Der Wahnsinn in den Zeiten der Masern: „Wir impfen nicht!“ im Kommunalen Kino Gießen

Hey, Ihr lieben Kollegen von der Gießener Zeitung – habt Ihr eigentlich einen Hau?

Zu einer Zeit, da die USA und in Deutschland die Hauptstadt Berlin unter einem heftigen Masern-Ausbruch leiden, propagiert Ihr ungeniert den Rotz-Film “Wir impfen nicht!” des berüchtigten Aids-Leugners Michael Leitner.

Jedenfalls darf bei Eurer “Mitmach-Zeitung” eine “Bürgerreporterin” names Silke Bunger ausführlich und unwidersprochen Werbung für eine Abendvorstellung am 24. Februar im Kommunalen Kino im Jugendzentrum Jokus machen.

Diesselbe “Silke Bunger” übrigens, die sich in der Gießener Zeitung ansonsten über “Chemtrails” verbreitet und die Honks von der Aktion “Sauberer Himmel” promotet.

Dass die Zelluloid-Leiche “Wir impfen nicht!” auch noch in einem Kommunalen Kino zur Aufführung gelangt, das nach eigenen Angaben “zur Vermittlung von Filmkompetenz” beitragen will, gibt dem Ganzen zusätzlich eine pikante Note.

Ach so, eine “Ärztin” ist bei dem Termin ja auch anwesend – also doch alles ganz seriös?

Durchaus nicht, denn die “Ärztin Juliane Sacher aus Frankfurt” tritt ebenfalls als Aids- und Impfkritikerin hervor und veröffentlicht seltsame Artikel in Eso-Postillen wie Raum & Zeit oder CoMed.

Liebe Verantwortliche bei der Gießener Zeitung und beim Jugendzentrum Jokus – vielleicht solltet Ihr Euch das mit dem Filmabend am 24. Februar nochmal gut überlegen.

Sonst können Eure “Bürgerreporter” demnächst über einen Masern-Ausbruch in Gießen berichten und das JUZ bleibt so lange geschlossen.

Ihr müsst uns das natürlich nicht glauben, was wir über Herrn Leitner, Frau Sacher und ihr Propaganda-Filmchen “Wir impfen nicht!” schreiben.

Aber werft doch mal einen Blick in die aktuelle Ausgabe des österreichischen Nachrichtenmagazins profil.

Da gibt es eine Titelgeschichte über “Die Renaissance des Irrationalen” von Alwin Schönberger, die verblüffend genau zu der Ankündigung des Filmabends am 24.2. passt.

Wir zitieren mal ein paar Absätze:

Warum sich heute nicht nur ideologisch Verblendete vor Impfungen fürchten, könnte zum Teil dadurch erklärt werden, dass es nicht selten ausgerechnet Ärzte sind, die Therapien als unnütz oder sogar schädlich bezeichnen (warum solchen Quacksalbern nicht augenblicklich die Zulassung entzogen wird, wäre dringend zu diskutieren).

Der Grazer Kinderarzt Werner Zenz beschreibt einen Vortrag, an dem er als stiller Zuhörer teilnahm. Zwei promovierte Mediziner hätten dort verkündet, Krankheiten seien „natürlich und etwas Positives“ und stünden in „Harmonie mit der Natur“.

Und: „Schwere Erkrankungen treten nicht auf, wenn der Mensch mit der Natur im Einklang lebt.“

Vielleicht schwangen wir ja im 18. Jahrhundert noch mehr im Takt mit der Natur, damals, als die Kindersterblichkeit um die 50 Prozent betrug? Oder im 19. Jahrhundert, als ein Viertel aller Wiener Todesfälle auf Tuberkulose zurückging?

Der  steirische Arzt Johann Loibner wiederum behauptet, dass „keine einzige Impfung schützt“ und Krankheiten niemals durch Impfungen verdrängt oder ausgerottet würden.

Dringende Empfehlung: Bitte mal einen Tetanus-Infizierten beobachten, dem die Krämpfe Muskeln zerreißen und Knochen brechen.

Ein Wiener Pädiater gab im Kurier kürzlich sogar Folgendes zu Protokoll: „Das Ausrotten von Erkrankungen kann kein Gesundheitsziel sein.“

Was haben wir demnach in der Vergangenheit für furchtbare Fehler begangen:

Ewig schade um die Pocken, die wir in den 1970-er Jahren leichtfertig ausrotteten, bloß weil das Virus in Europa bis zu 400 000 Menschen pro Jahr tötete – und die Pest als schlimmste Seuche ablöste.

Oder Polio, die Kinderlähmung.

Schließlich profitierte ein ganz Wirtschaftszweig von der serienmäßigen Herstellung eiserner Lungen und eleganter Gehhilfen für Kinder, denen das Virus die Nerven im Rückenmark zerfressen hatte.

Und jetzt? Statt Hunderttausender Fällen auf dem Planeten wie in den 1950er-Jahren haben wir nur noch 1000 – und die in entlegenen Weltgegenden.

Wenigstens konnte dank des tapferen Einsatzes aufrechter Impfgegner verhindert werden, das Masernvirus – anders als von der WHO seit Langem beabsichtigt – einem künstlichen Artensterben zuzuführen.

Zum Glück werden jährlich noch um die 150 000 Fälle weltweit gezählt. So können wir uns ungebrochen daran erfreuen, dass das Virus Bronchitis, Lungen- und Mittelohrentzündungen hervorruft sowie – in einem von 1000 Fällen – eine Gehirnentzündung hinterlässt.

Außerdem können Masern ein treuer Partner fürs Leben sein, und wenn man es richtig anstellt, hat man richtig lange etwas davon: SSPE nämlich, die subakute sklerosierende Panenzephalitis. Masernviren nisten sich dabei im Gehirn ein, zerstören die Hirnzellen, hinterlassen irreversible Behinderungen und führen nach etwa zehn Jahren zum Tod.

Man fragt sich, auf welchem Trip Mediziner eigentlich sind, die brandgefährliche Krankheiten, die in früheren Epochen die Population der Spezies Homo sapiens empfindlich dezimierten, für eine sinnvolle Kur des Körpers halten, gar für ein Training des Immunsystems.

Was hat der Mensch einst trainiert – oft buchstäblich bis zum Umfallen!”

Update vom 9. Februar: “Impfgegner-Propaganda in Gießen abgesagt”

Zum Weiterlesen:

  • “Wir impfen nicht!” – Eine Rezension, Psiram am 1. September 2014
  • Michael Leitner bei Psiram
  • Juliane Sacher bei Psiram
  • Durchimpfungsraten in Deutschland und „Dinge, die Impfgegner sagen“, GWUP-Blog am 16. Dezember 2014
  • Die Impfskepsis der Eltern: Ein echtes Dilemma, FAZ am 24. Juli 2013
  • Impfgegner, die sich in Kinderreime flüchten, und Kinder mit SSPE, GWUP-Blog am 9. Januar 2015
  • Was die Impfgegner stark macht, hpd-online am 11. November 2014
  • Esoterik und die Reaktion der Impfgegner, hpd-online am 13. November 2014
  • Masern in Berlin, Impfgegner und die traurigste Geschichte, die Roald Dahl je geschrieben hat, GWUP-Blog am 5. Februar 2015
  • 17 Reasons Why No One Should Ever Vaccinate Their Kids, BuzzFeed am 3. Februar 2015
  • Masern-Ausbruch in den USA: Alarm im magischen Königreich, Spiegel-Online am 6. Februar 2015
  • Die fünf Irrtümer der Impfgegner, Stern-Online am 6. Februar 2015
  • Wir haben Argumente von Impfgegnern mit Fakten widerlegt, vice am 6. Februar 2015
  • Die Renaissance des Irrationalen, profil am 24. Februar 2015

47 Kommentare zu “Der Wahnsinn in den Zeiten der Masern: „Wir impfen nicht!“ im Kommunalen Kino Gießen”


  1. 1 Maxi 6. Februar 2015 um 19:10

    Lieber Bernd,
    Das ist mal wieder ein exzellenter Artikel. Alles drin, was wichtig ist, danke!

  2. 2 Ralf 6. Februar 2015 um 22:08

    Ja, da muß erst ein Kind “in den Brunnen fallen”, bis die Menschen wach werden…traurig, aber wahr…aber man doch positiv konstatieren, daß auch “Impf-Skeptiker” zu einer Einsicht fähig sind.
    Man kann über Glauben und so diskutieren, aber wenn es um das Wohl der Allgemeinheit und im Besonderen, der Schwächsten geht, dann sollten Gesetze sprechen…Wofür haben wir die Staatsgewalt?

  3. 3 BSR 7. Februar 2015 um 10:50

    Wieder ein sehr guter Artikel vom Harder – Danke.

    Ich war so frei Bereiche der Stadt Gießen darauf zu verweisen. Es kann nicht Bloggeraufgabe sein den Dreck in Gießen auszuräumen – hier müssen erweiterte Nutzungsrichtlienien für den öffentlichen Raum her um hier keine öffentlich geförderte Bühne zu bieten.

    Es ist unnötig zu erwähnen, dass hier eine scheinbare gesellschaftliche Akzeptanz generiert wird.

  4. 4 Michael 7. Februar 2015 um 11:28

    @BSR: Wo hast du dich beschwert? Ich denke, es könnte hilfreich sein, wenn da noch ein paar mehr, höflich formulierte und klar das Problem ansprechende Beschwerden eintreffen.

  5. 5 Pierre Castell 7. Februar 2015 um 11:35

    Eine Frage an Bernd Harder:

    Wurde dieser Artikel bzw. “offener Brief” auch nochmal separat als Mail an die Verantwortlichen der Zeitung geschickt oder ist davon auszugehen, dass der Artikel von Bernd Harder die Gießener Zeitung schon irgendwie erreichen wird?

  6. 6 Clemens Maier 7. Februar 2015 um 11:42

    Absurdistan: Erst soll Impfen Autismus erzeugen, dem man dann womöglich mit MMS zu Leibe rückt.
    Was das Impfen betrifft, müsste doch auch der Kinderschutzbund aktiv werden, die müssten sich doch auch fürs Impfen stark machen.

  7. 7 p0etwarri0r 7. Februar 2015 um 13:20

    Naja, die “Gießener Zeitung” nennt sich selbst eine “Mitmach-Zeitung”, was letztlich nur ein Euphemismus ist für: “Hier könnt ihr alle schön euren Dreck einkippen, das passt dann schon so.”

    Da steht der besagte Kinotipp zwischen Katzenzimmereinrichtungserlebnisberichten und Tanzveranstaltungszusammenfassungsmeldungen, die weder literarische noch grammatische Höchstleistungen anstreben und deren lokale Relevanz kaum über einen 100-Meter-Radius hinausreicht.

    Dass Impfdeppen und Chemtrailioten wie Silke B. mit ihrem querulösen Geseier auf solche niedrigschwelligen Meinungsmüllhalden ausweichen müssen, stimmt mich zuversichtlich. Denn dort gehört es hin.

  8. 8 Bernd Harder 7. Februar 2015 um 15:46

    @Pierre Castell:

    << oder ist davon auszugehen, dass der Artikel von Bernd Harder die Gießener Zeitung schon irgendwie erreichen wird? << Ja, davon ist in der Tat auszugehen ...

  9. 9 Werner 7. Februar 2015 um 18:40

    @trixi
    Entlarvender Link, insbesondere der Satz “In völliger Verdrehung der Tatsachen wird z.B. versucht, nicht geimpften Kindern bzw. deren Eltern die Verantwortung für das Fortbestehen von Infektionskrankheiten zuzuschieben.” macht einen fassungslos.

    “In völliger Verdrehung” impliziert ja, dass die Geimpften Schuld sind am Fortbestehen der Infektionskrankheiten!

    Ich bin geschockt, dass solch eine gequirlte Sch… in einer Universität verbreitet werden darf.

    Auf homoeopathisch Excrementum caninum C30 (Hundekot C30)

  10. 10 Werner 7. Februar 2015 um 18:47

    Wissenschaftliche Ergänzung zu meinem vorhergehenden Beitrag:

    http://www.netzwerk-homoeopathie.ch/fileadmin/_dateien_netzwerk/Excrementum_caninum.pdf

    Ich bin mir nicht sicher, ob das eine Satire oder ernst gemeint ist.
    Als Schwabe würde ich sagen, es hat ein Gschmäckle.

  11. 11 para-nuss 8. Februar 2015 um 00:56
  12. 12 Uwe 8. Februar 2015 um 05:26

    Es ist zwar bewundernswert, dass ihr versucht aufzuklären, leider ist es vergebene Liebesmüh:

    http://boingboing.net/2014/09/30/why-people-believe-things-you.html

  13. 13 Harald Himmel 8. Februar 2015 um 14:53

    Die Ursache dieses Problems liegt leider auch nicht immer nur bei religiöse Spinner oder wie man sich diese gern Vorstellt.

    Viele Menschen haben schlicht das Vertrauen in die Pharmaindustrie verloren, welche den wissenschaftlichen Prozess nicht selten durch schlechte Studien als Werbeplatform mißbrauchen und auch schonmal jene Studien, welche tatsächlich auf Gefahren hinweisen, zugunsten der Marktzulassung und Verkaufszahlen unterdrücken.

    Dieser Sachverhalt ging kürzlich durch die Medien, u.a. auch die Deutsche Apotheker Zeitung, SZ, etc.

    Erinnert sich noch einer an Tamiflu? Da wurde schlicht nur ein Teil der Studien veröffentlicht und man musste auf öffentlichen Druck zugeben, dass es deutlich ineffizienter wirkt und gefährliche Nebenwirkungen öfter vorkommen, als ursprünglich behauptet.

    Oftmals wird es auch schon als Impfleugnung angesehen, wenn man solch dubiose Beispiele besser an sich vorübergehen lässt aber wie ist es denn, wenn man belogen wird und ein problematischer Impfschaden auftritt? Ist das dann Pech? Körperverletzung? Böswillige Täuschung?

    Es sind kriminelle Machenschaften wie diese, die uns auch in Sachen Impfaufklärung ganz sicher keinen Gefallen tun und die Industrie wäre gut beraten, nicht an der Glaubwürdigkeit genau der Institutionen zu sägen, welche uns über Nutzen und Risiken informieren sollen.

  14. 14 Maxi 8. Februar 2015 um 17:05

    @Harald Himmel:

    Also ich finde es ja eher beruhigend, wenn kriminelle Machenschaften, Fälschungen, Fehler etc. ans Tageslicht kommen. Zeigt das doch, dass der Wissenschaftsbetrieb funktioniert.

    Haben Sie schon mal erlebt, dass einer von den Quacksalbern gesagt hätte: “o.k. hier haben wir uns geirrt”?

    “ist es denn, wenn man belogen wird und ein problematischer Impfschaden auftritt? Ist das dann Pech? Körperverletzung? Böswillige Täuschung?”

    Wenn tatsächlich ein Impfschaden eingetreten ist, dann kann man beim Versorgungsamt Entschädigung beantragen.

  15. 15 Florian 9. Februar 2015 um 03:49

    Schade das es diesmal keine Kommentarfunktion gibt in derv GZ, hätte mich als gerne dazu geäussert.

    Ich verstehe nicht das ausgerechnet eine Jugendeinrichtung diesen Film aufführt.

    Ich bin Gießener und werde die Veranstaltung besuchen, ich hoffe auf die Gelegenheit dort kritisch nachfragen zu können.

  16. 16 Florian 9. Februar 2015 um 11:06

    @ trixi Den Kommentar kenne ich :) Ich fand es nur schade das ich nicht direkt antworten konnte.

  17. 17 Jochen 9. Februar 2015 um 12:42

    Hallo zusammen,

    ich hatte mich schon letzten Freitag an das Jokus gewandt und die geplante Vorführung bemängelt. Denen war das als Aufklärungsfilm übers Impfen unter Teilnahme einer Ärztin verkauft worden… klingt ja erstmal sinnig.

    Ich habe dann klargemacht was für ein Film das ist und was für Leute der Filmemacher und die Expertin sind.

    Habe heute morgen nochmal telefonisch Kontakt mit den Verantwortlichen vom Jokus gehabt, die Vorführung wird abgesagt. Es wird also städtisch geförderte keine Impfgegner-Proganda geben :)

  18. 18 Bernd Harder 9. Februar 2015 um 12:46

    @Jochen:

    Gratuliere – und vielen Dank für Ihr Engagement!

  19. 19 Positron 9. Februar 2015 um 12:48

    @Jochen:

    Sehr gut, wirklich!!!

  20. 20 Florian 9. Februar 2015 um 13:26

    Sehr gut, ich habe mich auch gewundert wo hier in Gießen überall für den Film geworben wurde. Es freut mich das der Jokus sich überzeigen lies.

  21. 21 fabs 10. Februar 2015 um 10:35

    Besagten Johann Loibner habe ich schonmal in einen Mini Fernsehauftritt gesehen (wenn ich mich nicht komplett täusche) Thema: Penicillin oder Kügelchen oder so irgendwie. Österreichischer Sender –> Puls 4 Sendung –> Pro & Contra

    Das wirklich einzige Argument das Hr. Loibner bringen kann ist: “Was haben Sie eigentlich für eine Qualifikation, Sie haben ja nicht mal Medizin studiert” –> dies zu einer Medizinjournalistin wo ich behaupten möchte das diese vielleicht keine Ärztin ist aber durchaus gewisse Kenntnisse hat.

    Die Frage ist a) liegts eigentlich an der älteren Generation der Ärzte jeden Menschen ohne diesen auch genauer zu kennen jedwede Qualifikation abzusprechen, hatte da schonmal so einen schätzungsweisen 150 jährigen Neurologen der mich versuchte fertig zu machen weil ich a) darauf aufmerksam machte das mit meinen (damals) 24 Jahren eine Trigeminusneuralgie recht unwahrscheinlich ist und b) ich mich weigerte Antidpepressiva, Muskelrelaxan und Antikonvulsiva zu nehmen, bzw. Antikonvulsiva nahm ich per Ausschlusskriterium für einige Wochen doch, aber das restliche unnütze Zeug nicht.

    oder b) liegt es vielleicht daran das Hr. Loibner seinen Doktor dafür benützt Homöopathie unter den “qualifizierten” Deckmantel zu bringen?

    So wie: “Ich bin Arzt und wenn ich das anwende dann hat das eine Begründung und die liegt daran das es funktioniert” so und nicht anders.

    Bei beiden, den wissenschaftlichen überbesorgten Pulverlverschreiber und auch den Homöopathieverschreiber sei gesagt in Zeiten des Internets schafft es jeder 8-9 Jähriger etwas zu einen Thema zu recherchieren und auch glaubhafte Studien zu lesen, außerdem gibt es in Österreich zusätzlich noch das “Mini Med Studium” wo sich jeder für einen Pauschalbetrag von 10€ im Jahr alle Vorträge von Ärzten verschiedenster Fachbereiche anhören kann.

  22. 22 fabs 10. Februar 2015 um 10:42

    Nachsatz Hr. Loibner saß nur im Publikum und kam nur kurz zu Wort es waren aber 2 andere Homöopathen in der Diskussion die ihre Zulassung noch nicht verloren haben

  23. 23 Otto Hoffmann 12. Februar 2015 um 21:18

    Die Pocken wurden übrigens mit einer Impfrate von weniger als 7% ausgerottet.
    So irrsinnig sind die Argumente der Impfgegner auch wieder nicht.
    Ich Habe die ganzen alten Bücher von 1780 bis heute gelesen. Es ist haarsträubend.Jedes Ding hatt zwei Seiten.

  24. 24 Pierre Castell 13. Februar 2015 um 07:42

    @ Otto Hoffmann
    “Habe die ganzen alten Bücher von 1780 bis heute gelesen.”

    Alle?
    Und was soll uns das sagen?

  25. 25 Bernd Harder 13. Februar 2015 um 10:28

    @Otto Hoffmann:

    << Und was soll uns das sagen? << Kann ich im Moment auch nicht nachvollziehen. Aus welchem Grund schicken Sie Links zu Büchern von 1912?

  26. 26 klauszwingenberger 13. Februar 2015 um 10:38

    Die 7 % kommen mir auch seltsam vor. von 1967 bis 1976 herrschte in der BRD (West) generelle Impfpflicht, jedenfalls zehn komplette Schülerjahrgänge wurden durchgeimpft. 1912 mögen es vielleicht 7 % gewesen sein.

  27. 27 fabs 13. Februar 2015 um 11:07

    @Otto Hoffmann,

    Wayne interessiert was sie gelesen haben?

    Fachwissen von 1912 ist nur noch stellenweise in der heutigen Medizin wichtig und richtig.

    Oder von 1780…

    Fakt ist ohne Impfstoffe gegen gewisse gravierende Krankheiten würde es jetzt wohl nicht soviel Einwohner geben wie es jetzt gibt

  28. 28 Otto Hoffmann 13. Februar 2015 um 23:36

    Antwort an Pierre Castell:
    Ich habe bei books.google die Alten Bücher von Pro und Kontra in Sachen Impfen gelesen die ich finden konnte. Da war das Gegeneinander noch extremer wie Heute. Das Gegeneinander war damals schon keine Lösung. Ich habe mich für Kontra entschieden.

    Antwort an Bernd Harder:
    Ich schicke deshalb solche Links weil um eine Sache richtig beurteilen zu können, muss man alle Seiten Betrachten. (Schwierig und dann Ansichtssache).

    Antwort an klauszwingenberger:
    Es wurde schon seit ca.1716 geimpft. Das war die Künstliche Ansteckung mit Menschenpocken. Von einem Kranken wurde die Pustel aufgeritzt und einen Gesunden eingeritzt. Da der Gesunde vorher gut Genährt und gesund sein musste war die Sterblichkeit viel geringer aber man verbreitete dadurch die Krankheit. Diese Methode wurde dann so 1840 verboten.
    Die ersten Pflichtimpfungen mit Kuhpocken, (es wurde von Arm zu Arm das Wundsekret eingeritzt,) gab es schon um 1807 (Bayern, Württemberg und andere Länder).Diese Methode wurde um 1880 abgeschafft Es gab trotzdem noch kräftige Pockenepidemien. Dann wurden Kühe am Bauch krank gemacht, dieses Wundsekret wurde dann mit samt dem Hautfetzen und Restschmutz abgeschabt, in Mühlen zermahlen und mit Glyzerin verdünnt. Dieses Leichengift wurde dann Wochenlang gelagert und irgendwann durch einschnitte in die Haut verimpft.
    In Gesamtdeutschland dann ab1874 Impfpflicht. Und nach diesem Gesetz von damals bin ich auch noch geimpft worden. 1912 waren die meisten durchgeimpft und man hatte kräftige Impfschäden. Als die WHO 1967 merkte dass sie in Afrika und Indien mit Massenimpfungen nicht weiterkommt machten sie nur noch Ringimpfungen und überwachte den Krankheitsherd. Die Gesamtimpfrate betrug weniger als 7%. Um 1980 galten die Pocken als ausgerottet.
    Bei den 94 Personen mit 10 Toten die nach den 2 Weltkrieg in der BRD (von meistens geimpften Leuten) die an eingeschleppten Pocken erkrankt sind, waren 92 geimpft. Dem stehen Hunderte von Toten (meist Kinder) und tausende bleibende Schäden durch die Pockenimpfung gegenüber. Ein Mädchen habe ich als Schuljunge mit begraben. In England wurde die Impfpflicht 1948 abgeschafft und die hatten auch nicht mehr Kranke. Impfrate noch 30-40%. Wir fast 100%.

    Antwort an: fabs
    Es stimmt schon das die Medizin fortschritte gemacht hatt. Wäre ja schlimm wenn es nicht so währe. (Aderlass, Innerliche und äußerliche Behandlungen mit Quecksilber u.s.w ). Aber wenn wir nicht in der Lage sind die Alten Fehler richtig zu stellen sind wir auch nicht vor neuen geschützt. Auch ehrliche Impfbefürwortende Forscher haben wenig Einfluss von Impfungen festgestellt.
    Hier ein Link:

    http://www.diss.fu-berlin.de/diss/servlets/MCRFileNodeServlet/FUDISS_derivate_000000014046/Diss_S.Klein.pdf

    Und was ist mit Krankheiten wo es nie eine Impfung gab? Pest, Scharlach, Lepra usw. Sie treten nur noch da auf wo es den Menschen schlecht geht.

    Die Skeptiker ist eine interessante Webseite Danke für die Antworten.

  29. 29 Bernd Harder 14. Februar 2015 um 01:05

    @Otto Hoffmann:

    << Ich schicke deshalb solche Links weil um eine Sache richtig beurteilen zu können, muss man alle Seiten Betrachten. (Schwierig und dann Ansichtssache). << Das verstehe ich schon, aber welche Erkenntnisse entnehmen Sie einem Anti-Impf-Buch von 1912?

  30. 30 Otto Hoffmann 15. Februar 2015 um 18:35

    Danke für die Antwort Herr Harder.

    Das Leute Behaupten dass es keine krankmachenden Viren und Bakterien gibt, das kann ich auch nicht nachvollziehen. Aber wenn bei dem Impffriedhof vom Hugo Wegener 1912 nur 1/3-1/2 stimmt reicht es auch schon. Es ist schon was Wahres dran. Sonst hätten sich nicht so viele Ärzte und die Mitglieder der Wissenschaftlichen Intelligenzija aus dieser Zeit dagegen ausgesprochen. Jenner ging von einer Lebenslangen Schutzkraft der Vaccina aus. Er soll jedoch am Ende seines Lebens gesagt haben ob er nicht doch etwas Unheimliches geschaffen hatt. Robert Koch von 10 Jahren. Die Heutige Wissenschaft mindestens 3 Jahre bis Lebenslang. Es ist jedoch zu befürchten dass sie bei vielen Menschen gar nicht wirkt. So wie es bei den 10 Pockenausbrüchen nach dem Krieg geschehen ist. Von den 10 Einschleppern waren 7 in den 3 Jahreszeiträumen vorher nicht nur einmal sondern zum Teil mehrere Mal Geimpft worden. Eine Frau normal mit 2 und 12 Jahren. Dr. Krump normal mit 2 und 12 Jahren zusätzlich 15 Jahre vor der Reise. Der einzige mögliche ungeimpfte war der Jugoslawe in Hannover 1972

    Noch etwas zu 2 Impfkritischen Ärzten:
    Dr. Buchwalds Sohn erkrankte 1958. Anerkannter Pockenimpfschaden schwerstbehindert.
    Dr. Loibner hatte unter seinen Patienten gleich mehrere Impfschäden anstatt zur Tagesordnung überzugehen befasste er sich mit dem Thema.

    Das Tragische ist das John Hangarth 1886 in Chester schon eine Methode entwickelt hat die Pocken zurückzudrängen mit 4 einfachen Regeln.
    Bill Foege hat mit dieser Methode von 1967 – 1977 die Pocken ausgerottet.

    Wenn in dieser Langen Zeit sich die Gegner und Befürworter nicht nur bekämpft,sondern mehr Zusammengearbeitet hätten, wäre diese Tragödie vielleicht zu verhindern gewesen.

    Einen Schönen Tag noch

  31. 31 Bernd Harder 15. Februar 2015 um 18:47

    @Otto Hoffmann:

    < < Aber wenn bei dem Impffriedhof vom Hugo Wegener 1912 nur 1/3-1/2 stimmt reicht es auch schon. Es ist schon was Wahres dran. Sonst hätten sich nicht so viele Ärzte und die Mitglieder der Wissenschaftlichen Intelligenzija aus dieser Zeit dagegen ausgesprochen. << Wir haben aber mittlerweile ein Jahrhundert an medizinischer Weiterentwicklung dazwischen. Mir würde kein Thema einfallen (egal ob Automotoren, Flugzeugbau, Medizin, Erziehungsmethoden, was auch immer), bei dem ich einem Buch von 1912 irgendeine besondere Kompetenz für die heutige Zeit einräumen würde. << Er soll jedoch am Ende seines Lebens gesagt haben << Soll? << Es ist jedoch zu befürchten dass sie bei vielen Menschen gar nicht wirkt. << Wer befürchtet das konkret mit welchen Belegen? Die Zahlen sagen etwas anderes: http://graphics.wsj.com/infectious-diseases-and-vaccines/

  32. 32 Otto Hoffmann 15. Februar 2015 um 19:45

    Enschuldigung mit John Hangarth muss heisen 1786

  33. 33 Bernd Harder 1. März 2015 um 11:16

    @truxi toxi:

    Ihre “Schreierei” (die Sie mit VERSALIEN zum Ausdruck bringen), ihre Ablenkungsmanöver (“Unterernährung” etc.) und vor allem Ihre ständig wechselnden IP-Adressen machen mich langsam misstrauisch.

    Mit anderen Worten:

    Sie sind raus.

  34. 34 Ralf 10. April 2015 um 22:35

    Super, heute ging es in der Heute-Show ua um Impfverweigerer und Verschwörung-Theoretiker ! :-)

  35. 35 Clemens Maier 31. August 2015 um 11:36

    Es geht doch – besser….
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-gesundheitswesen-die-masernwelle-ebbt-ab/12254402.html
    Ohne Impfpflicht, aber über sozialen Druck und aus Angst vor den Krankheitsfolgen (!)

  36. 36 Wolfgang 21. Februar 2016 um 12:04

    OH schreibt:

    Dr. Loibner hatte unter seinen Patienten gleich mehrere Impfschäden anstatt zur Tagesordnung überzugehen befasste er sich mit dem Thema.

    Dr Loibner hat ja auch ein “Gutachten” im Lanka Virenleugnerprozess geschrieben.

    Na ja und ein sog. staatlich anerkannter Impfschaden das ist ein rechtliches Verfahren. So wie bei Lanka- und die medizinische Wirklichkeit kann anders aussehen.

    So gibt es auf der Epilepsieambulanz der Univ.Kinderklinik Wien mindestens vier Patienten, die als Impfschäden staatlich anerkannt sind. Alle haben einen genetischen Ionenkanaldefekt, der die Epilepsie verursacht.

    Und dann gibts da noch (u.a.) einen anderen Fall eines staatlich anerkannten Impfschaden. Erblindet nach Hepatitis B Impfung, junger Mann ca 14 Jhr alt. In echt was das eine Herpes Entzündung des N optikus. Und Entzündungen haben es so in sich, dass sie wieder zurückgehen. Und so kam es, dass der ärztlich erblindete (N.optikus Atrophie !) nach ein paar Jahren ohne Sehhilfe auf Anhieb seine Führerscheinprüfung bestand.

    Fazit: Bei weitem nicht alle Personen, denen ein Impfschaden zuerkannt wurde haben tatsächlich einen. Und jeder Mensch hat ein Anrecht auf eine korrekte Diagnose- dazu gehören auch Ionenkanaldefekte.

    Schon komisch eine staatlich anerkannte blinde Person fährt Auto. Merkwürdig.

  37. 37 Clemens Maier 26. Februar 2016 um 19:59

    Die Thematik scheint sogar krimifähig, sie fand Eingang in Law&Order SVU, mit folgerichtigen Argumentationen. Auch eine Form der Aufklärung.;-)
    http://m.hoerzu.de/tv-programm/law-und-order-special-victims-unit/masern/100847531/64058544/

  38. 38 Bernd Harder 26. Februar 2016 um 20:05

    @Clemens Maier:

    Vielen Dank für den Sendehinweis!

    Das müsste die deutsche Fassung dieser US-Folge sein:

    https://blog.gwup.net/2015/04/11/law-order-politik-gegen-impfverweigerer/

  39. 39 Caro 26. Februar 2016 um 20:28

    Wiederholung läuft Samstag nachts kurz nach Mitternacht.

  40. 40 Sabine Leopold 9. Juni 2016 um 22:57

    Ich fasse es nicht: Der Film wird inzwischen in der online-Videothek von T-Online (Entertain) angeboten. Aus der Beschreibung: “Die Gefährdung durch jene Krankheiten, vor denen Impfungen angeblich schützem sollen, stehen in keinem Verhältnis zu den Nebenwirkungen der Präparate!”
    Zum Kotzen sowas.

  41. 41 noch'n Flo 27. September 2016 um 08:40

    Wer den Link bei “Dinge, die Impfgegner sagen” noch nicht entdeckt hat:

    https://butterblumenland.wordpress.com/2016/09/20/impfgegner-hoert-auf-mein-kind-zu-missbrauchen/

    Eine toll geschriebene Abrechnung einer Mutter einer autistischen Tochter mit der Impfgegner-Propaganda.

    Und wieder einmal grandios selbstentlarvend: die Kommentare einiger IG unter dem Blogeintrag.

  42. 42 Bernd Harder 8. August 2017 um 14:53

    @Franz:

    Ich hatte ernsthaft kurz überlegt, Ihr Pamphlet aus Lügen und Anschuldigungen zu Demonstrationszwecken freizuschalten – wenn Sie wenigstens meinen Namen richtig geschrieben hätten.

    Aber da Sie nicht mal das korrekt wiedergeben können (von allem anderen ganz zu schweigen), sind Sie keine Erwiderung wert.

  43. 43 noch'n Flo 8. August 2017 um 18:19

    @ Bernd Harder:

    Och büttebüttebütte – ich amüsiere mich immer wieder gern über den Irrsinn der IG-Pseudoargumentation (und vielleicht ist ja sogar etwas Neues dabei).

    Und zur Not kann man Franzens Ergüsse ja auch immer noch den Kollegen von “Dinge, die Impfgegner sagen” zukommen lassen.

  44. 44 Bernd Harder 9. August 2017 um 10:36

    @noch’n Flo:

    Beim nächsten Mal …

    (Nein, es war nichts Neues dabei.)

  45. 45 noch'n Flo 9. August 2017 um 12:22

    Bernd Harder:

    “es war nichts Neues dabei”

    Schade, nicht einmal kreativ geworden, der Gutste.

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