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Antrag: Gesundheitsminister sollen Heilpraktikerwesen reformieren oder abschaffen

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Geht endlich was?

Der im nordrhein-westfälischen Brüggen-Bracht tätige Heilpraktiker Klaus R. wird sich demnächst vor Gericht verantworten müssen.“

Und:

Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) Hamburg „empfiehlt den Landesministerien eine „zwingende Reformbedürftigkeit des Heilpraktikerwesens“ festzustellen. Infolgedessen soll eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe eingerichtet werden, um bis zum kommenden Jahr eine grundlegende Neuregelung des Berufsstands zu prüfen“, berichtet MedWatch.

Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe soll nun prüfen, ob und gegebenenfalls wie „eine Aufhebung des Heilpraktikergesetzes erfolgen soll“, heißt es in dem Antrag.

Doch die Hamburger Behörde bringt neben der Auflösung des Berufsstands auch eine „Ausweitung der Vorbehaltstätigkeiten“ zugunsten akademischer Heilberufe und Gesundheitsfachberufe ins Spiel: Derzeit dürfen Heilpraktiker beispielsweise keine Infektionskrankheiten behandeln und keine Geburtshilfe leisten. Außerdem käme eine Beschränkung der Heilpraktiker-Erlaubnis auf bestimmte Krankheitsbilder in Frage.

Bei „Fortbestehen des Heilpraktikerberufes“ soll außerdem geprüft werden, wie eine bessere Kontrolle der Heilkundeausübung gewährleistet werden kann.“

Zum Weiterlesen:

  • Antrag an Gesundheitsminister: Heilpraktikerwesen reformieren oder abschaffen, medwatch am 13. April 2018
  • Anklage gegen Heilpraktiker wegen Todesfällen, DAZ.online am 13. April 2018
  • Der Münsteraner Kreis kritisiert erneut die Krebsbehandlung durch Heilpraktiker, GWUP-Blog am 25. März 2018
  • “Gefährliche Hybris”: Interview mit Dr. Christian Weymayr zum Heilpraktiker-Unwesen, GWUP-Blog am 24. Januar 2018
  • Nur ein Papiertiger: die neuen Heilpraktiker-Leitlinien, GWUP-Blog am 26. Januar 2018
  • Die Hyaluron-Party ist vorbei: Drei tote Patienten einer alternativen Krebsklinik in NRW, GWUP-Blog am 5. August 2016

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