„Fälschungen“ und Täuschung“: Wie Homöopathen auf die Globokalypse reagieren

Die Homöopathen-Lobby spürt anscheinend die Globokalypse heraufdämmern.

Nach dem vernichtenden Verdikt der europäischen Wissenschaftsakademien fällt dem DZVhÄ nichts Besseres ein, als erneut die Übersichtsarbeit des australischen National Health and Medical Research Council zur Homöopathie von 2015 zu bekritteln.

Diesmal meldet ein gewisser Dr. Alexander Tournier, Direktor des Londoner Homeopathy Research Institute, intellektuelle Insolvenz an, indem er den Autoren des NHMRC-Review “Fälschungen” unterstellt.

Mit einem offenen Brief hat das Informationsnetzwerk Homöopathie heute darauf geantwortet. Eine ähnliche INH-Stellungnahme zu den angeblich “verzerrten Daten” und der “Täuschung der Öffentlichkeit” durch die australische Gesundheitsbehörde gab es bereits im Mai.

Jetzt schreiben Natalie Grams, Norbert Aust und Udo Endruscheit:

In Ihrem auf Homöopathie-Online veröffentlichten Interview wiederholt Dr. Tournier lediglich die bisher bekannten Argumente gegen diese Studie, ohne jedoch Belege für die bisher unbelegten Behauptungen vorlegen zu können, beziehungsweise für die längst widerlegten Argumente neue Gesichtspunkte anzubieten.”

Nun ja, wo sollen diese “Belege” auch herkommen? Nicht zuletzt Prof. Edzard Ernst hat zu den Homöopathen-Quengeleien bereits alles gesagt.

Besonders nett:

Zum Abschluss möchten wir noch darauf hinweisen, dass die Ergebnisse des NHMRC genau in die gleiche Richtung weisen wie die anderen sieben seit 1991 veröffentlichten systematischen Übersichtsarbeiten zur Homöopathie auch.

Inklusive der 2017 veröffentlichten Arbeit von R.T. Mathie, einem Mitarbeiter des Homeopathy Research Institute und daher Mitarbeiter Herrn Tourniers:

“Es gibt keine belastbaren Nachweise dafür, dass die Wirksamkeit der Homöopathie in irgendeinem Krankheitsbild über Placebo hinausginge.”

Zum Weiterlesen:

  • Offener Brief des INH zum Interview mit Dr. Tournier auf “Homöopathie online”, INH am 4. Oktober 2017
  • Homöopathie wirkt nicht – so ein Skandal! Oder auch nicht, GWUP-Blog am 15. Mai 2017
  • Netter Versuch: Negativstudien sind für Homöopathen eine „Täuschung der Öffentlichkeit“, GWUP-Blog am 17. April 2017
  • Die Offensive der Globulisten und das Facepalmface der Homöopathie-Kritiker, GWUP-Blog am 2. Juli 2017
  • Zwölf Verdikte gegen die Homöopathie: „Die Diskussion ist vorbei“, GWUP-Blog am 10. Juni 2017
  • Homöopathie wirkt nicht, sagen auch die europäischen Wissenschafts-Akademien, GWUP-Blog am 23. September 2017
  • Interview mit einem Homöopathen (3 und Schluss), Keine Ahnung von Garnix am 2. August 2017

5 Kommentare zu “„Fälschungen“ und Täuschung“: Wie Homöopathen auf die Globokalypse reagieren”


  1. 1 crazyfrog 5. Oktober 2017 um 17:01
  2. 2 Ich 6. Oktober 2017 um 09:45

    Immerhin ist schon seit geraumer Zeit die Facebookseite des DZVhÄ offline. Der Grund dafür würde mich schon interessieren.

  3. 3 crazyfrog 6. Oktober 2017 um 16:40
  4. 4 Udo Endruscheit 2. November 2017 um 00:50

    @crazyfrog: Die deutsche Übersetzung des Beitrags von 20minutes.france mit Zusatzinfos gibt es -natürlich- beim INH:
    https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/standpunkte/251-reaktionen-auf-das-positionspapier-der-easac-europaweit-und-mit-natalie-grams

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