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SZ-Enthüllungsgeschichte: Haben Fake-Journals Miriam Pielhau das Leben gekostet?

| 36 Kommentare

Die Süddeutsche weist auf eine aufwändige Enthüllungsgeschichte hin, die morgen (Freitag, 20. Juli) im gedruckten SZ-Magazin erscheint:

  • Raubverlage schreiben Forscher und Unternehmen an und bieten gegen Bezahlung eine Publikation in einem wissenschaftlich anmutenden Journal.
  • Die Beiträge der Forscher werden oft ohne nennenswerte Prüfung der Inhalte binnen weniger Tage veröffentlicht.
  • So sickert eine Mischung aus Wissen, Halbwahrheit und Irreführung in die Welt.
  • Deutschland nimmt in diesem zwielichtigen Geschäft offenbar eine Schlüsselrolle ein.

Ein mögliches Opfer dieser dubiosen Praktiken ist die TV-Moderatorin Miriam Pielhau, die auf ein vermeintliches Krebs-Wundermittel namens „GcMAF“ setzte:

Autoren aus aller Welt publizieren ihre GcMAF-Untersuchungen vermehrt in sogenannten Raubjournalen. Diese geben sich als renommierte Wissenschaftsverlage aus, veröffentlichen Beiträge aber oft gegen Geld ohne eine nennenswerte Prüfung.

Jutta Hübner, die am Universitätsklinikum Jena alternative Krebstherapien erforscht, hat sich für das SZ-Magazin mehr als ein Dutzend dieser Veröffentlichungen angesehen. »Die Fallstudien sind grottenschlecht«, sagt Hübner. Die Untersuchungsmethoden seien ungeeignet, um einen Rückgang des Tumors zu belegen, und die Fallbeschreibungen unvollständig. »Ich würde das Mittel nicht mal einem Patienten geben, bei dem ich keine andere Therapiemöglichkeit habe. Die möglichen schädigenden Wirkungen sind völlig unklar.«

Ein dubioses Werbevideo kann man schnell als Humbug einordnen. Aber wenn die Wirkung eines Heilmittels in einem Journal beschrieben wird, das seriös wirkt? Und wenn man verzweifelt einen Ausweg sucht – da die Schulmedizin nicht mehr hilft?“

Online ist der Artikel bereits jetzt hier erhältlich (kostenpflichtig).

Und der NDR startet dazu heute die sechsteilige Serie „Fake Science – Wissenschaft auf Abwegen“.

Zum Weiterlesen:

  • Tausende Forscher publizieren in Pseudo-Journalen, Süddeutsche am 19. Juli 2018
  • Medikamente ohne Wirkung: Spiel mit der Hoffnung, SZ-Magazin am 19. Juli 2018
  • Tausende Forscher publizieren bei pseudowissenschaftlichen Verlagen, Zeit-Online am 19. Juli 2018
  • Pseudo-Journale: Expertin sieht Problematik virulenter werden, Apa-Science am 19. Juli 2018
  • Tausende Wissenschaftler veröffentlichen in Fake-Magazinen, Deutschlandfunk Nova am 19. Juli 2018
  • Die Anziehungskraft der wissenschaftlichen Fake-Journale, Deutschlandfunk am 19. Juli 2018
  • Das wichtigste Gefängnis-Experiment steht unter Betrugsverdacht, Süddeutsche am 9. Juli 2018
  • The Lifespan of a Lie, medium am 7. Juni 2018
  • Wissen Chirurgen wirklich, was sie tun? Zeit-Online am 17. Juli 2018
  • „Pseudojournal“ im RationalWiki
  • „Open Acces Publishing“ bei Lars und die Welt (Facebook)
  • Video: Betrug statt Spitzenforschung – Wenn Wissenschaftler schummeln, WDR am 24. Juli 2018
  • GcMAF-Therapie bei Psiram

36 Kommentare

  1. Schlimm.

    In solchen Momenten verstehe ich bildungsferne Menschen, die – wenn auch in völlig anderen Bereichen – Lügenpresse schreien!

    Nochmal:
    Ganz schlimm, was da passiert!

  2. @Pierre Castell

    Es betrifft doch eigentlich jeden Menschen egal ob bildungsfern oder nah. Misstrauen gehört fest zum Inventar menschlicher Verhaltensweisen. Und es gibt nun mal Menschen oder gar ganze Menschengruppen organisiert beispielsweise in Institutionen, die im Stande sind sich das Misstrauen anderer mühevoll zu erarbeiten *g ;)

    Der Fokus des Misstrauens ist aus meinem Blickwinkel oft nur mies gesetzt. Da wo ich mehr misstrauen erwarten würde fehlt er. Bei anderen Dingen finde ich das Misstrauen überdimensioniert. Ja… könnte man so sagen… überdimensioniert.

    Aber das aktuelle Thema ist schon echt ein dicker Mops.

  3. Gerade ergänzt:

    Der NDR behandelt das Thema in einer sechsteiligen Serie „Fake Science – Wissenschaft auf Abwegen“:

    https://www.ndr.de/info/podcast4406.html

  4. @Pierre Castell:

    Ja, ich verstehe das auch – aber nicht nur bei bildungsfernen Menschen.

    Ich habe derzeit Schul-Projekttage über „Fake News“. Wie soll man Jugendlichen vermitteln, dass „seriöse“ Medien „höherwertiger“ sind als z.B. ein Youtube-Kanal – wenn aber zugleich „Spiegel TV“ über ein Thema wie die angebliche „Blue Whale Challenge“ genau denselben falschen Blödsinn verbreitet wie LeFloid?

  5. Tausende Forscher publizieren bei pseudowissenschaftlichen Verlagen:

    https://www.zeit.de/wissen/2018-07/wissenschaft-raubverlage-pseudo-forscher-veroeffentlichung

  6. bei tagesschau.de: Recherche: „Fake Science“ Trügerische Hoffnung aus Pseudo-Verlagen

    https://www.tagesschau.de/inland/pielhau-111.html

    Heute in den Tagesthemen um 22.15 Uhr und Das Erste zeigt im Rahmen seiner Reihe „Exclusiv im Ersten“ am Montag, 23. Juli, 21.45 Uhr, die Dokumentation „Fake Science – Die Lügenmacher“.

    http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/exclusiv-im-ersten-fake-science-die-luegenmacher-102.html

  7. @Pierre Castell

    Es ist immer wieder schön zu lesen, wie Sie Menschen ausgrenzen & stigmatisieren.

    Hier zwei Links zum Begriff Bildungsdünkel:

    https://www.duden.de/rechtschreibung/Bildungsduenkel
    https://de.wiktionary.org/wiki/Bildungsd%C3%BCnkel

  8. @Michael:

    Sorry, ich mische mich jetzt mal ein, weil ich – aus leidvoller Erfahrung – gerne frühzeitig verhindern möchte, dass Stammkommentatoren sich groß gegenseitig beharken – dafür haben wir schon weitaus genügend externe Gegenspieler.

    Ich persönlich sehe bei Herrn Castell eigentlich keinen Bildungsdünkel. Ich weiß, auch aus persönlichen Gesprächen, dass er hier nicht primär aus einem großen Interesse an Parawissenschaften heraus mitliest, sondern um „dazulernen“, wie er auch öfter in Kommentaren schreibt, z.B.:

    https://blog.gwup.net/2018/06/18/da-hilft-auch-kein-vril-revell-nimmt-reichsflugscheibe-aus-dem-modellbau-sortiment/#comment-137718

  9. @ Michael
    „ausgrenzen & stigmatisieren“

    Nein, das möchte ich nun wirklich nicht. Um Gotteswillen. Das Recht steht mir nicht zu. ich werde mir Ihre Kritik zu Herzen nehmen.

    @ Bernd Harder
    Danke;-)

  10. Als Laie mal gefragt im Sinne der freien Marktwirtschaft: Es kann ja nicht verboten sein ein Wissenschaftsjournal zu betreiben, egal auf welchem Niveau. Ob das in wissenschaftlichen Kreisen anerkannt wird oder nicht, die Bewertung ist doch Aufgabe der wissenschaftlichen Gemeinde oder nicht?

    Auch ich finde solche Publikationen – um die es hier geht- schwierig und halte auch sonst wenig von Druckostenzuschussverlagen, Fake-Anthologien etc. Aber ob wer in einer freien Presse etwas veröffentlicht oder nicht sollte doch wohl der freie Markt Regeln oder nicht?

    Welche Alternative gäbe es überhaupt? Wer will entscheiden was veröffentlicht werden darf und was nicht?

  11. „Wer Alternativmedizin nutzte, lehnte viel häufiger eine weitere medizinische Therapie ab, verzichtete also auf von Ärzten empfohlene Maßnahmen.“
    http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/studie-wie-alternativmedizin-krebspatienten-gefaehrdet-a-1219406.html

  12. Sorry, aber m.E. wird von gewissen Medien, die wissenschaftsfeindlich sind (wie der „Spiegel“) eine Wissenschaftsfeindlichkeit künstlich erzeugt, um ihre Meinungen gegen Fakten stellen zu können.

    Nach dem Motto: Wissen ist doof, glaubt lieber unseren Behauptungen.

    Allein die Zahl ist grenzwertig. Man rechne das mal um in Fakultäen und man kommt zu dem Ergebnis: Fake News der Medien……

  13. Es ist nahezu unverständlich!

    Es ist nahezu unverständlich, dass Autoren für die Veröffentlichung ihrer wissenschaftlichen Arbeiten an unseriöse „Wissenschaftsverlage“ einen nicht unbeträchtlichen Obolus entrichten (müssen)! Wenn solche unseriöse Konditionen existieren, dann haben sich die Verlage (und die Autoren) bereits selbst disqualifiziert respektive diskreditiert und man sollte als wissenschaftlicher Autor die Hände davon lassen (mit gewissen Ausnahmen bei Druckkostenzuschüssen für Masterarbeiten und Dissertationen). Denn: Es gibt bereits eine größere Anzahl von modernen Medien und insbesondere das Internet, wo man ganz seriöse Anbieter für wissenschaftliche Veröffentlichungen findet. Exemplarisch hierfür ist beispielsweise das Internetportal spektrum.de, wo man kleinere Beiträge nach entsprechender Prüfung der Redaktion publizieren kann. Aber auch das Internetportal „Wissenschaft3000“ wäre hierfür exemplarisch! Und wenn man sich bemüht, dann findet man auch konventionelle redaktionelle Medien, beispielsweise technische und wissenschaftliche Fachzeitschriften/Periodika, wo man seine wissenschaftlichen Beiträge publizieren kann. Sogar in konventionellen Medien/Zeitungen können fundierte wissenschaftliche Publikation – natürlich in einer allgemeinverständlichen Sprache (Wissenschaft muss immer kom¬mu¬ni¬zier¬bar sein!) veröffentlich werden. Man ist also gar nicht auf unseriöse Anbieter für wissenschaftliche Publikationen angewiesen! Man muss sich eben nur bemühen, nach dem Motto „Wer suchet, der findet! Und wenn alle Stränge reißen, dann kann man ja seine wissenschaftlichen Resultate auch im Eigenverlag veröffentlichen – der Computer bietet hier ungeahnte und exzellente technische und technologische Möglichkeiten (Stichwort: Erstellung einer DIN A 5 Broschüre bis zu 160 Seiten, inklusive wissenschaftlicher Expertisen/Beurteilungen von Experten).

    Siegfried Marquardt, Königs Wusterhausen

  14. Übertrieben formuliert ist die Geschichte der Wissenschaft eine Geschichte von Lug und Betrug, wie eine Analyse der Geschichte der Wissenschaft seit der Antike erkennen lässt! Der ganze Schlamassel mit dem Ideenklauen begann bereits in der Antike. So stammt der Pythagoras (c²=a²+b²) mit Sicherheit nicht von dem griechischen Mathematiker Pythagoras, wie eine Internetrecherche bei Wikipedia ergab. Und die Kreisformel, dass der Umfang u eines Kreise sich aus dem Produkt von 2*Radius r *π bzw. Durchmesser d*π berechnen lässt (kurz: U=2*r*π =d* π ≈ d*3) wurde nicht von dem griechischen Mathematiker Archimedes hergeleitet, sondern von den griechischen Radmachern/Stellmachern auf empirischen Weg in der alltäglichen Praxis herausgefunden. Auch die große Genialität von Leonardo da Vinci mit seinen angeblich so vielen Erfindungen muss zutiefst angezweifelt werden! Dies wurde in einer N-TV-Sendung vor einigen Jahren evident, wo u.a. belegt wurde, dass viele Ideen gar nicht auf ihn zurückgingen. In der TV-Doku „Meilensteine der Technik“ von N24 kam am 24.06.2018 zum Ausdruck, dass da Vinci lediglich die Erfindungen von anderen Autoren zeichnerisch dokumentierte – so z.B. auch die Wasserdampfkanone von Archimedes. Und derartige Beispiele des Ideenklauens lassen sich bis in die Gegenwart der modernen Wissenschaften fortsetzen! Beispielsweise soll das psychophysiologische Weber-Fechner-Gesetz, mit dem der Zusammenhang von objektivem physikalischen Reiz R mit der subjektiven Empfindung E bei einer spezifischen Reizmodalität (Licht, Druck, Schall,…), die durch den Faktor k Ausdruck verliehen wird, eine Reflexion erfährt, in der späteren mathematischen Struktur E= k*ln (R/Ro) ursprünglich auf den deutschen Astronomen Steinheil (1837) zurückgehen, der dieses Gesetz bei der Beobachtung von Sternenhaufen ableiten konnte (dürfte aus der Astronomie bekannt sein). Und dies ist kein Einzelfall in der modernen Wissenschaftsgeschichte! Es gibt viele Beispiele aus und in der Wissenschaftsgeschichte, wo sich so genannte wissenschaftliche „Koryphäen“ das geistige Eigentum anderer Wissenschaftler aneigneten, so dass diese um die Früchte ihrer Arbeit betrogen wurden. Beispielsweise soll die Evolutionstheorie von Albert Wallace begründet worden sein und nicht von Charles Darwin (?). Und Doppelhelix der DNA/DNS geht nicht auf Watson und Crick (beide Ingenieure – mehr als fraglich???), sondern auf die britische Biologin Rosalinde Franklin zurück! Es hat also durchaus seine berechtigte Legitimität, dass man sich mit der Wissenschaftsgeschichte auseinandersetzt. Denn: in keinem anderen gesellschaftlichen Bereich wird so viel manipuliert, wie auf dem Sektor der Wissenschaften und die Quellenlagen sind mitunter mehr als fragwürdig, ja zweifelhaft. Jüngste spektakuläre Beispiele von Prominenten sprechen hierzu Bände, nach dem Motto: „Kopieren geht über Studieren“! Nach der Wissenschaftssendung von Gert Scobel in 3sat vom Donnertag, dem 18.09.2014 werden von Studenten und Doktoranten, je nach Fachbereich 30 bis 80 Prozent der Arbeiten manipuliert, aus dem Internet herunter geladen oder man bedient sich anderer Methoden der Manipulation.
    Siegfried Marquardt, Königs Wusterhausen

  15. @Siegfried Marquardt:

    Sorry, aber Sie zeichen da ein Zerrbild, das mit der Realität wenig zu tun hat.

    Bezeichnend ist, dass Sie diesen Satz mit einem Fragezeichen versehen (ich gehe davon aus, dass Sie sehr genau wissen, wie der Sachverhalt wirklich war, aber das würde wohl Ihre „Argumentation“ stören):

    „Es gibt viele Beispiele aus und in der Wissenschaftsgeschichte, wo sich so genannte wissenschaftliche „Koryphäen“ das geistige Eigentum anderer Wissenschaftler aneigneten, so dass diese um die Früchte ihrer Arbeit betrogen wurden. Beispielsweise soll die Evolutionstheorie von Albert Wallace begründet worden sein und nicht von Charles Darwin (?).“

    Selbst im relativ simplen Wikipedia-Eintrag können Sie die genaue Beziehung zwischen Wallace und Darwin nachlesen.

    Ähnlich war es in vielen anderen Fällen, die Sie anführen.

  16. @crazyfrog
    Danke für den Link – schöner, unaufgeregter Artikel, der das Problem Fake Science News an die Medien zurückgibt. Erst neulich wurde in einem SWR2-Podcast über die Zukunft unserer Ernährung der Mythos von der Selbstmordwelle unter indischen Bauern als angebliche Monsanto-Opfer unkritisch wiederholt. So werden urban legends allmählich zu „Allgemeinwissen“.

  17. @ all, sucht doch mal in den Weiten des Netzes nach „Siegfried Marquardt, Königs Wusterhausen“: Der Herr ist, sagen wir mal vorsichtig, recht unterhaltsam…

    PS: Klasse, daß es jetzt hier die Möglichkeit gibt, den Kommentar noch mal zu editieren :)

  18. @borstel:

    Danke, ja, der Hinweis auf „Wissenschaft 3000“ ist mir natürlich nicht entgangen:

    https://www.psiram.com/de/index.php/Wissenschaft3000

    Zur allgemeinen Erheiterung habe ich die zwei „Kommentare“ trotzdem mal freigeschaltet. Aber eine große Karriere als Kommentator wird der Herr M. hier nicht machen …

  19. @ borstel
    „Klasse, daß es jetzt hier die Möglichkeit gibt, den Kommentar noch mal zu editieren :)“

    Das finde ich auch sehr gut. Bei meinen vielen Tippfehlern habe ich Herrn Harder in der Vergangenheit oft unnötig die Zeit gestohlen, weil ich erst nach dem Hochladen noch manchen Fehler entdeckte.

    @ Bernd Harder
    Aber wie sieht denn das zukünftig aus, wenn Kommentare hochgeladen werden und die Zeit zur Korrektur noch nicht abgelaufen ist? Angenommen man ändert dann etwas, müssen Sie dann trotzdem neu hochladen oder wird die Änderung dann praktisch vom System automatisch vorgenommen?

  20. @Pierre Castell:

    Soweit ich weiß, wird der Kommtar erst ins System versandt, wenn die Korrekturzeit abgelaufen ist.

  21. @ Bernd Harder

    Das war gestern aber nicht so…

  22. @Pierre Castell:

    Dann muss ich mich erkundigen.

  23. Bei der Unterscheidung, welche Journals seriös sind oder nicht, kann wenigstens im Bereich der Medizin und angrenzender Gebiete zumindest in Ansätzen durch die Listung in pubmed eingeschätzt werden. Allerdings ergibt sich dabei auch das Problem, dass formal alle Standards zur Aufnahme bei pubmed (einschl. peer review) erfüllt sein können, und trotzdem das Journal inhaltlichen Blödsinn verbreitet – https://www.karger.com/Journal/Home/224242 – übrigens mit einem ganz entzückenden Herausgeber (Scherze über dessen Namen fallen unter die Kategorie Flachwitz und werden mit der Einzahlung von Zwofuffzich in die Kaffeekasse bestraft).

    NB: Habe gerade den Podcast vom NDR zu Ende gehört und würde mit dem interviewten Teilnehmer der Uni Hannover auf der Waset-Veranstaltung in New York in einem Punkt nicht allzu streng ins Gericht ziehen: Wenn eine Tagung in einer besonders schönen Stadt stattfindet, ist das in der Tat ein wichtiger Grund hinzufahren *G*. Ich habe die Freude, zu gleich zwei Veranstaltungen in den nächsten Monaten in dieselbe deutsche Universitätsstadt zu reisen und freue mich schon diebisch auf die Abende dort!

  24. Werden die Postingzeiten von Siegfried Marquardt betrachtet, liegt der Verdacht nahe, er hat vorgefertigte Texte auf dem Rechner die er hier eingefügt hat.

  25. Unter dem Hashtag #FakeScience laufen Berichte über sogenannte Raubverlage in der Wissenschaft. Daran stimmt vieles nicht so ganz – zuvorderst der Begriff FakeScience selbst.

    https://causa.tagesspiegel.de/kolumnen/causa-autoren-1/fakesciene-und-warnung-vor-dem-hashtag.html

  26. @ Viel Leser

    Worauf Sie so alles achten – clever;-)

  27. Bei manchen wissenschaftlichen Veröffentlichungen geht es nicht darum, dass sie jemand liest. Sie sollen nur die Publikationsliste des Autors verlängern, damit er damit glänzen kann. Das würde niemand machen, wenn sich Gutachter nicht blenden ließen.

    https://www.spektrum.de/kolumne/hauptsache-publiziert/1579934

  28. @ crazyfrog

    Toller Artikel, danke für den Tipp!

  29. Noch eine Zusammenfassung der Problematik, inklusive „Welche Maßnahmen, Tools und Initiativen helfen gegen Pseudo-Zeitschriften und deren dubiose Verleger?“

    https://www.sciencemediacenter.de/alle-angebote/fact-sheet/details/news/pseudo-journale-worum-es-sich-handelt-und-wie-die-wissenschaft-gegensteuert/

  30. Und hier noch eine Ergänzung: https://de.wikipedia.org/wiki/Predatory_Open-Access_Publishing#Reaktionen – Beall ist ja ausgebremst worden, aber jenseits aller Kritik war und ist seine Liste (bzw. deren Nachfolgeprojekte) zumindest ein Anfang, hier Hilfesellung zu geben…

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