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Klimawandelleugner: „Bullshit- Bingo“ und eine „Handreichung zum Argumentieren“

| 155 Kommentare

Achse des Guten schnappt mal wieder nach jedem Fitzelchen, das geeignet erscheint, die Klimakrise zu leugnen oder stark zu relativieren – diesmal ist es eine Nature-Studie, die für die nächste Zeit (2020 bis 2055) eine Phase verringerter Sonneneinstrahlung voraussagt, die dazu führen soll, dass die Erde sich „erheblich“ abkühlt.

Allerdings machte dieses sogenannte Maunder-Minimum bereits 2013 Schlagzeilen (zum Beispiel in der Irish Times und in der dänischen Zeitung Jyllands-Posten), ist also weder neu noch originell.

Experten gehen davon aus, dass eine Ruhephase der Sonnenaktivität den Klimawandel allenfalls um 0,06 bis 0,3 Grad Celsius dämpfen könnte – und auch das erst im nächsten Jahrhundert:

Eine abnehmende Sonnenaktivität in den kommenden Jahrzehnten wird also, selbst wenn sie extrem ausfällt, nur sehr, sehr wenig an der menschengemachten Erderwärmung ändern.

Oder:

A grand solar minimum would barely make a dent in human-caused global warming.

Angesichts aktueller Erhebungen, nach denen Klimaleugnern immer noch eine höhere Medienpräsenz zuteil wird als Klimaforschern, hat der Volksverpetzer ein „Klimawandelleugner Bullshit-Bingo“ mit 15 Feldern veröffentlicht, von „Es ist gar nicht wärmer geworden“ bis „Ihr wollt alles verbieten!“

Auch bei klimafakten.de gibt’s eine neue „Handreichung zum konstruktiven Argumentieren in den sozialen Netzwerken“.

Auf einem Poster im Format A1 hat [die Tropenwald-Stiftung Oro Verde in Bonn] eine kleine Anleitung fürs Agieren in Sozialen Netzwerken zusammengestellt. Aus einer längeren Beobachtung von Facebook-Debatten und dem allgemeinen Kommentier-Verhalten wurden erst typische Argumentationsmuster bei umwelt- und klimapolitischen Debatten herausgearbeitet, sowohl von Kritikern einer nachhaltigen Politik wie auch von deren Befürwortern.

Sodann haben die Oro-Verde-Leute elf Reaktionsmuster identifiziert: zum Beispiel Beleidigung, Ablenkung, Gleichgültigkeit, Übertreibung, Widerstand und einige andere.

Eine kostenlose Handreichung zur Klimakommunikation („Das Klima zum Thema machen – so geht’s“) vom Bundesverband Klimaschutz und Klimafakten kann man hier downloaden.

Zum Weiterlesen:

  • A grand solar minimum would barely make a dent in human-caused global warming, skeptical science am 10. Januar 2018
  • Behauptung: „Wegen sinkender Sonnenaktivität wird der Klimawandel demnächst pausieren“, klimafakten im Juli 2014
  • Die 15 häufigsten Argumente von Klimawandelleugnern – Bullshitbingo, volksverpetzer am 14. August 2019
  • Online-Debatten auf Facebook & Co.: Eine Handreichung zu konstruktivem Argumentieren, klimafakten am 25. Juli 2019
  • Hitze, Brände, Kachelmann, klimalounge am 13. August 2019
  • Klimaleugner werden häufiger zitiert als Klimaforscher, Zeit-Online am 14. August 2019
  • Youtube: „Die Klimaleugner sind gut organisiert“, Zeit-Online am 5. August 2019
  • „Unverhältnismäßige“ Medienpräsenz, solarify am 15. August 2019
  • „Terra X“-Video: Missverständnisse zum Klimawandel aufgeklärt, GWUP-Blog am 2. August 2019
  • Empiricism and Dogma: Why Left and Right Can’t Agree on Climate Change, quilette am 30. Juli 2019
  • Klima: Medien verführen mit Wortwahl zu passivem Verhalten, infosperber am 14. August 2019

155 Kommentare

  1. https://www.deutschlandfunk.de/klimaschutz-auf-flugreisen-in-europa-zu-verzichten-ist.769.de.html?dram:article_id=456436

    Die Podcast ist wenigsten faktenreich, behauptet die GWUP und Natalie Grams nicht auch man müsse Plastiktüten abschaffen und unser Plastik aus Deutschland würde in den Weltmeeren.

    Fakten?

  2. @Gast hier:

    „behauptet die GWUP und Natalie Grams nicht auch man müsse Plastiktüten abschaffen“

    Nicht dass ich wüsste.

  3. Die Achse des Guten kann man getrost in die Tonne treten. Ein Großteil der Hauptautoren (m/w) gehört, etwas platt gesagt, in die Gruppe der Rechtspopulisten, Polemiker, Relativierer, Leugner, Nationalromantiker.

  4. Beim Bingo haben sich leider Aussagen eingeschlichen, die den Klimawandel gar nicht leugnen, auch nicht, dass er menschenverursacht ist. Irgendwie greift diese Neigung zum Pauschalisieren leider in der Klimaschutzbewegung immer weiter um sich.

  5. @noch’n Flo:

    Es gibt noch einen dritten Typus von „Klimaskeptikern“, der versucht, die Folgen der Erwärmung herunterzuspielen.

    Darunter fällt für Rahmstorf z.B. der ansonsten von uns eigentlich sehr geschätzte Jörg Kachelmann (s. obigen Link zu klimalounge in „Zum Weiterlesen“).

  6. @Gast hier
    Herr Weimann irrt sich übrigens was die Einbeziehung des Flugverkehrs angeht. Im EU-ETS ist der CO2-Ausstoß von Flügen innerhalb der EU enthalten. Die Klimawirkung von Flugzeugen ist aber vermutlich größer als dieser direkte Ausstoß. Diese zusätzlich Wirkung ist damit nicht abgedeckt durch den EU-ETS. Der Null-Effekt ist auf den direkten Treibhausgasausstoß bezogen.

    Die Quantifizierung dieser weiteren Erwärmungseffekte erfordert die Festsetzung eines relevanten Zeitraumes und unterscheidet sich je nach Wetterlage und ist nicht genau quantifiziert: Eine Übersicht über zwei Abschätzungen (es gibt bestimmt auch aktuellere):
    https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/dokumente/klimawirksamkeit_des_flugverkehrs.pdf

    Auf politische Effekte von Flugverzicht und Umfang der Gesamtzertifikate gehe ich dabei nicht ein. Der Gesamtumfang ist aber nicht in Stein gemeißelt, weswegen der Verzicht auch darüber einen weiteren Effekt haben könnte.

    Kluge kollektive Entscheidungen sind aber natürlich was schönes, nur hapert es da manchmal bei der Verbindung zwischen den einzelnen Individuen.

  7. @noch’n Flo:

    Beim Bingo gewinnt man ja erst, wenn man eine Reihe voll hat ;-)

    Der Bullshit ergibt sich manchmal erst aus der Kombination mehrerer Sätze, auch wenn eine einzelne Aussage kein Bullshit zu sein scheint.

  8. @Michael Fischer

    So sehr ich Stefan Rahmstorf sonst schätze, so denke ich doch, dass er mit seiner Einstufung von Kachelmann als Klimaskeptiker falsch liegt,

    Kachelmann ist in dieser Diskussion laut, polemisch, aggressiv und auch nicht immer ganz sachlich und faktentreu. Aber gegenüber den echten Klimaskeptiker von der Sorte EIKE, AfD usw verhält er sich genauso.

    Jörg Kachelmann ist auch kein Freund der Homöopathie. Gegenüber deren Anhängern legt er das gleiche Verhalten an den Tag wie in der Klimadiskussion.

    Als ihm von Seiten anderer Homöopathiekritiker gesagt wurde, dass eine sachbetonte Argumentation zu diesem Thema sehr viel zielführender für das Anliegen ist, fuhr er ihnen auch agressiv über den Mund.

  9. In der Studie traten 386 der renommiertesten Klimaexperten gegen 386 der prominentesten „Skeptiker“ an, die den anthropogenen Klimawandel in irgendeiner Weise anzweifeln. Zunächst wurde die wissenschaftliche Autorität der beiden Gruppen anhand der Präsenz in Fachzeitschriften verglichen. Dabei kamen zwei interessante Fakten ans Licht:

    Erstens kam heraus, dass nur gut die Hälfte der berühmten „Skeptiker“ überhaupt Wissenschaftler sind.

    Zweitens zeigte sich, dass Klimaexperten gut viermal mehr Wissenschaftsartikel veröffentlichen konnten und achtmal so oft zitiert wurden wie ihre „Skeptiker“- Kollegen.

    https://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/der-klimawandel-in-den-medien-sind-journalisten-unfair-16332811.html

  10. Diese Studie von Nature Communications – im übrigen eine Zeitschrift, bei der der im Gegensatz zu anderen Nature-Publikationen die Autoren zahlen müssen – stufe ich als McCarthyismus ein und sollte zurückgezogen werden.

    Es werden anerkannte Wissenschaftler, die jahrelang in der Klimaforschung veröffentlicht haben, in der IPCC aktiv waren und den IPCC unterstützt haben als „contrarians“, die den Klimawandel ablehnen verunglimpft.

    Der Grund ist nicht mehr nur, den Klimawandel als real abzulehnen. Die Gründe sind weit darüber hinaus ausgedehnt worden.

    Wer auch politisch einem bestimmten Apokalyptik-Agenda nicht zustimmt, Kritik zurückhält und „erneuerbare Energien“ nicht als einzigen Weg ansieht gehört schon zu den „Klimawandelleugnern“. Kurz: Klimawandelleugner ist heute inzwischen, wer einer bestimmten politischen Richtung nicht folgt.

    Das sind Dinge, die weit über den tatsächlichen wissenschaftlichen Konsens hinausgehen!

    Beispiele werde ich in Teil 3 meiner Serie zur aktuellen Diskussion um den Klimawandel nennen. Vielleicht ziehe ich diesen meinem Teil 2 vor.

    Hier ist ein Brief einer der Verunglimpften – Roger Pielke Jr. – an Nature Communications:

      Dear Dr. Deranieri,

      You have published a paper that includes me on a list identified as a so-called „climate contrarian“ who rejects climate science.

      Here: https://www.nature.com/articles/s41467-019-09959-4

      This is a false allegation.

      I have supported the IPCC, habe had my work cited in multiple assessments, testified before the US Congress in the importance of the IPCC (most recently in July) and published two books supporting mainstream climate science.

      I am requesting an immediate correction and acknowledgement of the error.

      Thank you,

      Roger Pielke Jr.
      University of Colorado

  11. @Michael Fischer: Man sollte nicht automatisch davon ausgehen, dass bei bestimmten Folgen des Klimawandels Stefan Rahmstorf eher richtig liegt, als Jörg Kachelmann (zu seiner Art will ich mich hier nicht äußern).

    Es gibt neben dem Herunterspielen auch das Problem, dass jede Wetterkapriole inzwischen dem Klimawandel zugeordnet wird auch wenn manche Auswirkungen – schon heute – nach den offiziellen IPCC-Berichten alles andere, als sicher sind.

    Auch hierzu wird es in meinem Teil 3 Beispiele geben.

  12. Und hier ist noch ein exzellenter Artikel von Ted Nordhaus vom Breakthrough Institute mit dem Titel „The Ever-Expanding Definition of Climate Denial.“ Unter anderem:

      Bill McKibben: Wer nicht gegen das „Keystone pipeline“ ist sei ein Leugner – gemeint war Barack Obama.
      Inzwischen werden auch das Breakthrough Institute – zum Beispiel von Michael Mann in seinem Buch Tollhaus Effekt – zu einer weiteren Stufe der Leugnung. Warum? Weil das Breakthrough Institute nicht optimistisch genug bezüglich „erneuerbare Energien“ ist. Weiterer Grund: Sie wagen es auch, über Geoengineering zu sprechen.

    Früher galt bereits jemand, der über Anpassung an den Klimawandel sprach als „abtrünnig“.

    Heute wird Anpassung offen beim IPCC diskutiert, da wir uns anpassen müssen weil wir trotz aller Visionen der kommenden Apokalypse (seit Jahrzehnten) in Sachen Emissionsminderung nicht vom Fleck kommen.

    Auch Deutschland profitiert noch im Wesentlichen durch die Emissionsminderung nach dem Ende der DDR. Die deutsche Energiewende scheint weiterhin auf Wunschdenken zu setzen, auch gefördert durch einem Teil der Klimaforscher, die dogmatisch auf „erneuerbare Energien“ und Verzicht als einzigen Ausweg setzen. Sie gehen dabei weit über ihre eigenen Kompetenzen hinaus.

    Wo wir im Vergleich zu anderen Ländern stehen kann man gut hier sehen – aktuell auf die jeweilige Tageszeit. Warum Ontario und Frankreich wohl durchgehend oben (=besser) liegen?

  13. @ Amardeo Sarma

    schaffen Sie es eigentlich, in einem Artikel – oder Kommentar – keinen Hinweis auf die heilbringende Kernenergie zu bringen?

    (die Artikel mit Glyphosat-Werbung zählen nicht …)

  14. Die beiden Herren Pielke (Sr. und Jr.) sind eigentlich recht gut bekannt und dokumentiert in ihren diversen Ansichten.

    Sicherlich kann man argumentieren, dass ein „über-den-Kamm-scheren“ immer kontraproduktiv und sogar falsch ist. Insofern: kann man bei Herrn Pielke Sr. mit Recht von einem „Klimawandelleugner“ sprechen, so sollte man bei Herrn Pielke Jr. von einem „Klimawandelfolgenleugner“ sprechen.

    Für einen Politikwissenschaftler, der immerhin recht massiv politikberatend tätig ist, ist das hinsichtlich der mittel- und langfristigen Folgen für den Mitteleinsatz eine ziemlich heikle Angelegenheit.

    Was ist, wenn sein deutlicher Widerspruch zum wissenschaftlichen Stand ihm selbst bis 2050 und weiter noch klarer auf die Füße fällt? Wird er dann öffentlich und breitenwirksam seine (bewußten) Desinformationen und Falschdarstellungen aus den Jahren 2005 bis heute als solche benennen und sich selbst als Mitschuldigen am Verzögerungskonzept der GOP bekennen? Wohl eher nicht.

    siehe hierzu z.B.: https://skepticalscience.com/Roger_Pielke_Jr_blog.htm

    (Pielke Sr., siehe z.B.: https://skepticalscience.com/pielke-sr-misinforms-high-school-students.html )

  15. @ajki: Welche konkrete (und ziemlich sichere) Klimafolge hat Robert Pielke Jr. konkret „geleugnet“?

    Ich nehme mal eines heraus: Ist der Klimawandel (heute) an der Zunahme von wirtschaftlichen Schäden verantwortlich? Da liegt zum Beispiel Robert Pielke Jr. ziemlich richtig: Vor allem die zunehmende (teuere) Bebauung dicht an der Küste ist für die Zunahme der Schaden verantwortlich, nicht der Klimawandel.

    Was wird sonst konkret kritisiert?

    Auch wenn ich nicht immer die Meinung von Robert Pielke Jr. (wie auch von Stefan Rahmstorf) teile, empfehle ich, die Standpunkte von Robert Pielke Jr. zum Thema Klima zu lesen.

    Auch Skeptical Science betreibt – leider und trotz vieler guter Beiträge – zunehmend Politik statt sich auf das zu konzentrieren, was wirklich wissenschaftlicher Konsens ist.

    Genau das meine ich mit den früheren Ausführungen: Die Ausdehnung des Begriffs auf jeden, der nicht eine möglichst apokalyptische Deutung des Klimawandels auch an heutigen Ereignissen mitmacht ist bereits „Leugner“.

    Damit das nicht missverstanden wird: Wir steuern auf eine globalen Erwärmung zu, die große Probleme mit sich in Zukunft bringen wird. Viele heutige Probleme und Wetterextreme haben allerdings nichts mit dem Klimawandel zu tun.

    Es ist gut, dass unter anderem Jörg Kachelmann und Axel Bojanowski (inzwischen Chefredakteur von Bild der Wissenschaft) immer wieder den Finger auf die Wunde legen.

    Die Polarisierung hin zum Erzwingen der Akzeptanz der Extremaussagen von „Puristen“, vor allem wenn manche Fragen noch in der wissenschaftlichen Diskussion oder mit Unsicherheiten behaftet sind, ist nicht akzeptabel.

  16. @Armadeo Sarma: „Man sollte nicht automatisch davon ausgehen, dass bei bestimmten Folgen des Klimawandels Stefan Rahmstorf eher richtig liegt, als Jörg Kachelmann“

    Nun ja – wenn man sich die Vita der beiden in Wikipedia ansieht, sollte man das eigentlich schon annehmen dürfen. Während Rahmstorf ein führender Klimaforscher ist, „von Clarivate Analytics zu den meistzitierten Forschern seines Fachgebietes gezählt“ wird und in einem Institut für KlimaFOLGENforschung arbeitet, handelt es sich bei Jörg Kachelmann im Grunde genommen um einen reinen Hobby-Meteorologen ohne abgeschlossenes Studium.

  17. @Herrmann Schulz:

    Im Gegensatz zu den Befürwortern von 100% „erneuerbare“ Energien und Bio zur Lösung der Ernährungsprobleme der Welt sehe ich in der Kernenergie und in der Gentechnik nur Werkzeuge, und nicht mal die einzigen, um die eigentlichen Probleme Klimawandel und Welternährung anzugehen.

    „Erneuerbare“ Energien sollten auch eine Rolle im Energiemix spielen, und wissenschaftlich haltbare Ansätze in der Biolandwirtschaft sollten natürlich genauso genutzt werden.

  18. @Michael Fischer: Das stufe ich mal kurz als „ad hominem“ ein. Soll nun Eminenz statt Evidenz wichtig werden?

  19. Herr Sarma, ebenfalls nur, damit ich nicht missverstanden werde:

    unabhängig vom öffentlichen Gebrauch der Bezeichnung „….(Ll)eugner“ verwende ich persönlich diesen Begriff (wenn ich ihn widerstrebend überhaupt verwende, weil er ja aus mir nicht ganz nachvollziehbaren Gründen von etlichen Leutchen als „Beleidigung“ empfunden wird, auf die sie dann meinen das Recht zu haben in mindestens doppelter Stärke „zurückschlagen“ zu müssen) in ganz engem und ganz bestimmten Sinn:

    dann, wenn in publizierten Beiträgen (meist Blogs oder Zeitungen) von einer Person wissenschaftlich gut abgesicherte Kenntnisstände abgestritten, verfälscht dargestellt werden oder gänzlich (wider besseren Wissens) verschwiegen werden.

    Ihre Meinung zur Entwicklung der Seite „skepticalscience“ sei Ihnen oder anderen natürlich unbenommen, die Seite ist hier von mir nur der Einfachheit halber als Beispiel angegeben worden. Es gibt viele andere Quellen ähnlichen Inhalts.

    Natürlich muss man diese Quellen auch mal lesen. Dann erübrigen sich eigentlich Fragen danach, was Herr Pielke Jr. denn so alles verlautbart hat (nachprüfbar) und was nicht.

  20. @ajki: Ich zitiere auch immer wieder Skeptical Science, denn dort gibt es für viele Dinge gut zusammengefasste Infos.

    Nur schießen sie leider auch übers Ziel hinaus, wie bei Robert Pielke Jr.

    Man sollte daher unterscheiden zwischen „gut abgesicherte Kenntnisstände“, wie Aussagen zu einer Erhöhung der Temperatur von 2 – 4,5 Grad bei CO2-Verdoppelung und den derzeitigen Hitzewellen als frühe Bote des Klimawandels einerseits und Dingen die falsch oder zumindest unklar sind, wie die Aussage, der Klimawandel sei für die heutige Zunahme an Schäden durch Hurricanes verantwortlich andererseits.

  21. Axel Bojanowski legt die Finger in die Wunde? Hm.

    https://klima-luegendetektor.de/tag/axel-bojanowski/

    http://scienceblogs.de/primaklima/2014/11/21/das-jaccuse-des-axel-bojanowski-oder-hat-der-ipcc-aussagen-zum-artenschwund-unterschlagen/?all=1

    Ich betrachte eine Person, die von EIKE und Vahrenholt als Zeuge berufen wird, sehr zurückhaltend.

    https://www.google.com/search?source=hp&ei=Vi1YXZ2lDsWLmwWy9oDIDQ&q=rahmstorf+Axel+Bojanowski&oq=rahmstorf+Axel+Bojanowski&gs_l=psy-ab.3…1582.1582..2263…0.0..0.155.233.1j1……0….2j1..gws-wiz.u1xiuJ9UdGo&ved=0ahUKEwidqKTOq4rkAhXFxaYKHTI7ANkQ4dUDCAc&uact=5

  22. @Bernd Harder

    Wie schnell diese Diskussion wieder untergegangen ist.

    Danke für den Hinweis, dann will ich nicht erneut damit anfangen.

  23. @RPGNo1: Apropos Axel Bojanowski – EIKE scheibt jüngst über Axel Bojanowski nach dem ARD Presseclub vor einer Woche unter dem Titel „ARD-Presseclub nachgefragt: unwissenschaftliche Wissenschaftsjournalisten verbreiten Panik“:

    „Ob die BdW den Mann nach dem Debakel wirklich noch einstellt? Wahrscheinlich ja; ich lese seit Jahren in renommierten Wissenschafts-Organen Artikel, die mehr oder minder schlecht getarnt das hegemoniale grüne/linke Narrativ verbreiten; vor allem zu den Themen Klimawandel und Genderismus.“

    Kronzeuge?

  24. @Amardeo Sarma

    Ich mir (ausnahmsweise) den EIKE-Artikel durchgelesen. Er ist in einem Stil erstellt, der dem rechten Rand, an dem sich EIKE rumtreibt, gut zu Gesicht steht.

    Bojanowski wird erwähnt, da er eine Frage eines Zuschauers nach Meinung des EIKE-Autors nicht beantwortet hat. Oder nicht auf die Art und Weise, die den Klimawandelleugnern gefallen hätte.

    Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich weiterhin die Ausssagen von Axel Bojanowki zum Thema Klimawandel mit einem gerüttelten Maß Vorsicht betrachten werde, da er zu oft bei verzerrenden Aussagen ertappt wurde.

    Das heißt jetzt nicht, dass ich Bojanowki der Klimaleugnerszene zuordne. Aber er wurde halt in der Vergangenheit gern von dieser vereinnahmt. Und das sollte ihm eigentlich zu denken geben.

  25. @Armadeo Sarma: Wenn Sie sich krank fühlen, sagen Sie auch nicht: Man sollte nicht automatisch davon ausgehen, dass bei bestimmten Diagnosen ein Arzt eher richtig liegt als ein Heilpraktiker!?

    Analog muss Rahmstorf zweifellos nicht immer richtig liegen, aber ich frage mich schon, warum Kachelmann in Klimafragen überhaupt als Autorität gelten sollte. Jörg Kachelmann ist tatsächlich ein Studienabbrecher, dem es daraufhin gelang, eine Karriere als TV-Moderator zu starten.

  26. Zu den Kommentaren drei Punkte:

      Erstens: Es zählen die Argumente und nicht, wer es gesagt hat. Viele (ausgebildete) Ärzte wenden TCM und Homöopathie an, und viele Skeptiker, die Nichtärzte sind schätzen die Pseudomedizin schon besser ein, als die „Fachleute“. Ad hominem (positiv, wie auch negativ) sollte man als Skeptiker meiden.
      Zweitens: Viele Klimaforscher, und da sind Rahmstorf und Mann keine Ausnahmen, deren Leistungen im Bereich Klima ich sehr wohl anerkenne (die ersten drei Kapitel von Rahmstorfs/Schellnhubers Buch „Der Klimawandel“ empfehle ich immer wieder als Einstieg), gehen weit über wissenschaftliche Fragen hinaus und bedienen ein ganz bestimmtes politisches Klientel und sind weit mehr geworden, als sachliche Berater (oder ehrliche Makler).
      Drittens: Der Begriff „Leugner“, den ich sehr wohl bei EIKE und Science Skeptical (nicht Skeptical Science) anwenden würde wurde viel zu sehr auf politisch unliebsame Personen und auf Wissenschaftler mit abweichenden Meinungen innerhalb einer normalen wissenschaftlichen Diskussion ausgedehnt, und das sollten wir nicht mitmachen. Dagegen sollte man durchaus – wie Michael Specter in seinem Ted Talk „Die Gefahr der Wissenschafts-Leugnung“ darlegt – diesen Begriff auch bei der anti-Gentechnik-Lobby anwenden, die genauso wie EIKE den wissenschaftlichen Konsens leugnen. Da würde mir eine ganze Reihe Leute einfallen. Auch andere politische Richtungen leugnen mal gern, was ihnen nicht in den Kram passt.

    Und abschließend zu Axel Bojanowski: Ich betrachte immer Aussagen mit Vorsicht, egal von wem sie stammen. Wenn eine konkrete Aussage genannt wird können wir gern darüber diskutieren. Pauschale Abwertungen (oder Akzeptanz) lehne ich ab.

  27. Pielke sagt: „Any conceivable emissions reductions policies, even if successful, cannot have a perceptible impact on the climate for many decades“, and from this he concludes that, „In coming decades the only policies that can effectively be used to manage the immediate effects of climate variability and change will be adaptive.“

    Seine These lautet also: Man kann eh nichts machen und drum muss man sich eben anpassen.
    Auch was fürs Bullshit-Bingo. Dass eine Spezies sich einem Klimawandel anpassen muss, weil sie sonst ausstirbt, wissen wir spätestens seit den Dinos.

    Jetzt fragen sich vermutlich manche, ob es nicht sein könnte, dass Pielke nur irgendwelche Lobby-Interessen vertritt. Ich z.B., der ich einen in einer kleinen Wohnung zur Miete wohne, kein Auto habe und insgesamt eine vorbildliche ökologische Bilanz aufweise, trotzdem aber ein rundherum zufriedenes Leben führe, frage mich das schon.

  28. @ Maggi: Das stammt aus Wikipedia, wo er auch so zitiert wird: „The IPCC has concluded that greenhouse gas emissions resulting from human activity are an important driver of changes in climate. And on this basis alone I am personally convinced that it makes sense to take action to limit greenhouse gas emissions.“

    Und natürlich: „wer nicht meiner Meinung ist muss ‚irgendwelche Lobbyinteressen‘ bedienen“ Hatten wir schon mit der Pharmalobby, da kann ich gern meine Sammlung erweitern.

    Aber zurück zu seiner Aussage (ich habe Pielkes Bücher gelesen): Er sagt nicht, dass man nichts machen *sollte*, sondern, dass man eben real nichts macht und im Interessengeflecht die Sorge um das Klima zu kurz kommt, weil Wohlstand immer gewinnt. Also bleibt uns nichts anderes übrig, als Anpassung.

    Und was wir in Sachen Anpassung immer wieder vergessen: Viele Anpassungsmaßnahmen machen auch ohne Klimawandel Sinn, um uns auf alle möglichen Naturkatastrophen besser vorzubereiten. Wenn jemand Opfer eine Überflutung wird ist es der Person letztendlich Schnuppe, ob es der Klimawandel war oder nicht.

    Ob mit dem neuen Schwung sich was ändert bezüglich Vermeidung? Hoffen wir es und es wäre sehr zu begrüßen.

    Ich persönlich denke schon, dass weltweit einiges passieren wird. In Deutschland wird man weiterhin seine Ziele verfehlen und es ist zu hoffen, dass niemand das „Vorbild“ Deutschlands und seiner Berater folgt.

  29. Weil Axel Bojanowski immer wieder zur Zielscheibe wird empfehle ich mal, seinen Vortrag „Der Klimajournalisten-Blues“ mal zu lesen. Dann haben wir einen Ansatz für die weitere Diskussion.

    Ich halte ihn für eine exzellente Wahl als neuer Chefredakteur von bild der wissenschaft und natur.

  30. @ Armadeo Sarma:

    „Es zählen die Argumente und nicht, wer es gesagt hat.“

    Dass dies in der Klimadebatte schon lange nicht mehr gilt, hat die Diskussion um FFF und ihre Begründer eindrücklich bewiesen.

  31. „Es zählen die Argumente und nicht, wer es gesagt hat.“

    Wobei man manchmal, wenn man weiß, wer etwas gesagt hat, besser einschätzen kann, auf was man beim Gesagten (und dem Nichtgesagten) besonderes aufpassen sollte.

    Deswegen werden z.B. Interessenkonflikte in Medical Journals offengelegt.

  32. Ergänzung: Es zählen STICHHALTIGE Argumente und nicht, wer es gesagt hat.

    An der Stichhaltigkeit mangelt es nämlich oft genug.

  33. Kachelmann über Dürre-Warnungen der Medien: “Über 90 Prozent aller Geschichten zu Wetter und Klima sind falsch oder erfunden”

    https://meedia.de/2019/04/26/kachelmann-ueber-duerre-warnungen-der-medien-ueber-90-prozent-aller-geschichten-zu-wetter-und-klima-sind-falsch-oder-erfunden/

  34. „Viele Anpassungsmaßnahmen machen auch ohne Klimawandel Sinn, um uns auf alle möglichen Naturkatastrophen besser vorzubereiten.“

    Unbedingte Zustimmung, bloss kann man im Stile Pielkes dann natürlich schon Zweifel anmelden, warum Gesellschaften, die Ihren Ausstoß an Treibhausgasen nicht im Zaum halten können, bei den nötigen Voranpassungen plötzlich vernünftiger handeln sollten.

    Passend dazu: „Deutschland tue nicht genug für den Klimaschutz, sagt Steffen Bender vom Helmholtz-Zentrum im Gespräch mit tagesschau.de. Bei der Anpassung von Städten und Landwirtschaft an den Klimawandel sehe es aber noch schlechter aus. ( https://www.tagesschau.de/investigativ/klimawandel-anpassung-interview-bender-101.html)

    Dazu kommt, dass Anpassung für weite Teile der Weltbevölkerung wie z.B. den Menschen in Südostasien, Afrika und Südamerika überhaupt keine Option ist und ihnen nur die Flucht bleiben wird. Von daher halte ich Pielkes These für äußerst fragwürdig.

  35. „Kachelmann über Dürre-Warnungen der Medien: “Über 90 Prozent aller Geschichten zu Wetter und Klima sind falsch oder erfunden”“

    Der Dürremonitor sagt folgendes dazu:

    https://www.ufz.de/index.php?de=37937

  36. Also die Extreme nehmen zu…gestern hatten wir im (Vor-)Spessart eine heftige Windhose…

    es war nur kurz ca. 10 Minuten, aber es war heftig und es hat bei mir am Haus auch drei Ziegel abgedeckt und die Seiteneinfassung zerstört…so was gab es hier noch nicht, das haben alle hier wohnenden bestätigt, die wie ich auch, schon lange hier wohnen…die Feuerwehr hat per Drehleiter den größten Schaden behoben…ja in den Dörfern funktioniert noch das Ehrenamt ;-)

    Wenn man daran denkt, daß dies in absehbarer Zeit die Normalität werden soll…na dann: Prost Mahlzeit…

  37. Florian Aigner: Das Fleisch und das Klima: Müssen wir alle vegan leben?

    https://futurezone.at/meinung/das-fleisch-und-das-klima-muessen-wir-alle-vegan-leben/400579340

  38. @ RPGNo1:

    „An der Stichhaltigkeit mangelt es nämlich oft genug.“

    In der Tat, in der Tat…

    @ crazyfrog:

    Herrlich unaufgeregte und differenzierte Herangehensweise von Florian. Wird den selbsternannten Tierschützern aber nicht gefallen, dass ihnen ein liebgewonnenes „Argument“ weggenommen wird.

  39. @noch’n Flo

    Warum nur habe ich so eine Ahnung gehabt, dass du auf meine Anmerkung anspringen wirst? :)

  40. @ RPGNo1:

    Weil Dir allmählich auch Zweifel kommen?

  41. Speziell für noch’n Flo: „Werde wütend und werde aktiv“ (https://www.tagesschau.de/ausland/robinson-105.html)

  42. @noch’n Flo

    Wenn du da ein gewisses Thema, eine gewisse Gruppierung und eine gewisse Person ansprichst, die alle unter den Oberbegriff „Klimawandel“ fallen, dann muss ich dich leider enttäuschen. Ich verfolge es aufmerksam, aber Zweifel haben sich noch nicht eingestellt.

  43. @noch’n Flo

    Nachtrag: Ich lasse mich aber auch von stichhaltigen Argumenten überzeugen. Glyphosat und Grüne Gentechnik sehe ich inzwischen weitaus weniger kritisch und betrachte sie aus einem neutraleren Blickwinkel, nachdem mich kluge Blogger und Kommentatoren über verschiedene Irrtümer aufgeklärt haben, denen ich aufgesessen war.

  44. @ Michael Fischer:

    Speziell für Dich: https://www.merkur.de/politik/greta-thunberg-sind-hintermaenner-klimaaktivistin-marketing-gag-zr-12902433.html

    Und ganz wichtig: https://www.fr.de/meinung/greta-thunberg-gegenwind-12923960.html

    Dafür bin ich Ihr sogar zutiefst dankbar. Warum? Weil mit den zusätzlichen Flügen alles in Ordnung ist, da ja eine Kompensation gezahlt wird. Somit kann ich auch weiterhin mit gutem Gewissen rund um die Welt jetten, denn kompensieren tut meine Familie schon lange.

    (Ach ja, und weil es den Medien bislang noch gar nicht aufgefallen ist: die „Malizia“ ist Teil eines äusserst verlogenen Pseudosports, dessen Tross mit extrem schlechter Klimabilanz rund um die Welt reist, sich aber den Anschein von CO2-Neutralität gibt. Also ähnlich wie bei der Formel E. Aber in G.T. hat man ja jetzt das perfekte Alibi gefunden.)

  45. @noch’n Flo: Auch hier: https://www.tagesschau.de/faktenfinder/ausland/greta-thunberg-atlantikreise-103.html

    P.S.: Dass das mit Kompensation o.k. ist, sagt auch Michael Kopatz in dieser Sendung: https://www.planet-wissen.de/sendungen/sendung-klimahelden-100.html
    Wenn man als Einzelner wo anders kompensiert, tut man definitiv auch was wichtiges, im Endeffekt womöglich sogar effektiveres. Sollte natürlich nicht bloss ne faule Ausrede für ein schlechtes Gewissen sein wie „Ich zahl schließlich Steuern!“

  46. @Bernd Harder, Michael Fischer
    Ein Dankeschön von meiner Seite für die Links.

    @noch’n Flo
    Auch an dich ein Danke für den FR-Link. Der Autor äußert berechtigte Fragen, ohne aber in die offensichtliche Häme so mancher Greta-Thunberg-Basher (denn Kritiker kann man diese Personen nicht nennen) einzustimmen.

    Und zuletzt:
    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/vergesst-greta-thunberg-kolumne-a-1282632.html

  47. @RPGno1/noch’n Flo:

    Nochmal: Ich habe überhaupt nichts dagegen, hier über Greta Thunberg zu diskutieren.

    Das Problem ist nur, dass die Diskussion bei den ersten zwei Versuchen sofort entgleist ist und jedes hier übliche sachliche Niveau verlassen hat. Dabei ging es vor allem um persönliche Beschimpfungen in Richtung GT und ihrer Eltern, um Ferndiagnosen bzgl. ihrer Entwicklungsstörung und was daraus zu folgern sei etc.pp.

    Ferner ging es darum, dass jeder, der eine andere Meinung vertrat als @noch’n Flo, sofort mit Unterstellungen und Anschuldigungen a la „q.e.d“ oder „Greta-Fan“ etc. bedacht wurde.

    Das ist genauso absurd, wie unsere Konspirologenfreunde behaupten, dass wir deshalb gegen VT anschreiben, weil wir Teil der Verschwörung sind – und das verbitte ich mir sowohl von Verschwörungstheoretikern als auch in anderen Zusammenhängen von Stammkommentatoren.

    Nochmal, @noch’n Flo: Ich bin weder „Greta-Fan“ noch interessiert mich das Mädel in irgendeiner Weise. Ich habe „Szenen aus dem Herzen“ als Hörbuch in der Bücherei ausgeliehen und versucht, im Auto anzuhören. Genau nach 8,5 Minuten habe ich ausgeschaltet, weil ich das Geschwafel der Mutter über ihre Opernkarriere sowohl ermüdend langweilig als auch befremdlich fand.

    Genauso unverständlich finde ich persönlich, dass sich unsere großen Qualitätsmedien mit Fakten-Checks bzgl. GT in der Tat schwer tun oder zumindest taten. Erst in letzter Zeit kamen dazu ein paar brauchbare Ansätze, etwa von Correctiv, Mimikama, Rayk Anders etc.

    Darin habe ich zumindest, wie @RPGNo1, für mich nichts gefunden, was mich grundsätzlich negativ gegen GT einnehmen würde.

    Meine „Meinung“ dazu: Natürlich sind ihre Forderungen Schwarz-Weiß-Denken und sollten keineswegs eins zu eins umgesetzt werden. Trotzdem gestehe ich ihr zu, dass sie etwas geschafft hat, was sonst noch keinem gelungen ist: nämlich dass die Politiker ihr zuhören und endlich mal realisieren, dass es so nicht weitergehen kann.

    DAS ist m.E. ihr einziger „Verdienst“ – aber das ist schon relativ viel.

    Deshalb kann ich persönlich auch diese permanente „Skandal“-Suche“ wie jetzt im Zusammenhang mit der Bootsfahrt nicht nachvollziehen. Hier wird meinem Eindruck nach wieder mal versucht, wegen einzelner „Fehler“ die Relevanz der Botschaft in Frage zu stellen. Das halte ich für falsch und etwa auf demselben Niveau der Klimaleugner, die den Klimawandel zur „offenen Frage“ erklären, weil wir noch nicht auf die zehnte Kommastelle genau den menschengemachten Anteil daran beziffern können.

    Darüber hinaus teile ich die Meinung vom „Volksverpetzer“:

    Aber halte doch bitte, bitte einfach die Klappe, wenn andere Leute den Ernst der Lage erkannt haben und für sich persönlich entscheiden: ein WEITER SO geht nicht.

    Vollkommen egal, ob man GT nun mag oder nicht. Was tut das denn zur Sache?

    Auch der „Zeit“-Artikel sagt m.E. viel Richtiges, z.B.:

    Wenn geltungsbedürftige Eltern ein globales Phänomen erschaffen könnten, hätte das auch mit Sophia Thomalla geklappt. Und wenn es allein um wichtige Botschaften in starken Sätzen ginge, wäre Hans Joachim Schellnhuber längst ein Weltstar […]

    Greta ist eben keine Ikone. Sie ist kein der religiösen Verehrung anheimgegebenes Totenbild, sie ist auch kein abgemagerter Eisbär, sondern im Gegenteil quicklebendig. Das sorgt nicht zuletzt dafür, dass die Erzählung ihrer Person sich bis heute stetig zuspitzen lässt.

    Die aktuelle natürlich hochsymbolische Schiffspassage markiert in diesem Kontext den Höhepunkt von etwas, das – auch im Sinne der Greta-Skeptiker – durchaus Inszenierung heißen kann. Doch ändern alle Diskussionen darüber eben nichts daran, dass diese Inszenierung für die Fürsprecher eines nicht bedeutet: dass Greta selbst durch sie zum Fake wird.

    Ich hoffe, wir können das endlich mal halbwegs versachlichen, oder?

  48. Gute Zusammenfassung, danke Bernd!

    Als Viel-Leser aber Wenig-Kommentierer bin ich für die zahlreichen Links und Lesetipps echt dankbar.

  49. @Bernd Harder

    Erst einmal: Vielen Dank für die Einschätzung, der ich in sehr vielen Teilen zustimmen kann.

    Dann: Ich habe absolut nichts gegen eine sachliche Diskussion und versuche immer wieder, mich daran zu halten. Wenn ich unsachlich oder auch zu salopp gewesen sein sollte, dass man ein Anmerkung von mir in den falschen Hals bekommen konnte, dann entschuldige ich mich dafür. Ich bitte aber auch darum, mich auf diesen relevanten Punkt hinzuweisen, damit ich so etwas zukünftig vermeiden kann.

    Ich hoffe, somit auch meinen Standpunkt nochmal klar gemacht zu haben.

  50. @ Bernd Harder:

    Ich versuche mitnichten, einen Skandal zu finden. Aber wenn die Macher von „We don’t have time“ selber sagen, dass sie die weltgrösste Internetplattform für Klimaschutz schaffen wollen, „eine Art Facebook des Klimaschutzes“, und ebenfalls aussagen, dass sie dort Werbung und damit grössere Einnahmen nicht ausschliessen, bekommt das Ganze schon ein Geschmäckle.

    Vor allem, wenn man bedenkt (auch das ist inzwischen ausreichend belegt), dass Greta gar nicht selber auf die Idee mit dem Schulstreik gekommen ist und vom ersten Tag an professionell medial in Szene gesetzt wurde. In diesem Kontext bekommt der auf der Malizia mitreisende Dokumentarfilmer auch einen SInn – ich sage Dir jetzt schon voraus, dass uns in ca. einem Jahr ein grosser Greta.Film in den Kinos blüht, in den ihre zahlreichen Anhänger dann auch brav pilgern werden.

    Und die Sache mit den Flügen: auch wenn nur zwei Personen nach New York fliegen werden, um das Boot zurück nach Europa zu bringen, und somit die Flugbilanz im Team Greta pari bleibt – warum sind Greta und ihr Vater nicht gleich selber geflogen? Antwort: weil man Gretas Sauber-Image nicht beschädigen wollte. Auf diejenigen, die anstelle von Greta und ihrem Vater fliegen, schaut ja niemand, die nehmen die schlechte Umweltbilanz auf sich und werden dafür bezahlt. Das hat etwas vom biblischen Konzept des Sündenbocks. Der Ablasshandel ist ja im Klimaschutz schon längst ganz grosse Mode.

    Aber leider ist die aktuelle Lösung doch umweltschädlicher als wenn Greta und ihr Vater selber geflogen wären, und zwar dadurch, dass diese ganze PR-Aktion von einer ganzen Zahl Journalisten begleitet wurde und wird. Journalisten, die zur Abfahrt nach England geflogen sind, Journalisten, die bei der Ankuft in New York am Kai stehen werden.

    Ähnlich ist es bei den Rennen, die die Malizia fährt. Die Skipper segeln das Boot nämlich gar nicht selber zum Start, dafür haben sie ein Team, fliegen selber hinterher. Und nach dem Rennen wieder nach Hause. Wenn Start und Ziel weiter auseinanderliegen, muss der ganze Tross ebenfalls hinterherfliegen. Daher auch mein Vergleich mit der verlogenen Formel-E-Serie, bei der es fast genauso ist. Und dabei sprechen wir noch gar nicht von der Umweltverschmutzung, die der Bau des Bootes mit sich gebracht hat (man denke allein an die Akkus für den erzeugten Solarstrom).

    Greta ist inzwischen eine Marke, eine Werbefigur für den Klimaschutz. Wenn das alles wäre, wäre daran nichts auszusetzen, gegen die grundsätzliche Botschaft kann kein rational denkender Mensch etwas haben. Aber leider hängen da inzwischen viele Leute mit drin, die eine ganz andere, persönliche Agenda verfolgen. Und das sollte man kritisieren dürfen.

    (Du hast die Selbstdarstellung der Mutter in ihrem Buch erwähnt – der Vater ist auch nicht schlecht darin, sich und seine Tochter medial in Szene zu setzen. Erinnerst Du Dich noch, wie er am Rande des WEF in Davos Journalisten angewiesen hat, das Zitat, in dem Greta Kernenergie als Teil der Lösung des Klimaproblems nicht ausschliessen wollte, nicht zu verwenden?)

    Ich bin weiterhin der Meinung, die Klimaschützer sollten mit gutem Beispiel vorangehen, und ihre Konferenzen online abhalten. Aber das wird immer wieder mit derselben Argumentation zurückgewiesen wie der Umstand, dass auch viele Geschäfts- oder Politikerreisen heutzutage unnötig sind und die entsprechenden Gespräche und Verhandlungen ebenfalls am Computer durchgeführt werden könnten. Da wird sehr genau geschaut, bloss selber nichts herzugeben, das sollen immer nur die anderen machen.

    Allen voran die Grünen, die – wie wir seit letzter Woche dankenswerterweise wissen – mit weitem Abstand die eifrigsten Flieger des Deutschen Bundestages sind. Begründung: sie müssten sich ja immer vor Ort ein Bild machen. Oder wie es BaWü-Ministerpräsident Kretschmann letzte Woche in einem Interview so schön sagte: „Ich habe einfach nicht die Zeit, mit dem Zug nach Berlin zu fahren.“ (Und dabei wird in Stuttgart gerade ein so toller neuer Bahnhof gebaut, mit Hochgeschwindigkeitsanbindung an Frankfurt und München.) Sorry, aber sowas nenne ich Heuchelei!

    Nochmal: Geschäfte und Politik kann man auch von zuhause aus machen, Urlaub nicht.

  51. @noch’n Flo:

    „Aber leider hängen da inzwischen viele Leute mit drin, die eine ganz andere, persönliche Agenda verfolgen. Und das sollte man kritisieren dürfen.“

    Gewiss darf und sollte man das – aber das war eben nicht der Ausgangspunkt der ersten beiden Diskussionen hier im Blog.

    „Vor allem, wenn man bedenkt (auch das ist inzwischen ausreichend belegt), dass Greta gar nicht selber auf die Idee mit dem Schulstreik gekommen ist“

    Wo genau ist das belegt? In einem der Faktenchecks heißt es sinngemäß, „öffentlichkeitswirksam“ ja – „geplant“ nein.

  52. @ Bernd Harder:

    „Wo genau ist das belegt?“

    Ich habe die Quelle leider nicht gespeichert, suche sie aber in den nächsten Tagen nochmal raus (das ergooglen ist leider durch die Füller der in den letzten Monaten über sie im I-Net erschienenen Artikel nicht einfacher geworden).

    Es ging darum, dass Greta im Frühjahr 2018 an einem Aufsatzwettbewerb einer schwedischen Umweltschutzorganisation teilgenommen hat, bei dem sie den 2. Platz belegte.

    Nachdem sie ihren Aufsatz bei einer Siegerehrung vorgetragen hatte, wurde sie dann auf die Idee des Schulstreiks angesprochen.

  53. @noch’n Flo:

    Nun ja, das beschreibt sie selbst hier.

    Wenn ich das korrekt wiedergebe, hat sie die Idee (in der Tat von anderen, da hast Du recht) dann konkret ausgearbeitet und umgesetzt:

    I liked the idea of a school strike. So I developed that idea and tried to get the other young people to join me, but no one was really interested. They thought that a Swedish version of the Zero Hour march was going to have a bigger impact. So I went on planning the school strike all by myself and after that I didn’t participate in any more meetings.

    Aber soll man das als Beweis für eine „Manipulation“ werten?

  54. @ Bernd Harder:

    „Aber soll man das als Beweis für eine „Manipulation“ werten?“

    Wieso nicht? Die Leute hinter ihr brauchten eine Frontfigur, sie wird sich geschmeichelt gefühlt haben, da sie ja (auch das wurde ja immer wieder berichtet) vorher eher eine Aussenseiterin war. Das wurde genutzt. Warum wohl wurde sie als Zweitplatzierte des Wettbewerbs ausgewählt und nicht die/der GewinnerIn? Was war das Kriterium?

    Zum Thema ganz frisch:

    https://www.berliner-zeitung.de/politik/rnd/kommentar-zu-greta-thunberg-am-ende-koennte-nur-eine-ueberfluessige-promo-aktion-bleiben-33030402

  55. @noch’n Flo:

    Das geht aus dem Statement nicht hervor, ob sie die einzige Teilnehmerin dieses Wettbewerbs war, die von denen kontaktiert wurde.

    Dass sie explizit „die Zweitplatzierte“ war, finde ich so auch nicht. Sie schreibt „one of the winners“.

    Und selbst wenn, würde ich zunächst mal davon ausgehen, dass ihr Text/Wettbewerbsbeitrag zum Thema Umwelt dem Anliegen der „Leute“ thematisch am nächsten kam und sie deshalb „ausgewählt“ wurde.

  56. Die Kritik an Gretas Reise in die USA macht sich ja am „Team Malizia“, an jener Super-High-tech Rennyacht und an jenem Regatta-Zirkus der Multi-Millionäre und -Milliadärde fest, zu dem Team Malizia gehört.

    Passt auch meiner Meinung nach so „Ü-ber-haupt-nicht“ zum Thema Umwelt-+Klimaschutz und ist gefühlt Lichtjahre von den AktivistInnen im Hambacher (Rest)Forst entfernt

    Aber /könnte/ es nicht sein, dass die Betreiber des Team Malizia tatsächlich nicht (Nur) „Greenwashing“ (und gute Geschäfte) betreiben, sondern dass denen die Sorge um den Menschengemachten Klimawandel -allen völlig offensichtlichen Widersprüchen zum Trotz- nicht tatsächlich eine echte Herzensangelegenheit ist?

    Könnte es nicht sein, dass Greta gerade mit dieser widerspruchsvollen Segelfahrt dabei ist, Berührungsängste abzubauen, und damit die Grundlage für eine Bewegung von bisher kaum vorstellbarer gesellschaftlicher Breite?

    Das Motto, welches sich die Malizia-Combo zu eigen gemacht hat, ist „unite behind the Science“.

  57. @Karsten Hilsen:

    “ sondern dass denen die Sorge um den Menschengemachten Klimawandel -allen völlig offensichtlichen Widersprüchen zum Trotz- nicht tatsächlich eine echte Herzensangelegenheit ist?“

    Ich denke, dass das in der Tat eine wichtige Grundsatzfrage ist.

    Wir sehen z.B. von der Flüchtlingsdebatte bis hin zur Homöopathie-Diskussion, dass kaum noch eine Bereitschaft vorhanden zu sein scheint, beim Gegenüber „eine echte Herzensangelegenheit“ anzunehmen, sondern nur noch (z.T. diffamierende) Spekulationen über die konspirologischen „Hintermächte“ in den Raum geworfen werden.

  58. @ Karsten Hilsen:

    „Die Kritik an Gretas Reise in die USA macht sich ja am „Team Malizia“, an jener Super-High-tech Rennyacht und an jenem Regatta-Zirkus der Multi-Millionäre und -Milliadärde fest, zu dem Team Malizia gehört.“

    Nicht nur.

    „Aber /könnte/ es nicht sein, dass die Betreiber des Team Malizia tatsächlich nicht (Nur) „Greenwashing“ (und gute Geschäfte) betreiben, sondern dass denen die Sorge um den Menschengemachten Klimawandel -allen völlig offensichtlichen Widersprüchen zum Trotz- nicht tatsächlich eine echte Herzensangelegenheit ist?“

    Entschuldige, aber wenn Greta-Kritiker ermahnt werden, nicht zu spekulieren, dann muss das für ihre Befürworter auch gelten. Hast Du ausser Deiner Annahme noch etwas Handfesteres, was dafür spricht?

    @ Bernd Harder:

    „ir sehen z.B. von der Flüchtlingsdebatte bis hin zur Homöopathie-Diskussion, dass kaum noch eine Bereitschaft vorhanden zu sein scheint, beim Gegenüber „eine echte Herzensangelegenheit“ anzunehmen, “

    Auch an Dich die Bitte, die Annahme etwas stichhaltiger zu untermauern.

  59. @noch’n Flo:

    „Auch an Dich die Bitte, die Annahme etwas stichhaltiger zu untermauern.“

    Ich gehe davon aus, dass Du z.B. die zahllosen „Pharmaverschwörung!“-Vorwürfe an INH und TeamGlobukalypse kennst bzw. verfolgst.

  60. @ Bernd Harder:

    Das gilt aber auch vice versa: für die meisten Kügelchenproduzenten dürfte ihre arbeit auch eine Herzensangelegenheit sein.

  61. @noch’n Flo:

    Ja, ich denke, das müssen wir in der Tat auch akzeptieren.

  62. @Noch’n Floh: Bei der Skepsis rennst du bei mir offene Türen ein.

    Frage: Anhand von was kann man da was falsifizieren?

    Welche Plausibilitäts-Überlegungen sind da sinnvoll?

    Beispiel: Das Motto „unite behind the Science“ prangte bei einer Werbe-Reise der Milizia 2 letztes Jahr in Hamburg nocht nicht am Segel.

    Wohl aber haben die seit Bestehen des Syndikats (so nennt man mwn gemeinhin die Betreiber solcher Yachten) ihr Engagement für die wissenschaftliche Untersuchung der Ozeane betont. Hat das reine Werbe-Gründe? (Greenwashing für Fa BMW, den Hauptsponsor)

    Die Erzählung, dass Greta da praktisch eine Mitfahrgelegenheit auf einem sowiso geplanten Trainings-Törn fand, ist Blödsinn.

    Die Betreiber haben ihr /lange zuvor/ extrem eng terminiertes, hochprofessionelles Vorbereitungsprogramm für eine „um die Welt Regatta“ zugunsten des „Greta-Törns“ ganz erheblich umgestellt.

    Kommt jene Erzählung vom Team Malizia?

    Wie naheliegend ist die massive Umstellung des Vorbereitungs-Programms für den Prestige-Gewinn durch die Marke „Greta?“

    Durch den Törn über den Nord-Atlantik statt küstennaher Trainings- und Testfahrten riskieren die, meiner bescheidenen Einschätzung nach, das Scheitern der gesamten, Jahrlangen Vorbereitung für die angepeilte Prestige-Regatta.

  63. @ Karsten Hilsen:

    „Hat das reine Werbe-Gründe? (Greenwashing für Fa BMW, den Hauptsponsor)“

    Die Malizia selber ist ja für BMW bereits ein Greenwashing-Projekt. insofern lautet die Antwort: ja.

    „Wie naheliegend ist die massive Umstellung des Vorbereitungs-Programms für den Prestige-Gewinn durch die Marke „Greta?““

    Für die Sponsoren ist er unbezahlbar.

    „Durch den Törn über den Nord-Atlantik statt küstennaher Trainings- und Testfahrten riskieren die, meiner bescheidenen Einschätzung nach, das Scheitern der gesamten, Jahrlangen Vorbereitung für die angepeilte Prestige-Regatta.“

    Glaube ich nicht, Und wenn doch: der Sponsor wird es sicherlich nicht übel nehmen. Der Besitzer ebensowenig. Und der entscheidet nun einmal, was mit dem Kahn gemacht wird.

    Cui bono?

  64. „Cui bono?“

    … kann maximal die erste nachzugehende Spur sein, gibt aber keine sichere Antwort auf die Frage nach der Urheberschaft von Verschwörungen.

    https://www.spiegel.de/netzwelt/web/germanwings-absturz-sascha-lobo-ueber-die-medienreaktionen-a-1025466.html

  65. @ Bernd Harder:

    „keine sichere Antwort auf die Frage nach der Urheberschaft von Verschwörungen“

    Wer hat denn etwas von Verschwörung gesagt?

  66. @noch’n Flo:

    M.E. gilt das für jeden Bereich, dem man sich weitgehend nur spekulativ nähern kann.

  67. Vor einem Jahr saß sie mit einem Schild auf der Straße, heute fährt sie mit einem High-Tech-Segler nach Amerika und Ende des Jahres bekommt sie den Nobelpreis, aber die Klimakatastrophe geht weiter…
    Und auch das Greenwashing geht weiter…mittlerweile ist Markus Söder grüner als Habeck und Annalena zusammen…
    Daß das Thema Klimawandel so sehr in den Fokus geraden ist, ist nicht nur alleine Greta und den Friday-Kids zu verdanken, sondern mehr der Tatsache, daß die Folgen des Klimawandels immer mehr zu spüren sind…

  68. Apropos FFF – die Schulferien sind ja inzwischen in den meisten Bundesländern wieder vorbei – wird eigentlich freitags immer noch demonstriert? Und was war mit den angekündigten Ferien-Demos? Hier in der Schweiz ist davon irgendwie so gar nichts angekommen, nur jede Menge vom Treffen in Lausanne.

  69. @ Bernd Harder:

    Ich würde Greta Thunberg und FFF aber nicht als Bereich, dem man sich „weitgehend nur spekulativ nähern“ kann, bezeichnen. Auch wenn da deutlich mehr Transparenz noch wünschenswert wäre (und die Glaubwürdigkeit der Beteiligten deutlich erhöhen würde).

  70. @ Ralf i.V.:

    Was ein Friedensnobelpreis so wert sein kann, haben wir in der Vergangenheit ja sattsam erleben dürfen. Ich sage nur Barack Obama, Jassir Arafat, Dalai Lama, Mutter Teresa, Linus Pauling…

  71. @noch’n Flo:

    Es kommt darauf an.

    Es ging ja konkret um den Punkt „Herzensangelegenheit“. Da man in niemanden hineinschauen kann, halte ich diesen Punkt in der Tat für „weitgehend spekulativ“ und die Frage nach dem Cui bono für nicht zielführend, da ein „Herzens-Engagement“ in der Regel sich nicht am „Nutzen“ für irgendjemanden orientiert.

    Eine andere Frage ist die nach einer etwaigen „Manipulation“ von GT durch andere im Hintergrund.

    Hier gibt es ein paar Indizien, die zu bewerten sind – und die bewerten wir beide unterschiedlich.

    Du beantwortest die Frage „Aber soll man das als Beweis für eine Manipulation“ werten?“ aufgrund der Indizien mit „Wieso nicht?“

    Ich beantworte sie aufgrund der Indizien mit „Wieso?“

  72. @ Bernd Harder:

    Wenn man keine klaren Beweise hat, muss man eben auf Indizien zurückgreifen, Euer Ehren. Aber selbstverständlich gilt weiterhin „im Zweifel für den Angeklagten“. Können wir uns vielleicht darauf einigen, dem Namen Greta Thunberg in Zukunft ein einfaches „die der Beihilfe zur Klimabereicherung (1) verdächtige“ voranzustellen?

    (1)
    Ein neuer Tatbestand: die Gutgläubigkeit und das Engagement der Mitbürger zum eigenen monetären Vorteil ausnutzen.

  73. @noch’n Flo:

    Ich fürchte, nicht so ohne weiteres.

    Auch hier müsste ich „Beweise“ sehen, was und womit genau GT selbst daran „verdient“.

    Das besagte Buch „Szenen aus dem Herzen“ können wir schon mal ausnehmen, im Vorwort erklärt die Schwafel-Mutter immerhin, dass alle Verkaufserlöse an verschiedene Organisationen gespendet werden.

  74. @ Bernd Harder:

    „was und womit genau GT selbst daran „verdient““

    Das wird gar nicht unterstellt. Aber andere verdienen an ihr. Manche legitim, andere eher zweifelhaft.

  75. @noch’n Flo

    „Aber andere verdienen an ihr. Manche legitim, andere eher zweifelhaft.“

    Aber welche anderen? Hast du konkrete Beispiele? Auch wo es legitim ist und wo zweifelhaft?

  76. @ RPGNo1:

    „Hast du konkrete Beispiele?“

    Eben die genannte Organisation „We don’t have tine“, die nach eigenen Angaben bereits etliche Millionen eingesammelt hat, deren Verbleib und Verwendung alles andere als klar und transparent sind. Und die Aussage, dass man Werbung auf seiner Plattform nicht ausschliesst, lässt ja auch tief blicken.

    Und selbst wenn Gretas Mutter alle ihre Einnahmen aus ihrem Buch für Klimaschutzprojekte zur Verfügung stellt (was auch noch zu beweisen wäre), so verdienen einige andere in dieser Wertschöpfungskette immer noch sehr gut am Greta-Hype.

    Und glaubst Du ernsthaft, Gretas PR-Maschine arbeite komplett für einen warmen Händedruck?

  77. @noch’n Flo:

    Aus echtem Interesse (wie gesagt, ich sehe durchaus, dass es da viele offene Fragen gibt):

    Wer oder was genau ist „Gretas PR-Maschine“?

    Laut Correctiv gebe es dafür keine Belege:

    https://correctiv.org/faktencheck/gesellschaft/2019/06/13/greta-thunberg-keine-belege-fuer-systematische-pr-kampagne-der-eltern-und-eines-unternehmers

  78. @ Bernd Harder:

    Die Art und Weise, wie Gretas öffentliche Auftritte und ihr Segeltörn medial in Szene gesetzt wurden ist also kein Beleg? Das fing doch schon mit dem allerersten Schul“streik“ vor einem Jahr an, der war doch – Dank Herrn Rentzhog – sofort im Internet präsent. Oder ihre Reise nach Davos. Oder ihre Auftritte bei FFF-Demos in diversen europäischen Ländern. Da gingen immer vorher entsprechende Pressemitteilungen raus, damit auch jeder im Vorfeld informiert ist.

    Und das ganze Getwitter von der Malizia dient doch ebenfalls in erster Linie dazu, dass Greta in der Zwischenzeit nicht aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwindet. Mangels anderer Schlagzeilen springen auch viele Medien sehr gut darauf an. Wenn ich allein an die Schlagzeilen über die eigentlich banale Bordwette, wann genau sie denn in NY eintreffen würden, denke…

  79. Ach ja, und warum, wenn nicht zu PR-Zwecken ist eigentlich der Dokumentarfilmer an Bord der Malizia?

  80. @noch’n Flo:

    „Die Art und Weise, wie Gretas öffentliche Auftritte und ihr Segeltörn medial in Szene gesetzt wurden ist also kein Beleg?“

    Für mich eigentlich nicht so ganz.

    Das mit Herrn Rentzhog ist richtig, wird aber bei „Correctiv“ relativ ausführlich beschrieben und sowohl GT als auch ihre Eltern haben sich von jeder kommerziellen Nutzung und, soweit ich weiß, auch von Rentzhog distanziert.

    „Entsprechende Pressemitteilungen“ gibt die GWUP auch bei jeder Veranstaltung heraus. Darin sehe ich noch keine PR-Kampagne.

    Zu einer „PR-Maschine“ würden nach meinem Verständnis schon bezahlte Profis, Agenturen etc. gehören.

  81. @noch’n Flo

    Über die Organisation werde ich mich in einer ruhigen Minute schlau machen.

    Aber was anderes: „Und glaubst Du ernsthaft, Gretas PR-Maschine arbeite komplett für einen warmen Händedruck?“

    Wie war das nochmal mit Indizien und stichhaltigen Beweisen, auf die du in dieser Diskussion so abhebst? Glauben heißt nicht wissen.

    Was ich also „glaube“, ist völlig irrelevant. Ich „weiß“ zudem nichts über „Gretas PR-Maschine“, weswegen ich mich wohlweislich auch noch nicht dazu geäußert habe.

    Und noch eine letzte Anmerkung: Es soll tatsächlich noch Personen auf dieser Welt geben, die für einen „warmen Händedruck“ arbeiten, wie z.B. in gemeinnützigen Organisationen oder Vereinen oder einfach nur, weil sie Spaß daran haben.

  82. @noch’n Flo:

    Der „Zweck“ ist für mich nicht so die Frage, der ist natürlich klar.

    Die Frage ist: Organisiert und inszeniert GT das geplant und zielgerichtet, oder kommen die Medien von selbst auf sie zu und treiben sie mehr oder weniger vor sich her?

  83. Kurze Zwischenmeldung:

    Die „üblichen Verdächtigen“ haben Erkenntnisse, dass Greta nicht mehr auf dem Boot ist, sondern nach USA fliegt und in der Nähe von Nantucket wieder an Bord geschmuggelt wird. (Der Kurs der Malizia sei verdächtig, weil die Zick-Zack und südlich des üblichen Frachtschiff-Routen fahren).

    @ Noch’n Floh: Was is‘ denn an dem/ den Akku/s auf der Malizia erwähnenswert?

    Das sind nach meiner Kenntnis „ordinäre“ Akkus auf Li-Basis. Halt realtiv neueste Entwicklungsgeneration.

  84. @Karsten Hilse:

    Sie kann doch nicht einfach so einen Rothschild-Kahn verlassen!

    https://www.mimikama.at/allgemein/greta-rothschild-boot/

  85. @ Karsten Hilsen:

    Wie schmutzig das Herstellen von Akkus ist, sollte ja wohl inzwischen jedem klar sein. Spätestens seit der entsprechenden Debatte um E-Autos.

  86. @ Bernd Harder:

    „„Entsprechende Pressemitteilungen“ gibt die GWUP auch bei jeder Veranstaltung heraus. Darin sehe ich noch keine PR-Kampagne.“

    Das ist sicherlich Definitionssache. Von einer Kampagne spricht man allgemein ja eher, wenn eine kontinuierliche, auf ein bestimmtes Ziel gerichtete Pressearbeit vorliegt. Würde ich bei Greta eher sagen, als bei der GWUP.

  87. Jetzt kommt’s richtig dicke für noch’n Flo:

    „Thunbergs Auftreten, ihr Verhalten zwingt die Menschen dazu, über sich selbst nachzudenken und ihre Ansichten selbstkritisch zu betrachten. Es kommt zu inneren Konflikten, und das ist nichts, was man üblicherweise gerne macht. Es gibt Leute, die sich damit schwerer tun. Meine Vermutung: Das sind Menschen, die mit Blick auf Umweltschutz und womöglich allgemein politisch konservativ sind. Die vielleicht meinen, wir könnten ungehindert so weitermachen wie bisher, die Umwelt ausbeuten und daraus Profit ziehen.“ (https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_86267362/greta-thunberg-warum-ist-die-klimaaktivistin-fuer-manche-so-ein-hassobjekt-.html)

  88. @ Michael Fischer:

    Wieso „dicke“? Das ist nur eine Mutmassung.

    Im Gegenzug hätte ich hier eine aktuelle Umfrage der Schweizer Jugendzeitschrift „Friday“ zum „Greta-Effekt“:
    https://www.friday-magazine.ch/articles/was-der-greta-effekt-mit-uns-gemacht-hat

    Die Strahlkraft scheint sich da doch eher in Grenzen zu halten. Und sooo umweltbewusst scheinen die jungen Menschen geworden zu sein.

  89. @ Bernd Harder:

    Warum will man dann eigentlich das Wahlalter senken?

  90. @noch’n Flo:

    Ich denke nicht, dass das den Parteien nützen würde.

  91. @noch’n Flo: Na gut – dann halt „dünne“.

  92. „Ihre Reise in die USA sei klimaschädlich, so ein Vorwurf. Und in den sozialen Medien wird sie offen angefeindet. Greta Thunberg sagt dazu: nichts. Indem sie sich auf die Provokationen nicht einlässt, zeigt sie wahre Größe.“

    https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/greta-thunberg-straft-ihre-kritiker-mit-schweigen-kommentar-a-1283421.html

  93. @ RPGNo1:

    Ich sehe da nicht die Provokation, Greta wird da einfach mit dem Umstand konfrontiert, einen kapitalen Denkfehler gemacht zu haben (damit sie nicht selber fliegen muss, lässt sie andere fliegen). Ihr Schweigen zeigt nur, dass sie dem nichts entgegenzusetzen hat.

  94. @noch’n Flo

    Du hast deine Vermutung. Aber beweisen kannst du sie nicht.

    Zudem solltest du nicht übersehen, dass Greta Thunberg, seit ihre Aktionen in der Öffenlichkeit bekannt wurden, von verschiedenster Seite auf das übelste persönlich attackiert wurde. Für manche Personen ist sie offenbar der leibhaftige Gottseibeiuns. Da genügt auch jetzt wieder ein Blick in die Kommentarspalte.

  95. @ RPGNo1:

    „Du hast deine Vermutung. Aber beweisen kannst du sie nicht.“

    Ebensowenig, wie sich beweisen lässt, dass sie schweigt, weil sie sich nicht provozieren lassen will. Und die „wahre Grösse“ ist nur eine mögliche Interpretation.

  96. @noch’n Flo

    „Und die „wahre Grösse“ ist nur eine mögliche Interpretation.“

    Da stimme ich dir zu. Denn es ist ein Kommentar der Autorin, keine Reportage.

  97. ich lese weit oben was von „panikmache“, weil man mittlerweile jedes wetterphänomen auf den KW zurückführt und die diskussion die realität verläßt und zum linkgrünen politikum verkommt….. ernsthaft?

    panikmache? politisierung? mir reicht es bereits, dass die 1,5 Grad mittlerweile bereits erreicht sind, sämtliche wissenschaftliche prognosen beinahe monatlich nach oben korrigiert werden müssen und sich an den polen, gletschern und permafrostgebieten die vorgänge beschleunigen, teilweise unerwartet schnell.

    vor solchen hintergründen verbietet sich jede betitelung von sorgen und beobachtungen der alltäglichen umweltvorgänge als „panikmache“, zumal die zunahme bestimmter wetterphänomene (wenn auch nicht aller) sehr wohl etwas mit dem KW zu tun hat, darüber ist doch nun wirklich genug gesagt und publiziert worden.

    forderungen bezüglich einer anderen umwelt- und energiepolitik sind deshalb nicht automatisch linksgrünversifft, sondern verständlich, auch dann, wenn sie naiv und so nicht durchführbar sind.

    ich sehe die politisierung des themas hier eher von denen angestiftet, die sie bemerkt haben wollen….. und das geht mir gewaltig auf den keks….

  98. @ jan schaap:

    „mir reicht es bereits, dass die 1,5 Grad mittlerweile bereits erreicht sind“

    Tatsächlich? Und bezogen auf welchen Ausgangswert?

    „sämtliche wissenschaftliche prognosen beinahe monatlich nach oben korrigiert werden müssen“

    Werden sie das? Wäre mir nicht aufgefallen…

    „und sich an den polen, gletschern und permafrostgebieten die vorgänge beschleunigen, teilweise unerwartet schnell.“

    Für Letzteres hätte ich ebenfalls gerne eine Quellenangabe.

    Du scheinst selber der Panikmache in den Medien auf den Leim gegangen zu sein.

  99. In Zukunft dürfte die Teilnahme an den Freitags-Demos wohl durchaus härtere Konsequenzen als bislang haben:

    https://www.welt.de/politik/deutschland/video199160379/Bernd-Buchholz-und-Yvonne-Gebauer-zu-Schulpflicht-und-Klimademos.html

  100. @noch’n Flo:

    „In Zukunft dürfte die Teilnahme an den Freitags-Demos wohl durchaus härtere Konsequenzen als bislang haben.“

    Ich war schon gespannt, wie lange wir die Diskussion sachlich halten können. Ne Weile ging es ja gut – steuern wir jetzt wieder zielsicher auf Deine Lieblingsthemen „Greta“ und „Schulstreiks“ zu?

    Nochmal: Das ist Deine *Meinung*, dass Du das schlecht findest. Andere sehen es anders, und gut ist.

  101. @noch’n Flo:

    Ich bin zwar nicht direkt angesprochen, aber dennoch:

    Tatsächlich? Und bezogen auf welchen Ausgangswert?

    „Der Absolutwert der globalen Mitteltemperatur beträgt ungefähr 15 Grad, aber er ist weder genau bekannt noch relevant. Was zählt ist die Veränderung der globalen Temperatur, und die ist bestens dokumentiert und hat bereits erhebliche Auswirkungen auf uns Menschen.“

    https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/verwirrspiel-um-die-absolute-globale-mitteltemperatur/

    Derzeit sind wir bei etwa einem Grad Erwärmung seit der Industrialisierung. Da sich fast die Hälfte der Erderwärmung der letzten eineinhalb Jahrhunderten in den letzten 30-40 Jahren vollzog, ist davon auszugehen, dass die 1,5 bald erreicht sind. Konkret wird das 2030 erwartet:

    https://www.spektrum.de/kolumne/die-welt-wird-viel-schneller-heiss/1626358

    https://www.n-tv.de/politik/Erderwaermung-um-1-5-Grad-kaum-aufzuhalten-article20659033.html

    Für Letzteres hätte ich ebenfalls gerne eine Quellenangabe.

    „Gletscher, Schnee und Dauerfrostböden tauen. Diese Satellitenbilder zeigen den Klimawandel – und wie er außer Kontrolle gerät.“

    „Die globale Erwärmung beschleunigt sich. Drei Trends – ansteigende Emissionen, abnehmende Luftverschmutzung und natürliche Klimazyklen – treffen in den kommenden 20 Jahren zusammen und sorgen dafür, dass die Änderung des Klimas schneller und heftiger verläuft als erwartet.“

    „Die Erderwärmung treibt den Eisrückgang auf Grönland voran. Laut einer Studie schmilzt das Eis auf der Insel viermal so schnell wie noch im Jahr 2003.“

    https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2019-06/klimawandel-treibhausgaseffekt-erderwaermung-folgen

    https://www.spektrum.de/kolumne/die-welt-wird-viel-schneller-heiss/1626358

    https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2019-01/klimawandel-groenland-erderwaermung-gletscher-eisrueckgang

  102. @ Bernd Harder:

    „Ne Weile ging es ja gut – steuern wir jetzt wieder zielsicher auf Deine Lieblingsthemen „Greta“ und „Schulstreiks“ zu?

    Nochmal: Das ist Deine *Meinung*, dass Du das schlecht findest. Andere sehen es anders, und gut ist.“

    Ich finde die Demos absolut in Ordnung, nur nicht, dass dafür die Schule geschwänzt wird. Und ohne diesen Umstand würden in Deutschland wohl kaum auch nur annähernd so viele Kids auf die Strasse gehen. Hat man hier in der Schweiz schön beobachten können – da wurde Samstags demonstriert, und da kamen (gemessen an der Bevölkerungszahl) nicht einmal annähernd so viele Demonstranten zusammen, wie in Deutschland. Und es wurde beileibe nicht so oft demonstriert.

    Wenn demnächst gegen die Demonstranten härtere Sanktionen verhängt werden, werden Meinungen kein grosses Gewicht mehr haben in dieser Diskussion.

    Nebenbei: über Greta diskutieren wir in diesem Diskussionsfaden schon eine ganze Weile…

    Ansonsten danke, dass Du jan schaap gezeigt hast, dass es eben jetzt (noch) nicht 1.5°C sind. Und dass das Eis „unerwartet schnell“ zurückgeht, geht aus Deinen Links auch nicht wirklich hervor. Das wurde schon seit über 20 Jahren prognostiziert, aber damals hat kaum jemand die Rufe gehört. Vor allem diejenigen nicht, die jetzt plötzlich so entsetzt sind.

    „Ich war schon gespannt, wie lange wir die Diskussion sachlich halten können.“

    Ist sie von meiner Seite immer noch.

  103. @noch’n Flo:

    „Ich finde die Demos absolut in Ordnung, nur nicht, dass dafür die Schule geschwänzt wird.“

    Ich weiß. Andere finden eben auch das in Ordnung.

    „Und dass das Eis „unerwartet schnell“ zurückgeht, geht aus Deinen Links auch nicht wirklich hervor.“

    Nun ja, finde ich schon. Oder deutlicher:

    „Niemals hätte Funk [Glaziologe] sich damals vorstellen können, dass die Gletscher so schnell schmelzen würden, niemand konnte das. „Man ging eher von einem Stillstand aus.“

    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/gespraech-mit-einem-glaziologen-ueber-gletscher-16304208.html?GEPC=s3&premium=0xb93f4e3ab256cf1b56072e8cf0ce7531

    „Das Eis in Grönland schmilzt so schnell, wie es Forscher für 2070 als Worst Case vorhergesagt haben.“

    https://www.businessinsider.de/eis-in-groenland-schmilzt-viel-schneller-als-bislang-vermutet-2019-8

    „Forschende der ETH und der WSL haben das Eisvolumen der Gletscher weltweit neu berechnet. Sie kommen auf deutlich kleinere Werte als bisher angenommen.“

    https://telebasel.ch/2019/02/11/gletscher-schmelzen-weltweit-schneller-als-erwartet/

  104. Hier ist ein nettes Fundstück, das mit den Auswirkungen des Klimawandels verknüpft ist. Indonesien will die Haupstadt nach Borneo verlegen, da Teile Jakartas in wenigen jahren im Meer zu versinken drohen.

    https://www.sueddeutsche.de/politik/indonesien-indonesien-bekommt-eine-neue-hauptstadt-1.4577557

  105. @ RPGNo1:

    Da bekommt Jakartas Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2032 aber echt Probleme.

    Was die Eisschmelze angeht: das mag schneller sein, als einige dachten, aber nochmal: solche düsteren Prognosen gab es schon vor 20 Jahren, nur wurden diese – sogar von damaligen Klima“experten“ – als Übertreibung abgetan.

  106. Hinweis, wie wirkmächtig „FFF“ (geworden) ist:

    Als ich den Link zum Video von „noch’n Floh“ anklickte, kam als erstes ein Werbespot vom Modehaus „C&A“ für ein Neues Kinder-Mode-Programm, „Kids for tomorrow“ welches eindeutig die FFF adaptiert hat.

    In dem Spot sind fröhliche Kinder auf einem „Schulhof“ mit Schildern in der hand, ein Kind hat eine „Flüstertüte“, Klickt man weiter bei C&A findet man T-shirts für „kleine Weltretter“ mit Motiven welche jenen von FFF stark ähneln.

    „Cui Bono“ auf dumm könnte fragen: will Noch’n Floh werbung für C&A machen ;) Oder is‘ FFF+ G…a gar ein schlauer Werbegag des Textil-Gewerbes?

    Natürlich nicht, eine solche Werbekampagne eines großen Handelshauses war vor einem Jahr unmöglich vorrauszusehen. Und niemand kann jetzt sagen, ob diese Werbung nicht ein riesen Flop wird.

    Ansonsten war in dem „eigentlichen“ Video (frage: was ist hier das „Eigentliche“ Werbung oder das Folgende) nix neues zu FFF zu erfahren.

    @Noch’n Floh: Es geht eben nicht um Demos, sondern um zivilen Ungehorsam.

    Dazu gehört, dass die Protagonisten bestimmte Regeln gezielt, bewusst und -immer wieder reflektiert- übertreten. Die drohenden Sanktionen werden dabei ebenfalls bewusst in Kauf genommen. Rosa Parks, die im Bus Sitzen blieb,

  107. re: Indonesien / Jakarta / Verlegung der Kapitale / s.o. 27.8./19:33

    Meiner persönlichen Ansicht nach ist die „Süddeutsche Zeitung“ mit ihrer „Online“-Ausgabe (!) seit ewigen Zeiten keine verlässliche Quelle (wie übrigens praktisch alle „Online“-Ausgaben von Zeitungen).

    Die „Online“-„Redaktion“ setzt (wie alle anderen auch) zu sehr auf Klickzahlen, Clickbait und „Zielgruppen“-Bezug („Zielgruppe“ nach Interpetation der „Online“-Redaktion) – in praktisch jedem Ressort ausser „Wissen“ (ohne „Gesundheit“) führt die Netz-Kuratierung zu Verkürzungen, Verfälschungen, Fehlbetonungen und (mindestens hinsichtlich der Headlines und Snippets) zu blanker Falschinformation.

    Hinsichtlich der Problematik Jakartas als Siedlungsfläche ist der wesentliche Aspekt, dass verschiedene (grosse) Teile der Siedlungsfläche unterschiedlch stark sinken. Ursache dafür ist sehr schlicht die Ungeeignetheit von großen Teilen des Besiedlungsareals für jede Form von Bebauung (Sumpfland, Flussdelta-Gebiet, geologische Struktur des Untergrunds). Diese „Erkenntnis“ ist nicht neu oder überraschend – das wussten auch schon die Ururgroßmütter/väter.

    Bei Sinkraten einzelner Areale, die durchaus zwischen 3 und 10 (!) Zentimetern *pro Jahr* liegen, ist die Erkenntnis auch ganz allgemein unvermeidbar für jeden Einzelnen. Einzelne Teile des Ballungsraum-Areals haben sich in den letzten wenigen Jahrzehnten um mehr als zwei Meter gesenkt und es werden für einzelne Flächen weitere zwei Meter (Minimum) in den nächsten zwei (!) Jahrzehnten erwartet. Diese Ungeeignetheit als Bebauungsflächen führt zu drastischen Folgeproblemen aller Art:

    Spannungsrisse an Fundamenten, Gebäuden und überhaupt aller Infrastruktur, Absaufen erheblicher Anteile des städtischen Areals und des Umlandes bei Flutungen nach Starkregen oder Flusshochwasser, permanente Kosten der Gegensteuerung, die allerdings hinsichtlich der ausgedehnten „Slum“-Gebiete (bzw. vglb. „Billig“-Gegenden) in der Regel „versickert“ (Korruptionsprobleme).

    Die Klimaerwärmung hat diese Altproblematik des Siedlungsgebiet weder „verursacht“, noch trägt sie derzeit und in den nächsten Jahrzehnten wesentlich dazu bei. Durch den beständigen Anstieg des Meeresspiegels (mit im Vergleich zum Senken geringfügigen Raten) verschärft es das Problem „nur“.

  108. @RPGNo1:
    Der Hauptgrund für das Versinken von Jakarta ist doch das Absacken des Untergrundes (vor allem auf Grund einer zu großen Entnahme von Grundwasser), und nicht der Anstieg des Meeresspiegels.
    Also das würde auch ohne Klimawandel so passieren.
    Ist hier schön dargestellt.
    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/jakarta-in-indonesien-eine-millionen-metropole-versinkt-im-meer-a-1232208.html

  109. @noch’n Flo

    Vor 20 Jahren hatten wir alle auch einen Computer mit Pentium-Prozessor und 10 GB Festplatte, der mit Windows 98 lief, und wir waren stolz darauf, mit unseren Nokia-Handys SMS zu versenden. ;)

  110. @Terri, ajki

    Ich schrieb, „das mit den Auswirkungen des Klimawandels verknüpft ist.“

    Richtig, das Absacken des Bodens ist der Hauptgrund. Aber die weltweit steigenden Meerspiegel verschärfen das Problem noch.

    https://www.br.de/klimawandel/meeresspiegel-steigt-klimawandel-meer-eis-eisschmelze-pole-100.html
    https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-12/folgen-klimawandel-sahelzone-russland-indonesien-auswirkungen-erderwaermung/seite-4

  111. @ RPGNo1:

    Was auch immer Du mir damit sagen willst…

  112. Aber das ist doch genau der Punkt, warum aufgrund der irreführenden *medialen* Kolportage „Alarmismus“-Schreier ein gewisses Maß an Rechtfertigung haben (was wohlverstanden mit allen wissenschaftlichen Argumentationen überhaupt gar nichts zu tun hat).

    Ja, naürlich macht die Klimaerwärmung „alles“ schlimmer, vor allem in der mittel-/längerfristigen Zukunft. Aber z.B. hinsichtlich der Probleme des Siedlungsraumes Jakarta und Umland sind alle Klimawandel-Effekte derzeit und in der näheren Zukunft völlig vernachlässigbar.

    Alle Probleme, die für diesen Siedlungsraum bestanden und derzeit bestehen, haben Gründe und Ursachen völlig außerhalb klimatischer Änderungen. Hier sind Anpassungsleistungen geboten, die auch ohne jeden Klimawandel an sich notwendig sind.

    Die Problematik von riesigen Ballungsräumen aufgrund massivem Zuzug aus dem Umland auf völlig ungeeignetem Grund, vor allem ohne jede infrastrukturelle Grundlegung (da durch den schnellen Aufwuchs und andere Rahmenbedingungen nur schnell/billig/schlecht gebaut wurde/wird), betrifft durchaus etliche Metropolregionen weltweit.

    Diese Probleme mit dem Klimawandel zu verknüpfen, obwohl Gründe/Ursachen auf völlig anderem Feld liegen, ist eine mediale Fehlleistung, die nur durch den Trigger-Effekt (Clickbait) hervorgerufen wird und ganz grundsätzlich vermieden werden sollten.

  113. @noch’n Flo

    Worauf spielt deine Frage an?

  114. @ RPGNo1:

    Welche Frage?

  115. @ajki : Exakt so sehe ich das auch. Solche medialen und aktivistischen Fehlleistungen sind dann nur eine willkommene Steilvorlage für die echten Wissenschaftsleugner.

    Die gute Sache rechtfertigt eben nicht, Fakten zu verbiegen oder gar alternative Fakten zu verbreiten.

    Dazu komme ich auch in Teil 3 meiner Serie: Behauptungen (zB Rezo), (heutige) Naturkatastrophen seien allgemein auf den Klimawandel zurückzuführen, sind einfach falsch.

  116. @noch’n Flo

    Ok, ich glaube, heute ist einer dieser Tage, wo so einiges kommunikationstechnisch von meiner Seite aus schief läuft.

    Nochmal von vorne: Worauf spielt deine Anmerkung „Was auch immer Du mir damit sagen willst…“ an?

  117. Greta Thunberg ist an der Freiheitsstatue von Tausenden Schülerinnen begeistert empfangen worden.
    (Wenn das auf Fotos so nicht zu sehen ist, beweist das nur, wie dreist die Mainstream-Presse die Welt manipulieren will. )

  118. „Solche medialen und aktivistischen Fehlleistungen sind dann nur eine willkommene Steilvorlage für die echten Wissenschaftsleugner.“

    Das glaube ich nicht.

    Denn diese Leugner verfolgen ja i.d.R. eine neoliberale wirtschaftspolitische Agenda, wonach wir im Grunde gar keine Probleme hätten und daher auch nicht handeln bräuchten. Zur Not würden wir mit Hilfe der Technik schon noch alles hinkriegen. Leugnung des Klimawandels dient ja nur als Mittel zum Zweck.

    Derartige Probleme in Weltmetropolen wie Jakarta sind aber Wasser auf die Mühlen von Menschen mit grüner Gesinnung. Von daher werden die Leugner dieses Thema lieber nicht hochkochen.

  119. Ich kann weder im Artikel der Zeit noch der SZ eine aktivistische Fehlleitung bzw. Alarmismus erkennen. Beide benennen deutlich die Hauptursache des Versinkens von Jakarta, nämlich das unkontrollierte Abpumpen des Grundwassers. Dieses Absinken erhält das durch den Klimawandel versuchte Ansteigen der Meere ein zusätzliche bittere Note. Teile der Stadt drohen früher unbewohnbar zu werden.

  120. @ RPGNo1:

    „Worauf spielt deine Anmerkung „Was auch immer Du mir damit sagen willst…“ an?“

    Auf Deinen Kommentar mit den Computern und Handys früher.

  121. @ Karsten Hilsen:

    An der Freiheitsstatue findest Du IMMER tausende Menschen, das ist nichts Besonderes.

  122. @noch’n Flo:
    Ich bitte hiermit um Entschuldigung; Offensichtlich geht die Ironie darin nicht ausreichend hervor.

    Der Beitrag ist als eine Anspielung an die Trumpschen Äußerungen zur Zuschauerzahl bei seiner Amtseinführung gedacht. („die größte Menschenmenge bei einer Präsidenten-Einführung“).

    Ich dachte mir so: Wie isses, wenn man nu selber mal solch einen offensichtlichen- und ja jederzeit zu wiederlegenden Blödsinn behauptet. („Bullshit“)

    Tatsächlich hat die Ankunft der Malizia bei europäischen, besonders deutschen Medien großes Interesse, bei US-amerikanischen Medien artiges aber verhaltenes Interesse hervorgerufen.

    Auf Fotos sind jeweils einige Dutzend Menschen zu sehen.

    Die Korespondentin der TAZ schreibt von über hundert SchülerInnen bei einem organisierten Empfang an der Marina, wo die Malizia einen Liegplatz hat.

    Die Protagonistin hat, in sehr routiniertem Englisch, den US-Präsidenten aufgefordert auf die Wissenschaftler zu hören und erklärt, dass keine Zeit zu verlieren sei.

  123. Zitat:
    jan schaap
    27. August 2019 um 14:31

    „ich lese weit oben was von „panikmache“, weil man mittlerweile jedes wetterphänomen auf den KW zurückführt und die diskussion die realität verläßt und zum linkgrünen politikum verkommt….. ernsthaft?“

    Also ich merke hier im Spessart/Franken deutlich die Folgen, besonders die Trockenheit, die schon seit ca. 10 Jahren immer schlimmer wird…der Wald vor meiner Haustür stirbt langsam ab, dieses Jahr war es in den Extremen heißer als je zuvor, auch das Unwetter-Potenzial nimmt zu…bei dem letzten Unwetter vor zwei Wochen hier, sind Bäume umgestürzt, die schon seit hundert Jahren hier standen, viele alte Eichen sind vernichtet worden…viele Apfelbäume, die schon seit Generationen bewirtschaftet worden sind, sind verloren…alles das ist nicht mehr normal. Ich hatte immer schöne Äpfel, die ich ernten konnte, aber dieses Jahr sind es nur kümmerliche Äpfel, die von Schädlingen angenagt sind…es geht alles so schnell, schneller als ich es gedacht hätte.
    Die Gauß’sche Glockenkurve verschiebt sich in Richtung der Extreme, dh Extreme werden immer wahrscheinlicher…

  124. @noch’n Flo

    „Auf Deinen Kommentar mit den Computern und Handys früher.“

    Danke. Das sollte eine launige Anspielung auf diesen Kommentar sein: „solche düsteren Prognosen „gab es schon vor 20 Jahren.“ Ich hätte dich besser zitieren sollen, sorry.

    In diesen 20 Jahre hat sich sehr viel getan, sowohl was Technik (Handys, Computer) als auch wissenschaftliche Erkenntnisse (wie in der Klimatologie) angeht.

  125. Eine Leseempfehlung – Bettina Wurches Rant: „Atmosphärenforscher erklärt: Die Brände im Amazonas-Regenwald bedrohen NICHT die Sauerstoffversorgung der Erde“

    http://scienceblogs.de/meertext/2019/08/30/atmosphaerenforscher-erklaert-die-braende-im-amazonas-regenwald-bedrohen-nicht-die-sauerstoffversorgung-der-erde/?all=1

  126. @ RPGNo1:

    Und? Macht das die Prognosen von damals etwa falsch?

  127. @ crazyfrog:

    „Sie schreibt, dass sie vor den Protesten keine Energie und keine Freunde gehabt habe. „Ich saß nur alleine zu Hause, mit einer Essstörung. All das ist nun weg, seit ich meine Bestimmung gefunden habe, in einer Welt, die für so viele Menschen manchmal bedeutungslos erscheint.““

    Und wenn sie nicht mehr mitmacht, droht ihr all das wieder wegzubrechen. Sorry, aber das Mädchen ist doch regelrecht dazu verdammt, weiterzumachen. Und genau das macht sie manipulierbar.

  128. Tonne treten oder nicht:

    „Wann kehren wir endlich zu dem guten Prinzip zurück, dass Zweifel keine Ketzerei, sondern Mittel der Erkenntnis ist? Wann erkennen wir wieder an, dass politischer „Konsens“ den Tod wissenschaftlicher Neugier bedeutet? Wann treten wir endlich einen Schritt zurück und betrachten das ganze Bild? Wann erkennen wir an, dass es nicht darum gehen kann, der Erde eine willkürlich ausgedachte „Wohlfühltemperatur“ zu verpassen, sondern jeder Veränderung im Klima mit Anpassung zu begegnen, während wir gleichzeitig menschliches Fehlverhalten abstellen, dessen Auswirkungen heute gern pauschal dem Klimawandel zugeschlagen werden?“

    https://www.achgut.com/artikel/beweise_bitte_ein_star_der_klimaforschung_vor_gericht

  129. @Beatrice Mayer:

    Das ist in mehrfacher Hinsicht falsch.

    – Es geht nicht um eine „willkürlich ausgedachte Wohlfühltemperatur“ (die gibt es nicht), sondern um die Begrenzung der Erwärmung.

    – „Wann kehren wir endlich zu dem guten Prinzip zurück, dass Zweifel keine Ketzerei, sondern Mittel der Erkenntnis ist?“

    Klimawandelleugner sind aber keine „Zweifler“ mit fundierten kritischen Fragen oder diskutablen neuen Erkenntnissen, sondern sie leugnen den Forschungsstand bzw. bestreiten jegliche gesicherte Erkenntnis.

    – „sondern jeder Veränderung im Klima mit Anpassung zu begegnen.“

    Das wird längst getan, denn vollständig wird man den Klimawandel gar nicht mehr aufhalten können.

    – „während wir gleichzeitig menschliches Fehlverhalten abstellen, dessen Auswirkungen heute gern pauschal dem Klimawandel zugeschlagen werden?“

    Genau darum geht es. Mit diesem Schlusssatz zeigt der Autor (ungewollt?), dass er genau verstanden hat, was Sache ist. Was soll also das vorherige Rumgeschwurbel?

    Das haben wir doch alles schon mal – auch mit Ihnen – diskutiert.

  130. Eieieieiei, so viel verschwörungstheoretisches Geschwurbel am frühen Morgen…

  131. @Beatrice Mayer

    Die Achse des Guten als seriöse Quelle zu präsentieren, zeugt schon von einer gewisser Chuzpe. Denn sein Autor Roger Letsch sollte sich das nächste Mal in sorgfältiger Recherche üben, bevor er einen Artikel verfast, der auch COMPACT gut zu Gesicht steht, und darin den Klimawandelleugner Ball feiert.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Ball

    „The defendant Ball did not “win” the case. The Court did not find that any of Ball’s defenses were valid. The Court did not find that any of my claims were *not* valid. […] This ruling absolutely does not involve any finding that Ball’s allegations were correct in fact or amounted to legitimate comment. In making his application based on delay, Ball effectively told the world he did not want a verdict on the real issues in the lawsuit.“

    https://twitter.com/MichaelEMann/status/1164910044414189568

    Ein klassisches Eigentor der Klimaleugnerszene, wie es eigentlich nicht anders zu erwarten war.

  132. Dieser Effekt des Klimawandels auf die Hitzeextreme übertrifft die Voraussagen vieler regionaler Klimamodelle, wie die Forscher im Rahmen ihrer Studie feststellten. „Der beobachtete Trend übertrifft den simulierten bei fast 75 Prozent der Modelle“, berichten sie. „Die Mehrheit der Modelle neigt dazu, die Intensivierung der Hitzeextreme zu unterschätzen und die Erwärmung der Kälteextreme zu überschätzen.“

    https://www.scinexx.de/news/geowissen/europa-klimaextreme-ueberholen-prognosen/

    Mein Fazit: 75% der Klimamodelle taugen nichts. Unter den verbleibenden Modellen könnte es aber eines geben das stimmt. Man müßte nur wissen welches. Gibt es schon eine Liste der Klimamodelle, am Besten sotiert nach top + flop?

  133. @uwe hauptschueler:

    „Unter den verbleibenden Modellen könnte es aber eines geben das stimmt.“

    Das kann man so nicht sagen.

    Es gibt unterschiedliche Modelle zu unterschiedlichen Zwecken von unterschiedlicher Komplexität und Zuverlässigkeit.

    Gerade regionale Klimamodelle sind halt sehr schwierig:

    https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Klimamodelle

  134. @Uwe:

    Mit Sicherheit nicht, denn das bringt ja nichts.

    Nehmen wir an, Du hast die Nummer 1 gefunden und dann stellt sich heraus, dass es sich dabei um dasjenige handelt, das für die Arktis gilt – und nun?

  135. „So wurden die Klimaänderungen der letzten 10 000 Jahre zuerst mit EMICs untersucht, wobei man eine relativ plötzliche Änderung der Vegetation der Sahara vor 6000 Jahren entdeckt hat.“
    [https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Klimamodelle#cite_note-Knutti_2008-9

    „Die Sahara wandelte sich langsam zur Wüste…
    Aus den Vegetationsdaten lässt sich auf die Regenmenge rückschließen. Die Niederschläge gingen zwischen 6000 und 4300 Jahren vor heute von über 250mm/Jahr auf unter 150mm/Jahr zurück. Danach sanken sie bis 2700 vor heute auf den gegenwärtigen Wert von weniger als 50mm/Jahr ab. Die Umwandlung zog sich demnach über Jahrtausende hin.
    Klimamodellierer haben bisher allerdings ein anderes Bild gezeichnet….“
    VDI nachrichten 12.12.08
    vgl.[https://www.scinexx.de/dossierartikel/allmaehliches-austrocknen-statt-abruptem-wechsel/
    Klimamodellierung mit Skepsis zu betrachten, scheint mir nicht unvernünftig.

  136. Zitat Ralf i.V.
    Ich hatte immer schöne Äpfel, die ich ernten konnte, aber dieses Jahr sind es nur kümmerliche Äpfel, die von Schädlingen angenagt sind

    Dazu muß ich sagen, daß ich den Begriff „Schädlinge“ eigentlich nicht mag und auch immer froh war, wenn Hornissen an den Äpfeln nagten und ich auch weniger schöne Äpfel an den Bäumen für Insekten und Vögel hängen ließ…aber das kann ich nur machen, weil ich keinen kommerziellen Apfel-Anbau betreibe, denn dort weht der Wind ganz anders…bei mir im Garten geht es nur biologisch zu, aber ich kann es mir auch leisten ;-)

  137. @Uwe: „Klimamodellierung mit Skepsis zu betrachten, scheint mir nicht unvernünftig.“

    Ein Punkt für Dich – von Rahmstorf persönlich: „Inzwischen ist klar: Die Kritiker haben einen Punkt. Denn während die Klimaforscher die globale Erwärmung seit einem halben Jahrhundert zwar grundsätzlich richtig vorhergesagt haben, lagen sie bei Tempo und Ausmaß einiger Entwicklungen falsch.“ (https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/klima-die-menschheit-verliert-die-kontrolle-ueber-den-zustand-der-erde-a-1284286.html)

  138. Boris Herrmann verteidigt bei Markus Lanz Gretas Segeltörn:

    https://de.nachrichten.yahoo.com/daf%C3%BCr-beschuldigt-profi-skipper-verteidigt-091915387.html

    „Gegen Vorwürfe, die Reise im Flugzeug anzutreten, hätte unterm Strich eine günstigere CO2-Bilanz zur Folge gehabt, verteidigte der 38-Jährige Hamburger seine berühmte Passagierin. „Sie ist die Umweltaktivistin, wir sind die Profisegler“, stellte Herrmann klar. „Wir tun uns zusammen, um sie CO2-neutral von Plymouth nach New York zu bringen. Was wir außerhalb von dieser Sache machen, ist unser Thema. Dafür kann sie nicht beschuldigt werden.““

    Nö, Ihr habt nur gegenseitig für Euch Werbung gemacht.

    „Der Profi-Segler reagierte damit auf die Kritik daran, dass die Boots-Crew die Rückreise nach Europa im Flugzeug angetreten habe. Greta Thunberg sei damit einverstanden gewesen, sie wolle niemandem ein Verhalten vorschreiben, sondern lediglich auf ihr Thema aufmerksam machen. Zur Verteidigung der Schülerin zitierte Herrmann einen Vergleich: „Wenn ein Veganer ein Taxi nimmt, und der Taxifahrer isst nach der Fahrt ein Steak, kann man den Veganer dafür nicht verantwortlich machen.““

    Nota bene: nicht alles, was hinkt, ist auch ein Vergleich. Peinlich!

  139. @noch’n Flo

    Das habe ich auch gesehen, und ja, der Vergleich hinkt gewaltig….

    Ich bin schon seit Jahrzehnten ein „Klima-Aktivist“ (im Sinne des Gegengenteils eines Leugners)…aber seit Greta und die Friday-Kids aufmarschieren, bin ich wohl ein „einsamer Wolf“, denn damit will ich mich identifizieren…auch wenn ich an einer leichten Form des Aspergers-Syndrom „leide“, bin ich nicht per se solidarisch mit Greta.

  140. @ Ralf i.V.:

    „denn damit will ich mich identifizieren…“

    Fehlt da eventuell ein „nicht“? Ansonsten ist Deine Aussage irgendwie widersprüchlich.

    „auch wenn ich an einer leichten Form des Aspergers-Syndrom „leide“, bin ich nicht per se solidarisch mit Greta“

    Spalter! Die geheime Asperger-Weltregierung wird sich Deiner annehmen. ;)

    Im Übrigen ist der Begriff „Asperger“ doch eigentlich schon längst überholt, da spricht man heutzutage doch von einer „Autismus-Spektrum-Störung“. Ist das ausser mir noch keinem in der Berichterstattung aufgefallen?

  141. Das Bullshit_Bingo ist tatsächlich BULLSHIT. Schon der Begriff Klimaleugner ist Unsinn, weil man das Klima nicht leugnen kann. Es gibt aber bislang keine wissenschaftliche Beweise für die Richtigkeit des CO2 Modells und für den Anteil des Menschen. Der Spruch „99% der Forscher sagen…“ ist Unsinn. Im 18.Jahrhundert waren fast alle Physiker der Meinung, dass die Newtonsche Mechanik das Verhalten von Teilchen etc richtig beschreibt, bevor Planck EIN Gegenbeispiel fand.
    Wir sollten uns lieber durch Forschung auf kommenden Wandel einstellen anstatt unsere Wirtschaft durch sinnlose Verbote zu zerstören und Milliarden für Dinge ausgeben, die nichts bringen.

  142. Hans Richter:

    Gerne zum gefühlt 100.000sten Mal (Sie sehen, es macht uns überhaupt nichts aus, dass Kommentatoren die Suchfunktion nicht finden und vielleicht erst mal schauen, ob Ihre Fragen nicht schon x-mal beantwortet worden sind):

    Schon der Begriff Klimaleugner ist Unsinn, weil man das Klima nicht leugnen kann.

    Wird auch in der x-ten Wiederholung nicht origineller. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich der Begriff „Klimaleugner“ längst als Abkürzung für Leugner des a) anthropogenen b) Klimawandels etabliert, siehe z.B.:

    Die sogenannten Klimaleugner – damit sind Menschen gemeint, die an der Tatsache zweifeln, dass der Mensch im Zuge der Industrialisierung durch Emissionen an Treibhausgasen aus Fabriken, Verkehr und Landwirtschaft maßgeblich und nachweislich das Klima auf der ganzen Erde auf gefährliche Weise verändert.

    Es gibt aber bislang keine wissenschaftliche Beweise für die Richtigkeit des CO2 Modells.

    Gibt es, zum Beispiel

    https://www.nature.com/articles/nature14240

    und für den Anteil des Menschen

    Falsch:

    https://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-die-co2-emissionen-des-menschen-sind-winzig

    Der Spruch „99% der Forscher sagen…“ ist Unsinn. Im 18.Jahrhundert waren fast alle Physiker der Meinung, dass die Newtonsche Mechanik das Verhalten von Teilchen etc richtig beschreibt, bevor Planck EIN Gegenbeispiel fand.

    a) Auch Sie wissen möglicherweise nicht, was ein „wissenschaftlicher Konsens“ eigentlich genau ist – jedenfalls keine „Meinung“.

    b) Newton hat die klassische Mechanik beschrieben, keine „Teilchen“-Physik.

    Quantenphysik und Relativitätstheorie fußen auf der klassischen Mechanik und haben diese lediglich erweitert, aber nicht ihrer unveränderten Gültigkeit beraubt.

    Wir sollten uns lieber durch Forschung auf kommenden Wandel einstellen anstatt unsere Wirtschaft durch sinnlose Verbote zu zerstören und Milliarden für Dinge ausgeben, die nichts bringen.

    Das sind *politische* Fragen. Darüber kann und muss man diskutieren – nicht aber über die Fakten.

  143. Bedeutung der Atomkraft sinkt weltweit

    „Generell würden sich neue Kernkraftwerke nur rechnen, wenn deren Erbauer staatliche Subventionen erhielten. Die Kosten für den Bau neuer AKW beliefen sich auf mindestens 112 Dollar pro Megawattstunde. Bei Fotovoltaikanlagen seien es nur mindestens 36 Dollar, bei Windanlagen an Land sogar teils nur 29 Dollar.“

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/atomkraft-bedeutung-der-kernenergie-sinkt-weltweit-a-1287760.html

  144. @RPGNo1 solche Berechnungen stellen sich meist als Milchmädchenrechnugnen hinaus, bei der man an den Annahmen und Parametern solange dreht, bis das gewünschte Ergebnis herauskommt. Es gibt auch andere Einschätzungen, siehe mit Bezug auf Deutschland: http://environmentalprogress.org/technology-innovation-economics/#nuclear-too-expensive

    Unabhängig vom allem wundert mich aber auch – selbst wenn die Annahmen stimmen sollten – wenn mit kapitalistischen Begründungen plötzlich Maßnahmen gegen den Klimawandel als „zu teuer“ gelten.

    Mit der Abschaltung des Kernkraftwerkes Phillipsburg wird sich die CO2-Bilanz verschlechtern ohne dass es offenbar jemanden stört. Mit der weiteren Abschaltung der deutschen Kernkraftwerke werden nach der Studie von Khachera und Sato (2019) weitere 16.000 Menschen durch zusätzliche Luftverschmutzung auch ganz ohne Klimawandel sterben.

    Somit hat die anti-AKW-Bewegung mit zu den heute hohen CO2-Belastungen beigetragen, sie wird die CO2-Problematik künftig auch weiter verschärfen. Die Klimawandelleugner erzeugen zwar jede Menge Bullshit, an der heutigen Situation haben sie weltweit wenn überhaupt nur eine marginale Rolle gespielt, in Deutschland gar nicht.

  145. Super, da präsentiert die GroKo nach Wochen und Monaten endlich mal ein Konzept zur Klimarettung, und nur 2 Tage später dann das:

    https://www.nau.ch/news/europa/merkel-und-akk-fliegen-in-zwei-maschinen-in-die-usa-65587737

    Wie war das noch gleich mit Wasser predigen und Wein trinken?

  146. @ Bernd Harder:

    Dass es vier Flzugzeuge sind, steht aber auch in dem von mir verlinkten Artikel.

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