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Dr. Natalie Grams im Nachtcafé: Wenn Medizin uns krank macht

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Wenn Medizin uns krank macht“

… dann ist „Alternativmedizin“ mitnichten die Alternative dazu.

Das ist der Part, den die Homöopathie-Kritikerin Dr. Natalie Grams am Freitag (30. Oktober, 22 Uhr) in der SWR-Talkshow „Nachtcafé“ vertritt.

Nc

Aus der Ankündigung:

Wer krank ist, geht davon aus, dass er bei seinem Arzt in besten Händen ist. Doch nicht jede Behandlung ist im Sinne des Patienten. Denn Mediziner sind nicht nur Heiler, sondern auch ein Rad in einem Gesundheitssystem, hinter dem ein Milliardenetat steht.

Im Vordergrund steht nicht immer das Patienteninteresse, häufig aber die Rendite. Und so sorgt die Medizinindustrie zwar für viel Fortschritt und mehr Lebensqualität, aber auch dafür, dass zahlreiche überflüssige Untersuchungen und unnötige Operationen gemacht werden. Gesunde werden so zu neuen Kunden.

Aber jeder Arzt ist verpflichtet, ohne Einfluss ökonomischer Interessen zu behandeln. Und sollte deshalb auch Heilmethoden anwenden, die eine wissenschaftlich bewiesene Wirkung haben.

Die Anhänger von Globuli sind überzeugt, dass der Königsweg zur Gesundung die Homöopathie ist. Inwiefern seriöse wissenschaftliche Studien dies untermauern oder doch eher der Placebo-Effekt großen Anteil daran hat, an dieser Frage entzünden sich medizinische Glaubenskriege.“

Zum Weiterlesen:

  • Alternative zu “Schulmedizin” ist nicht Alternativmedizin, sondern bessere Medizin, GWUP-Blog am 11. Oktober 2015
  • Homöopathie: Wenn Skeptiker Hoffnungen zerstören, GWUP-Blog am 18. April 2013
  • Skeptiker als Pharma-Söldner? GWUP-Blog am 21. April 2013
  • Das Mittel der Wahl gegen Homöopathie und Co.: Zeit und Zuwendung für die Patienten, GWUP-Blog am 25. Oktober 2015
  • „Frau rechnet mit Heilmethode ab“: Dr. Natalie Grams heute in zahlreichen Medien, GWUP-Blog am 1. Oktober 2015
  • „Studien-Daten“ und die Realitätsverweigerung der Homöopathen vom DZVhÄ, GWUP-Blog am 18. Oktober 2015
  • Wer heilt, hat Recht? Homöopathie neu gedacht am 25. Oktober 2015

29 Kommentare

  1. Und heute Abend passend dazu:

    „Heiler oder Scharlatane?“ (aus der Reihe „RBB-Praxis“)

    20.15 Uhr auf RBB

    https://www.rbb-online.de/rbbpraxis/index.htm/doc=!content!rbb!rbb!fernsehen!programm!28_10_2015!15856568130.html

  2. Oh je, Rütting und Wittig. Und Wittigs Haussender. Da dürfte jetzt bereits klar sein, dass wieder mal das alte Lied vom bösen Big Pharma und der ach so wunderbaren Esoterik gesungen wird.

    Erneut betone ich, dass ich es für fatal halte, wenn seriöse Mediziner und Wissenschaftler sich mit derartigen Schwätzern und Esoterikfunzeln in einer gemeinsamen Sednung zeigen.

    Das kann wie üblich auch diesmal nur dazu führen, dass der Humbug, denn diese Personen verbeiten, durch die Anwesenheit seriöser Mediziner aufgewertet wird.

    Da beide Esos zudem erfahrene Medienleute sind, werden sie ihre Kontrahenten in Grund und Boden reden und dafür sorgen, dass beim Publikum der Humbug siegen wird.

  3. Frau Dr. Grams macht Karriere in Deutschland. Sie wird in den Medien förmlich herumgereicht. Gut so. Immerhin hat sie konsequenterweise ihre Existenz aufs Spiel gesetzt, um die Quacksalberei zu beenden.

    @Pierre Castell:
    Ich habe mir die rbb-Sendung gestern angeschaut. Es war, wie befürchtet. Eine Aneinanderreihung anekdotischer Erfahrungsberichte, positive wie negative, letztere jedoch ohne ernsthafte Kritik an der jeweiligen Methode, die „versagt“ hat.

    Kein schlechtes Wort wurde über die Homöopathie verloren, auch nicht in jenen Fällen, wo sie nicht geholfen hat. Kein Wunder, hatte man doch Prof. Harald Walach als „Experten“, der die Verfahren bewerten durfte.

    Selbst die „Schulmediziner“, die zu Wort kommen durften, zeigten eindeutige Affinität zu alternativen Heilverfahren. Fazit: Eine weitere überflüssige Sendung.

  4. @nota.bene:

    << Frau Dr. Grams macht Karriere in Deutschland [...] Immerhin hat sie konsequenterweise ihre Existenz aufs Spiel gesetzt. << Nun ja, ein Buch und ein paar TV-Auftritte reichen nicht aus, um eine neue Existenz zu begründen. Leben kann man davon nicht, darauf möchte ich nur mal hinweisen. Solche Aktivitäten kann man allenfalls unter "nette Freizeitbeschäftigung" verbuchen.

  5. @Georg M.:

    < < Erneut betone ich, dass ich es für fatal halte << Das sei Ihnen unbenommen, wir sehen es nach wie vor anders. Eine erfolgreiche Homöopathin, die "aussteigt", ist allemal telegener als eine abgehalfterte Ex-Schauspielerin, die jetzt auf "Gesundheitsberaterin" macht. << Da beide Esos zudem erfahrene Medienleute sind << Und wie bekommt man Medienerfahrung? Indem man an solchen Sendungen teilnimmt, nicht indem man sie ignoriert. https://blog.gwup.net/2015/10/22/swr-fernsehen-was-taugt-alternativmedizin-mit-dr-benedikt-matenaer/#comment-57285

  6. @Bernd Harder
    Ich wollte auch keineswegs implizieren, dass ich Frau Grams ihre Popularität nicht gönnen würde, im Gegenteil. Ich finde es wirklich gut, dass sie eine zunehmende Medienpräsenz erhält. Dass die für den Lebensunterhalt nicht ausreicht, ist mir auch klar. Trotzdem hat sie bereits viel für unser Anliegen erreicht. Wir können froh sein, dass sie, zumindest in der Sache, zu uns gestoßen ist.

  7. @nota.bene.

    Gewiss, ja. Ich hatte auch nicht unbedingt Sie als Adressaten im Blick, sondern allgemein.

    Ich denke, es herrschen generell eher abenteuerliche Vorstellungen, was man mit Büchern und Fernsehsendungen verdienen kann.

    Auch der DZVhÄ hat ja schon mal so etwas erkennen lassen.

  8. @Bernd
    Was auch ein zusätzlicher Grund sein dürfte warum alternativrealistische Autoren so „fachübergreifend“ arbeiten, so wie z.b. Wisnewski der inzwischen auch die Titanicverschwörung verkauft.

  9. Aufzeichnung war schon gestern und ich befürchte, dass Ihr nichts Großes erwarten dürft.

    Zwar konnte ich ein paar gute Punkte gegen die Homöopathie anbringen (ca. ein Hundertstel von dem, was es zu sagen gäbe), aber der Rest war weitgehend durch die Geschichten der Patienten bestimmt (die leider eigentlich alle unpassend zum Thema waren).

    Frau Rütting hat ihre 87 Jahre strahlen lassen und Herr Wittig viele Zahlen (mit denen er sicher zum großen Teil Recht hat).

    Und ja, der lukrative Teil ist praktisch gleich null, ich warte da noch auf Unterstützung durch BigParma ;-)

  10. @Natalie Grams:

    Das macht nichts, jede Sendung ist eine Erfahrung, die einen weiter bringt.

    Die „großen“ Auftritte in „wichtigen“ Sendungen werden kommen, und darauf muss man vorbereitet sein.

  11. bin gespannt, hatte ja auch schon mal die Gel. im Nachtcafe, es geht nur darum ein paar Kernaussagen rüberzubringen. Man muss jede Chance öffentlicher Präsenz von Skepsis nutzen. Wir sind die Guten !
    VG

    Benedikt Matenaer

  12. Herzlichen Glückwunsch!

    Ich fand die Sendung sehr gelungen. Frau Grams hat wohlüberlegt und gelassen argumentiert. Die Botschaft ist sehr gut vermittelt worden.

    Herr Bruns hat ebenfalls auf die Notwendigkeit von intensiver Beratung und Zuwendung hingewiesen. Herr Wittig hat sehr gut auf die Auswüchse hingewiesen und hierzu Gigerenzer zitiert („Risiko“). Alle angesprochenen Aspekte waren richtig und wichtig. Konsens bestand in der Notwendigkeit von intensiver Beratung mit Zeit.

    Nur damit ist es möglich, den esoterischen Sumpf trocken zu legen. Gut gemacht!

  13. Möchte nur dezent auf einen Beitrag hinweisen (Homöopathie bei Maischberger) und empfehlen den dort angegebenen Link mit zahlreichen wissenschaftlichen Studien zu lesen.

    https://www.dzvhae.de/index.php?menuid=1&downloadid=831&reporeid=0

    Frau Grams Bekehrung und Erklärungen, zusammen mit den Kommentaren hier, bleiben mir persönlich rätselhaft.

  14. Ich habe (fast) die ganze Sendung gesehen und fand Frau Dr. Grams gut. Ich muss Dr. Hans-Werner B. zustimmen. Sie hat ruhig und auch überlegen geantwortet und klare Worte gefunden!
    Aber was mich interessiert: was ist von Dr. Frank Wittig zu halten?
    Einen Teil seiner Argumente konnte ich nachvollziehen. Habe mich allerdings dann gefragt, was der Schuss gegen „Big Pharma“ sollte. Wie ist er ein zu schätzen?

  15. @Wahrheitspacht:

    Möchte nur dezent darauf hinweisen, dass die „wissenschaftlichen Studien“ des DZVhÄ bekanntlich nicht das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt sind, und empfehle zum Einstieg zu lesen:

    https://blog.gwup.net/2015/10/18/studien-daten-und-die-realitatsverweigerung-der-homoopathen-vom-dzvha

    https://excanwahn.wordpress.com/2015/10/19/dzvhae-perspektiven-zwischen-wand-und-tapete/

    < < Frau Grams Bekehrung und Erklärungen, zusammen mit den Kommentaren hier, bleiben mir persönlich rätselhaft. << Frau Grams gibt einfach den wissenschaftlichen Erkenntnisstand zur Homöopathie wieder und hat es zudem geschafft, sich vom faktenwidrigen Lobbyismus der Homöopathie-Vertreter zu lösen. Alles weitere können Sie hier nachlesen: http://homoeopathie-neu-gedacht.blogspot.de/

  16. @Diverse:

    Wenn Sie mit Frau Grams persönlich diskutieren wollen, tun Sie das bitte in ihrem Blog oder auf ihrer Facebook-Seite.

    http://www.homoeopathie-neu-gedacht.de/we_grams/

    Und nein – die Homöopathie ist *nicht* wissenschaftlich bewiesen worden, auch nicht in der Schweiz oder anderswo. Fakten und Realität sind unabhängig von politischen Mehrheitsentscheidungen. Über die „Wahrheit“ kann man nicht abstimmen.

    Und die faktenbasierte Wahrheit ist: Homöopathie ist Quatsch.

    Bitte lesen Sie als Diskussionsgrundlage:

    https://blog.gwup.net/2015/10/18/studien-daten-und-die-realitatsverweigerung-der-homoopathen-vom-dzvha/

    https://excanwahn.wordpress.com/2015/10/19/dzvhae-perspektiven-zwischen-wand-und-tapete/

    https://blog.gwup.net/2014/06/10/skepkon-ruckblick-die-fehlende-interne-validitat-von-homoopathie-studien/

    Zweiter Denkfehler:

    Glauben Sie ernsthaft, ein Arzt würde sich deshalb von der Homöopathie abwenden, weil er mit „Schulmedizin“ mehr verdienen kann???

    Ich lache hart.

    Das Gegenteil ist richtig: Mit einer homöopathischen Privatsprechstunde verdient ein Arzt ein Vielfaches dessen, was die GKV erstattet. Frau Grams hat ihre wirtschaftliche Existenz aufs Spiel gesetzt, um dem zu folgen, was sie als richtig erkannt hat.

    Bitte erst mal informieren und nicht einfach drauflos schreiben.

    Dritter Denkfehler:

    Das abenteuerliche „Wirk“-Konstrukt „Schwingungen“ löst keinen der prinzipiellen Widersprüche der Homöopathie.

    Wasser bzw. Zuckerkügelchen geben keine „Schwingungen“ ab und unserer Organismus hat keinerlei Rezeptoren, um nicht-materielle „Schwingungen“ aufzunehmen und zu dekodieren.

    Auch z.B. die Frage, woher das Lösungsmittel/Wasser weiß, welchen der zahlreichen Inhaltsstoffe (Verunreinigungen etc.) es zum „Schwingen“ bringen soll, bleibt unbeantwortet:

    https://blog.gwup.net/2011/07/19/die-homoopathie-cd-hat-einen-sprung/

  17. @Bernd Harder:

    Da scheint der „Shitstorm“ wieder zu blühen ;-)

    Dieser „Shitstorm“ ist aber ein Zeichen für den Erfolg, denn eine belanglose Meinung, würde ignoriert werden.

    Apostasie ist nicht umsonst eine der größten Sünden ;-)

    Habe die Sendung aufgezeichnet, vielleicht schaue ich sie mir heute noch an…

  18. @Natalie Grams
    Machen Sie sich keine Gedanken, ich fand, Sie haben sich sehr gut in die Sendung eingebracht, natürlich ist es klar, daß in diesem Rahmen, keine wirkliche kritische Sendung zu produzieren ist, zumal der Südwestrundfunk, den BR abgelöst hat und ihn auch bei weitem übertrifft, in Sachen Esoterik.

    Fr. Rütting(?) ging mir gewaltig auf die Schnürsenkel…auch wenn Sie jetzt im schönen Spessart wohnt, wie ich auch ;-)

    Ich bin persönlich auch kein Freund von Ärzten und such sie wirklich nur auf, wenn es wirklich nicht mehr geht, aber ich war auch schon in meinem relativ jungen Leben (43j) schon einige Male Nutznießer der „schulmedizinischen“ Kunst – sprich: ich würde ohne sie nicht mehr leben.

    Vorsorgeuntersuchungen stehe ich auch recht skeptisch gegenüber…lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende ;-)

  19. @ Wahrheitspacht

    Ich möchte, allerdings nicht dezent, darauf hinweisen, dass genau solche Beiträge wie Ihrer, Anlass genug ist, den DZVhÄ als gemeingefährlichen Lobbyverein einzustufen.

    Der verlinkte „Homöopathie-Reader“ des DZVhÄ ist ein…, ist ein… – eigentlich gibt´s so recht keinen passenden Begriff für dieses Traktat. Doch, gibt´s: Rabulistischer Scheißdreck.

    Dem DZVhÄ geht´s darum, die Homöopathie zu etwas anderem zu machen, als das, was sie ist: Die Erfindung eines – nach heutigen Maßstäben – naturwissenschaftlich äußerst schlecht informierten Menschen, der seine Wissenlücken mit Versatzstücken vorwissenschaftlicher Weltanschauungen und seinen eigenen Phantastereien auffüllte – und dabei das unverschämte Glück hatte, dass natürliche biologische Vorgänge, z.B. die Selbstheilungskräfte des Organismus, es verhinderten, dass seine Heilslehre, besonders die Hahnemannsche Pharmakologie, sofort als hochgradiger Unsinn identifiziert werden konnte.

    Dieser Mechanismus funktioniert noch heute, und besonders gut immer dann, wenn Glaubenbotschaften auf Menschen treffen, denen man ruhigen Gewissens mangelhafte mathematisch-naturwissenschaftliche Kenntnisse unterstellen darf, dafür aber umso mehr Glaubenbereitschaft.

    Das, was im Reader des DZVhÄ an „zahlreichen wissenschaftlichen Studien“, die angeblich die Homöopathie belegen, oder zumindest Anlass geben, weiter ernsthaft nach Belegen zu suchen, ist ein Haufen pseudowissenschaftlicher Mist; wobei Mist noch untertrieben ist.
    Es ist Riesenmist, quasi Mega-Mist, der sich durch an Wissenschaft erinnernde Methodik und Sprachgebrauch einen wissenschaftlichen Anstrich gibt, ohne auch nur in die Nähe des hohen Standards seriöser wissenschaftlicher Explorationen zu kommen.

    Um diesen Mega-Mist als solchen zu identifizieren, bedarf es keineswegs enormen wissenschaftlichen Fähigkeiten, sondern es reicht schon, sich beispielweise die Frage zu stellen, warum, wären die Belege für die Wirksamkeit der Homöopathie tatsächlich belastbar, nur ein lächerliches Trüpplein von knapp 2% der deutschen Ärztschaft, sich diesem Unsinn zuwendet.

    Der DZVHÄ ist keine honorige Standesvereinigung, noch weniger eine wissenschaftliche Institution, sondern ein Verein von Ärzten, die samt und sonders ein Problem mit ihrer Weltwahrnehmung haben – und letztlich eine Gefahr für ihre Patienten darstellen, weil man davon ausgehen muss, dass sie nicht mehr in Lage sind, Sinn und Unsinn in der Medizin voneinander unterscheiden zu können.

    Das Erfolgsmodell des DZVhÄ basiert auf einer ausgefeilten Verdummungsrhetorik, die mit „(nicht einlösbaren) Heilsversprechen“, „Extraordinärer Ätiologie“, und „Suggestionen von Wissenschaftlichkeit“ den Klienten die Existenz einer Parallelwelt mit anderen Gesetzmässigkeit vorgegaukelt.

    Man kann es anders ausdrücken: Man lügt dem hilfsuchenden Patienten mit wunderbaren Heilsgeschichten das Blaue vom Himmel herunter, weil man weiß, dass man sich auf Mechanismen verlassen kann, die diese Lügen kaschieren. Für den Rest, der nicht nur Geschichten, sondern auch einen Beleg will, lügt, fälscht und manipuliert man noch ein bißchen weiter, und nennt das dann „Studie“.

    Das reicht im Allgemeinen aus, einen gewissen Teil der Bevölkerung rhetorisch so dermaßen zu narkotisieren, das dieser bereit ist, sich mit Zuckerkügelchen gegen A – Z, gegen Abdomen acutum bis Zystitis behandeln zu lassen.
    Insoweit wundert es mich nicht, dass Frau Grams Bekehrung und Erklärungen, zusammen mit den Kommentaren hier, Ihnen persönlich rätselhaft sind. Sie werden es auch bleiben.

    PS: Sie verwenden einen originellen Nickname, Wahrheitspacht. Dumm nur, dass die Verlinkung zum DZVhÄ-Reader genau das Gegenteil evoziert.

  20. Hab mir die Sendung gerade in der Mediathek hergeholt. Und wer ist natürlich wieder dabei: die Frau Rütting. Ach du Schande, darf die auch wieder ihren sanften Senf dazugeben …

  21. Bin jetzt beim Punkt Homöopathie angelangt und freue mich, dass Frau Rütting dabei ist. Das Gesicht während der Ausführungen von Fr. Grams ist unbezahlbar. Und endlich ist mal jemand zur Stelle, der sofort dieses dämliche Haustier-Kleinkind-kanndochgarkeinPlaceboeffektsein-Argument sofort und auf der Stelle widerlegt.

    Balsam für die Nerven!

  22. Ja, der Auftritt von Frau Grams zur Homöopathie war doch sehr gut. Die Antwort auf „Bei Kindern und Tieren wirkt’s doch auch…“ war sehr schön.

    Etwas baff war ich ja, als Frau Rütting meinte, dass die Wissenschaft nichts beweise oder so. Ich dachte, sie wollte darauf hinaus, dass auch wissenschaftlich bewiesene Sachverhalten im strengen Wortsinn nicht bewiesen sind, sondern nur nach dem Stand der Forschung als am wahrscheinlichsten gelten.

    Aber dann kam sie wieder mit dem Argument „Die Erde galt mal als Scheibe…“ bla. Das ist ja gerade das Gute an Wissenschaft gegenüber Glaube: man überprüft seinen eigenen Standpunkt und misst ihn an der Realität.

    Wenn neue Fakten dazukommen, muss man eben Standpunkte revidieren. Da könnten sich die Homöopathen eine Scheibe abschneiden.

  23. Beispiel wie Homöopathie wirkt:

    14-jährigem Patient mit behandelbarer Immunerkrankung soll vor MRT mit Kontrastmittel 3 Globuli(rezeptiert von Heilpraktikerin) einnehmen, um das Kontrastmittel besser zu vertragen. In den letzten 2 Jahren hatten wir bei ca. 7500 Anwendungen keine relevante Komplikationen.

    Dem Patienten hätte man gut beweisen können, das die Globuli geholfen haben. Dass fatale daran ist dass,dem Patienten zudem noch abgeraten hat, sich leitlinien-gerecht (schulmedizinisch) behandeln zu lassen. Damals ging es ihm schlecht.

    Habe damals ernstes Gespräch mit Vater geführt, dass ich angesicht des Krankheitszustandes des Kindes dies unverantwortlich finde. Seit 18 Monaten wird er schulmedizinisch, also „böse“ behandelt, ohne Komplikationen, subjektiv geht es ihm gut.

    Krankheitssymptome haben sich zurückgebildet. Zustand stabil. Kind und Vater happy, kommen dennoch wieder zu mir zum untersuchen.

    Grüße an alle Homöopathen. Kurzer Fallbericht, dass Schulmedizin wirkt.

    P.S.Ich weiß sehr wohl, dass Einzelfallberichte Anekdoten sind. Aber so argumentieren wie es Homöopathen tun, können wir schon lange.

  24. @ Dr. Rolf Emmert
    „Aber so argumentieren wie es Homöopathen tun, können wir schon lange.“

    Nicht nur argumentieren, sondern auch belegen und somit beweisen!

  25. Ich habe letztens dies hier gesehen: http://www.arte.tv/guide/de/053953-000/krebs-das-geschaeft-mit-der-angst

    Dort ging es u.a. um MMS. Es fand sich doch tatsächlich ein Krebs-Patient, der behauptete seinen Krebs mit diesem Quark geheilt zu haben. Er entband seinen Onkologen vom Arztgeheimnis, so dass die Autoren des Films bei seinem Onkologen nachfragen konnten. Dieser bestätigte in keinster Weise, die Heilung, im Gegenteil.

    Da frage ich mich, ob die Anhänger solcher was auch immer, denn Medikamente oder Medizin kann man ja nicht sagen, unter Realitätsverlust leiden.

    Tragisch, aber es scheint so zu sein.

  26. Die von Fr. Rütting so geliebte Naturklinik ist übrigens auch bei Psiram verzeichnet. Das Behandlungsangebot sollte man sich schon einmal ansehen…

    Ich wusste nicht, dass man Ansprachen an seine Organe halten kann – man lernt nie aus!

    https://www.psiram.com/ge/index.php/HG_Naturklinik_Michelrieth

  27. Die Kritik als Offener Brief an die Redaktion:

    http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=2718

    Ob der SWR sich dazu äußern wird?

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