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Verschwörung & Fakten über Precht: „Schwurbel-Philosoph?“

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Vor Corona talkte Richard David Precht über Verschwörungstheorien, zum Beispiel mit Harald Lesch. Der Erkenntnisgewinn hielt sich indes damals schon „in Grenzen“, wie wir 2018 hier schrieben.

Während Corona geriet Precht dann selbst unter „Querdenker“-Verdacht, was in unserem Blog kontrovers diskutiert wurde. Auch in der Ukraine-Krise vertritt der Schriftsteller und Philosoph einen umstrittenen Standpunkt.

Verschwörung & Fakten hat jetzt ein Video zu Precht veröffentlicht:

Gleich zu Beginn weist V&F darauf hin, dass Precht „ein Medienphänomen und kein Wissenschaftler ist“.

Der „Vorzeige-Intellektuelle“ (The European) sei zudem nicht wirklich ein Verschwörungstheoretiker, aber er nehme in manchen Debatten durchaus die Grundattitüde eines Verschwörungstheoretikers ein und komme damit „der Schwurbelei ziemlich nahe“:

Da der Germanist Precht nicht ausreichend starke Argumente für seine gefühlten Standpunkte hat, verlagert er die Diskussion ins Postfaktische. Das hat den Zweck, von seinen schwachen Argumenten abzulenken und gleichsam die Position nicht räumen zu müssen.

Zum Weiterlesen:

  • Sinans Woche: „Richard David Precht jetzt Querdenker?“ GWUP-Blog am 6. November 2021
  • Karl Lauterbach rechnet mit Wagenknecht und Precht ab, Welt am 4. November 2021
  • Verschwörungstheorien: Lesch-/ Precht-Nachklapp und das Analogieschluss-Argument, GWUP-Blog am 15. April 2018
  • Video: „Verschwörungstheorien“ mit Precht und Lesch, GWUP-Blog am 13. April 2018
  • Debatte um Corona-Aussagen: Precht und Lanz stecken die Köpfe in den Sand – und verpassen eine einmalige Chance, stern.de am 5. November 2021
  • Ist Richard David Precht ein Querdenker? So reagiert er auf die Vorwürfe, Frankfurter Rundschau am 30. November 2021
  • Warum haben Sie das gesagt, Herr Precht? Zeit-Online am 17. November 2021

7 Kommentare

  1. Gleich zu Beginn weist V&F darauf hin, dass Precht „ein Medienphänomen und kein Wissenschaftler ist“.

    Das ist nun nichts wirklich Neues. Ich habe schon vor mehreren Jahren gelesen, dass Precht in der philosophischen Fachwelt keine Rolle spielt.

    Precht ist telegen. Er kann labern. Er schreibt populärwissenschaftliche Bücher so, dass sie auch ein(e) unbeleckte(r) Otto oder Anna Normalverbraucher verstehen zu glaubt, und landet damit ständig an der Spitze der Büchercharts. Er wird von den Medien und Medienschaffenden hofiert (siehe Markus Lanz).

    Viel heiße Luft, aber wenig echte Substanz.

    Übrigens: Das Buch „Die vierte Gewalt“, welches Precht demnächst mit einem anderen Medienstar, Harald Welzer, veröffentlichen will, erfährt schon ersten Gegenwind.

    https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/buchautoren-ueben-scharfe-kritik-precht-und-welzer-sehen-medien-als-selbstgleichgeschaltet/28492708.html

  2. Sicher kann man über die Grenzziehung, ob Precht nun der „Schwurbelszene“ zuzurechnen ist oder nicht, trefflich diskutieren.

    Aus meiner Sicht reicht es aber völlig aus, ihn wegen seiner indifferenten Selbstbespiegelungsphilosophie als Diskurspartner nicht allzu ernst zu nehmen.

  3. eigentlich hatte ich Precht wegen seiner Laberei nie ernst genommen, und lege ihn inzwischen wegen seiner Ähnlichkeit mit Ganser (beantwortung von Fragen die niemand gestellt hat, da sie niemand interessieren, und Fragen, die schon x-mal beantwortet sind) in der Schublade uninteressante kuriose Schaumschläger ab.

  4. Noch eine mal Samira El Ouassil und Friedenann Karigs Podcast ausgehend vom 2. offenen Brief – und folgendem – eine gute Zusammenfassung aller Gegenargumente zum Brief insbesondere zur Täteropferumkehr (in einigen Talkshows angeführt)

    https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9waXJhdGVuc2VuZGVycG93ZXJwbGF5LnBvZGlnZWUuaW8vZmVlZC9tcDM/episode/ODk2Njc1MTA4YmMxNDc4MTAzNTcyYzA2YjAyNzRjNzM

  5. Er trendet mal wieder:

    „Nichts charakterisiert für mich #Precht so gut wie „Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit in jedem denkbaren Problemfeld“

    https://twitter.com/wenig_worte/status/1546962977257029632

  6. In der Regel versammelt Markus Lanz Menschen mit geopolitischer Kompetenz. Diesmal schwadronierten zwei Männer in weit geöffneten braunen Hemden über dies und jenes.

    https://www.berliner-zeitung.de/open-mind/philosoph-precht-bei-markus-lanz-wir-begehen-genozid-in-afrika-li.246101

    Lanz und Precht geraten beim Ukraine-Talk erbittert aneinander

    https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_92357686/-markus-lanz-beim-thema-ukraine-geraten-precht-und-lanz-aneinander.html

  7. „Precht spricht seit Jahren gefühlt über alles und immer auf die gleiche Weise. Er äußert dabei durchaus richtige Dinge zum Beispiel zum Thema Schulsystem und Arbeitswelt, dafür aber auch immer wieder unbelegte Meinungen über Coronaimpfungen und künstliche Intelligenz, die er als Fakten verkauft. In allen diesen Fällen argumentiert Precht jedoch aus dem Sandkasten heraus, wie es Armin Nassehi kürzlich in einem Kommentar zu dem letzten offenen Brief zum Krieg gegen die Ukraine genannt hat.

    Prechts Entwürfe von Zukunft und seine Visionen gründen auf Gedankenkonstrukten, die im Labor unter Idealbedingungen oder eben im Sandkasten entworfen werden und die dadurch leicht nachvollziehbar und logisch sind. Damit ignoriert er ebenso wie Somuncu realweltliche Faktoren, die man in der Theorie auch getrost ignorieren kann, weil man dort seine eigenen Umstände konstruieren kann.“

    https://www.54books.de/virale-welterklaerer-die-rhetorik-von-richard-david-precht-und-serdar-somuncu/

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