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Überraschung bei den Psi-Tests der GWUP: Kandidat schafft es zum Nachtest

| 97 Kommentare

Überraschung am zweiten Tag der Psi-Tests in Würzburg:

Einen ausführlichen Bericht dazu gibt’s in den nächsten Tagen dann auch mit ersten Stellungnahmen der Versuchsleiter und Beobachter und wie es jetzt mit dem Kandidaten weitergeht.

Update vom 19. September: Video: Die Psi-Tests in SAT.1

Zum Weiterlesen:

  • Tag eins der Psi-Tests der GWUP: der „Biotensor“ im Experiment, GWUP-Blog am 16. September 2019
  • Wissenschaft und Blödsinn: Was wäre, wenn jemand den PSI-Test der Skeptiker bestehen würde? GWUP-Blog am 2. Dezember 2015
  • PSI-Tests 2015: Bestes Ergebnis aller bisheriger Versuche, GWUP-Blog am 30. Juli 2015
  • PSI-Tests 2015: So geht es weiter mit dem Überraschungskandidat, GWUP-Blog am 4. August 2015

97 Kommentare

  1. Moin,
    da es in der Body-Modification-Szene auch viele Magnetimplantate gibt, drängt sich die Frage auf, wie das bei dem Kandidaten ausgeschlossen wurde. Gibt es ein Röntgenbild der Hand?

  2. @Flydoc:

    Weiß ich zur Minute nicht, wird aber sicherlich zu diskutieren sein, danke.

  3. Es würde sogar ein Metallsplitter in der Hand ausreichen. Egal, ein Röntgenbild ist jetzt in jedem Fal unerlässlich.

  4. Die Kontrollen müssen beim Nachtest jedenfalls bedeutend schärfer werden. Magnetfelder lassen sich durch Miniaturelektronik schließlich sehr gut detektieren.

  5. Guckt mal hier:

    https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/mensch-maschine-mike-schaffner-will-mit-der-technik-verschmelzen

    Zitat:
    „Zudem liess sich Mike Schaffner, der Techniker von Beruf ist, Magnete in die Fingerspitzen implantieren. Nicht nur als Spielerei. Damit kann er elektromagnetische Wellen wahrnehmen – und erweitert so quasi seine Sinne.“

    Ich würde mich nicht wundern, wenn Herr Maurer auch solche Implantate hätte.

  6. Aso auf Implantate ist wohl zuvor getestet worden – wie umfangreich, kann ich aber nicht sagen. Sicherlich weder Röntgen noch MRT.

  7. Implantat war auch mein erster Gedanke.
    Sollte zumindest mal gecheckt werden.

  8. Der … (Selbstzensur!) verdient ausweislich seiner „Seminar“- und Autorenaktivitäten (bitte selbst googeln, will hier keinen Link setzen) Geld mit seinen „Fähigkeiten“.

    Sein selbstgefälliges Grinsen legt nahe, daß er sich recht sicher ist, die Versuchsleiter hereinlegen zu können. Bin gespannt!

  9. @pederm:

    Ich muss gestehen, dass ich beim Anblick der Fotos etwas Ähnliches dachte – der Rest der Info ist mir allerdings neu, danke.

  10. MRT wäre uncool, das könnte dem Probanden ernsthafte Verletzungen zufügen.

  11. @ pederm:

    Danke für den Hinweis. Er kann angeblich auch Astralreisen, Psychokinese etc. (https://blog.gwup.net/2018/08/11/video-telekinese-psychokinese-oder-zaubertricks/), das ruft förmlich nach einem genaueren Check. Nicht, dass wir noch den alten James Randi einfliegen lassen müssen. Obwohl, vielleicht als Astralreisender? ;-)

  12. Hat er Implantate in beiden Händen? Sonst einfach mal nur die linke benutzen lassen.

  13. Für mich riecht es danach, dass hier ein gewiefter professioneller Trickser und Zauberkünstler am Werk ist.

  14. Ich fresse einen Besen, wenn das _kein_ Trick ist.

    Beim Nachtest ausziehen lassen, und mit einer gestellten Toga antreten lassen. Unbedingt ein MRT zumindest ankündigen. Seine Reaktion sollte dann klar machen, ob er Implantate hat.

    Mit Magentfeldern lässt sich so viel tricksen. Ob es eine gute Idee war, diesen Kandidaten zuzulassen (auch wenn ich mir sicher bin, dass sich davor wesentlich kompetentere Menschen als ich darüber Gedanken gemacht haben)?

  15. *grins* Ja, da bin ich mal gespannt wie sich das denn weiter entwickelt.

  16. Ich weiß, wie es weitergeht – auch ohne Glaskugel. Er wird sich nicht darauf einlassen, seine Hände untersuchen zu lassen (Röntgen, CT, MRT, Induktionskochfeld).

    Er wird sich auch nicht darauf einlassen, in gestellter Kleidung oder in der Badehose den Versuch zu wiederholen.

    Warum nicht? Ganz einfach. Er hat irgendwo an seinem Körper ein empfindliches Magnetometer, dass ein Signal gibt, wenn sich ein Magnet in der Nähe befindet (ein Metallstück oder Magneten in der Hand halte ich auf Grund der Entfernung für unwahrscheinlich).

    Er wird sich also nicht untersuchen lassen und die Sache ist für ihn gegessen. Es wird keinen zweiten Durchgang geben.

    Was hat er davon? Offensichtlich eine Menge Spaß und eine unbezahlbare Publicity für seine Zaubertricks.

    Von meiner Seite: Respekt! Großes Kino! Da hat er alle richtig reingelegt. Ein großer Zauberkünstler!

  17. Was passiert eigentlich, wenn man seine Hand in durchsichtige Magnetfarbe taucht? Merkt das jemand?
    Gibt es bei Amazon:

    https://www.amazon.de/Magnetfarbe-Haftkraft-allergikerfreundliche-Innenräume-Konservierungsmittel/dp/B01B578FYE/

    Und ist sogar hautverträglich :-)

  18. Ich bin übrigens der Meinung, dass die PsiTester gut daran täten, das Gerät nachzubauen, mit dem er die Welt reingelegt hat.

    Damit könnte man zumindest beweisen, dass es technisch möglich ist, den Magneten zu detektieren.

    Und dann wäre er wieder am Zug und müsste in Badehose antreten.

  19. Könnte man nicht auch was schlucken , was geringfügig reagiert? Gerade beim Thema Magneten bietet sich das Tricksen ja an, denn Magnetismus gibt’s es. Bei Erdstrahlen hingegen ist das Problem der Nichtexistenz die Herausforderung . Ich würde noch befreundete Zauberkünstler fragen, wie man tricksen kann

  20. Da kann ich Zauberfee zustimmen, Magnetismus ist ein reales Phänomen, es könnte deshalb sogar sein, daß man es, entgegen „Erdstrahlen/Wasseradern“, „erspüren“ kann.

    Ich denke auch, daß es sich dabei um einen – wahrscheinlich sogar simplen – Trick handelt.

    Wenn die Tests immer mehr an Bekanntheit gewinnen, was zum einen gut ist, wird es aber auch interessant für Faker, die dies als Publicity nutzen wollen.

  21. Jetzt hab‘ ich auch gegoogelt…
    Der Typ ist ja ein paranormales Multitalent ;-)
    Die Videos sind nicht so der Hit, aber der Titel „Levitierender Ball (Raumkrümmung Levitation)“, bei der angeblich ein Tennisball im Raum schwebt, schon :-)
    Total bescheuert ist das Video, bei der er den Wind mit seiner wedelten Hand beeinflussen will :-D

  22. Zur Verfügung gestellten Bademantel und zur Verfügung gestellte Badeschuhe an und noch einmal testen.

    Und vorher vielleicht wirklich einmal in den Mag­net­re­so­nanz­to­mo­grafen.

    Sollte er einen Trick oder ein technisches Hilfsmittel verwendet haben – wovon ich ausgehe –, dann ist es sogar gut möglich, dass er in 13 Durchgängen 13 Treffer gehabt hätte, sich aber vermutlich gedacht hat, dass dies zu auffällig wäre und er deshalb absichtlich viermal falsch gelegen hat.

    Mein Weltbild ist durch diesen Fall nicht erschüttert.

    Aber vielleicht sollten bestimmte behauptete Fähigkeiten nicht mehr getestet werden.

  23. Als erstes wundert mich, dass hier der Test als „1 von 2“ stattgefunden hat, und nicht als „1 von 10“, wie ich das z.B. von diversen Wasserader-Erkennungs-Tests kenne. Bei „1 von 2“ steigt die Wahrscheinlichkeit, richtig zu raten, dramatisch an.

    Als zweites müßte man tatsächlich seine Hände/Unterarme usw. auf metallische/magnetische Implantate checken. Magnete als Implantate sind sehr beliebt in passenden Szenen, auch um z.B. mit klein(st)en Metallteilen besser arbeiten zu können. Und wenn ein Metall- od. Magnetimplantat direkt über einem Druckrezeptor liegt, kann man damit kleinste Kräfte wahrnehmen, so man sich passend konzentrieren kann.

    Alternativ könnte es natürlich sein, dass er eine Induktionsschleife im (oder am) Körper trägt, die bei Durchgang durch ein Magnetfeld einen winzigen Strom zur Verfügung stellt. Endet diese an einem taktilem Nerven, sollte dies auch ein auswertbares Signal zur Verfügung stellen.

    Ein MRT wäre aber auch aus meiner Sicht erst der zweite Schritt nach einem XRay, da ein MRT (bei Vorhandensein von Metall- oder Magnetimplantat(en)) tatsächlich schwere Gewebeschäden verursachen kann.

  24. @ gedankenknick:
    Ein MRT wäre aber auch aus meiner Sicht erst der zweite Schritt nach einem XRay, da ein MRT (bei Vorhandensein von Metall- oder Magnetimplantat(en)) tatsächlich schwere Gewebeschäden verursachen kann.

    Dann könnte die Reaktion des Probanden auf den Vorschlag, ein MRT zu machen, ein Hinweis darauf sein, ob er entsprechende Implantate trägt. Vorausgesetzt, ihm ist das mit den möglichen Gewebeschäden bekannt, kann eine nicht anderweitig nachvollziehbar begründete Weigerung auf Mauschelei hinweisen (belegt sie aber natürlich nicht).

    Und wo wir eben von MRT sprechen, könnte hier ein gadoliniumhaltiges Kontrastmittel im Spiel sein? Obwohl man davon sicher zu wenig im Körper hätte, als dass es auf Magnetismus spürbar reagiert. Auch ist sowas nichts, was man sich ständig spritzen sollte. War nur so ein Gedanke.

  25. Wo kann ich ein Video davon sehen?

    Selbstverständlich handelt es sich um einen „Zaubertrick“. Um ihn intern zu enttarnen (professionelle und seriöse Zauberkünstler mögen keine Trickser, die sich wie Geller als „echt“ präsentieren, da dies Volksverdummung der untersten Schublade ist), müsste ich das entweder in einer Videoaufnahme (mit mehreren Kameraperspektiven) oder – noch besser – live hautnah sehen.

    Ansonsten:

    Jeder professionelle ZauberTRICKhändler (der nicht nur Tricks verkauft, sondern idealerweise selber jahrzehntelang aktiv als Profi-Zauberkünstler aufgetreten ist und sich auf den wichtigsten Kongressen/Messen die neuesten Angebote anschaut und sich so stets permanent informiert), wird den Effekt – wenn er ihn unter Testbedingungen live gesehen hat – erklären können.

    Empfehlen kann ich BORETTI, der von den deutschen Trickhändlern wohl am besten informiert ist, da er ständig weltweit unterwegs ist und als alter Hase alles kennt:

    https://boretti-shop.info/

  26. TV-Tipp: 17:30 SAT1.Bayern berichtet von den Psi-Tests, Sendetermin heute oder morgen (18. oder 19. September), jeweils ab 17:30 Uhr. Anschließend ist die Sendung unter https://www.sat1.de/regional/bayern online verfügbar.

  27. @ gedankenknick
    >> schwere Gewebeschäden…

    Genau deshalb sollte ein MRT zumindest „angedroht“ werden. Seine Reaktion darauf müsste Klarheit schaffen.

  28. @ gedankenknick:
    Als erstes wundert mich, dass hier der Test als „1 von 2“ stattgefunden hat, und nicht als „1 von 10“

    Oben steht (im zweiten Screenshot): „…einen Magneten erspüren, der unter einer von 10 gleichen Schachteln verborgen ist.“ Die Schachteln stehen vermutlich immer nur zwei auf einem Tisch, damit genug Abstand ist, wo es ja um Magnetfelder geht.

  29. Es gibt im Zaubererbedarf flache und kleine ( z.B. 17×34 mm), leistungsstarke Magnetsensoren mit Vibrationsalarm, die man laut Werbung auch z.B. unter dem Hemd verstecken kann.

    z.B hier:
    https://www.murphysmagic.com/product.aspx?id=60777

    Für die Detektion von magnetischen Münzen haben die eine Reichweite von ca. 15 cm, aber einen großen Magneten erkennen die vielleicht noch, wenn sich der Kandidat den Detektor hinters Ohr, in die Poritze oder sonst wohin klemmt. (;

  30. Erst neulich hatte mir ein Bekannter erwidert, elektrische und magnetische Felder seien doch real, also würden doch keine übersinnlichen Phänomene geprüft…tja, fast zwangsläufig, dass da irgendwann so ein cleverer Bursche auftaucht und die GWUP hereinlegt.

    Müssen die Kandidaten eigentlich vorher etwas unterschreiben dahingehend, dass sie nicht schummeln?

  31. @Pierre Castell

    Schöner Hinweis von einem Experten und Kundigen. Das ist auch für einen Laien wie mich lehrreich. :)

  32. @gnaddrig
    Das ist mir echt durch die Lappen gegangen mit dem Twitter-Eintrag. Ich ließ mich durch die zwei Schachteln pro Tisch täuschen, Asche auf mein Haupt.

    @RainerO
    Sollte man jemanden, auch wenn man denjenigen als Betrüger vermutet, mit körperlichen Schäden drohen? Ich bin mir da nicht sicher. Zumal man nicht mit einer Maßnahme drohen sollte, wenn man dann nicht bereit ist, diese auch umsetzen (und anschließend für die Folgen gerade zu stehen).

    Und ebenjenem eine Entschädigung für erlittene Traumata zugestehen zu müssen wäre echt zu bedauern im nachhinein. Denke ich.

  33. @ RPGNo1

    Danke, Sie sind sehr freundlich!

  34. @ Hans

    „…wenn sich der Kandidat den Detektor hinters Ohr, in die … oder sonst wohin klemmt!“

    Muss das sein?

    Dieses Halbwissen (in Kombination mit der Ausdrucksweise) finde ich gelinde gesagt, voll daneben!

  35. @gnaddrig
    Und wo wir eben von MRT sprechen, könnte hier ein gadoliniumhaltiges Kontrastmittel im Spiel sein?

    Die Idee hat was. Aber ich denke, das wird so nichts werden. Denn

    1) sind in einer Spritze (als absolut umgerechnet) 7,86mg Gadolinium(III)-Ionen.

    2) Habe ich gerade über die Liste der bekannten Nebenwirkungen geschaut. Kein einziger Fall ist aufgeführt, wo der Patient über eine Spürbarkeit des Kontrastmittels bei der Untersuchung geklagt hätte. Andere Nebenwirkungen, inclusive anaphylaktischen Schock (tritt bei MRT- und XRay-Konstratmitteln gern mal auf) sind aber durchaus bekannt.

    3) Hat es eine sehr kurze Halbwertszeit im Körper. Bereits 6 Stunden nach Applikation sind 89% über Nierenfiltration wieder ausgeschieden.

    4) Kostet eine Spritze mal eben zwischen 100 und 200€ pro Stück, und ist zusätzlich verschreibungspflichtig. So leicht kommt man also nicht an die heran.

    5) Sind diese Spritzen nur bei den Herstellern direkt zu beziehen (oder beim netten Radiologen des Vertrauens direkt), wobei letzterer, wenn ich sich beim Verkauf erwischen läßt, dramatische Probleme mit dem Finanzamt bekommt (weil er die anfallende Mehrwertssteuer nicht abgeführt hat und damit seine gesamte Praxis MwSt.-pflichtig wird).

    Aber allein über die winzige Menge Wirkstoff, die auch nicht punktuell bleibt sondern sehr schnell ins Gewebe hineindiffundirt, halte ich dies als Trick für nicht umsetzbar.

  36. @ gedankenknick
    Es wird ja nicht mit körperlichen Schäden gedroht, sondern dem übersinnlich Begabten nur die Chance geboten, Zweifel zu zerstreuen.

  37. Kann man nicht Metalspäne auslegen? Wie einst bei Randi mit dem Papierschnipseln und schwupps konnte der Betrüger nicht mehr die Seiten mit seinem Atem umblättern?

  38. Wenn ich nicht gegoogelt hätte, dann hätte ich den Herren etwas ernster genommen, aber so bin ich mir zu 100% sicher, daß es sich um einen Trickser handelt, der damit versucht Geld zu machen (Online-Kurse u Bücher)…was mich ärgert, ist daß er die GWUP-Tests sogar als Werbung für sich benutzt, deshalb ist es wirklich wichtig, ihn als Faker zu entlarven!

  39. Irgendetwas hat Herr Maurer knapp oberhalb des rechten Ellbogens unter seinem Jackenärmel, ca. 4x4x3cm gross. Ist auf allen drei Fotos erkennbar. Auf dem Foto im Freien wirft es sogar einen Schatten.

  40. Wenn ich mal meine 2 Cent zum fröhlichen Spekulieren beisteuern darf:

    Zitat: „Der Versuch findet im Freien statt. Kandidat Maurer: ‚In Gebäuden gibt es zu viele Störfelder.'“

    Vielleicht hat sein Trick gar nichts mit Magnetismus zu tun, sondern z.B. mit Überwachungstechnologie wie Kameras oder Drohnen. Möglichkeiten zu tricksen gibt’s haufenweise.

  41. Also meine Überlegung:

    @Pierre Castell & @Hans:
    Es gibt sehr kleine Magnetfelddetektoren

    @noch’n Flo:
    Er hat da was im Jackenärmel.

    @gedankenknick:
    Die Kisten müssen SEHR WEIT auseinander stehen, und in Innenräumen von Gebäuden gibt es zu viel Störquellen (durch elektromagnetische Strahlung von Wechselstromleitungen und Elektro(nik)geräten?).

    Zählen wir 1 und 2 und 3 zusammen.

    Warum müssen die Kästen so weit auseinander stehen, wenn er mit der Hand doch sehr dicht heran kommt und das Magnetfeld (die die meisten Strahlungsfelder im Quadrat mit der Entfernung zur Strahlungsquelle abnimmt? Eventuell, weil sonst der Sensor am viel weiter entfernten Oberarm zu ungenau detektiert? Nur so ein Gedanke(nknick).

  42. @ gedankenknick

    Danke – ich weiß, seit meinem 17. Lebensjahr bin ich aktiv als Täuschungskünstler unterwegs (also seit über 40 Jahren).

    Mir fällt auf, dass einige Kommentatoren nur völlig einseitig denken. Das kommt natürlich daher, weil sie von der professionellen Täuschungskunst bzw. ihrer Trickprinzipien kein Grundwissen haben, ohne dass man aber – auch in diesem Fall – so nicht weiterkommt.

    Das erinnert mich ein wenig an Laien, die auf der Bühne Illusionisten sehen, die z. B. ihre Assistentin verschwinden oder einen Tiger erscheinen lassen. Oft hört man dann: „Das kann nur mit Spiegel funktionieren, eine andere Möglichkeit gibt es nicht!“ Da muss ich immer schmunzeln.

    Es gibt Möglichkeiten von Tricks, die sind so clever (und neu erdacht oder verschleiert), dass man zunächst nicht die Möglichkeit findet und sagt, ES KANN NUR SO ODER SO FUNTIONIEREN.

    Dieser junge Herr soll das mal in meinem Beisein vorführen! Das wird er (unter „Testbedingungen“) nicht schaffen, ohne dass ich ihn entlarven werde.

  43. Danke für die viele Vorschläge, die wir im Grunde alle kennen.

    Der Kandidat wurde selbstredend mit einem Kompass und einem sehr starken Magneten auf ferromagnetisch-metallische Objekte und Magnete untersucht. Nichtmetallische und nichtmagnetische Sensoren, die es für einige hundert Euro im Zauberhandel zu kaufen gibt und die man sich an intimeren Stellen verstecken kann, konnten wir damit natürlich nicht feststellen.

    In der Tat wird sich der Kandidat, falls er zur zweiten Runde antritt, einer quasi medizinischen Untersuchung stellen müssen, die auch dort nachschaut, wo wir nicht nachgesehen haben, und ggf. auch bildgebende Verfahren einsetzt.

    Was dazu nötig ist, erkunden wir noch. Sollte er sich durch solche Maßnahmen abschrecken lassen, würde das die Trickthese natürlich stützen.

    Der Test fand übrigens unter Anwesenheit von einem Profi- und zwei Hobbyzauberern statt.

    Der Test war ein 1:10-Test, kein 1:2-Test. Und ja, natürlich gibt es einen Vertrag, in dem auch versichert wird, dass keine Tricks eingesetzt werden.

  44. @ P. Castell:

    Ich betreibe die Zauberei zwar nur als Hobby, nehme aber nicht für mich in Anspruch, zu sagen „das muss so oder so funktionieren“. Wie im Übrigen viele andere Kommentatoren hier ebenso. Ich sehe in diesem Kommentarstrang in erster Linie ein Brainstorming, bei dem verschiedene Überlegungen in den Raum geworfen zu werden, um zu schauen, ob sich Zusammenhänge ergeben. Also gute wissenschaftliche Praxis.

    Sorry, ich schätze Sie und Ihre Kommentare üblicherweise sehr, aber im Moment kommen Sie m.M.n. recht arrogant daher.

  45. @Pierre Castell

    Sorry, mein Kommentar weiter oben kam offenbar recht despektierlich rüber, so war es gar nicht gemeint.

    Ich wollte tatsächlich nur darauf hinaus, dass, *falls* der Trick etwas mit einem versteckten Minisensor zu tun haben sollte, dieser dann an einem Ort versteckt sein könnte, an dem man erst mal nicht suchen würde, z.B. aus Respekt vor der Privatsphäre des Kandidaten.

    Den Schuh des „Halbwissens“ ziehe ich mir aber an, ich kenne mich in dem Bereich tatsächlich nicht aus, aber verfolge interessiert was bei dieser Geschichte herauskommen wird.

  46. @noch’n Flo/P. Castell:

    Nun ja, vermutlich könnte man das rein psychologisch ein wenig mit dem s.g. „reversen CSI-Effekt“ vergleichen: Wenn man sich erst mal auf eine bestimmte Erklärung festgelegt hat, ist es schwierig, davon gedanklich wieder wegzukommen. Ich weiß nicht, ob das Trickexperten auch so geht.

  47. @ Bernd Harder

    „Wenn man sich erst mal auf eine bestimmte Erklärung festgelegt hat, ist es schwierig, davon gedanklich wieder wegzukommen!“

    Auf den Punkt genau!

    Gerne würde ich noch hinzufügen:

    Es gibt neben den hier mehrfach geäußerten „Grundgegedanken“ der logischen Möglichkeiten eben auch noch – und mag das jetzt auch völlig absurd klingen – manchmal auch andere Wege, einen Effekt zu zeigen.

    Erinnert sich unter den Kommentatoren noch jemand an meine Geschichte mit der Flasche, die ich vor längerer Zeit schilderte? Auch als Profi kam ich – auch nach dem 10. Mal beim Ansehens des Videos – nicht auf die Lösung (und wäre vermutlich auch nicht dahintergekommen, wenn ich das geniale Trickprinzig nicht gekauft hätte).

    Selbst ein sehr erfahrener Trickhändler sagte mir wortwörtlich: „Also sowas habe ich auch noch nicht gesehen, völlig neues Prinzip!“

    Bei den bisher geäußerten Gedanken hat niemand Dinge hinterfragt, die aber sehr wichtig wären – sorry – auf die Nichtzauberer nicht so achten, weil sie als Wissenschafter oft anders denken als ein kreativer Trickspezialist.

    Gibt es ein ungeschnittenes Video?

  48. „Der Test fand übrigens unter Anwesenheit von einem Profi- und zwei Hobbyzauberern statt.“

    Das ist jetzt in der Tat beeindruckend. Der Mann mag sein, was er will – aber er ist darin in jedem Fall gut!

  49. @ Martin Mahner:

    „Was dazu nötig ist, erkunden wir noch.“

    Ein sog. „Nackscanner“, wie er an manchen Flughäfen in Gebrauch ist, könnte hilfreich sein.

  50. @ Hans

    Danke für Ihren aufklärenden Kommentar.

    „Den Schuh des „Halbwissens“ ziehe ich mir aber an, ich kenne mich in dem Bereich tatsächlich nicht aus, aber verfolge interessiert was bei dieser Geschichte herauskommen wird!“

    Solche offenen Worte („…zieh ich mir aber an!“) findet man heute eher selten. Ich habe großen Respekt vor Ihrer ehrlichen Aussage!

    Andere hauen drauf – SIE hingegen reagieren vorbildlich!

  51. @Pierre Castell

    Ich habe mich als Kind vor langen Jahren mal eine Winzigkeit mit Zauberei beschäftigt. Daher weiß ich, dass ich so einiges nicht weiß, und würde auch nie so vermessen sein, eine Illusion zu enttarnen, deren Vorgehen ich nicht anderweitig schon kennengelernt habe.

    Ich gehe auch fest davon aus, ein leichtes „Opfer“ für einen professionellen Täuschungskünstler/Trickbetrüger zu sein. Meine (aktive) Abwehr im „öffentlichen Leben“ ist daher, ein selbstbewußtes Auftreten zu simulieren und so einen (potentiellen) Trickbetrüger auf „leichtere Opfer“ umzulenken.

    Der Möglichkeiten für obigen Trick gibt es viele, und ich habe halt diejenigen aufgezeigt, die mir beim schnellen Brainstorming in den Sinn gefallen sind. Diese sind – sicher auch meiner Ausbildung und meines Lebenslaufs geschuldet, eher technisch/naturwissenschaftlich ohne Helfer(personen) verortet.

    Andere Mitdiskutanten haben andere Möglichkeiten zur Diskussion gestellt. Sicher gibt es noch weit mehr Möglichkeiten, das Ergebnis jenseits des Zufalls zu etablieren.

    Ich selber erfreue mich an Zaubertricks tatsächlich sehr, wenn ich sie nicht durchschaue, weil derjenige eben so gut ist. Immer vorausgesetzt, er erhebt eben NICHT den Anspruch, dass seine Vorführung auf „realen Fähigkeiten“ beruht sondern eben ein (wenn auch sehr ausgefeilter und oder sehr gut durchgeführter )Trick ist.

    Aber zugegeben, hier mitzudiskutieren und diverse Ideen auf ihr Realisierungspotential abzuklopfen (MRT-Kontrastmittel) macht mir Spaß. Und an den Magnetismus-Sinn des Herrn Maurer glaube ich nicht – das ist allerdings eine Glaubensfrage. ;)

    @Martin Mahner

    Das mit dem 1:2 war eine Fehlinterpretation meinerseits. Ich bitte um Entschuldigung für die verursachte Verwirrung, leider bin ich auch manchmal des Lesens nicht mächtig genug. Aber ich wurde ja schon freundlicher Weise durch @gnaddrig korrigiert. :)

  52. Vielleicht war es einfach nur Zufall…auch das würde sich im Nachtest klären…vielleicht sollte man abwarten, aber ich bin immer recht ungeduldig :)

  53. @noch’n Flo
    Einen „Nacktscanner“ kann man ganz einfach austricksen. Einfach ein Steak oder Schnitzel – bevorzugt roh – über das abzudeckende etwas festwickeln mit etwas Tape. So ging es zumindest zur „Einführung“ der Microwellen-Scan-Technologie noch. Auch auch jemand live in einem Fernsehstudio vorgemacht, wie er damit diverse „gefährliche Gegenstände“ an dem Teil vorbei geschleust hat.

  54. @gedankenknick

    Dieser Jemand war übrigens der „Science Buster“ Werner Gruber, z.B. bei Markus Lanz (ohne Schnitzel). Die anwesenden „Sicherheitsexperten“ waren nicht amüsiert.
    Immer wieder sehenswert: https://www.youtube.com/watch?v=nrKvweNugnQ

  55. @cellsus
    Ich konnte mich nur noch an eine solche Vorführung erinnern, wo die umsitzenden „Sicherheitsexperten“ stinkesauer waren, dass da einer mit simpelsten Mitteln ihren Superscanner ausgetrickst hat. Bei der Vorführung in meiner Erinnerung hatte jemand eine Schere unter einem flachgeklopften Schnitzel am Bein… oder so. Ich hab mir den Beitrag ohne Ton angeschaut, sieht ein wenig nach Termit aus, was sich da durch die Pfanne frisst.

    Das Prinzip und die Areitsweise dieser Scanner waren mir schon vorher aus diversen Luftfahrt-Technik-Fachartikeln bekannt.

  56. @ gedankenknick:

    Wenn ein Zauberkunststück gut und überzeugend vorgeführt wurde, kann man es m.E. auch dann geniessen, wenn man den Trick kennt bzw. durchschaut hat.

    Vor 25 Jahren sah ich mal bei einer Jubiläumsshow der Regionalgruppe Hannover des „Magischen Zirkels von Deutschland e.V.“ einen professionellen Zauberer, der eine sehr rasante und m.W.n. völlig neue Routine zur sog. „Flaschenvermehrung“ vorführte. Unter Zauberkundigen ist dieser Trick sicherlich ein alter (Zauber?)Hut, aber diese Variante war absolut grossartig und hat das Publikum vor Begeisterung regelrecht aus den Socken gehauen. Ein echtes Leckerli der Zauberkunst!

    @ P. Castell:

    Ich hoffe sehr, dass Sie mit dem „draufhauen“ nicht auf mich hinauswollen?

  57. @ perderm

    „Sein selbstgefälliges Grinsen legt nahe, daß er sich recht sicher ist, die Versuchsleiter hereinlegen zu können!“

    Konkret das Gleiche dachte ich auch. Wer ist eigentlich der andere junge Mann, der im kurzem Fernsehbericht neben ihm sitzt?

  58. @ Olaf Ramge
    „Respekt! Großes Kino! … Ein großer Zauberkünstler!“

    Meinen Sie das im Ernst oder war das ironisch gemeint?

    Zauberkünstler verwenden ihre Fähigkeiten nicht, um sich als Menschen mit PSI-Fähigkeiten darzustellen. Zauberkünstler verabscheuen so etwas. Das ist Betrug und Volksverdummung!

    Wenn Sie diesen jungen Mann als „großen“ Zauberkünstler betiteln, dann haben Sie mutmaßlich noch nie einen WIRKLICH großen ZauberKÜNSTLER gesehen.

    Wie Ralf schon sinngemäß an anderer Stelle äußerte, seine „Präsentation“ war…. ach lassen wir das besser.

    Sollte er tatsächlich als Zauberkünstler auftreten, dann – nachdem zu urteilen, was ich in dem kurzen TV-Bericht gesehen habe – bestenfalls als Hobby-/Amateurzauberer.

    Ja, er hat sie alle – falls es keine Zufallstreffer waren – reingelegt. Aber das ist überhaupt nichts Besonderes. Wenn die drei anwesenden Zauberer (der Profi ist mir als Kollege mit Namen bekannt), nichts bemerkt haben, dann bedeutet das nicht, dass der Probant ein „großer“ Trickser oder Zauberkünstler ist. Er hat sich lediglich einen Trick gekauft, den die drei Anwesenden noch nicht gekauft haben bzw. das Trickgeheimnis noch nicht kennen und daher nicht durchschaut haben (ja, das gibt es gelegentlich auch unter Profis).

    Vielleicht hat der Probant auch ein unter Zauberkünstlern bekanntes System mit anderen Systemen kombiniert und deshalb „alle reingelegt“ (dann wäre der junge Mann zumindest kreativ).

    Wissenschaftler „reinzulegen“ (ein in diesem Zusammenhang grauenvolles Wort – Zauberkünstler wollen niemanden reinlegen, sondern unterhalten) ist übrigens viel einfacher als „normale“ Zuschauer zu verblüffen (das wird jeder Profikollege bestätigen).

    Schon Ted Lesley, ein deutscher – bis in die USA bekannter – Mentalist kombinierte mehrere verschiedene Trickprinzipien für einzelne Effekte, die auch namhafte Kollegen nicht durchschauten, weil er sich so „Sicherheitsnetze“ baute und die Zuschauer – falls sie evtl. einen richtigen Lösungsansatz hatten – sofort verwirrt waren und das nächste Prinzip agierte, so dass die Tricks absolut unschaubar waren.

    Um solche cleveren Dinge zu durchschauen, muss man in der Zauberkunst sehr belesen und erfahren sein, um auf Lösungen zu kommen.

    Es gäbe soviel, worauf vor, während und auch sogar nach der Vorführung zu achten ist, um das Trickgeheimnis des Probanten zu lüften.

    Schade, dass Werry (Werner Geissler) nicht mehr unter uns Lebenden ist!
    (https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Geissler)
    /wiki/Werner_Geissler

  59. Den Hinweis von Olaf Ramge mit der durchsichtigen (Magnet/Metall)-Farbe finde ich sehr interessant und vielversprechend…Die Hände müssen das nächste Mal also ganz gründlich gewaschen werden !

  60. @ P. Castell:

    „Schon Ted Lesley, ein deutscher – bis in die USA bekannter – Mentalist kombinierte mehrere verschiedene Trickprinzipien für einzelne Effekte, die auch namhafte Kollegen nicht durchschauten, weil er sich so „Sicherheitsnetze“ baute und die Zuschauer – falls sie evtl. einen richtigen Lösungsansatz hatten – sofort verwirrt waren und das nächste Prinzip agierte, so dass die Tricks absolut unschaubar waren.“

    Er verwendete also im Grunde nichts anderes als das Prinzip der „Aufsitzer“-Tricks.

  61. @noch’n Flo:

    So nicht richtig. Aufsitzer-Tricks sind Effekte, bei denen der Vorführende dem Publikum letztlich AKTIV ein bestimmtes Trickprinzip suggeriert oder sogar offen behauptet, um dann noch etwas hinterherzuschieben, das mit dem behaupteten Trickprinzip aber nicht funktionieren würde.

    Klassisches Beispiel wäre der Würfelkasten, bei dem so getan wird, als würde man den Würfel einfach dauernd auf die andere Seite rutschen lassen – obwohl er in Wirklichkeit von Anfang an ‚verschwunden‘ ist.

    Die von Pierre Castell erwähnte Herangehensweise der Kombination mehrerer Methoden, bis auch ein interessierter Hobbyzauberer [wie Du ;)] nicht mehr folgen kann, ist letztlich eine völlig andere.

    Und, @Pierre Castell:

    Danke für Dein weiter oben gegebenes Statement, Zauberer würden keine sich als echt verkaufenden Trickser wie Uri Geller mögen. Schön, dass das doch noch wer so sieht.

    Die Art, wie dieser Typ zu TNUG-Zeiten plötzlich offiziell vom MzvD hofiert wurde, bloß weil der eine Handvoll Schützlinge des Vorstands ins Fernsehen gebracht hat, war damals für mich der (nicht einzige, aber) ausschlaggebende Punkt, aus diesem Verein auszutreten.

    Und die regelmäßig auf Facebook geposteten stolzen Selfies mit Heller von teils durchaus ernstzunehmenden Kollegen, seit dieser irgendwann anfing, sich auf Zauberkongressen blicken zu lassen, lassen mich jedes Mal gruseln.

    Scheint also leider nicht (mehr?) GANZ so weit verbreitet zu sein, diese Einstellung…

  62. @ noch´n Floh

    „Er verwendete also im Grunde nichts anderes als das Prinzip der „Aufsitzer“-Tricks!“

    Naja, im weitesten Sinne vielleicht.

    Aufsitzertricks wie z. B. der klassische „Eierbeutel“ laufen eigentlich anders ab. Zunächst wird der Effekt präsentiert, dann folgt eine bewusste Scheinerklärung, und danach sind die Zuschauer erneut verblüfft, weil sie wieder nicht durchblicken und der Zauberkünstler es nochmal schaffte, trotz soeben erfahrener Scheinerklärung das Publikum zu verwirren.

    Aufsitzertrick sind ja immer Effekte, die humorvoll sind. Das Gleiche beim uralten „Würfelkasten“.

    Der Unterschied zwischen den sensationellen „Experimenten“ (wie Ted Lesley seine Effekte stets nannte), und den Aufsitzertricks (er führte auch klasssische Tricks vor) – zwei völlig verschiedene Bereiche – ist der, dass es keine Scheinerklärung für die Zuschauer gibt, die aber eben gerade den Aufsitzer hervorrufen.

    Bei Ted´s Vorführung des verbiegenem Sektglases (welches er vom Zuschauertisch holte und das nicht ausgetauscht wurde) glaubten die Zuschauer, dass es sich um echte PSI-Kräfte handelte. Auf eine solche Idee mit dieser von ihm verwendeten Tricktechnik muss man erstmal kommen.

    Er erhielt für seine erfundenen Tricks übrigens folgende Auszeichnungen:
    Academy of Magical Arts 2001 / Dunninger Award 1992, Schriftsteller des Jahres 1993, MZvD / Leslie P. Guest Award der SAM 1997 und den Creative Fellowship Award der Academy of Magical Arts 2001.

  63. @ Pierre Castell:

    Zauberkünstler verwenden ihre Fähigkeiten nicht, um sich als Menschen mit PSI-Fähigkeiten darzustellen. Zauberkünstler verabscheuen so etwas. Das ist Betrug und Volksverdummung!

    @ crazyx:

    Danke für Dein weiter oben gegebenes Statement, Zauberer würden keine sich als echt verkaufenden Trickser wie Uri Geller mögen. Schön, dass das doch noch wer so sieht.

    Wodurch qualifiziert man sich denn zum Zauberkünstler? Doch zunächst durch die Fertigkeiten, ein Publikum mit Tricks und Illusionen zu unterhalten. Dass es ein Berufsethos unter Illusionisten gibt und Sie das ernstnehmen, will ich gern glauben. Aber niemand kann garantieren, dass sich nicht jemand die enstprechenden Kenntnisse und Fertigkeiten aneignet und sie dann betrügerisch nutzt. Das wäre dann der Ausbildung und den Fähigkeiten durchaus ein Zauberkünstler, auch wenn er sich nicht so verhält, wie das unter anständigen Illusionisten üblich ist.

    Ich vermute mal, dass RPGNo1 mit dem Kommentar Für mich riecht es danach, dass hier ein gewiefter professioneller Trickser und Zauberkünstler am Werk ist darauf hinauswollte: Jemand, der solche Tricks für betrügerische Zwecke missbraucht, ein Zauberkünstler „gone bad“.

    Dass anständige Zauberkünstler sowas nicht machen würden und mit so jemandem nichts zu tun haben wollen und ihn darum auch nicht als Zauberkünstler akzeptieren, ist verständlich und recht, ist meiner Meinung nach aber nicht sehr relevant für die Beurteilung, mit welchen Methoden ein Betrüger vorgeht. Auch wenn die Abgrenzung für Sie natürlich wichtig ist, geht es doch hier eher um die u.U. genutzten Methoden als um die Zugehörigkeit zu einer Berufsgruppe.

  64. @ crazyx

    Ich bin erstaunt, wie sich unsere Gedanken ähneln.

    Mancher Leser könnte nun denken, ich hätte einfach nur nachgeplappert (wie z. B. das Thema Würfelkasten). Aber als Sie Ihren Kommentar schrieben, wurde er am frühen Morgen noch nicht hochgeladen (Sonntags werden die Kommentare meiner Erfahrung nach stets später als sonst hochgeladen).

    Meine Zeilen schrieb ich ein vielleicht ein oder zwei Stunden später, kannte Ihren Kommentar zu diesem Zeitpunkt aber da noch nicht, wundere mich aber jetzt, wie gleich unsere Gedanken sind. Und großen Respekt an Sie, wie Sie „Aufsitzertricks“ umschrieben haben. Sie konnten das für Laien wesentlich besser als ich erklären – besten Dank.

    Was Uri Geller betrifft:
    Nach wie vor lassen sich Zauberkünstler mit ihm fotografieren und „werben“ dann auf ihrer Website mit diesen Fotos. Da gehen mir die Haare hoch…

  65. @ gnaddrig

    „Aber niemand kann garantieren, dass sich nicht jemand die enstprechenden Kenntnisse und Fertigkeiten aneignet und sie dann betrügerisch nutzt. Das wäre dann der Ausbildung und den Fähigkeiten durchaus ein Zauberkünstler, auch wenn er sich nicht so verhält, wie das unter anständigen Illusionisten üblich ist!“

    Nein, da muss ich widersprechen.

    Wer sich in solchen Fällen Kenntnisse und Fertigkeiten aneignet (auf Tricktechnik bezogen), ist kein Zauberkünstler. Er kennt ein paar Tricks und kann sie vorführen, das ist nur Handwerk. Zum Künstler gehört viel, viel mehr. Und wer die Fertigkeiten betrügerisch einsetzt, ist kein Zauberer, sondern ein BETRÜGER.

    Beispiel:
    Professionelle seriöse Schlüsseldienste sind Fachleute, die helfen und eine Tür meistens unbeschadet öffnen können. Einbrecher hingegen, die sich das Wissen über Türöffnen im Internet aneignen und dort auch das erforderliche „Werkzeug“ bestellen können, sind dann noch lange kein Schlüsseldienst, sondern sind Einbrecher, die das Wissen und die Fertigkeiten zweckentfremden!

  66. Noch ein Beispiel:

    Seit vielen Jahren bin ich als „Gentleman der Taschendiebe“, mit meiner Taschendiebshow unterwegs.

    Als Showtaschendieb sage ich meinen Zuschauern zu Beginn meiner Show, dass ich sie gleich bestehlen werde. Dennoch kommen sie gern auf die Bühne, einige auch deshalb, weil sie glauben, ein Showtaschendieb könnte sie nicht unbemerkt bestehlen. Dann werden sie eines Besseren belehrt.

    Eine Unterhaltungsshow, bei der sich alle amüsieren (auch die Zuschauer, die ich auf der Bühne bestehle, da ich niemanden „vorführe“).

    Aber Taschendiebe auf der Straße sind üble Kriminelle, die ihre Mitmenschen um ihr Geld, Smartphone usw. erleichtern. Sie sind keine Showtaschendiebe.

    Und Betrüger sind keine ZauberKÜNSTLER!

  67. Schade, dass es seit vielen Beiträgen in dieser „Diskussion“ kaum noch um den konkreten Fall geht,
    sondern eigentlich nur noch um Selbstdarstellung und Besserwisserei. Hat den niemand mehr eine Idee, eine Beobachtung gemacht DIESEN KONKRETEN Fall betreffend ?

  68. Wäre zum Beispiel auch interessant zu erfahren, in welchen Zeitraum ca. es weitergeht mit
    diesem Teilnehmer. Es gab doch vor ein paar wenigen Jahren schon einmal einen Getesteten,
    der überraschend gut abschnitt und die GWUP verkündete, es werde dann nochmals getestet.
    Gehört oder gelesen hat man aber nie mehr etwas…

  69. @ PTey
    „Hat denn niemand mehr eine Idee, eine Beobachtung gemacht DIESEN KONKRETEN Fall betreffend?“

    Es wurde ja schon einiges hinsichtlich „Beobachtung“ geäußert.

    Was die Beobachtung angeht: Der kurze Fernsehbericht hilft absolut nicht weiter, und die anwesenden Zauberkünstler haben nichts bemerkt (dazu hatte ich mich schon geäußert).

    Warten wir nun den zweiten Versuch ab, dann wissen wir zumindest, ob die Treffer Zufall waren. Dann wäre die ganze Aufregung umsonst gewesen;-)

    Wenn nicht, dann sollte der junge Mann MIR das mal vorführen.

  70. @PTey:

    Gehört oder gelesen hat man aber nie mehr etwas…

    Sie haben insofern recht, dass wir das nie in einem eigenen Artikel kommuniziert haben.

    In verschiedenen Kommentaren bei den Berichten zu den jährlichen Tests oder auf konkrete Anfragen habe ich das aber immer mal wieder erwähnt: Derjenige hat sich nie mehr bei uns gemeldet, um einen konkreten Termin für einen zweiten Test zu vereinbaren, und reagiert auch nicht auf Kontaktversuche. Wir können ihn ja nicht dazu zwingen.

  71. @Bernd Harder

    Bitte entschuldigen Sie…das hatte ich nicht gewusst !
    Immer wieder mal daran gedacht.

    Hoffentlich passiert dies nicht mit diesem Kandidaten…
    (Dass er es einfach mit diesem (Teil-)Erfolg gut sein lässt
    und diesen verkaufsfördernd für sich arbeiten lässt…)

  72. @PTey:

    Kein Ding, danke.

    Hoffentlich passiert dies nicht mit diesem Kandidaten…

    Darüber wage ich wirklich keine Prognose. WENN es sich um einen Trick handeln sollte, und derjenige weiß, dass im zweiten Durchgang darauf der Fokus der Beobachter liegt – dann müsste er schon ein hohes Selbstbewusstsein haben.

  73. Ich muss kurz einwerfen: Ich habe den Begriff „Zauberkünstler“ laienhaft als allgemeinen Oberbegriff für alles verwendet, was irgendwie mit Tricks, Kniffen, Ablenkung zu tun hat, und „professional“, dass der Probant halt damit seinen Lebensunterhalt verdient-

    Dass die Zaubererzunft ihre Arbeit sehr ernst nimmt und damit auch einen bestimmten Ehrenkodex verbindet und somit über die „Zaubertrickser“ (mir fällt kein besserer Begriff ein) die Nase rümpft, war mir nicht bekannt. Aus diesem Grund finde die allgemeine Diskussion sehr aufschlussreich, auch wenn sie über das eigentliche Blogthema hinausgeht.

  74. @ crazyx:

    Mir fallen da durchaus ein paar Aufsitzertricks ein, bei denen das Trickprinzip gewechselt wird, um das Publikum auf eine falsche Fährte zu locken. Aber gut, das ist jetzt hier nicht das Thema.

    @ P. Castell:

    Zu Uri Geller: ich fand das seinerzeit schon sehr bedenklich, dass sich da in 2 Staffeln „The next Uri Geller“ insgesamt 20 Zauberkünstler (und da waren sogar ein paar richtig gute dabei) nicht zu schade waren, diese Werbeveranstaltung für Herrn Geller mitzulaufen. Wieviele sich dafür beworben hatten, möchte ich gar nicht erst wissen.

    Aber am meisten schockiert war ich, als herauskam, dass die Teilnehmer einen Vertrag unterschreiben mussten, in dem sie u.a. auch versicherten, übernatürliche Fähigkeiten wie Gedankenlesen oder Telekinese zu besitzen. Und dann noch der Untertitel der Sendung „unglaubliche Phänomene live“…

    Hat der MZvD seinerzeit eigentlich gegen diese Verstösse gegen den Ehrenkodex der Zauberer protestiert?

    Ach ja, erinnere ich mich falsch, oder hatten Sie mir nicht mal vor einiger Zeit ein Video von Uri Geller mit den Ehrlich Brothers verlinkt, um mir zu zeigen, dass es nicht so einfach ist, Tricks zu durchschauen (es ging um einen verbogenen Stahlträger)?

    Und ich erinnere weiterhin, dass Sie die Ehrlich Brothers toll finden – wie geht das zusammen?

  75. @ PTey:

    Die Diskussion über das Problem, wenn Leute sich einen Trick kaufen und den dann als übersinnliche Fähigkeit verkaufen, hat durchaus mit dem aktuellen Fall zu tun. Also passen Diskussionen über Tricktechnik und Leute wie Uri Geller durchaus hierher.

  76. @ Pierre Castell: Im Prinzip bestätigen Sie nur, was ich schreibe.

    Und Betrüger sind keine ZauberKÜNSTLER!

    Richtig, aber sie können – je nachdem, auf welche Art sie betrügen – mit Techniken, Methoden, Tricks und Fertigkeiten arbeiten, die sie mit Zauberkünstlern gemein haben.

    Genau wie ein Arzt, der sich an Folter in Geheimdienstkellern beteiligt, bei Bekanntwerden seine Approbation verliert und nicht mehr als Arzt anerkannt würde, aber immer noch studierter Mediziner wäre, die Kenntnisse und Fähigkeiten eines Arztes hätte und insofern als Arzt arbeiten könnte. Jeder anständige Arzt würde sich deutlich davon abgrenzen.

    Genau so verhält es sich mit Ihnen als ehrlichem Unterhaltungskünstler und einem Trickbetrüger, der womöglich Tricks und Techniken verwendet, die Sie als Zauberkünstler auch im Repertoire haben oder haben könnten.

    Dass jemand die Fertigkeiten eines Zauberkünstlers womöglich für Betrügereien missbraucht, wirft ja nicht automatisch ein schlechtes Licht auf Sie oder Ihre Zunft!

  77. @noch’n Flo:

    Am Ende beinhaltet ein Aufsitzer-Effekt aber IMMER, dass der Vorführende das Publikum gezielt zu einer bestimmten Auflösung hinlotst. Wann auch immer da noch Trickprinzipien gewechselt werden oder nicht.

    Sobald der Vorführende Prinzipien wechselt, OHNE dabei aber eines (ein echtes oder ausgedachtes) zu ‚verraten‘, ist es kein Aufsitzer-Effekt mehr.

    (‚Aufsitzer‘ bezeichnet insofern eher eine Version der Showdramaturgie als einen tatsächlichen Trickablauf.)

    Der MZvD hat, wie ich weiter oben bereits erwähnte, ‚The Next Uri Geller‘ damals mit viel Enthusiasmus unterstützt. Die Möglichkeit, Zauberei ins Fernsehen zu bringen, war da wohl wichtiger als mögliche Bedenken einzelner Mitglieder bzgl. der Person Uri Geller.

    Was jetzt plötzlich die Ehrlich Brothers hier in dem Thread zu suchen haben, erschließt sich mir aber überhaupt nicht. Falls es, wie ich vermute, nu wirklich VÖLLIG Off-Topic ist: gerne einfach NICHT auflösen. ;)

    Und um den Bogen zum Ursprungsthema nochmal wieder zu schließen:

    Es KÖNNTE sich hier bei diesem vermutlichen Betrug durchaus um eine Art ‚Aufsitzer-Effekt‘ handeln – falls zum Beispiel das angewandte Trickprinzip tatsächlich gar nichts mit Magnetismus zu tun haben sollte und dieser quasi nur als falsche Fährte genutzt wurde, um die Aufmerksamkeit der Testleiter mit einem völlig unnötigen Thema zu beschäftigen.

    Das halte ich für eher unwahrscheinlich, aber prinzipiell ist es denkbar. Und je mehr der Kandidat tatsächlich zu einem Nachtest bereit sein sollte, umso wahrscheinlicher wird es.

  78. @ crazyx:

    „Was jetzt plötzlich die Ehrlich Brothers hier in dem Thread zu suchen haben, erschließt sich mir aber überhaupt nicht. Falls es, wie ich vermute, nu wirklich VÖLLIG Off-Topic ist: gerne einfach NICHT auflösen.“

    Ganz OT ist es nicht, denn es ging ja u.a. auch darum, dass Scharlatane leider immer wieder durch andere Zauberer Aufwertung erfahren. In diesem Fall spielte ich auf ein Kunststück der Ehrlich Brothers an, bei dem sie einen Stahlträger verbiegen. Zu diesem Trick haben sie mal ein Video mit Uri Geller gemacht, auf welches mich Herr Castell hier im Blog vor einiger Zeit aufmerksam machte.

    Das ist eben das Problem (ebenso wie mit dem MZvD und „The next Uri Geller“): auf der einen Seite lehnen es viele Zauberer (m.E. korrekterweise) ab, wenn jemand einen Zaubertrick benutzt, um paranormale Fähigkeiten vorzugaukeln, auf der anderen Seite sind sie sich dennoch nicht zu schade, mit einem erfolgreichen Scharlatan zusammenzuarbeiten bzw. ihn zu unterstützen. Das ist reichlich widersprüchlich.

  79. @ noch´n Floh
    Was das gemeinsame Foto oder Video der Ehrlich Brothers mit Uri Geller angeht, ist Ihre Kritik durchaus berechtigt. Ich bin voll Ihrer Meinung.

    Nun erkläre ich ganz kurz, was ich an Ehrlich Brothers konkret „toll“ finde (habe ich wirklich genau dieses Wort benutzt?):

    1. Die beiden Brüder machen die Zauberkunst auf eine moderne zeitgemäße Art und Weise populärer. Somit kommt deren Erfolg allen Kollegen meiner Zunft zugute (sofern sie eine gewisse Klasse haben).

    2. Sie waren schon immer extrem fleißig und kreativ.

    3. Sie haben sich alles im Verlauf vieler Jahre hart erarbeitet (auch, als sie noch getrennt aufgetreten sind).

    4. Die Ehrlich Brothers haben erreicht, was in Deutschland bisher kein anderer Illusionist oder Zauberkünstler erreichte. Sie zeigen (meines Wissens nach) Effekte, die es genau so noch nie zuvor gab.

    5. Sie arbeiten, was die Präsentation und den Stil angeht, anders als die anderen Illusionisten.

    6. Sie übertreffen sich selbst mit immer wieder neuen Effekten.

    Dafür und für vieles mehr (aber das soll jetzt hier nicht ausarten) gebührt den Jungs mein größter Respekt. Nur wer selber genau weiß, welche Arbeit und Zeit hinter diesem Erfolg stecken, kann beurteilen, was die Ehrlich Brothers da leisten. Wer in diesem Fall als Zauberkünstler im Gesamt-Fazit Negatives äußert, ist in meinen Augen einfach nur neidisch.

    Ich persönlich mag lieber „kleinere“ Shows mit bis ca. 1000 Zuschauern (aus der Sicht des Zuschauers). Solche Riesenspektakel wie von den Beiden liegen mir als Zuschauer nicht. Auch das teilweise laute „Geschrei“ – ähnlich wie Popstars das machen, gefällt mir nicht. Aber das ist unerheblich, wollte es nur am Rande erwähnen.

    Zurück zum Probanden:

    „Der Mann mag sein, was er will – aber er ist darin in jedem Fall gut!“

    Nö, überhaupt nicht – im Gegenteil. Warum ich das so sehe, hatte ich bereits erklärt!

  80. @ P. Castell:

    Okay, ich korrigiere auf „aber er weiss, wie man sich verkauft“.

    Mit den kleineren Shows bin ich übrigens vollumfänglich bei Ihnen. Bei den heutigen Mega-Shows hat man sowieso immer den Eindruck, dass die Künstler es ohne die bombastische Bühnentechnik gar nicht mehr könnten. Dann lieber eine Kleinkunstbühne, wo man als Zuschauer noch richtig nahe dran ist. Und der tablehoppende Close-up-Zauberer ist für mich sowieso immer noch die Königsdisziplin.

  81. Neuer Versuch ohne „Betrug“:
    Nach längerem Zögern muss ich nun doch noch – als zutiefst besorgter Wutbürger – meinen Unmut über diese misslungene Aktion zum Ausdruck bringen.
    Allein beim Titel „Überraschung bei den Psi-Tests der GWUP“ schwillt mir schon der Kamm.
    Was soll denn überraschend daran sein, dass ein zwielichtiger Zeitgenosse, der im Hauptberuf Psychokinese und anderen Käse betreibt, vermutlich also alternative Realitäten als tragende Säule seines Geschäftsmodells gewählt hat, es geschafft hat, ein paar Magnete im Rahmen eines geradezu lächerlichen Testszenarios zu detektieren?
    So sicher, wie die GWUP hier leider verblümelt wurde, wird es auch keinen 2. Durchgang geben.

  82. @ Bierkönig:

    im Rahmen eines geradezu lächerlichen Testszenarios

    Wieso „geradezu lächerlich“? Haben Sie den Kommentar von Martin Mahner dazu gelesen? https://blog.gwup.net/2019/09/17/ueberraschung-bei-psi-tests-kandidat-schafft-es-zum-nachtest/#comment-144115188075921390

    Man scheint sich da vor dem Test durchaus ein paar Gedanken gemacht und entsprechende Maßnahmen ergriffen zu haben.

    Dass ein Trickbetrüger mit genug Dreistigkeit vielleicht trotzdem in der ersten Runde zum Zug kommen kann, lässt sich vermutlich nicht zuverlässig ausschließen. Dass ein überzeugter Esoteriker ohne Betrug in der ersten Runde so ein Ergebnis erzielt, ist zwar unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.

    In beiden Fällen sollte eine zweite Runde (mit vielleicht geändertem Design und höherer Schwierigkeit) Klarheit schaffen. Der Trickbetrüger müsste vermutlich noch mehr Untersuchungen durchlaufen, bevor er zur zweiten Runde zugelassen wird. Dass der Unbedarfte nochmal per Zufall so viele Treffer landet, ist kaum zu erwarten.

    Und wenn der Kandidat – egal ob Trickbetrüger oder überzeugter Esoteriker – den zweiten Durchgang lieber auslässt, ist das ja auch ok, dann hat er seine übernatürlichen Fähigkeiten eben nicht unter Beweis stellen können.

  83. Was ich nicht verstehe, daß er keinen seiner telekinetischnen Tricks vorführte, wie in den Videos…was soll diese eher harmlose Magneten-Fühlerei…

    leider bezweifele ich, daß er den Nachtest antritt…dies sollte man im Vorfeld in einer Vertragsklausel als Bedingung einführen, daß derjenige, der den ersten Test besteht, sich einem Nachtest stellen muß, der strengere Testkriterien beinhaltet.

  84. @Ralf u.a.

    Ich verstehe die Einwände – aber was soll er realistischerweise mit einem bestandenen Vortest bei der GWUP anfangen?

    Damit zu „werben“ – dafür ist der Vortest m.E. bisschen wenig. Und würde seine besondere Klientel wohl auch nicht weiter beeindrucken.

  85. @Bernd Harder

    Ja, das stimmt wohl…seine Klientel wird das nicht weiter beeinflussen…aber vielleicht will man es den „Skeptikern“ mal richtig zeigen und man kommt auch mal in das Fernsehen (zwar nur SAT1 regional, aber immerhin…)

    Wie ich schon irgendwo vorher schrieb: Ich würde den Herrn wesentlich erster nehmen, wenn ich ihn nicht gegoogelt hätte…ich bin auch ein Skeptiker, der nichts von vornherein ausschließt, zumal der Magnetismus eine reale Naturkraft ist, die sich auch mit anderen Mitteln detektieren lässt.

  86. kleiner Nachtrag:
    Ich bin auch nicht neidisch auf diese Fähigkeiten, sondern im Gegenteil, ich fände es toll, wenn jemand es unter wissenschaftlichen Bedingungen nachweisen könnte, wenn er solche Fähigkeiten hätte.
    Aber mir stoßen solche Aussagen sauer auf, wie zb: Telekinese ist bewiesen, aber man hält es geheim…das riecht gewaltig nach Verschwörung…auch, daß in seinen „Geheimclub“ nur „Auserwählte“ Zutritt haben, fördert meine Skepsis…

  87. @ Bernd Harder:

    „was soll er realistischerweise mit einem bestandenen Vortest bei der GWUP anfangen?

    Damit zu „werben“ – dafür ist der Vortest m.E. bisschen wenig. Und würde seine besondere Klientel wohl auch nicht weiter beeindrucken.“

    Ganz einfach: er behauptet, durch den Vortest seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt zu haben und gibt als Grund, warum er sich nicht der 2. Testrunde gestellt hat, einfach an, die GWUP-Bedingungen seien diesmal unannehmbar o.ä. gewesen, da es nur darum gegangen sei, ihn diesmal zu blamieren und blosszustellen.

    Menschen, die geneigt sind, an paranormale Kräfte zu glauben, werden das sofort goutieren. Und der Rest interessiert ihn wohl kaum.

  88. @ Ralf
    „…leider bezweifele ich, daß er den Nachtest antritt…dies sollte man im Vorfeld in einer Vertragsklausel als Bedingung einführen, daß derjenige, der den ersten Test besteht, sich einem Nachtest stellen muß, der strengere Testkriterien beinhaltet!“

    Stimme ich Ihnen zu. Allerdings sollten meiner Meinung nach bereits beim ersten Test allerstrengste Testbedingungen zur Bedingung gemacht werden.

  89. @ HW
    „Vielleicht hat sein Trick gar nichts mit Magnetismus zu tun, sondern z.B. mit Überwachungstechnologie…!“

    SEHR, SEHR GUT!!!

    Habe Ihre Zeilen erst jetzt gelesen. Es gäbe wirklich einige Möglichkeiten, diesen Test auch ohne Detektor zu bestehen. Gefällt mir, wie Ihr Kommentar von vielen anderen Kommentatoren – die sich gedanklich offensichtlich hauptsächlich nur auf einen Detektor konzentrieren – abweicht. Nochmals: Sehr gut!

    Mein Vorschlag hinsichtlich der Testbedingungen:

    1. Verbundene Augen (Achtung: keine vom Probanten mitgebrachte Augenbinde verwenden)

    2. Ohropax in die Ohren (keine vom Probanten mitgebrachte verwenden)

    3. Kein Handy in der Hosentasche

    4. In der Badehose

    Diese 4 Punkte sollten absolute Mindestvoraussetzungen sein! Begleitende Personen (wie mutmaßlich der junge Mann in dem Video, der neben dem Probanten sitzt) müssen weit genug weg vom Geschehen sein.

    Es gäbe aber auch – unter den aus meiner Sicht viel zu lockeren Bedingungen – noch einige weitere Möglichkeiten, den Test ganz ohne Technologie zu bestehen.

  90. @Pierre Castell
    Zu Ihrem Punkt 4, würde ich nicht zustimmen, da ich es doch schon grenzwertig finde, jemand in der Badehose den Test absolvieren zu lassen…dies könnte sogar das Testergebnis – wenn er ehrlich ist – verfälschen.

  91. Vielleicht mal Penn & Teller fragen, ob sie als Berater zur Verfügung stehen :-)

  92. @ Ralf

    Was ist denn daran grenzwertig, wenn ein – in diesem Falle junger Mann mit guter Figur – den Test in einer Badeshort „vorführt“?

    Bei bestimmtem Probanten – wie z. B. Übergewichtigen, älteren Personen oder schüchternen Menschen, die sich nicht in einer Badeshort zeigen möchten – kann man ihnen ja anbieten, dass Sie alle Kleidungsstücke von einem professionellen (jahrelang erfahrenen) Trickspezialisten untersuchen lassen.

    Ansonsten sind das für mich keine echten „Testbedingungen“.

  93. Zum Thema Röntgen und MR-Kontrastmittel:

    Aus der eigenen Erfahrung: Man bemerkt gar keinen Unterschied, ob MR-KM gespritzt wurde oder nicht. Zumindest nicht einen Effekt des Magneten im MRT, der ja um ein vielfaches stärker ist, als der Magnet im Versuchsaufbau (allerdings habe ich schon einen Fall erlebt, in dem ein Patient im Linearbeschleuniger eine Tscherenkow-Strahlung wahrnehmen konnte. Faszinierend!).

    Ein Röntgen der Hand wäre überlegenswert, aber absolut nicht vereinbar mit dem Strahlenschutz: Hier wird ionisierende und potentiell krebsauslösende Strahlung angewandt. Selbst wenn der Proband mit der Erstellung eines Röntgenbildes einverstanden wäre, gäbe es hierfür keine rechtfertigende medizinische Indikation.

  94. @ borstel:

    Nu komm, wie oft hast Du schön ein Röntgen veranlasst, obwohl es streng genommen gar nicht notwendig gewesen wäre, nur um Dich extra abzusichern?

  95. Ihr denkt viel zu kompliziert. Der hatte meiner Meinung nach nichts implatiert! Wenn der das liest, haut der sich vor Lachen auf die Schenkel!!!

    Ja, mit drei Ausrufezeichen.

  96. @ borstel: Eine Röntgenaufnahme würde hier doch nicht aus medizinischem Anlass gemacht, es liegt ja keinerlei medizinische Indikation vor. Da weiß ich nicht, ob Grundsätze, die für die medizinische Praxis festgelegt wurden, hier so ohne weiteres anzuwenden sind.

    Wenn der Proband (nach Aufklärung über die möglichen Risiken) einverstanden ist, sehe ich da nicht wirklich ein Problem. Ok, irgendwer muss den Röntgenapparat bedienen, und das sollte jemand sein, der sich auskennt. Müsste man vermutlich lange suchen, bis man so jemanden findet, der nicht in einer Arztpraxis arbeitet. Aber das ist ein anderes Problem.

  97. @ noch’n Flo: Ich will nicht sagen „Nie!“, weil das menschliche Gedächtnis eine sehr unzuverlässige Angelegenheit ist. Aber ich bin bei der Stellung der rechtfertigenden Indikation ein Korinthenkacker…

    @ gnaddrig: Rechtlich betrachtet ist ziemlich klar, daß eine Anwendung ionisierender Strahlung am Menschen sehr sehr sehr streng begrenzt ist: https://www.gesetze-im-internet.de/strlschg/__83.html, https://www.gesetze-im-internet.de/strlschv_2018/__119.html.

    @ Pierre Castell: Ich kann zur Frage eines Implantates nicht viel sagen, aber ich schätze, daß Du recht haben wirst; wahrscheinlich ist die Lösung des Ganzen im Endeffekt ziemlich unkompliziert. Ich wollte nur (Korinthenkacker…) darauf hinweisen, daß einfach mal so röntgen schlecht möglich ist.

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