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Kalcker und seine MMS-„Studien“ im MedWatch-Faktencheck

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Außer einem eher kryptischen Zeitungsartikel gibt es nach wie vor keinen belastbaren Hinweis darauf, dass der MMS-Promoter Andreas Kalcker wirklich „verhaftet“ worden ist in Argentinien.

Sicher ist nur, dass die Staatsanwaltschaft Anklage gegen ihn erhoben hat.

Auch in seinem Telegram-Kanal wird zumindest der Eindruck erweckt, dass Kalcker aktuell noch Vorträge hält.

Wie auch immer:

Heute hat MedWatch die Analyse der insgesamt 32 „Studien“ veröffentlicht, die Kalcker „zum Beleg des Nutzens oder der Unbedenklichkeit von Chlordioxid anführt“.

Fazit: Die meisten […] zeigen Experimente unter Laborbedingungen, also in Zellkulturmodellen oder an isolierten Bakterien und Viren.

Zudem beschäftigen sich einige der Texte mit mechanistischen Aussagen, beispielsweise zum Wirkmechanismus von Chlordioxid. Weiterhin wird die Wirkung von – unter anderem – Chlordioxid als Mittel zur Desinfektion von Wasser oder Gerätschaften vorgestellt. Ebenso wurde gezeigt, dass gasförmiges Chlordioxid Viren zerstört und so bei Versuchstieren eine Infektion mit diesen Viren verhinderte.

All das ist bereits bekannt.

Keine der Studien lässt hingegen den Schluss zu, dass die Einnahme von Chlordioxid Menschen vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 schützen kann oder eine Infektion bekämpft.

Mehr dazu hier.

Zum Weiterlesen:

  • MMS-Promoter Andreas Kalcker in Argentinien angeklagt – bis zu 25 Jahre Haft sind drin, GWUP-Blog am 9. September 2021
  • Andreas Kalcker behauptet, Chlordioxid helfe gegen Corona. Was sagen seine Studien? medwatch am 20. September 2021

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