Verschwörungsszene: Zwei Aussteigerinnen berichten

Zwei interessante Aussteiger-Storys:

Giulia Silberberger vom Goldenen Aluhut erzählt im Brand eins-Magazin (12/2017), wie sie “dem alltäglichen Wahnsinn entgegentritt”.

Der Artikel ist noch nicht online, bei detektor.fm gibt es aber einen Podcast-Bonus (zirka 16 Minuten).

Noizz hat sich mit Stephanie Wittschier von Nothing but the Truth und Die lockere Schraube unterhalten.

Ein Auszug:

In gewissen Bereichen wäre es sicher mal an der Zeit, dass die Politik reagiert.

Zum Glück werden wenigstens die Reichsbürger jetzt endlich vom Verfassungsschutz intensiver beobachtet, dafür haben viele Skeptiker der Verschwörungsszene auch schon jahrelang gekämpft. Leider werden Verschwörungsideologen immer noch als ungefährliche Spinner angesehen. Aber das sind sie bei weitem nicht.

Meiner Meinung nach muss man Verschwörungsideologen, ja die komplette Verschwörungsszene, unter Beobachtung stellen, denn das sind alles keine harmlosen Spinner. Verschwörungsideologen stacheln sich in ihren Gruppen immer mehr an und werden dadurch immer aggressiver und radikaler.

Dies beobachten wir jetzt schon seit einigen Jahren – es wird wirklich immer schlimmer.”

Umgekehrt schreibt die Journalistin Hanna Zobel bei bento, wie sie zur Verschwörungstheoretikerin wurde – allerdings nur für einen Tag, bei einem Workshop der Friedrich-Ebert-Stiftung:

So lustig die Diskussion auch war – sie hat mich zum Nachdenken gebracht. Darüber, wie mich komplexe Probleme wie Klimawandel, Sexismus oder der politische Rechtsruck zur Verzweiflung bringen. Darüber, warum Menschen sogar von Theorien überzeugt sind, die sich sehr einfach widerlegen lassen. Und darüber, wie auch ich mich mitunter von Informationen beeinflussen lasse.

Auch wenn es sehr schön war, ein paar Stunden lang eine eindeutige Erklärung für alles zu haben.”

Zum Weiterlesen:

  • Ex-Verschwörungstheoretikerin: Was hier passiert, ist Gehirnwäsche, noizz am 18. Dezember 2017
  • Gehirnwäsche, CIA und Wahrheitsdrogen, Deutschlandfunk Kultur am 18. Dezember 2017
  • Lachkampf, brandeins 12/2017
  • Von Chemtrails zu Morddrohungen: eine Verschwörungstheorie-Aussteigerin erzählt, Vice am 16. März 2016
  • Die heute-show über Chemtrails und das Buch einer Aussteigerin, GWUP-Blog am 18. Mai 2015
  • Chemtrails und goldene Aluhüte: Eine Verschwörungstheoretikerin steigt aus, GWUP-Blog am 4. Mai 2015
  • Neues Plonquez-Video und ein Aussteiger-Interview zum Thema „Chemtrails“, GWUP-Blog am 5. April 2014
  • Erfahrungen einer Aussteigerin: Verschwörungstheorien, Chemtrails und Morddrohungen, GWUP-Blog am 17. März 2016
  • Verschwörungstheorien – wie sie konstruiert sind und wer an sie glaubt, Stuttgarter Zeitung am 11. Dezember 2017
  • Warum glauben Menschen an Verschwörngstheorien? Fink.Hamburg am 14. Dezember 2017
  • Verschwörungstheorien: Die Aluhut-Bruderschaft, derStandard am 29. November 2017

3 Kommentare zu “Verschwörungsszene: Zwei Aussteigerinnen berichten”


  1. 1 crazyfrog 19. Dezember 2017 um 13:30

    Pittoresk, wie die Chemtrailqueen gegen das Interview schäumt:

    https://www.facebook.com/groups/nothing.but.the.truth1/permalink/983928305079835/

  2. 2 Natalie Grams 19. Dezember 2017 um 16:14

    Toller Artikel über Giulia. Im selben Heft ist übrigens auch einer über Mark Beneke. Lohnt sich also doppelt;-)

  3. 3 Bernd Harder 20. Dezember 2017 um 18:54

    @crazyfrog:

    Na ja, diese s.g. Chemtrailqueen hat wohl auch erhebliche Probleme …

    https://www.facebook.com/groups/nothing.but.the.truth1/permalink/984974504975215/

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