GWUP-Konferenz 2013

Eine fabelhafte GWUP-Konferenz ist gestern Abend in Köln zuende gegangen.

Wer Blogpostings dazu vermisst haben sollte: Dieses Jahr haben wir uns für eine neue Variante entschieden.

Heuer geben wir jeden Vortrag einzeln und ausführlich wieder, allerdings mit einer kurzen Verzögerung, und zwar voraussichtlich ab morgen Abend.

Bis dahin kann man den Hashtag #SkepKon bei Twitter verfolgen oder bei google+ und Facebook stöbern.

Nachtrag: Zum ersten Review geht es hier.

Zum Weiterlesen:

  • Kongress in Köln: Den Geisterjägern auf der Spur, Kölner Stadtanzeiger am 10. Mai 2013
  • Ein Podcast macht Jagd auf Verschwörungstheorien, Wiener Zeitung am 11. Mai 2013
  • GWUP-Konferenz 2013 – Die Wahrheit! dieausrufer am 12. Mai 2013
  • SkepKon 2013 – Persönliche Nachlese, Nessie-Hoaxer’s Diary am 12. Mai 2013
  • Von der 22. GWUP-Konferenz in Köln, BlooDNAcid am 12. Mai 2013
  • Fotogalerie von André Sebastiani
  • Feedback-Formular zur SkepKon 2013
  • So war die Skepkon – für mich, Cloudpharming am 16. Mai 2013
  • Skeptiker-Konferenz: Dialoge sind am schönsten zu zweit, diesseits am 16. Mai 2013
  • Skepkon 2013: Die Akupunktur kritisch betrachtet, GWUP-Blog am 21. Mai 2013
  • Skepkon 2013: Fakt und Fiktion in der Sexualität, GWUP-Blog am 20. Mai 2013
  • Skepkon: Nazis über uns? Der Mythos Neuschwabenland, GWUP-Blog am 19. Mai 2013
  • Skepkon: Parawissenschaften als gesellschaftlich akzeptierte Parallelwissenschaften, GWUP-Blog am 19. Mai 2013
  • Skepkon: Globuli und Pharmazie – eine Liebesgeschichte? GWUP-Blog am 19. Mai 2013
  • Die Homöopathie-Lüge oder Wie wirksam ist ein Buch? GWUP-Blog am 18. Mai 2013
  • GWUP-Konferenz-Rückblick: Vorsicht Seelenpfuscher! GWUP-Blog am 18. Mai 2013
  • GWUP-Konferenz-Rückblick: Pseudomedizin bei Autismus, GWUP-Blog am 18. Mai 2013
  • GWUP-Konferenz-Rückblick: Der Publikumstag 2013, GWUP-Blog am 13. Mai 2013
  • Geisterjäger, “The Conjuring” und ein Skepkon-Video dazu, GWUP-Blog am 16. Mai 2013

14 Kommentare zu “GWUP-Konferenz 2013”


  1. 1 Thorsten Macha 13. Mai 2013 um 08:30

    Liebe GWUP-Skeptiker,

    zunächst einmal vielen Dank für die interessante Tagung! Es war mein erster Besuch einer GWUP-Konferenz, und so freue ich mich, dass ich in Köln zu den Inhalten der GWUP auch einige der tragenden Personen erleben durfte.

    Etwas verblüfft war ich dennoch. Ist es wirklich notwendig, das, was ich eigentlich als die Vorkenntnisse der Teilnehmer erwarten würde, wieder und wieder aufzuwärmen? Worin besteht der Sinn, beispielsweise stets wiederholend darauf aufmerksam zu machen, dass sich die Wirkung von Homöopathika als Placebo-Wirkung erklären lässt?

    Und was mich besonders erstaunt hat: Ist es wirklich notwendig, dies in einer derart polemischen Form, teilweise mit einem auf mich überheblich bis arrogant wirkendem Duktus zu tun? Welche Aussagekraft hat ein Fahrrad mit Kindersitz vor einer Apotheke?

    Warum ist irrationales Handeln gleich „Schwachsinn“? Das war häufig eher Bashing als wissenschaftliche Auseinandersetzung. Es ist m. E. völlig unnötig, konkrete Personen wie die Vorsitzende der DZVhÄ oder den betrunkenen und/oder psychiatrisch auffälligen Verschwörungstheoretiker aus der Videosequenz des letzten Vortrags MENSCHLICH bloßzustellen. Falls das so gewollt war, dann ist die GWUP definitiv nicht mein Ort.

    Ich hätte mir von der Tagung erhofft,

    1. dass die KONSEQUENZEN für den Umgang mit dem Phänomen der Irrationalität den eigentlichen Schwerpunkt darstellten. Dies habe ich nur im Zusammenhang mit dem Vortrag von Herrn Dr. Weymayr erlebt: Das Konzept der Scientabilität zu durchdenken war ein intellektueller Genuss;

    2. dass die Position der GWUP zur Irrationalität des Menschen von etwas mehr Demut geprägt wäre. Hier hat sich insbesondere Herr Prof. Dr. Ring hervorgetan, dessen Vortrag von tiefer menschlicher Wärme getragen war und im Zusammenspiel mit seinem tollen Vortragsstil mein persönliches Highlight des Wochenendes darstellte.

    Meine Anregung: Nehmen Sie bei der nächsten Tagung doch einen Vortrag mit auf, der psychologische Aspekte der Irrationalität und der Unzulänglichkeiten des Menschen aufgreift. Dies ließe sich sowohl für den öffentlichen Tag als auch für den inneren Zirkel sehr unterhaltsam gestalten und könnte zur Prävention beitragen, nicht einem vereinfachendem Skeptikertum, das ausschließlich Rationalität und Logik gelten lassen möchte, unskeptisch-quasireligiös zu verfallen.

    Gruß aus Bremen
    T. M.

  2. 2 Martina Rheken: 13. Mai 2013 um 12:47

    @Thorsten:

    Nur aus der Erinnerung ein paar unsystematische Anmerkungen:

    – Wann und wo genau wurde die DZVhÄ-Vorsitzende “menschlich bloßgestellt”?

    Herr Weymayr berichtete von einer gemeinsamen TV-Sendung, nach der man sich noch unterhielt, und er schilderte lediglich seinen Eindruck, dass sie von der Evidenzbasierung einer Methode wenig versteht und eine diesbezügliche Unterhaltung kaum möglich gewesen ist.

    – << Warum ist irrationales Handeln gleich „Schwachsinn“? Das war häufig eher Bashing als wissenschaftliche Auseinandersetzung. <<

    Was mir *nachhaltig* in Erinnerung geblieben ist: Jeder Referent hat bis zur Ermüdung wiederholt klargestellt, dass *nicht* die Konsumenten irrationaler Angebote zu tadeln seien, sondern die Anbieter – nicht nur Herr Professor Ring.

    – Zum "verwirrten Verschwörungstheoretiker" empfehle ich:

    http://www.nessiehoaxer.de/?p=793

  3. 3 Kurt Barlow 13. Mai 2013 um 13:24

    @Thorsten:

    Das sind fraglos interessante Eindrücke und Aspekte, vielen Dank dafür.

    Andererseits gestatten Sie mir zwei Anmerkungen eines Uralten-Hasen:

    – Was ist an der selbstverständlichen Erkenntnis, dass alle Menschen in gewisser Weise irrational handeln, so neu und exklusiv, dass man “dieses” Thema in den Mittelpunkt einer Konferenz stellen müsste?

    – Ich sehe persönlich einen riesengroßen Unterschied in der Klientel eines Professor Ring und eines Homöopathen.

    Prof. Ring hat es mit echten Kranken mit hohem Leidensdruck zu tun, für deren “irrationale” Suche nach “Alternativen” man natürlich Verständnis hat und haben muss.

    Menschen, die zum Homöopathen gehen, sind in der Regel nicht “krank” im eigentlichen Sinne, sondern das Ganze ist eine Art Wohlfühl-Therapeutikum.

    Das sieht man z.B. bei den Ärzten, die genau wissen, dass das Zeug nicht wirkt und es bewusst als Placebo an solche Patienten abgeben, die eigentlich nichts haben, sondern nur ein wenig bei Laune gehalten werden wollen und irgendein Medikament von ihrem Arzt erwarten.

    Kurz gesagt: Hier sehe ich einen deutlichen Unterschied in der seelischen Verfasstheit von Patienten, was es mir ganz persönlich leichter macht, mich über “irrationale” Homöopathie-Anhänger zu amüsiren, als über “irrationale” Allergie-Patienten.

  4. 4 Thorsten Macha 13. Mai 2013 um 13:26

    1. Es hätte m.E. ausgereicht, sich auf Äußerungen der DZVhÄ-Vorsitzenden zu beziehen, anstatt sie z.B. auch noch in “schrulliger Aufmachung” abzubilden; Auch der schräge Erleuchteten-Duktus der Frau Schwan kam sicher suuper-unterhaltsam rüber, verleitet aber dazu, das Wesentliche in eine unsachliche Soße hinabzuziehen. Es lässt sich natürlich leicht dahinter verschanzen, dass Sie es ja alles im Bewusstsein ihrer öffentlichen Wirkung genau so gesagt hat. Aber trotzdem: Ich hätte es nicht getan.

    2. Aber wer belegt uns, dass die in den Anbieter-Komplex eingebundenen Menschen “böse” (gierig, menschenverachtend) seien und nicht bloß ähnlich wie die Konsumenten in zutiefst menschlicher Weise irrational? Irrationalität lässt sich nicht durch Skeptizismus ERSETZEN, dafür liegen die Wurzeln viel zu tief. Sie lässt sich bestenfalls etwas reduzieren und ansonsten wohl nur verlagern. Wenn es gelänge, die Homöopathie zu eliminieren, richtete sich die menschliche Spiritualitäts-Sehnsucht eben auf Hopi-Kerzen oder Ähnliches.

    3. Der “verwirrte Verschwörungstheoretiker” ist keine Wortschöpfung von mir, aber von mir aus: NATÜRLICH ist der Verschwörungstheoretiker (VT) PER DEFINITIONEM verwirrt! Aber längst nicht alle VT sind DERART verwirrt wie die präsentierten Exemplare. An vielen Stellen dieser Tagung wurde ein emotionaler Sog erzeugt, der mir unheimlich war. Das hat den Anliegen der GWUP geschadet.

    Was mich aber besonders irritiert hat: Wenn die immer wieder gleichen Absurditäten von immer wieder den gleichen Teilnehmern über drei Tage hinweg immer wieder in gleicher Intensität mantra-artig mit schrillem Gelächter quittiert werden, dann werde ich aufmerksam. Auch ich habe mich bei einigen Gags sehr amüsieren können, aber was mich befremdete war bei nicht wenigen Teilnehmern das Verfehlen des gesunden Maßes emotionaler Äußerungen. Verglichen mit den irrationalen Gestalten aus der Heiler-/Verschwörer-Szene fühlte es sich teilweise an wie: Gleiche Macke, anderer Fetisch…

  5. 5 Bernd Harder 13. Mai 2013 um 13:39

    @Thorsten:

    << anstatt sie z.B. auch noch in "schrulliger Aufmachung" abzubilden; << Na ja, das ist natürlich auch immer eine Frage, welches Fotomaterial von bestimmten Personen überhaupt öffentlich verfügbar ist. Das muss ja keine Absicht gewesen sein (und war es vermutlich auch nicht). Insgesamt, habe ich ein klein wenig den Eindruck, plädieren Sie, grob vereinfacht, für mehr Menschlichkeit und weniger strenge Rationalität im Umgang mit "Andersdenken/Gläubigen" - blenden aber möglicherweise aus, dass auch "Skeptiker" eine menschliche und tief emotionale Komponente haben. Die GWUP-Mitglieder (und damit auch die Konferenz-Teilnehmer) bringen z.T. völlig unterschiedliche Motive und persönliche Hintergründe zu so einer Veranstaltung mit. Da sind zum Beispiel Leute dabei, die extrem darunter leiden, in einem "irrationalen" ( = para- und esoterikgläubigen) Umfeld zu leben. Da sind Leute dabei, die jeden Monat viel Geld verlieren, weil die Ehepartnerin/die Großmutter etc. alles zum Homöopathen/Wunderheiler/Wahrsager etc. trägt. Da sind Leute dabei, die ihren Partner verloren haben, weil er/sie auf den Rat eines Astrologen gehört hat oder bei einer pseudomedizinischen Behandlung gestorben ist. Etc. pp. Und ja - vor diesem Hintergrund nimmt der Eine oder Andere unter Umständen auch mal die Gelegenheit wahr, über diesen ganzen Kram und dessen Protagonisten zu lachen, ob bitter, befreit, amüsiert oder what ever, im Kreis von Menschen, die das Ganze ebenfalls kritisch sehen, was im Alltag dieser skizzierten Teilnehmer die absolute Ausnahme ist. Das würde ich Sie gerne bitten, auch mit einzubeziehen.

  6. 6 trixi 13. Mai 2013 um 13:50

    @Thorsten:

    ” Irrationalität lässt sich nicht durch Skeptizismus ERSETZEN, dafür liegen die Wurzeln viel zu tief. Sie lässt sich bestenfalls etwas reduzieren und ansonsten wohl nur verlagern. Wenn es gelänge, die Homöopathie zu eliminieren, richtete sich die menschliche Spiritualitäts-Sehnsucht eben auf Hopi-Kerzen oder Ähnliches. ”

    Dafür hast Du sicher gute Belege?

    Die Sache ist: Niemand BRAUCHT Hopi-Kerzen oder Homöopathie, während kritisches Denken und Wissenschaft überlebenswichtig für jeden Einzelnen und für ganze Gruppen und Gesellschaften ist.

    Deshalb braucht man Skeptizismus nicht als Religionsersatz zu betreiben, aber etwas höherwertiger als Du würde ich Wissenschaft und kritisches Denken schon ansiedeln wollen, deshalb kann ich Dir nicht zustimmen.

  7. 7 hans 13. Mai 2013 um 14:08

    @Thorsten:

    ” Aber wer belegt uns, dass die in den Anbieter-Komplex eingebundenen Menschen “böse” (gierig, menschenverachtend) seien und nicht bloß ähnlich wie die Konsumenten in zutiefst menschlicher Weise irrational? ”

    Also sorry, aber ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass ein Hersteller von Homöopathika, der sich vertieft mit der Methode, der Geschichte, den Mitteln, der Wirksamkeit etc. auseinandersetzen muss, es schlicht gesagt besser wissen muss als meine 76 Jahre alte Schwigermutter, die nicht einmal weiß, was Homöopathie eigentlich ist.

  8. 8 Thorsten Macha 13. Mai 2013 um 14:22

    @trixi
    “Dafür hast Du sicher gute Belege?”
    Ich überführe gerne JEDEN (lebenden) Menschen in minutenschnelle seiner Irrationalität. Auch jeden GWUP-Skeptiker, und typischerweise wird man es mit einem Schmunzeln quittieren. Der Mensch kann sich glücklich schätzen, dass er in beträchtlichem Umfang AUCH irratiional ist, somit wird das Leben bewältigbar und lebenswert.

    Ob jemand Hopi-Kerzen BRAUCHT, entscheidet zum Glück jeder selbst. Das nennt man Freiheit, die ist bei uns gesellschaftlich gewünscht. Solange dabei weder er noch jemand anderes zu Schaden kommt, gönne ich jedem seine Hopi-Kerzen. Wie Herr Oude-Aost schon sagte: Der Dialog mit Feen auf einer Wiese kann sicher etwas Wundervolles sein.

    Wissenschaft ist nicht überlebenswichtig. Die Eckpfeiler “unserer” empirischen Wissenschaft (z.B. Popper, Ockham) sind zwar nützliche Werkzeuge, aber keineswegs unabdinggbar. Der geringste Teil der Menschheit konnte bzw. kann sich darauf stützen. Wissenschaft ist m.E. sehr WERTVOLL, und ich würde vieles geben um sie zu verteidigen. So in etwa positioniert sich auch der Skeptizismus, der nicht mit GWUP-Skeptikertum verwechselt werden sollte.

  9. 9 DarkKnight 13. Mai 2013 um 14:41

    “dass die Position der GWUP zur Irrationalität des Menschen von etwas mehr Demut geprägt wäre.”

    hallo thorsten, mir wäre völlig neu, dass die GWUP eine “Position zur Irrationalität des Menschen” hätte?

    Was die GWUP hat, ist eine Position zu verschiedenen ganz konkreten Ausformungen von “Irrationalität”, z.B. Homöopathie, Astrologie etc.

    Du kannst Dich sicher an eine andere Vortragsfolie von der Konferenz erinnern:

    – Toleranz gegenüber Personen: ja, selbstverständlich.

    – Toleranz gegenüber konkreten (nicht zutreffenden, partiell gefährlichen) Behauptungen (“Weltbildern”): nein.

  10. 10 Ralf 13. Mai 2013 um 17:10

    Zitat “DarkKnight”

    – Toleranz gegenüber Personen: ja, selbstverständlich.

    – Toleranz gegenüber konkreten (nicht zutreffenden, partiell gefährlichen) Behauptungen (“Weltbildern”): nein.

    Das erinnert mich an die christliche Regel:

    Liebe den Sünder – verabscheue die Sünde

  11. 11 Ralf 13. Mai 2013 um 18:48

    Herrn Macha würde ich in vielen Dingen zustimmen…ja, wir sind irrational und es ist tief verwurzelt…weil…ja, weil wir aus einer Evolution “entstanden” sind…wir sind keine perfekten “Großhirnwesen” (vielleicht erleben wir aber, dank der Schuhmann Resonanz einen “Bewußtseins-Sprung” ;-)).

    Skeptiker dürfen aber auch “irrational” sein, selbst den “Vulkaniern” wurde im “Pon Farr” einen “irrationalen Spaß” alle sieben Jahre gegönnt. :-)

    Die Frage, die letzten Endes bleibt: “Braucht irgendjemand Hopi-Kerzen oder Ähnliches?” und das wollen die Skeptiker beantworten, mit aller – ihr eigen – Irrationalität…;-)

  12. 12 Skeptikus 13. Mai 2013 um 22:41

    Ich hab reflektierte Teilnehmer und Referenten wahrgenommen, die wissen, dass sie selbst auch subjektiv, emotional, auch irrational sind, weil das die menschliche Natur ist.

    Im Gegensatz zu den unreflektierten Anhängern von Pseudowissenschaften ist dies schon ein Erkenntnisfortschritt.

    Ich fand die Konferenz offen und respektvoll, dass Anomalisten oder Parawissenschaftler das so nicht sehen, kann ich aber auch gut nachvollziehen.

  13. 13 Claudia G. 15. Mai 2013 um 08:44

    Hallo Thorsten,

    eine kurze Anmerkung zu Ihrem ersten Beitrag: das Bild mit dem Fahrrad vor der Apotheke zeigt nicht nur, daß ein Fahrrad mit Kindersitz vor der Apotheke stand.

    Wie ich schon sagte, hatte wenige Augenblicke zuvor eine Mutter mit Kleinkind diese offensichtlich von Homöopathika überschwemmte (“Homöopathie-Apotheke Dr. irgendwas”) betreten hatte. Das ist genau das Problem, das ich mit dieser Art der Irrationalität habe: wenn sie sich auf Schutzbefohlene niederschlägt.

    Ich habe es so, so oft in der Apotheke erlebt, daß Mütter für Ihre Kinder Globuli kauften – das ist psychologisch sicher auch interessant; die Mutter entwickelt sich hier zur Gesundheitsexpertin für die Familie, obwohl sie genau genommen eine medizinische Laiin ist, die mit Therapieverschleppung großen Schaden anrichten kann.

    Daß ich keine Toleranz üben würde gegenüber der Irrationalität der Menschen ist falsch, nur ging es darum nicht in meinem Vortrag. Es ging um die Gefahren der gegenwärtigen Entwicklung, und da hat mein Verständnis für menschliche Irrationalität wenig zu suchen.

    Ich selbst bin in vielen Bereichen hoch irrational und spreche mir und anderen das Recht darauf auch zu. Aber: es endet dort, wo Menschen in Gefahr gebracht werden.

    Ach ja; an konstruktiven Vorschlägen (= Konsequenzen) hat es doch auf der SkepKon nun wirklich nicht gemangelt?

    Und selbstverständlich ist Wissenschaft überlebenswichtig. Jeder von uns wäre ohne wissenschaftliche Erkenntnisse schon fünf mal tot.

  14. 14 Martina Rheken 18. Mai 2013 um 21:20

    @Thorsten:

    Ich habe die Folie mit Frau Bajic zufällig fotografiert – kannst Du mal präzisieren, wovon Du redest?

    das ist ganz normales, sympathisches Foto, wo hast Du da eine “schrullige Aufmachung” gesehen???

    Warst Du bei derselben Veranstaltung wie ich?

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