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Apsidendrehung: Flacherdler fragen – Skeptiker antworten

| 26 Kommentare

Youtube ist bereits voll mit – zum Teil bizarren – Auseinandersetzungen zwischen „Flacherdlern“ und „Globeheads“.

Umso mehr freuen wir uns, dass die Fraktion der Flache-Erde-Gläubigen nun auch den GWUP-Blog entdeckt hat. Denn hier werden Sie geholfen!

Schieben wir alle Invektiven beiseite, dann lassen sich aus einem „Flacherdler“-Kommentar, der dieser Tage hier bei uns einging, im Wesentlichen zwei Fragen extrahieren:

Wie erklärt sich denn die Apsidendrehung beim Erdumlauf um die Sonne? Ähnliches ist in unserer observierbaren Realität nicht ansatzweise irgendwo zu beobachten.“

Das ist nicht schwierig (und eigentlich sogar schon bei Wikipedia gut erklärt):

Die Apsidendrehung einer elliptischen Umlaufbahn ist eine fortschreitende Drehung der ganzen Bahn in der Bahnebene. Da es unserem Kommentator um eine Bahn geht, die die Sonne umläuft, kann man auch von einer Periheldrehung sprechen – im Gegensatz zur Perigäumsdrehung, wenn die Bahn die Erde umläuft.

Schlicht gesagt geht es darum, dass die Erdbahn um die Sonne kein Kreis ist, sondern eine Ellipse. Diese Ellipse steht aber nicht „raumfest“, das heißt, die Ellipsenbahn bleibt nicht auf ewig dieselbe Ellipsenbahn, sondern sie rotiert ein bisschen, verändert sich also ständig (Bild: Rainer Zenz, Public Domain).

Das hat zwei Gründe, nämlich

  • Bahnstörungen

Die (minimale, – 0,3 Grad pro Jahrhundert) Periheldrehung der Erdumlaufbahn wird durch die Schwerkraft der anderen Planeten, vor allem von Jupiter, verursacht.

Zudem ist die Sonne keine  Kugel, sondern ein abgeplatteter Ellipsoid, was zu einem leicht abgewandelten Gravitationsfeld gegenüber einer Kugel führt. Eine ideale Kugelform der Sonne würde eine perfekte Keplerbahn – also eine Ellipse ohne Apsidendrehung – der Erde zur Folge haben (Bild: Stündle/Mpfiz, Public Domain).

  • Relativistische Effekte

Die Newtonsche Gravitationstheorie ist nicht zu 100 Prozent exakt, sondern muss durch Relativitätstheorie ergänzt werden. In der Tat brachte Einsteins Erklärung der Periheldrehung des Merkur seiner allgemeinen Relativitätstheorie gleich nach deren Veröffentlichung im Jahr 1915 breite Akzeptanz unter Wissenschaftlern ein.

Schon im 19. Jahrhundert hatten immer bessere Teleskope offenbart, dass der Planet Merkur nicht ganz dem Newtonschen Gesetz folgt. Die Abweichung ergibt sich aus der gravitativen Krümmung der Raumzeit. Dazu gibt es einen schönen Podcast von Astrodicticum simplex.

 

Dass – wie unser Flacherdler schreibt – die Unterschiede zwischen dem Newtonschen und dem Einsteinschen Regelwerk in unserem Alltag nicht auffallen, liegt daran, dass relativistische Effekte erst bei große Massen und äußerster Präzision ins Gewicht fallen.

Völlig unklar bleibt uns indessen, was die Frage überhaupt mit einer „flachen Erde“ zu tun haben soll?

Zweite Frage unseres Flacherdlers:

Wie kann es sein, dass im Winter zwar die jeweilige Erdhalbkugel im Mittel zwar einen halben Erdradius (Erdradius Nordpol und Äquator: 0-6371km, also ~3180m) weiter von der Sonne entfernt ist, der Abstand Erde-Sonne im Winter aber 5 Mio km GERINGER ist als im Sommer?

Aber: ich bin sicher Globusapologeten haben bestimmt eine einleuchtende Erklärung dafür warum sich 5 Mio. km deutlich weniger auf den Temperaturuntewrschied auswirken als 3180 km.“

Haben wir.

Man könnte glauben, dass es sich um einen Widerspruch handelt, wenn es im Winter auf der Nordhalbkugel kühler ist, gleichzeitig aber die Erde sich näher an der Sonne befindet als im Sommer.

Grund für die Jahreszeiten sind aber nicht die Entfernungen zur Sonne (Bild: Horst Frank, Public Domain), die ja bis auf eine Winzigkeit für Nord- und Südhalbkugel gleich sind.

Entscheidend ist der Winkel, in dem die Sonnenstrahlung auf die Erde trifft. Da die Erdachse geneigt ist, steht die Sonne im Sommer hoch am Himmel der Nordhalbkugel und die Sonnenstrahlung trifft nahezu senkrecht auf die Erdoberfläche. Daher gibt die Strahlung pro Fläche mehr Energie ab, erwärmt sie also stärker als im Winter.

Denn im Winter steht die Sonne (auf der Nordhalbkugel) in Horizontnähe, die Tage sind kurz, und die Erdoberfläche wird von einem schrägen Winkel aus bestrahlt. So verteilt sich die gleiche Strahlung über eine größere Fläche, weniger Energie wird pro Fläche abgegeben und die Erdoberfläche weniger erhitzt.

Genau aus diesem Grund herrschen am Äquator das ganze Jahr über ziemlich gleiche und hohe Temperaturen, da dort der Einstrahlungswinkel immer gleich, nämlich senkrecht, ist und der Weg durch die Erdatmosphäre somit am kürzesten.

Diesen Effekt kann man mit einer Taschenlampe und einem Globus anschaulich machen: Der Lichtkegel ist klein auf einer senkrecht angestrahlten Fläche und wird zu einer langen Ellipse, je schräger man die Fläche anstrahlt.

Um den Abstand zur Sonne geht es dabei gar nicht.

Eine ganz andere Sache ist die Erdbahn: Sie ist in guter Näherung kreisförmig, aber eben nur in guter Näherung. Exakt betrachtet ist sie eine Ellipse. Das bedeutet, dass die Erde insgesamt manchmal weiter weg von der Sonne und manchmal näher an der Sonne ist – aber nur in einem Ausmaß, das verglichen mit der Distanz Sonne-Erde minimal ist und daher kaum Auswirkung hat.

Wie unser Flacherdler richtig schreibt, unterscheidet sich die Distanz zur Sonne zwischen Nord- und Südsommer eben nur um fünf Millionen Kilometer, also nicht einmal zwei Prozent. Für die eingestrahlte Energie macht das keinen nennenwerten Unterschied.

Wir danken Dr. Jenny Feige, Michaela Höpfner, Dr. Florian Aigner und Dr. Holm Hümmler für diese Erläuterungen.

Und schließlich hat Jenny Feige vom Zentrum für Astronomie und Astrophysik an der TU Berlin noch ein paar Gegenfragen an unseren Flacherdler:

Erstens:

Wie erklären denn die Vertreter der flachen Erde, dass man von der Nordhalbkugel aus beobachten kann, wie sich die Sterne aufgrund der Erdrotation alle um den Polarstern drehen und dass, je weiter man nach Süden kommt, der Polarstern immer näher Richtung Horizont rückt?

Am Äquator steht der Polarstern genau am Horizont, und noch weiter Richtung Süden, d.h. auf der Südhalbkugel, ist er komplett verschwunden. Statt dessen taucht ein neuer Punkt am Südsternhimmel nahe des Kreuz des Südens auf, um den sich nun alle Sterne des Südsternhimmels bewegen.

Meiner (möglicherweise naiven) Meinung nach kann man das nur dadurch erklären, dass man sich auf einer runden, rotierenden, Kugel bewegt und daher von unterschiedlichen Breitengraden aus verschiedene Abschnitte des Himmels sieht. Wie ist das auf einer flachen Erde möglich?

Wenn man mal Richtung Süden verreist, dann kann man sich dieses Phänomen tatsächlich mit eigenen Augen ansehen.“

Zweitens:

Wie erklärt man Mondfinsternisse (Erdschatten fällt auf den Mond und wird sichtbar für uns)?

Angenommen, die Erde ist ein runder, flacher Kreis, der Mond steht hoch am Himmel und die Sonne unter der Erde, dann könnte ein kreisförmiger Schatten auf dem Mond entstehen. Was ist, wenn die Mondfinsternis passiert, während der Mond knapp über dem Horizont steht? Dann würde die Sonne einen sehr elliptischen Schatten auf dem Mond produzieren.

Warum sehen wir aber auch in diesem Fall einen kreisförmigen Schatten? Mondfinsternisse passieren häufig, auch hier kann man einfach mal selbst hinschauen.“

Drittens:

Warum sind alle anderen Sterne und Planeten kugelförmig, nur die Erde angeblich nicht? Planeten im Sonnensystem kann man schon mit einfach Ferngläsern/Teleskopen beobachten.“

Wir sind gespannt auf die Antworten.

Zum Weiterlesen:

  • Rapper will beweisen, dass die Erde eine Scheibe ist – so reagieren prominente Astronauten, geo.de
  • „Verschwörungstheorien richten großen Schaden an“, geo.de
  • Video: So erklären „Flat Earther“ die flache Erde, GWUP-Blog am 1. Juli 2017
  • Mittelalter-Flacherde reloaded, Psiram am 16. September 2017

26 Kommentare

  1. Welche deutschsprachige Flacherdlerseite hat den höchsten Unterhaltungswert? Ich bitte um Empfehlungen.

  2. @uwe hauptschueler:

    Das müsste „vegan & lecker“ sein, deren Youtube-Kanal ist aber gerade (ich glaube, gestern) gesperrt worden.

    Es kursieren aber noch zahllose Ausschnitte daraus, z.B. bei „Flo Plus“ (Aufklärer):

    https://www.youtube.com/watch?v=hHC_S9wb-xA

  3. Moin,
    vielen Dank. Entschuldigung ich habe mich unpräzise ausgedrückt, mir ist nur an Textbeiträgen gelegen.

  4. @Uwe:

    Primär diverse Facebookgruppen.

  5. Welchen Sinn hätte eine Verschwörung?
    Was soll damit erreicht werden?
    Man müßte Millionen von Bildern und Unterrichtsmaterialien fälschen, mathematische, physikalische und astronomische Modelle müßten erfunden werden, nur daß die Menschheit nicht erkennt, daß wir auf einer Scheibe leben?
    Ich frage noch einmal: Welchen Sinn hätte eine solche Verschwörung?

  6. Wäre ein flacher Planet physiklisch überhaupt möglich? Könnte er sich in unserem Universum spontan bilden?

  7. @Ralf
    „Welchen Sinn hätte eine solche Verschwörung?“

    Da gibt es vielfältige Ansätze. Eher religiöse Flacherdler sind überzeugt, dass dunkle Mächte versuchen, ihren Gott aus dem Bewusstsein der Menschen zu verdrängen, weshalb die Lehre vom Universum und den Planeten erfunden wurde, in der ihr Gott keinen Platz mehr hätte. Besagte Mächte wollen ihre Macht sichern und sich nicht einem Gott unterordnen.

    Oft wird aber überhaupt kein Sinn benötigt. SIE haben ohnehin nur Bösses im Sinn und lügen nur um der Menschheit zu zeigen, dass sie sie nach belieben manipulieren können. Je größer die Lüge, desto größer die Macht (und Machtdemonstration) über die Menschen.

    Wer immer und überall eine Verschwörung sieht, kann sowas problemlos in sein Weltbild integrieren.

    Teilweise wird auch überhaupt kein Sinn hinter einer Verschwörung vermutet. Es genügt das gute Gefühl der Überlegenheit, dass man die Täuschung durchschaut hat und eine er wenigen erleuchteten Personen ist und damit Teil einer Wahrheits-Elite.

  8. Daß man darüber überhaupt diskutiert, ruft bei nur Kopfschütteln hervor.

  9. Meinen einzigen Flacherdler-Bekannten wollte ich wie folgt überzeugen:

    Alle Orte auf dem Äquator lassen sich in Realität in einer geraden Linie verbinden. Wäre die Erde eine Scheibe, wäre diese Äquatorlinie ein Kreis. Wieso lässt sich diese Krümmung nicht nachweisen?

    Antwort: DIE manipulieren sogar die Messgeräte!

    Darauf fiel mir nichts mehr ein.

  10. Ich so als Mathelegasteniker:

    wenn nach biblisch, fundamentalistischer Vorstellung die Erde erst 6000 Jahre alt ist, die Erde eine Scheibe ist und Gravitation eine Lüge ist, wenn der Eindruck von Gravitation dadurch entstehen soll, dass sich die Erdscheibe „nach oben“ beschleunigt so wie ein Fahrstuhl, wie gross wäre dann die aktuell Geschwindigkeit dieser Erdscheibe? Würde mich über das Ergebnis freuen.

    Das allein sollte schon die Absurdität dieser Flacherdelei aufzeigen.

  11. Welchen Sinn hätte eine Verschwörung?

    Cui bono?

    @theskeptator

    Es genügt das gute Gefühl der Überlegenheit, dass man die Täuschung durchschaut hat und eine er wenigen erleuchteten Personen ist und damit Teil einer Wahrheits-Elite.

    Das wäre meine beste Vermutung in diesem Fall.

  12. @ K.Adams
    wie gross wäre dann die aktuell Geschwindigkeit dieser Erdscheibe?

    Das wären dann 3600 Sekunden mal 24 Stunden mal 365 Tage mal 600 Jahre mal 9,81 m/s² gleich 1,86 Billionen m/s oder 6,68 Billionen km/h.

    Nun weiß ich nicht, ob die Flacherdler die Lichtgeschwindigkeit als Obergrenze anerkennen. Wenn ja, wäre bei 300 Millionen m/s oder 1080 Millionen km/h Schluss.

  13. @ theskeptator: Danke schön.

  14. @ K.Adams

    „mal 6000 Jahre“ muss es natürlich heißen. Das Ergebnis stimmt aber.

  15. @nota.bene:

    nope.

  16. @ nota bene:

    „Wäre ein flacher Planet physiklisch überhaupt möglich? Könnte er sich in unserem Universum spontan bilden?“

    Für Kleinplaneten, Asteroiden, Kometenkernen gar kein Problem. In diesen Populationen findet man so ziemlich jeden krummen Hund – irgendwo wird möglicherweise etwas herumschwirren, was einer Scheibe ähnlich sieht, und sei es auch nur als Trümmerstück einer Kollision mit seinesgleichen. Erinnert sich noch jemand an das Aussehen von „Tschuri“?

    Der „Trick“ dabei ist die geringe Masse. Ab einer bestimmten Massenansammlung wird schon bei der Entstehung solcher Himmelskörper der Druck und damit die Temperatur aus der gegenseitigen Gravitation so groß, dass die Masse plastisch wird und eine praeter propter gleichmäßige Verteilung um den Massenschwerpunkt herum eintritt.

    Wie bedeutend dieser Effekt ist, kann man sogar an ausgewachsenen Planeten beobachten. Mars zum Beispiel hat nur etwa ein Zehntel der Erdmasse – aber viel höhere Berge. Olympus Mons überragt seine Umgebung um mehr als 26 km. Dass die Erhebungen der Erde das nicht erreichen, ist eine Folge genau des nivellierenden Effekts der kumulierten Masse.

    Eine Masse der Erde würde sich niemals als platte Scheibe gebildet haben können. Aber das sind Feinheiten, für die man so etwas abgedrehtes wie „Schwerkraft“ unterstellen müsste, für die Flachheinis also indiskutabel.

  17. Schaut euch mal Daphnis und Pan, die Saturnmonde, an! Die haben immerhin Hutkrempen, die in Richtung Scheibe gehen. Scheint aber von der Dynamik her noch rätselhaft zu sein. Sind auch mit knapp 8 bzw. 24km eher nicht in Planetengröße ;-)

  18. Die Bauchbinden der beiden Saturnmode werden wahrscheinlich laufend aus aufgesammeltem Ringmaterial gespeist. Ansonsten sind das einfache Sphäroide.

  19. @nota.bene
    Das denke ich, ist den Flacherdlern scheißegal, da nicht mehr die Erde ein Teil des Universums ist, sondern der „Mittelpunkt“ (lustig: ein Punkt verbindet man mit einem Kreis oder Kugel ;-))
    Das Universum richtet sich nach der (gottgeschaffenen) Erde…und nicht andersherum!
    Ich warte nur noch auf einem Tweet von Donald Trump: The Earth is flat! (again?)

  20. Was viele nicht wissen:

    Natürlich ist die Erde eine Scheibe, allerdings zieht sie ihre Bahnen nicht wie immer angenommen waagrecht durchs All, sondern lotrecht. Heißt also aufrecht stehend. Wir Menschen leben quasi im dauerhaften 90° Winkel zu dieser Scheibe und werden durch spezielle Zentrifugalkräfte so gehalten.

    Alkohol wiederum hat die spezielle Wirkung, dass diese Zentrifugalkräfte außer Kraft gesetzt werden, deswegen fällt man im betrunkenen Zustand auch nicht hin, sondern die Erde kommt auf einen zu und schlägt dich KO.

    DAS IST DER WAHRHEIT(TM)

    Und nächste Woche erkläre ich, was Chemtrails und dicke Bohnen miteinander zu tun haben.

  21. Hallo, ein Hinweis zur senkrechten Sonneneinstrahlung am Äquator noch. Auch dort ist diese nur zweimal im Jahr senkrecht, nämlich zu Frühlings und Herbstanfang.
    Grüße Astrofan

  22. Eine Frage an alle Flacherdler:

    Wirbelstürme drehen sich in Nordamerika rechtsherum, auf den Phillipinen aber linksherum. Auf einer flachen Erde müsste alles in die gleiche Richtung laufen, tut es aber nicht. In einem Globusmodell macht das aber Sinn da Nordamerika auf der Nordhalbkugel ist und die Phillipinen sich auf der Südhalbkugel befinden und die Corioliskraft zum tragen kommt. DAS IST BEOBACHTBAR!!!!!

    In Deutschland geht die Sonne von West nach Ost unter, in Chile von Ost nach West. Beobachtbar.

    Ach ja, bei euch geht die Sonne ja nicht unter sondern entfernt sich nur, womit Sie aus unserem Sichtfeld verschwindet weil unsere Augen Ja so schwach sind. Nimm einen Flugzeugträger, montier aufs Deck eine Sternenwarte, dann würde man die Sonne immer sehen können.

    Was für einen Scheibendurchmesser hat eure flache Erde eigentlich? 10 Millionen Kilometer? Selbst dann könnte man einen gleisenden Ball der Wasserstoffatome zu Heliumkernen verschmilzt immer noch mit bloßem Auge erkennen, auch wenn dieser Ball nur einen Durchmesser von 50 Kilometern hat.

    Ich frag mich nur wie es sein kann, dass ein Objekt mit 50 Kilometern Durchmesser so viel Materie enthält, dass es seit 5 Milliarden Jahren strahlt/fussioniert und die Erde mit so viel Kilojoule pro Quadratmeter ( messbar ) bescheint. So ein Objekt müsste nach 6000 Jahren ausgebrannt sein. Passt ja zu eurer Theorie denn laut Kirche die eure Flacherdtheorie im Mittelalter bestätigt hat ist die Erde ja genau so alt, als Gott sie erschuf.

    Welche Kraft sollte ein Objekt wie eure 50 Kilometer durchmessende Sonne auf einer Kreisbahn halten so dass sie ständig über eurer Scheibenwelt ihre Bahnen zieht? Eure Geheimnissvolle dunkle Sonne?

    Sieht man sich mal die billigen Animationen eurer Scheibenwelt an die auf Youtube kursieren, dann sieht man immer wie eine Sonne über der flachen Erde kreist und ihr Licht Kegelförmig nach unten Richtung Erdoberfläche strahlt. Meine Nachttischlampe macht das auch, sie hat aber einen Metallschirm um sich herum der nach unten offen ist um so das Licht zu fokussieren. Hat eure 50 Kilometer durchmessende Sonne eine 150 Kilometer durchmessende Haube die nach unten offen ist? Anders ist das Modell nicht zu erklären. Und wenn ja, wo kommt die her? Gott?

    Ein Leuchtkörper in einem offenen Raum strahlt in jede Richtung ab. Nachweisbar. Nimm einen Raum, positioniere eine Leuchtquelle in der Mitte und Du wirst sehen, dass auch der letzte Winkel des Raumes erhellt wird und sich in diesem Raum nicht irgendwo dunkle ( Nacht ) flecken bilden.

    Ich könnte ewig so weiter machen, bisher hab ich nur empirische, also auf Beobachtungen beruhende Fakten aufgezählt, ich will gar nicht in die Mathematik oder in die fundierte Wissenschaft gehen, denn dann geht die Sonne auch auf der Flachwelt unter.

    Gehen wir nur mal für einen Moment auf die Flacherdtheorie ein und nehmen wir sie als gegeben hin:
    Warum?????

    Wer könnte ein Interesse daran haben, uns eine flache Erde für einen Globus zu verkaufen? Was sollte irgendwer davon haben? Wer sollte aus welchen gründen eine Energie aufwenden um das aufrecht zu erhalten?

    Man müsste ja nicht nur die heutigen Leute die das Gegenteil behaupten könnten ruhig halten ( Wissenschaftler, Flug/Schiffskapitäne, Kommunikationsingenieure ( GPS ) , Wetterexperten, Weltraumtechnikunternehmen und ihre Zulieferer, Kartographierer, Landvermesser usw. , nein, man hätte das alles schon mit all den vorherigen Generationen der von mir eben aufgezählten Sparten machen müssen, seit den 60′ jahren. Dann geht die Zahl der daran beteiligten Menschen in die Millionen. Die halten alle seit 60 Jahren dicht und keiner verplappert sich?

    Was wäre denn so schlimm daran, wenn ich auf einer Scheibe leben würde? Was wäre denn für mich so wichtig den glauben zu haben auf einem Globus zu leben wenn ich genauso gut auf einer Scheibe lebe und es mich überhaupt nicht beeinträchtigt in meinem tun, in meinem handeln und in meiner Lebensqualität? Wenn mein Leben so ist wie es jetzt ist und alles seinen gewohnten Gang nimmt, dann muss mir keiner vormachen ich lebe auf einem Globus obwohl mein Lebensraum eine Scheibe ist. Und das ist der ultimative Schwachpunkt aller Flacherdverblendeten.

    Schönen Gruss an alle Mondlandungszweifler und an alle 9/11 Verschwörungstheoretiker. Stahl schmilzt erst bei 1300 grad, ja klar, kann den Nerds mal jemand erzählen, dass Stahl bei einer Erwärmung von 500 grad schon 50% der Tragfähigkeit verliert? Diese Temperaturen sollte das ausgelaufene Kerosin der vollbetankten Flugzeuge im World Trade Center schon erreicht haben.

    Gehört zwar nicht hierher, irgendwie aber schon, weil ihr alle zu dem einen und dem gleichen dummen Teil der Weltbevölkerung gehört.

  23. @JediabschauM:

    Vielen Dank für Ihren ausführlichen und engagierten Kommentar.

    Zwei Anmerkungen:

    „Passt ja zu eurer Theorie denn laut Kirche die eure Flacherdtheorie im Mittelalter bestätigt hat ist die Erde ja genau so alt, als Gott sie erschuf.“

    – Meines Wissens hat die Kirche zu keinem Zeitpunkt die Flacherdtheorie bestätigt. Die Kugelform der Erde ist seit der Antike bekannt. Im Mittelalter hat niemand mehr – auch nicht die Kirche – an eine scheibenförmige Erde geglaubt:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Flache_Erde

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/mittelalter-und-moderne-wie-die-erde-zur-scheibe-wurde-a-381627.html

    „Was wäre denn so schlimm daran, wenn ich auf einer Scheibe leben würde?“

    Das haben wir uns auch lange gefragt. Hier ist der Grund tatsächlich quasi-religiös.

    Im Kern geht es darum, dass für die Flacherdler die Erde etwas „Besonderes“ sein muss im Universum, etwas Einmaliges, Gottgeschaffenes.

    Wäre die Erde nur ein Staubkorn im Universum, würden sich die Menschen „klein und unbedeutend“ fühlen. Und Menschen, die sich klein und unbedeutend fühlen, kann man besser beherrschen, kontrollieren etc.

    So wird es nachvollziehbar in diesem Video erklärt:

    https://www.youtube.com/watch?v=E75fNFnzA2M

  24. „In Deutschland geht die Sonne von West nach Ost unter, in Chile von Ost nach West. Beobachtbar.“

    Äääh, nein? Wasndas fürn Schwachfug?

  25. @noch’n Flo:
    Da wollte jemand „rechts“ und „links“ schreiben, statt „Ost“ und „West“. Hatte nur nicht auf Anhieb geklappt.
    Mit rechts und links passt das nämlich wieder, bei uns steht die Sonne mittags im Süden, in Chile aber im Norden.

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