Servus, TV: Ein Fernsehformat trägt sich mit „Wunderheiler”-Irrsinn selbst zu Grabe

Servus, TV!

Den Bodensatz des Fernsehformats “Talkshow” mussten wir am Donnerstagabend beim österreichischen Privatsender ServusTV über uns ergehen lassen (Video):

wund

Von Handauflegen über heilende Blicke bis hin zu Geisterbeschwörungen: Immer mehr Menschen kehren der Schulmedizin den Rücken und vertrauen Alternativen wie Energetik oder Schamanismus Der jährliche Umsatz des österreichischen Esoterikmarkts liegt Schätzungen zufolge bei bis zu drei Milliarden Euro.

Können so genannte Wunderheiler wirklich helfen, oder handelt es sich dabei vornehmlich um reine Geschäftemacherei auf Kosten der Gutgläubigen?

Darüber diskutieren wir am 22. September: Was können Wunderheiler?”

Mittendrin im Panoptikum des Grauens: Der Quantenphysiker Dr. Florian Aigner von den Wiener Skeptikern.

Jeder Versuch, diese “Talk im Hangar 7”-Sendung zusammenzufassen, würde zu einer einstündigen Kopf-Tisch-Kopf-Tisch-Selbstfolter eskalieren – daher verweisen wir auf Aigners eigene Wiedergabe der Ereignisse:

naklar

Am Ende seiner Schilderung fragt unser Skeptiker-Kollege explizit nach “Verhaltenstipps” für künftige Sendungen.

Ich persönlich schließe mich diesbezüglich voll und ganz dem Kommentar von Jörg (diewahrheit.at) Wipplinger an:

Ich glaube, es gibt tatsächlich eine Taktik, die halbwegs funktioniert, sie ist nur nicht sehr sympathisch: Vollkommen ignorieren, was gefragt wird und was die anderen reden. Sich vorher überlegen, was man zu dem Thema loswerden möchte und diese paar kurzen Statements möglichst gut platzieren.”

Das ist wohl das Einzige, was man in einer solchen Narrenrunde ausrichten kann.

Respekt und Anerkennung für Florian Aigner, dass er in diesem esoterischen Absurdistan durchgängig ruhig und sympathisch rüberkam.

Zwischen Medizin und Hokuspokus: Was können Wunderheiler?”

war mitnichten “seine” Hinrichtung.

Hier hat sich ein komplettes TV-Format einschließlich der freidrehenden Gäste, der Redaktion (die sich allen Ernstes eine 5:1-Konstellation ins Studio holt) und des Moderators selbst zu Grabe getragen.

Eine Diskussion über die Sendung gibt’s auch im Science-Blog Gesundheits-Check.

Und unser nächster Blogpost hier wird der kurze SkepKon-Vortrag von Florian Aigner in Hamburg sein. Der Mann ist nämlich wirklich gut.

Zum Weiterlesen:

  • Erinnerungen an meine Hinrichtung, naklar.at am 23. September 2016
  • Die Schulmedizin hat Grenzen, Gesundheits-Check am 24. September 2016
  • Hex und hopp: Skeptiker im TV, GWUP-Blog am 29. Januar 2013
  • Hilfe, ich bin im Fernsehen, naklar.at am 28. Januar 2013
  • Impfen und die Verantwortung der Medien, Psiram am 24. Februar 2015

32 Kommentare zu “Servus, TV: Ein Fernsehformat trägt sich mit „Wunderheiler”-Irrsinn selbst zu Grabe”


  1. 1 Ralf in Altersteilzeit 24. September 2016 um 23:40

    Bin gerade am Anfang und ich weiß nicht, ob ich es schaffe, bis zum Ende durchzuhalten…jedenfalls sind mehr Pro als Skeptiker eingeladen…
    Ich bin Bluthochdruckpatient und weiß nicht, ob ich das bis zum Ende durchstehe…

  2. 2 Ralf in Altersteilzeit 24. September 2016 um 23:55

    Pause bei 13:25 … der skeptische Arzt ist auf einmal für die alternative Heil Methoden!?
    Sorry, aber wenn ich das so direkt schreibe…aber Dr. Florian Aigner suchte hier “Hilfe” von dem “skeptischen” Arzt und fand sie nicht…sondern…ja, ihr Physiker habt doch keine Ahnung von Medizin…echt scheiße, wenn ich das so schreiben darf ;-)

  3. 3 Ralf in Altersteilzeit 25. September 2016 um 00:17

    Der “skeptische Arzt” ist ja “sowas von” ein Wolf im Schafspelz…

  4. 4 Groucho 25. September 2016 um 09:00

    Ich finde die Überschrift etwas überspitzt. Klar, die Sendung war ein völliger Griff ins Klo – einerseits. Andererseits fand ich diesen “Talk im Hangar” als eine der wenigen Talksendungen, die meist angenehm unaufgeregt gut anzusehen waren, wenn einem das Thema interessiert hat. Kein Vergleich mit Krawallformaten des deutschen ÖR wie z.B. “Hart aber fair” (Ich sag nur Regividerm).

    Generell übertrifft ServusTV als privater Sender sehr oft die Qualität der ÖR, was erstaunlich (oder auch nicht) ist. Bin mir recht sicher, dass das redaktionelle Konsequenzen haben wird, m.W. wurden auch schon Fehler eingestanden, z.B. dass man nicht wusste, dass dieser eine Arzt auch ein veritabler AIDS-Leugner ist und eigentlich ins andere Lager gehört hat. Peinliche handwerkliche Fehler.

    Als Florian Aigner mit dem bisherigen Wissen über dieses Sendeformat wäre ich da durchaus auch hingefahren. Dass es so irre werden würde, war nicht anzunehmen. Immerhin hat er sich sehr gut geschlagen, hört man.

  5. 5 Bernd Harder 25. September 2016 um 09:59

    @Groucho:

    < < Andererseits fand ich diesen "Talk im Hangar" als eine der wenigen Talksendungen, die meist angenehm unaufgeregt gut anzusehen waren << So? "Gut, bei dieser Art von Talkshow ist sowieso Hopfen und Malz verloren. Man kann über manche Dinge kein Streitgespräch führen, der Himmel ist nun mal nicht gelb. Das Format ist einfach prinzipiell ungeeignet." https://blog.psiram.com/2015/02/impfen-und-die-verantwortung-der-medien/

    Was genau hat der Hangar-Talk denn aus dieser Erfahrung damals gelernt?

  6. 6 jemseneier 25. September 2016 um 10:32

    Ich hab´s mir angesehen, und der Florian Aigner hat sich wirklich sehr gut gehalten, gegen den Rest und gegen die Moderation. Einzig die Zwischen-Einblendungen, die manchen Unsinn sehr gut zusammen fassten, waren auf seiner Seite. Ist immer blöd, wenn einem von so einem Format die Spielverderber-Rolle zugewiesen wird, und so war es leider.

  7. 7 Groucho 25. September 2016 um 11:25

    @Bernd Harder: Ich habe da relativ geringe Ansprüche. Vergleiche nur mit anderen Formaten. Den Florian hab ich mir gleich gar nicht angeguckt. Blutdruck und so. Wenn es nicht um solche Themen geht, ist der Hangartalk m.M. – natürlich nur, wenn einem das Thema interessiert – oft angenehm zu sehen und das grundsätzliche Bürsten auf Krawall, wie man es bei anderen ganz offensichtlich sehen kann, nicht immer Hauptaugenmerk.

    Und nein, diese eine Sendung will ich gewiss nicht mal im Ansatz verteidigen.

  8. 8 Wednesday 25. September 2016 um 11:46

    Leuten mit dem Röntgenblick und ihre Gläubigen sag ich zwei Sätze:

    “Augen empfangen Wellen. Augen senden keine Wellen.”

    Danach räume ich das Feld, denn jede weitere Diskussion ist vollkommen überflüssig und langweilig.

  9. 9 advocatus diaboli (tafka gnaddrig) 25. September 2016 um 13:37

    @ Wednesday: Ach Unsinn. Die Augen müssen doch gar keine Wellen aussenden, Röntgen oder nicht. Sie müssen nur die ohnehin überall herumschwirrende Strahlung aufnehmen und interpretieren. Und der (nicht ganz korrekt benannte) Röntgen-Blick nimmt eben Frequenzen wahr, die das normale menschliche Auge nicht einfängt. Das könnte die kosmische Hintergrundstrahlung sein; die Röntgenstrahlung irgendwelcher Neutronensterne; irgendwelche Neutrinos, die sicher überall herumschwirren; oder zur Not auch die Tachyonen, deren Existenz schon dadurch als bewiesen gelten kann, dass die offizielle Wissenschaft ihr Vorhandensein beharrlich abstreitet.

    Der Röntgen-Blicker kann nun den Teil dieser Strahlung (suchen Sie sich eine aus, es wird für jede Sorte Spezialisten geben) sehen, die durch den Patienten gegangen ist und von dessen Körper je nach Gesund- oder Kranksein unterschiedlich durchgelassen wird. Alles ganz einfach und wissenschaftskonform…

  10. 10 nihil jie 25. September 2016 um 14:42

    @Ralf in Altersteilzeit

    Ich glaube, dass ich mir solche Sendungen immer morgens, kurz nach dem aufstehen, anschauen sollte. Ich habe vom Haus aus sehr niedrigen Blutdruck und wäre froh der wäre nach dem Aufstehen höher *gg

    @Allgemeinheit

    Ja, die Sendung ist wirklich etwas skurril. Aber Florian Aigner hat das schon ziemlich gut gelöst. Ist so oder so mein Talk-Favorit bei solche Themen. Gleich neben Jörg Wipplinger, Ulrich Berger oder Werner Gruber.

  11. 11 Roman 25. September 2016 um 19:50

    Bitte vom Röntgenheiler eine Unbedenklichkeitserklärung verlangen bezüglich Strahlung des Röntgenblicks.

    Strahlt der beim Diagnostizieren frei herum oder in einer isolierten Kammer?

  12. 12 Wednesday 25. September 2016 um 19:59

    @gnaddrig: Haha, und von alkoholfreiem Bier werd ich viel schneller blau als von dem mit. ;-)

  13. 13 skeptikus 25. September 2016 um 21:05

    Oh Gott “die Schulmedizin ist ja super, ABER” das klingt wie wenn die Afd sagt “Wir sind ja keine Nazis, ABER”.

  14. 14 skeptikus 25. September 2016 um 21:20

    Wahnsinn. Ganz dumm fand ich das Argument, dass die Schulmedizin ja mit Aderlass jemanden getötet hätte.

    Klar, die Medizin war damals auf einem erbärmlichen Niveau, die Medizin hat sich jedoch weiterentwickelt, vor allem methodisch. Der Aderlass ist daher eher ein Beispiel für die Anhänger der Alternativmedizin, die an etwas Glauben, weil es ja alle machen und es scheinbar wirkt, ohne zu verstehen oder hinterfragen zu können, ob es funktioniert.
    Daher falsches Beispiel.

    Dieses naiv-dümmliche “Erfahrungswissen” ist doch genau die geistige Haltung, die dazu führte, dass Ärzte früher Aderlass machten….

  15. 15 gnaddrig 26. September 2016 um 07:50

    @ Wednesday: Na bitte, geht doch! Prost ;)

  16. 16 Xarry_H 26. September 2016 um 09:18

    Wenn die Umgebungs-Röntgen-Strahlung so stark wäre, daß man auch ohne Röntgengerät derartige Dinge sichtbar machen kann, wieso hat man denn dann Röntgen-Apparate in den Praxen?

    Und woher kann der Mann die Röntgen/MRT-eindrücke korrekt interpretieren? Hat er eine medizinische Ausbildung?
    Der Moderator wurde doch “geröntgt”? Stören da nicht Metallgegenstände am Körper?

    Die Aussage “Unterschiedlich lange Beine” ist so eine Standardaussage, um Rückenschmerzen zu erklären, und wieso kann man das per Röntgenblick feststellen? Da reicht doch n Zollstock? “Vernarbungen in den Synapsen”: Er kann nicht nur röntgen, sondern hat auch noch eine superfeine Auflösung? Gibt’s so was wie “Vernarbungen” im Gehirn überhaupt?

    Kann das sein, daß der den Film “Der Mann mit den Röntgenaugen” mit Ray Milland in seiner Kindheit gesehen hat und ihn unheimlich beeindruckt hat?

  17. 17 Bernd Harder 26. September 2016 um 09:24

    Der Herr tourt schon seit den “Phantastischen Phänomenen” in den 1990ern durch die Lande:

    https://www.youtube.com/watch?v=ec6zA3S-vMM

    Bekanntlich gab es damals schon einige Zauberkünstler, die die Tricks dieser Sendung erklärt haben …

    https://www.psiram.com/ge/index.php/Georg_Rieder

  18. 18 Pierre Castell 26. September 2016 um 10:40

    Schlimm, was heutzutage alles ungestraft möglich ist!

  19. 19 Martin 26. September 2016 um 10:57

    Ich denke PRIVATSENDER leben vom Umsatz(Profit) und nicht von der Verbreitung von irgendwelchen Wahrheiten. Wie war das doch gleich mit der Schleichwerbung ? Also wir reden zwei Stunden über Gott und die Welt und im Hintergrund steht das Produkt,wofür wir eigentlich werben wollen.Einige nennen so etwas Fremdbestimmung , andere Manipulation…Man muss ebend nur den Nerv der Leute treffen, um seine Inhalte transportieren zu können.

  20. 20 rambaldi 26. September 2016 um 12:49

    Seid froh daß der Talk nicht auch noch von der Granderwerbung unterbrochen wurde, daß hätte perfekt gepaßt

  21. 21 Xarry_H 26. September 2016 um 14:59

    Die Holbe-Sendung ist ja schon eher selbst an der Grenze. Ich als Moderator hätte “Eine Frau mit einem Schal, der sich bewegt” höchstens als “naja, nicht ganz verkehrt” und die “untere Hälfte fehlt” bei der Schaufensterpuppe eher gar nicht durchgehen lassen. Wenn man mal genau hinsieht, sieht man, daß die Scheinwerfer so aufgestellt waren, daß der Schattenwurf in Richtung auf die Wand zeigte, und so zumindest ganz unten etwas hätte zu sehen sein müssen. Nicht überzeugend.

    Beim Krankheitsbild dagegen macht er darüber, welches Knie betroffen war, keine Angaben und kommt wieder mit der “Beckenschiefstellung” daher, die dann aber nicht weiter erwähnt wird. Und “irgendwas mit den Nieren” ist halt auch eher vage.

    Jetzt bin ich nur mal gespannt, ob er sein Angebot, 500 Diagnosen gegen testen zu lassen, auch aufrecht erhält.

  22. 22 Xarry_H 26. September 2016 um 15:05

    Ich kann allerdings das Mimimi von Florian Aigner nicht nachvollziehen. Es gab keine Hinrichtung, aber er war ja auch nicht in der Lage, irgendwas davon zu widerlegen. Kein Wunder, wenn man das mit Pauschalurteilen bzw. Totschlagargumenten wie “Zufall” versucht. Stattdessen hätte er besser mal genau zuhören sollen; zB bei der Krankheitsgeschichte des Cellisten, und ihn gezielt fragen sollen, bis ihm seine widersprüchlichen Aussagen selbst aufgefielen wären. Auch auf die Gefahr hin, sich unbeliebt zu machen.

  23. 23 noch'n Flo 26. September 2016 um 17:00

    @ Roman:

    “Strahlt der beim Diagnostizieren frei herum oder in einer isolierten Kammer?”

    Ich finde ja, der Herr sollte erstmal einen Strahlenschutzkurs bei der Ärztekammer besuchen. Und wenn er dann wieder so herumdiagnostiziert, müssen seine Patienten ganz dringend einen Gonadenschutz tragen.

    Ist das eigentlich ein Hochdosis-Röntgenblick, oder liegt die Strahlendosis eher im Bereich einer Thorax-Aufnahme?

    Interessant wäre auch die Frage, wie der gute Mann eigentlich Qualitätssicherung betreibt. Oder wie er der Pflicht, Röntgenaufnahmen mindestens 30 Jahre lang aufzubewahren, nachkommt.

    Trägt er eigentlich während seiner Arbeit ein Dosimeter?

  24. 24 Dalek Sander 27. September 2016 um 08:31

    Um mal auf die Schlussfrage von Florian Aigner zu antworten:

    Es gibt jede Menge Literatur über die Streitkultur, darunter das nach wie vor kostbare und köstliche Schopenhauer mit seiner “Eristik”.

    Etwas weniger philosophisch, dafür praxisnäher, ist der Klassiker von Hubert Schleichert:

    https://books.google.de/books/about/Wie_man_mit_Fundamentalisten_diskutiert.html?id=0p1vXxHc8hgC&hl=de

    Einen (guten) Rhetorik-Kurs kann aber kein auch so gutes Buch ersetzen. Die Esos / Schwurbler arbeiten zudem oft und gern, sei es bewusst oder oder nicht, mit den berüchtigten Tricks aus der Sektenkiste, NLP und Co. Da die Emotionen sowieso meistens an der Seite der Esos sind und gegen die so kalten, bar jeder Sakral-Tschakral-Indianer-to-go-Aura, emotionslosen Wissenschaftler. Das ist leider wie beim Tic-Tac-Toe, nur bei Eso-Debatten ist es zusätzlich noch egal, wer mit der Eröffnung beginnnt – die Eso-Emos haben die Gefühle des Publikums ab Werk an ihrer Seite. Notfalls wird mit der Tränendrüse gearbeitet, noch “nottfällser” ad hominem. Unterwegs werden alle möglichen logischen / argumentativen “Fallacies” dosiert eingesetzt.

    Solche Leute musst Du auflaufen lassen, das ist der einzige Weg. Mit Fakten und Logik verlierst Du praktisch immer. Logik gilt für die geistiger Schwelkörper im feinstofflich erigierten Zustand nicht.

  25. 25 nihil jie 27. September 2016 um 11:04

    @skeptikus

    Es ist nicht falsch das “Aber” zu nutzen in Bezug auf die Darstellung der Medizin (“Schulmedizin”). Es gibt nun mal Probleme. Deren Natur ist aber eher ökonomisch und nicht die Medizin an sich ist das Problem. Zudem musste sich die Medizin der letzten Jahrhunderte auch empor irren, genau so wie alle anderen Naturwissenschaften auch. Man machte Fehler, behandelte falsch usw. Und dieser Prozess ist noch lange nicht am Ende angelangt.

    Das Problem der heutigen Medizin ist aber eben die starke Koppelung an wirtschaftliche Prozesse in denen es vorrangig darum geht Profite zu maximieren und Ausgaben zu senken. Um das sehr einfach auszudrücken.

  26. 26 Xarry_H 27. September 2016 um 19:03

    Das Argument “Wissenschaft ist ja auch nur ein Glaube” zieht immer dann ganz gut, wenn man merkt, daß es nicht mehr um die Sache geht, sondern nur noch ums “Rechtbehalten” oder der Gruppenzugehörigkeit bzw. dem Distinktionsgewinn, und das ist auf diesem Blog auch immer öfter der Fall.

  27. 27 noch'n Flo 27. September 2016 um 21:13

    @ Xarry_H:

    Du hast es echt nicht geschnallt, oder? In der Wissenschaft geht es nicht ums “Rechthaben”, sondern um knallharte Fakten.

    Was auch immer der von Dir zitierte “Distinktionsgewinn” damit zu tun haben soll…

  28. 28 Xarry_H 27. September 2016 um 22:30

    @noch’n Flo: Ich meine nicht die Wissenschaft an sich, sondern die sozio-psychologischen Prozesse, oder wie man immer auch das nennen will, die sich bei dieser Art Auseinandersetzung entwickeln.

  29. 29 Xarry_H 29. September 2016 um 15:22

    Ich bin immer noch am Überlegen, wie man den X-Ray-Man am besten und aufwandsärmsten testen könnte. 500 Diagnosen? Woher die Leute nehmen, und hinterher geht das Geschachere um die Aussagen los? Nee, das ist nichts, viel zu viel Aufwand.

    In Anlehnung an das Rainer-Holbe-Setting könnte man es so machen:

    Man nimmt 2 Räume, in einem darf er auf eine Wand starren, und im angrenzenden Raum dieser Wand wird bei jedem Versuch ein Mensch oder eine Figur nach Zufall aufgestellt. Er soll dann nur feststellen Ja oder Nein – steht die Figur jetzt da oder nicht. Mit den Feinheiten wie Verblindung kennt sich die GWUP ja aus.

    Das führt man soundso oft durch, und bei soundsoviel korrekten Aussagen sähe es tatsächlich so aus, als würde er diese besondere Fähigkeit haben.

    Wie viele Tests müßte man denn hier machen? Und wie viele Treffer braucht er? 20 Versuche, und dann 18 Treffer?

  30. 30 Bernd Harder 29. September 2016 um 16:59

    @Xarry_H:

    Ich leite es mal weiter, ob man diesen Mann zu unseren PSI-Tests einladen könnte.

    Normalerweise bewerben sich die Kandidaten ja selbst.

  31. 31 Xarry_H 29. September 2016 um 19:53

    Er hatte es in der Talkshow angeboten, so einen Test zu machen, zunächst nicht, aber irgendwann hat er es sich anders überlegt. Florian Aigner und er wollten Kontaktdaten austauschen.

    Hab’s mal überschlagen: Schon bei 15 richtigen Aussagen von 20 wäre er mehr als 95% akkurat.

  32. 32 Pierre Castell 23. November 2016 um 15:12

    Cobra-Gift gegen Aids von Wunderheiler? Nein, es war Zuckerwasser! Jetzt stand der Vater vor Gericht, der sein Kind zu einem Wunderheiler brachte und wurde verurteilt:

    https://www.az-online.de/deutschland/urteil-eltern-bringen-aids-kranken-sohn-zu-wunderheiler-zr-7003110.html

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