicht lesen. Jemand der sich nur wenig für Esoterik interessiert auch nicht. Man schreibt immer nur fürs „dankbare“ Publikum, so ist der Mensch eben. Nur ganz wenige Menschen machen sich die Mühe etwas zu lesen was sie nicht glauben wollen. Noch dazu wenn es Geld kostet. Mit solchen Büchern betreibt man keine „Aufklärung“, man macht ein Geschäft damit; denn nur die eigene Klientel liest es – um sich wieder einmal davon überzeugen zu lassen, auf dem richtigen Weg zu sein. Genauso geht es den Leuten die an esoterischen Unsinn glauben. Nur eben mit anderen „genehmen“ Büchern.

  4. @susanne:

    Nur wenige esoterische Praktiken haben etwas mit „Glauben“ zu tun.

    Auch Reinkarnation wird von den Anhängern als beweisbare Tatsache hingestellt.

    Die Eigenart von Tatsachenbehauptungen ist aber nun mal, dass man sie überprüfen kann – und das tun Skeptiker (a).

    < < Mich würde dieser Selbstversuch interessieren. << Dieser Selbstversuch ist nicht der erste dieser Art (b): https://blog.gwup.net/2010/08/08/mein-erstes-leben-die-rtl-nonsens-show/

    https://blog.gwup.net/2012/10/04/ein-tag-als-medium/

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