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Heute im #ferngespräch: Über die Impfpflicht

| 9 Kommentare

Heute im #ferngespräch:

Mit dabei ist Dr. Florian Aigner.

Los geht’s um 20 Uhr.

Update vom 24. November

Die Sendung gibt es jetzt auch als Hoaxilla-Podcast.

Zum Weiterlesen:

  • 2G – geimpft und gelackmeiert, Spiegel-Online am 22. November 2021
  • Wir Geiseln der Ungeimpften, Spiegel-Online am 8. November 2021
  • Coronadebatte: Vergesst den „Zusammenhalt“, Spiegel-Online am 21. November 2021
  • Spaltung der Gesellschaft? Quatsch! taz am 14. November 2021
  • Die Gesellschaft muss sich spalten, Zeit-Online am 19. November 2021
  • Geballte Gefühle, Zeit-Online am 20. November 2021
  • Mehrheit der ungeimpften Deutschen will ungeimpft bleiben, Welt-Online am 28. Oktober 2021
  • Viele Ungeimpfte wollen ungeimpft bleiben, zdf am 28. Oktober 2021
  • Zwei von drei Ungeimpften wählen AfD oder „Die Basis“, tagesspiegel am 11. November 2021
  • Corona: Hohe Infektionszahlen in Impfverweigerer-Hochburgen, dw am 21. November 2021
  • „Der Zusammenhang zwischen AfD-Zuspruch und Infektionszahlen ist hoch und signifikant“, Belltower News am 19. November 2021
  • Impfverweigerer: Mit sachlicher Aufklärung sind viele nicht zu erreichen, Deutschlandfunk am 16. November 2021
  • Impfpflicht: Warum ist die Politik so zögerlich? Zeit-Online am 17. November 2021
  • Wie griechische Impfgegner zu betrügen versuchten – und dabei selbst übers Ohr gehauen wurden, NZZ am 22. November 2021
  • Video: Impfpflicht verstößt nicht gegen das Grundgesetz – wenn man es richtig gestaltet, Anwalt Jun am 22. November 2021
  • Video: STOPP! So darf es mit der Spaltung nicht weitergehen. Nicht jede Impfentscheidungen ist irrational, Anwalt Jun am 16. November 2021
  • Impfpflicht bedeutet die größte Freiheit – auch für Impfverweigerer, volksverpetzer am 11. November 2021
  • Sozialpsychologe zu Impfpflicht: Politik muss „Rückgrat beweisen“ – lascher Druck bringt nichts, rnd am 23. November 2021
  • Homöopathie und Pandemie: Nein zum Impfen aus Liebe zur Natur, rnd am 23. November 2021
  • Cornelia Betsch: Warten auf den „traditionellen Impfstoff“ ist nicht die Lösung
  • Cornelia Betsch: Ungeimpfte nehmen die Pandemie anders wahr als Geimpfte
  • Cornelia Betsch: Zustimmung zur allgemeinen und berufsspezifischen Impfpflicht
  • Politische Polarisierung in Deutschland, kas am 22. November 2021
  • Impfgegner machen mobil – wie gefährlich können sie werden? tagesspiegel am 20. November 2021

9 Kommentare

  1. Zur 3G-Regelung am Arbeitsplatz würde ich gern etwas anmerken.

    Ich habe beruflich mit ungelernten Hilfskräften und Facharbeitern zu tun. Da wir aufgrund der neuen Gesetzeslage in unserem Unternehmen ab sofort den Impfstatus unserer Mitarbeiter erfragen und dokumentieren müssen, zeichnet sich das folgende Bild ab:

    Von den Facharbeitern sind fast alle geimpft. Der kleine Rest hat keinen Bock darauf, dauerhaft jeden Tag vor oder nach der Arbeit zu einem Testcenter zu juckeln um sich testen zu lassen und hat schon einen Termin für die Impfung vereinbart.

    Unter den Hilfskräften, die zu 100% einen Migrationshintergrund haben, ist die Quote derer, die noch nicht geimpft sind, viel höher. Aus einigen Gesprächen mit diesen Leuten kann ich sagen, daß niemand davon dem Querstänker-, Esoteriker- oder AfD-Lager angehört. Das sind einfach Leute, eher einfach gestrickt, die nicht oder wenig an den in den hiesigen Medien vorherrschenden Debatten teilnehmen und bzgl. Corona nicht gut informiert sind, die mal dies und mal das hören und bislang eine Entscheidung zur Impfung vermieden haben.

    Es erschien ihnen nicht so wichtig. Teilweise konsumieren diese Leute allein aus sprachlichen Gründen nur Medien ihrer Herkunftsländer.
    Freilich weiß ich, daß diese kleine Betrachtung nicht repräsentativ für die gesamte Bevölkerung ist.

    Aber für ungeimpfte Angestellte wird es durch die Testpflicht alle 24 Stunden unbequem und das wird m. E. viele dazu bewegen, doch einen Impftermin zu vereinbaren.

    Besser wäre es natürlich gewesen, wenn man die 3G-Regelung im Frühjahr angekündigt und mit Herbstbeginn eingeführt hätte.

  2. @ Beta Centauri

    In Österreich hat die Einführung von 3G am Arbeitsplatz (unser Unternehmen hat schon freiwillig einige Wochen früher umgesetzt) zu einem kurzen Strohfeuer an Erstimpfungen geführt. Die Impfqoute hat sich dadurch nicht wesentlich erhöht.

    https://orf.at/stories/3237426/

  3. Vermutlich reicht jetzt nicht mal mehr die Impfpflicht für die entscheidende Wende aus:

    https://www.mdr.de/wissen/covid-vierte-welle-modellsimulation-szenarien-tote-100.html

    Wenn das stimmt, landen wir auf jeden Fall bei 150000 Toten – und auch das nur bei erneuter „Notbremse“.

    Prost Mahlzeit.

    Ich bin natürlich trotzdem für die Impfpflicht – damit wir wenigstens die sechste Welle im Winter 2022/23 vermeiden!

  4. „Wie lassen sich die überzeugen, die bis jetzt noch nicht geimpft sind? Der Sozialpsychologe Ulrich Wagner rät von 2G-Regelungen ab. Je mehr Druck aufgebaut werde, desto mehr Gegendruck gebe es. Der Wissenschaftler fordert deshalb eine „klare Ansage“, auch als mögliche Ausrede für Impfgegner.

    „Eine klare Ansage könnte dazu führen, dass auch eigentlich eingemauerte Impfgegner sich am Ende doch noch impfen lassen und dann nachfolgend ihre Überzeugungen ändern.“ Seine Meinung zu ändern und das gegen die Gruppe zu verteidigen, sei sehr schwer. Eine Impfpflicht brächte „ein neues Argument ins Spiel, sowohl für die eigene Überzeugung als auch gegenüber der Gruppe“. „Der äußere Zwang wäre eine Entschuldigung.“

    https://www.n-tv.de/panorama/Sozialpsychologe-Lieber-Impfpflicht-als-2G-article22948839.html

  5. Was ich bis jetzt noch nicht als besprochen gehört habe:

    Die rechtliche Grundlage einer Impfpflicht ist längst da, war nie weg!

    Das Infektionsschutzgesetz regelt in § 20 „Schutzimpfungen“ schon immer:

    https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/__20.html

    Abs. 6: „Das Bundesministerium für Gesundheit wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates anzuordnen, . . .“
    – Rechtsverordnung. Formelles Gesetz nicht nötig!
    Hätte man längst . . . „Epidemische Lage“ ging doch auch die ganze Zeit, oder?

    Nun der Clou, in (7):
    „Solange das Bundesministerium für Gesundheit von der Ermächtigung nach Absatz 6 keinen Gebrauch macht, sind die Landesregierungen zum Erlass einer Rechtsverordnung nach Absatz 6 ermächtigt. Die Landesregierungen können die Ermächtigung durch Rechtsverordnung auf die obersten Landesgesundheitsbehörden übertragen.“

    – Man fragt sich wirklich, ob die Regierungen die bestehende Rechtslage nicht kennen?
    Wir lesen hier:
    JEDE Landesregierung darf tätig werden bei Untätigkeit „oben“, und sogar den Gesundheitsdiensten selbst Handlungsvollmacht geben.

    Erst wenn das berücksichtigt wird, kann gehandelt werden, statt diskutiert.
    Von irgendwelchen Fristen lesen wir im IfSG nichts, übrigens.

  6. @Michael Fischer:

    Um diesen wichtigen Punkt ging es auch im Ferngespräch.

  7. Ich möchte den Teilnehmern des gestrigen #ferngesprächs für eine interessante und aufschlussreiche Diskussion danken. Es wurden viele Punkte abgehandelt und auch nicht an Kritik in verscheidenster Richtung gespart, wie z.B. das teils beschämende Handeln der Mainstreammedien (ich benutze diesen Begriff mal), die in Teilen zu sehr auf Schlagzeile, Clickbaiting und false balance setzen, statt ihrem Informationsauftrag gerecht zu werden.

    Eine persönliche Bemerkung noch: Der Weihnachtsbaum auf dem Ravensburger Marktplatz wird dieses Jahr alleine da stehen, denn auch bei uns wurde der Weihnachtsmarkt abgesagt.

    Liebe Impfgegner und Coronaleugner, war das euer Ziel, das öffentliche Leben über viele Wintermonate lahmzulegen und damit die euch so wichtige persönliche Freiheit, auf die ihr ständig pocht, zu beschneiden? Dann gratuliere ich euch: Ich könnt euch stolz auf die Schultern klopfen, denn „Mission accomplished!“

  8. Impfungen stellen den einzigen Ausweg aus der aktuellen Krisensituation und drohenden jahrelangen Lockdowns dar. Ich selbst werde in wenigen Tagen zum dritten Mal geimpft – und bin trotzdem gegen eine gesetzliche Impfpflicht.

    Meines Erachtens würden strikte 2G-Regelungen ausreichen, so dass Ungeimpfte vom öffentlichen Leben praktisch vollständig ausgeschlossen wären. Wem seine körperliche Unversehrtheit wichtiger ist als sein soziales (und berufliches) Leben, kann sich ganz freiheitlich dafür entscheiden, mit allen persönlichen Konsequenzen.

    Für uns Geimpfte wäre COVID-19 dann tatsächlich kaum mehr als eine lästige Grippe: schwere Verläufe sind wie bei der Influenza möglich, aber selten genug, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Eine (weltweite) Impfpflicht wäre sinnvoll, wenn es eine fast hundertprozentig sterilisierende Impfung gäbe, denn dann könnte das SARS-CoV-2 faktisch ausgerottet werden – zumindest, wenn es kein tierisches Reservoir gibt.

  9. bitte nicht vergessen auch ohne hundert prozentig sterilisierende impfung sind schon etliche seuchen besiegt worden, Pocken , Polio, Masern in vielen Ländern (nur ua bei uns nicht) ua….

    nach mM ist die ständige Forderung und das Streben dorthin völlig der falsche Weg und fördert geradezu das Stänkern.
    Es gibt im allgemeinen Leben grundsätzlich gar keine 100%, nicht mal Wasser ist 100% nur Wasser(H2O). selbst bei einem Auto mit Zweikreisbremssystem kann es zum Versagen kommen usw usw….

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