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Neues Buch von Holm Hümmler: „Verschwörungsmythen“

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Im April erscheint das neue Buch von Dr. Holm Hümmler:

Verschwörungsglaube hat Konjunktur, sogar in der Weltpolitik findet er heute Anhänger. Könnte hinter den Vorstellungen der „Verschwörungstheoretiker“ vielleicht doch mehr als nur ein Fünkchen Wahrheit stecken? Wer für seine Behauptungen überprüfbare Belege anführt, verdient, damit ernst genommen zu werden. Um zu prüfen, ob Mythen oder Fakten hinter den „Theorien“ stehen, sollte sich jemand mit entsprechender Fachkompetenz damit befassen.

Das vorliegende Buch hat sich dies zur Aufgabe gemacht – es geht verschiedenen Behauptungen im Bereich Naturwissenschaft und Technik auf den Grund. Die Ergebnisse sind verblüffend, die Erklärungen oft erstaunlich einfach. Wer ehrliche Antworten und Anstöße für eigene Recherchen und Überlegungen sucht, wird sie ganz besonders zu schätzen wissen.

Hümmler selbst schreibt dazu:

Erfreulicherweise sind es oft die Verschwörungsgläubigen selbst, die eine faktenbasierte Diskussion, gerade mit naturwissenschaftlichen Argumenten, suchen – dabei aber oft die Fakten oder ihre Zusammenhänge nicht richtig verstehen. Vom 11. September bis zur flachen Erde: Wer meint, eine Verschwörung durchschaut zu haben, argumentiert gerne naturwissenschaftlich, macht aber nur allzu oft den Anschein zum Beweis.

An dieser Stelle hakt das Buch ein und nimmt sich exemplarisch einige der bedeutendsten modernen Verschwörungsbehauptungen vor. Wie stichhaltig sind die vorgebrachten Belege? Wie realistisch sind die alternativen Erklärungen? Und lässt sich daraus ein Muster erkennen, wie Verschwörungsgläubige argumentieren und wie man ihnen begegnen kann?

Die Hardcore-Verschwörungspropagandisten wird man so nicht überzeugen können – dazu gibt es auch sonst kein Patentrezept. Man kann sich aber mit dem Wissen und den Methoden wappnen, ihnen nicht auf dem Leim zu gehen.

Bei unserem „Skeptical“ am 30. Mai in Augsburg erklärt Hümmler, wie das Debunking von Verschwörungstheorien geht.

Zum Weiterlesen:

  • Holm Hümmler: Verschwörungsmythen. Wie wir mit verdrehten Fakten für dumm verkauft werden. Hirzel 2019, 224 Seiten, 19,80 €
  • Ein neues Buch zu einem (fast) anderen Thema, Relativer Quantenquark am 16. März 2019
  • Von JFK zur „Truman Show“: Verschwörungstheorien auf Netflix, Amazon & Co., Die Presse am 22. März 2019
  • Was zeigen die Fotos aus dem Inneren von „Chemtrail-Flugzeugen“? Mimikama am 18. März 2019
  • Neuerscheinung: Fake News und Verschwörungstheorien als Comic-Buch, GWUP-Blog am 15. März 2019
  • Für Schulen in Augsburg und Schwaben: Projekttag zum Thema Fake News und Verschwörungstheorien, GWUP-Blog am 18. März 2019

13 Kommentare

  1. Auch eine Form von Beweissuche:

    Auf der Suche nach dem Ende der Welt: Flat Earthers planen einen Arktis-Trip

    https://www.futurezone.de/digital-life/article216715837/Auf-der-Suche-nach-dem-Ende-der-Welt-Flat-Earthers-planen-einen-Arktis-Trip.html

  2. Was ein französischer Verschwörungstheoretiker mit dem Terroranschlag in Neuseeland zu tun hat

    https://www.nzz.ch/international/christchurch-und-verschwoerungstheorien-aus-frankreich-ld.1469282

  3. @ crazyfrog:

    Die Reise zum Ende der Welt ist immerhin ein streng empirisches Verfahren. Wir werden sehen, wie die Flat Earther die Daten im Lichte ihrer „Theorie“ interpretieren.

    @ Bernd Harder:

    Jordan Peterson ist ein Trottel, sein Buch Friseurladenlektüre.

  4. @Joseph Kuhn, er mag sowas wie ein Trottel sein, doch es berufen sich Rechtsradikale, Antifeministen, Rassisten auf ihn, die den nicht beim Friseur lesen, und gemeinsam werden sie gefährlich werden.

  5. „Jordan Peterson’s Murky Maps of Meaning. Peterson’s book is weak as anthropology, psychology, philosophy, and politics.“

    Paul Thagard Ph.D.

    https://www.psychologytoday.com/us/blog/hot-thought/201803/jordan-petersons-murky-maps-meaning

  6. Das klingt nach einem interessanten Ansatz. Ich werde es auf jeden Fall lesen!

    Zum Blogpost selbst eine Sache: ich erkenne nicht, wieso nach dem Text von Herrn Hümmler direkt irgendwelche Uhrzeiten angegeben werden. Darunter steht ein Link zur Skepkon… Das war etwas verwirrend. Mein Vorschlag:

    [Text von Holm Hümmler, in kursiv, wie gehabt]

    [Text mit Überleitung zur Skepkon]

    [Uhrzeiten]

  7. Mh, nur als Taschenbuch? Kommt das auch als E-Book raus?

  8. Zu „Kommt das auch als E-Book raus?“:

    Tatsächlich ist es so, dass man eine Art von eBook schon jetzt (also vor Verkaufsstart des Taschenbuchs) erwerben kann – was ich gestern mit Dank an die GWUP für die Vorstellung gerne getan habe.

    Was heißt „eine Art von eBook“ hier? Nuja, es ist ein pdf-Format – was ich persönlich nach gegebenem Stand der Entwicklung von eBook-Readern _NICHT_ für ein eBook-Format halte (aus technischen Gründen; pdf sind eine „Fotokopie“, kein fortlaufender Text).

    Allerdings wird im Impressum die ISBN mit dem Klammerzusatz versehen „(E-Book, PDF)“.

    Das weist darauf hin, dass auch Autor und Verlag verstehen, dass man pdf sehr schlecht in „echten“ eBook-Readern lesen kann und sie dementsprechend den Unterschied zwischen pdf und eBooks kennen/verstehen.

    Und sie vielleicht irgendwann mal ein echtes eBook-Format platzieren werden. Hümmlers „Relativer Quantenquark“ wurde ja auch als echtes eBook vertrieben

  9. @ajki:

    Tatsächlich, den Button hatte ich gar nicht gesehen.

  10. Unser guter Bekannter Alexander Unzicker hat (übrigens wohlwollend featuring: Den alten Fragensteller Daniele Ganser! Yay!!) seine Sicht auf den Begriff „Verschwörungstheorie“ zusammengeschrieben. Er differenziert darin aber praktisch nicht und sieht in dieser Bezeichnung, wenig überraschend, vor allem einen Diffamierungsversuch.

    Ich empfehle trotzdem die Lektüre, und zwar als Übung in Debattierkunst: Wo macht er genau welche Fehler? Ich gebe zu, dass ich seiner durchaus eleganten Rabulistik ohne Vorkenntnisse (u.a. dank Harder und Hümmler) wahrscheinlich zum Opfer gefallen wäre.

    https://www.heise.de/tp/features/Was-bedeutet-eigentlich-Verschwoerungstheorie-4338293.html

    https://www.heise.de/tp/features/Die-Forderung-nach-dem-Nichtgebrauch-des-Verstandes-hat-Konjunktur-4339542.html

  11. @2xhinschauen:

    Den ersten Teil konnte ich partiell noch mitgehen – der zweite ist nur noch Geschwurbel, praktisch Satz für Satz falsch.

  12. ajki: hm, sehr schade. Denn ich würde das Buch ja auch gerne auf einem E-Reader lesen. Also, dann vorerst eben nicht. Schade.

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