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Die Ufo-Videos der US-Navy sind echt – und jetzt?

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Nachdem sich der „Sturm auf Area 51“ als laues Lüftchen herausstellte, richtet sich der Fokus wieder auf die Ufo-Filme der amerikanischen Marine.

Zuletzt Welt-Online berichtete im September darüber, dass „die US-Navy die in diesen Videos dargestellten Phänomene als nicht identifizierbar“ betrachte:

Worum geht es überhaupt?

Am 16. Dezember 2017 schrieben die New York Times und das Politico-Magazin erstmals über das geheime und vom Pentagon aus „black budgets“ finanzierte „Advanced Aerospace Threat Identification Program“ (AATIP), bei dem es sechs Jahre lang (von 2007 bis 2012) darum gegangen sei, „unidentified flying objects“ zu untersuchen.

Experten wie der Astronom Seth Shostak vom SETI-Institute konnten indes die Aufregung von Anfang an nicht nachvollziehen:

Denn schließlich stellte man das Projekt bald wieder ein, wie der Pentagon-Sprecher Thomas Crosson erklärte:

Damals wurde entschieden, dass es andere Angelegenheiten von höherer Dringlichkeit gebe, die finanziert werden sollten, und dass es im Interesse des Verteidigungsministeriums lag, hier eine Veränderung herbeizuführen.

Parallel zu den Medienveröffentlichungen verbreitete eine private Organisation namens „To The Stars – Academy of Arts & Science“ (ihr gehören zum Beispiel der von der Existenz außerirdischer Flugobjekte überzeugte ehemalige AATIP-Leiter Luis Elizondo und der Parapsychologe und „Star Gate“-Protagonist Hal Puthoff an) zuerst zwei, mittlerweile drei nicht freigegebene Infrarot-Videos von den Zielerfassungssystemen verschiedener Navy-Kampfjets als „starke Beweise für nicht identifizierte Aktivitäten im Luftraum“, nämlich:

Mick West von Metabunk schrieb dazu (Übersetzung von ufo-information.de):

Gimbal ist eine untertassenförmige Infrarotblendung. Sie dreht sich, weil sich die Kamera dreht, um der Kardanverriegelung entgegenzuwirken. Wir können dies beweisen, weil es andere Lichtmuster am Himmel gibt, die sich drehen, während sich die Blendung dreht. Das Video stimmt mit einem mehrere Meilen entfernten Düsentriebwerk überein. Es hat keine plötzliche Beschleunigung.

Dazu Mick West/ufo-information):

Flir1 (auch Nimitz oder TicTac genannt) ist ein unscharfer Fleck in der Ferne. Er bewegt sich nicht (obwohl es herumspringt, wenn die Kamera die Zoomeinstellungen ändert oder eine Korrektur der Kardansperre vornimmt). Es sieht so aus, als würde er am Ende endgültig „mit hoher Geschwindigkeit wegflitzen“, aber es ist eigentlich nur die Kamera, die das Objekt nicht mehr verfolgt, kombiniert mit einer Änderung des Zooms, die den Eindruck von Geschwindigkeit erweckt.

Dazu Mick West/ufo-information:

Go Fast sieht wie ein kühles Objekt aus, das sich schnell über die Meeresoberfläche bewegt. Winkel und Bereich auf dem Bildschirm ermöglichen es uns jedoch, die Position und Geschwindigkeit des Objekts zu triangulieren. Es stellt sich heraus, dass es sich tatsächlich ziemlich langsam bewegt (unter 50 Knoten) und ziemlich hoch ist (13.000 Fuß). Es beschleunigt überhaupt nicht. Tatsächlich ähnelt es am ehesten einem Ballon oder möglicherweise sogar einem großen gleitenden Vogel.

Auch der CSI-Researcher Joe Nickell hat sich mit dem „USS Nimitz Ufo incident“ (Flir1) beschäftigt und ihn als „A Comedy of Errors“ bezeichnet, mit einer Aufklärungsdrohne als wahrscheinlichem Stimulus (dem widersprechen allerdings beteiligte Militärs).

Ufo-Information brachte bezüglich des Flir1-/Nimitz-/TicTac-Videos eine deutsche Filmproduktionsfirma als potenziellen Urheber ins Spiel (wir berichteten). Laut ufo-information ist diese Verbindung „noch nicht geklärt“, grenzwissenschaft-aktuell nennt diese „vermeintliche Spur“ eine „rätselhafte Sackgasse“.

Wie auch immer: Am 26. Mai 2019 folgte ein weiterer Artikel in der New York Times, von denselben Autoren wie zwei Jahre zuvor:

Darin berichteten erneut Piloten der US-Navy von Sichtungen und Nahbegegnungen mit unidentifizierten Flugobjekten. Ufo-Information merkte zu der Veröffentlichung an:

Der aufmerksame Leser dürfte sich jetzt zu Recht fragen, wenn dort angeblich über etwa ein dreiviertel Jahr unbekannte Objekte „fast täglich“ gesehen wurden und „12 Stunden“ am Himmel herumflogen, warum gibt es dann keine eindeutigen Sachbeweise in Form von Fotos, Videos oder instrumenteller Aufzeichnungen, die alle Zweifel an ihrem Aussehen und ihrem Flugverhalten beseitigen?

Dafür werden wiederholt lediglich die von der „To The Stars Academy“ (TTSA) immer wieder beworbenen selben Infrarotvideos gezeigt, die jedoch mit diesen Vorfällen keinerlei Verbindung haben. Keiner der beteiligten Piloten gab an, an diesen Videoaufnahmen beteiligt gewesen zu sein […]

Von einer Aussage abgesehen, haben die Navy-Piloten offenbar selber nie etwas mit bloßem Auge gesehen, sondern es gab lediglich Radarkontakte. Wenn die Piloten versuchten, sich den Positionen der Objekte zu nähern, war jedoch nichts zu sehen. Nichts Unbekanntes bei vielen früheren Radarkontakt-Fällen. Entweder waren die Ziele sehr klein, dass sie nicht mit bloßem Auge gesehen wurden, oder es war etwas ganz anderes.

Also eigentlich nicht weiter der Rede wert – wenn nicht einen Monat davor die US-Navy „neue Richtlinien für Begegnungen mit nicht identifizierten Luftfahrzeugen“ (unidentified aircraft) entworfen hätte. Jetzt waren Ufo-Fans wie Ufo-Skeptiker kaum mehr zu halten, wie man exemplarisch an dem Spiegel-Redakteur Marco Evers und dem „Exopolitik“-Koordinator Robert Fleischer beobachten konnte:

Evers illustrierte seinen durchaus sachlichen Kommentar (Print und Video) über den Ufo-Enthusismus der New York Times mit leicht aufzuklärender Internet-Footage und verwarf dabei die ETH (Extraterrestrial hypothesis) vollständig, woraufhin Fleischer ihm in recht geharnischter Manier „Ahnungslosigkeit“ vorwarf („Es existieren neben der ETH, der außerirdischen Hypothese, immerhin noch ein paar andere“) – um am Ende aber doch wieder zwanghaft bei seinen Außerirdischen zu landen.

Mitte September posaunten dann Welt, n-tv, tz, Bild, Stern, RTL und viele andere Medien die vermeintliche Sensation hinaus:

Äh ja – die „Echtheit“ war ja überwiegend auch gar nicht bestritten worden. Sondern die Frage ist, was diese Aufnahmen zeigen.

Also was hat es letztendlich mit den „new guidelines“ und dem Interesse der US-Navy an „Ufos“ auf sich? Ufo-Information erklärt, dass es im Grunde um eine simple Angelegenheit geht – nämlich um „nicht autorisiertes Eindringen in den Luftraum“ (von möglicherweise hochmodernen Fluggeräten) und um den Umgang mit solchen Luftraumverletzungen:

Insofern sind diese neuen Navy-Richtlinien eher als verbesserte taktische Einsatzregeln zu sehen, als ein neues UFO-Reporting.

Und das ist auch der Hintergrund der „Echtheits“-Anerkennung der drei „To The Stars Academy“-Videos. Was immer sie auch zeigen wird als „unidentifizierte Phänomene im Luftraum“ betrachtet, sogenannte UAPs (Unidentified Aerial Phenomena):

Die Terminologie „Unidentified Aerial Phenomena“ wird verwendet, da sie die grundlegende Beschreibung für die Sichtungen/Beobachtungen von nicht autorisierten/unidentifizierten Flugzeugen/Objekten darstellt, die beim Eintritt in den bzw. bei der Operation im Luftraum verschiedener militärisch kontrollierter Trainingsbereiche beobachtet wurden.

Das bestätigt auch der Marine-Sprecher Joseph Gradisher in einer Stellungnahme für einen schwedischen Ufo-Forscher, die grenzwissenschaft-aktuell veröffentlicht hat:

Die aktualisierten Meldeverfahren und Kongress-Briefings sind eine Reaktion auf Meldungen über Einfälle von nicht identifizierten Luftphänomenen in unsere Truppenübungsplätzen und Einflussbereichen.

Wie ich bereits in den Nachrichtenmedien zu Fragen festgestellt habe: In den letzten Jahren gab es eine Reihe von Berichten über nicht autorisierte und/oder nicht identifizierte Flugzeuge, die in verschiedene vom Militär kontrollierte Trainingsbereiche und ausgewiesene Lufträume einfliegen. Die Marine und die USAF (Air Force) nehmen diese Berichte sehr ernst und untersuchen jeden einzelnen Bericht. Jeder Eingriff in unsere Trainingsbereiche durch identifizierte oder nicht identifizierte Flugzeuge ist aus Sicherheitsgründen problematisch. Die Sicherheit unserer Besatzungen steht an erster Stelle. Nicht autorisierte und nicht identifizierte Flugzeuge gefährden die Flugsicherheit.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass wir die Sicherheit unserer Abläufe gewährleisten. Unsere Flieger trainieren im Kampf. Alle Eingriffe, die die Sicherheit unserer Operationen, Taktiken oder Verfahren beeinträchtigen könnten, sind von großer Bedeutung. Im Rahmen dieser Bemühungen hat die Marine den (Melde-)Prozess aktualisiert und formalisiert, mit dem Meldungen über solche mutmaßlichen Übergriffe an die zuständigen Behörden erfolgen können.

Zu den Videos selbst gab Gradisher keine Erklärung ab:

Weder die Navy noch eine andere DoD-Komponente [Department of Defense] hat öffentlich Charakterisierungen, Beschreibungen, Hypothesen oder Schlussfolgerungen in Bezug auf die in den genannten Videos enthaltenen Objekte veröffentlicht […] Da die Untersuchung der UAP-Sichtungen noch nicht abgeschlossen ist, werden keine individuellen Sichtungsberichte/Beobachtungen öffentlich diskutiert.

Also die gewohnte Geheimniskrämerei, die darauf schließen lässt, dass es – wie bei allen „Ufo-Akten“, die immer wieder Schlagzeilen machen – um Militärisches geht. Nicht um Aliens.

Zum Weiterlesen:

  • US-Navy beantwortet umfangreichen Fragenkatalog von UFO-Forschern über UFOs und UAPs, grenzwissenschaft-aktuell am 23. September 2019
  • Beginnt die UFO-Disclosure in den USA? Titelstory der “New York Times” über das geheime UFO-Forschungsprogramm des Pentagons, grenzwissenschaft-aktuell am 17. Dezember 2017
  • US-Navy bestätigt erstmals Authentizität der veröffentlichten UFO-Videos, grenzwissenschaft-aktuell am 10. September 2019
  • Navy bestätigt Echtheit von Ufo-Videos, ufo-information
  • Warum sich Pentagon und Navy für Ufos interessieren, ufo-information
  • Gibt das Pentagon Ufo-Untersuchung zu? ufo-information
  • Navy Ufos oder was sonst? ufo-information
  • Ufo-Reporting bei der Navy? ufo-information
  • Ufo-Akten im Pentagon? ufo-information
  • Nicht so wirklich geheim, die Ufo-Akten des Project Bluebook, GWUP-Blog am 22. Januar 2015
  • „Mysterious Ufo“ in US-Akten aus deutschem Filmstudio? GWUP-Blog am 27. Dezember 2017
  • The Pentagon Ran a Secret Program to Find UFOs. Should We Expect Aliens? futurism am 19. Dezember 2017
  • Exopolitik: ET, bring uns mehr Demokratie! Skeptiker 2/2014

10 Kommentare

  1. Ich finde das Thema aus einem ganz anderen Grund spannend: Nämlich wegen der schwarzen Kassen, der Einflußnahme bestimmter Politiker auf das Thema und das ganze in Verbindung mit offenbaren Geschäftsinteressen Dritter, die an diesem Projekt beteiligt waren. Und darum ging es auch der NYT und Politico. Daß dies in den Hintergrund getreten ist, kann nur hilfreich für die Verantwortlichen dieser Praktiken sein. Aber letztlich handelt es sich um ein innenpolitisches Problem der USA, insofern ist es mir recht wurst, wo die ihre Gelder ohne Budgetkotrolle verbraten – Hauptsache, es passiert nicht mit meinen Steuern.

  2. Das daran beteiligte Militär Personal widerspricht ja Ihren und Herrn Evers Erklärungen zu dem Nimitz Vorfall:
    https://www.youtube.com/watch?v=jCaruUtiPHo
    https://www.youtube.com/watch?v=PnvA5WZ1QV4
    https://www.youtube.com/watch?v=kycZgGc-Yec
    https://www.youtube.com/watch?v=4YhlvUg2yk4
    Man sollte sich auch wundern, falls sich das alles so einfach erklären ließe, warum es dazu aktuell Anhörungen im US Congress gab:
    https://www.youtube.com/watch?v=2F_EF8kcEKw
    https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/weitere-us-senatoren-erhalten-geheime-ufo-briefings-durch-us-navy-und-geheimdienste20190622/
    https://www.politico.com/story/2019/09/06/navy-withholding-ufo-sightings-1698396

    Natürlich muss es sich jetzt nicht zwingend um Außerirdische handeln. Es könnte sich auch um eine neue russische oder chinesische Technologie handeln. Aber das es sich um Vögel, Ballons, kosmische Störungen oder ähnliches handelt, halte ich für ausgeschlossen.

  3. @M. Winter:

    Das daran beteiligte Militär Personal widerspricht ja Ihren und Herrn Evers Erklärungen zu dem Nimitz Vorfall:

    Soweit ich sehe, haben wir uns nicht auf eine „Erklärung“ festgelegt – außer dass es wohl um etwas „Militärisches“ geht.

    Und Herr Evers sagt im Grunde, dass nicht alles „Unbekannte“ etwas „Außerirdisches“ sein muss.

    Zu den Videos:

    Nun ja, warum sollten „To The Stars“ und die „Nimitz“-Leute in Videos etwas grundsätzlich Anderes aussagen als das, was sie bereits zu dem Vorfall gesagt haben? Wir schreiben ja oben, dass beteiligte Militärs z.B. der Erklärung „Drohne“ widersprochen haben.

    Weitere US-Senatoren erhalten geheime UFO-Briefings durch US-Navy und Geheimdienste

    Das klingt immer alles erst mal mega-geheimnisvoll – aber mehr als das steckt doch auch hier vermutlich nicht dahinter:

    “Sollten Navy-Piloten in der Luft unerklärten Störungen begegnen, so haben wir es hier mit einer Sicherheitsgefährdung zu tun und Senator Warner glaubt, dass wir diesen Vorgängen auf den Grund gehen müssen“,

    Was ja im Grunde auch Ihrer Vermutung („Es könnte sich auch um eine neue russische oder chinesische Technologie handeln.“) entspricht.

    Aber das es sich um Vögel, Ballons, kosmische Störungen oder ähnliches handelt, halte ich für ausgeschlossen.

    Für völlig ausgeschlossen würde ich es nicht halten – auch z.B. US-Präsidenten können sich täuschen (nicht vergleichbar, belegt aber die Unzulänglichkeit der menschlichen Sinneswahrnehmung auch bei völlig integren Personen):

    https://en.wikipedia.org/wiki/Jimmy_Carter_UFO_incident

    Und auch Radarspuren haben sich schon als alles Mögliche herausgestellt, siehe z.B. die „Ufo-Forschungsprinzipien“:

    Sobald am nächtlichen Himmel ein Licht auftaucht, das für ein UFO gehalten wird und einer Radarstation gemeldet wird, die daraufhin den Radarschirm nach einem unbekannten Objekt absucht, darf man mit fast absoluter Sicherheit davon ausgehen, dass ein solches „unbekanntes“ Objekt gefunden werden wird. Umgekehrt dürfte mit eben solcher Sicherheit ein UFO „gesichtet“ werden, wenn sich auf dem Radarschirm ein unbekanntes Objekt abzeichnet, das für ein UFO gehalten wird, und sich ein Beobachter daraufhin auf die Suche nach einem ungewöhnlichen Licht am Nachthimmel macht.

  4. Was man immer bei einigen UFO-Sichtungen liest, ist daß die UFOs sehr schnell beschleunigen und auch schnell die Richtung ändern können, aber was bedeutet schnell? – schnell bedeutet gar nichts, da die maximale Geschwindigkeit, die ein Objekt einnehmen kann, wäre annähernd Lichtgeschwindigkeit…sind wir großzügig und sagen, vielleicht 90%, aber dafür müßten enorme Energiemengen aufgebracht werden…aber gut, darauf will ich nicht herumreiten, aber was wären selbst 100% Lichtgeschwindigkeit? – Nichts…in den Weiten des Kosmos…nichts..einfach nur nichts…
    (von der Zeitdilatation ganz zu schweigen…)

  5. Sehr geehrter Herr Harder,

    ich freue mich, dass Sie dieses Thema aufgegriffen haben und möchte eine Sache anmerken:
    Der Leiter des ehemals geheimen UFO-Projekts AATIP im Pentagon, Luis Elizondo, sagt selbst, dass er und seine Kollegen der Meinung sind, dass hinter den von ihnen untersuchten Objekten irgendeine Intelligenz steckt. Zudem gelangt der Untersuchungsbericht zum Tic-Tac-Incident zu dem Schluss, dass diese Objekte keine geheime Technologie der USA oder irgendeines anderen Landes darstellen. https://www.exopolitik.org/exopolitik-und-ufos/exopolitik/1044-ufo-untersuchungsbericht-des-us-militaers-in-deutscher-uebersetzung

    Welche Hypothesen lässt dies nun über die Herkunft dieser Objekte zu? Finden Sie es wirklich „zwanghaft“, in diesem Zusammenhang die ETH in Betracht zu ziehen?

  6. @Robert Fleischer:

    Sorry, aber Ufo-Enthusiasten wie Luis Elizondo und Leslie Kean betrachte ich nicht als ernstzunehmende Quelle.

    Finden Sie es wirklich „zwanghaft“, in diesem Zusammenhang die ETH in Betracht zu ziehen?

    Zwanghaft finde ich, dass Sie Herrn Evers zunächst Unkenntnis vorwerfen: „Es existieren neben der ETH, der außerirdischen Hypothese, immerhin noch ein paar andere.“

    Und dann aber am Ende trotzdem wieder bei der ETH landen, ohne die „paar anderen“ Hypothesen selbst in Erwägung zu ziehen.

  7. @Bernd Harder:

    Ich verstehe Ihre Kritik nicht. Wo lande ich denn am Ende wieder bei der ETH? Gegen Ende meines Artikels heißt es: „Sowohl die Brasilianer (Offizielle UFO-Nacht) als auch die Franzosen (Cometa-Report) als auch Luis Elizondo selbst vermuten hinter dem UFO-Phänomen auf Grund der beobachteten Flugmanöver eine **wie auch immer geartete Intelligenz**.“ https://www.exopolitik.org/exopolitik-und-ufos/exopolitik/1062-der-spiegel-und-die-ufos-gedruckte-ahnungslosigkeit-

    Wenn Sie den DIA-Mitarbeiter Luis Elizondo, der jahrelang dieses UFO-Projekt geleitet hat, als „UFO-Enthusiasten“ bezeichnen, dann nennen Sie wohl auch jeden Polizisten einen „Verbrechens-Enthusiasten“. Und wie steht es mit den Militärs in den anderen Ländern? Wollen Sie die auch alle als „UFO-Enthusiasten“ bezeichnen?

  8. @Robert Fleischer:

    Gegen Ende meines Artikels heißt es

    Nein, am Ende Ihres Artikels heißt es:

    Und nachdem die Amerikaner UFOs jahrzehntelang lächerlich gemacht und abgestritten haben, beginnen sie nun damit, die seltsamen Flugobjekte wieder salonfähig zu machen und ihnen ein gewisses Bedrohungspotenzial zuzuschreiben – just zu einem Zeitpunkt, als US-Präsident Trump angekündigt hat, künftig mit seiner „Space Force“ gegen Bedrohungen im All vorgehen zu wollen.

    Trump hat damit wohl lediglich eine „amerikanische Vorherrschaft im Weltraum“ gemeint, gegenüber Russland und China, aber Sie verknüpfen das mit „seltsamen Flugobjekten“, womit Sie offenkundig wieder bei der ETH landen.

    Und wie steht es mit den Militärs in den anderen Ländern? Wollen Sie die auch alle als „UFO-Enthusiasten“ bezeichnen?

    Durchaus nicht. Es kommt auf die Grundhaltung an, mit der man an diese Phänomene herangeht. Und da lässt Herr Elizondo keine Zweifel daran, wonach er bei seiner Tätigkeit sucht, nämlich nach Ufos im Sinne der ETH.

    Als auch Luis Elizondo selbst vermuten hinter dem UFO-Phänomen auf Grund der beobachteten Flugmanöver eine **wie auch immer geartete Intelligenz*

    Ja klar – die übliche „Nein, aber …“-Argumentation:

    „Elizondo betonte in Interviews, dass er nicht wisse, ob diese Fluggeräte aus dem All stammten. Doch er sagt auch, dass mit höchster Wahrscheinlichkeit keine Nation über solch bahnbrechende Technologien verfüge – auch China und Russland nicht.“

    Dazu z.B. Seth Shostak: „In einem der Videos ist dieses helle Objekt zu sehen, das sich dreht. Ich fragte einen früheren Militärpiloten, was er davon halte. Er sagte mir, dass es bloss ein Jet sein könnte, und dass das leuchtende Ding der Austrittsstrahl der Düse ist. Ich weiss nicht, ob er recht hat», so Shostak, «aber es wäre sicher plausibler als die Alien-Erklärung“.

    Und auf Ihrer eigenen Seite schreiben Sie über Elizondo:

    Intelligent gesteuerte Flugobjekte unbekannter Art und Herkunft besuchen die Erde und ihre Flugeigenschaften sind den irdischen Technologien weit überlegen, sagt der frühere Leiter des geheimen UFO-Forschungsprogramms AATIP im Pentagon, Luis Elizondo.

    Und jetzt lassen Sie uns das Ganze bitte beenden, denn Sie wissen, dass wir an diesem Punkt nicht zusammenkommen.

    Zumal Sie sich selbst widersprechen:

    Wo lande ich denn am Ende wieder bei der ETH?

    vs.

    Finden Sie es wirklich „zwanghaft“, in diesem Zusammenhang die ETH in Betracht zu ziehen?

  9. Da hab ich letztens noch beim Bier erzählt, dass der Glaube an Aliens im Zusammenhang mit UFOs sowas von tot ist. Jahrzehntelange Fälle und Untersuchungen und rausgekommen ist nichts.Siehe das Cenap Archiv https://blog.gwup.net/2018/12/11/deutschlands-groesstes-ufo-archiv-ist-jetzt-online/. Nicht mal die Reste eines Alien-Zigarettenanzünders aus einem abgestürzten UFO.

    Was für eine Verschwendung von Zeit und Geld. Wie sagte Carl Sagan sinngemäss: man soll seinen Kopf offen lassen für Neues, aber nicht so offen, dass das Gehirn rausfällt.

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