Netter Versuch: Negativstudien sind für Homöopathen eine „Täuschung der Öffentlichkeit“

Die sattsam bekannte Realitätsverweigerung der Homöopathen in Sachen Studiendaten erreicht einen neuen Höhepunkt.

Kurz vor Ostern meinte die DZVhÄ-Vorsitzende Cornelia Bajic, die Übersichtsarbeit des australischen National Health and Medical Research Council (NHMRC) zur Homöopathie als “Täuschung der Öffentlichkeit” bezeichnen und die harte Wahrheit der Nichtwirksamkeit in die Nähe eines “handfesten Skandals” rücken zu müssen.

ernst

Wen’s denn interessiert, kann bei Professor Edzard Ernst die Widerlegung der künstlichen Aufgeregtheit der Globulisten nachlesen.

Belassen wir es hier bei dem Statement von Gesundheits-Check:

Erklären Sie mal einem Untoten, dass er tot ist.”

Zum Weiterlesen:

  • Ombudsman investigates ‘flawed’ homeopathic study, edzardernst am 15. April 2017
  • Auferstehung von den Toten? Auch Homöopathen feiern Ostern, Gesundheits-Check am 17. April 2017
  • „Ergebniswäsche“: Detailanalyse des Forschungsreaders Homöopathie der WissHom, GWUP-Blog am 19. Juni 2016
  • „Studien-Daten“ und die Realitätsverweigerung der Homöopathen vom DZVhÄ, GWUP-Blog am 18. Oktober 2015
  • „Immer noch keine Evidenz für die Homöopathie“, DAZ.online am 22. Februar 2016
  • Australien sagt Homöopathie den Kampf an, derStandard am 12. März 2015
  • Studie aus Australien: Homöopathie nicht besser als Placebo, FAZ vom 9. April 2014

13 Kommentare zu “Netter Versuch: Negativstudien sind für Homöopathen eine „Täuschung der Öffentlichkeit“”


  1. 1 crazyfrog 17. April 2017 um 21:52

    Lache gerade Tränen!

    Homöopathen suchen verzweifelt “Beweise” für die Wirksamkeit von Homöopathei für eine Diskussion mit den phösen Skeptikern:

    https://twitter.com/nataliegrams1/status/854014760119095297/photo/1

  2. 2 Armin Kirchmaus 17. April 2017 um 23:49

    Das Aufklärungspotenzial von Herrn Ernst’s Antwort wäre deutlich größer, wenn ihr Wortlaut auch auf deutsch verfügbar wäre. Hier im Blog zum Beispiel.
    Immerhin werden von der DZVhÄ konkrete Vorwürfe gegen die Studie erhoben – auf deutsch.

  3. 3 Catweazle 18. April 2017 um 06:04

    Scheint das es doch erhebliche Nebenwirkungen der Homöopathie gibt. Eine ist diese wahnhafte und penetrante Realitätsverweigerung wie wir sie gerade wieder bei Frau Bajic beobachten können.

  4. 4 Joseph Kuhn 18. April 2017 um 10:40

    @ crazyfrog:

    Der Twittereintrag ist an Absurdität wirklich kaum mehr zu überbieten. Auch an Klarheit, welchen Zweck Argumente für manche Homöopathen haben, übrigens nicht.

    In Frau Bajic haben solche Leute allerdings auch eine intellektuell völlig skrupellose Lehrmeisterin. Zu den vermeintlichen “Enthüllungen” lässt sie sich so zitieren: “Auch der deutschen Öffentlichkeit, universitären Einrichtungen und den politischen Entscheidungsträgern wurde auf dieser Weise suggeriert, die Homöopathie sei angeblich eine Placebo-Medizin. Die korrekte Studienlage, die deutlich die Wirksamkeit der homöopathischen Therapiemethode belegt, wird einfach verschwiegen.”

    Fast könnte man meinen, vorher sei die Wirksamkeit der Homöopathie allgemein anerkannt gewesen. Und ob sie bewusst von der “Wirksamkeit der homöopathischen Methode” statt von der Wirksamkeit der Homöopathika spricht? Zuzutrauen wäre ihr, einer knallharten Lobbyistin, diese Täuschung der Öffentlichkeit durchaus.

  5. 5 nihil jie 18. April 2017 um 13:27

    @Catweazle

    Muss an den Quanten liegen *gg

  6. 6 Natalie Grams 18. April 2017 um 16:00

    Wir vom INH schreiben an einer Antwort auf Deutsch, ggfs wieder als offenen Brief an den DZVhÄ und die Carstens Stiftung oder WissHom…

    Dauert aber noch etwas

  7. 7 crazyfrog 18. April 2017 um 16:35

    @Joseph Kuhn:

    Allerdings, da hat der DZVHÄ echt eine intellektuelle Größe an der Spitze …

  8. 8 2xhinschauen 19. April 2017 um 11:27

    @Joseph Kuhn

    Und ob sie bewusst von der “Wirksamkeit der homöopathischen Methode” statt von der Wirksamkeit der Homöopathika spricht?

    Das bezweifle ich nicht. Sie ist gewiss in vielen PR-Schlachten gestählt, oder der Zentralverein verfügt über eine kompetente juristische Beratung. Oder beides. Mehrdeutigkeiten dieser Art (verschiedene Botschaften an verschiedene Zielgruppen im selben Satz) fallen mir bei denen immer wieder auf, auch beim Wisshom.

    Off Topic und ohne konkreten Kontext: § 263 StGB setzt Vorsatz voraus, enthält aber keine spezifische Strafmilderung für Handeln im guten Glauben.

  9. 9 crazyfrog 19. April 2017 um 23:34

    @2xhinschauen:

    Wenn ich den Gegenbeitrag von Bajic bei Xing zu Frau Grams lese, bezweifele ich stark dass Bajic auch nur die kleinste Ahnung von Marketing hat. Grottenschlechter langweiliger Artikel, der in einem zusammenhanglosen Wust von Zahlen und Pseudo-Statistiken ertrinkt.

  10. 10 Natalie Grams 20. April 2017 um 08:03

    Ich habe Frau Bajic bisher auch nicht als Strategin oder PR-Ass erlebt. Da gibt es andere in dem Verein, die besser sind. Allerdings wurde mein Artikel bei Xing von der Redakteurin dort geschrieben, nicht von mir selbst. Ich hab dafür gar nicht mehr die Zeit. Ob das bei Frau B ähnlich ist, weiß ich nicht.

  11. 11 Natalie Grams 20. April 2017 um 08:04
  12. 12 crazyfrog 20. April 2017 um 09:33
  13. 13 2xhinschauen 20. April 2017 um 10:46

    @crazyfrog
    Meine Aussage war womöglich nicht gut genug gestützt. Ich dachte an ihren Namensartikel in der FAZ letztes Jahr, der zumindest mal für eine ordentliche juristische Absicherung spricht.

    >> Grottenschlechter langweiliger Artikel

    Uns muss er auch nicht gefallen oder gar überzeugen. Und intern braucht sie dafür ohnehin keine Fakten, im Gegenteil. Es reicht, wenn in der eigenen Gemeinde der Eindruck zurückbleibt, dass sie die Kritik widerlegt hat. Einmal kurz “Homöopathie wirkt!!” gesagt und mit dem Fuß aufgestampft und gutis.

    Da ist es sogar besser, konfus zu schreiben, damit sich bloß keiner irgendwelche Zahlen merkt, mit denen er/sie dann in späteren Gespächen in argumentative Schwierigkeiten geraten könnte.


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