Pro und Contra in der „Zeit“: Sollen Krankenkassen Homöopathie bezahlen?

Pro und Contra in der Zeit:

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Bemerkenswert:

Auch der “Pro”-Part (Harro Albrecht) ist keineswegs Homöopathie-gläubig, sondern plädiert aus rein pragmatischen Gründen für eine Kostenübernahme:

Der behandelnde Arzt mag zwar nicht an die spezifische Wirkung glauben, dafür aber um den machtvollen Placeboeffekt wissen. Im Sprechzimmer treffen sich also zwei, die sich positiv gestimmt aufeinander einlassen. Diese magische Konstellation kann wunderbar funktionieren.

Wie viel anders ist es, wenn ein misstrauischer Patient auf einen Arzt trifft, der – wissenschaftlich ehrlich – alle möglichen Nebenwirkungen eines Wirkstoffs verliest! Das Risiko, dass der Patient die Tabletten vor lauter Angst gar nicht erst einnimmt, ist erheblich.”

albn

Dem widerspricht Josephina Maier:

Der aufgeklärte Patient braucht gar keinen Hokuspokus, um vom Placeboeffekt profitieren zu können. Er kann bewusst alle Rituale einsetzen, die ihm helfen, eine positive Erwartungshaltung zu entwickeln. In Absprache mit seinem Arzt – aber auf Augenhöhe.”

Zum Weiterlesen:

  • Sollen Krankenkassen Homöopathie bezahlen? Zeit-Online am 30. März 2017
  • Mit Homöopathie auf Kundenfang, GWUP-Blog am 23. März 2017
  • Was Homöopathen zu wissen glauben, mikka luster am 3. Januar 2017
  • Millionen für Placebos, Zeit-Online am 29. Dezember 2016

6 Kommentare zu “Pro und Contra in der „Zeit“: Sollen Krankenkassen Homöopathie bezahlen?”


  1. 1 crazyfrog 2. April 2017 um 15:13

    Ebenso wie Chemtrail-Fans glauben auch Homöopathiegläubige jeden Aprilscherz:

    https://abload.de/img/1.april96o9k.png

  2. 2 crazyfrog 2. April 2017 um 15:39

    Bravo!

    “Was tut die Komplementärmedizin zur Sache? Nehmen wir die Reha. Hier fühlen sich viele Patienten gut aufgefangen. All die Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden behandeln den Patienten zugewandt Hand in Hand mit Pflege und Ärzteschaft. Sie machen also genau das, was die Komplementärmedizin behauptet zu machen. Das ist eine Frage der Menschen, nicht von Methoden mit zweifelhaftem Effekt.”

    https://www.srf.ch/news/panorama/humbug-oder-heilungschance

  3. 3 Mike1978 3. April 2017 um 14:31

    Vor allem ist das “ganzheitliche” geblubbere reine Marketing-Masche. Also… abgesehen davon, das der Mist sowieso nicht funktioniert.

    Da werden wahllos Symptome zusammengefasst. Da wird der Husten mit Auswurf immer gleich behandelt, egal ob die Ursache ein bakterieller Infekt oder ein Lungentumor ist. Wie das eine ganzheitliche Ursachenbekämpfung sein soll ist mir schleierhaft. Homöopathie basiert im Kern auf stumpfem bekämpfen von Symptomen statt Ursachen, wobei der “Schulmedizin” genau das angekreidet wird, da hilft es auch nicht wenn stundenlang mit dem Patienten das Symptom analysiert wird um das angeblich persönliche Mittel zu finden.

    Die Diskussionspartner gehen vom Idealfall aus, nämlich das Ärzte in die alternative Schublade greifen. Die haben die entsprechende Qualifikation die korrekte Diagnose zu stellen, verschleppen von notwendigen “schulmedizinischen” Behandlungen sollte man daher in großem Maßstab nicht befürchten müssen. Bei Heilpraktikern sieht die Sache anders aus, da ist die mangelnde Fachkompetenz systembedingt und liegt nicht lediglich am Versagen der Qualitätskontrolle.

    Vielleicht ist es tatsächlich manchmal sinnvoll, einem Patienten ein Placebo zu verschreiben. Das sollte durchaus im Bereich der Therapiefreiheit liegen. Aber meiner Meinung nach sollte man das nicht als Begründung nehmen, um Quacksalberei einen medizinischen Anstrich zu geben und magisches Denken zu fördern. Es scheint sich niemand zu fragen, ob Homöopathie nicht die Einstiegsdroge in die kunterbunte Welt der Esoterik ist.

    Alternativer Vorschlag: Dem Arzt die Möglichkeit geben ein Patientengespräch vernünftig abzurechnen. Mir als Patienten gibt das auch ein gutes Gefühl. Ganz ohne Esoterik.

  4. 4 GAST 4. April 2017 um 03:55

    keine Beachtung von Euch? Für mich auch eine Bestätigung, die meisten Veganer sind übelste Esoteriker!

    I. In der Kategorie „Verschwörungstheorien allgemein“ gewann Ernst Köwing alias „Der Honigmann“. Über seinen Blog „Der Honigmann sagt…“ verbreitet er rechtsgesinnte Artikel. Zudem glaubt er an eine globale Verschwörung und zweifelt die Legitimität von Staaten an.
    II. Die Kategorie „Politik“ konnte Dennis Schulz für sich entscheiden. Auf seinem Youtube-Kanal „The True Association“ vertrat er offen seine rassistische Meinung. Youtube hat ihn inzwischen gesperrt.
    III. Das „Compact Magazin“ gewann in der Kategorie „Medien und Blogs“. Es richtet sich gegen die Massenmedien, verbreitet antisemitische und rechtspopulitische Verschwörungen.
    IV. Die Kategorie „Medizin & Wissenschaften“ geht an den Blog „Bewusst Vegan Froh“, der gegen die Pharmaindustrie hetzt und Esoterik propagiert.
    V. Der Astrologie-Sender „Astro TV“ siegte in der Kategorie „Esoterik“. Seit 2004 können sich Anrufer live die Karten legen, die Zukunft lesen und vor allem das Geld aus der Tasche ziehen lassen.
    https://www.welt.de/kmpkt/article159186447/Die-fuenf-wildesten-Verschwoerungstheorien-des-Jahres.html

  5. 5 Henk van Steegen 7. Mai 2017 um 08:58

    Gibt es bei der anstehenden Sozialwahl 2017 eigentlich Listen die sich klar für oder gegen die Finanzierung von Quacksalberei aussprechen? Das wäre interessant für die Wahl-Entscheidung…

  6. 6 Bernd Harder 7. Mai 2017 um 09:02

NEU: Skeptiker1/2017

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