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Wenn ein „Wissens“-Magazin dem Zombie-Wahn verfällt

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Während der Vampir-Hype (zumindest nach meiner Wahrnehmung) nachgelassen hat, sind Zombies immer noch angesagt.

Derzeit läuft „Warm Bodies“ in den Kinos und wird sogar von der Zeit als …

… selbstironisches und leichtfüßiges Genre-Mashup“

gelobt, was die Romanverfilmung „dankenswerterweise von prominenten Vampirfilmen der vergangenen Jahre unterscheidet“:

 

Im Juni startet dann „World War Z“:

Darin geht es um nichts weniger als die Zombie-Apokalypse (die sich eigentlich schon 2012 ereignen sollte, wie wir hier und hier geschrieben hatten).

Und weil das Thema immer noch umsatzträchtig ist, hängt sich auch die Zeitschrift Wissen & Staunen (1/2013) dran – allerdings in einer Weise, die dem Anspruch des „Wissens“-Magazins, seine Beiträge „sorgfältig und kompetent“ zu recherchieren (Eigenwerbung), nicht unbedingt zur Ehre gereicht.

 Es gibt Möglichkeiten, jeden Menschen in ein willenloses Wesen zu verwandeln, dass sich wie eine von den Toten auferstandene Kreatur verhält“,

blurbt es uns schon im Vorspann entgegen.

Klar, man setze die Probanden einfach einer Endlosschleife von „Germany’s next Topmodel“ aus – dann klappt’s auch mit der Zombifizierung.

Dummerweise meint der Autor das aber gar nicht, sondern er kramt eine Uralt-Schote aus der Schublade:

Der Fall Clairvius Narcisse ist das erste zuverlässig dokumentierte Beispiel eines Zombies und doch bis heute rätselhaft.“

Soso.

Die Sache mit Clairvius Narcisse, der angeblich 1962 im Albert-Schweitzer-Hospital von Port au Prince starb und 1980 plötzlich wieder auftauchte, haben wir hier schon mal kurz angerissen.

Im Skeptoid-Blog wird das Ganze ausführlicher beschrieben, mit dem Fazit:

The entire case of Clairvius Narcisse is based on a flawed presumption. Even with all the documentation and evidence, and all the research done by Dr. Douyon, there is no reason to identify Narcisse as the man who died and was buried.“

Sattdessen wärmt der Wissen & Staunen-Autor die Story vom „Zombiepulver“ auf, die ebenfalls längst widerlegt ist.

Das alles mag noch dem brennenden Wunsch nach einem möglichst sensationellen Artikel geschuldet sein (und der Hoffnung, dass die Chefredaktion die Geschichte nicht gegenrecherchieren lässt).

Aber dann kommt’s richtig dick:

Der Wissen & Staunen-Schreiber stößt tatsächlich auf den Fachartikel „Klinische Untersuchung dreier haitianischer Zombies“, der vor 13 Jahren im Skeptiker veröffentlicht wurde.

Daraus geht hervor (Zusammenfassung im GWUP-Blog):

Dem Anthropologie-Professor Roland Littlewood (London) und dem Mediziner Chavannes Douyon (Port-au-Prince) gelang es in den späten 1990ern, drei angebliche “Zombies” zu Hause zu untersuchen und ihre Lebensgeschichte zu recherchieren.

Die Diagnose der beiden Wissenschaftler lautete indes nicht auf “Zombifizierung” durch Verabreichung diverser giftiger Substanzen, sondern in einem Fall auf katatonische Schizophrenie, im zweiten auf Epilepsie und einen organischen Hirnschaden.“

Und schwupps ist „bewiesen“, dass es echte Zombies gibt, denn (Zitat Wissen & Staunen):

Es bleibt der Verdacht, die Krankheitsbilder könnten erst nach Verabreichung eines Zombie-Giftcocktails aufgetreten sein.“

CDC_2

Nö, ein „Verdacht“ ist es mitnichten, wenn Littlewood/Douyon in ihrer Originalarbeit redlicherweise hinzufügen:

We cannot exclude the use of a neuromuscular toxin, topically administered together with a local irritant by a book, to induce catalepsy followed by secret retrieval of the poisoned individual.“

Natürlich können ein Anthropologe/Psychiater und ein Mediziner (beide keine Toxikologen) das nicht „ausschließen“.

Nichtsdestotrotz bleibt es eine Tatsache, dass kontrollierte wissenschaftliche Experimente mit dem geheimnisvollen „Zombiepulver“ keinerlei Resultate erbrachten.

Vollends absurd wird es dann, wenn Wissen & Staunen gegen Ende des Artikels allen Ernstes behauptet:

[…] Weder das Verteidigungs- noch das Gesundheitsministerium der USA gelten als Spaßvogel-Behörden. Beide Regierungsstellen sehen es aber ganz offenbar als erwiesen an: Wenn Voodoo-Priester mit ihrem Zombie-Cocktail Menschen völlig willenlos und zu lebenden Leichen machen können, dann wären auch Terroristen oder feindliche Mächte zu ähnlichen Zombie-Angriffen in der Lage.

Folglich nimmt man das Thema sehr ernst im Gesundheitsministerium, dem die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) als US-Seuchenschutzbehörde untersteht.“

Aua!

Ein Satz wie ein Hammerschlag auf den kleinen Zeh.

Und natürlich barer Unsinn.

CDC

So ziemlich genau vor einem Jahr hatten wir hier darüber berichtet, was es mit der Warnung der CDC vor einer „Zombie-Apokalypse“ auf sich hat.

Die Regierungs-Webseite mit dem Titel “Preparedness 101: Zombie Apocalypse” war Teil einer Social-Media-Kampagne, mit der die Experten Sicherheitsmaßnahmen vor allem an junge Menschen herantragen wollen.

Katastrophenschutz, Notfallpläne – das hört sich nach dröger Theorie an, nach Panikmache oder, noch schlimmer, nach Gebrauchsanleitungen für Schisser. Kommen dagegen Zombies ins Spiel, wird die Sache interessant.

Wissen & Staunen hingegen stimmt die clevere Aktion der amerikanischen Seuchenschutzbehörde erklärtermaßen „nachdenklich“.

Mehr noch:

Damit bestätigen die US-Behörden die Forschungsergebnisse der Experten um Prof. Douyon auf Haiti: Es ist möglich, Menschen in wehr- und willenlose Wesen zu verwandeln, die den Eindruck von lebenden Toten erwecken.“

Kaum zu glauben, aber so steht es wirklich da, auf Seite 63.

Und vielleicht könnte man über so einen Nonsens-Artikel einfach lachen – wenn das Heft sich nicht ausdrücklich auch an „jugendliche Leser“ wenden würde, die von einer verantwortungslosen Redaktion einen zweitklassigen Zombie-Reißer als Realität präsentiert bekommen.

Zum Weiterlesen:

  • Bernd Harder: Sie sind mitten unter uns – Die Wahrheit über Vampire, Zombies und Werwölfe. Herder-Verlag 2012
  • Vortrag bei der GWUP-Regionalgruppe München (2012)
  • Tetrodotoxin – der Zombiemacher? Skeptiker 4/2002

32 Kommentare

  1. Exkurs: Was Zombies mit Ostern zu tun haben:

    [youtube GuKV2Z3eYTY]

  2. Was mich wirklich schockiert…ist, daß Brad Pitt in einem Zombie-Film mitspielt, das ist das absolute Zeichen, daß das Zombie-Genre im Mainstream angekommen ist…ach, was waren das schöne Jungendzeiten, wo alle, die Zombie-Filme schauten, abnormale Sonderlinge waren (der ich auch heute noch geblieben bin ;-))

  3. @Bernd Harder
    Aha, noch so ein Sonderling ;-) Ja, Lucio Fulci ist neben Romero einer der ganz Großen…“Ein Zombie hing am Glockenseil“ einfach großartig…diese „Pappmaschee Zombies“…aber es ist trotzdem ein §131er…was man heute eigentlich noch kaum nachvollziehen kann…Für „The Texas Chainsaw Massacre“ (Original) wurde auch die Beschlagnahme aufgehoben und viele alte Titel werden vom Index gestrichen…vielleicht auch „Die Schreckensinsel der Zombies“…;-)

  4. Ein „Zeitzeugen-Film“…toll gerade auf You-Tube gesichtet, diese Dokumentation habe ich damals als Jugendlicher gesehen…und das hat meinen „Blutdurst“ nur noch verstärkt ;-)…einfach sehenswert, für jeden „Gorehound“, der die Pionierzeit „erleben“ will…LOL…toll…echt, ich habe nicht gewußt, daß das auf You-Tube zu sehen ist…den Link muß man bei „Schnittberichte“ bekannt machen:

    http://www.youtube.com/watch?v=vTjaoD4BpS8

  5. @Ralf: „Mama, Papa, Zombie“ – der Beginn der großen Indizierungs- und Beschlagnahmungswelle, von Filmen, die zuvor im Kino jeder 13-Jährige sonntagsnachmittags in der Jugendvorstellung sehen konnte.

    Erst mit dem neuen Medium Video wurde das Ganze dann plötzlich hochproblematisch.

    Zeitgeist eben.

  6. Unglaublich…diese Dokumentation…besonders unglaubwürdig die Schilderung der Videothekarin, die berichtete, das ein dreijähriges Kind nur die Worte Mama, Papa, Zombie kannte, total unglaubwürdig diese Zeugin…Ja, ja, die bösen „Neuen Medien“…ich glaube die Macher dieser Dokumentation haben sich damals total verarschen lassen…hoffentlich unabsichtlich…

  7. @Ralf: Heute zum Glück nur noch Realsatire. Vermutlich taucht auch der unvermeidliche Professor Glogauer irgendwann auf, der mit dem Video-Horror endlich seine Chance gekommen sah, zu Ruhm und Geld zu kommen, so wie Herr Spitzer heute.

  8. @Bernd Harder
    Ist zwar Realsatire, in seiner Reinform…heute würde jeder Grundschüler darüber lachen und auch die Eltern würden im Angesicht des Films „Ein Zombie hing am Glockenseil“ nicht mehr so „unvernünftig“ urteilen, aber es hängen (Wortspiel ;-)) immer noch einige §131er daran…zum Glück hat man jetzt die Ego-Shooter am Galgen (noch ein Wortspiel :-))

  9. „Wir schreiben das Jahr 1984 und das ZDF produziert eine Dokumentation unter dem Titel „Mama, Papa, Zombie“ und setzt damit ein Denkmal in der deutschen Mediengeschichte. Nach dieser Doku wurde Sam Raimis „Evil Dead“ (Tanz der Teufel) auf den Index gesetzt und was folgte war ein unglaublicher Rechtsstreit darüber, ob Zombies Menschen sind.“

    Na, wenn Die gewusst hätten, dass „Tanz der Teufel“ mal als Filmkunst gelten würde und dass es 2013 ein Remake geben würde:

    http://www.filmstarts.de/kritiken/138417.html

  10. @ Ralf: wow, 1,6 Mio Sonderlinge :-)
    Im Glocckenseil war sogar meine Schwester damals im Kino :-)

  11. @Bernd
    na ja, ich war damals ein Sonderling auf der Dorfschule ;-)

  12. Warum sollte die Beschäftigung mit Zombies, die in dieser Form eher eine Erfindung Hollywoods sein, absurder sein, als all die theologischen Lehrgänge an den Universität, wo ein Mann im Mittelpunkt steht, der von den Toten wiederauferstanden sein soll?

  13. @Randifan:

    Ist die Frage rhetorischer Art?

    Konkret könnte ich nur darauf antworten, dass *dieser* Blog-Beitrag über Zombies geht, weil eine Zeitschrift *darüber* Unsinn verbreitet hat.

    Das Thema Religion kam in *dieser* Ausgabe (1/2013) nicht vor.

  14. @Bernd Harder
    Es ist alles eine Frage des Standpunkts, Fantasy ist eine unauslöschbarer Teil unserer Kultur. Wobei die Definition was Fantasy ist, weit auseinander reichen. Dieser Artikel in der Zeitschrift ist vergleichweise trivial.

  15. @Randi: Sorry, aber was hat denn ein Artikel in einem „Wissens“-Magazin, das vorgibt, die Realität zu erklären, mit der literarischen Gattung „Fantasy“ zu tun??

  16. Hab‘ mal wieder nach einiger Zeit „Die Schreckensinsel der Zombies“ gesehen…oh, ich glaube so schnell verschwindet der nicht vom Index. Er wurde zwar 2007 von Liste B (das ist die „schlimme“ Liste) auf Liste A gesetzt (das bedeutet, daß die BPjM keine strafrechtliche Relevanz mehr sieht). Aber es gibt doch ein beschlagnahmtes Medium dieses Filmes (hierbei muß man wissen, daß eine Beschlagnahme immer nur ein Medium betrifft und nicht den Film, anders ist es bei einer Indizierung, die alle inhaltsgleichen Fassungen betrifft).
    Demnächst ist dieser Film auch auf Blu-Ray zu haben…schon wegen den barbusigen Achtzigerjahre-Schönheiten, wäre ein HD-Update zu überlegen ;-)

  17. @Ralf: Ja, das war bei mir ähnlich.

    Ich hatte das Teil um 1980 noch im Kino gesehen und fand nichts dabei.

    Erst viele Jahre später ist mir aufgefallen, dass es da auch für heutige Verhältnisse ziemlich zur Sache geht.

    Trotzdem ein Trash-Meisterwerk, in meinen Augen weitaus besser als die völlig überschätzte „Geisterstadt der Zombies“.

  18. @Bernd Harder
    Ja, es ist ein sehr „atmosphärischer“ Zombie-Thrash…auch deshalb ist über ein HD-Update nachzudenken.

    Ich muß sagen, er ist auch besser als „Ein Zombie hing am Glockenseil“. Der Zombie, der den Hai „anknappern“ will und dann auch noch sehr schöne Unterwasseraufnahmen; auch das „Auferstehen“ der im Sand verscharrten Toten ist wirklich (atmosphärisch) sehr gelungen…wie gesagt, ein HD-Update muß her…natürlich ist die Qualität – auch auf Blu-Ray – nicht so, wie bei einer heutigen Produktion, aber ich habe mir Beispielbilder angesehen, die auf eine gute HD-Umsetzung hoffen lassen.

    Wenn man überlegt für welche „harmlosen“ Szenen Halloween IV und V und auch VI indiziert sind…und Halloween II ist sogar beschlagnahmt und das kann man wirklich nicht nachvollziehen; hier muß man aber wissen, daß es wohl an der „Bekanntheit“ der Reihe liegt. Die BPjM (Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien) prüft auf Antrag…und irgendwann beschäftigt sich dann auch ein Gericht, daß nichts anders zu tun hat, mit den Filmen, die auf der Liste B stehen.

    Ab Teil 3 wurden auch alle Saw-Teile indiziert und sogar Saw VII beschlagnahmt, diese Beschlagnahme wurde aber kürzlich wieder aufgehoben…sehr lustig war, daß Szenen, die Gründe für die Beschlagnahme waren, auch in der FSK-18-Fassung (die indizierungsresident ist) vorhanden sind. :-)

  19. Das ‚h‘ aus „Thrash“ muß man natürlich streichen…jetzt habe ich einen ähnlichen Fehler gemacht, wie die, immer Trash-Metal, statt Thrash-Metal schreiben. :-)

  20. @Ralf: Die beste Beschlagnahmung ist für mich immer noch „Das Geisterschiff der schwimmenden Leichen“ (heute: „reitenden“).

  21. Igitt, was schaut ihr euch für grausige Filme an…

  22. @Ralf:

    << auch das “Auferstehen” der im Sand verscharrten Toten ist wirklich (atmosphärisch) sehr gelungen. << Toll gemacht - nur ziemlich gut erhalten für spanische Konquistadoren aus dem 16. Jahrhundert ...

  23. @ Ralf und DarkKnight:

    „besonders unglaubwürdig die Schilderung der Videothekarin, die berichtete, das ein dreijähriges Kind nur die Worte Mama, Papa, Zombie kannte, total unglaubwürdig diese Zeugin“

    Zu den Fakten, die man heute noch in einer szenischen Aufbereitung des Schriftstellers Reinhard Jirgl („Mamma Papa Tsombi“, ein Teil der „Genealogie des Tötens“) nachlesen kann: das Kind beherrschte mit drei Jahren tatsächlich nur diese drei Wörter; allerdings ist Jirgl dokumentarisch so ehrlich, nicht zu verschweigen, dass das Kind ohnehin und aus ganz anderen Gründen geistig behindert war. Vermutlich hätte es ansonsten auch nur drei – andere – Wörter beherrscht.

  24. @Pierre Castell

    Igitt, was schaut ihr euch für grausige Filme an…

    Na ja, ich kann für meinen Teil behaupten, daß ich (meistens) keiner Fliege etwas zu leide tue – und ich schätze mal, daß es auch für Bernd Harder (und viele Anderen) zutrifft.
    Das Ansehen solcher Filme, ist eigentlich ein Ausdruck von einer (mehr oder weniger) gesunder Portion „Schwarzem Humor“…letztendlich kann solche Filme auch nicht ganz ernst nehmen – es ist ein „makabrer Spaß“, eine Art „Dauer-Halloween“ ;-)
    …und gerade geht durch die Nachrichten ein Anschlag in Bosten, das ist die Realität und die ist immer viel grausamer als jeder Horror-Film.

    @Bernd Harder
    Beschlagnahmebeschluß des AG München

    53. min. in ca. 4-minütiger Länge wird gezeigt, wie die lebenden Leichen auf einem Schiff eine junge Frau verfolgen. Eine Krallenhand legt sich um ihren Hals und würgt sie. Blut tritt aus dem Hals aus. Die offene Wunde ist zu sehen. Nach kurzer Zeit wird der Kopf der Frau abgeschlagen. In Nahaufnahme ist die Schnittstelle zu sehen sowie auch das spritzende Blut.
    93. min. Einer weiteren jungen Frau wird mit einem Messer in die Brust gestochen und danach ihr Herz herausgerissen. Diese Szene ist ebenfalls in Großaufnahme zu sehen.
    157. min. Ein Skelett verbrennt (Großaufnahme).

    Was besonders lächerlich ist, daß man das betont, daß es um einer 4-minütige lange Szene handelt, in der die „Lebenden Leichen“ die Frau verfolgen…man, die Leichen sind halt so langsam (aber dafür liebe ich sie), die brauchen schon mal 4 Minuten, um ein Opfer einzuholen. :-)
    157. min, ist der Hit: „Ein Seklett verbrennt“ – na und? – in GROßAUFNAHME – Ach so, dann sofort beschlagnahmen…LOL

    @Zwingenberger
    Ja, das habe ich mittlerweile auch recherchiert…aber trotzdem halte ich es für nicht ganz glaubwürdig, auf jeden Fall die Videothekarin, die eine ganz schlechte Schauspielerin in der Doku abgibt.

  25. @Ralf:

    < < Das ist die Realität und die ist immer viel grausamer als jeder Horror-Film. << Ich habe in diesbezüglichen Diskussionen gute Erfahrungen damit gemacht, auf dieses Buch zu verweisen oder ein paar Sätze daraus zu zitieren: http://www.amazon.de/Horror-Die-Lust-am-Grauen/dp/3407850964

  26. @Bernd Harder
    Das Buch muß ich mir mal vormerken…

    ich denke es ist ein „spielerischer“ Umgang mit der „grausamen Realität“, die gerade im Kindesalter geschieht…Eli Roth ein Regisseur von „abartigen“ Machwerken wie Hostel und Hostel II, sagte einmal: „Er ist im Kindesalter mit Horrorfilmen in Berührung gekommen und es hat ihn nicht losgelassen“…ich denke, das können viele Horrorfans unterschreiben.
    Durch spielen lernt man im Kindesalter, aber die „Anatomie des Grauens“ ist nie „ausgespielt“.

    Wobei ich sagen muß, daß mich manche „Grausamkeiten“ nicht mehr so schockieren, weil ich sie teilweise verstehen gelernt habe (das soll um Gotteswillen, nicht heißen, daß ich diese gutheiße).

    Auch das Böse ist eine menschliche Seite, es ist nichts „transzendentes“, kein Dämon, kein Teufel, sondern eine Form des „Menschseins“, wenn auch in seiner pathologischen Form.

  27. @Ralf:

    Es ist sicher kein Zufall, dass jemand wie Wes Craven Philosophie studiert hat.

  28. Ja, wir lassen das Fallbeil über Menschen fallen, die als „böse“ gelten, aber wir können auch erleben, wie ein geliebter Großvater sich – durch eine Demenz – wesensverändert und Aggressionen an den Tag legt, die wir niemals so von im kannten.
    Es ist nicht nur ein philosophisches, sondern auch ein neurophysiologisches Problem…aber welches natürlich in letzter Konsequenz philosophisch aufgearbeitet werden muß.

  29. @ Ralf
    „Na ja, ich kann für meinen Teil behaupten, daß ich (meistens) keiner Fliege etwas zu leide tue – und ich schätze mal, daß es auch für Bernd Harder (und viele Anderen) zutrifft.“

    Nichts anderes habe ich erwartet;-)

  30. Für alle, die sich wirklich wissenschaftlich mit einem „Zombie-Outbreak“ auseinandersetzen wollen.
    MATHEMATICAL MODELLING OF AN OUTBREAK OF ZOMBIE INFECTION
    Vergesst die Regeln von „Zombieland“…und vergesst die „Tips“ aus „Shaun Of The Dead“…fangt endlich an zu rechnen ;-)
    Die Zeit wird knapp, der Outbreak ist nahe… :-)

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