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Der Überraschungskandidat bei den Psi-Tests tritt nicht mehr an

| 71 Kommentare

Im neuen Skeptiker (4/2019) gibt es einen ausführlichen Bericht über die Psi-Tests 2019 und den Überraschungskandidaten Benedikt Maurer.

Die wichtigste Erkenntnis darin ist eine kurze Postskriptum-Notiz:

Kurz vor Drucklegung teilte Benedikt Maurer der Versuchsleitung mit, dass er die zweite Testphase nicht antreten wird.

Zur Erinnerung:

Maurer wollte mit der Hand einen Magneten erspüren, der unter einer von zehn gleichen Schachteln verborgen war. Es gelang ihm bei 13 Durchgängen neun Mal – also zwei Treffer mehr als erforderlich. Das gab es in der 15-jährigen Geschichte der Psi-Tests noch nie. Mit diesem Ergebnis hätte Maurer zum Nachtest antreten können.

Benedikt Maurer bezeichnet sich selbst als „Psychokinet, Synästhetiker und Mystifier“. Er vertreibt Online-Kurse zum Erlernen der Psychokinese und hat eine „Group of kinetic People“ (GOKP) gegründet. Seinen Äußerungen zufolge sei längst bekannt, dass das Phänomen wirklich existiert, die Beweise würden jedoch verheimlicht.

Um damit Schluss zu machen, trat er bei den Psi-Tests an:

Es geht mir nicht um das Preisgeld, sondern darum, die Fähigkeit der Wissenschaft näherzubringen,

erklärte Maurer der Skeptiker-Redaktionsleiterin Inge Hüsgen in Würzburg.

Warum aber setzt er seine „Beweisführung“ jetzt nicht fort? Für eine echte paranormale Begabung sollten doch auch verschärfte Bedingungen kein Problem sein.

Maurer wurde vor Versuchsbeginn äußerlich von Kopf bis Fuß mit einem Kompass und einem starken Magneten auf ferromagnetisches Material am Körper untersucht. Dieses Vorgehen eignet sich jedoch nicht zum Aufspüren kleiner Sensoren, die am oder im Körper versteckt werden könnten. Sie geben in der Nähe eines Magnetfeldes ein Vibrationssignal ab und werden zum Beispiel von Zauberkünstlern und Mentalisten bei Bühnenshows eingesetzt. Der Zauberfachhandel hält eine Auswahl an verschiedenen Modellen bereit.

All diese Überlegungen werden wir bei der Planung des zweiten Tests berücksichtigen,

hatte Versuchsleiter Dr. Martin Mahner noch vor Ort angekündigt. Dazu wird es nun leider nicht mehr kommen.

Was bleibt? Im Grunde drei Möglichkeiten, die Versuchsleiter Dr. Rainer Wolf skizziert:

1) Maurer hat tatsächlich eine sehr ungewöhnliche, anomale Fähigkeit – er besitzt einen Magnetsinn, wie er gelegentlich in der Tierwelt vorkommt. Beim Menschen ist ein solcher Sinn bislang nicht nachgewiesen.

2) Das Ergebnis ist dem Zufall geschuldet. Die Wahrscheinlichkeit, in diesem 1:10-Test neun Treffer durch Raten zu erzielen, liegt bei zirka 1:2 Millionen. Das ist sehr unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Zum Vergleich: Die Wahrscheinlichkeit von fünf Richtigen plus Superzahl im Lotto beträgt 1:542.000, im Fall von sechs Richtigen sinkt sie drastisch auf 1:15,5 Millionen.

3) Maurer hat – laut Vertrag unerlaubte – technische Hilfsmittel benutzt, wie etwa einen am oder im Körper versteckten Magnetsensor. Zwar wurde er mit einem Kompass und einem starken Neodym-Magneten untersucht, aber versteckte Sensoren lassen sich letztlich nur bei vollständiger körperlicher Untersuchung auffinden. Bei dem anstehenden zweiten Testabschnitt würden die Kontrollmaßnahmen daher deutlich penibler ausfallen müssen.

Trifft Hypothese (1) zu, dürfte es für Maurer ein Leichtes sein, den Wiederholungstest zu bestehen. Dass er sich dem Wiederholungstest nicht stellen will, finde ich erstaunlich; immerhin könnte der junge Mann damit an einem Tag 10.000 Euro gewinnen – den Preis, den die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) ihm für den ersten Nachweis eines paranormalen Phänomens angeboten hat. Obendrein versäumte Maurer damit die Chance, in die Wissenschaftsgeschichte einzugehen.

Im Fall von Hypothese (2) wäre es sehr unwahrscheinlich, den Erfolg allein durch Raten zu wiederholen. Ist Hypothese (3) korrekt, bestünde bei der Wiederholung des Tests die große Gefahr, dass angesichts deutlich stärkerer Sicherheitsmaßnahmen versteckte Hilfsmittel entdeckt werden. Um dies zu vermeiden, wäre es für den Kandidaten empfehlenswert, auf solche von vornherein zu verzichten, was jedoch höchstwahrscheinlich zu einem Scheitern beim Wiederholungstest führen würde.

Es ist bedauerlich, dass wir durch Maurers Absage keine Gelegenheit haben werden, schlüssig herauszufinden, welche der drei Hypothesen zutrifft.

Der erfahrene Zauberkünstler Wolfgang Hund, ehemaliges Mitglied im GWUP-Wissenschaftsrat, ergänzt:

Heute hat auch die Hochtechnik/Elektronik Einzug gehalten in die Zauberei, und es ist damit auch Jungspunden durchaus möglich, Effekte zu erzielen, die früher mit Handwerkskunst, handfesten psychologischen Kenntnissen und viel Übung erreicht wurden.

Schwerer ist es zweifellos geworden (und wesentlich teurer), solche elektronischen Hilfsmittel – die in der Größe und Widerstandfähigkeit sogar verschluckt werden können – ausfindig und ausschließbar zu machen. Ein Aufwand, der zeitlich und finanziell enorm ist.

Die GWUP hätte diesen Aufwand gerne betrieben. Gekniffen hat letztendlich der Proband, der damit natürlich auch nicht die Psi-Tests der GWUP „bestanden“ hat.

Hund abschließend:

Honi soit qui mal y pense … oder so.

Update vom 13. Dezember: Benedikt Maurer hat uns „aufgefordert“, den angeblichen Grund für seine Absage zu ergänzen, also aus seiner privaten E-Mail an die GWUP zu zitieren:

ich werde den zweiten PSI-Test aufgrund meiner aktuellen weiteren Ausbildung absagen müssen. Ich werde mich dem ganzen frühestens erst in 2 Jahren wieder widmen können. Es ist momentan einfach zu viel und ich werde mich auf etwas anderes konzentrieren müssen.

Aus pragmatisch-logischer Sicht ist dazu in den Kommentaren bereits alles gesagt worden, zum Beispiel:

Herr Maurer verweigert ernsthaft einen weiteren Test, weil er „gerade eine zweite Ausbildung“ macht? Mit 10.000 Euro (plus weitere hoch dotierte Testmöglichkeiten weltweit) und als „echter“ übersinnlich Begabter bräuchte er sich über einen Job nie mehr Gedanken zu machen.

Eine offizielle Stellungnahme der GWUP hat Dr. Mahner heute Morgen ebenfalls bereits kommuniziert:

In der Tat haben wir nur die Absage an sich publik gemacht, weil wir sonstige Inhalte von Emailverkehr für privat halten. Nachdem Herr Maurer seine Absage aber nun in vollem Wortlaut auf Facebook gepostet hat und mich heute in einer Email zur Bekanntgabe aufgefordert hat, kann ich nur noch einmal das bereits Bekannte wiederholen:

Eine Email mit dem Wortlaut

„ich werde den zweiten PSI-Test aufgrund meiner aktuellen weiteren Ausbildung absagen müssen. Ich werde mich dem ganzen frühestens erst in 2 Jahren wieder widmen können. Es ist momentan einfach zu viel und ich werde mich auf etwas anderes konzentrieren müssen“

war für mich als klare Absage zu verstehen, denn da steht nichts von „verschieben“. Die Absage datiert vom 18.11.19. In meiner Antwort vom 19.11. teilte ich ihm mit, dass der Test dann eben als beendet betrachtet wird. Hätte sich Herr Maurer seinerzeit missverstanden gefühlt, hätte er das sofort richtigstellen können.

Stattdessen erkundigte er sich nach Erhalt meiner Bestätigung der Absage am gleichen Tag noch (!) nach dem Erscheinen des Test-Berichts im „Skeptiker“, dessen Übersendung ich ihm zugesagt hatte. Erst jetzt, NACH diesem Blogbeitrag, soll die Absage offenbar nicht mehr so gemeint gewesen sein…

Wie dem auch sei: Eine zweite Testphase ist derzeit nicht mehr in Planung.

Zum Weiterlesen:

  • Überraschung bei den Psi-Tests: Kandidat schafft es zum Nachtest, GWUP-Blog am 17. September 2019
  • Die Psi-Tests der GWUP 2019 – mit Überraschung, Skeptiker 4/2019

71 Kommentare

  1. Er hat sein Ziel erreicht, er macht für sein aktuelles Buch Werbung damit.

    Zitat Verlags-Seite:
    „Er bestand weltweit als Erster unter tausenden von Teilnehmern, die ihr Können unter anderem bei verschiedenen Gesellschaften unter Beweis zu stellen versuchten, den ersten von Skeptikern gemachten PSI-Test der „Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften“ (GWUP) nach 15 Jahren.

    Dieser Test fand nicht nur unter den Augen von Skeptikern statt, sondern auch unter denen eines Profi-Zauberkünstlers und zwei Hobbyzauberkünstlern.

    Das ist endlich ein lang ersehnter Beweis für die Wissenschaft!“

  2. @Ralf i.V.:

    Deshalb ist es auch wichtig, das richtigzustellen.

  3. Ich fürchte nur, das könnte jetzt Schule machen: mit Technik die erste Runde bestehen, vor der zweiten kneifen und das Ganze seinen Anhängern dann als Riesenerfolg verkaufen. Wieviele werden die Korrektheit eines solchen Claims wohl tatsächlich nachrecherchieren?

  4. Ich betone nochmals (siehe meine früheren Kommentare):

    Der Kandidat muss nicht unbedingt elektronische Hilfsmittel benutzt haben. Es ist nur EINE Möglichkeit (und wäre die billigste, was seine Fähigkeiten betrifft).

    Er kann sein Ergebnis auch durch einen völlig anderen Trickaufbau – Kombination von verschiedenen tricktechnischen Feinheiten, von denen jeweils nur ein Teil des Ganzen eingesetzt wird (damit es nicht erkennbar wird) sowie psychologischen Rafinessen erlangt haben.

    Diese „Frechheiten“ werden in der Regel nur von sehr erfahrenen und professionellen Täuschungskünstlern erkannt. Der vor Ort anwesende Profizauberer war scheinbar nicht in der Lage, solche Vorgehensweise zu erkennen (und hatte mutmaßlich nicht das Gespür für derartige evtl. „Frechheiten“). Denn ansonsten hätte er das Schauspiel durchschaut!

  5. @Ralf im Vollrausch

    Danke für den Hinweis. Damit scheinen sich ja einige Vermutungen, die von Kommentatoren im September zum Überraschungstest geäußert wurden, zu bewahrheiten.

    Danke auch an das gwup-Team für die ausführliche Schilderung der Nachbereitung des Tests.

  6. @ Bernd Harder
    Nur wird diese Richtigstellung die Verlags-Seite kaum erreichen, bzw. ist der Schaden bereits angerichtet.

    [sarcasm]
    Wird die GWUP wenigstens bei den Tantiemen beteiligt?
    [/sarcasm]

  7. Vielleicht sollte man zukünftig in den „Test-Vertrag“ hineinschreiben, dass vor ein er urkundlichen Bestätigung der Fähigkeiten mit keinen Testresultaten geworben oder gearbeitet werden darf.

    Technische Test-Institute machen dies ähnlich, um eine verzerrt darstellende Nutzung vorläufiger Testergebnisse von technischen Produkten seitens des Herstellers/Vertreibers zu unterbinden.

  8. Der Versuch fand im Freien statt.

    Könnte es sein, dass ein Dritter die Präparation der Box (u.U. auch mittels eines Fernglases) beobachtet hat und dem Probanden irgendwie ein Zeichen gegeben hat, evtl. eines, das nicht gleich ersichtlich ist? Oder kann man das mit Sicherheit ausschließen?

  9. Liebe GWUP,

    Zur Erinnerung:
    Benedikt Maurer wollte den 2. Termin lediglich verschieben. Als Reaktion darauf bekam er die Antwort, dass man bis dahin sehen muss, ob es dann noch etwas zu testen gibt.

    Warum wird es hier im Artikel so dargestellt, als ob B.M. partout einen Rückzieher gemacht hätte? Warum werden die Gründe für den vermeintlichen Rückzieher verschwiegen?

    Das bestätigt leider nur die Kritik des ehemaligen GWUP-Mitglieds Rudolf Henke erhebt die Vorwürfe besonders hinsichtlich des Zensurvorwurfs:
    „Skeptizismus als ideologische Grundhaltung, mangelnde Dialogbereitschaft, Fanatismus, Taktieren und Zensur.“

  10. @Poeight
    Das war auch meine Vermutung.

    Wenn er während der Wartezeiten die Möglichkeit hatte, sein Handy zu benutzen, hätte er dadurch Nachrichten empfangen können.
    Für mich ist der Wunsch, den Versuch im Freien stattfinden zu lassen, ein eindeutiges Indiz dafür.

    Zwar gibt es Probanden, die so argumentieren würden (das im Innenraum Störfelder sind), aber mMn glaubt Hr. Maurer nicht an diese Fähigkeiten, sondern daß der Versuch im Freien stattfand, muß eine wichtige Bedeutung gehabt haben.

    Wenn er ein elektronisches Hilfsmittel gehabt hätte, dann wäre es egal gewesen, ob es im Innenraum gewesen wäre.

  11. @Mot:

    Das ist schlicht falsch.

    Der Reihe nach:

    Erstens wäre es üblich, dass Sie erst mal erklären, wer Sie sind und warum Sie meinen, für bzw. im Namen des Herrn Maurer sprechen zu können.

    Zweitens ist diese Behauptung nachprüfbar unsinnig:

    Als Reaktion darauf bekam er die Antwort, dass man bis dahin sehen muss, ob es dann noch etwas zu testen gibt.

    Sowohl unter den Twitter-Links oben im Artikel als auch z.B. in den Medienberichten können Sie nachlesen, dass beide Versuchsleiter – Dr. Wolf und Dr. Mahner – noch an Ort und Stelle die Bestätigungstests bereits explizit mit dem Kandidaten besprochen und auch die Bedingungen dafür klar kommuniziert haben – da war nicht mal im Entferntesten die Frage, „ob es noch etwas zu testen gibt“, wie kommen Sie auf so etwas?

    – Drittens: Wenn das so wäre, wie Sie sagen: Aus welchem Grund wirbt dann der Herr Maurer für sein neues Buch (ET: 16. Dezember) und für seine Seminare ausdrücklich mit der Behauptung, dass er „die Psi-Tests der GWUP“ bestanden hätte, wenn er den zweiten Termin erst noch absolvieren wollte? Das ergibt überhaupt keinen Sinn. So ein Buch hat ja eine gewisse Vorlaufzeit – offenkundig war Herrn Maurer schon sehr früh klar, dass er nicht zu einem weiteren Test antreten würde, sondern nur die „Werbung“ mitnehmen wollte.

    (Ergänzung:) Insofern ist das hier schon eine sehr gewagte Interpretation von Herrn Mauer, eine freundlich-verständnisvolle Mail auf seine unverständliche Absage als „Rückzieher der GWUP“ zu deuten:

    GWUP: nun gut, dann beenden wir die Testreihe hiermit. Schade, aber Ausbildung geht natürlich vor. Sie können sich ja ggf. später melden, dann sehen wir weiter, ob man nochmal was testen kann.“
    – Für mich sieht das obendrein ganz nach einen Rückzieher der GWUP aus.

    Wenn er das wirklich so aufgefasst hätte – warum hat er dann nicht unverzüglich reagiert und richtiggestellt, dass er die Tests nur verschieben und nicht „absagen“ will? Und wie kommt er darauf, dass die GWUP „einen Rückzieher“ machen will, nachdem sie die zweite Testrunde schon überall öffentlich kommunziert hat?

    Und viertens – das ist der entscheidende Punkt – haben wir natürlich die Original-Mail mit der Absage von Herrn Maurer. Und die deckt sich nicht mit Ihrer Behauptung.

  12. @ Bernd,

    das schrieb mir Herr Maurer per Facebook:

    »Da lach wohl eher ICH mich kaputt bei Ihrem Kommentar.

    Sie fragen sich, warum die GWUP keinen Grund nennt, weshalb ich den 2ten Test vorerst auf Eis lege? – Tja, die Antwort ist die GWUP!

    Sie machen sich unseriös, da sie den Grund nirgends nennen, weshalb ich den zweiten Test nach hinten verlegt habe. Außerdem schreiben Sie, dass ich gar nicht mehr antreten würde. Mir war von vorherein klar, dass das kommen wird, aber was soll die Scheiße?
    NULL RESPEKT!

    Also, warum fragen Sie? Sie müssten so etwas als Skeptiker eigentlich wissen. – Sie müssten wissen, warum die GWUP keinen Grund nennt. – Weil es Skeptiker wie Sie sind, mit möglichst geringen Widerstand bei diesen Themen.

    ABER ABER…
    Es sind ja immer die Beweise gewünscht! Beweise, Beweise, Beweise und das endet NIE! Auch ich versuche nur Beweise zu bringen. Bei Skeptikern ist jedoch jeder Beweis KEIN Beweis.

    Folgendes aus einer Email Konversation zwischen mir und der GWUP (KEINE SORGE, AUCH HIER HABE ICH JA BEWEISE, falls es diese benötigt):

    ICH: „ich werde den zweiten PSI-Test aufgrund meiner aktuellen weiteren Ausbildung absagen müssen. Ich werde mich dem ganzen frühestens erst in 2 Jahren wieder widmen können.
    Es ist momentan einfach zu viel und ich werde mich auf etwas anderes konzentrieren müssen.

    GWUP: nun gut, dann beenden wir die Testreihe hiermit. Schade, aber Ausbildung geht natürlich vor. Sie können sich ja ggf. später melden, dann sehen wir weiter, ob man nochmal was testen kann.“
    – Für mich sieht das obendrein ganz nach einen Rückzieher der GWUP aus.

    Der bereits erwähnte Grund ist: Ich mache gerade eine zweite Ausbildung.

    Die Skeptiker verdrehen ja immer alles schön zu ihrem Weltbild zu jeglicher passender Situation, HAUPTSACHE nicht gegen die Wand! «

  13. @Mot
    „Das bestätigt leider nur die Kritik des ehemaligen GWUP-Mitglieds Rudolf Henke“

    Vielleicht war der Herr Henke in einer anderen GWUP, verfügt über ein schlechtes Gedächtnis oder hat sich einfach etwas ausgedacht? Weiterhin ist es möglich, dass seine Erinnerungen aus einer Zeit stammen, in der die GWUP vollständig anders war als heute.

    Die GWUP, die ich seit mehr als zehn Jahren kenne, ist unideologisch, dialogbereit, offen und kommunikativ und noch dazu voller freundlicher, geselliger und kluger Menschen.

    Da hat Herr Maurer wohl schnell eine Geschichte erfinden müssen, um seine Absage zu rechtfertigen.

  14. @Knut Junker:

    Das ist ja noch mehr „allerunterste Schublade“, als ohnehin schon erwartet.

    Sein Souffleur „Mot“ reißt schön alles aus dem Zusammenhang:

    Sie können sich ja ggf. später melden, dann sehen wir weiter, ob man nochmal was testen kann.

    ist etwas völlig anderes als „ob es noch etwas zu testen gibt“

    und der Herr Maurer verweigert ernsthaft einen weiteren Test, weil er „gerade eine zweite Ausbildung“ macht? Mit 10.000 Euro (plus weitere hoch dotierte Testmöglichkeiten weltweit) und als „echter“ übersinnlich Begabter bräuchte er sich über einen Job nie mehr Gedanken zu machen.

    Lächerlich. Und seine Ausfälle und Beschimpfungen sind auch nicht gerade souverän.

    Aus seiner eigenen „Beweisführung“ geht hervor, dass er den zweiten Test explizit „abgesagt“ hat – und nicht „verschoben“.

    Es bleibt völlig offen, ob er denn in zwei Jahren, nach seiner „Ausbildung“, dazu wirklich antreten wollte.

  15. @Bernd Harder

    Gibt es denn bereits Überlegungen zu Maßnahmen, die zukünftig verhindern, dass die GWUP von derartigen Jahrmarktsgauklern für PR-Maßnahmen missbraucht wird?

    Leider sind solche Schlachten um die wirkliche Wahrheit ja nicht zu gewinnen und wer am lautesten schreit, wird gehört.

  16. @celsus:

    Wird man sicher anstellen müssen.

  17. „What’s the matter, Benedikt Maurer? Chicken?“

    https://youtu.be/5q_swCneezU

  18. „Es ist momentan einfach zu viel und ich werde mich auf etwas anderes konzentrieren müssen.“

    Ich liege gerade lachend am Boden. Da kann jemand weltberühmt und reich werden, aber er muss sich jetzt leider gerade auf etwas anderes konzentrieren …

    Wunderbar. Ist der Benedikt zufällig auch noch Comedian?

  19. @Martina Rheken

    Tatsächlich muss man sich das noch mal ganz deutlich machen:

    Er wäre der erste und einzige Mensch auf der Welt, der nachweislich übernatürliche Fähigkeiten hätte und die GWUP würde ihm das auch bestätigen und ihn großzügig belohnen, wenn es denn so wäre.

    Aber jetzt ist halt irgendwie gerade schlecht und so … vielleicht später irgendwann … :D

    Da wird schnell klar, warum ihm nichts anderes übrig bleibt als die GWUP zu diskreditieren.

  20. @Martina:

    Das weiß ich nicht, aber sein ausfälliges Gegreine darüber, dass wir seine lachhafte Ausrede nicht kommuniziert haben, spricht ja Bände, wie sauer er darüber ist, dass sie nicht verfängt.

    Den entscheidenden Grund, warum wir diese Peinlichkeit nicht kommuniziert haben, nannte ich ja schon:

    Offenkundig betrachtet Maurer die Tests als vollständig abgeschlossen und er hat sogar die Frechheit, damit zu werben und dafür sogar ungefragt das GWUP-Logo zu verwenden (was mit Sicherheit rechtswidrig ist und was wir überprüfen lassen). Nirgendwo geht hervor, dass er zu den Bestätigungstests wirklich antreten wollte, auch nicht in zwei Jahren.

    Was würde er denn machen, wenn er dabei durchfällt?

    Den Klappentext von seinem Buch nachträglich ändern? GWUP-Logo und Eigenwerbung von seiner Seite entfernen?

    Das ist wohl kaum anzunehmen.

    Jemand, der so dreist vorgeht und sogar unser Logo klaut, hat natürlich jedes Entgegenkommen und jede Sympathie verspielt.

  21. @Bernd:

    Zumindest hat der „Mot“ und Benedikts eigene Nachricht an Knut seine Position nicht gerade verbessert.

    Den Artikel oben finde ich noch ziemlich neutral, bis auf kleine Spitzen wie „gekniffen“ und die relativ ausführliche Darstellung der Betrugsmöglichkeiten.

    Mit seinen Agressionen macht er sich jetzt selbst unglaubwürdig.

  22. „und dafür sogar ungefragt das GWUP-Logo zu verwenden (was mit Sicherheit rechtswidrig ist und was wir überprüfen lassen)“

    Er liest fleißig mit und hat das Logo entfernt. Einen Screenshot mit Logo habe ich vorliegen.

  23. @Martina:

    Wenn ich aus seiner Mail zitiert hätte, hätte ich sie natürlich auch kommentiert – besonders die Sache mit den „zwei Jahren“ und der „Ausbildung“.

    Das wäre wenig schmeichelhaft für ihn geworden und hätte ich gerne vermieden.

    So hat er es jetzt als Kommentar auf seine Provokation bekommen – sein Pech.

  24. @Bernd Harder
    Ihre Kritik ist ebenso berechtigt wie die des Herrn Maurer. Ihr Artikel lässt relevante Informationen aus und eröffnet einen unnötigen Interpretationsfreiraum, denn zwischen (definitiv) „nicht antreteten wird.“ und „nicht antreten kann. Frühstens in 2 Jahren.“ liegen ebenfalls Welten, denn erstere schließt einen 2. Test komplett aus und das ist aus der Originalmail nicht zu entnehmen.

    Mein investigativer Auftritt als Advocatus Diaboli spiegelt nicht meine Behauptung wider sondern den O-Ton des Herrn Maurer (ebenfalls auf eine Nachfrage via Facebook). Ein Beitrag im Allmystery.de Forum hat mich auf ihren Blog aufmerksam gemacht und führte anschließend zur Anfrage bei Herrn Maurer und dann hier. Die GWUP Logos wurden dort auch mit Screenshots auf YT, FB und der Webseite von Herrn Maurer dokumentiert.

    https://www.allmystery.de/themen/ma48433-30#id26552251

  25. @Bernd Ich sehe das Logo noch auf YouTube.

  26. @Mot:

    denn zwischen (definitiv) „nicht antreteten wird.“ und „nicht antreten kann. Frühstens in 2 Jahren.“ liegen ebenfalls Welten, denn erstere schließt einen 2. Test komplett aus und das ist aus der Originalmail nicht zu entnehmen.

    Das sehe ich allerdings anders.

    Herr Maurer schreibt eindeutig, dass er den zweiten Test „absagt“ und nicht etwa nur „verschiebt“.

    Wie er sich dem Ganzen in zwei Jahren noch einmal „widmen“ will, lässt in dieser seltsamen Formulierung in der Tat einen großen (unnötigen) Interpretationsspielraum, den er leicht hätte ausräumen können.

    Daneben unterstellt er der GWUP völlig unmotiviert, sie wolle „einen Rückzieher“ machen, was Unsinn ist und stark nach „Vorwärtsverteidigung“ aussieht.

    Auch der aggressive und fast beleidigende Ton seiner Nachricht ist offenkundig darauf angelegt, sich der Sache zu entziehen. So redet man doch nicht mit Leuten, mit denen man in zwei Jahren wieder zusammenarbeiten will.

    Was hat ihn daran gehindert, seinen Standpunkt höflich und sachlich zu verdeutlichen?

    Trotzdem danke ich Ihnen für Ihr Engagement und Ihre Informationen.

    Wir werden die Tage mal genau verfolgen, wo überall der Herr Maurer unerlaubt unser Logo verwendet.

  27. @Mot:

    Sie schreiben bei allmystery:

    Warum verheimlicht die GWUP den Grund für vermeintlichen Rückzieher? B.M. wollte den 2. Termin eigentlich nur aufschieben und als Antwort bekam er „dann muss man sehen, ob es bis dahin noch etwas zu testen gibt.“ Das klingt eher nach einem Rückzieher seitens der GWUP :Y: Scheinbar ist sich die GWUP auch nicht zu Schade sprachlich rumzutricksen. Unseriös.

    Gerne noch einmal: Diese Behauptung bzw. Formulierung stimmt nicht. Die GWUP hat nicht geantwortet:

    dann muss man sehen, ob es bis dahin noch etwas zu testen gibt.

    sondern

    Sie können sich ja ggf. später melden, dann sehen wir weiter, ob man nochmal was testen kann.

    Wobei sich das „kann“ meines Wissens auf den Versuchsaufbau und vor allem auf die Kontrollmöglichkeiten bezieht. Denn die müssten, wie im Artikel beschrieben, sehr aufwändig sein.

    Damit gebe ich Ihnen allerdings vollkommen recht:

    Der Typ hat’s jedenfalls faustdick hinter den Ohren.

  28. DIE MASKE IST GEFALLEN!

    Mit seinem Vokabular kommt nun sein wahres Ich zum Vorschein.

    Für mich persönlich war er von Anfang an eine peinliche Lachnummer. Dass er nun auch einen mutmaßlichen Rechtsverstoß begeht und Etikettenschwindel betreibt, zeigt mir, welch ein kleiner unbedeutender Zwerg er meiner Meinung nach ist. Ein seriöser Gigant hätte sowas nicht nötig!

    Lügen haben kurze Beine.

  29. Die Gwup hat bisher viele Erfahrungen mit überzeugten Esoterikern gemacht, die sich vor allem selbst täuschen. Abgezockte Lügner und Betrüger, darauf ist sie nur bedingt vorbereitet. Stürzen sich jetzt eigentlich die ganzen Leute wie Harald Walach, Walter von Lucadou und die GfA auf diese „Weltneuheit“? ✌️

  30. @Tunalia:

    Nur wenn sie blöd sind …

  31. @Bernd Harder
    Ich stimme allen Ihren aufgeführten Punkten überein und ziehe mein „Unseriös“ hiermit auch wieder zurück, nachdem sich die erwünschte Transparenz im Diskussionsverlauf gemausert hat.

    Zum Zeitpunkt meiner Intervention lag mir die Originalmail, wie sie @Knut Junker hier veröffentlich hat nicht vor, sondern nur eine kurze Gegendarstellung von Herrn Maurer, wobei ich den aggressiven Unterton ebenfalls bestätigen kann. „ob es bis dahin noch etwas zu testen gibt.“ Wurde hierbei als Vollzitat seitens der GWUP zur Antwort gegeben ohne Umformulierung oder Neuinterpretation meinerseits. Entweder es handelt sich um eine „Vorwärtsverteidigung“ oder eine „Fehlinterpretation“ seitens B.M. Ich persönlich tendiere mittlerweile auch zum Ersteren. Ich würde ich hier ebenfalls die komplette Nachricht veröffentlichen, wenn ich keine juristischen Bedenken hätte.

    Vielleicht fühlt sich Herr Maurer jetzt doch angespornt zeitnaher zu einem verbindlichen Zweittermin anzutreten. Wenn Sie ihn jetzt noch zulassen würden(?).

    Ich danke Ihnen für den aufklärenden Dialog und wünsche Ihnen viel Erfolg bei der weiteren Arbeit!

  32. @Mot:

    Ich danke Ihnen für Ihr Engagement und Ihre Nachfrage – und bitte um Entschuldigung, dass ich Sie zunächst als „Souffleur“ oder Sprachrohr des Herrn Maurer missverstanden habe, sorry.

    Möglicherweise wird Dr. Mahner noch eine kurze Stellungnahme abgeben, aber grundsätzlich ist es natürlich in der Tat so, dass E-Mails als „privat“ behandelt werden. Dass Herr Maurer selbst den Wortlaut veröffentlicht hat, hat die Situation halt ein wenig geändert.

    Vielen Dank für Ihre guten Wünsche!

  33. „Vielleicht fühlt sich Herr Maurer jetzt doch angespornt zeitnaher zu einem verbindlichen Zweittermin anzutreten!“

    Wird gerade was „inszeniert“?

    Ich betone nochmals, dass Herr Maurer – sollten wirklich erfahrene professionelle Täuschungskünstler anwesend sein – dann entlarvt wird. Aber wenn wieder nur auf elektronische Hilfsmittel geachtet werden sollte, könnte er erneut den Test bestehen.

  34. In der Tat haben wir nur die Absage an sich publik gemacht, weil wir sonstige Inhalte von Emailverkehr für privat halten.

    Nachdem Herr Maurer seine Absage aber nun in vollem Wortlaut auf Facebook gepostet hat und mich heute in einer Email zur Bekanntgabe aufgefordert hat, kann ich nur noch einmal das bereits Bekannte wiederholen:

    Eine Email mit dem Wortlaut

    „ich werde den zweiten PSI-Test aufgrund meiner aktuellen weiteren Ausbildung absagen müssen. Ich werde mich dem ganzen frühestens erst in 2 Jahren wieder widmen können. Es ist momentan einfach zu viel und ich werde mich auf etwas anderes konzentrieren müssen“

    war für mich als klare Absage zu verstehen, denn da steht nichts von „verschieben“.

    Die Absage datiert vom 18.11.19. In meiner Antwort vom 19.11. teilte ich ihm mit, dass der Test dann eben als beendet betrachtet wird. Hätte sich Herr Maurer seinerzeit missverstanden gefühlt, hätte er das sofort richtigstellen können.

    Stattdessen erkundigte er sich nach Erhalt meiner Bestätigung der Absage am gleichen Tag noch (!) nach dem Erscheinen des Test-Berichts im „Skeptiker“, dessen Übersendung ich ihm zugesagt hatte.

    Erst jetzt, NACH diesem Blogbeitrag, soll die Absage offenbar nicht mehr so gemeint gewesen sein…

    Wie dem auch sei: Eine zweite Testphase ist derzeit nicht mehr in Planung.

  35. @Martin Mahner

    Meiner Meinung nach gibt es nichts misszuverstehen. Benedikt Maurers Absage zu einem 2. Test ist eindeutig. Punkt.

    Alles, was jetzt noch von dessen Seite kommt, sind Rückzugsgefechte und Nebelkerzen. Benedikt Maurer glaubte, einen Coup landen zu können, und nun dämmert ihm, dass er sich wohl etwas verhoben hat.

  36. @Martin Mahner:

    Erst jetzt, NACH diesem Blogbeitrag, soll die Absage offenbar nicht mehr so gemeint gewesen sein…

    Und den Blogbeitrag gab es in dieser Ausführlichkeit ja auch nur, weil Herr Maurer die Dreistigkeit besitzt, mit einem nicht abgeschlossenen, unvollständigen Test zu werben und alle wesentlichen Fragen noch offen sind.

  37. Ich weiß ja nicht, ob sowas wie Verbraucherschutz o.Ä. hier zuständig ist, aber wenn jemand in einem Buch als Werbetext klar FALSCHE Aussagen zu Werbezwecken anbringt, dann dürfte das ein Verstoß sein.

    Damit müsste der Vertrieb des Buches bis auf Weiteres eingestellt werden, schon gedruckte Bücher korrigiert bzw. eingestampft werden.

    Auf jeden Fall eine dreiste Masche.

  38. „ich werde den zweiten PSI-Test aufgrund meiner aktuellen weiteren Ausbildung absagen müssen.“ schreibt Herr Maurer.

    Was ich nicht kapiere: Das ist doch bestenfalls ein Tag, den er da erübrigen müßte. Er hat doch sicher mal Urlaub bzw. Ferien. Und er muß sich doch auf nichts vorbereiten. Kurz die Durchgänge absolvieren, einfach nur die Hand darüberhalten – das wars!?

  39. @Michael Fischer:

    Das kapieren wir auch nicht.

  40. Mann, jetzt verstehe ich, warum Jesus erst mit ca. 30 seine Öffentlichkeitsarbeit begonnen hat…er wollte erst seine Ausbildung zum Zimmermann fertig machen :-D

  41. @Ralf im Vollrausch

    *kicher*

  42. @ crazyfrog:

    „Jetzt mit Psiram-Eintrag“

    Verdient. Wirklich verdient.

  43. @crazyfrog

    *Daumen hoch*

  44. Ganz ehrlich: ich bin ein bisschen erschüttert…

    Obwohl Pierre Castell und ich schon vor Monaten darauf hingewiesen haben, findet sich in der aktuellen Stellungnahme immer noch kein Hinweis auf:

    Hypothese (4): Der Kandidat hat eine VÖLLIG ANDERE Tricktechnik benutzt und den Magnetismus lediglich als ABLENKUNG benutzt, um die Testleiter so sehr mit der Suche nach irgendwelchen ‚magnetischen Hilfsmittel‘ zu beschäftigen, dass sie die eigentliche Methode übersehen.

    Zugegeben: im aktuellen Fall halte ich diese Variante auch für unwahrscheinlich, aber der NÄCHSTE Betrüger wird es vielleicht so machen, und die GWUP sollte sich darauf vorbereiten…

  45. @ crazyx

    Sie sprechen mir aus der Seele – wirklich seltsam.

    Aber selbst wenn er einen dieser kleinen „Hilfsmittel“ (ich nenne das Ding absichtlich nicht mit der korrekten Bezeichnung) benutzte, bringt die Untersuchung – wie ich sie auf den Foto sah – absolut nichts. Denn mit einem weiteren Hilfsmittel (ich bitte um Verständnis, dass ich auch dieses von Kollegen tagtäglich und weltweit eingesetzte Gimmick hier nicht öffentlich beim Namen nennen möchte), kann man sogar die Hände leer zeigen, obwohl man das Ding doch „in“ der Hand hat. Aber – wie gesagt – es gäbe auch einige andere tricktechnische Möglichkeiten, auf die man hier aber scheinbar nicht eingehen will.

    In diesem Punkt hinsichtlich meiner Hinweise hätte ich mehr Aufmerksamkeit – von Dank ganz zu schweigen – der Prüfer mir gegenüber erwartet. Vielleicht fühlen sie sich durch mich ein wenig „vorgeführt“ und sind verärgert. Das wäre selbstverständlich nicht meine Absicht gewesen. Ich bitte um Nachsicht, aber ich trage mein Herz auf der Zunge…

    Will man denn nichts dazu lernen? Oder ist es Sturheit der verantwortlichen Herren?

  46. @Pierre Castell/crazyx:

    Vielen Dank für Ihre/Eure Anmerkungen.

    Ich versuche mal – als weitgehend Unbeteiligter – ein wenig zu vermitteln:

    – Es waren bei dem Test ja Zauberkünstler dabei, die auch nicht vollkommen unbedarft sind und die sich natürlich ihre Gedanken machen.

    – „Hier“ (also im Sinne von hier öffentlich im Blog) werden wir die Angelegenheit selbstverständlich nicht im Detail diskutieren.

    Aber ich halte Interessierte gerne auf dem Laufenden.

  47. Ich bin dafür, dass Herr Castell zukünftig, wenn er Lust und Zeit haben sollte, als Gutachter bei den Psi-Tests anwesend ist.

    Die GWUP kann es sich nicht leisten, von Betrügerinnen/Betrügern vorgeführt zu werden.

  48. @Manuel Maneke (vormals „Manu“)

    Bei allem Respekt für Herrn Castell, aber ich glaube die GWUP sind auch keine Naivlinge…

    Natürlich habe ich mich auch an den Spekulationen beteiligt, aber ich vertraue doch darauf, daß die Veranstalter der Tests wissen, was sie machen…natürlich hat man sich hierbei selbst ein dickes Ei gelegt, aber was wäre gewesen, wenn man ihn abgelehnt hätte?…auch das hätte Hr. Maurer nutzen können, um sich zu profilieren…nach dem Motto: Ich bin so gut, daß mich die GWUP abgelehnt hat bzw sich nicht getraut hat.

    Den ersten Teil hat er schon gut erfüllt, aber den zweiten Teil traut er sich anscheinend nicht zu ;-)

  49. 1. Wenn Benedikt Maurer (wie alle unsere Kandidaten) in unserem Testvertrag mit seiner Unterschrift rechtsverbindlich versichert, keine technischen Hilfsmittel einzusetzen, gehen wir zunächst von der Unschuldshypothese aus, dass er nicht trickst.

    Es gibt gute Gründe für die Annahme, dass diese Hypothese – zum ersten Mal in der Geschichte unserer Psi-Tests – nicht zutrifft.

    2. Es versteht sich von selbst, dass bei dem zweiten Testabschnitt, sofern er zustande kommt, strengste Sicherheitsmaßnahmen mit lückenloser Ganzkörperuntersuchung gegen möglichen Betrug vorgenommen werden.

    MRTs hat Maurer abgelehnt, weil die extrem starken Magnetfelder „seine Magnetfühligkeit zerstören könnten“ – ein verständliches Argument.

    Die Alternative 3D-Röntgen-Tomografie ist ethisch problematisch, Ärzte dürfen sie nicht ohne medizinische Indikation durchführen. Vielleicht lässt sich dieses Problem umgehen, wenn Maurer der Untersuchung ausdrücklich zustimmt.

    3. Die genannte Abschirmfolie aus MU-Metall ist ziemlich teuer und schirmt Magnetfelder nicht vollständig ab. Es lässt ca. 1% eines statischen Magnetfeldes durch, man müsste also zwei Folien übereinander tragen.

    Es ist zu überlegen, ob wir bei solchen außerordentlichen Ausgaben (wie auch beim Röntgen-Scan) fordern können, dass der Kandidat die Kosten trägt.

    4. Im Fachhandel gibt es flache, nur ca.3 cm große Magnetsensoren, die durch zarte Vibration die Anwesenheit auch schwacher Magnetfelder anzeigen.

    Unser Trickfachmann Thomas Fraps, Mitglied im Wissenschaftsrat, besitzt ein solches Gerät, und es wäre unter realistischen Bedingungen zu prüfen, ob es (beispielsweise wegen seines Akkus) im Röntgenbild sichtbar ist, wenn man es sich – durch Plastikfolie vor Feuchtigkeit geschützt – ins Rectum steckt.

    5. Ich vermute, dass Maurer klug genug ist, sich wegen der strikten Sicherheitsmaßnahmen einem zweiten Test zu entziehen.

    So kann er auf seiner Webseite werbewirksam behaupten, dass seine (angebliche) Fähigkeit GWUP-geprüft sei, obwohl er unseren Psi-Test nicht bestanden hat.

  50. Kaum zu glauben, was ich soeben wieder lesen musste.

    Zu 1:
    Ich hatte MEHRMALS geschrieben, dass es auch ohne tricktechnische Hilfsmittel möglich ist!

    Zu 2:
    „Lückenlose Ganzkörperuntersuchung“? Er braucht nichts am Körper zu haben, weil sein Trick auch so vorführbar ist.

    Zu 3:
    Es muss nichts abgeschirmt werden!

    Zu 4:
    Das ist mehr als bekannt, wurde doch auch hier mehrmals erwähnt. NOCHMAL: Kommen Sie von den Gedanken weg, dass die Vorführung nur mit derartigen Hilfsmitteln zu zeigen ist.

    Zu 5:
    Er könnte Sie – da Sie mit Ihren Lösungsansätzen völlig festgefahren sind und scheinbar stur auf Ihre Theorien beharren – erneut reinlegen.

    Ich bin wirklich entsetzt. Da hat man einen „Trickfachmann“ (der sich hat ebenfalls blenden lassen) und damit ist es getan.

    Weil man das unendlich große Reich der Zaubertricks nicht kennt (was keine Schande ist), wird auch jetzt im neuen Kommentar wieder nur von der einen einzigen Möglichkeit ausgegangen, den Trick vorführen zu können.

    Nun weiß ich, wieso ernstzunehmende Profikollegen seit Jahrzehnten immer wieder in Gesprächen betonten: „Wissenschaftler kann man am besten täuschen, denn sie denken – was die Tricklösungen von Zaubertricks angeht – viel zu kompliziert.

    Übrigens: Auch ich besitze dieses kleine Gimmick, wovon hier immer wieder die Rede ist. Ja, das wäre EINE tricktechnische Lösung. Aber wenn hier auf diesem Blog immer weiter nur der Eindruck vermittelt wird, dass es nur so (oder ähnlich) funktionert haben kann, dann habe ich die Skeptiker bisher falsch eingeschätzt.

    Es kommt eine Ignoranz auf, die für mich unfassbar ist.

  51. @Pierre Castell

    Als mitlesender Laie kann ich ihren Frust gut verstehen, wenn Alternativvorschläge, die hier des öfteren angesprochen wurden, scheinbar nicht zur Kenntnis genommen bzw. ignoriert werden.

    Nur würde ich davon absehen, von „den“ Skeptikern zu sprechen. Es gibt ja auch nicht „die“ Tricktäuscher oder „die“ Zauberkünstler.

  52. @RPGNo1:

    Genau, danke – wir sind schon noch in der Diskussion darüber.

  53. @ RPGNo1/Bernd Harder

    Ja, Sie haben völlig Recht. Ich bitte um Entschuldigung, das zu verallgemeinern.

    Jedoch war ich heute Morgen, als ich noch vor dem Frühstück und meiner „Wachwerde-Dusche“ den Kommentar von Herrn Dr. Wolf gelesen hatte, wirklich fast schon „wütend“, dass – mal wieder – aufgrund mangelnder Fachkenntnisse der Verantwortlichen sowie dem „Trickfachmann“ scheinbar wieder nur die naheliegendsten Gedanken in Betracht gezogen werden!

  54. @Pierre Castell

    Ja, manchmal denkt man bei den Tricks zu kompliziert…das ist oftmals das Geheimnis der Zaubertricks.

    Ich bin kein Fachmann, habe mich aber auch schon von „Kindesbeinen“ an mit Zauberei beschäftigt. In Kindertagen mehr…bis ich merkte, daß ich Tricks zwar theoretisch verstand, aber es bei der Umsetzung mangelte…und ich war auch einer, der dazu neigte Tricks gerne zu verraten, wenn ich sie faszinierend fand…das alles sind keine guten Voraussetzungen für einen Zauberkünstler, so das ich es aufgab und mich auch seitdem nicht mehr damit beschäftigte.

    Aber mir ist das noch in Erinnerung geblieben, daß manchmal die eindrucksvollsten Zauberkunsttücke auf recht simple Tricks beruhten.
    Nur ein Beispiel: Ein Trick, der auf ein recht einfachen mathematischen Zusammenhang beruhte, sah ich im Fernsehen, aber dort mit einer „aufgemotzten“ Show, so daß er wirklich faszinierte, aber das Grundprinzip war recht einfach…am Schluss war das Ergebnis in einem Eisblock verschlossen…und der Zauberkünstler benutzte einen Eispickel, alles war sehr effektvoll, aber erstaunlich war schon, daß man dafür einen Trick benutzte, der in einem Zauberbuch für Kinder zu finden war ;-)

  55. @ Ralf i. V.
    „…alles war sehr effektvoll, aber erstaunlich war schon, daß man dafür einen Trick benutzte, der in einem Zauberbuch für Kinder zu finden war ;-)“

    Ein wichtiger Punkt.

    Genauso könnte es auch bei dem Testkanditaten M. gewesen sein!

    Erst vor wenigen Monaten präsentierte ein junger Zauberkünstler in einem sehr bekannten Samstagabend-TV-Format einen Effekt, der in jedem Zauberbuch für Kinder und Jugendliche erklärt wird. Der junge Nachwuchszauberer „verkaufte“ es recht gut und machte daraus eine verblüffende Nummer. Ich konnte es dann nicht glauben, als mich Tage später ein – aus seiner Sicht – erfahrener Zauberkünstler anrief und mich fragte, ob ich eine Trickerklärung dafür parat hätte. Unglaublich!

    Übrigens: Vielleicht hat M. tatsächlich das hier inzwischen mehrfach erwähnte Gimmick verwendet. Da ich nicht dabei war, kann ich es aus der Ferne nicht beurteilen. Möchte mit meinen kritischen Kommentaren nur dazu anregen, endlich davon wegzukommen, dass es nur mit diesem Gimmick (oder ähnlichem) machbar wäre.

  56. @ Manuel Maneke (vormals „Manu“)
    „Ich bin dafür, dass Herr Castell zukünftig, wenn er Lust und Zeit haben sollte, als Gutachter bei den Psi-Tests anwesend ist!“

    Vielen Dank! Ich fühle mich sehr geehrt;-)

  57. @ P. Castell:

    Bei allem Respekt, aber warum reden Sie nicht endlich mal Klartext?

    Uri Geller benutzte seinerzeit auch nur ganz einfache Trickprinzipien, welche er aber gut verkaufte. Zu gut, denn er verstiess damit gegen einen Ehrenkodex der Zauberer: die eigenen Kunststücke als übernatürliche Fähigkeiten darzustellen. Genau deshalb hatte James Randi auch kein Problem damit, die Tricks zu verraten. Und das war auch richtig so, auch um die Interessen ehrbarer Zauberer zu schützen.

  58. @ noch’n Flo
    „Bei allem Respekt, aber warum reden Sie nicht endlich mal Klartext?“

    Es gibt viele Methoden, den Trick so wie M. zu zeigen, auch unter Testbedingungen. Ich war bei seiner „Vorführung“ nicht dabei und kann daher aufgrund weniger Sekunden, die im Fernsehen zu sehen waren, nichts konkretes dazu sagen. Das hatte ich hier im Blog auch bereits mehrmals schon in anderen Kommentaren erwähnt. Wäre ich dabei gewesen, hätte ich ihn entlarvt!

    Selbstverständlich könnte ich intern sämtliche Möglichkeiten aufzeigen, was aber – würde es schriftlich verfasst – mindestens 20 – 30 Seiten Umfang betragen würde. So etwas kostet richtig viel Zeit.

  59. @noch’n Flo:

    Nee, nee, so funktioniert das nicht. Hier deckt niemand einen Betrüger, indem er EIN konkretes einfaches Trickprinzip nicht verrät.
    Es gibt prinzipiell schon schon zig Möglichkeiten, einen derartigen Effekt (das Finden eines Gegenstandes unter einem von mehreren Behältern) im „normalen Showalltag“ vor Publikum zu erzielen – in einer ‚Prüfungssituation‘ muss man aber jede davon noch an die exakten Umstände anpassen.

    Welche davon hier in welcher Art genutzt wurde, lässt sich aus der Entfernung und nur anhand der lückenhaften Berichte überhaupt nicht sagen. Um die Schwachstellen im System (und damit die Möglichkeiten für die Anwendung von Tricktechnik) zu erkennen, braucht es MINDESTENS durchgängiges Videomaterial; eigentlich aber eine Anwesenheit vor Ort.

    Und, das nächste Problem: Eigentlich müsste man spätestens ab dem zweiten Treffer WISSEN, dass man genauer auf irgendwas achten muss, um (wenn es gut gemacht ist) eine Chance zu haben, es aufzudecken.

    Und das ist das größte Dilemma an der Geschichte:

    Die Herangehensweise mit den 2 Gruppen, die einander im Testbetrieb nicht begegnen und erst am Ende ihre Ergebnisse vergleichen, ist ganz großartig(!), um echte Phänomene wissenschaftlich zu überprüfen und zu beweisen.

    Sie öffnet aber AUCH neue Möglichkeiten für Betrug – die sich, eben WEIL sich die beiden Gruppen nicht begegnen, im Nachhinein quasi nicht überprüfen lassen.

    BEISPIEL:

    Im vorliegenden Fall könnte eine MÖGLICHE Variante sein, dass ein Assistent aus der Entfernung beobachtet hat, unter welchen Behälter der Gegenstand gelegt wurde, und dann beim Auffinden optische oder akustische (oder wechselnde) Zeichen gegeben hat.

    ABER: Der bloße Hinweis „fand im Freien statt“ reicht nicht, um sich auf eine solche Variante festzulegen; hierfür bräuchte es EXAKTE Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten und der genauen Testabläufe – UND man müsste während des GESAMTEN Testprozesses beobachten (und ggf. beeinflussen) können, wo da geschummelt wird (in dem ‚Wissen‘, DASS geschummelt wird).

    Vielleicht wäre es zum zukünftigen Erschweren von Betrug eine Möglichkeit, im Falle eines deutlichen Abweichens des Ergebnisses des ersten Durchgangs vom erwarteten statistischen Wert einen SOFORTIGEN zweiten Durchgang unter ständiger Beobachtung(!) durchzuführen. Nur so ließen sich eigentlich Möglichkeiten für Tricksereien sinnvoll erkennen oder zumindest ausschließen.

    Sicherlich hätte auch Pierre Castell kein Problem damit, „DAS EINE“ Trickgeheimnis, mit dem hier der (vermutliche) Betrug durchgeführt wurde, offenzulegen – WENN er denn bestimmen könnte, WELCHES hier tatsächlich angewendet wurde.

    Ausschließlich aufgrund von bisher veröffentlichten Augenzeugenberichten (in denen vermutlich nicht mal Hinweise auf das verwendete Prinzip zu finden sein dürften; sonst hätte auch ein Thomas Fraps das bestimmt erkannt) wäre das aber ein Stochern im Sumpf.

  60. Oh, Nachtrag:
    Die absolute Gewissheit von Pierre Castell, dass er vor Ort das Geheimnis garantiert „entlarvt“ hätte, teile ich übrigens NICHT. Auch er hätte sich womöglich von der Erwartung des nächsten ohnehin scheiternden Kandidaten und der Magnet-Geschichte ablenken lassen, bis es (bei der Verkündung der Ergebnisse) zu spät gewesen wäre.

    Da eine Trickhandlung prinzipiell an JEDEM Punkt des Testablaufs passieren kann, erfordert es zur sicheren Entdeckung meiner Auffassung nach zur SICHEREN Entdeckung auch weiterhin die Möglichkeit, an jedem Moment des Tests an jedem Ort zu sein und dort alles und jeden zu beobachten – und diese Möglichkeit ist ja im aktuellen Testprozedere wie erwähnt gar nicht gegeben.

  61. @Pierre Castell

    „Ja, Sie haben völlig Recht. Ich bitte um Entschuldigung, das zu verallgemeinern.“

    Kein Ding. Die Frustrationsgrenze hängt halt mal höher, mal niedriger.

  62. @ crazyx

    Zunächst möchte ich mich für Ihre Kommentare herzlichst bedanken. Toll, wie Sie das den Lesern erklärt haben!

    Was den letzten Kommentar von Ihnen betrifft, erlauben Sie mir bitte zwei kurze Anmerkungen:

    „Die absolute Gewissheit von Pierre Castell, dass er vor Ort das Geheimnis garantiert „entlarvt“ hätte, teile ich übrigens NICHT. Auch er hätte sich womöglich von der Erwartung des nächsten ohnehin scheiternden Kandidaten und der Magnet-Geschichte ablenken lassen, bis es (bei der Verkündung der Ergebnisse) zu spät gewesen wäre!“

    Auch diese Aussage ist sehr interessant – und richtig. Eine ABSOLUTE Gewissheit und Garantie gibt es wohl nicht!

    Dennoch: Wovon ICH mich als Voll-Profi ablenken lasse oder nicht, kann allerdings niemand so genau wissen.

    Wenn man sich – bitte betrachten Sie meine Zeilen nicht als überheblich – wie ich seit 50 Jahren mit der Täuschungskunst beschäftigt und diese seit über 40 Jahren professionell betreibt, und dies unter allen möglichen und „unmöglichen“ Bedingungen, dann hat man sehr viel gelernt und kennt eigentlich alles. Man weiß, wie man auch unter schwierigsten „Testbedingungen“ scheinbare Wunder vollbringt. Man wird ungeheuer „frech“ und selbstsicher, was die einzelnen Tricktechniken sowie die Präsentation und den Umgang mit Zuschauern angeht (es sei denn, man bleibt stehen, und präsentiert sein Leben lang nur weitverbreitete Standardtricks, die es bei jedem Fachhändler zu kaufen gibt und von jedem zweiten Hobbyzauberer vorgeführt werden).

    „Da eine Trickhandlung prinzipiell an JEDEM Punkt des Testablaufs passieren kann, erfordert es zur sicheren Entdeckung meiner Auffassung nach zur SICHEREN Entdeckung auch weiterhin die Möglichkeit, an jedem Moment des Tests an jedem Ort zu sein und dort alles und jeden zu beobachten!“

    ABSOLUT RICHTIG!
    Bisher ging ich stets davon aus, dass dies bei den Tests auch der Fall sei.

    Wie mehrfach erwähnt: Es gibt mehrere Möglichkeiten, wobei die mit dem Gimmick natürlich die wahrscheinlichste (und einfachste) ist. Mehr als diesen mutmaßlichen Betrug würde ich M. auch nicht zutrauen. Um nämlich die anderen Methoden „sicher“ und so leichtgängig mit seinem dämlichen überlegenen selbstsicheren Grinsen vorführen zu können, gehört sehr viel Routine und auch Rafinesse und Kreativität, die M. wohl kaum hat, denn ansonsten hätten meine Kollegen und ich zuvor etwas von ihm gehört.

    So simple Dinge, dass er sein Smartphone oder andere erkennbare elektronischen Dinge zuvor abgibt und er genauestens darauf untersucht wird, dürften ja selbstverständlich sein. Und das spezielle Gimmick, welches oft erwähnt wurde, kann er mithilfe eines anderen Gimmicks in/an den Händen verstecken, und die Hände könnten – wenn M. mit dem weiteren Gimmick – absolut professionell umgehen kann und frech und selbstbewusst ist, die Hände sowohl beide gleichzeitig als auch einzeln aus der unmittelbaren Nähe begutachten lassen und auch dabei jemand die Hand geben, damit auch „erfühlt“ werden kann, ob da „irgendwas“ sein könnte.

    So, und nun:
    Frohe Weihnachten!

  63. @ Pierre Castell:
    „‚Da eine Trickhandlung prinzipiell an JEDEM Punkt des Testablaufs passieren kann, erfordert es meiner Auffassung nach zur SICHEREN Entdeckung auch weiterhin die Möglichkeit, an jedem Moment des Tests an jedem Ort zu sein und dort alles und jeden zu beobachten!‘

    ABSOLUT RICHTIG!
    Bisher ging ich stets davon aus, dass dies bei den Tests auch der Fall sei.“

    … eben nicht!

    Damit der Proband nicht durch absichtliche oder unabsichtliche Zeichen beeinflusst wird, ist grundsätzlich NIEMAND mit ihm im Raum, der weiß, unter welchem Behälter sich der Gegenstand tatsächlich befindet. Gleichzeitig weiß auch niemand aus der Gruppe, die zwischendurch die Position des Gegenstands wechselt, was der Proband zwischenzeitlich getippt hat.

    Die Aufzeichnungen werden erst IM ANSCHLUSS an den vollständigen Test verglichen.

    Aus rein wissenschaftlicher Sicht ist diese Vorgehensweise zur Überprüfung einer ehrlich geglaubten Behauptung auch absolut richtig – bei einem Betrug hingegen ist, wenn erst NACH dem kompletten Test herausgefunden wird, dass es sich (wahrscheinlich) um einen solchen handelt, die genaue Vorgehensweise unter Umständen schlicht nicht mehr nachweisbar – erst recht nicht bei einem Versuch im Freien, also unter nur bedingt kontrollierbaren Bedingungen.

    Dafür sind die Möglichkeiten zu tricksen einfach zu vielfältig – und wenn ein Debunker nicht mal die Chance hat, zu wissen, bei WELCHEM Behälter er darauf achten muss, was im Wahrnehmungsbereich des Probanden da gerade anders sein mag als bei allen anderen, wird es (zumindest bei einer guten Täuschung) schwer bis unmöglich.

  64. Doppelblind muss es aus methodischen Gründen sein!

    Eine Möglichkeit wäre es, 3 Durchgänge zu machen, bei einem davon kann ein Trickexperte alles sehen. Versuche im Freien lassen sich auch härten, z.B. mit einem Zelt oder (schlechter) mit hohen Sicht-Seitenwänden. Im letzteren Falle ist der Versuch noch durch Drohnen einsehbar. :-)

    Eine andere Möglichkeit ist eine vollständige Videoaufzeichnung, um das Verhalten des Probanden anschließend analysieren zu können. Des weiteren könnte ein Proband ein technischen Hilfsmittel auch nach der Überprüfung noch an sich nehmen.

    Es gibt verdammt viele Möglichkeiten ohne paranormale Fähigkeiten…

  65. @ M. F. Körkel:

    „Es gibt verdammt viele Möglichkeiten ohne paranormale Fähigkeiten…“

    Ach was?!?

    Nee, jetzt mal wirklich… also darauf… also darauf wäre ich ja… also darauf wäre ich ja so gar nicht… also mal so gar und wirklich nicht…

    Nope, den Rest muss dann der Psiram-Regisseur bei der GWUP schreiben!

    Sorry, Bernd!

  66. @Manfred Theodor Körkel:
    Eine Videoaufzeichnung KANN Hinweise auf das verwendete Trickprinzip geben; aufgrund des starren eingeschränkten Sichtwinkels ist das aber nicht ausreichend.

  67. @ M. F. Körkel
    „Es gibt verdammt viele Möglichkeiten…!“

    Es gibt einige Möglichkeiten. Wollen wir es aber mal nicht übertreiben. Sooo „verdammt viele“ Möglichkeiten unter Testbedingungen (im Fall Maurer) gibt es nicht.

  68. Ist Benedikt Maurer ein Cyborg?

    „Sie tragen Mikrochips im Körper, lassen sich neue Sinnesorgane implantieren und träumen von der Verschmelzung von Mensch und Technik. Sogenannte Cyborgs, Mischwesen aus lebendigem Organismus und Maschine, gibt es nicht mehr nur in Science-Fiction-Filmen. Einige wenige mutige Pioniere wagen den ersten Schritt und lassen ihre Körper technisch aufrüsten.“

    Und eine junge Dame lässt sich Magnete implantieren.

    (https://www.arte.tv/de/videos/083967-018-A/re-mein-leben-als-cyborg/)

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