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SkepKon-Rückblick: Licht des Lebens oder Eso-Irrlicht? Die Wahrheit über Biophotonen

| 22 Kommentare

„Biophotonen“ haben eine gute Presse – nicht nur auf Verschwörungsseiten à la Mathias Bröckers oder bei Autoren vom Schlage eines Norbert Knobloch.

Auch Spiegel-Online berichtete über „Das rätselhafte Leuchten allen Lebens“ und schrieb:

Die Existenz dieser Biophotonen ist mittlerweile unumstritten“,

während Die Welt sich gar zu der Schlagzeile „Heilen ohne Nebenwirkungen mit Biophotonen“ und zu folgenden Behauptungen verstieg:

Licht ist ein essenzieller Lebensspender, ohne den der Mensch nicht existieren könnte. Doch der menschliche Körper nimmt Licht nicht nur auf, er produziert es auch. Wissenschaftler fanden heraus, dass Körperzellen über schwache Lichtreize miteinander kommunizieren.

Bei der Zellteilung gibt der Zellkern UV-Strahlung einer bestimmten Frequenz ab und übermittelt auf diese Weise Informationen an die anderen Zellen.

Während diese Strahlung bei gesunden Zellen recht stark ist, sinkt sie bei kranken Zellen ab. Dies hat zur Folge, dass die Zellen weniger der sogenannten Lichtquanten senden und somit eine reibungslose Kommunikation zwischen den Zellen unmöglich wird.

Mithilfe der Biophotonentherapie ist es möglich, die natürlichen Lichtquanten der Zelle wieder anzuregen und so die Kommunikation wiederherzustellen.“

Biophotonen sind also nachgewiesen und machen alle möglichen tollen Sachen in unserem Organismus.

Wirklich?

Bei der SkepKon 2014 nahm sich der Physiker Dr. Holm Hümmler dieses „esoterische Irrlicht“ vor.

„Unumstritten“ ist lediglich die Emission von Photonen aus biologischem Material, erklärte Hümmler:

Allerdings gehen fast alle außer Fritz-Albert Popp davon aus, dass es sich dabei um bedeutungslose Restenergie aus chemischen Reaktionen handelt.“

Fritz-Albert Popp (Jahrgang 1938) ist gewissermaßen der Vater der Biophotonen.

Er studierte Physik und habilierte sich in Marburg im Fach Biophysik.

1980 „verließ er die Universität Marburg nach Streitigkeiten“, heißt es bei Psiram lapidar. Angeblich verhinderte der damalige Dekan Heinrich Oepen die Ernennung Popps zum Professor.

Heinrich Oepen war der Ehemann von GWUP-Gründungspräsidentin Prof. Irmgard Oepen. Zur Verschwörungstheorie taugt die Personalie indes trotzdem nicht, da der Skeptiker-Verein sich erst 1987 konstituierte.

In den vergangenen drei Jahrzehnten zog Popp diverse private Labore und Institute auf und wedelte mit Mitgliedschaften und Auszeichnungen von ausländischen Organisationen fragwürdiger Dignität.

Popps hypothetisches, auf Licht basierendes zelluläres Informationssystem sei übrigens nicht zu verwechseln mit dem Forschungsgebiet der Biophotonik – deren Protagonist kurioserweise ebenfalls „Popp“ heißt, allerdings Jürgen Popp, stellte Hümmler klar.

Prof. Dr. Jürgen Popp ist Direktor des Instituts für Physikalische Chemie der Universität Jena und wissenschaftlicher Direktor des Jenaer Institutes für Photonische Technologien (IPHT). Dort beschäftigt er sich unter anderem mit Raman-spektroskopischen Methoden zur Lokalisierung, Identifizierung und Strukturanalyse von Biomolekülen, Biopartikeln und biologischem Gewebe.

Ganz allgemein geht es bei der Biophotonik um die Wechselwirkungen von organischem Material und Lichtquanten (Photonen), letztendlich stehen dabei medizinische Untersuchungs- und Bildgebungsverfahren auf optischer Basis („Biologie und Photonik“) im Vordergrund.

Was nun die mysteriösen „Biophotonen“ von normalen Photonen (also Lichtquanten) unterscheidet, hat ihr Promoter Fritz-Albert Popp nie stichhaltig dargelegt. Einen wissenschaftlichen Nachweis unterschiedlicher Arten von Photonen gibt es nicht.

Eben dies behauptet F.-A. Popp aber.

Seine „Biophotonen“ sollen aus der zellulären DNA stammen und daher sei zum Beispiel die Krebsentstehung mit einer „Fehlsteuerung der Regulation durch Biophotonen“ erklärbar.

Der „Verband klassischer Homöopathen Deutschlands“ entblödet sich überdies nicht, auch das „Wirkprinzip homöopathischer Heilmittel“ auf Popps „Biophotonen“ zurückzuführen – was in etwas dasselbe ist, als wenn ein Wahrsager die Existenz astrologischer „Schicksalsstrahlen“ bestätigen würde.

Und natürlich preisen findige Popp-Epigonen auch „Biophotonendecken“ oder eine „Biophotonenmessung“ für die Lebensmittelüberwachung oder den therapeutischen Einsatz von „Biophotonen“-Geräten an.

Um Letzteres geht es auch in dem eingangs zitierten Welt-Artikel, der sich nebulös auf ungenannte „Wissenschaftler“ beruft.

Dabei kann es sich eigentlich nur um den Hokuspokus-Forscher Fritz-Albert Popp himself handeln, der wiederum das „Zwiebelexperiment“ Alexander Gurwitschs (Vermutung: UV-Licht – „mitogenetische Strahlung“ – steuert die Zellentwicklung, wiederlegt 1943 durch Oswald Avery = Weitergabe von DNA steuert Zellentwicklung) heranzieht oder aber das pseudowissenschaftliche „morphische Feld“ von Rupert Sheldrake als „Erkärung“ anführt.

Die sogenannte ultraschwache Photonenemission, von der der Biologe Alexander Gurwitsch damals fasziniert war – also die äußerst geringintensive spontane Photonenemission aus Zellen –, wird heute praktisch nur noch in Russland erforscht.

Autoren wie Sergey Mayburov oder Lew Beloussov

… glauben offenbar selbst, dass das, was sie da sehen, eine biologische Relevanz habe – es sich mithin um Biophotonen handele“,

sagte Hümmler:

In seriösen Publikationen sprechen aber auch sie stets nur von spontaner Emission von Photonen, also letztendlich von der Abfallenergie irgendwelcher chemischer Reaktionen, wie sie in Zellen immer ablaufen.“

Nichtsdestotrotz werde in einschlägigen Kreisen allein die Existenz dieser eher grenzwertigen Forschung als „Beleg“ für „Biophotonen“ gewertet.

Zu Unrecht, führte der SkepKon-Referent weiter aus, auch wenn es „Biophotonen“ neben ihrer Medienpräsenz zu einem eigenen Wikipedia-Eintrag gebracht haben.

Biophotonen gibt es nicht, außerdem haben wir keinerlei Hinweise darauf, dass noch andere als die sehr wenigen bekannten Zellen – etwa im Auge – Rezeptoren für schwache Lichtsignale haben.“

Genau wie in der Homöopathie mangelt es dem ganzen „Biophotonen“-Konstrukt zur Informationsübertragung also auch an einem Empfänger, sprich einem „Wahrnehmungsorgan“ für ultraschwache Zellstrahlung.

Fritz-Albert Popp soll sich im Mai 2013 von der öffentlichen Bühne zurückgezogen haben, so Hümmler abschließend.

Allerdings sei auch Sohn Alexander, ein gelernter Zahntechniker, im „Biophotonen“-Business unterwegs.

Inwieweit Alexander Popp das Thema weiterhin im Gespräch halten und zum Beispiel dem Anbieter der knuddeligen „Biophotonen-Ente Hubert“ zu Umsatz verhelfen kann, bleibt abzuwarten.

Zum Weiterlesen:

  • „Biophoton“ bei Psiram
  • SkepKon-Rückblick: Die fehlende interne Validität von Homöopathie-Studien, GWUP-Blog am 10. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Benzin sparen durch „magisches“ Zubehör fürs Auto? GWUP-Blog am 8. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Aryuveda mit Blei ist nicht gesund, GWUP-Blog am 7. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Der „Kamikaze-Ichthyosaurier“ und die Kreationisten, GWUP-Blog am 2. Juni 2014

22 Kommentare

  1. Danke für den Bericht über den Biophotonen-Vortrag.

    Hier haben wir es nun also, das schon erwähnte, vorweg genommene Biophotonen-Thema …
    Z. B. im Kontext:

    „ESOWATCH – Die „kritische website“ im Bereich der Esoterik und der Alternativmedizin
    Wer wirklich wissen will, was mit der alternativen Medizin los ist, der sehe sich bitte einmal die oben genannte website an: Endlich wird klar, dass Homöopathie, Bioresonanz, die umweltmedizinische Zahnheilkunde, ja selbst die Biophotonenentdeckung von Prof. Fritz Popp der reine Humbug sind – zumindest nach Meinung der o.g. website ! … “

    “ … Nachtrag: Hinter Esowatch.com scheint sich eine kleine Gruppe der sog. Skeptiker und militante Atheisten zu verbergen (Promed e.V. und der Verein Impfinformationen.de), die sich mit Liebe zum Detail an den Feindbildern abarbeitet. Aktiv promotet wird Esowatch von führenden Repräsentanten des streng dogmatischen Vereins GWUP. … “
    (Zitate, Auszüge)

    Davor:
    „Esowatch
    Erstellt am Freitag, 18. Mai 2012 19:01
    Immer wieder beruft man sich – leider auch in Kreisen der SHGs – auf Esowatch. Glücklicherweise hat inzwischen die kritische Seite Eselswatch klargestellt, worum es sich dabei handelt ! Keinesfalls um wissenschaftliche Erkenntnisse ! Doch das Internet ist groß und jeder kann offensichtlich schreiben und auch glauben, was er will …
    Hier finden Sie weitere Infos zum Thema.“

    http://www.umweltbedingt-erkrankte.de/index.php/umweltpolitik/137-esowatch

    Man schwört auf „Eselwatch“ – und diffamiert/verdammt „Esowatch“ (Psiram).
    Die Website „EselWatch.com“ scheint mittlerweile gesperrt oder aufgelöst zu sein; vielleicht gibt es eine Nachfolger-Website anderen Namens.
    Gefunden habe ich noch:
    http://www.jocelyne-lopez.de/blog/2010/03/eselwatch-com/
    wo weiter verwiesen wird auf drei (!) Links zu C. Fritzsche-Weblogs:
    http://www.esowatch.org/
    http://gwup-skeptiker.blogspot.de/
    http://promedwatch.blogspot.de/

    Das nur zur Quelle der Eso-Irrlichter, auch der Biophotonen …

    Geschickt beworben und vermarktet wird die angebliche Wirkung von Biophotonen in vielfältigster Art und Weise und für alle möglichen Produkte und „Therapien“.
    Bsp.:
    Lichtquanten-Biophotonen-Pulver „Helioda“ , 44,90 €:
    http://shop.blaubeerwald.de/themes/kategorie/detail.php?artikelid=224 ;
    http://www.natur-kraft.ch/natur-kraft/index.php/biophotonen-therapie

    Hört sich alles ungeheuer „gesund“ an – also Leute: Kauft, behandelt euch und tut euch was Gutes … – Abzocke in Reinform.

  2. Es gibt BlogPhotonen die das Potential haben dunkle Internetecken auszuleuchten.

    Dieser Beitrag strahlt ziemlich stark.

  3. zuerst, es ist schon mehr als eindeutig, wie alle links-medien zusammen mit ihren wikipedia, regelmäsig alle nützlichen, positiven, alternativen methoden in medizin – wehemend bekämpfen. da wird gedoktert, bezweifelt, kritisiert, bekämpft… kurz: was quanten-phisik ist und was quanten-medizin ist, ist ja schon bekannt. die forschung um bio-photonen hat schon erstaunliches gezeigt. wie z.b. blut-zellen unter dunkel-feld-mikroskop, vor und nach behandlung, die wasser kristale vor und nach behandlung, dazu versch. messungen. die schul-mediziner wollen für alles sog. „ewidenz-bassierte-rezultate“ sehen. d.h. – eine forschung, wobei d. resultat in voras klar ist. meine frage – wo gibt es ewidenz-bassierte rezultate bei – z.b. chemotherapie, impfungen und anderenmedikation – die allesammt massiv in ganzen welt genützt werden, und keinesfalls der gesundheit zuträglich sind, desto mehr – haben massiv andere erkrankungen und todesfälle verursacht. wieso gibt es hier keine offiziellen kritik? wieso werden solchen „medikamenten“ immer noch nicht verboten und das mafia-business nicht bestraft?
    ich kam auf laser-vitalizer ganz zufällig dran, als einer bekannter nach einem unfall, wobei seine hand-nerven beschädigt wurden, nach einen jahr tortur – endlich beinahe schnell schmerz frei ist, mit einer menge an neuer energie. er kann wieder arbeiten und für eigene eqistenz sorgen. hat sich der mann seine heilung nur eingebildet? haben sich menschen, kinder und tiere auch bei homoeopathie-behandlung ihre heilung bloß eingebildet? obwohl dazu auch schon studien gibt, wobei das letzter moleküll einer materie aus der flüssigkeit entfernt wurde, aber die flüssigkeit hat sich „benommen“ als wäre die materie immer noch dabei vorhanden.
    heutigen schul-mediziner gleichen denen in vorigen jahrhunderten, die neue erkenntnise der „endecker“ ebenfalls vehement bekämpft haben – bis sich die dinger doch letzlich geändert haben. medizin ist eine emphirische wissenschaft, also sie bassiert auf erfahrungen und beobachtung. lässt sie also so sein.

  4. @Maja:

    Danke, wir überlegen, einen Preis nach Ihnen zu benennen für den „Wahnwitz des Monats“, den wir künftig ausloben.

  5. @Maja
    Grundwissen in deutscher Grammatik und Syntax könnte bei zukünftigen Kommentaren nicht schaden.

  6. Et ceterum adnoto:
    Form&Inhalt ((c) Bullet)

  7. @ RPGNo1

    „Grundwissen in deutscher Grammatik und Syntax könnte bei zukünftigen Kommentaren nicht schaden!“

    Die unzähligen Fehler und der Schreibstil sind reine Absicht.

    So viele Fehler macht niemand.

  8. „So viele Fehler macht niemand.“

    Ist das eine uninformierte Meinungsäußerung oder eine vorsätzlich falsche Tatsachenbehauptung? Vielleicht hilft ein Blick aus der geschützten, heilen Welt der Skeptikerblase hinaus, um zu erkennen, dass die Realität genau so aussieht. Facebook, Foren, Twitter, Blogs, alles ist voll mit genau solchen Kommentaren in genau dieser oder ähnlicher Orthographie. Korrekte Rechtschreibung ist eher die bemerkenswerte Ausnahme. Dahinter Absicht zu vermuten zeugt schon von enormer Realitätsferne.

    Besonders bei Esoterikern, Impfverweigerern, Medizingegnern, Verschwörungstheoretikern und sonstigen Aluhüten ist diese Schreibweise der alltägliche Wahnsinn. Kann man wissen, wenn man will, anstatt sich in der eigenen Arroganz zu sonnen.

    Ach nein, sicher habe ich diesen Kommentar wieder absichtlich falsch verstanden … ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil.

  9. @theskeptator:

    Danke für die Information – aber warum so zornig? Muss man deswegen gleich den Kommentator beschimpfen?

    Ich habe nicht den Eindruck, dass die Leute, die im Skeptiker-Blog regelmäßig kommentieren, in einer „heilen Filterblase“ leben – im Gegenteil. Sonst wären sie ja nicht hier und würden ihre (oftmals deprimierenden) Erfahrungen austauschen.

  10. @ Bernd Harder

    Danke für Ihre offenen Worte!

    „Theskeptator“ hat es sich vermutlich zur Aufgabe gemacht, meine Kommentare grundsätzlich zu zerreißen. Wäre ich Verschwörungstheorektiker, „müsste“ ich einen Hintergrund vermuten. Denn für aufmerksame Leser ist es schon auffällig, wie er auf meine Kommentare hämmert.

    Ob er das auch unter seinem Klarnamen machen würde? Natürlich nicht. Kommentatoren wie er poltern lieber anonym;-)

    Solche Tastatur-Rambos kennt man ja schon zu genüge…

  11. Kritik zu üben und auf dem komplizierten (weil nie einfach und gerade, wie es Heilsversprechen und Glaubenssätze sein wollen) Weg der Wissenschaften zu bleiben ist das eine; sich über Menschen lustig zu machen, die Grammatikfehler* machen und ggf. seltsam schreiben, ist iaR unangebracht und mir, wenn ich die Kommentare lese, peinlich. Solche Fehler habe ich früher im Dialog mit virtuellen Rechtsradikalen gemacht, wenn ich die Geduld verlor, und habe damit meine Position geschwächt. Die Diskussion wird zudem auf ein Nebengleis geführt – als ob es darum ginge, wer wie schreiben dürfe, anstatt um das was.

    Eine andere Art der Aufregung findet sich bei Leuten, die sich über lange und ggf. komplizierte Sätze sowie Fremdwörter echauffieren. Auch sie führen die Diskussion auf ein Nebengleis. Klar können lange und komplizierte Sätze arrogant wirken; und Kommunikation ohne Sichtkontakt kann die Diskussion sowieso erschweren. Aber auch da kann sich auf das Wesentliche konzentriert werden.

    Es ist außerdem eine falsche Annahme, daß Menschen, die aus meiner Sicht „falsch“ denken, dumm sind. Zu der falschen Annahme lässt sich vielleicht verleiten, wen die eigene Dummheit noch nie vor Scham erschauern liess (mich zB). Diese zwei Sätze gelten natürlich für alle Seiten.

    Ich finde, daß über grammatikalische Fehler oder seltsamen Stil hinweggegangen werden kann – im Gegensatz zu fatalen Fehlschlüssen, wie es vereinfachtes Denken zB im Analogiezauber bewirkt.

  12. @Wednesday:

    Ich verstehe Ihre Haltung und gebe Ihnen grundsätzlich recht darin – aber ich mache das hier jetzt auch schon ein paar Jahre und ich denke, Sie wissen, dass ich auf alles antworte und auf jede Diskussion eingehe, wo ich auch nur den Hauch einer Chance sehe, dass es sinnvoll ist (und selbst wenn sich das dann in neun von zehn Fällen als Irrtum herausstellt).

    Bei dem „Kommentar“ von „Maja“ habe ich eigentlich nur eine Sekunde überlegt, wer uns/mich da wohl veralbern will und ob ich das Ganze am besten gleich lösche.

    Sorry, aber das kann unmöglich ernst gemeint sein – und diese (ich kann sagen:) Gewissheit hat nichts mit den „grammatikalischen Fehlern“ oder dem „seltsamen Stil“ zu tun.

    Natürlich kann ich mich irren – glaube ich aber nicht.

  13. Deshalb schrieb ich ja: „Form&Inhalt“. Dies ist auch bekannt als das „Bullet’sche Theorem“, welches ursprünglich vor Jahren auf „ScienceBlogs“ geboren wurde und besagt, dass die mangelhafte äussere Form eines Kommentars im Regelfall direkt mit seinem mangelhaften Inhalt korreliert.

    Diese Annahme hat sich bei SB derart oft bestätigt, dass man in einigen der dortigen Blogs inzwischen nur noch „Et ceterum adnoto…“ schreiben muss, und jeder weiss, was gemeint ist.

    @ Wednesday:

    Schon mal darüber nachgedacht, dass es auch ein Zeichen von Respekt gegenüber den Mitdiskutanten ist, gut und flüssig leserlich zu schreiben, somit der Verzicht darauf eine Respektlosigkeit darstellt (à la „mir doch scheissegal, ob Ihr Mühe habt, mein Geschreibsel zu lesen oder es auch vielleicht gar nicht lesen könnt – Hauptsache, ich konnte mich hier in aller Ruhe ausbreiten, ohne nachdenken zu müssen“)?

  14. @noch’n Flo:

    „Schon mal darüber nachgedacht, dass es auch ein Zeichen von Respekt gegenüber den Mitdiskutanten ist, gut und flüssig leserlich zu schreiben …“

    Ich würde sogar noch weiter gehen (das mag jetzt exzentrisch sein) und einfordern, dass der- oder diejenige sich zumindest rudimentär über die Seite/das Forum zu informieren hat, wo er/sie kommentiert.

    Konkretes Beispiel: Bei einem Beitrag über „Biophotonen“ ein uferloses Fass mit Dutzenden von Falschbehauptungen aus allen möglichen anderen Bereichen (Homöopathie, Impfungen, Krebsbehandlung etc.pp.) aufzumachen, ohne dazu mal ganz kurz die Suchfunktion zu nutzen, ist entweder Verarsche – oder nicht diskutabel, schlicht gesagt.

  15. @ Wednesday / Bernd Harder:

    Und noch ein Punkt dazu: Ich verschreibe mich ja auch gelegentlich, was daran liegt, daß ich meine Kommentare ja nicht in einem Editor mit Rechtschreibprüfung verfasse. Aber in der Causa „Maja“ sind die Rechtschreibfehler so arg, daß ihr das dringend zu empfehlen ist.

    Das ist nicht schwierig, kostet nicht viel mehr Zeit, als das direkte Verfassen in der Textmaske, und ist einfach mal eine Form der Höflichkeit gegenüber den anderen Mitdiskutanen und -lesern. Allein schon, weil der Text dadurch tatsächlich leichter zu lesen wäre.

    Natürlich kann es auf Nebengeleise führen, wenn ich ständig anmahne (oder mich darüber lustig mache), daß ein Text eine inadäquate Rechtschreibung oder das falsche Verwenden von Fremdwörtern aufweist. Aber es zeigt doch das geistige Niveau derjenigen, die so etwas verfassen.

    Und ich glaube schon, daß der eine oder andere Hinweis, einmal ein Wörterbuch zu Rate zu ziehen, hier angebracht ist: Wir sollten solchen Diskutanten auch die Verhunzung der deutschen Sprache nicht unwidersprochen durchgehen lassen.

    Es ist allerdings interessant, daß die Autorin die Fremdwörter, so sehr sie auch orthographisch verunstaltet sind, korrekt verwendet, und die Grammatik, Interpunktion und Syntax finde ich zunächst einmal auch wenig beanstandenswert. Da paßt irgendetwas nicht zusammen – ein Bot??

    Da stimme ich Pierre Castell voll zu.

    @theskeptator: Filterblase der „Skeptiker“? Belege??

  16. @ Bernd Harder
    „Bei dem „Kommentar“ von „Maja“ habe ich eigentlich nur eine Sekunde überlegt, wer uns/mich da wohl veralbern will und ob ich das Ganze am besten gleich lösche.“

    Für mich eine klare Verarsche. Ja, das hätte eigentlich gelöscht werde müssen.

    „…und selbst wenn sich das dann in neun von zehn Fällen als Irrtum herausstellt)!“

    Davor ziehe ich meinen Hut. Auch wenn sich das widersprechen mag.

    Ich hätte nicht die Nerven dazu. Aber der eine von 10 Fällen, bei dem man sich irrt, ist es dann vielleicht doch wert, sich mit dem Kommentar auseinanderzusetzen.

    Daran merkt man, wie ernst Sie, sehr geehrter Herr Harder, Ihre Aufgabe mit diesem Blog nehmen.

    Im Fall Maya ist die Sache allerdings (für mich) offensichtlich…

  17. Danke für die Antworten. Ich hätte mich kurz fassen sollen, im dem Sinne: Sich nicht von Äusserlichkeiten ablenken lassen wie zB stilistische Merkwürdigkeiten.

    Was den Inhalt von „Majas“ Kommentar betrifft, der lässt sich eh nicht vernünftig beantworten. Spott bestätigt seine/ihre Weltsicht. Ich vermute aber jetzt, daß ihr den Majas zeigen wollt, daß ihr euch nicht verarschen lasst – in Zukunft trink ich erst die 2. Tasse Mokka, bevor ich was schreibe!

    @ B. Harder, das Siezen war sicher höflich gemeint, aber ich bin seit 19 Jahren per du im Netz und das Siezen fühlt sich da merkwürdig an. :-)

  18. Grundwissen in deutscher Grammatik und Syntax
    könnte bei zukünftigen Kommentaren nicht
    schaden.

    Nicht jeder hat ein Talent zum Literaten. Sollen Legastheniker darauf verzichten ihre Meinung schriftlich unters Volk zu bringen?

  19. @uwe hauptschüler
    „….Nicht jeder hat ein Talent zum Literaten….“

    Okehh, wir beide hatten das Thema schon mal, ich weiß.

    Es gibt im Zweifelsfall genügend Rechtschreibprogramme, daher unterstelle ich Unlust, diese zu gebrauchen. Ganz abgesehen davon: Text ist nur deshalb fließend lesbar, weil die Mehrzahl der Schreiber sich an die Regeln hält. Wer also meint, diese Regeln nicht beachten zu brauchen, lebt bei diesem Thema auf Kosten der anderen. Und wenn alle das machen, gibt es keine lesbaren Texte mehr.

    Die Regeln machen also Sinn. Der Text von Maja ist da ein warnendes Beispiel.

  20. @ uwe hauptschüler:

    „Sollen Legastheniker darauf verzichten ihre Meinung schriftlich unters Volk zu bringen?“

    Nö, aber sie könnten die o.g. Möglichkeit des Vorschreibens in einem Editor mit Rechtschreibkorrektur nutzen.

  21. @ Ich
    „…daher unterstelle ich Unlust, diese zu gebrauchen. Ganz abgesehen davon: Text ist nur deshalb fließend lesbar, weil die Mehrzahl der Schreiber sich an die Regeln hält. Wer also meint, diese Regeln nicht beachten zu brauchen, lebt bei diesem Thema auf Kosten der anderen.“

    Voll und ganz meine Meinung. Das hat nämlich auch etwas mit Respekt dem Gegenüber zu tun.

  22. Ich habe den Vitalizer durch Zufall kennen gelernt und war doch etwas skeptisch. Dass er etwas bewirkt, dass man das Licht irgendwie wohltuend spüren kann, kann ich bestätigen. Dass das ganze mit „Information durch Licht“ zu tun hat, und nirgendwo irgendeine wissenschaftliche oder logisch klingende Erklärung oder Information bisher veröffentlicht wurde, hat mich dann doch mehr als skeptisch gemacht.

    Letztendlich habe ich die Idee gehabt, stattdessen einen stinknormalen Laserpointer auszuprobieren, und siehe da, der Effekt ist noch viel stärker. Das ist irgendwie erklärbar, da wir Menschen bzw. unsere Seelen pures Licht (und Liebe) sind, ist es irgendwie logisch, dass wir auf so konzentriertes Licht positiv reagieren.

    Bleibt nur die Frage, warum der Vitalzer für so viel Geld verkauft wird. Vielleicht hat einer der Erfinder sich einen Laserpointer auf den Kopf gehalten, den Effekt gemerkt und die Idee gehabt, dass man mit entsprechendem Marketing damit Geld verdienen kann.

    Jedenfalls möchte ich hier hinweisen, dass ein Laserpointer für mich das gleiche bewirkt und das die horrend teure Ausgabe für einen Vitalizer vielleicht nicht ganz im Sinne von „Licht und Liebe“ ist.

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