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Kortizes-Video: „Künstliche Intelligenz und Big Data in der Medizin“ mit Gerd Antes

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Der Vortrag

Künstliche Intelligenz und Big Data in der Medizin – Marketing-Hype oder echter Fortschritt?

von Gerd Antes ist jetzt online:

Unter den Schlagworten Big Data, Digitalisierung, personalisierte Medizin und Künstliche Intelligenz hat sich eine neue Welt entwickelt, die goldene Zeiten für unsere Gesundheitsversorgung verspricht, dafür aber die Eckpfeiler unseres wissenschaftlichen Denkens ins Wanken bringt […]

Die Frage nach Zielen und Sinn wird tunlichst vermieden. Kritische Fragen zu den technisch nicht erfüllbaren, hype-getriebenen Versprechungen gehen in dieser Stimmung unter. Welche Konsequenzen das hat, wird sich in ein paar Jahren zeigen.

Zum Weiterlesen:

  • SkepKon-Video: Evidenz und wissenschaftliche Praxis versus Big Data und KI, GWUP-Blog am 8. Januar 2020
  • Mathematiker Gerd Antes: „Big Data führt uns in eine Falle“, derStandard am 24. August 2019
  • Big Data und Personalisierte Medizin: Goldene Zukunft oder leere Versprechungen? Dtsch Arztebl 2016; 113(15): A-712 / B-600 / C-592
  • Ist das Zeitalter der Kausalität vorbei? Science Direct, Volume 112, Supplement 1, 2016, Pages S16-S22

6 Kommentare

  1. Data Mining gilt bei experimentellen Studien als Todsünde, weil es nichts anderes als die Suche nach dem gerade Passenden ist.

    Und nun wird die goldene Zukunft damit beschworen, dass Data Mining in nie gekanntem Ausmaß durch die Implementierung einer BigData-Struktur sozusagen aufs Schild gehoben und womöglich zum neuen Goldstandard gemacht werden soll? Als jemand, der mit Sorge darauf schaut, wie sich jetzt schon die Pseudomediziner den Pragmatismus der evidenzbasierten Medizin zunutze machen, graust es mir davor, was diese Truppe unter BigData wohl veranstalten wird.

    Ich bin da ganz bei Gerd Antes: Wir werfen mühsam errungene Erkenntniswerkzeuge über Bord und gehen ebenso schillernden wie trügerischen Luftschlössern auf den Leim, wenn wir in BigData das Heil für die medizinische Forschung suchen.

  2. @Udo Endruscheit
    Zuerst, ich teile Ihre Sorge…auch wenn ich ein Befürworter der KI bin, nehme ich nicht alles als „toll“ hin…

    Aber eine der Stärken der KI und BigData ist gerade das „Ausprobieren“ auch „BruteForce“ bei Hackern genannt ;-)

    Ein Beispiel: https://mixed.de/ki-in-der-physik-steht-eine-revolution-bevor/, das aber etwas mehr als nur Ausprobieren ist, da man hier mit Algorithmen arbeitet.

    Gerade in der Wissenschaft ist die KI ein Tool (und nicht mehr, aber auch nicht weniger), das uns neue Möglichkeiten eröffnet, aber es braucht immer den gut ausgebildeten Wissenschaftler, der die Ergebnisse überprüfen und einordnen kann.

    Ich persönlich finde das KI und BigData die Zukunft sein werden und in vielen offenen Fragen der Wissenschaft helfen kann Antworten zu finden.

  3. Ich bin seit etwa fünf Jahren Maschinenstürmer. Aber ich bin allein. Selbstverständlich ist die sog. KI auch eine Maschine.

  4. @Stephan

    Ja, es ist eine Maschine, auf der die KI ausgeführt wird, aber ich denke es ist eher das mathematische Modell einer Maschine:

    der Turingmaschine.

    aber man darf nicht vergessen, auch unser Gehirn ist eine „Maschine“, deshalb beschreiben und verstehen wir unsere Welt in mathematischen Modellen. Vielleicht ist das Universum nicht in seiner Grundeigenschaft mathematisch, aber wir beschreiben es als ein mathematisches Modell und das sehr erfolgreich…warum?…vielleicht, weil wir „Maschinen“ sind ;-)

    P.S. ich habe den Vortrag noch nicht angesehen, werde es aber tun ;-)

  5. Ist die KI bald so intelligent wie Einstein? ;-)

    https://www.heise.de/hintergrund/Mit-Einstein-Lichtkegeln-zu-besseren-KI-Vorhersagen-4887132.html

    Hier der Wikipedia-Link für den „Lichtkegel“, für alle die ihn nicht kennen (müssen ;-))

    https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtkegel

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