Berliner Wirtschaftsgespräche am 30. Januar: „(Keine) Zukunft des Heilpraktiker-Berufs“

Die “Berliner Wirtschaftsgespräche” drehen sich am 30. Januar um das Thema Heilpraktiker.

Im August 2017 veröffentlichte das Deutsche Ärzteblatt das „Münsteraner Memorandum“. Eine interdisziplinäre Expertengruppe („Münsteraner Kreis“) macht hierin Vorschläge zur Reform des Heilpraktikerwesens in Deutschland.
Die Expert_innen bemängeln unter anderem die viel zu geringen Anforderungen hinsichtlich der Qualifikation der Heilpraktiker und ziehen als Konsequenz: Reform oder Abschaffung.
Das Memorandum hat die Debatte über Rolle, Grenzen, Qualifikation aber auch Existenzberechtigung des Berufs „Heilpraktiker“ neu angefacht. So fordert auch der Vorsitzende der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, im Tagesspiegel, den Handlungsspielraum von Heilpraktikern so weit wie möglich einzuschränken – und dies auch nur, weil eine Abschaffung politisch nicht durchsetzbar sei.
Wie sind diese Thesen zu bewerten? Wie reagieren Heilpraktiker auf die Kritik? Welche Konsequenzen müssen Politik und auch andere Akteure der solidarischen Gesundheitsversorgung daraus ziehen?
Um diesen Fragen nachzugehen, laden die Berliner Wirtschaftsgespräche zur gemeinsamen Diskussion ein.”
 Die Podiumsteilnehmer sind:
  • Mechthild Heil (MdB), Verbraucherschutzbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
  • Prof. Dr. Jutta Hübner (Das Münsteraner Memorandum), Professorin für Integrative Onkologie am Universitätsklinikum Jena und Mitglied des Münsteraner Kreis
  • Arne Krüger, Landesvorsitzender des Fachverband Deutscher Heilpraktiker – Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.

Die Veranstaltung beim berliner wirtschaftsgespräche e.V. (Bleibtreustraße 33) beginnt um 18 Uhr. Für Nichtmitglieder kostet der Eintritt zehn Euro.

Zur Anmeldung geht es hier.

  • Zum Weiterlesen:
  • „Mangelhaft“: die neuen Richtlinien für die Heilpraktikerprüfung, GWUP-Blog am 1. Januar 2018
  • Heilpraktiker – Gefahr oder Segen? tagesspiegel am 17. Dezember 2017
  • gmp-Podcast: Interview mit Dr. Christian Weymayr zum Heilpraktiker-Memorandum, GWUP-Blog am 9. Oktober 2017
  • „Ekelhafte Lobbyistenaktivität“: Münsteraner Kreis zu den Heilpraktiker-Vorwürfen, GWUP-Blog am 22. August 2017
  • Video: „Sich den eigenen Defiziten stellen“ – Jutta Hübner zum Heilpraktiker-Mimimi, GWUP-Blog am 1. September 2017
  • Wie diese CDU-Abgeordnete die Homöopathie aufs Korn nimmt, Berliner Morgenpost am 1. August 2017

4 Kommentare zu “Berliner Wirtschaftsgespräche am 30. Januar: „(Keine) Zukunft des Heilpraktiker-Berufs“”


  1. 1 Flydoc 12. Januar 2018 um 16:31

    Leider ist das Interview bei tagesspiegel mit “Medizinerstreit” überschrieben. Hausaufgabe für den Redakteur: 100 mal schreiben “Heilpraktiker sind keine Mediziner!”…

  2. 2 Rene Göckel 13. Januar 2018 um 11:34

    Es muss hervorgehoben werden, dass Heilpraktiker keine “light” Mediziner sind. Sie sind Gaukler.

    Jahrmarktbarbiere, die Schlangenöl verkaufen. Oder “Antlitzdiagnostik und Therapie mit Schüßler Salzen”. Oder “Meridianklopftechnik”.

    Die dafür zuständige Expertengruppe nennt sich Kripo.

  3. 3 RPGNo1 13. Januar 2018 um 18:44

    “Sie sind Gaukler.”

    Nichts für ungut, aber das eine Beleidigung für Gaukler. Deren Profession ist es schließlich, das Volk zu unterhalten.
    Ein Heilpraktiker tut nichts dergleichen.

    Er/sie ist im besten Fall eine Art Wellnessexperte, ziemlich oft jedoch ein Schlangenölverkäufer oder manchmal sogar ein Kurpfuscher (siehe die Todesfälle von Brüggen).

  4. 4 Rene Göckel 14. Januar 2018 um 20:39

    Stimmt. Tschuldigung. Die Wortwahl war unglücklich. Ein Gaukler weiß, dass er gauckelt. Die Heilpraktikerin, die ich kenne, ist tatsächlich von den angebotenen Methoden überzeugt. Da sind mir Gaukler allerdings lieber.

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