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Blogserie „Antisemitische Verschwörungstheorien“ bei „Onkel Michael“

| 10 Kommentare

Schöne Ergänzung zu der Plattform Oy Vey, auf die wir letzten Monat hinwiesen:

Die Serie von Onkel Michael zu antisemitischen Narrativen und Verschwörungstheorien:

Die einzelnen Folgen:

Update

Zu diesem Thema ist Onkel Michael auch beim Podcast Vorpolitisch vom 26. November zu Gast.

Zum Weiterlesen:

  • „Oy Vey“: eine neue Plattform zu Verschwörungstheorien, GWUP-Blog am 17. Oktober 2023
  • TV-Doku: „Die Rothschilds“, GWUP-Blog am 4. September 2021
  • Video: „Eine Geschichte des Antisemitismus“ bei ARTE, GWUP-Blog am 6. April 2022
  • Wie George Soros zum Feindbild wurde, dw am 27. Mai 2020
  • Antisemitismus und Verschwörungsideologien, Belltower News am 6. August 2021
  • Der antisemitische Zoo, Belltower News am 14. Juli 2021
  • Antisemitische Verschwörungstheorien in Geschichte und Gegenwart, bpb am 26. November 2020

10 Kommentare

  1. Ein Paukenschlag:

    Gil Ofarim hat alles nur erfunden!

    https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_100291148/ofarim-gesteht-die-vorwuerfe-treffen-zu.html

    Ich kann es nicht fassen…

  2. Ich kann es nicht fassen…

    Es hat sich bereits angedeutet angesichts aufgrund all der Tatsachen, die in den vergangenen 2 Jahren über den Vorfall offenbar wurden. Die Prüfung, die das Hotel durchgeführt hat. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, die zur Anklage führten. Und schließlich auch die verschiedenen Aussagen im Gerichtsprozess, die im ganz überwiegenden Maße zu Ungunsten Ofarims sprachen.

    Warum Ofarim gelogen hat, darüber lässt sich nur spekulieren. Wenn er sich nicht irgendwann selbst offenbaren will, dann werden die Hintergründe im Dunkeln bleiben.

    Die wichtigen Punkte sind: Der Hotelmanager hat die Entschuldigung akzeptiert. Ofarim kann einen Neustart wagen, wie es der Richter so passend ausdrückte.

    Damit ist die Sache eigentlich erledigt, obwohl ich denke, dass die Medien und sozialen Medien es nicht auf sich beruhen lassen werden. Die Versuchung der Klicks, Likes und somit auch des Geldes ist zu groß.

  3. Sehr treffend finde ich, was der Zentralrat der Juden in Deutschland zu der Causa Ofarim heute geäußert hat:

    „Der Zentralrat der Juden hat das Verhalten des Musikers Gil Ofarim im angeblichen Antisemitismus-Eklat in einem Hotel in Leipzig verurteilt. «Zwei Jahre lang hat Gil Ofarim Mitarbeiter eines Leipziger Hotels des Antisemitismus beschuldigt.

    Nun hat er gestanden, dass er gelogen hat. Damit hat Gil Ofarim all denen, die tatsächlich von Antisemitismus betroffen sind, großen Schaden zugefügt», teilte der Zentralrat am Dienstag mit.

    […]

    Ofarim habe neben der Öffentlichkeit auch die jüdische Gemeinde belogen, erklärte der Zentralrat. Es sei richtig, bei einem Antisemitismusvorwurf auf der Seite des Betroffenen zu stehen, ihm beizustehen und die Antisemitismuserfahrung zunächst nicht in Frage zu stellen.

    Umgekehrt dürfe so ein Vorwurf aber niemals grundlos erhoben werden. «Und das ist hier leider passiert.» “

    https://www.zeit.de/news/2023-11/28/zentralrat-der-juden-verurteilt-verhalten-von-gil-ofarim

  4. „Damit ist die Sache eigentlich erledigt!“

    Hm, das sehe ich nicht so locker. Wer im Leben mal zu Unrecht beschuldigt wurde, kann nachvollziehen, wie sehr Herr W. gelitten haben muss. Die Bilder gingen um die ganze Welt.

    Ganz zu schweigen, wie sehr die Mitarbeiter und der Ruf des Hotels damals unter den falschen Beschuldigungen gelitten haben. Dass der Hotelmanager die Entschuldigung akzeptiert hat, spricht für ihn.

    „Damit hat Gil Ofarim all denen, die tatsächlich von Antisemitismus betroffen sind, großen Schaden zugefügt», teilte der Zentralrat am Dienstag mit!“

    Genau, das ist wirklich ungeheuerlich!

    Mir ist unverständlich, dass Gil Ofarim so ein Schmierentheater inszeniert hat. Seine ganz großen musikalischen Erfolge liegen zwar schon etliche Jahre zurück, jedoch war er bis zuletzt ganz gut im Geschäft. Zwar waren seine Gagen in letzter Zeit nicht mehr so hoch wie früher, aber er ist Musiker durch und durch. Er konnte gut davon leben.

    Ob er aber in den nächsten ein, zwei Jahren erneut so gut gebucht sein wird, wage ich zu bezweifeln. Später wird dann Gras über die Sache gewachsen sein. Wenn ich an seiner Stelle wäre, würde ich mich aber nicht mehr auf die Straße wagen…

  5. Hm, das sehe ich nicht so locker.

    Ich auch nicht. Tim Kellner lacht sich natürlich tot und feiert „unseren Sieg über den Lügenbaron Gil Ofarim“:

    https://www.youtube.com/watch?v=s–CoycQwuw

  6. Presseschau zum Geständnis von Gil Ofarim

    Der Prozess ist beendet – doch er dürfte noch lange nachhallen, ist man sich in den Kommentarspalten deutscher Zeitungen einig.

    https://www.stern.de/panorama/verbrechen/gil-ofarim-in-der-presse—fall-ist-menschlich-eine-tragoedie–34240920.html

    Hier wird gut zusammengefasst, was ich ansprach und worauf auch Bernd Harder und Pierre Castell verweisen, wie z.B:

    „Nordwest-Zeitung“ (Oldenburg): „Schon werden in den Sozialen Medien Fälle tatsächlichen Antisemitismus hämisch kommentiert: ‚Ofarim 2.0 oder ein echter Fall?‘ Die Antisemiten aller Farben kriechen aus ihren Löchern – und haben nun Munition, judenfeindliche Vorfälle zu verharmlosen oder zu leugnen. Die wurde frei Haus geliefert. Den Schaden haben diejenigen, die tatsächlich Antisemitismus erleben, und das sind in Deutschland viel zu viele.“

    „Neue Osnabrücker Zeitung“: „Eines vorweg: Der Fall Gil Ofarimist juristisch eine klare Sache – und menschlich eine Tragödie. Der jüdische Musiker hat gelogen, als er einem Hotelmanager im Internet antisemitisches Verhalten unterstellt hatte. Auf sein spätes Geständnis und seine Entschuldigung hin wurde das Verfahren nun gegen eine Geldauflage von 10.000 Euro eingestellt. Dieser Prozess ist also abgeschlossen. Nicht abgeschlossen ist der persönliche Prozess, den der Musiker durchläuft. Hier kann man nur hoffen, dass er professionelle Hilfe sucht und findet.“

    „Lausitzer Rundschau“ (Cottbus): „Der Fall Ofarim ist ein mahnendes Zeichen für all jene, die dem Sänger blind zur Seite gesprungen sind. Er ist aber auch eine Aufforderung an uns alle. Bilder gehören hinterfragt und die Quelle von Informationen recherchiert. Im Zeitalter sozialer Netzwerke ist es leicht, sich in Sekundenschnelle auf Grundlage dürftiger Informationen eine Meinung zu bilden und zu verurteilen. Doch so verführerisch das ist, der Fall Ofarim sollte uns Mahnung sein, einen Schritt zurückzutreten und zuerst nachzudenken.“

  7. @ RPGNo1

    Besten Dank!

  8. Sinan analysiert den Fall Gil Ofarim, und was da alles schief gelaufen ist.

    Wenn Vorverurteilung mächtig schief läuft | SinansWoche DIE SHOW

    https://www.youtube.com/watch?v=L_VWA-MdOvA

  9. Das ÖRR_Medienmagazin ZAPP zur Causa Ofarim:
    https://www.youtube.com/watch?v=dpmLy7etQtc

    Für solche Beiträge zahle ich dann auch gerne meine „Demokratieabgabe“

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