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Hey Kollegah, wir stehen bei Dir Schlange, um uns die 25 000 Euro für „Pizzagate“ abzuholen

| 65 Kommentare

Kollegah tönt wieder rum:

Berichtet mal zum Beispiel über Pizzagate!“

fordert er die Journalisten in Deutschland auf.

Das will sich „der alles zerberstende Weltmonarch“ (puls) sogar etwas kosten lassen:

Wenn da von euch einer mit Gewissen in irgendeiner Redaktion sitzt und über Pizzagate objektiv berichtet, ich gebe dir sofort auf die Hand 25 000 Euro.“

Nun kann man wohl davon ausgehen, dass Kollegah mit „objektiv berichten“ soviel meint wie: diesen Fake News-Unsinn mit irgendwelchen Pseudo-„Belegen“ zur Tatsache zu erheben – wie Kollege Naidoo das in seinem „Marionetten“-Song tut:

Und etwas namens Pizzagate steht auch noch auf der Rechnung.“

Wäre es anders, darf ich um die 25 000 Euro bitten – denn in meinem neuen Buch wird die Story zumindest kurz (Seite 122) gestreift.

Auch Sebastian Bartoschek meldet seinen Anspruch auf die Summe an:

Denn wesentlich mehr als das, was er dazu bei den Ruhrbaronen schreibt, gibt es in der Tat nicht zu sagen.

Aber wir wissen natürlich beide: Außer einer „richtig großen Klappe“ ist bei Kollegah nix dahinter.

Zum Weiterlesen:

  • Alles was Sie über Pizzagate objektiv wissen müssen, ruhrbarone am 6. April 2018
  • Bernd Harder: Verschwörungstheorien. Alibri 2018, 168 Seiten, 10 €
  • Warum Pizzagate kein Einzelfall bleiben wird, Süddeutsche am 7. Dezember 2016
  • Verschwörungstheorien: Ausgetauschte Völker und Kinderpornos in der Pizzeria, Süddeutsche am 5. Dezember 2017
  • Rap in Deutschland: Von NWO, Rothschilds und Illuminati, belltower am 24. Februar 2017
  • Hip-Hopper Fatoni und Rapper Blumio singen über Aluhüte und Verschwörungsfans, GWUP-Blog am 7. Dezember 2015
  • Aluhut ab: Deutschrap und Verschwörungstheorien, rap.de am 24. November 2015
  • Rapper Blumio distanziert sich von Jebsen und Xavier Naidoo, GWUP-Blog am 2. September 2015
  • Warum Kollegahs Ideologie zum Fürchten ist, puls am 22. Juli 2015
  • „Pizzagate“ im Rational Wiki
  • „Pizzagate“: Anatomy of a Fake News Scandal, rollingstone am 16. November 2017

65 Kommentare

  1. Wieder einmal stellt sich die beliebte Frage: „Ist das Kunst oder kann das weg?“

    Sorry, aber was hat dieser Typ eigentlich in seinem Leben geleistet, ausser den dicken Macker zu markieren? Und selbst das nicht einmal überzeugend. Das kommt dabei heraus, wenn deutsche Rapper (mit oder ohne Migrationshintergrund) versuchen, es ihren amerikanischen Gangsta-Idolen gleichzutun, aber nicht den Blassesten haben, wie das gehen soll.

    Kleiner Tip: das funzt hier in europa schon aufgrund ganz anderer Sozialstrukturen nicht. Und wegen eines unterschiedlichen Strafrechts.

    Und wegen einer anderen künstlerischen Historie. Und…

  2. Gut zu wissen, dass Kollegah ein Bruder im Geiste von Xavier Naidoo ist. Ansonsten gilt für Rapper: Epic Fail.

  3. Ich sage es ja nicht gerne, aber früher war wirklich alles besser: Da haben die großen bösen Rapperjungs nämlich nur festgestellt, daß sie allen aufs Maul hauen und mit ihrem Geschlechtsorgan (dem größten der Welt) ihre Kollegahs anal zu penetrieren gedenken.

  4. Tja… Kollegahs ? Nie gehört. Ist in der Tat etwas neues für mich. Naja… ist ja auch Banane. Er hatte von mir auch noch nie etwas gehört *gg

  5. @ borstel:

    „ihrem Geschlechtsorgan (dem größten der Welt)“

    Natürlich nur in der Eigenwahrnehmung. Warum sonst fahren die alle so dicke Autos?

  6. @Flo
    Ist doch klar, in kleinere Autos passt das mächtige Gemächt nächt.

  7. Man kann nicht singen, nicht spielen, nicht Noten lesen, nicht komponieren, nicht dichten – kann man immer noch Rapper werden.

  8. Aber eine Grundvoraussetzung sollte schon da sein: Böse gucken können!

  9. Ich wollte es lesen, aber der Text wurde nach wenigen Zeilen so hell und unleserlich, dass mir dies nicht mehr möglich ist. Zahlen oder abonnieren möchte ich nicht.

    Vielleicht ist es auch besser so. Denn vermutlich hätte ich mich mal wieder aufgeregt…

  10. @Pierre Castell:

    Lohnt sich nicht.

  11. @ C. Becker:

    „in kleinere Autos passt das mächtige Gemächt nächt“

    Zu diesem Thema gab es vor Jahren mal einen coolen Werbespot:

    https://www.youtube.com/watch?v=hnd85g2etxU

  12. Die Ironie der Geschichte liegt doch eigentlich darin, dass der gute Herr Kollegah genau das fordert, was er so grossspurig zu bekämpfen vorgibt: Journalisten, die dafür bezahlt werden, eine „objektive Wahrheit“ zu vertreten, die ihnen von irgendwelchen Hintermännern vorgegeben wird.

  13. Immer wenn ich von diesem Menschen höre, habe ich Reich-Ranicki im Ohr der fragt „Wer ist das? Ich kenne ihn nicht! Was hat er geleistet?“

    Jedenfalls gab Sky Nonhoff heute bei MDR Kultur einen trefflichen Kommentar zu dieser Echo-Geschichte ab. Darin heißt es: „Ihr halbalphabetisches Geklöppel über den Rumpelbeats klingt etwa so, als würden der islamistische Hassprediger Pierre Vogel und Ballermann-Barde Micki Krause gemeinsam eine Art Isch-kill-disch-Version von ‚Finger im Po, Mexiko‘ anstimmen.“

    Und: „Er klingt jetzt, als wollten sich die Halbstarken von 2018 in jenen Urschlamm zurückgraben, aus dem einst der Sound der Sonderschule kroch.“

    Der ganze Beitrag ist auf der Homepage des Senders übrigens unter dem Stichwort „Düsseldorfer Waschbretthirne“ zu finden.

  14. @ Onkel Michael:

    Mir kam da ja spontan folgendes Video in den Sinn:
    https://www.youtube.com/watch?v=MSNzIXa67Vw

  15. @ Onkel Michael
    Selten habe ich einen passenderen Kommentar gelesen.

    https://www.mdr.de/kultur/farid-bang-und-kollegah-fuer-echo-nominiert-100.html

  16. Meine Nachbarin sagte vorhin: „Solche Typen sind menschliches Ungeziefer!“

    Ich sagte: „Vorsicht, solche Aussagen kennen wir doch schon von…!“

    Ich sage es mit meinen Worten:
    Menschen, die soviel Hass, Verachtung und negative Gedanken verbreiten – also geistige Brandstifterei – verdienen meiner Meinung nach durchaus die Bezeichnung „Abschaum“!

  17. Wusste gar nicht, dass die „Söhne Mannheims“ auch schon wieder nominiert sind. Und dass „Frei.Wild“ 2013 von der Verleihung (wg. Verdachts auf rechtsextreme Tendenzen) ausgeschlossen wurden, hatte ich zwar mal am Rande mitbekommen, nicht aber, dass diese Band 2016 trotzdem einen „Echo“ gewonnen hat.

    Nun weiss ich zumindest, dass man diesen Preis getrost in die Tonne treten kann. Immerhin etwas.

  18. Und weiter bei „Spiegel online“. Da macht die „Antilopen Gang“ darauf aufmerksam, dass es bei Kollegah und Kollegen eben nicht nur um den provanten Gebrauch des Begriffs Auschwitz, sondern um mehr geht:

    Nicht die fragliche Zeile „Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen“ oder die Kunstfreiheit seien das Problem. Nicht einmal der Echo als Preis, mit dem ja offen Verkaufszahlen ausgezeichnet werden. Das Problem sei vielmehr, dass sich generell „reaktionäre Inhalte massenhaft“ verkauften und Deutschland demnach exakt die Echo-Preisträger bekommen hat, die es verdient: „Eine Diskussion über den Antisemitismus von Kollegah, der an Chemtrails und Pizzagate, aber nicht an die Evolution glaubt, findet in der aktuellen Debatte überhaupt nicht statt.“

    http://www.spiegel.de/kultur/musik/antilopen-gang-kollegah-sei-ein-faschistischer-agitator-a-1202878.html

  19. @noch’n Flo
    Der Echo ist in der Tat sinnbefreit. Denn: „[Er] orientiert sich an den Verkaufszahlen und Chartplatzierungen.“

    Deshalb hat ihn Jan Böhmermann im letzten jahr auch gehörig auf die Hörner genommen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Menschen_Leben_Tanzen_Welt

  20. Walulis hat es schön auf den . gebracht: https://www.youtube.com/watch?v=7a8jBxovU70

  21. Nach der Preisverleihung des Echos kommt das böse Erwachen beim BVMI. Oder sind es doch nur Krokodilstränen und am Ende kommt nur eine Seifenblase heraus?
    http://www.spiegel.de/kultur/musik/echo-nach-preis-fuer-kollegah-farid-bang-mechanismen-werden-ueberarbeitet-a-1203001.html

  22. Oh oh, da ist ein Vulkan am Brodeln. Zwei Gewinner haben bereits ihren Echo zurückgegeben. Und Klaus Voormann ist nicht gerade ein x-beliebiger Musiker.

    http://www.spiegel.de/kultur/musik/klaus-voormann-gibt-echo-fuers-lebenswerk-zurueck-a-1203161.html
    http://www.spiegel.de/kultur/musik/echo-notos-quartett-geben-ihren-preis-zurueck-a-1203100.html

  23. @ RPGNo1

    Aus meiner Sicht unverständlich, wie Thomas M. Stein darauf im Interview reagiert (spätestens jetzt weiß ich, was ich von ihm zu halten habe):

    http://www.t-online.de/unterhaltung/musik/id_83616540/nach-echo-voormanns-aktion-als-ob-in-china-ein-sack-reis-umfaellt-.html

  24. Antilopengang:

    „Eine Diskussion über den Antisemitismus von Kollegah, der an Chemtrails und den Pizzagate, aber nicht an die Evolution glaubt, findet in der aktuellen Debatte überhaupt nicht statt.

    Denn dann würde es nicht immer nur um Kunstfreiheit und diese eine Auschwitzinsassen-Zeile gehen. Diese eine schreckliche, aber vernachlässigenswerte Zeile, die tatsächlich eine Battlerap-Punchline ist, gefällt den wiedergutgewordenen Deutschen nicht, denn sie möchten bekanntlich stolz auf ihre Erinnerungskultur sein.

    Wollte man aber Kollegahs Antisemitismus thematisieren, müsste man über seinen Israelhass reden. Man müsste über den Wahn einer zionistischen Weltverschwörung reden. Man müsste zur Kenntnis nehmen, dass Kollegah sich genau wie die Nazis von religiöser Judenfeindschaft distanziert und sich unter den eigenen Fans Schutzjuden sucht, die ihn bestätigen und im Gegenzug freien Eintritt bei seinen Konzerten erhalten (ob sie zur Identifizierung einen gelben Stern tragen sollen, ist noch unklar).

    Man müsste sich mindestens mit dem Text seines verschwörungsideologischen Songs „Apokalypse“ befassen, denn der ist tatsächlich antisemitisch, wie zuletzt, allein auf weiter Flur, die WDR-Doku „Die dunkle Seite des deutschen Rap“ herausarbeitete.

    Auch sollte man beachten, dass es hier längst nicht mehr um HipHop geht, sondern dass Kollegah sich mittlerweile wie ein faschistischer Agitator geriert, der auf seinem Youtubekanal mit enormer Reichweite den Volkszorn gegen die Mächtigen, die Medien und andere Feinde schürt.“

    Hatte Herr B. bereits kommentiert, möchte ich aber gerne nochmal in voller Länge wiederholen.

    https://blog.gwup.net/2018/04/09/hey-kollegah-wir-stehen-bei-dir-schlange-um-uns-die-25-000-euro-fuer-pizzagate-abzuholen/#comment-135075

    https://www.facebook.com/antilopengang/posts/10156099412020575

  25. Ein weiterer Künstler gibt seinen Echo zurück:
    http://www.spiegel.de/kultur/musik/echo-2018-auch-pianist-igor-levit-gibt-seinen-preis-zurueck-a-1203226.html

    Der Kulturratspräsident verlässt den Beirat des Echo. Er sagt, dass die Entscheidung pro Kunstfreiheit (für Kollegah und Farid Bang) ein Fehler war.
    http://www.spiegel.de/kultur/musik/echo-2018-kulturratspraesident-christian-hoeppner-verlaesst-beirat-a-1203313.html

    Und zuletzt noch ein Kommentar:
    http://www.spiegel.de/kultur/musik/echo-2018-die-aufrechten-sind-zu-wenige-und-zu-alt-kommentar-a-1203218.html

  26. Die kriminelle Auschwitz-Aussagen von K. hin und her- Fakt ist erstmal , daß diese Type mit Kunst rein gar nichts zu tun hat, also bei Echo und und und nichts zu suchen hat. Er ist kein Künstler, sondern das Gegenteil davon, ein Zerstörer von Kunst und Kultur.

    Logischerweise hat die Frage nach Freiheit der Kunst in Zusammenhang mit seiner Person absolut keine Relevanz.

    Er ist eine kriminelle Dumpfbacke, ein Demagoge und Zerstörer.

  27. Die TV-Doku „Die dunkle Seite des deutschen Rap“ beleuchtet, wie tief der Antisemitismus bei Kollegah und Co. verankert ist. Hätten die Echo-Verantwortlichen doch diesen Film gesehen.

    http://www.spiegel.de/kultur/tv/kollegah-und-farid-bang-wie-antisemitisch-ist-der-deutsche-rap-a-1203607.html

  28. Wie kann man eigentlich ein Echo zurückgeben? – Es gibt sich doch selbst zurück – quasi wie bei einer Rückkopplung…und es kommt auch wieder zurück…da aber keine neue Energie durch Verstärkung hinzukommt, wird es nicht zu einem Tinnitus-erinnerten Piepsen, sondern schwächt sich ab, bis es verhallt.

  29. Ist ja nett, den Echo zurückzugeben.
    Soweit ich das verstanden habe, orientiert sich der an den Verkaufszahlen. Die sind es, die mir viel mehr Unbehagen bereiten…

  30. @Ich
    Nee, seit 2017 eben nicht mehr nur nach Verkaufszahlen:

    „Im nächsten Schritt konnten die Fachjury-Mitglieder aus den Nominierten ihren Favoriten wählen. Chartspositionen und Fachjurystimmen wurden gleichberechtigt addiert und so der Gewinner ermittelt.“

    http://www.echopop.de/pop-startseite/

    Also so einfach kann man es sich dann doch nicht machen, aber ich stimme überein: die Verkaufszahlen sind etwas irritierend.

  31. Naja, aber o.k. – ein deutliches Zeichen.

    Aber wenn es im nächsten Jahr wieder ähnlich unter neuem Namen weitergeht, dann ist das Ganze nur ein billiger Bluff!

    Mal abwarten…

  32. Dieter Nuhr in Höchstform. Er nimmt sich in seiner Sendung „Nuhr im Ersten“ (die ersten 5 min) der“Musiker“ Fahrid Bang und Kollegah sowie der Echodiskussion an.

    http://mediathek.daserste.de/NUHR-im-Ersten-Der-Satiregipfel/Die-Sendung-vom-3-Mai-2018/Video?bcastId=1858312&documentId=52149706

  33. @ RPGNo1

    Tausend Dank für den Tipp. Normalerweise schaue ich mir jede Sendung von/mit ihm an oder zeichne sie auf. Das hatte ich dieses Mal aber leider vergessen.

    Und wenn er was zu Fahrid Bang und Kollegah sowie der Echodiskussion zu sagen hat, dann MUSS ich das sehen/hören.

    Dieter Nuhr ist für mich der Beste seines Genres.

    Danke!

  34. @Pierre Castell
    Keine Ursache. :)
    Und was Dieter Nuhr angeht, da stimme ich dir uneingeschränkt zu.

  35. Pizzagate ist offensichtlich keine Verschwörungstheorie, sondern traurige Realität (die viele, wie so oft, aufgrund von ausgeprägter kognitiver Dissonanz, nicht wahrnehmen können)

    […]

  36. @FaktenCheck:

    Suchen Sie mal die „kognitive Dissonanz“ (wenn Sie schon den Begriff kennen) besser im Rasierspiegel.

    Sie glauben nicht ernsthaft, dass wir hier jemandem ein Forum geben, der als Absender eine „Truther“-Adresse angibt und auf eine „Pizzagate“-Seite verlinken will, die mit dem Impressum „We are Anonymous“ glänzt?

    Mann oh Mann.

    Für Sie:

    https://www.snopes.com/fact-check/pizzagate-conspiracy/

  37. http://www.spiegel.de/kultur/musik/xavier-naidoo-darf-nicht-antisemit-genannt-werden-a-1218816.html

    „Den Vorwurf antisemitischer Ressentiments wies [Naidoo] im Gerichtssaal zurück.
    Sein Sohn trage zudem einen hebräischen Namen.“

    Selten ein dämlicheres Argument gehört. Ein hebräischer Name ist ein Beweis dafür, dass eine Person keine Antisemit sein kann?

  38. @RPGNo1:

    Das entspricht so ziemlich seiner früheren Behauptung, ein Schwarzer könne per se kein Rassist sein.

    Von schwarzen Ku-Klux-Clan-Mitgliedern zum Beispiel hat der Mann auch noch nie was gehört.

  39. „Die Beklagte hatte dargelegt, dass Naidoo in seinen Liedtexten auch antisemitische Codes und Chiffren verwende. Diese seien ihm nicht bekannt, hielt der Musiker dagegen.“

    Stell Dich nicht dümmer als Du bist, Xavier! Du weisst sehr genau, was Du tust. Und wenn Du es nicht wüsstest, bliebe Dir immer noch die Möglichkeit, nachdem Du erfahren hast, was Deine Texte wirklich bedeuten, diese Songs vom Markt zu nehmen.

    Aber das fällt Dir ja nicht ein, das würde ja Deine Kundschaft vergraulen.

  40. @Bernd Harder
    Immerhin: „Die Referentin will nach Angaben der Amadeu-Antonio-Stiftung in Berufung gehen.“

    Ich wünsche ihr viel Erfolg bei diesem Schritt.

    @noch’n Flo
    Die Kundschaft steht momentan auch nicht mehr so fest zu ihm. Die letzte Tournee mit den Söhnen Mannheims war nur mäßig erfolgreich.
    https://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Xavier-Naidoo-und-die-anderen-Typen-id42436656.html

    Und sein Image ist spätestens seit dem Marionettensong ziemlich tief im Keller. Naidoo hat sich seit 2017 mit Auftritten in den Medien rar gemacht. Die Luft um ihn wird unangenehm kälter.

  41. Offtopic: Es ist sehr angenehm, dass es nun eine Korrekturfunktion für Kommentare in den ersten 5 Minuten gibt.
    Daumen hoch!

  42. @RPGNO1:

    Ich hatte in den letzten Wochen Projekttage an fünf verschiedenen Schulen aller Alterstufen. Dort habe ich u.a. Ausschnitte aus dem „Marionetten“-Song vorgespielt.

    Reaktion: null. Ich hatte fast den Eindruck, die Leute wussten gar nicht, wer das ist.

  43. @RPGNo1:

    Wir arbeiten noch an 15 Minuten.

  44. „Wie soll man die Textzeilen beurteilen, die Naidoo geschrieben und gesungen hat? Von „Baron Totschild“ ist da die Rede, eine Chiffre für die jüdische Bankerfamilie Rothschild, von einem „Schmock“, der ein „Fuchs“ ist. Mit „Marionetten“ lieferte er eine Wutbürgerhymne gegen vermeintliche „Puppenspieler“ verborgener Steuerungsmächte.

    Das sind lupenreine antisemitische Klischees und Codes. Die kenne er gar nicht – und deren Bedeutung sei ihm nicht bewusst gewesen, machte Naidoo vor Gericht geltend. Das wirkt unglaubwürdig.

    Naidoo ist kein naiver Pop-Traumtänzer, der sich in seinen Texten in eine extremistische Rollenprosa hineinbegibt, die nur aufrütteln oder zur Diskussion anregen will, aber nichts mit seiner Person zu tun hat.“

    http://www.spiegel.de/kultur/musik/xavier-naidoo-und-antisemitismus-denn-er-wusste-nicht-was-er-tat-kommentar-a-1218939.html

  45. „Ein Fehlurteil: „Xavier Naidoo hat seine antisemitischen und verschwörungstheoretischen Weltbilder immer wieder eindrücklich belegt“:

    https://www.facebook.com/bildungsstaette.anne.frank/posts/1905105926212981

  46. @Bernd Harder

    So einige Kommentatoren zum Artikel von Andreas Borcholte scheinen es anders zu sehen.

    Es gibt aber auch Zustimmung zum Autor. Besonders die folgende Aussage ist nachdenkenswert:

    http://www.spiegel.de/forum/kultur/xavier-naidoo-und-antisemitismus-man-muss-das-gift-benennen-thread-779339-2.html#postbit_66803542

  47. Medienwissenschaftler Marcus Kleiner über Xavier Naidoo:
    „Auch Naidoos Auftritt auf der Bühne der Reichsbürger sei ein weiteres Beispiel dafür, dass sich hier eine Person von einem Popstar zu einem Populisten entwickele: „Weil seine Musik so dürftig geworden ist und sein musikalischer Erfolg so dürftig geworden ist, und so gering geworden ist.““

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/medienwissenschaftler-ueber-xavier-naidoo-er-koennte-zu.1013.de.html?dram:article_id=423182

  48. @ Pierre C:
    Er braucht mehr als ein halbes Jahr und einen Besuch in Auschwitz, um zu erkennen, welch verachtenswürdige Zeilen er damals gerappt hat? Ernst gemeint? Nö, reine Taktik.

  49. @ RainerO
    „Ernst gemeint? Nö, reine Taktik!“

    So sehe ich das auch – leider.

    Aber man soll ja bekannterweise die Hoffnung nicht aufgeben…

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